Archiv - News
Martin Bruny am Sonntag, den
6. Februar 2005 um 11:19 · gespeichert in Pop

Barry Manilow startete seine Karriere in den frühen 70er Jahren mit Dutzenden Nummer-1-Hits, Anfang der 80er verabschiedete er sich von Plattenproduktionen, die für die Charts konzipiert waren, und konzentrierte sich auf Jazz- & Musicalproduktionen. Er ist Emmy-, Tony- & Grammy-Preisträger, wurde für einen Oscar nominiert … und auch heute noch verkauft er 1,5 Millionen CDs pro Jahr. Ende Februar startet er ein abenteuerliches Unternehmen: Ein Jahr lang wird er seine Hits in Las Vegas performen. Das Medieninteresse ist enorm, Tickets der besten Kategorie werden bei eBay um 1000 Dollar und mehr gehandelt. Kein Wunder, dass Newsweek die Frage stellt: At long last, Manilow plays Vegas. Isn’t it time we gave the man some respect?
Martin Bruny am Donnerstag, den
3. Februar 2005 um 11:18 · gespeichert in Tonträger

Musicaldarsteller Christopher Murray (”Der Glöckner von Notre Dame”, Berlin; “The Scarlet Pimpernel”, Halle; “Les Miz”, Berlin) präsentiert in Kürze “Greatest Hits”, seine erste Solo-CD. Ab dem 9. Februar singt Murray ausgewählte Songs in den Studios von MusicalNet Berlin, dem renommierten Musical-Label im deutschsprachigen Raum, zu Orchestereinspielungen ein. Für seine Debüt-CD hat der Sänger Hits aus “Les Misà©rables”, “Jesus Christ Superstar”, “Der Glöckner von Notre Dame”, “Elisabeth”, “Tanz der Vampire” und weiteren erfolgreichen Musicals ausgesucht. Auch mit einer deutschsprachigen Premiere kann Murray dienen: Noch vor der Europa-Premiere am 23. April 2005 von “Dracula” (Komponist: Frank Wildhorn) in St. Gallen (Schweiz) interpretiert Murray einen Song des Abraham van Helsing erstmalig in deutscher Sprache!
Martin Bruny am Montag, den
31. Januar 2005 um 11:03 · gespeichert in Literatur, Netz, Flicks, TV

Über Wil Wheatons erstaunlich erfolgreiches und wirklich hochinteressantes Blog hab ich schon mal vor ein paar Jahren geschrieben, diese Woche hat er in seinem AudioBlog ein “Posting” veröffentlicht, das es mehr als wert ist, gehört zu werden. Er schildert darin seine Gefühle bei der Audition für einen Film, den er nicht wie so oft maximal aus rein karrieretechnischen Beweggründen machen möchte, sondern wirklich wirklich machen WILL. Ob er die Rolle bekommen hat, ist noch nicht raus. Aber er wird es posten. Zum Download des Audioblog-Beitrags geht’s hier.
Martin Bruny am Mittwoch, den
12. Januar 2005 um 10:51 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
Wiens Theaterlandschaft ist auch musicalmäßig weit vielfältiger, als man auf einen ersten flüchtigen Blick glauben möchte. Neben Elisabeth und (bald) Romeo & Julia geht in den nächsten Monaten eine Vielzahl an interessanten Musicals & Shows über die Bühne.
- Noch bis Ende Jänner steht Avenue X auf dem Spielplan der Kammeroper Wien, in den Hauptrollen: Gino Emnes, Joe Garcia, Carole Alston-Bukowsky, Stephen Shivers, Ramin Dustdar, Bruno Grassini, Axel Olzinger und Murielle Stadelmann.
- Ab 22. Jänner führen die Studenten des Konservatoriums Wien Rocky Reloaded auf. Vorstellungsdaten: 22., 24., 25., 26., 27., 28. Jänner 2005.
- Ruth Brauer, hochschwangerer Musicalstar, verkürzt sich die Zeit bis zum freudigen Ereignis mit Broadway Baby, einer One-Woman-Show mit Gästen, unter anderem zu sehen in der Broadway Bar ( 20.-27. Jänner)und im Neu-Wien ( 28., 29. Jänner).
- I love a piano lautet der Titel des Soloabends von Andrea Malek, dem ungarischen Musicalstar, der derzeit in Wien im Musical “Elisabeth” zu erleben ist. Die Show im Interkulttheater geht am 2. und 3. März jeweils um 20 Uhr über die Bühne.
- Im Interkult präsentieren die Studenten des Vienna Conservatory ihre Show Subway Stories. Gespielt wird an folgenden Tagen: 15., 16., 27. und 28. Februar.
- Im Wiener Metropol läuft ab 2. Februar das Frank Sinatra-Musical Strangers in the night.
- Das Kultmusical I love you, you’re perfect, now change ist ab 25. April im Wiener Ensembletheater in der englischen Originalfassung zu sehen. Es handelt sich dabei um eine Aufführung des Vienna Theatre Projects.
[to be continued …]
Martin Bruny am Donnerstag, den
6. Januar 2005 um 10:42 · gespeichert in Musical, Tonträger
Unter Musical-Fans ist Donald Felthams “Broadway Radio Show” längst eine Institution. Woche für Woche präsentiert er neue Cast-CDs, Interviews mit Darstellern, stellt Theme-Shows zusammen, kurz: Wer immer musicalmäßig am neuesten Stand bleiben möchte, klickt einmal pro Woche auf HainesHisWay.com und wird bestens unterhalten und informiert.
Zu Beginn des neuen Jahres gingen bei Donald Felthams Internet-Show die Top 20 der 2004 erschienenen Cast-CDs über den Äther. Eine Woche lang waren als Einstieg die Plätze 20 bis 11 zu hören, derzeit sind 24 Stunden am Tag und völlig kostenlos in einer zweistündigen, sehr unterhaltsamen Show die Plätze 1 bis 10 abrufbar. Die Top 20 der 2004 erschienenen Cast-CD liest sich wie folgt:
1 Taboo
(Original Broadway Cast Recording; Book: Charles Busch/Original Book: Mark Davies/Music & Lyrics: George O’Dowd (aka Boy George)) [Infos zur CD]
2 The new moon
(Encores! Premiere Recording; Book & Lyrics: Oscar Hammerstein II., Frank Mandel & Laurence Schwab/Music: Sigmund Romberg) [Infos zur CD]
3 Wonderful town
(Donna Murphy-Version) (The New Broadway Cast Recording; Book: Jerome Chodorov/Lyrics: Betty Comden & Adolph Green/Co-Librettist: Joseph Fields/Music: Leonard Bernstein) [Infos zur CD]
4 Assassins
(Broadway Cast Cast Recording; Book: John Weidman/ Music & Lyrics: Stephen Sondheim) [Infos zur CD]
5 Finian’s Rainbow (Irish Repertory Theatre Cast Recording; Book: E.Y. Harburg & Fred Saidy/Lyrics: E.Y. Harburg/Music: Burton Lane) [Infos zur CD]
6 Fine and Dandy
(World Premiere Recording; Lyrics: Paul James/Music: Kay Swift) [Infos zur CD]
7 Wonderful town
(Brooke Shields/Jennifer Hope Wills-Version) (Book: Jerome Chodorov/Lyrics: Betty Comden & Adolph Green/Co-Librettist: Joseph Fields/Music: Leonard Bernstein) [Infos zur CD]
8 Caroline or change
(Book & Lyrics: Tony Kushner/Music: Jeanine Tesori) [Infos zur CD]
9 Johnny Guitar
(Book: Nicholas van Hoogstraten/Music: Martin Silvestri & Joel Higgins) [Infos zur CD]
10 The Musical of Musicals
(Original Off-Broadway Cast Recording; Composer-Librettist: Eric Rockwell/Lyricist-Librettist: Joanne Bogart) [Infos zur CD]
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11 Bounce
(Original Cast Recording; Book: John Weidman/Music & Lyrics: Stephen Weidman)
12 Sherry! (World Premiere Cast Recording; Book & Lyrics: James Lipton/Music: Laurence Rosenthal)
13 Fiddler on the roof
(New Broadway Cast Recording; Lyrics: Sheldon Harnick/Libretto: Joseph Stein/Music: Jerry Bock)
14 Sarah, Plain & Tall
(Book: Julia Jordan/Lyrics: Nell Benjamin/Music: Laurence O?Keefe)
15 Sundown
(Original Cast Recording; Lyrics: Larry Rosler/Music: Peter Link)
16 The thing about Men
(Original Cast Recording; Book & Lyrics: Joe DiPietro/Music: Jimmy Roberts)
17 Batboy
(London Cast Recording; Story & Book: Keythe Farley & Brian Flemming/Music and Lyrics: Laurence O¹Keefe)
18 Romeo & Juliet
(London Cast Recording; Music & Lyrics: Gerard Presgurvic & Don Black)
19 Tonight’s the night
(Book: Ben Elton/Music: Rod Stewart)
20 Forbidden City - Portrait of an Empress
(Singapore Cast Recording; Music by Dick Lee/Lyrics by Stephen Clark)
Martin Bruny am Sonntag, den
5. Dezember 2004 um 10:25 · gespeichert in Musical, Wien, Pop, Fotos

Am 4. Dezember 2004 feierten [X_Pact] & Leadsänger Matà© Kamaras (derzeit die Erstbesetzung in der Wiener Produktion des Musicals “Elisabeth“) in ihrer aktuellen Besetzung ihre Konzertpremiere im Wiener Casino Baumgarten. Das Publikum war buntgemischt von headbangenden Hardrockern über sakkotragende Plattenbosse bis hin zu kreischenden Teenies. Die Gruppe zeigte sich bei bester Spiellaune, allen voran Leadsänger Matà© Kamaras, der selbst nach 90 Minuten noch vor Energie sprühte und den ganzen Saal mit seinem Verve in Begeisterung versetzte. Die Premiere kann man als mehr als gelungen bezeichnen, nun fehlt nur noch ein Plattenvertrag und jede Menge mehr an solch funkensprühenden Gigs.






Martin Bruny am Sonntag, den
21. November 2004 um 10:06 · gespeichert in Theater
Mit 49 Sitzplätzen ist das “experiment - Theater am Liechtenwerd” die kleinste und zugleich älteste Kleinbühne Wiens. Ein desolater Kohlenkeller wurde von einer Handvoll Theaterbegeisterter mit kargen Mitteln und viel eigener Arbeitskraft zum Theater gebastelt.
Seit der Eröffnung zu den Wiener Festwochen 1956 gab es 196 Produktionen mit 255 aufgeführten Stücken davon 43 Uraufführungen vornehmlich österreichischer Autoren (u. a. “Totu-wa-botu” von Wolfgang Bauer) und 79 Österreichische Erstaufführungen. Pro Theatersaison sind jeweils 4 Produktionen vorgesehen mit zusammen mindestens 100 Aufführungen.

Noch bis zum 27. November 2004 steht DER KREIDEKREIS, ein “Spiel nach dem Chinesischen von KLABUND” auf dem Programm des “experiment”. Der Inhalt kurz erzählt:
Haitang, deren Vater durch die harten Forderungen des Steuerpächters Ma in den Tod getrieben wurde, muss in einem Teehaus arbeiten.
Prinz Pao verliebt sich in Haitang, doch Ma bietet mehr Geld und kauft sie als Nebenfrau.
Yü Pei, Mas kinderlose Frau erfährt, dass ihr Mann sie zugunsten Haitang, die ein Kind geboren hat, verstoßen will. Sie vergiftet den Mandarin und lenkt den Verdacht auf die von ihr gehasste Nebenfrau. Diese wird zum Tod verurteilt.
Pao hat inzwischen die Macht übernommen. Eine Probe soll die wahre Mutter zeigen. Das Kind wird in einen Kreidekreis gestellt. “Die rechte Mutter wird die rechte Kraft besitzen, den Knaben aus dem Kreis zu sich zu ziehen.”
Die Besetzung: Doris Drechsel, Jopie den Dulk, Gertraud Frey, Erwin Bail, Michael Gert, Hannes Lewinski, Harald Nagl und Thomas Udalrik.
Martin Bruny am Montag, den
25. Oktober 2004 um 09:56 · gespeichert in Literatur, Netz
Bücher über Blogs, das ist wie eine Videokassette, auf der die Vorzüge des Mediums DVD erklärt werden. Immer wieder ist es ärgerlich, ein Buch über Weblogs in die Hände zu bekommen und dann doch nur festzustellen, dass ein Autorenteam mal wieder das Phänomen “Blogging” auf etwas reduziert, was dem Ganzen nie und nimmer gerecht wird. Jüngstes Beispiel: die 1-Kilo-Schwarte “Blogs!“, herausgegeben von “Don Alphonso” und Kai Pahl. Das Buch bietet auf den ersten Seiten altbekannte Vergleiche zwischen der Journaille und den Webloggern und versucht danach, sich auf den “Inhalt” einiger Weblogs zu konzentrieren, was jedoch nichts anderes bedeutet, als dass versucht wird, Weblogeinträge krampfhaft in den Rang von Literatur zu erheben. Nun mag es durchaus Weblogs von literarischem Niveau geben, aber das Phänomen Weblogging auf diesen Aspekt einzuschränken und damit dann auch noch auf eine Lesetour zu gehen, das ist, mit Verlaub, völlig am Thema vorbeikonzipiert.
Mit Verwunderung muss man auch zur Kenntnis nehmen, dass es zwar wunderbar gestaltete Blogs gibt, die auch manchmal geradezu atemberaubendes Bildmaterial bieten, wenn es aber dann daran geht, ein Buch über Blogs zu schreiben, bringt man die hässlichsten und abstoßendsten Cover auf den Markt, die man sich nur vorstellen kann.
Martin Bruny am Montag, den
25. Oktober 2004 um 09:55 · gespeichert in Literatur, Sprache
… als Kriterium bei der Wahl zum “schönsten Wort” gilt, dann gilt vielleicht auch bald das schönste Kaffeehäferl, aus dem ein Maler beim Malen eines Bildes getrunken hat, als ausschlaggebender Faktor bei der Bestimmung des Marktwerts eines Kunstwerks.
Wenn “Habseligkeiten” “Geborgenheit” und “Liebe” sowie andere vielleicht wirklich “schöne” Worte auf die Plätze verweist, nur weil sich jemand eine reichlich konstruierte, wenn auch semantisch durchaus plausible Begründung dafür ausdenken kann, dass Habseligkeiten “schöner” als Liebe sind, dann könnte man ja auch annehmen, dass in Zeiten, die zur Befürchtung Anlass geben, dass man dereinst im hohen Alter praktisch ohne dem, was das schönste Wort ausdrückt, dastehen könnte, Geborgenheit und Liebe eben nunmal erst an zweiter und dritter Stelle kommen beziehungsweise von den Juroren gereiht werden. Es wäre kein Wunder gewesen, wenn auch “Angst” in den Top 10 gelandet wäre, eine Begründung dafür würde man sicher irgendwie basteln können.
Martin Bruny am Sonntag, den
24. Oktober 2004 um 09:54 · gespeichert in Event-Tipps

Das Tiroler Landestheater und das Wiener sireneOperntheater stellen in einer Koproduktion die Uraufführung sieben österreichischer Opernminiaturen (”Operellen“) vor. Nach der Uraufführungspremiere am 31. Oktober in den Kammerspielen des Tiroler Landestheater finden im Anschluss 5 Vorstellungen statt; auf die Wiener Premiere am 17. November 2004 im Wiener Jugendstiltheater folgen zwei weitere Vorstellungen.
Die Versuchsanordnung: Ein kleiner Planet, bewohnt von nur 5 Personen - Johanna und Johann, Zwerg, Dieb und Voltaire. Was lässt sich anstellen mit der Population dieser Miniaturwelt. Welche Miniaturkatastrophen und Millimeterkrisen spielen sich ab? Was geschieht?
In Walter Titz’s minimalistisch gereimter Landschaft “HerzLosZeitLos” findet sich Voltaires verlorenes Herz zwischen roten Rosen. Den Kampf um Herzen und Liebe, der sich daraus entspinnt, hat der Wiener Domorganist Peter Planyavsky in ein subtiles Ballett verwandelt.
Die Jüngsten, das Autoren-Duo Hosea Ratschiller und Lukas Tagwerker, denken sich einen Krieg, in dem keiner eine Chance hat, schon gar nicht der, der optimistisch in diese Welt geboren wird. Vom ungarisch-österreichischen Komponist Akos Banlaky ist dieses Szenario ins Absurde, fast Kabaretthafte gesteigert - “Schock - ein Hundeleben”.
Hermes Phettberg bleibt mit “Schutt” in seiner Tradition als pessimistischer Prediger. Er legt Voltaire freimütig biblische Worte in den Mund und lässt unter dem Gleichnis vom anvertrauten Geld seine Figuren rettungslos verschüttet gehen. Gilbert Handler interpretiert das Klagen der phettbergschen Figuren undramatisch, er entwickelt eine ganz eigene meditative musikalische Sprache.
Friederike Mayröcker hingegen lässt Lebende und Verstorbene Frieden finden, sensibel am Text entlang vertont von Wolfram Wagner. Wie eine autobiographische Zwiesprache zwischen ihr und ihrem Lebensgefährten Ernst Jandl führt “Stretta” das Duett aus Monologen liebevoll weiter - Liebende kann der Tod nicht scheiden, und wenn ein zwergenhafter Beagle der Bote sein muss.
Friedlich und witzig löst Kurt Schwertsik mit Kristine Tornquists “Schlaf der Gerechten” den Generationenkonflikt - während die Eltern sich zur ewigen Ruhe betten, gehen die missratenen Kinder ihrer Wege.
Radek Knapp, ein Wiener aus Polen, erleichert kurzerhand Voltaires Schultern. “Die vertauschten Köpfe” - vom Tiroler Komponist Christof Dienz in ein feines Gewebe aus Clustern und zirpenden Mustern eingebettet, stehen im Spannungsfeld von Poesie und sprachlicher Bosheit.
Wolfgang Bauer lässt schliesslich das zu Beginn gestohlene Herz zu seinem rechten Platz zurückfinden: In Ägypten bei Pyramiden und Sphinxen wird alles wieder gut. Der in Wien lebende Berliner Komponist Jury Everhartz verdichtet Bauers Reime zu komplexen polyphonen Strukturen von barockem Witz.
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