Archiv - News
Martin Bruny am Donnerstag, den
5. Juni 2003 um 22:06 · gespeichert in Theater


Eine öffentliche Toilette, ein roter Ford Escort und eine Trittleiter - das sind einige der ungewöhnlichen Schauplätze, an denen das diesjährige Fringe Festival über die “Bühne” gehen wird. Eines ist sicher: Das 57. Fringe wird auch in diesem Jahr seinem Ruf als größtes und bizarrstes Kulturfestival Europas gerecht.
Vom 2. bis 25. August wird auf 200 Schauplätzen gespielt. Beim Fringe inszeniert nicht nur Sir Anthony Hopkins ein Bühnenschauspiel über Dylan Thomas, während Kelly Osbourne ihre Show abzieht … die Theatergruppe “Semper Fi” gibt sich auf einer öffentlichen Toilette die Ehre, während Komiker Alfie Joey seine Witze von seinem Auto aus ablässt. [story]
Martin Bruny am Mittwoch, den
4. Juni 2003 um 22:12 · gespeichert in Literatur

Was als Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amerikanischen Bestseller-Autorin Donna Tartt und der Engländerin Zadie Smith vorausgesagt wurde, brachte einer lachenden Außenseiterin Glück: Die relativ unbekannte Valerie Martin gewann mit ihrem Buch “Property”, einem Roman über die Sklaverei im Louisiana des 19. Jahrhunderts, den mit 30.000 englischen Pfund dotierten “Orange Fiction Prize”. [story]
Martin Bruny am Mittwoch, den
28. Mai 2003 um 21:30 · gespeichert in Literatur

Es ist nicht leicht, heutzutage als Autor einen Verlag zu finden. Wil Wheaton hat dieses Problem elegant umgangen und mit “Monoloth Press” gleich einen eigenen Verlag gegründet. Dieser Tage ist mit Dancing Barefoot das erste Buch in Wheatons Verlag erschienen. Der Autor: Wil Wheaton. Wie man sich so als frischgebackener Autor fühlt, kann man in Wil Wheatons Blog ausführlich nachlesen.
Martin Bruny am Samstag, den
24. Mai 2003 um 21:24 · gespeichert in Pop, Newcomer

PicktheHits.com ist eine interessante Seite für all jene, die gerne neue Sänger(innen) und Gruppen entdecken. Unter Pop/Rock ist Gavin DeGraw zu finden, eine Neuentdeckung von Clive Davis, derzeit Boss von J-Records, ehemals Arista-Chef und Entdecker/Förderer von Größen wie Barry Manilow, Bruce Springsteen und Whitney Houston - oder jüngst Norah Jones.
“The Village Voice” schrieb über Gavin DeGraw vor ein paar Monaten:
… try to imagine a 23-year-old white guy with long blond hair bellowing out the best live rendition of Marvin Gaye’s “Let’s Get It On” you’ve ever heard. DeGraw’s voice is oddly full of pain and anguish for someone so young…
Gavin DeGraw - der Mann ist nicht aufzuhalten! Seine erste CD ist ab 23. Juli 2003 in den Läden zu haben. Und wenn ich mich nicht sehr täusche, wird das eine musikalische Sensation. Ein Interview und Live-Performances von Gavin findet man ->hier<-
Martin Bruny am Montag, den
19. Mai 2003 um 21:14 · gespeichert in Tod, Literatur

Sanders, George (?-1972)
“Dear World. I am leaving you because I am bored. I feel I have lived long enough. I am leaving you with your worries in this sweet cesspool. Good luck.”
Bronte, Emily (1818-1848)
“I lingered around them, under that benign sky; watched the moths fluttering among the heath and harebells; listened to the soft wind breathing through the grass; and wondered how anyone could ever imagine unquiet slumbers for the sleepers in that quiet earth.”
Picasso, Pablo (1881-1973)
“Drink to me!”
[more Famous Last Words]
Martin Bruny am Donnerstag, den
15. Mai 2003 um 20:51 · gespeichert in Theater

Martin, ein 50-jähriger Architekt, ist am absoluten Höhepunkt seines erfolgreichen Lebens. Soeben hat er als jüngster Preisträger in der Geschichte den prestigeträchtigen Pritzker Preis für Architektur erhalten sowie den sensationellen Auftrag, das visionäre Millionenprojekt World City zu bauen. Seine Ehe mit Stevie ist außerordentlich glücklich, beide lieben ihren 17-jährigen Sohn Billy, dessen Homosexualität sie voll akzeptieren.Doch Martin hat ein Problem: Er hat seit 6 Monaten eine Affäre, freilich keine banale Affäre. Martin ist verliebt - das Objekt seiner Liebe heißt Sylvia, und Sylvia ist eine Ziege!
Im März 2002 feierte Edward Albees “The Goat” am Broadway Premiere, Bill Pullman und Mercedes Ruehl sowie Sally Field und Bill Irwin brillierten in den Hauptrollen - derzeit kann man das Werk am Vienna’s English Theatre erleben, und im Dezember 2003 findet am Wiener Akademietheater die deutschsprachige Premiere unter dem Titel “Die Ziege oder Wer ist Sylvia?” in einer Übersetzung von Alissa und Martin Walser statt.
Die derzeit in Wien laufende englischsprachige Fassung dürfte auch für alle “Buffy”-Fans interessant sein, spielt doch Michael Zlabinger die Rolle des Billy. Okay, nur peripher interessant, denn seine Rolle in “Buffy” war nicht wirklich groß …
Martin Bruny am Sonntag, den
11. Mai 2003 um 20:48 · gespeichert in Theater

Heute geht im Wiener Burgtheater die Wiener Festwochenpremiere Ödipus in Kolonos über die Bühne. Bemerkenswert, wer hier am Werke ist: Peter Handke lieferte die Neuübersetzung, Klaus Michael Grüber zeichnet für die Regie verantwortlich, die Besetzung ist im deutschsprachigen Theater der Gegenwart nur schwer zu toppen:
Ödipus Bruno Ganz, Theseus Otto Sander, Antigone Birgit Minichmayr, Kreon Johann Adam Oest, Erster Fremder Martin Schwab, Polyneikes August Diehl, Chorführer Ignaz Kirchner, Chor Branko Samarovski, Martin Schwab, Paul Wolff-Plottegg, Bote Martin Schwab, Ismene Mareike Sedl.
Rezensionen: Kurier orf.at diepresse.com derStandard.at DieWelt
Martin Bruny am Freitag, den
18. April 2003 um 20:29 · gespeichert in Literatur

ein Gedicht ist etwas inmitten einer weißen Ebene,
von sich umzäunt und umschlossen
von den Schalen seiner Zeilen
es hat zwar vergessen, wo und wie es geworden ist,
aber es ist kein verflogener Vogel,
denn es spiegelt, indem es nur sich selber spiegelt,
auch die Gemütsverfassung, aus der es geworden ist,
wider
ein Gedicht ist ein Fenster,
in eine fremde Wirklichkeit geöffnet,
hinter der nur die eines Gedichtes sichtbar wird,
oder eine Mauer mit blinden Fenstern
der Augenblick Schmetterling,
bevor er in Staub zerfällt
ein verletztes Siegel
eine Zeichen- und Bilderschrift aus
einander widersprechenden Bildern und Zeichen
eine Muschelschale ohne Meeresrauschen
die Geisterstunde eines Gegenstandes
ein Apfel an einem Winterbaum,
aber nicht eine von Reif versehrte Rose
etwas, das an etwas erinnert,
woran es keine Erinnerung gibt
das letzte einer Reihe
sich ins Unendliche verkleinernder Bilder
ein Zeichen für etwas,
wofür es nur in Gedichten Zeichen gibt,
die Nachbildung von etwas nicht einmal Geträumtem
etwas, das in unterirdischen Quellen
mit sich redet, Verschubbahnhof spielt,
Mondphasen aneinanderkettet
und Wörter mit Landschaften belehnt
eine Sprachinsel,
eine Spiegelung in einem blinden Spiegel
etwas, das die Wortwörtlichkeit der Wörter
so verkoppelt, daß aus der Verkoppelung
Bildbedeutungen entstehen
eine gefälschte Banknote
ein Sternbild,
das mit seinem Namen nicht übereinstimmt
eine Haustür inmitten einer Wiese,
ein Stück Tapete in einem ausgebrannten Haus
ein Fußballspiel als Vorwand, daß die Spieler
Farben und Linien zusammenführen
die Differenz zwischen einer wirklichen
und einer gezeichneten Taube
eine reine Gegenwart
jedes Gedicht ist die Schale
um einen möglicherweise verglühten Kern
jedes Gedicht ist eine Übersetzung
des einen Gedichtes,
das es nur in Übersetzungen gibt
ein Gedicht ist, was sich als Gedicht erklärt
(Julian Schutting)
Martin Bruny am Freitag, den
18. April 2003 um 20:28 · gespeichert in Pop

So ein Kochbuch ist was Feines. Für einen Verlag kann es den Unterschied zwischen Roten und Schwarzen Zahlen bedeuten, für den Autor manchmal eine ganz neue Karriere … so eventuell für Patti Labelle, die begnadete R&B-Queen, die durch ihre emotionsgeladenen Konzerte weltweit für Aufsehen sorgte und nun in einer Liga mit The Naked Chef antritt. Okay, “Patti Labelle’s Lite Cuisine: Over 100 Dishes With To-Die-For Taste Made With To-Live-For Recipes” ist nicht ihr erstes Kochbuch, denn bereits 1999 beglückte sie ihre Fans und viele andere mit LaBelle Cuisine: Recipes to Sing About, aber es ist definitiv ein wichtiges Buch für sie.
Anfang der 90er-Jahre wurde durch reinen Zufall Diabetes bei Patti diagnostiziert. Während eines Konzertes in New York kollabierte sie beim Song “Somewhere over the rainbow”, wurde ins Krankenhaus eingeliefert und dort mit der Frage konfrontiert, ob sie denn von ihrer Diabates auch wüsste. Sie hatte keine Ahnung davon. Nun, mit ihrem Kochbuch liefert sie gesunde Rezepte, light, nunja, wollen wir hoffen, dass es nicht gerade das ist, was die Amerikaner normalerweise unter light verstehen. [story]
Martin Bruny am Mittwoch, den
16. April 2003 um 20:26 · gespeichert in Literatur

The File Room ist ein Projekt von Künstlern, Kunststudenten und Lehrenden. In mühevoller Kleinarbeit wurden diverse Fälle von Zensur zusammengestellt und gut dokumentiert - so entstand ein Katalog der Zensur, der ständig ergänzt werden soll.
Ein besonders kurioses Beispiel von Zensur an der Dacula High School in Atlanta, Georgia, sei erwähnt:
Name: Of Mice and Men, student production
Date: 1985-1995
Location: North America
Subject: Racial/Ethnic , Language
Medium: Theatre
Artist: Student production at Dacula High School
Confronting Bodies: High School Principal Donald Nutt
Date of Action: May 1, 2001
Specific Location: Dacula High School, Atlanta, Georgia
Description of Artwork: A John Steinbeck classic that chronicles the relationship between two men during the Depression. It is a story of their pursuit of home-roots that they can believe in, land that they can care for, and the painful search for self. One man is inarticulate, dumb, and sometimes violent in his need; the other clever, hopeful, and tied to a responsibility he thinks he doesn’t want.
Description of Incident: Principal Donald Nutt had called off the show only hours before the scheduled curtain, because of profanity and racial slurs that students and drama teacher Phillip Cate refused to delete from the script.
Results of Incident: The Belladonna Repertory Company donated its theater for the students to produce the play, uncensored. The play ran for two weekends.
[Source: NCAC, atlanta.creativeloafing.com, 5.9.01]
Weiters sehr zu empfehlen ist die Site The Online Books Page presents BANNED BOOKS ONLINE - einfach mal reinlesen, so nebstbei findet man da Links zu 17.000 Büchern, die online abrufbar sind.
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