Archiv - Pop
Martin Bruny am Sonntag, den
6. Februar 2005 um 11:19 · gespeichert in Pop

Barry Manilow startete seine Karriere in den frühen 70er Jahren mit Dutzenden Nummer-1-Hits, Anfang der 80er verabschiedete er sich von Plattenproduktionen, die für die Charts konzipiert waren, und konzentrierte sich auf Jazz- & Musicalproduktionen. Er ist Emmy-, Tony- & Grammy-Preisträger, wurde für einen Oscar nominiert … und auch heute noch verkauft er 1,5 Millionen CDs pro Jahr. Ende Februar startet er ein abenteuerliches Unternehmen: Ein Jahr lang wird er seine Hits in Las Vegas performen. Das Medieninteresse ist enorm, Tickets der besten Kategorie werden bei eBay um 1000 Dollar und mehr gehandelt. Kein Wunder, dass Newsweek die Frage stellt: At long last, Manilow plays Vegas. Isn’t it time we gave the man some respect?
Martin Bruny am Sonntag, den
5. Dezember 2004 um 10:25 · gespeichert in Musical, Wien, Pop, Fotos

Am 4. Dezember 2004 feierten [X_Pact] & Leadsänger Matà© Kamaras (derzeit die Erstbesetzung in der Wiener Produktion des Musicals “Elisabeth“) in ihrer aktuellen Besetzung ihre Konzertpremiere im Wiener Casino Baumgarten. Das Publikum war buntgemischt von headbangenden Hardrockern über sakkotragende Plattenbosse bis hin zu kreischenden Teenies. Die Gruppe zeigte sich bei bester Spiellaune, allen voran Leadsänger Matà© Kamaras, der selbst nach 90 Minuten noch vor Energie sprühte und den ganzen Saal mit seinem Verve in Begeisterung versetzte. Die Premiere kann man als mehr als gelungen bezeichnen, nun fehlt nur noch ein Plattenvertrag und jede Menge mehr an solch funkensprühenden Gigs.






Martin Bruny am Samstag, den
9. Oktober 2004 um 09:42 · gespeichert in Literatur, Pop, Castingshows

Er ist als absoluter Außenseiter in die zweite Staffel der Castingshow “American Idol” gestartet - völlig unvorteilhaft angezogen, pickelig. Eine Nerd-Brille war das, was am auffälligsten an seinem Gesicht war - was ihn durch die Audition gebracht hat, war nur eines: seine Stimme. Und das hat gereicht. Im Laufe der Show wurde aus Clay Aiken, dem unauffälligen Nerd, ein mehr oder weniger attraktiver Barry Manilow-Klon geformt. Und man könnte fast meinen, dass das den Juroren dann nicht wirklich recht war. Sie waren zwar angetan von seiner Stimme, befanden aber seine Performances als zu “musical”. Und was gibt es schließlich Verachtenswerteres für einen gestandenen Popstar als Musicalsänger. Das wissen wir ja alle spätestens seit der aktuellen Popstars-Staffel, in der Musical mit “unecht” und “Popstar” mit “real” verglichen wurde (was für ein Topfn, aber Lukas Hilbert wird schon davon überzeugt sein :-))
Doch kommen wir zurück zu Clay Aiken. In einem spannenden Run kämpfte er sich bis ins Finale von American Idol, wo er schließlich, unter reichlich dubiosen Umständen (angeblicher Ausfall von Telefonvotinganlagen), Ruben Studdard unterlag.
Mittlerweile sind fast zwei Jahre ins Land gezogen, und der “Verlierer” Clay Aiken kann nicht nur auf ein Nr.-1-Album in den USA verweisen, sondern auch auf diverse Nr.1-Singles sowie auf eine loyale und stetig wachsende Fangemeinschaft.
Am 16. November wird die junge Karriere von Aiken um eine Facette reicher, wird doch an diesem Tag sein erstes Buch “Learning to Sing: Hearing the Music in Your Life” zeitgleich mit seiner ersten Christmas CD ausgeliefert.
Martin Bruny am Montag, den
4. Oktober 2004 um 09:40 · gespeichert in Pop

Die Zeiten sind vorbei, da man einen Entertainer wie Udo Jürgens als Schlagerfuzzi abtun konnte. Dieser Tage hat der Vollblutperformer, der im Laufe seiner Karriere bis dato mehr als 100 Millionen Tonträger unter die Leute gebracht hat, seinen 70. Geburtstag gefeiert. Im Rahmen einer TV-Geburtstags-Gala gratulierten unter anderem Xavier Naidoo & die Söhne Mannheims, Helge Schneider, “The Rat Pack” … und Ben, der mit seiner Interpretation des Udo-Jürgens-Songs “Ich bin dafür” die Performance des Tages ablieferte.
Ich bin übrigens dafür, dass diese Version als Single auf den Markt kommt. Es wäre nicht ausgeschlossen, dass Ben damit wieder mal in die Charts kommen könnte.
ICH BIN DAFÜR (Udo Jürgens)
Wenn du dran glaubst, die Welt kann ein Zuhaus sein,
für Schwarz und Weiß, für Mann und Kind und Frau.
Und wenn du meinst, wir sollten für sie kämpfen,
für jede Blume, jeden Tropfen Tau.
Und wenn du meinst, wir sollten Brücken schlagen,
aus Sympathien zwischen dir und mir.
Und was wir denken, sollten wir auch sagen!
Dann zähl’ auf mich,
ich bin dafür.
Ich bin dafür, dass wir die Kinder lieben
und ihnen zeigen, wie man Liebe schenkt;
statt in der Schule ihnen schon zu sagen:
“Pass’ auf, dein Nachbar ist ein Konkurrent.”
Ich bin dafür, dass statt der Automaten
erst mal die Menschen Arbeit finden hier.
Und dass man Brot erzeugt, statt Handgranaten.
Ich bin dafür.
Ich bin dafür.
Ich bin dafür, dass Widerspruch erlaubt ist,
ich halte ihn sogar für eine Pflicht.
Und dass die Jungen eig’ne Wege gehen,
ob das den Alten recht ist oder nicht.
Und wenn wir dann die Zukunft noch so planen,
dass jeder Baum und Bach und jedes Tier,
uns mehr am Herzen liegt als Autobahnen,
bin ich dafür.
Ich bin dafür.
Und sagt mir einer, ich sei ein Träumer,
ein Spinner, das mag sein.
Jedoch ich träume mit dir und andern,
ich träume und ich spinne nicht allein
Ich bin dafür, dass nicht einmal ein Kind mehr
auch nur im Spiel mit Plastikpanzern schießt.
Und dass wir alle Waffen dort versenken,
da wo das Meer am tiefsten ist.
Ich bin dafür, dass wir als Menschen leben
und nicht als stummes, braves Herdentier,
dass wir nicht kriechen, dass wir uns erheben.
Ich bin dafür.
Ich bin dafür.
Ich bin dafür, dafür zu sein für alles,
was nicht Gewalt ist, Bosheit oder Gier.
Und wenn es Lehrgeld kostet, ich bezahl’ es.
Ich bin dafür.
Ich bin dafür.
Martin Bruny am Sonntag, den
29. August 2004 um 09:29 · gespeichert in Musical, Broadway, Pop
Als Leadsänger der “New Kids on the Block” belächelt, verfolgt Joey McIntyre (31) spätestens seit Mitte der 90er-Jahre eine Musical-Karriere, die sich sehen lassen kann. 1995 übernahm er eine der Hauptrollen in der Verfilmung des Erfolgsmusicals The Fantasticks, 2001 feierte er sein New Yorker Bühnendebüt in Jonathan Larsons tick, tick … BOOM!, er wirkte beim “Reprise! concert” des Musicals “Babes in Arms” in L. A. mit und war bei einem Workshop von Stephen Schartzs The Baker’s Wife dabei (so wie auch Richard Chamberlain und Kerry O’Malley). Im Kino kann man ihn in den USA demnächst in dem Streifen “Tony n’ Tina’s Wedding” sehen (2004), im USA-TV war er in der Serie “Boston Public” präsent. So nebenbei veröffentlicht der Singer-Songwriter regelmäßig CDs, derzeit aktuell: 8:09, produziert von Emanuel Kiriakou.
Seit Juli 2004 steht Joey McIntyre in DER Hitshow des Broadways schlechthin auf der Bühne. In Wicked verkörpert er Fiyero - zweifellos einer der Höhepunkte in der Karriere des Broadwaystars. [Joey McIntyre; Photo by Ben Strothmann]
PS: Das Photo, das ich für dieses Posting verwende, stammt von Ben Strothmann - und er hat eine Website, die zu besuchen sich definitiv lohnt!
Martin Bruny am Donnerstag, den
10. Juni 2004 um 09:08 · gespeichert in Tod, Pop
Ray Charles, the Grammy-winning crooner who blended gospel and blues in such crowd-pleasers as “What’d I Say” and heartfelt ballads like “Georgia on My Mind,” died Thursday, a spokesman said. He was 73. Charles died at his Beverly Hills home surrounded by family and friends, said spokesman Jerry Digney. [Story]
Martin Bruny am Sonntag, den
6. Juni 2004 um 09:13 · gespeichert in Pop


It’s brutal, and feelings are bound to be hurt, but the truth had to come out some time: my mother has dumped Barry Manilow for Will Young. One minute she was a lifelong super-fan of Barry’s, 30 years and counting, the next it’s all over. No more going to Barry concerts to howl like a wolf for ‘Copacabana’. No more organising splinter-group fan meets in honour of Barry’s live shows (a radical innovation much frowned upon by the official Barry fan club); never again will the entire family be bundled into the kitchen so she can chat on a radio phone-in to Barry (who got her name wrong and told her that his favourite song was ‘One Voice’).
It’s all ‘Will this’ and ‘Will that’ these days, and poor old Barry doesn’t get a look-in. He’s ‘OK’, she still ‘quite likes’ his music, but Will is her favourite now - he’s talented, gorgeous, well mannered and, as she puts it, ‘up to the minute’. She felt it was time to move on when she spotted him on Pop Idol (a fiftysomething grandmother was watching this - why?) urging viewers to light his fire. The fact he was gay didn’t matter; she was already ‘hooked’, and she quite likes gay men anyway. (You only have to look at my father to realise why.) This is all very well, but what about Bazzer? I keep thinking about him, tinkling away on a white piano in an empty room, tears trickling down on to one of those funny ice-skater outfits he wears, as he comes to terms with the pain and rejection, not to mention the loss of revenue. There were times at Barry concerts when it was barely possible to wrestle my mother away from the merchandise stall. She had the strength of 10 men when it came to white-tasselled ‘Could It Be Magic’ … [Story]
Martin Bruny am Sonntag, den
6. Juni 2004 um 09:06 · gespeichert in Literatur, Pop

Dylan Schaffer ist entweder ein riesiger Barry Manilow-Fan oder aber er hat - ganz Marketing-Profi - taktisch klug einen Pop-Giganten zum Mittelpunkt seines Romans “Misdemeanor Man” gewählt, um dessen Fans als potentielle Käufer auf seiner Seite zu haben. Manilow-Fans sind, das weiß man, enthusiastisch, begeisterungsfähig und willig, alles zu kaufen, was vom Meister kommt und dem Meister gewidmet ist.
Im Falle von “Misdemeanor Man” ist der Protagonist ein kleiner Anwalt, der nur wenig lukrative Fälle an Land zieht - was weniger an seinem Können als vielmehr daran liegt, was er wirklich als seinen Lebensinhalt ansieht, und das sind nunmal die Gigs mit seiner Band “Barry X and the Mandys”. Nichts wünscht er sich sehnlicher, als dass eines Abends mal MBM (Mr. Barry Manilow) höchstpersönlich einem seiner Gigs beiwohnt. Sich selbst sieht er nicht als schnöden Manilow-Imitator, sondern vielmehr als Interpret, als einen wahren Künstler.
Jetzt mal abgesehen vom genauen Inhalt des Buches, den Interessierte gerne hier oder da nachlesen können, wird mir Herr Schaffer doch ein wenig unheimlich, wenn er Passagen wie die folgende auf Fans von Barry Manilow und alle anderen Leser loslässt:
But let me tell you something?you need Barry. We all need him. Barry is us. He?s Barry Alan Pincus, a skinny Brooklyn boy, a mutt “mostly Jewish, partly Irish” with a big nose and an absent father. He’s a mail room clerk at CBS television who sneaks into a sound stage to play the big Steinway in the dark, terrified someone will find him and fire him from his good, stable job. He’s the guy at the piano who is too shy, too unsure about his own voice, to step out in front. Even when he becomes the biggest recording star on the planet, you can still hear the bashfulness in his voice, you can still see he has no idea how he got there or how long it will last.
Listen to the music. I dare you. Barry is hope and hopelessness. Barry is love, desire, passion. Barry is exuberance and heartache. He is falling down and beating your palms against the ground and hollering about the unfairness of it all. And he is getting up, dusting off, and walking away. He is jumping up and down and pumping your fists in the air and spinning in dizzying circles. The reason he has sold tens of millions of records and has adoring fans on every continent and sells out concerts in hours after thirty years of touring is because better than anyone else in popular music, in a simple, direct, unpretentious way, he reflects the essential, wondrous workings of human existence.
My friends, listen carefully: Barry Manilow is the truth.
Einigen wir uns auf folgende Kritik, würde ich mal sagen:
“[C]harming and original . . . a genre-busting legal thriller that’s everything a normal legal thriller is not. . . . [I]t’s poignant, smart and memorable. And, best of all, it’s funny.” –The Buffalo News
Martin Bruny am Freitag, den
28. Mai 2004 um 01:13 · gespeichert in Pop

60 Jahre wurde Patti Labelle unlängst alt, Timeless Journey hat sie ihre jüngste CD genannt, die Anfang Mai erschienen ist. Lange hat man von Patti nichts gehört, doch mit “Timeless Journey” beweist sie, dass sie es noch immer drauf hat, Soul-Klassiker auf unvergleichliche Weise zu zaubern. Mag sein, dass sie in die Single-Charts, die großteils von Rappern und Teenagern dominiert werden, nicht mehr reinkommt, aber sagen wir mal in einer besseren Welt wäre ein Song wie “2 Steps away” ein weltweiter Nummer 1-Hit. Ein Lied, das man auch noch in 20 Jahren spielen wird, ein Songjuwel, das für mich mit Sicherheit zu den besten Songs dieses Jahres zählt.
“Timeless Journey” rangiert in den USA-R&B-Charts in den Top 10 und sollte in keiner CD-Sammlung fehlen!
2 Steps Away
It’s hard to see the fear inside
As I walk away from you
And distance overcomes the miles
As slowly I pull through
And I cannot reach the world today
Cuz I’m suffering from you
And the more I think, the more I cry
As I walk away from you
I’m two steps away
From loneliness
I’m awake
From the mess we made
I’m alive
And I’m feeling incomplete
I don’t understand my life
Or the version that chose you
And the warring hearts and winter came
Now there’s nothing left to do
And I cannot reach the world today
Cuz I’m sufferung from two
And the more I think, the more we die
As I walk away from you
I’m two steps away
From loneliness
I’m awake
From the mess we made
[Patti Labelle, Jonathan Delise, David Ivory]
Martin Bruny am Sonntag, den
9. Mai 2004 um 01:02 · gespeichert in Pop, Castingshows

Es ist gerade mal ein paar Wochen, von mir aus auch Monate her, da galt Gareth Gates, Zweitplazierter der ersten englischen “Pop Idol”-Staffel, als populärster Popstar Großbritanniens, mit besten Aussichten, auch in Deutschland den Durchbruch zu schaffen. Nun tickert die Meldung durch die Medienlandschaft, dass BMG den Jungstar gefeuert hat. Simon Cowell, Mastermind der “Pop Idol”-Serie und Boss von BMG, scheint keinen Wert darauf zu legen, einem Jungstar dabei behilflich zu sein, zum Entertainer zu reifen. Nicht genug damit, scheint man Gareth Gates plötzlich auch jegliches Talent absprechen zu wollen. So sei die Entscheidung, den Sänger zu feuern, nach einem Konzert in der Londoner Royal Albert Hall gefallen, die einige “Big Player” nicht beeindruckt habe. Wie tief kann man nur sinken, Herr Cowell? [Story]
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