Archiv - Vermischtes
Martin Bruny am Donnerstag, den
8. Oktober 2009 um 18:55 · gespeichert in Skurriles
Irgendwie ist die Sache doch klar, oder? Vor einigen Jahren wurde das Theater an der Wien zum Opernhaus. Der neue Intendant dieser Sparte der VBW durfte sich über ein modernst ausgerüstetes Musicalhaus freuen - oder auch nicht, denn anzufangen wusste er freilich als Opernintendant nicht viel mit all den Raffinessen. Aber, großes Verdienst, er hat in Wien das Prinzip “spün ma weniger, dann samma öfter ausverkauft” zu neuen Höhen getrieben, und war damit wohl so erfolgreich, dass auch die ÖBB jetzt dieses Erfolgsrezept in der Praxis testen: “Tuckern ma mit weniger Züg herum, komm ma öfter rechtzeitig” an. Super Sache. Wer ist der nächste? Das AKH? Behandeln wir weniger Patienten, sterben nicht so viele? Wir schweifen ab.
Seit die liebe Marie Ringler Kultursprecherin der Wiener Grünen ist, könnte man fast meinen, das einzige Interesse ihrer Partei sei es, den VBW alle paar Wochen mit immer denselben Argumenten verbal ans Bein zu pinkeln. Vor allem seit der Umwidmung des Theaters an der Wien in ein Opernhaus hat die Auseinandersetzung zwischen den Grünen und der SPÖ mit kafkaesken Zwischenrufen des Operndirektors Geyer “Wir bekommen einen Lift, mit dem wir Dekorationen direkt auf die Unterbühne fahren können« Kabarettcharakter - könnte man das nicht an einem regnerischen Nachmittag einfach im Kabarett Simpl austragen? Wie oft muss man den Grünen noch erklären, dass es Berechnungen gibt, dass sich die Subventionen nicht nur lohnen, sondern dass mehr Geld insgesamt gesehen zurückfließt, als das Unternehmen an Subventionen bekommt. Geyer: “Ein Lift fürs Personal ins Dach, der Vorplatz wird neu gestaltet, die Sicherheit verbessert.” Nein, nein, das ist eigentlich nicht witzig, als witzig könnte man die “Presse” bezeichnen, wenn sie in einem Absatz (–> hier) schreibt: “»Rudolf« im Raimundtheater soll ein Flop sein, auch »Tanz der Vampire« im Ronacher nicht gut gehen” - und einige Zeilen darunter: “Dafür erreichen die »Vampire« – die auf der Welle der »Bis(s)«-Vampirsaga der Amerikanerin Stephenie Meyer schwimmen – eine Auslastung von fast 100 Prozent.” Okay, das ist sogar fürs Simpl zu albern.
Witzig ist vielleicht auch Marie Ringlers Verständnis von seriösen Quellen, wenn sie meint, sie habe in NEWS gelesen, dass die VBW 2009 katastrophale Verluste einfahren würden.
Aberwitzig wirds, wenn Ringler meint: “Es reicht! Wir fordern Klarheit in Bezug auf das Sorgenkind Nummer 1″ (–> hier), denn da muss man sich schön langsam fragen, ob eine solche Partei noch wählbar ist. Schon mal was von Pflegenotstand gehört, aufbrechendem Fremdenhass. Wenn Ihr Grünen tatsächlich meint, die VBW wären das Sorgenkind Nummer 1, dann gute Nacht.
Links
- ORF: Sondersitzung zu VBW-Verlusten
- PR-Inside: Grüne Wien zu Vereinigte Bühnen: Finanzsituation bleibt weiter im Dunklen
- Marie goes SMS cam
- ots.at: Grüne Wien zu Vereinigte Bühnen: Finanzsituation bleibt weiter im Dunklen
Martin Bruny am Samstag, den
3. Oktober 2009 um 12:03 · gespeichert in Skurriles
Bei der ersten Pressekonferenz Herbert Fechters in Sachen Uwe Kröger meinte der Manager:
Ich bin erst seit 11 Stunden im Amt, seit heute (1. 10.) Mitternacht darf Uwe auf meiner HP stehen und seit heute Mitternacht ist er auch auf anderen Homepages prompt gelöscht worden, wir haben das auch überprüft …
Auf Marika Lichters “Glanzlichter”-Page wurde Uwe Kröger, nur nebstbei erwähnt, lange vor Mitternacht gelöscht, und was die Biographie Uwe Krögers betrifft, die auf Herbert Fechters Website zu lesen ist, sollte man einige Anmerkungen machen:
Schon kurz nach Beendigung seiner Ausbildung stand er im Bochumer Rollschuh-Musical “Starlight Express” als erster und bisher einziger deutscher Rusty auf der Bühne.
Haben wir da nicht etwas vergessen? Gab es da nicht ein TV-Casting, in dem Uwe Kröger selbst in der Jury saß? Ging es da nicht ganz zufällig um die Rolle des “Rusty” in “Starlight Express”, spielt nicht zufällig Kevin Köhler (deutscher Staatsbürger) diese Rolle seit dem Jahre 2008?
Könnte man eventuell eine Biographie hinbekommen, die auch der deutschen Rechtschreibung gerecht wird? Okay, okay, ist vielleicht zuviel verlangt.
Martin Bruny am Samstag, den
3. Oktober 2009 um 09:51 · gespeichert in Skurriles
Die Wiener Staatsanwaltschaft sorgt für Aufsehen. Nicht wegen spektakulärer Anklagen, sondern wegen des Verdachts, Politik zu machen - im Sinne der Regierungsparteien, vor allem in jenem der ÖVP.
Jüngster Anlass: Der Umgang mit zahlreichen, erst im vergangenen Jahr veröffentlichten E-Mails aus dem Kabinett des ehemaligen schwarzen Innenministers Ernst Strasser. Diese Mails aus den Jahren 2001 bis 2003 belegen, dass Posten nach rein parteipolitischen Kriterien besetzt wurden und sind auch sonst ziemlich peinlich:
Nach einem Begehr von Musical-Star Uwe Kröger heißt es: “Er gilt als Schwarzer, ist aber ein Idiot.” [KURIER]
Link
- KURIER: Die Strasser-eMails und ihre Konsequenzen
Martin Bruny am Donnerstag, den
1. Oktober 2009 um 16:19 · gespeichert in Skurriles

Seit heute ist Uwe Kröger ein “freier Mann”, ungebunden, was Marika Lichter betrifft, im Hafen des Herbert Fechter, der nun seine Karrierepläne steuern wird.
Und los gehts schon am 4. Dezember 2009 mit einem Konzert in der Halle F der Wiener Stadthalle. Titel des Gigs: “Absolut Uwe”. Und absoluter Wucher sind auch die Eintrittspreise, die man sich da zusammendividiert hat. Eine VIP-Kategorie gibt es zum Abstauben um 120 Euro, und danach?
A Vollpreis 79,00 EUR
B Vollpreis 72,00 EUR
C Vollpreis 62,00 EUR
D Vollpreis 52,00 EUR
52 Euro für die billigsten Karten in der Halle F der Wiener Stadthalle, wo man dann nur mehr die agierenden Personen auf der Bühne in Stecknadelgröße sieht und mehr als Bassquerschläger auch nicht mehr hört. Na da kann man nur viel Vergnügen wünschen.
Special Guests: Pia Douwes und Vincent Bueno.
Ein “Kompliment” auch an Herbert Fechter. Gleich beim ersten Pressetermin ließ er seinen ungeheuren “Witz” aufblitzen, als er die Rolle des Kastens in “Beauty & the Beast” als Marika Lichters beste Rolle bezeichnete. Wie charmant, und wie stilvoll.
Und wenn man denkt, es kann nicht besser kommen. Uwe Kröger:
… was da medial passiert ist, dass man sich da so weit aus dem Fenster lehnt und eine Freundschaft mit Füßen tritt, ist sehr traurig und hat mich sehr getroffen. Ich hab nichts dazu gesagt, weil, wie gesagt, ich finde es stillos, sich einfach rauszuhängen und persönliche Dinge zu veräußern und mich jetzt mit einer Ehe oder Partner oder Vater zu vergleichen. Ich hätte gerne ein Kind, aber das würde ich doch ganz gerne selber zeugen und den Spaß dürfte ich mir dabei nicht nehmen …
Vielleicht auch nur Folgen des Testens des Pressegeschenks: Eine Flasche “Absolut Vodka” mit einem Kröger-Aufkleber und der Management-Info, schön aufgeklebt. A b’soffne G’schicht scheinbar.
Nicht ohne auch der Ausspruch Herbert Fechters in Richtung Marika Lichter: Vier ABBA-Kostüme musste man beim ORF für ihren “Dancing Stars”-Auftritt zusammennähen, mit dem sie in die Annalen des ORF eingegangen wäre. Nachzusehen bei ATV –> hier
Neue Qualitäten und Charakterzüge, die Kröger & Fechter hier präsentieren. Hut auf!
Links
- ots.at: Wiener Stadthalle: “Absolut Uwe” am 4. Dezember
- KURIER: Komm, süßer Tod - zu Herbert
- sarahmeetsvienna.blogspot.com: Absolut Uwe … ein verrückt, geiler Tag
Martin Bruny am Montag, den
28. September 2009 um 09:17 · gespeichert in Flicks
Das uninteressanteste am Fall Roman Polanski ist der Umstand, warum er verhaftet wurde. Zumindest heute, 32 Jahre danach. Es gab im Zuge der Vorbereitungen auf den Prozess damals ein Abkommen bezüglich der weiteren Vorgehensweise, dieses Abkommen soll, diesen Eindruck bekommt man, wenn man die Quellen studiert und sich die Dokumente der Zeitgeschichte ansieht, von der Justiz gebrochen worden sein. Damals wie heute erscheinen die Unregelmäßigkeiten im Verfahren gegen Polanski nicht gänzlich geklärt. Damals wie heute scheint man an der Klärung dieser Umstände kein Interesse zu haben. Ein fairer Prozess ist das Mindeste, wäre das Mindeste gewesen. 30 Jahre hatte die amerikanische Justiz Zeit, sich um den Fall Polanski zu kümmern. Mit einem Publicity-Stunt hat man nun den 76-jährigen Regisseur verhaftet, in der Schweiz. Ein faires Verfahren, das liegt auf der Hand, ist heute nicht mehr möglich.
Viel interessanter als all das sind aber Reaktionen von Menschen beispielsweise, die damals noch nicht einmal auf der Welt waren oder sich nie auch nur ansatzweise mit dem Fall beschäftigt haben und nun Begriffe wie “wegsperren” und “Vollstreckung” in Zusammenhang mit Roman Polanski verwenden. Denn da geht es nicht um Gerechtigkeit, sondern um Rache. Rache, die von Unbeteiligten gefordert wird, vom Mob, und das ist nur eines: widerlich.
Martin Bruny am Montag, den
14. September 2009 um 20:12 · gespeichert in Musical, Skurriles
So schön hätte es sein können, da bekommen die VBW in Österreichs meistgelesener Tageszeitung das Titelblatt und damit die Chance, die ohnedies schon jetzt blendend verkaufte Show “Tanz der Vampire” noch einmal richtig zu pushen, und dann … lesen ein paar Millionen KRONE-Kunden: “Thomas Borchert spielt wie 1997 den Grafen Krolock (…)” Haben wir Steve Barton vergessen? Grundsätzlich muss man sagen: Wurscht, den meisten KRONE-Lesern wird es nicht aufgefallen sein, das Bild zeigt ja den richtigen Darsteller der aktuellen Produktion. Aber was sagt es über die Musicalberichterstattung in diesem Land aus? Und wurscht ist es natürlich ganz und gar nicht.

Nun kann man sagen, okay, was soll man von der KRONE erwarten, da gibt es doch seriöse Kulturmagazine, wie, na zum Beispiel “K2 - kultur in centrope”. Da widmet man sich in der aktuellen Ausgabe dem Spielort Baden und schreibt wortwörtlich:

Nun ist es nicht so, dass hier die liebe Redakteurin eine Show oder zwei Shows vergessen hätte, sie hat zum Beispiel vergessen: “Evita”, “Jesus Christ Superstar”, “Hair”, “Les Misà©rables”, “The Scarlet Pimpernel”, “The George Gershwin Story”, “Irma la Douce”, “Pinocchio”, “High Society”, “Cabaret”, “Hello, Dolly!”, “Funny Girl”, “Der Mann von La Mancha” …
Eigentlich eine traurige Sache, aber bezeichnend.
Martin Bruny am Montag, den
7. September 2009 um 10:54 · gespeichert in Flicks
Martin Bruny am Samstag, den
5. September 2009 um 20:53 · gespeichert in Netz, Pop, Newcomer
Für einen karitativen Zweck planen vier englische Teens, die Nr. 1 der englischen Charts mit den Mitteln des Internets zu erobern. Nächste Woche gehts los, zehn Wochen haben sie Zeit für ihr Projekt. Alle Erlöse kommen Children in Need zugute, die BBC dokumentiert den Versuch.
Wer mitverfolgen möchte, ob ein solches Vorhaben, die Charts via Internet zu knacken, Erfolg haben kann, sollte den YouTube-Channel des Projekts abonnieren –> hier
Martin Bruny am Donnerstag, den
3. September 2009 um 21:37 · gespeichert in Skurriles
… dann ist es Frau Bandion-Ortner. Wer hätte je gedacht, dass jemand in der Lage sein würde, Andrea Kdolsky zu toppen. Sie schafft es, spielend, siehe –> hier
Justizministerin Bandion-Ortner zieht Konsequenzen aus der Aufregung über die Busspur-Causa: Die Ministerin zieht den Antrag auf eine Sondergenehmigung zum Befahren der (staufreien) Busspuren in Wien zurück. Die Ausnahmeregelung wäre ein Novum gewesen, das laut Ministerium aber nur für “Dringlichkeitsfälle” gedacht gewesen wäre. Mit dem Rückzieher will Bandion-Ortner nun den “falschen Eindruck” korrigieren, sie habe eine “Sonderbehandlung” bezweckt.[orf.at]
Martin Bruny am Freitag, den
28. August 2009 um 09:10 · gespeichert in Castingshows
Der Chor “Cantare Repelen” versteht sich als richtungsweisende vokale Institution, die als starke kulturelle Kraft das Singen aller Bevölkerungsgruppen und Generationen ermöglicht und nachhaltig fördert. Neben herkömmlicher Chormusik singt man auch neue Literatur und fremdsprachige Texte - Volkslieder, klassisch, Songs aus Musicals und Filmen, Evergreens, Oldies oder Rock und Pop.
Gegliedert ist der Chor in drei Chorgruppen, aufgeteilt nach unterschiedlicher Literatur. Cantare-Da-capo singt deutsche und volkstümliche Literatur, abgestimmt auf ältere Sängerinnen. Cantare-Collegium vocale erarbeitet klassische Chorliteratur und Originalkompositionen aller Epochen, und Cantare-Musical Collection präsentiert Medleys aktueller Musicalproduktionen, Filmmusik sowie Oldies und englische Pop-Evergreens.
Das aktuelle Projekt des Chors: “Musical Show 2010″. Mitmachen kann jeder/jede im Alter von 11 bis 21 Jahren. Talentierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird dabei eine Bühne geboten mit einem Auftritt mit professioneller Licht- und Tontechnik vor großem Publikum im Kulturzentrum Rheinkamp mit jeweils bis zu 500 Zuschauern.
Die Aufführung soll im Januar 2010 stattfinden und als Songs sind «The Best of High School Musical 2 + 3″ mit Solotiteln der Hauptdarsteller geplant, zusätzlich noch aktuelle Pop/Rock Solos für besonders talentierte Showstars, zusätzlich auch Stücke aus aktuell laufenden Musical-Produktionen.
Dafür findet am 24./25. Oktober ein Casting statt, bei dem Solo- und Background-Tänzer sowie Sänger gesucht werden. Nähere Infos –> hier
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