Vorhang auf für das ultimative Rezessions-Sing-Along: “Worst Slide Story”
–> hier
Der Taser-Einsatz wird wieder erlaubt. Justizministerin Claudia Bandion-Ortner lässt den Gebrauch des Elektroschockgeräts im Strafvollzug nun wieder zu. Ab Juni dürfen Taser von besonders geschulten Justizwachebeamten wieder verwendet werden.
Zwei Jahre waren sie in Gebrauch, bis Bandion-Ortners Vorgängerin Maria Berger (SPÖ) den Taser-Einsatz im Februar 2008 nach heftigen Protesten von Menschenrechtsorganisationen aussetzte. Amnesty International warnte vor Missbrauch und gesundheitlichen Schäden.[orf.at]
Allen Befürwortern des Taser-Einsatzes durch Exekutivbeamte sollte man jenes YouTube-Video zeigen, das demonstriert, wie der Elektroschocker als Folterinstrument eingesetzt wird. Am 17. September 2007 hielt Senator John Kerry an der Universität von Florida (UF) eine Rede. Andrew Meyer, Publizistik-Student an jener Universität, stellte unangenehme Fragen und wollte sie auch beantwortet wissen. Statt einer Antwort nahm ihn ein halbes Dutzend Polizisten in Gewahrsam, drückte ihn zu Boden, und folterte ihn mit einem Taser. John Kerry hielt währenddessen munter weiter seine Veranstaltung ab.
Im Hörsaal waren Mikrofone aufgebaut, jeder der Anwesenden hatte die Möglichkeit, offen seine Fragen an den Senator zu richten.
Das tat auch der Student Andrew Meyer. Er wollte unter anderem von Kerry wissen, wie es bei den Präsidentschaftswahlen 2004 in Florida zur massiven Einschüchterung von Wählern und zum Wahlbetrug kommen konnte. Immerhin war es John Kerry selbst, der durch die Manipulationen um die Präsidentschaft gebracht worden war. Weiter wollte Meyer wissen, warum es damals keine Bestrebungen gab, ein «Impeachment†(Amtsenthebung) gegen Bush einzuleiten.
Aber er stellt anscheinend die falschen Fragen. Meyer hält ein Buch von Greg Palace hoch und ruft Kerry zu, er hätte die Präsidentschaftswahlen 2004 gewonnen. Warum hat er nichts gegen Bush unternommen?
In diesem Augenblick heißt es, seine Fragezeit sei vorbei. Nachdem der Student auf seine Fragen und vor allem auf eine Antwort von Kerry besteht, stellt man das Mikro ab. Doch Meyer spricht unbeirrt mit erhobener Stimme weiter. Er ruft «Impeach Bush†und stellt die Frage, ob Kerry Mitglied der Geheimloge «Skull and Bones†sei. Plötzlich stürmen Polizisten in den Saal und nehmen ihn fest. «Was habe ich getan?â€, ruft Meyer immer wieder. Er wehrt sich im ersten Moment nicht, als ihm aber klar wird, dass er verhaftet werden soll (‘are you arresting me?’), protestiert er und will sich den Griffen der Polizei entziehen.
Sie packen ihn, schleppen ihn in den hinteren Teil des Hörsaals und überwältigen ihn. Mittlerweile sind 19 Polizisten um ihn herum, Meyer leistet keinen Widerstand. Als er bereits am Boden liegt, stürzen sie sich auf ihn und richten eine Elektroschock-Pistole auf ihn. Wiederholte Male wird er mit Hochspannung (17.500 V bis 50.000 V ) beschossen - «getasertâ€. In dem Video ist nicht zu überhören, welche schrecklichen Schmerzen Meyer dabei zu erleiden hat. [via Politblog]
In Amerika sind nach einem Bericht von Amnesty International bisher 220 Menschen durch den Einsatz von Tasern gestorben.

Lustige Zeiten. “Buddy”, das Musical, wird ab Herbst im Essener Colosseum Theater laufen, und man möchte scheinbar eine besonders kurze Laufzeit anstreben. Anders kann man eine Headline wie “Tickets SCHON ab 52,70 Euro” nicht erklären. Dann auch noch der Familie viel Vergnügen zu wünschen, ist lustig. Vater, Mutter und sechs Kinder, da sind wir dann bei NUR 421,60 Euro und sitzen sicher, bei unserem Glück, in der letzten Reihe, gell Mami?
Link
- Premiumpresse: BUDDY Das Musical - Tickets schon ab 52,70 Euro

In den Staaten berichtet man über “Frühlings Erwachen”, die Wiener Fassung des Duncan Sheik/Steven Sater-Musicals “Spring Awakening”, auf ganz eigene Art und Weise, nämlich in Form einer Bildreportage. In PLAYBILL zu sehen: die Fassade des Ronachers.
Bemerkenswert die Tippfehler in dem Artikelchen dazu. Aus Steven Sater wird Stephen Sater, aus Frank Wedekind wird Franz Wedekind, und was ein “alt-rock musical” ist? Keine Ahnung. Zum Artikel geht es –> hier.
Zu einer interessanten Projektpräsentation lädt das Forschungszentrum Telekommunikation Wien am 30. April 2009. Vorgestellt wird das interdisziplinäre Forschungsprojekt “Wiener Soziolekt und Dialektsynthese”, dessen Ziel es ist, künstliche Stimmen zu erzeugen, die es Computern ermöglichen, in verschiedenen Wiener Varietäten zu sprechen. Mit dabei unter anderem Hanno Pöschl, Helma Gautier, Stephen Pokorny und Julia Österreicher (nähere Informationen –> hier).
Wer keine Zeit hat, kann sich ja mal die Zeit ansagen lassen, mit Wienerisch sprechenden Uhren –> hier. Oder aber auf einer Google-Karte den einzelnen Wiener Bezirken zugeordnete synthetische Teststimmen anhören –> hier.
Am 22. August 2009 findet die London-Premiere der Bühnenversion des Disney-Fernsehhits “High School Musical 2″ statt. Die Besetzung der männlichen Hauptrolle, Troy, wird am 8. Mai fixiert, nämlich dann, wenn ein Fernsehcasting sein glorioses Finale hinter sich gebracht haben wird.
Der englische Fernsehsender GMTV wird die Castingshow Anfang Mai senden, die Auditions dafür finden am 19. und 20. April 2009 in London statt.
Die Bühnenversion wird nach der Premiere im Londoner New Wimbledon Theatre auf England/Irland-Tour gehen. Bis Januar 2010 sind Stationen in Plymouth, Sheffield, Oxford, Ipswich, Brighton, Wolverhampton, Southampton, Leeds, Belfast und Birmingham fixiert.
Produziert wird das Musical von Stage Entertainment UK Ltd. gemeinsam mit Disney Theatrical Productions. Die TV-Sendung “High School Musical 2″ haben seit der Erstausstrahlung im September 2007 weltweit über 273 Millionen Menschen gesehen.
Bill Taylor, CEO von Stage Entertainment UK:
We are delighted to continue the partnership with our friends at Disney to bring the next part of the High School story to audiences in Britain and Ireland. This tour has been very carefully priced in such a way as to make it accessible for families to enjoy the show together. I’ve never known an audience reaction like that which we experience at High School Musical shows and we look forward to welcoming more people, young and old, for the second instalment.
Links
- High School Musical 2 Live On Stage
- GMTV
- Playbill: High School Musical 2 Launches TV Reality Contest for Actor to Play Troy Bolton

Mit 20 Jahren hat der isländische Komponist à“lafur Arnalds seine Debüt-CD “Eulogy For Evolution” veröffentlicht: acht unbetitelte Kompositionen, überwiegend kammermusikalischer Natur, bestimmt von einem Streichquartett, und als solistischer Kontrapunkt - ein Piano. Einsame melodiöse Verläufe in meditativen Streicherarrangements, vermengt mit elektronischen Beats und Klängen.
Am Montag, dem 13. April 2009, startet Arnalds sein neuestes Projekt: “Found Songs”. Eine Woche lang wird er Tag für Tag einen Song komponieren und gratis zum Download ins Netz stellen: foundsongs.erasedtapes.com ist dabei die Plattform, Infos zu den Songs bietet der Komponist via Twitter.
Arnalds zu seinem Projekt:
The songs will be different from what’s on my albums, they will be short, mostly just made up from piano. Something to keep me going. Feel free to send me hatemail if I miss out a day.
Rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse erscheint als Gemeinschaftsprojekt des Dudenverlags und des Trendbüros das “Neue Wörterbuch der Szenesprachen”, ein Nachfolgeprojekt des “Wörterbuchs der Szenesprachen”, das vom Dudenverlag im Jahre 2000 publiziert worden ist.
Als Marketinggag, aber sicher wohl auch als sinnvolle Möglichkeit, an ganz besonders ungewöhnliche, vielleicht bisher nicht gekannte “neue” Wörter kostengünstig ranzukommen, ist seit Mitte März 2009 das Wiki szenesprachenwiki.de online. Wer sich registriert, kann Wörter vorschlagen, die dann nach einer verlagsinternen Überpüfung auch freigeschaltet werden. Mit einem tatsächlichen Wiki hat das nicht wirklich etwas zu tun, aber Wiki ist hip und modern, also passt das schon, daneben kann man sich facebookmäßig verlinken, man kann sich über das beliebte Mikroblogging-Tool Twitter auf dem Laufenden über die “neuen” Wörter halten. Insgesamt also eine nette Sache.
Links
- Trendbüro
- Dudenverlag
- Szenesprachen-Wiki
Barack Obama, der amerikanische Präsident, hat den Boss von General Motors gefeuert, in der Tat, quasi persönlich. Querdenker Michael Moore (”Bowling for Columbine”) kommentiert diesen Schachzug des Politikers in seiner neuesten Kolumne. Und er tut das auf seine ganz eigene Art und Weise. Lesenswert.
I write this letter to you in memory of the hundreds of thousands of workers over the past 25+ years who have been tossed into the trash heap by General Motors. Many saw their lives ruined for good. They turned to alcohol or drugs, their marriages fell apart, some took their own lives. Most moved on, moved out, moved over, moved away. They ended up working two jobs for half the pay they were getting at GM. And they cursed the CEO of GM for bringing ruin to their lives.
Not one of them ever thought that one day they would witness the CEO receive the same treatment. Of course Chairman Wagoner will not have to sign up for food stamps or be evicted from his home or tell his kids they’ll be going to the community college, not the university. Instead, he will get a $23 million golden parachute. But the slip in his hands is still pink, just like the hundreds of thousands that others received — except his was issued by us, via the Obama-man. Here’s the door, buster. See ya. Don’t wanna be ya.
Der ganze Artikel ist –> hier nachzulesen.