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Archiv - Vermischtes

Raimund Theater, 24.11.2008: “Rudolf”-Probenstart

Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
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Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
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Foto: Martin Bruny

LEADING TEAM
Musik: FRANK WILDHORN
Buch & Liedtexte: JACK MURPHY
Zusätzl. Liedertexte: NAN KNIGHTON
Story: FRANK WILDHORN & PHOEBE HWANG
Konzept: FRANK WILDHORN & STEVE CUDEN
Deutsche Übersetzung: JULIA SENGSTSCHMID (Dialoge)
NINA JÄGER (Lyrics)
Regie: DAVID LEVEAUX
Choreographie: JOHN O’CONNELL
Bühnenbild: MIKE BRITTON
Kostüme: LAURA HOPKINS
Licht Design: PATRICK WOODROFFE
Licht Design (Associate): ADAM BASSETT
Ton Design: HENDRIK MAAßEN
Orchestrierung: KIM SCHARNBERG
Arrangements & Musik. Supervisor: KOEN SCHOOTS
Musikalische Leitung: CASPAR RICHTER

CAST
Rudolf: Drew Sarich
Mary: Lisa Antoni
Taaffe: Uwe Kröger
Franz Joseph: Claus Dam
Larisch: Carin Filipcic
Stephanie: Wietske van Tongeren
Szeps: Kai Peterson
Edward: Dennis Kozeluh
Andrassy: Robert D. Marx
Clemenceau: Sasha DiCapri
Vogelsang: Manuel Stoff
Wilhelm II.: Martin Pasching
Wiligut: Markus Neugebauer
Meissner: Jan Hutter
Mitzi: Kathleen Bauer

Ensemble
Kathleen BAUER, Sasha DICAPRI, Silke BRAAS, Niklas-Philipp GERTL, Alexandra FARKIC, Jan HUTTER, Matilda HANSSON, Dennis KOZELUH, Leigh Martha KLINGER, Robert D. MARX, Adrienn KRà‰KACS, Markus NEUGEBAUER, Tineke OGINK, Martin PASCHING, Anja VON GELDERN, Kai PETERSON, Claudia WAUSCHKE, Rory SIX, Manuel STOFF, Niran STRAUB

Swings
Liane MAYNARD, Max NIEMEYER, Katrin MERSCH, Fritz SCHMID, Maxi NEUWIRTH, Marcus TESCH

Links
- LivePR: Proben für Musical “Rudolf” starten im Raimund Theater
- ORF: “Rudolf” probt bereits im Raimund Theater
- Vereinigte Bühnen Wien: Rudolf Probenbeginn
- Wien.at: Proben für Musical “Rudolf” starten im Raimundtheater

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Josef E. Köpplinger initiiert MUT - den ersten österreichischen Wettbewerb für Musikalisches Unterhaltungstheater

Von Mitte März 2009 bis Anfang Juni 2009 findet MUT - der erste österreichische Wettbewerb für Musikalisches Unterhaltungstheater (Musical, Operette, Chanson) - statt.

Mit diesem Wettbewerb sollen herausragende künstlerische Persönlichkeiten des Musikalischen Unterhaltungstheaters entdeckt und prämiert werden. Künstlerinnen und Künstler von 18 bis 27 Jahren bekommen die Chance, ihr Talent in Tanz, Gesang und Darstellung vor einer internationalen Fachjury und vor Publikum zu präsentieren. Initiator von MUT ist Josef E. Köpplinger, Intendant des Stadttheaters Klagenfurt.

Der Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt. Der erste Preis ist mit 3.000 Euro, der zweite mit 2.000 Euro und der dritte mit 1.000 Euro dotiert. Zudem wird im Finale ein Publikumspreis vergeben. Die Vorausscheidungen für den europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb finden Mitte bis Ende März 2009 in Wien, Hamburg und München statt, Semi-Finale und Finale am 3. und 4. Juni 2009 in Klagenfurt.

Information und Anmeldung: www.stadttheater-klagenfurt. Einsendeschluss für die Anmeldung ist der 10. Februar 2009

Teilnahmebedingungen
• Alter 18 bis 27 Jahre (zum Zeitpunkt der Anmeldung)
• Abgeschlossene oder begonnene Ausbildung im Bereich Musical, Operette oder Chanson an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Institution (kein reiner Privatunterricht).

Die Jury
Für die Jury konnten herausragende Persönlichkeiten der heimischen und internationalen Musiktheaterszene gewonnen werden. Bei den Vorrunden sind einzelne Mitglieder der Jury anwesend. Im Semi-Finale und im Finale bewerten alle Jurorinnen und Juroren die Darbietungen.
• Josef E. Köpplinger (Vorsitzender der Jury, Intendant des Stadttheater Klagenfurt, Regisseur)
• Peter Back-Vega (Chefdramaturg der Vereinigten Bühnen Wien)
• Pia Douwes (Musical-Darstellerin)
• Josef Hussek (Operndirektor der Hamburgischen Staatsoper)
• Ricarda Regina Ludigkeit (Choreographin, Regisseurin, Dozentin)
• Peter Lund (Autor, Regisseur, Dozent)
• Peter Marschik (Musikdirektor des Stadttheaters Klagenfurt)
• Previn Moore (Musical-Darsteller, Dozent)
• Werner Signer (Geschäftführender Direktor des Theaters St. Gallen)
• Markus Spiegel (Musikproduzent und Medienberater)
• Gareth Valentine (BBC London)
• Kathrin Zechner (Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien)
Musikalischer Supervisor und Korrepetitor ist Martin Jeff Frohner

Ablauf des Wettbewerbs
Die Vorausscheidungen finden in Wien, München und Hamburg statt. Insgesamt qualifizieren sich in den Vorrunden ca. 20 Kandidatinnen und Kandidaten für das Semifinale in Klagenfurt.
1. Vorrunde Tanz: In einfachen Kombinationen werden Bewegung und Tanz geprüft.
2. Vorrunde Gesang: Vorzubereiten sind 5 Songs (2 davon aus dem Pflichtprogramm, 1 davon aus dem Bereich Operette oder Chanson, 2 in deutscher Sprache). Die aus der ersten Vorrunde verbliebenen Kandidatinnen und Kandidaten geben ein bis zwei Lieder je nach Stimmfach zum Besten.
3. Vorrunde Schauspiel: Vortrag eines von zwei vorbereiteten Monologen nach Wahl der Jury. Gegebenenfalls bittet die Jury die Kandidatinnen und Kandidaten im Anschluss um einen weiteren Text- oder Liedvortrag.
Semifinale
Die Semifinalistinnen und Semifinalisten präsentieren vor Publikum je eine Ballade, ein Uptempo-Lied bzw. Operettenlied/Chanson mit Klavierbegleitung und einen kurzen Monolog (Gesamtdauer 9 bis 12 Min.). Die Jury bestimmt maximal acht Kandidatinnen und Kandidaten für das ebenfalls öffentliche Finale.
Finale
Die Finalistinnen und Finalisten präsentieren auf der Bühne des Stadttheaters Klagenfurt ihr Soloprogramm (Gesamtdauer max. 15 Min.), das sie vorher mit den Jurorinnen und Juroren abstimmen. Es beinhaltet mindestens zwei Lieder und einen Monolog.

Termine
Vorausscheidung
Wien: 16. und 17. März 2009, jeweils von 10.00 bis 21.00 Uhr, Vereinigte Bühnen Wien
Hamburg: 22. und 23. März 2009, jeweils von 10.00 bis 21.00 Uhr, Hamburgische Staatsoper
München: 30. und 31. März 2009, jeweils von 10.00 bis 21.00 Uhr, Bayerische Theaterakademie
Semi-Finale
Mittwoch, 3. Juni 2009 , ab 11.00 Uhr, Stadttheater Klagenfurt
Finale
Donnerstag, 4. Juni 2009 , ab 19. 30 Uhr, Stadttheater Klagenfurt

19. November: Lang lebe der “Welttoilettentag”

Als Welttoilettentag wurde der 19. November erstmals 2001 von der Welttoilettenorganisation ausgerufen. Von den Vereinten Nationen wird der Vorschlag, den 19. November zum regelmäßigen Jahrestag zu machen, mitgetragen. Hintergrund ist das Fehlen ausreichend hygienischer Sanitäreinrichtungen für mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung mit seinen gesundheitlichen und sozio-ökonomischen Folgen, insbesondere durch dadurch bedingte Krankheiten.[wikipedia]

Wie auch immer, Wien ist reich gesegnet mit Toiletten, und allem, was dazugehört. Wer eine Besichtigungstour aller beispielsweise öffentlichen WC-Anlagen Wiens machen möchte, ist -> mit diesem Link <-- gut bedient.

Sehr beliebt in Wien bei Touristen: die Opera-Toilet in unmittelbarar Nähe der Wiener Staatsoper, auch bei YouTube als Video verewigt.

Stadttheater Baden: The Scarlet Pimpernel (Version 2008)

Foto: Martin Bruny

Fragt man Frank Wildhorn, welches seiner Musicals er am ehesten für “abgeschlossen” hält, in dem Sinn, dass eine Veränderung nicht mehr zwingend notwendig sei, so bekommt man von ihm stets nur eine Antwort, nämlich dass er ständig am Verändern und Adaptieren seiner Werke ist. Und doch ist der Komponist mit einer Show ziemlich zufrieden: “The Scarlet Pimpernel“. Wildhorn:

«The Scarlet Pimpernel”, ob Sie es glauben oder nicht, kommt meiner ersten Vorstellung vom Klang des Scores am nächsten. In dieser Hinsicht käme also »The Scarlet Pimpernel” einer «endgültigen Version” am nächsten.

Das freilich ist das Resultat einer Menge “Veränderungsarbeit”, die die Show im Laufe der Jahre zu dieser von Wildhorn angesprochenen Einheit werden ließ. Im Programmheft zur aktuellen Baden-Fassung von 2008 (Premiere am 18. Oktober 2008) geht Regisseur Robert Herzl näher auf diese “Veränderungsarbeit” ein. Zu dem Zeitpunkt, als er im Jahr 2003 die “Scarlet Pimpernel”-Fassung von Halle konzipierte, lagen bereits folgende Versionen vor:

- Eine “Original Broadway-Produktion”, die am 9. November 1997 am Minskoff Theatre Premiere hatte.
- “The New Version” (”The Scarlet Pimpernel 2.0″): eine totale Überarbeitung, die am 10. Oktober 1998 zur Aufführung kam, ebenfalls im Minskoff Theatre.
- Die dritte - reduzierte - Version (”The Sarlet Pimpernel 3.0″): Premiere am 10. September 1999 am Neil Simon Theatre in New York. Letzte Vorstellung: 2. Januar 2000.

Für die deutsche Erstaufführung in Halle (am 14. Februar 2003) stellte Herzl eine wiederum neue Version der Show zusammen, “mit allen Musiknummern” … aber das ist so eine Geschichte, denn es war einmal ein Song - “Only love” -, der ursprünglich für “Rudolf” gedacht war, dann in “The Scarlet Pimpernel 1.0″ zum Einsatz kam und schließlich, als “Rudolf” konkretere Formen annahm, doch wieder aus “The Scarlet Pimpernel” gestrichen wurde. Freilich gibt es auch andere Erklärungen, beispielsweise jene von Nan Knighton, die man auf ihrer Website findet.

Fakt ist, dass “The Scarlet Pimpernel” zwar vom Klang her “endgültig” erscheinen mag - das liegt aber nicht daran, dass die Songs immer alle vorhanden sein müssen oder die Szenen immer in derselben Reihenfolge gespielt werden müssen. Wildhorn hat für diese Show einen ganz eigenen Ton geschaffen und eine eigenständige Atmosphäre. So, wie ihm das auch bei “Jekyll & Hyde” geglückt ist.

Freilich ist diese Eigenständigkeit der Wildhorn’schen Musicals nicht unumstritten. Immer wieder wird eine gewisse willkürliche Austauschbarkeit der Songs des Komponisten postuliert (und dann durch Geschichten wie “Only love” unterfüttert). Generell aber erinnert mich das immer an den Witz über die zwei Analphabeten, die an einem Buchgeschäft vorbeigehen. Sagt der eine: “Fad!” Darauf der andere: “Du sagst es, lauter Bücher, immer das Gleiche.”

Wir hier im Kultur-Channel erkennen die Eigenständigkeit der Wildhorn’schen Musicals unumschränkt an, wie wir auch jene der Lloyd Webber’schen Shows hören, und auch jene von Stephen Sondheim. Das schließt nicht aus, dass man Werke der drei Komponisten intuitiv “erkennt”. Ganz im Gegenteil. Denn das Gütesiegel “Wildhorn” verspricht auf alle Fälle immer eines: wuchtige Balladen, oder, wie man das gerne formuliert: Bigger-than-life-Balladen. Und gerade in “The Scarlet Pimpernel” haben wir davon eine Menge.

Gesungen und interpretiert werden sie in Baden von einem Ensemble hervorragender Sänger. Man mag bei den schauspielerischen Leistungen bei dem einen oder anderen eventuell ein paar Ungereimtheiten erkennen, beispielsweise bei Chris Murray (Chauvelin), der manchmal ein wenig zu unbeteiligt an “Mauern” herumlehnt, dessen Motivation nicht klar genug gezeichnet scheint, der vielleicht hie und da ein wenig outriert und bei den Weggabelungen der verschiedensten Interpretationsmöglichkeiten vielleicht mal in die falsche Richtung geht - aber was hat er doch für eine Stimme und wie gut und wirkungsvoll “spielt” er die meisten seiner Gesangsnummern (beispielsweise “Falke auf der Jagd”).

Foto: Martin Bruny

Man mag entweder die Art und Weise, wie Darius Merstein-McLeod seinen Sir Percy Blakeney - einen Dreh zu albern vielleicht manchmal - anlegt, aber immerhin, die Szenen kommen gut rüber, und stimmlich ist Merstein eine Wucht. Völlig überzeugend in einer kleinen, aber feinen Rolle: Klaus Ofczarek als Prince of Wales, nie zu schmierig oder zu übertrieben blasiert.

Foto: Martin Bruny

Wenn sich also manchmal das Gefühl einschleicht, dass sich alle - Schauspieler und Publikum - bei den Songs viel wohler als bei den Sprechszenen fühlen, dann mag das ein rein subjektiver Eindruck sein, und immerhin gibt es eine ganze Menge an blendenden Musiknummern bei “The Scarlet Pimpernel”, warum sich also nicht darauf konzentrieren? Wie ein Traum wunderschön beispielsweise “Ich vertrau auf dich”, gesungen von Darius Merstein und Maricel Wölk, die schon in Halle das Publikum begeisterten. Das geht fast nicht eindrucksvoller.

Foto: Martin Bruny

Eine Inszenierung mit Pomp und Gloria hat Robert Herzl auf die Bühne des Stadttheaters Baden geknallt. Und recht hat er. Bei einer Show wie “The Scarlet Pimpernel” muss man klotzen, nicht kleckern. Mit Wucht und Gespür für Wirkung kommt “Mitten ins Feuer” daher. Fast erwartet man noch Böllerschüsse und “echtes” Feuer. Die Schauspieler gehen mal links, mal rechts in den Zuschauerraum ab, dann stürmen sie wieder durch die Mitte auf die Bühne, blendend bei Stimme auch das Grüpplein Aristokraten (Alois Haselbacher, Sam Madwar, Stephan Wapenhans, Dietmar Seidner, Jan Hutter sowie Christian Zmek), das mit Percy im Untergrund gegen die Schrecken der französischen Revolution kämpft. Genau so muss das stimmlich besetzt sein: voluminös, beeindruckend. Jan Hutter singt sich schön langsam ins Musicalschlaraffenland und besitzt die nötige Ausstrahlung, um bis in die letzten Reihen zu wirken - etwas, was er auch nächstes Jahr im Ensemble von “Rudolf” beweisen wird. Es ist immer wieder schön, jemanden zu sehen, auch im Ensemble, dem man es dermaßen deutlich ansieht, dass er das, was er macht, auch gerne macht.

Foto: Martin Bruny

Projektionen, eine effektvolle Lichtregie, ein stimmiges Bühnenbild, tolle Kostüme, bei dieser Produktion passt fast alles, und es sollte nicht nur bei einer Spielzeit von einer Saison bleiben. “The Scarlet Pimpernel” ist im November noch an folgenden Tagen zu sehen: November: 15/16 (15.00)/28/29/30 (15.00).

Foto: Martin Bruny

Leading Team
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik
Inszenierung: Robert Herzl
Bühnenbild: Manfred Waba
Kostüme: Götz Lanzelot Fischer
Kostüm-Koordination: Friederike Friedrich
Choreographie: Rosita Steinhauser

Foto: Martin Bruny

Cast
Sir Percy Blakeney: Darius Merstein-MacLeod
Marguerite St. Just, seine Frau: Maricel Wölk
Chauvelin: Chris Murray
Armand St. Just, Marguerites Bruder: Zoltan Tombor
Marie Grosholtz: Christa Hertl
Tussaud, ihr Verlobter: Robert Sadil
Mercier, Chauvelins Adjutant: Franz Joseg Koepp
Lord Anthony Dewhurst: Alois Haselbacher
Sir John (Ozzy) Osbert: Sam Madwar
Frederic Elton: Stephan Wapenhans
Lord Andrew (Andy) Farleigh: Dietmar Seidner
Hal Stanton: Jan Hutter
Benjamin Stubbs: Christian Zmek
Marquis de St. Cyr: Mario Fancovic
Jessup, Percys Butler: Franz Födinger
Robespierre: Robert Herzl
Der Prince of Wales: Klaus Ofczarek
Helene: Dessislava Philipova
Cloe: Sonja Fischerauer

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Was die Welt nicht braucht

12. November, 22 Uhr
brut im Künstlerhaus/ Bar brut deluxe
Top oder Flop
Die charmante Plattenauktion zum Mitbieten! Wertgeschätzte Platten landen auf dem Teller, bei ausbleibenden Geboten folgt die Vinylzerstörung!

Bücherverbrennungen, Vinylzerstörung … dagegen!

Rhythmus - Schnitttechnik - auch nach dem 4. 11.

Les Misbarack

US-Wahlkampf: “Joe, der Installateur” und “Shoe, der Kriegsheld”

Joe, der Installateur -> hier
Shoe, der Kriegsheld –> hier

Wieder einmal scheint das Ende der Präsidentschaft besiegelt. Motss allerdings kommt die Idee, das Gerücht von einem verschollenen Helden zu verbreiten, einem gewissen Schumann, genannt »Shoe«, der hinter den feindlichen Linien zurückgelassen wurde. Auf ein Neues wird ein Mediengewitter um den Veteranen entfacht, der im Kampf für sein Land in Albanien eingeschlossen ist. Kurz vor dem Wahltag wird die Befreiung des Soldaten verbreitet.
Der von den Hintermännern auserwählte Soldat eines »Sonderprogramms« wird in die Obhut von Brean übergeben und es stellt sich heraus, dass er ein Sträfling ist, der eine Nonne vergewaltigt und getötet hat. Als Krönung der Geschichte kommt heraus, dass Shoe nur mit starken Beruhigungsmitteln unter Kontrolle zu halten ist. Trotz eines Unwetters wollen die Wahlkämpfer Shoe auf eine Airbase fliegen, auf der der Präsident den »Heimkehrer« empfangen kann.

1938/2008

Nur zwei Meldungen von heute:

Die Wiener Linien hatten am Montag Erklärungsbedarf gegenüber der Öffentlichkeit. Ein Straßenbahnfahrer hatte die Abschiedsrunde der Straßenlinie 1, die mit 26. Oktober wie die Linie 2 ihren Dienst als klassische Ringlinie einstellte, für einen Sonderauftritt der eigenen Art genutzt.
Unter dem Gaudium eines teils biertrinkenden Publikums verlangte der Fahrer, dass er in den nächsten zwei Minuten im Fahrgastraum als auch auf “meinem Führerstand” eine Stecknadel fallen hören wolle.
Ein Video auf YouTube dokumentierte den weiteren Verlauf der Fahrt, während der der Fahrer schließlich folgende Verabschiedung durchgab:
“Sehr geehrte Fahrgäste. Wir umrunden nun ein letztes Mal mit der Linie 1 den Wiener Ring, den Orbit rund um den Stephansdom. Viele historische Ereignisse haben hier stattgefunden. Sieg Heil!”
Auf die Durchsage folgte - teils auch einige Buhrufe. Danach dokumentiert das Video, offenbar nach Kritik an der Durchsage, den Fahrer mit dem Satz: “Versteht’s ihr kan Spaß?” [orf.at]

Rund zehn Neonazis versuchten gegen 00:20 die Räumlichkeiten des linken Kulturvereins W23 in der Wipplingerstraße 23 zu stürmen und begannen wahllos in die Menge der anwesenden Personen zu prügeln. Nur durch das besonnene Vorgehen der Anwesenden konnte Schlimmeres verhindert werden, die Neonazis wurden innerhalb kürzester Zeit hinausgedrängt. Es gab zwei Leichtverletzte und geringen Sachschaden.
Der Angriff war offenbar generalstabsmäßig geplant, zufällig vorbei kommende Passant_innen hatten, noch bevor es zu dem Überfall kam, die Polizei gerufen, nachdem sie die Gruppe beobachtet hatten, wie sie in Zweierreihe und mit militärischem Auftreten im Laufschritt durch den ersten Bezirk in Richtung Wipplingerstraße unterwegs war. Alle Angreifer waren einheitlich gekleidet und mit Sturmhauben unkenntlich gemacht, sowie mit Handschuhen auf die folgende Attacke vorbereitet.
Von dem Vorfall schockiert zeigte sich auch der Grüne Bezirksrat Georg Prack, der zu diesem Zeitpunkt auf dem Fest zugegen war. “Die gezielte Attacke gegen das W23 stellt einen weiteren Beleg für die zunehmende Radikalisierung der extremen Rechten in Österreich dar”, sieht Prack einen gesamtgesellschaftlichen Hintergrund.
Fragen muss sich auch das Landesamt für Verfassungsschutz gefallen lassen: Ohne zunächst ersichtlichen Grund waren den Großteil des Abends mehrere Beamte der Behörde im Umfeld des W23 unterwegs, auch uniformierte Einsatzkräfte besuchten das Fest - beides ein Novum in der rund zweieinhalbjährigen Geschichte des Kulturvereins. Der Verdacht, dass der Verfassungsschutz über einen bevorstehenden Angriff informiert war, liegt also nahe. Die Betreiber_innen wurden über diese Bedrohung allerdings zu keinem Zeitpunkt informiert.
Der Kulturverein W23 beherbergt seit dem Frühjahr 2006 verschiedene emanzipatorische Initiativen, darunter eine Bibliothek und ein Archiv über soziale Bewegungen, auch finden regelmäßig Vorträge und Lesungen zu einer breiten Palette von Themen statt. So gab es etwa erst am vergangenen Dienstag eine Buchpräsentation zum Thema “Frauen 1938. Verfolgte - Widerständige - MitläuferInnen”. Vor kurzem fand auch ein Teil der “queer-feministischen Tage” in den Räumlichkeiten des Vereins statt, zum Bogen der Aktivitäten im W23 gehören außerdem Computer-Workshops.[no-racism.net]

Susan Rigvava-Dumas live @ Porgy & Bess

Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Project 2 feat. Susan Rigvava-Dumas live @ Porgy & Bess, 26. Oktober 2008

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