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Archiv - Vermischtes

“Felix Martin, ein schöner Mann mit einer unmöglichen Frisur”

… schreibt Simone Meier (”Tages-Anzeiger”) in ihrer Rezension der Schweizer “Elisabeth”-Premiere. Ist doch immer wieder schön, mal wieder lachen zu können.

Irgendwann verliert man auch schlicht die Geduld mit dieser Frau. Himmel noch mal, sie heiratet einen Kaiser! Einen Kaiser, der ihr im Laufe ihrer Ehe immer mehr Privilegien und Freiheiten einräumt und sie offensichtlich sehr liebt. Und dann beschwert sie sich ein ganzes Musical lang darüber! Singt andauernd: «Ich gehör nur mir!» Unterstützt wird sie in ihren Freiheitsbestrebungen vom Tod (Felix Martin, ein schöner Mann mit einer unmöglichen Frisur), zu dem Elisabeth seit ihrer Pubertät eine innige Beziehung hat (Eros und Thanatos winken wie verrückt mit ihren Zaunpfählen) und der sie zum Schluss auch von ihrem Leben im Hofkorsett mit einem langen Kuss erlöst.

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Elisabeth-Musical: Viele inbrünstige Emotionen, wenige Nuancen

Andrew Lloyd Webber komponiert Englands nächstes Eurovisions Song Contest-Lied

In my life I have never shied away from the impossible and this looks like the biggest mission impossible of all time, but with the might of the British public behind me who knows what will happen?

Während sich Länder wie Österreich ins Trutzwinkerl zurückziehen und beschlossen haben, zu unkreativ zu sein, um am Eurovisions Song Contest teilzunehmen, packt England die Sache nun von einer anderen Seite an: Sir Andrew Lloyd Webber wird ein Liedchen komponieren, und selbstverständlich gibt es dann eine Castingshow als Appetithäppchen zum großen Event, dem Song Contest. “Your Country Needs You” wird die Talentsuche heißen, die im englischen Fernsehen geplant ist. Wer soll Webbers Lied singen, das entscheiden letztlich also die Fernsehzuschauer.

Es ist übrigens nicht der erste Versuch Webbers, mit einer Komposition England im Wettsingen zu vertreten. Im Alter von 21 Jahren schrieben Tim Rice und er das Lied “Try It” für den Song Contest des Jahres 1969. England entschied sich damals allerdings für Lulu mit dem Titel »Boom Bang-A-Bang« - ein weiser Entschluss, denn die Sängerin landete auf Platz 1 (punktegleich mit zwei anderen Nationen). Man wird sehen, wie es Lloyd Webber 2009 ergehen wird.

Starmania und der Besuch der alten Dame: Werbung, die nervt

Ja, Starmania geht in den nächsten Tagen wieder mal mit einer neuen Staffel auf Sendung. Ja, da muss man alles mobilisieren, damit man ganz tolle hochgerechnete Einschaltziffern präsentieren kann und vielleicht doch nicht Haus und Hof am Küniglberg verkaufen muss. Aber nein, wenn man eine Verfilmung von Friedrich Dürrenmatts “Der Besuch der alten Dame” zeigt, dann ist das vielleicht doch nicht eine Zielgruppe, die man damit gewinnt, dass man mitten während des Films einen Werbebanner für “Starmania” über den Bildschirm jagt.

Das ist genauso unsinnige Werbung wie jene der Bäckerei Felber, die während, ja tatsächlich auch zum Teil während der Vorstellung des Musicals “Joseph and the amazing Technicolor Dreamcoat” in der Wiener Stadthalle F auf die Wände projiziert wird. Ich kauf mir sicher kein Felber-Semmerl, nur weil der Schriftzug über die Wände wabert. Da müsste sich die Bäckerei schon einen Stand mieten in der Stadthalle und Kostproben anbieten, dann vielleicht. Und ich schau mir sicher nicht deswegen Starmania an, weil ich von stumpsinnigen Bannern während einer Literaturverfilmung genervt werde.

Mate Kamaras - “Josephs” Pharao

Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Mehr über “Joseph and the amazing Technicolor Dreamcoat” im nächsten “musicals”. Zwei weitere Fotos –> hier. Andrew Lloyd Webbers Musical ist noch bis 19. Oktober in der Wiener Stadthalle zu sehen.

“Musik der Dunkelheit”: Silvia Wimmers Musical-Krimiroman

Die Proben für das Musical »Das Phantom der Oper« sind in vollem Gang, da stürzt plötzlich die Primadonna vom Schnürboden herab und bleibt tot liegen. Oberinspektorin Katharina Gugerell, die selbst ein Faible für das Theater hat, nimmt die Ermittlungen auf. Bald erkennt sie, dass die Ermordete unter den Schauspielkollegen kaum Freunde hatte, ihr Tod manchen sogar willkommen ist. Die Recherchen reißen bei Katharina Gugerell alte Wunden auf und die Suche nach dem Mörder verlangt ihr einiges ab.

Das Theater kennt man meist nur von der Zusehertribüne. Doch wie tickt die Schauspieltruppe hinter den Kulissen? Die Wiener Autorin Silvia Wimmer siedelt ihren ersten Kriminalroman im Wiener Theater an und entführt die Leser auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Wimmer zeichnet ihre Ermittlerin Katharina Gugerell nicht als Superheldin, sondern als eine durch das Leben gereifte, authentische Persönlichkeit.

Silvia Wimmer, geboren 1951 in Wien, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne. In jungen Jahren hatte sie viel Kontakt zum Theater, wo sie u. a. auch als Maskenbildnerin tätig war. Vor ihrer Pensionierung arbeitete sie viele Jahre beim Gesundheitsamt der Stadt Wien.

“Musik der Dunkelheit” ist im federfrei-Verlag erschienen, am 16. Oktober findet bei Thalia-Wien (Mariahilferstraße) eine Lesung von Silvia Wimmer statt.

Die US-Top 100 der politischen Reden - als MP3-Download

Die Macher der Website americanrhetoric.com haben aus all den politischen Reden der letzten Jahrzehnte eine Top-100-Liste der bedeutendsten Ansprachen zusammengestellt und bieten die meisten dieser rhetorischen Meisterwerke als MP3-Download an. Zur Top 100 direkt geht es –> hier

Wird man die Rede, die Senator Joe Biden am Parteitag der Demokraten in Denver gehalten hat, auch einmal in dieser Liste finden? Was die geradezu musicalhafte Inszenierung betrifft, könnte sich eventuell so mancher Regisseur ein paar (billige) Tricks abgucken. Wer weiß. YouTube bietet die Ansprache Herrn Bidens, der gerne Vizepräsident der USA werden möchte, an, und zwar –> hier

Apropos Musical: Jennifer Hudson gab sich gestern die Ehre, anlässlich der Nominierung von Barack Obama zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten die “National Anthem” zu singen.

Starmania 2008 & Mario Lang, der Starmania-Überlebende

Derzeit laufen in Österreich die Vorsingen zur Neuauflage der ORF-Castingshow “Starmania”. Wie schon beim letzten Mal werden auch diesmal die öffentlichen Castings im Netz gestreamt, und zwar ab 8. September 2008 auf starmania.orf.at.

Etwas nachdenklich stimmt die Zahl jener, die gerne Starmaniac oder Weltstar in Österreich werden wollen. So schreiben die Vorarlberger Nachrichten, dass der “große Andrang” ausblieb - lustigerweise bietet der ORF zu dieser Quelle sozusagen die hard facts, allerdings mit der etwas absurden Formulierung:

Am Samstag war im ORF Studio am Innsbrucker Rennweg der erste Tag des Tiroler Castings und der Andrang war gewaltig. Etwa 150 Kandidaten waren gekommen.

150 Leutchen, und der Andrang war gewaltig? Über den das noch toppenden Tippfehler in dem Artikel sprechen wir lieber nicht, aber man sollte ihn doch wegen Dreideutigkeit ausbessern.

In other news … hat einer der künstlerisch Überlebenden der letzten Starmania-Staffel, Mario Lang, seinen neuen Longplayer “Welthits” am Start. Auf seiner Website werden Clips aus allen Songs des Albums gestreamt. Fans und alle, die gerne möchten, können darüber abstimmen, welcher Song als nächste Single veröffentlicht werden soll. Im Gegensatz zu Kollegen wie Alexander Klaws haben die Lyrics der Lieder von Mario Lang oft Wortwitz, vielleicht klingt er nach wie vor ein bisschen wie die männliche Christl Stürmer, aber da soll ihm mal nichts Ärgeres passieren.
Live ist Mario Lang demächst am Donauinselfest zu sehen, und zwar am 6. und 7. September. Die genauen Zeiten und die Auftrittsorte findet man auf der Website zum Donauinselfest.

Und im Chaos liegt die wahre Ordnung

Vermutlich geht es nur mir so, aber wenn ich wählen müsste zwischen Chaos und “Order”, die Wahl fiele auf das optisch wesentlich ansprechendere Chaos. Und auch im wahren Leben ist das nicht anders. Im Gegensatz zum elektronischen Device, wie es so schön heißt, bin ich mit meinem Filofax batterie- und akkuunabhängig, ich brauch nur ein Kalenderupdate pro Jahr, das ich in zwei Sekunden eingeheftet habe, und wenn das Ding aus einigen Metern Höhe auf den Boden fällt, habe ich keinen Datenverlust zu beklagen. Es sieht schick aus, das Display kann nicht zerkratzt werden, weil es gar keines hat, und das nicht vorhandene Betriebssystem veraltet nicht. Ein Filofax ist einfach rundum perfekt. Insofern muss ich die Werbeindustrie enttäuschen. Mit einem solchen Sujet kann sie mich nicht packen, aber vermutlich bin ich ein Einzelfall.

Kirche und Politik, Wahrheit und Lüge?

MTV sucht Stars, “American Idol” beendet Auditions, Clay Aiken macht nochmal Sir Robin

MTV sucht Stars
“Starmaker” ist der Titel eines neuen Castingshowformats, das der Fernsehsender MTV im Winter 2008/09 auf Sendung schicken wird. Sean “Diddy” Combs (auch bekannt als Diddy, P. Diddy, Puff Daddy oder Puffy, früher auch Bad Boy) wird persönlich die Auditions im Musicians Institute (MI) in Hollywood abhalten. Zu gewinnen gibt es einen Plattenvertrag mit Bad Boy Records. Zugelassen sind alle nur denkbaren Musikgenres.

“American Idol” beendet Auditions für nächste Staffel
Mittlerweile finden in Meadowlands, außerhalb New Yorks gelegen, diese Woche die letzten Auditions für die nächste Staffel von “American Idol” statt. 3000 potentielle Kandidaten stellten sich ab 7 Uhr früh an, um der Jury vorzusingen. Der Start der neuen Staffel ist für Januar 2009 angesetzt.

Clay Aiken macht nochmal Sir Robin
Ab 19. September 2008 gibt “American Idol”-Fastgewinner Clay Aiken eine Zugabe als Sir Robin in der Broadwayfassung von Monty Python’s “Spamalot”. Vier Monate wird er auf der Bühne stehen, am 4. Januar 2009 ist dann Schluss (vorerst).

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