Archiv - Vermischtes
Martin Bruny am Freitag, den
4. Januar 2008 um 23:59 · gespeichert in Castingshows
Jede größere und kleinere Zeitung Österreichs, auch das eine oder andere bunte Wochenmagazin, hat in den letzten Monaten Leserabstimmungen zu “Musical! Die Show” veröffentlicht. Wen dufte man wählen: natürlich jenen Kandidaten, den man am liebsten nicht mehr in das Show haben wollte. Immer, und zwar wirklich immer an der Spitze der “unbeliebten” Kandidaten: Werner Mai. Diese Woche war er mit sage und schreibe 55 % auf Platz 1 in der kleinsten der großen Tageszeitungen.
Woche für Woche freilich hat sich Werner Mai in der Show bewiesen und selbst die für ihn unpassendsten Songs gut hinbekommen. Gegen das “Dschungelbuch” schien er heute nicht wirklich ankommen zu können. Blamabel vor allem für die Choreographen. Sorry, aber wenn wir schon in einer Musicalshow sind, dann darf man sich auch etwas mehr erwarten von den Damen und Herren und ihnen auch den schwarzen Peter zuschieben.
Überhaupt erinnerte mich persönlich die Folge heute an eine Peter Alexander-Show, eine Anneliese Rothenberger-Show oder “Die große Peter Frankenfeld Show”. Sicher haben die Macher der Sendung überlegt, welches Publikum sie packen wollen - mit “The Wizard of Oz”, dem “Dschungelbuch” oder “Mary Poppins”, nicht zu vergessen, mit “Cats”.
In ihrem Buch “The Megamusical” schreibt Jessica Sternfeld über den Coolness-Faktor von “Cats”:
I will demonstrate the cultural currency of the megamusical with this anecdote: when I was in middle school (in the early 1980s), it was of course unacceptable to like anything. We had to be sarcastic at every turn; eye-rolling proliferated. What better way to display utter disdain for something than with a reference to CATS? That show had already, in the mid-1980s, become such a part of our culture that it became synonymous with the uncool. Today, many people my age still use this phrase when expressing disdain for something new. Did you like that new book, movie, event, or musical? people ask us.
Oh SURE, we answer. I laughed, I cried, it was better than CATS.
In einer völlig wirren Musical-Parodie von “Cats”, in der, wie Nina Proll richtig bemerkte, manche der Darsteller tatsächlich Songs aus dem Webber-Werk performen mussten (wie Werner Mai) und andere ihre Chance nutzten, sich darüber lustig machen zu dürfen (wie Vincent Bueno), gab es eigentlich nur zwei Sieger: Vincent Bueno und Alfons Haider. Als alter Kater hatte er mich, für ein paar Momente, der Herr Haider, aber nur kurz. Generell waren die 20 Minuten rund um Vincent Bueno und Alfons Haider gebaut, da ging der ORF auf Nummer Sicher, um den logischen Sieger nicht zu verlieren.
Den stärksten Auftritt der Show lieferte zweifellos Eva mit einem makellos schönen “Over the rainbow”, den schwächsten Gudrun mit einem eher gekreischten als gesungenen “Defying gravity” aus “Wicked”. Im Stechen konnte sich Gudrun gegen Werner durchsetzen. Damit ist die markanteste Stimme aus dem Rennen.
Nächste Woche wird dann Vincent zum Sieger gekrönt und wir freuen uns alle auf die nächste Casting-Show - jene von Herrn Gottschalk. Da erzählt man sich ja so beim Kaffeeautomaten, dass dem ZDF der Siegespreis abhanden gekommen ist (eine Rolle in “Starlight Express”), aber nix Genaueres weiß man nicht. An irgendwas erinnert mich das. Wird mir schon wieder einfallen.
Martin Bruny am Mittwoch, den
2. Januar 2008 um 14:56 · gespeichert in Castingshows
Am Montag, 7. Januar 2008, startet im Theater Neue Flora in Hamburg die erste Audition der neuen Sat.1-Castingshow “Ich Tarzan, Du Jane!”, die ab Ende Februar 2008 ausgestrahlt wird. Weitere Castings finden ab 14. Januar 2008 in der Philharmonie in Essen und ab 21. Januar 2008 im Apollo Theater in Stuttgart statt.
Hier müssen sich die Tarzan- und Jane-Anwärter einer knallharten Jury stellen, um den Sprung in den Workshop zu schaffen. Dort erhalten sie die Chance, unter die Top 16 (jeweils acht mögliche Tarzans und Janes) zu kommen, die sich in den Live-Shows, die von Hugo Egon Balder moderiert werden, dem Urteil von Jury und TV-Publikum stellen.
Die Jury steht nun fest: Maik Klokow, Pia Douwes und Ralf Schädler werden über das Schicksal der Kandidaten entscheiden. [presseportal.de]
Martin Bruny am Mittwoch, den
2. Januar 2008 um 12:31 · gespeichert in Skurriles
“Ich bin ein Star - Holt mich hier raus” heißt es ab dem 11. Januar 2008 wieder auf RTL. In der dritten Staffel der Dschungelcamp-Show mit dabei: Ross Anthony, Ex-Sänger von “Bro’Sis” und Musicaldarsteller. Wie weit muss der Weg sein von “Rudolf” in “Elisabeth” zu einem madenfressenden RTL-Pseudostar. Schade um ihn.
Martin Bruny am Dienstag, den
1. Januar 2008 um 23:31 · gespeichert in Wien, Fotos

Ein kleines Set mit Schlussapplausbildern der “Rebecca”-Vorstellung vom 30. Dezember 2007 ist nun im “flickr”-Account des Kultur-Channels online. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich die Fotos anzusehen, beispielsweise als Slideshow, oder auch einzeln, bis zu einer Größe von 800 x 600 Pixel. Viel Spaß!
Martin Bruny am Montag, den
31. Dezember 2007 um 15:43 · gespeichert in West End, Listen
Das Fachmagazin THE STAGE hat wie jedes Jahr (seit 1997) die 100 einflussreichsten Theatermacher Englands aufgelistet. Andrew Lloyd Webber wurde 2007 durch Cameron Mackintosh, einen der mächtigsten und erfolgreichsten Produzenten, entthront, David Ian, der letztes Jahr gemeinsam mit Andrew Lloyd Webber auf Platz eins zu finden war, muss sich nun mit dem siebten Platz zufrieden geben.
Mackintosh verdankt seinen ersten Rang vor allem einem Deal mit der chinesischen Regierung: Der Produzent wird West End-Musicals in hochchinesischer Sprache (Mandarin) in China produzieren. Brian Attwood, Herausgeber des Magazins THE STAGE, über Mackintosh:
This year he presents an unassailable case for the No 1 slot. In the West End he has led the way by refurbishing his playhouses at a cost of £35 million, while on television, his production of Oliver! is the BBC’s latest musical theatre talent show. Meanwhile, his agreement with Beijing will introduce his productions to a potential audience of millions and guarantees him an unrivalled global influence.
Die Auflistung aller 100 Theatermacher ist in der Print-Ausgabe von THE STAGE (Erscheinungsdatum: 28.12.2007) nachzulesen. Die Top 10 liest sich wie folgt:
01. Cameron Mackintosh
02. Andrew Lloyd Webber
03. Howard Panter / Rosemary Squire (Ambassador Theatre Group)
04. Nicholas Hytner (National Theatre)
05. Nica Burns / Max Weitzenhoffer (Nimax)
06. Bill Kenwright (producer)
07. David Ian (Live Nation)
08. Michael Boyd (Royal Shakespeare Company)
09. Nick Thomas / Jon Conway (panto producers Qdos)
10. Vicky Featherstone / John Tiffany
Martin Bruny am Montag, den
31. Dezember 2007 um 00:36 · gespeichert in Wien, Fotos
Am 30. Dezember 2007 ging im Wiener Raimund Theater die vorläufig letzte Vorstellung des Levay/Kunze-Musicals “Rebecca” über die Bühne. Bilder einer Derniere:







Martin Bruny am Freitag, den
28. Dezember 2007 um 19:08 · gespeichert in Castingshows
Wenn man sich die Zuteilung der Songs für “Musical! Die Show - Folge 6″ ansieht, fällt eines wieder einmal auf: Die Wahl beziehungsweise Zuteilung der Songs erfolgte ohne musikalisches Gespür. “On Broadway” (aus “All that Jazz”) ist im Original eine Nummer, die über 6 Minuten dauert und sukzessive Spannung aufbaut, mal abgesehen von ihrer Aussage, vom Background, den ein Darsteller haben sollte, um sie zu singen und vieles mehr. Nach über 30 Sekunden setzt normalerweise überhaupt erst die Singstimme ein. Das auf 2 Minuten zu kürzen und zu glauben, auch nur halbwegs eine akzeptable Wirkung erzielen zu können, ist fahrlässig. So macht man keine Musicalshow, so zerstört man nur den Nimbus von Klassikern und nivelliert sie auf Karaokeniveau. Ist das letztlich das Ziel von “Musical! Die Show”? Bekommen wir am Ende alle ein Video-Karaokespiel “So wirst DU Musicalstar”? Aus “All that Jazz” würde sich ein viel passenderes Lied für eine Castingshow anbieten, nämlich “Bye Bye Love”. Nicht, dass der Song im Rahmen des Filmmusicals kürzer wäre (er dauert knapp 9 Minuten), aber er lässt sich besser und publikumswirksamer “verbraten”, wenn es denn schon “All that Jazz” sein muss.
Über den Bekanntheitsgrad von “On Broadway” brauchen wir nicht weiter zu spekulieren, noch eindeutiger ist es bei dem Song “We can do it” aus “The Producers”, ein Song, den Werner Mai und Alfons Haider als Duett versuchen werden. Das Lied ist nicht nur 99,9 Prozent aller Zuschauer unbekannt, es ist auch aus einer Show, die nur mit viel Glück im Wiener Ronacher bestehen wird können (Premiere Ende Juni 2008), handelt es sich doch um ein Musterbeispiel dessen, was nicht wenige als “altmodisches Broadway-Musical” bezeichnen. So etwas wird normalerweise an der Wiener Volksoper und für deren Clientel produziert und da auch gerne angenommen. Erschwerend kommt hinzu, dass Alfons Haider sich nach wie vor für einen Musicaldarsteller hält und auch nicht davor zurückschreckt, einen Song aus “The Producers” zu mimen. Keine Sorge, er wird das wie immer erledigen und innerhalb seiner Zielgruppe für Begeisterung sorgen, aber nach wie vor ist es schwer nachvollziehbar, wie ein Entertainer dermaßen verblendet sein kann, dass er nicht merkt, wo seine Qualitäten liegen und wo seine Schwächen.
Fassen wir also zusammen:
- Vincent Bueno singt “Singin’ in the rain” und als Duett mit Gudrun “Seasons of love” aus “Rent”. Wer mit solchen Songs fliegt, muss schon einen ganz schlimmen Tag erwischen.
- Gudrun Ihninger singt “Tomorrow” aus “Annie” und — halt, das reicht eigentlich. Auch mit einer solchen Nummer fliegt man nicht.
- Simone Fetz singt “Big Spender” aus “Sweet Charity” und “America” aus “West Side Story” gemeinsam mit Eva.
- Eva Klikovics singt “Dance: Ten; Looks: Three” aus “A Chorus Line”.
- Werner Mai singt “On Broadway (”All that Jazz”) und “We can do it” (”The Producers”) mit Alfons Haider im Duett.
Kristallkugelmäßig könnten Werner und Simone diesmal ihren Joker-Song präsentieren. Aber vielleicht gibt es ja doch eine Überraschung in der ziemlich abgeschlafften Musicalshow des ORF - zu sehen heute ab 21:15 Uhr in ORF 1.
Update:
Kaum verliert man den Glauben an den Underdog, schlägt er sich wacker. Werner Mai hat sein “On Broadway” gut rübergebracht, den Auftritt mit Alfons Haider überstanden und ihn dann sowieso an die Wand gesungen, wobei natürlich insgesamt das eine recht comicalhafte Performance war. Egal, das Highlight der Sendung war “Officer Pauer” für mich. Wer ab und zu mal in Aufführungen der Konservatorium Wien Privatuniversität geht, wird ihn kennen. Gudrun hat sich zwar mit “Tomorrow” fast ins Aus gewhined, aber Officer Pauer war eine Wucht. Ciao, Simone.
Martin Bruny am Dienstag, den
25. Dezember 2007 um 20:52 · gespeichert in Musical, Fotos
Am 15. Dezember 2007 feierte das Boublil/Schönberg-Musical “Les Misà©rables” seine Graz-Premiere. Unter der Musikalischen Leitung von John Owen Edwards und in einer Inszenierung von Josef Ernst Köpplinger spielen in der Grazer Oper:
Jean Valjean: Daniel Prohaska, Martin Fournier
Javert: Erwin Windegger
Fantine: Carin Filipcic
Cosette: Martina Dorothea Rumpf
Eponine: Ina Trabesinger
Mme Thà©nardier: Dagmar Hellberg
Thà©nardier: Harald Hofbauer
Enjolras: Otto Jaus
Marius: Jesper Tydà©n, Alen Hodzovic
Ensemble: Bettina Oswald, Peter Lesiak, Dave Mandell, Nicole Baumann, Uschi Plautz, Oliver Frischknecht, Lisa Antoni, John Ramsten, Barbara Gall, Stefan Schmitz, Andreas Wanasek
Gavroche: Lorenz Rafolt, Moritz Flor
Kleine Cosette: Magdalena Hammer, Theresa Schreiner
Kleine Eponine: Valerie Denise Untersweg, Julia Vidonja
Ein paar Schlussapplausbilder vom 22. Dezember 2007, mehr dann über die Produktion in der “musicals”-Ausgabe vom Februar/März 2008.





Martin Bruny am Montag, den
24. Dezember 2007 um 21:58 · gespeichert in Castingshows
Das ging ja schnell. Um Kosten einzusparen, cancelt das ZDF das in Wien geplante Casting für jene Musical-Castingshow, die 2008 unter dem Motto Thomas Gottschalk sucht einen Musicalstar läuft. Wer also bei der Show dabeisein möchte, muss nach München, Duisburg oder Bremen. (Quelle: TV-Media)
Martin Bruny am Sonntag, den
23. Dezember 2007 um 22:08 · gespeichert in Fotos

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