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Archiv - Vermischtes

18.3.2005: Eva Maria Marold live im Wiener Metropol

Eva Maria Marold; Foto: Martin Bruny
In ihrem zweiten Soloprogramm Mutter lass mich in Ruh! Ich steh heute nicht auf! Ich bleib im Bett! beschäftigt sich Eva Maria Marold mit den dunklen und furchteinflößenden Seiten des Musical-Darsteller-Daseins. Gekonnt und mit viel Routine schlüpft sie in die Rolle einer faulen Musicalsängerin. Begleitet wird der Musicalstar von Willi Langer (Bass), Gerald Gratzer (Schlagzeug), Harry Peller (Gitarre) und Christian Frank (Musikalische Leitung & Keyboards).

Eva Maria Marold & Barbara Karlich; Foto: Martin Bruny
Eva Maria Marold arbeitet in ihrem Soloprogramm oft im derben Register, allerdings doch immer sehr gewollt und genau auf dem Punkt. Sie schafft es, Stimmungen der Ausgelassenheit innerhalb weniger Sekunden in tiefe Betroffenheit umkippen zu lassen, berührende Szenen lösen sich in heiteren Momenten auf, mit visuellen Elementen schickt sie die Zuschauer des öfteren in bestimmte Stimmungen, nur um sie dann mit Songs je wieder herauszureißen.

Viseuelles Wechselbad der Gefühle; Foto: Martin Bruny
All das ist fein konzipiert und weist vielleicht auf den Weg hin, den Marold einmal gehen wird. Weg vom Musical, hin zur sogenannten “Kleinkunst”. Aber wer weiß schon, wohin sich die Allrounderin tatsächlich entwickeln wird.

Eva Maria Marold; Foto: Martin Bruny

Eva Maria Marold ist mit ihrer Show wieder am 30. und 31. März live im Wiener Metropol zu sehen, vom 23. bis 25. Mai gastiert sie im Orpheum.

“Tribute to Black Music” - A Celebration of Musicals im Wiener Akzent

Kim Cooper, Eddie Cole, Lynne Kieran & Previn Moore; Foto: Martin Bruny
Auf eine Reise durch die Geschichte der “Black Music” nahmen Kim Cooper, Lynne Kieran, Eddie Cole & Previn Moore die Zuschauer im Wiener Akzent am 16.3.2005 mit. Der Zauber ihrer Stimmen und Performance verwandelte das biedere Akzent in den brodelnden Cotton Club, ins legendäre Apollo Theatre.

Begleitet von Jeff Frohner (Flügel, Keyboard), Andy Winkler (Schlagzeug), Christoph Petschina (Bass), Josef Burchartz (Trompete) und Georg Barnert (Klarinette) interpretierten die vier Ausnahmekünstler Songs aus den Musicals One Mo’ Time (”Down in Honky Tonk Town”, “C.C. Rider”, “Everybody loves my baby”, “Key hole”), Ain’t misbehavin’ (”Honeysuckle Rose”, “Your feet’s too big”, “Black and Blue”, Mean to me”), Five Guys Named Moe (”Early in the morning”, “I know what I’ve got”, “Is You Is Or Is You Ain’t”, “Choo Choo Boogie”, “What’s the use of getting sober”, “Don’t let the sun catch you crying”), The Wiz (”No Bad News”, “Home”, “Ease on down the road”) und Dreamgirls (”Move”, “One night only”).

Previn Moore; Foto: Martin Bruny

11.11.2005: US-Kinostart für Jonathan Larsons “Rent”

Unter der Regie von Chris Columbus haben die Dreharbeiten zur Verfilmung des Jonathan Larson-Kultmusicals “Rent” in San Francisco begonnen. In den Hauptrollen u. a. zu sehen und hören: Taye Diggs (als Benjamin “Benny” Coffin III), Wilson Jermaine Heredia (als Angel Schunard), Jesse L. Martin (als Thomas B. “Thom” Collins), Idina Menzel (als Maureen Johnson), Adam Pascal (als Roger Davis) und Anthony Rapp (als Mark Cohen). Weiters dabei: Rosario Dawson als Mimi und Tracie Thoms als Joanne Jefferson. Angepeilter US-Kinostart: 11. November 2005.

“Metro Flair” - der erste Jahrgang des Konservatoriums Wien stellt sich vor

Rainer Bräuer, Andrea Frohn, Donja Golpashin, Richard Schmetterer; Foto: Martin Bruny
Der erste Jahrgang der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater des Konservatoriums Wien präsentierte vom 2. bis 5. März 2005 im Wiener stadtTheater (ehemals “Kleine Komödie”) “Metro Flair” - Lieder und Szenen rund um die U-Bahn. In einer 90-minütigen schwungvollen Show mit raschen Szenenwechseln wurde folgendes Programm geboten:

Otto Jaus, Rainer Bräuer; Foto: Martin Bruny
Linie 1 (”Fahr mal wieder U-Bahn”, “Du sitzt mir gegenüber”, “Warten”, “Er-Sie”, “Du bist schön”), Falsettoland (”Was will ich mehr”), La Cage aux Folles (”Ich bin wie ich bin”), Rent (”Another day”, “Take me or leave me”), A Slice of Saturday Night (”Seventeen”, “Baby I love you”), Godspell (”By my side”), Anything goes (”Buddy beware”), Footloose (”I can’t stand still”), Kuss der Spinnenfrau (”Stil und Dekor”), A Chorus Line (”Surprise”), Applause (”One Halloween”), I Do! I Do! (”Dialog”), The Act “(”My own space”) sowie Me and my shadow (Al Jolson & Billy Rose), Das Ei (Loriot) und Szenen aus Ulrich Seidls Hundstage.

Metro Flair, 5.3.2005; Foto: Martin Bruny
Die Abteilung “Musikalisches Unterhaltungstheater” des Konservatoriums hat, das sollte man mal erwähnen, in den letzten Jahren ein sich ständig qualitativ steigerndes Show-Output. “Metro Flair” entspricht diesem erkennbaren Muster. Was der erste Jahrgang auf die Beine gestellt hat, die Spielfreude und auch das Können, all das ist sehr beeindruckend. Es wäre nicht verwunderlich, wenn man von einigen der 8 Studenten des ersten Jahrgangs, als da sind Donja Anvieh-Golpashin, Rainer Bräuer, Andrea Frohn, Elisabeth Heller, Otto Jaus, Richard Schmetterer, Daniela Sukup und Nadine Denise Zeintl, noch einiges hören und sehen wird in den nächsten Jahren.

Otto Jaus, 5.3.2005; Foto: Martin Bruny

Otto Jaus, 5.3.2005; Foto: Martin Bruny

Volksoper, 26.2.2005: “The Sound of Music” - Premiere eines Musical-Dinos

Foto: Martin Bruny
Nun ist es doch mal in Wien gelandet, Richard Rodgers’ & Oscar Hammmersteins “The Sound of Music”, eines der populärsten Musicals in vielen Ländern der Welt, gänzlich unbekannt allerdings in jenem Land, in dem die Handlung der Show stattfindet: Österreich.

Foto: Martin Bruny
In satten Farben und opulentem Orchestersound, dirigiert vom legendären Erich Kunzel, kommt die Story der Familie Trapp recht lahm daher. Die Kinder sind lieb, die Lieder nett und doch, den Pepp, den die Verfilmung mit Julie Andrews hat, man vermisst ihn. Das mag zu einem Großteil an der Inszenierung liegen. Die Dialoge klingen reichlich hölzern, fast aufgesagt, am natürlichsten agieren noch die Kinder. Teddy Podgorski schreitet mal wieder in seiner Stammrolle als SS-Offizier polternd über die Bühne, Sandra Pires, eine der entzückendsten Sängerinnen mit einer wunderbaren Mikrophon-Stimmtechnik, wirkt auf der großen Bühne etwas verloren. Die Stimmen der Darsteller werden zwar offensichtlich elektronisch leicht verstärkt, doch das reicht nicht, gerade Sandra Pires entfaltet den Zauber ihrer Phrasierungskunst vor allem mit einem voll aufgedrehten Mikro. Ihr Genre ist diese Art von Musical nicht. Sie wirkt manchmal wie ein Fremdkörper in einem Sound klassisch ausgebildeter Stimmen, repräsentiert zum Beispiel durch Sulie Girardi, Mirjana Irosch, Sigrid MArtikke und Heidi Brunner.

Foto: Martin Bruny
“The Sound of Music” - vielleicht ist es ein Musical, das man nur lieben kann, wenn man nicht im Land der Handlung aufgewachsen ist. Vielleicht sehnt man sich hierzulande und heutzutage nach ganz anderen Dingen als der Idylle einer pseudo-intakten Familie und Moralvorstellungen, die manchen wie Geister aus dem vorvorigen Jahrhundert vorkommen müssen.

Foto: Martin Bruny

24.2.2005, Raimundtheater, Wien: Premiere für Romeo & Julia - Was für ein Triumph

Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny

Jonathan Rhys Meyers: Mit “Elvis” zum Megastar?

Jonathan Rhys Meyers ist Elvis
Jonathan Rhys Meyers, 28 Jahre, geboren in Dublin, Irland, ist seit Jahren am Sprung zu einer Weltkarriere. Ganz hat es freilich bis jetzt nicht geklappt. Nebenrollen in nicht unbedeutenden Filmen wie “A Man of No Importance”, “Michael Collins”, “Velvet Goldmine” und größere Rollen in eher unbedeutenden Filmen wie “The Governess”, “The Tribe”, “Tangled” und einigen anderen mehr standen am Anfang, erst in Bend it like Beckham konnte er die Aufmerksamkeit eines etwas größeren Publikums auf sich ziehen. Und wenn man Howard Braunstein, seines Zeichens Exec. Producer, glauben mag, war es seine Rolle in “Bend it like Beckham”, die Rhys Meyers einen Vertrag für eine Mini-TV-Serie gebracht hat, mit der er tatsächlich weltweit durchstarten könnte. “I watched Bend It Like Beckham and when you see him, you just say, ‘He is Elvis.’ But at the time he wasn’t available, so we started the search. … He both has the physical look and the style that embodies Elvis, both the sweetness and the sex appeal”.
“Elvis”, die CBS-Miniserie, wird am 8. und 11. Mai 2005 im amerikanischen TV gesendet, und es muss schon verdammt viel schiefgehen, dass es Jonathan Rhys Meyers damit nicht in die Liga der Hollywoodstars schafft. Man kann davon ausgehen, dass diese Miniserie im Laufe der nächsten Jahre praktisch überall auf dieser Welt zu sehen sein wird, und bis dahin hat Rhys Meyers mit Match Point, dem neuen Woody Allen-Streifen, und The last Unicorn (an der Seite von Christopher Lee, Angela Lansbury und Mia Farrow) reichlich Gelegenheit, sich auf seinen Status als Hollywood-Star einzustellen.

Grammy Awards 2005: “Wicked” - Best Musical Show Album

Die Grammy Awards 2005 sind Geschichte, die Sieger feiern sich noch eins, und zur besten Cast-CD wurde gewählt:

Wicked
Stephen Schwartz, producer; Stephen Schwartz, composer/lyricist (Original Broadway Cast Recording With Kristin Chenoweth & Idina Menzel)
[Decca Broadway]

Wil Wheatons Audioblog - gehört gehört

Wil Wheaton, Pic: Wil Wheaton

Über Wil Wheatons erstaunlich erfolgreiches und wirklich hochinteressantes Blog hab ich schon mal vor ein paar Jahren geschrieben, diese Woche hat er in seinem AudioBlog ein “Posting” veröffentlicht, das es mehr als wert ist, gehört zu werden. Er schildert darin seine Gefühle bei der Audition für einen Film, den er nicht wie so oft maximal aus rein karrieretechnischen Beweggründen machen möchte, sondern wirklich wirklich machen WILL. Ob er die Rolle bekommen hat, ist noch nicht raus. Aber er wird es posten. Zum Download des Audioblog-Beitrags geht’s hier.

Premiere für “Rocky Reloaded”, das spannende Musicalpuzzle

Joachim Feichtinger als Frank N. Furter, 22.1.2005, Foto: Martin Bruny
Am 22. Jänner 2005 feierte Rocky Reloaded, die jüngste Produktion der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater des Kons, im Leonie-Rysanek-Saal des Konservatoriums Premiere.
“Rocky reloaded” ist eine moderne, an die “Rocky Horror Show” angelehnte Geschichte, randvoll mit Tanz, Rock/Pop, der Sorte Humor, die dort anfängt, wo viele zu lachen aufhören; Anarchie, Gitarren und vor allem Erotik. Wer sich für das Science-Fiction-Genre von Heute interessiert, wird garantiert auf seine Rechung kommen.

Elisabeth Sikora & Lutz Standop als Janet & Brad, 22.1.2005, Foto: Martin Bruny

Die Studierenden der Abteilung für Musikalisches Unterhaltungstheater spielen, singen und tanzen sechs Vorstellungen in wechselnden Besetzungen. Musikalisch interpretieren sie nicht nur einige Lieder aus der “Rocky Horror Show”, sondern auch Songs aus Filmen und Charts, wobei die Spanne von Elton John, über Billy Joel, George Michael, Queen, Aerosmith, Hoobastank, Star Wars, Akte X, James Bond, Matrix, Men in Black, Barbarella, Tommy bis hin zu Jesus Christ Superstar u. v. a. reicht. “Rocky Reloaded” ist nicht zuletzt ein pfiffig arrangiertes szenisches und musikalisches Puzzle, das aufzudecken in jeder Sekunde Spaß macht.

Dennis Kozeluh, Star der Vereinigten Bühnen Wien, ist in der Rolle des Erzählers zu erleben, wobei er nicht live mitwirkt. Sein Part wurde aufgezeichnet, per Bildschirm ist er ständig präsent - auch das eine gelungende und funktionierende Idee.

Dennis Kozeluh als Erzähler, 22.1.2005, Foto: Martin Bruny

Besetzung 22.1.2005:
Dr. Frank-N.-Furter: Joachim Feichtinger
Brad Majors: Lutz Standop
Janet Weiss: Elisabeth Sikora
Riff Raff: Jonny Kreuter
Magenta: Lisa Polacek
Columbia: Nicole Radeschnig
Rocky: Vincent Bueno
Eddie/Sänger: Jan Hutter
FBI Agent: Oliver Gritsch
FBI Agentin: Irena Flury
1. Mann: Bernhard Victorin
2. Mann: Thomas Udalrik
Erzähler: Dennis Kozeluh
Transsylvanier: Birgit Radeschnig, Irena Flury, Sandra Högl,
Verena Barth-Jurca, Thomas Udalrik, Bernhard Viktorin,
Jan Hutter, Oliver Gritsch

Foto: Martin Bruny

Die weiteren Vorstellungsdaten: 24., 25., 26., 27., 28. (ausverkauft!) Jänner 2005.

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