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Archiv - Vermischtes

Londons Design Museum/iMac designer who ‘touched millions’ wins £25,000 award



Jonathan Ive, the British-born designer who has made desktop computers objects of colourful, quirky elegance, won a £25,000 international design award last night. [story]

“This is it! I’m going. I’m going.” - Famous Last Words


Sanders, George (?-1972)
“Dear World. I am leaving you because I am bored. I feel I have lived long enough. I am leaving you with your worries in this sweet cesspool. Good luck.”
Bronte, Emily (1818-1848)
“I lingered around them, under that benign sky; watched the moths fluttering among the heath and harebells; listened to the soft wind breathing through the grass; and wondered how anyone could ever imagine unquiet slumbers for the sleepers in that quiet earth.”
Picasso, Pablo (1881-1973)
“Drink to me!”
[more Famous Last Words]

Über Mickey Mouse macht man sich nicht lustig


Gottfried Helnwein, der Maler aus Wien, und Marilyn Manson, der Schockrocker aus Canton/Ohio, verbindet seit etwa einem Jahr eine künstlerische Freundschaft. Wie ausgerechnet der Schockrocker auf den Maler Helnwein gekommen ist? Als Kind hat sich Manson Blackout, eine Platte der Scorpions, gekauft, und war so begeistert vom Cover, dass er ab da die Karriere Helnweins verfolgt hat. So verwundert es auch nicht, dass Helnwein auf die Frage “Welche Maler und bildenden Künstler haben dich am meisten beeinflusst?” folgendermaßen antwortet:”Egon Schiele, Gottfried Helnwein, Luis Buà±uel, Dalà­, [Hieronymus] Bosch, Warhol, Mark Ryden, Fellini. Und so weiter…”
Für das Cover von Mansons neuer CD “The Golden Age of Grotesque” lichtete Helnwein Manson als eine Art Mickey Mouse ab. Doch das war der amerikanischen Plattenfirma dann doch zu “heiß” - schade eigentlich, aber über die Mouse macht man sich echt nicht lustich - nie nich!

“Bad Musicals Based on Popular Movies”-Contest


Das Online-Magazin TheaterMania.com führte einen kuriosen Wettbewerb durch.
Die Leser waren eingeladen, die abstrusesten Musical-Konzepte, basierend auf Blockbuster-Filmen, zu entwickeln.
Die Gewinner stehen nun fest. Auf den ersten drei Plätzen sind folgende Einsendungen gelandet:
1) Six - The Broadway Musical (basierend auf “The Sixth Sense”)
2) My Dinner with Andrà©: A Chamber Musical
3) Mommie! The Mommie Dearest Musical
Na dann - viel Spaß!

Kieran Culkin - The New Catcher In The Rye

Macaulay Culkin kann mit seinem Film Igby Goes Down die Kritiker weltweit zu ziemlichen Lobeshymnen hinreißen. Seit 1. Mai ist der Streifen auch bei uns zu sehen.

Der Inhalt ist kurz erzählt:

Igby ist siebzehn Jahre alt, rebellisch und ziellos. Seine Mutter leidet unter Krebs und ist gefühllos und obendrein dominant. Außerdem hat Igby noch mit seinem geisteskranken Vater zu kämpfen und steht auch noch im Schatten seines spießigen Bruders. Da nützt es ihm auch nichts, dass seine Familie einem Adel angehört und im Geld schwimmt. Wieder einmal gebeutelt vom Schicksal, flieht Igby zu seinem noch reicheren Onkel nach Manhattan. Auf dieser Reise und der Suche nach seiner eigenen Identität, lernt Igby das Leben mit Sex und Drogen und sich selbst kennen. Er lernt aber auch Grenzen kennen.

Kritiker lieben Vergleiche, das macht es leichter, Schubladen anzuvisieren, in die man Kunst packen kann. Hier war die Lade leicht zu finden. Wir haben es mit “Another Holden Caulfield” zu tun. Das lag auf der Hand, und so ist Kieran Culkin nun “The New Catcher in the Rye”.

Klar, dass das von Andy Warhol gegründete Magazin “Interview” den lieben Kieran auch zu Salingers Jahrhundertwerk befragte. Besser befragen ließ, denn die Fragen stellte Illeana Douglas.

ID: So the folks at INTERVIEW are describing you as a “New Catcher in the Rye”, a modernday Holden Caulfield. I hear they have a picture of you holding a copy of the book.
KC: I’d just finished reading it that morning, when they came in for the shoot. What a coinkidink, huh?
ID: Kieran, how would you describe Holden Caulfield’s personality?
KC: [pauses] I should be able to do this - I just read the damn book two weeks ago. All right: He’s totally dissatisfied and unhappy. Notice how everything depresses him? I know people like that who are, like, no matter what you do, they’re just not going to be happy. They’re not going to be satisfied.
ID: Yeah. It’s interesting: Everybody sort of identifies with him, yet if they were actually hanging out with someone like that, you’d -
KC: - You’d hate him.
ID: You’d be like, “Holden, come on!”
KC: Not even - He’d go off on one of his rants, and you’d just sit there silently and awkwardly in a group of people. That just depresses me, I hate that.
ID: In real life you can pull off the Holden thing for a little bit, but then you start getting into your late twenties, [laughs] and it’s time to -
KC: - Relax a bit.
ID: But your character in Igby Goes Down was definitely -
KC: - Holden. Outsiderish. Didn’t like anybody. Yup.
ID: You must identify on some level with playing those kind of characters, the outsiders. Do you think you’ll get tired of playing that kind of part, or is it really within you?
KC: It’s within me to a point, but eventually I’m going to want to play something radically different - you know, try a whole bunch of new things. It’s just a matter of what’s out there that’s good, I guess.

Abschließend meint Kieran: “The thing is, I think Holden’s supposed to be like, six-foot-something, with gray hair. I’m like, one-foot-nothing. And bald.”

Wenn er sich da mal nicht irrt!

Leben Sie wohl, Jekyll, Gott mit Ihnen, Hyde!

Jekyll & Hyde
Jekyll & Hyde
Jekyll & Hyde
Jekyll & Hyde
[Fotos: Martin Bruny, 26.4.2003, Wien, Theater an der Wien,
letzte Vorstellung von “Jekyll & Hyde”]

Gregory Harrison - der neue “Billy Flynn” in Broadways “Chicago”?

Gregory Harrison
Wie Broadway.com berichtet, könnte Schauspieler/Serienstar Gregory Harrison in diesem Sommer am Broadway jene Rolle spielen, die Richard Gere auf der großen Leinwand interpretiert hat: jene des schleimigen Anwalts Billy Flynn im Kander/Ebb-Musical Chicago. (Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.)
Harrison kann schon auf eine ganze Reihe von Schauspielproduktionen verweisen, bei denen er mitgewirkt hat, so zum Beispiel “Steel Pier” und “Follies”, “The Fantasticks”, “The Promise”, “The Subject Was Roses”, “Festival”, “Child’s Play”, “Picnic”, “Billy Budd”, “Carnal Knowledge” und “The Hasty Heart”, eine Rolle, die ihm den L.A. Drama Critics Best Actor Award ein brachte.
In Europa dürfte Harrsion wohl den meisten durch die Serien “Falcon Crest” oder “Trapper John MD” bekannt sein.

Der Palast der Träumer - das Ennis Brown House


No house should ever be on a hill or on anything. It should be of the hill. Belonging to it. Hill and house should live together each the happier for the other.” (Frank Lloyd Wright)

I have always loved drama. Not just in terms of acting, but drama in what I see. Of course, I fell in love with Frank Lloyd Wright’s Ennis-Brown House. But my infatuation is nothing new…like me, many of my kind in the entertainment industry have fallen for its exhibitionist beauty. This exotic location boasts more films to its credit than most actors have the privilege to make.” (Diane Keaton)

1924 baute Frank Lloyd Wright für Mabel und Charles Ennis in Los Angeles ein Haus, das in die (Film-)Geschichte eingehen sollte. Eine (sicher nicht vollständige Liste) all jener Filme, in denen das Ennis Brown House zu sehen ist, liest sich zum Beispiel wie folgt: House on Haunted Hill|Blade Runner|The Glimmer Man|The 13th Floor|The Rocketeer|Moon 44|The Replacement Killers|Grand Canyon|Black Rain|Black Cat|Female|Day of the Locust|Precious Find|Howling II|Remo Williams|Karate Kid III|The Annihilator|TimeStalker|Twin Peaks|Blood Ties|Fallen Angels|House of Frankenstein|Rush Hour|Buffy The Vampire Slayer (TV)|Sex In America.
Ich bin nur durch Zufall auf dieses Haus aufmerksam geworden, als ich mich mal durch die Channels zappte und auf einmal bei einer Dokumentation auf BBC Prime hängen blieb, die von Diane Keaton moderiert wurde. Zu sehen war dieses wirklich mystische Haus mit kaum ahnbaren Dimensionen. Ich hatte gerade “13th Floor” gesehen und auf Bildern erkannte ich das Haus aus Blockbustern wie Blade Runner:

Grand Canyon

Manchmal kann Architektur zum Träumen verführen …

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Gabriel Faurà©: ” … denn so sehe ich den Tod: eine glückliche Erlösung, eine Hoffnung auf überirdischen Frieden.”

Gabriel Urbain Faurà© (1845-1924) und ich, wir trafen uns das erste Mal in einem dunklen Kinosaal. Ein Werbespot wurde von unsagbar schönen Klängen untermalt. Keine Ahnung hatte ich, was für Musik das war … die Begegnung war kurz, versenkt hatte sie sich schon mitten im Hauptfilm … Auf einer Party Jahre später hörte ich genau diese Musik wieder … Faurà©s Requiem (die Frage, auf welchen Partys man Requien hört, lassen wir mal dahingestellt). Seit jenem Tag bin ich Sammler des Requiems von Faurà©. Sein “Sanctus” … von unvorstellbarer Wirkung, oder wie es einmal beschrieben wurde:

Ruhe und Verklärung liegt über dem Sanctus, dem dritten Satz des Requiem. Während das Sanctus in Verdis Requiem mit schmetternden Trompeten die Atmosphäre eines Volksfestes einfängt, scheint die Musik hier zu schweben. Harfe und eine überirdisch melodisch klingende Solovioline begleiten die Chorstimmen, die die Melodie einstimmig vortragen. Dass Faurà© das Paradies mit viel Plüsch und Bonbonfarbe zeichnet, mag typisch französisch sein. Lässt man den Satz aber ganz unvoreingenommen wirken, entfaltet er sich in seiner vollen Schönheit auch demjenigen, den das Parfüm vielleicht stört.

Gabriel selbst sagte über sein Requiem:

Es ist so sanft wie ich selbst. Mein Requiem bringt nicht so sehr die Todesfurcht zum Ausdruck, sondern den Frieden der ewigen Ruhe, denn so sehe ich den Tod: eine glückliche Erlösung, eine Hoffnung auf überirdischen Frieden, kein freudloser Übergang in das drohende Unbekannte.

Gabriel Faurà©s Requiem gehört zu den wenigen Werken des französischen Komponisten, die eine große Bekanntheit erreicht haben, wobei jedoch heutzutage meistens die “Konzertfassung” mit großem Orchester und großbesetztem Chor, die erst um 1900 entstanden sein dürfte, zu hören ist. Ursprünglich hatte Faurà© das Werk für Aufführungen in Trauergottesdiensten an der Kirche de la Ste. Marie Madeleine in Paris, wo er als Kapellmeister wirkte, komponiert. Dort erklang es am 16. Januar 1888 zum ersten Mal. Die Instrumentalbesetzung dieser ersten Aufführung mit geteilten Bratschen und Celli, Kontrabaß, Solovioline, Harfe, Pauken und Orgel zeichnet den sanften und sakralen Charakter des Werkes noch deutlicher als die späteren Fassungen, in denen Holz- und Blechbläser hinzutreten, die die wichtige Rolle der Orgel in der Erstfassung verdrängen. Der Chor an der Madeleine, unter Faurà©s Leitung, hatte kaum mehr als 30 Sänger - etwa 25 Knaben und 8-10 Männer. Ich kann beide Versionen empfehlen. Wer die Konzertfassung hören will, dem lege ich die Aufnahme von Andrà© Cluytens aus dem Jahre 1962 ans Herz. Für die Kammerversion bietet sich eine Aufnahme von Philippe Herreweghe an.

DAVID ROTT - das Juwel der “Agenten”

Neben August Diehl ist mir bei meinen Theaterbesuchen in den letzten Jahren ein Schauspieler aufgefallen, der meiner Meinung nach das Zeug hat, ein ganz Großer zu werden: David Rott. Vor ein paar Jahren noch war er wohl nur Wiener Theaterbesuchern ein Begriff, mittlerweile jedoch hat er einen Film gedreht (”Ganz und Gar”), erhielt dafür 2003 den Preis für den besten Nachwuchsdarsteller auf dem Max Ophüls Festival und ist Ensemblemitglied des renommierten Deutschen Theater Berlin - und wie hieß es lange Zeit so schön: “Wer es ans Deutsche Theater geschafft hat, ist angekommen. Endstation DT - im positiven Sinn”.

David Rott, Jahrgang 1977, absolvierte in Wien das Max Reinhardt Seminar, wo er unter anderem von den Schauspielerlegenden Inge Konradi und Klaus Maria Brandauer unterrichtet wurde. Nach Engagements am Landestheater St. Pölten, in Bregenz, Bremen und Altaussee wurde Rott mit Beginn der Spielzeit 2000 ans Burgtheater Wien engagiert. Er spielte dort unter anderem in Sarah Kanes “Gier” und den Moritz Stiefel in Christina Paulhofers Inszenierung von Frühlings Erwachen.

War er am Wiener Burgtheater in nicht allzu vielen Produktionen zu sehen, so scheint er am Deutschen Theater Berlin gut ausgelastet zu sein. Derzeit ist er als Happy in “Tod eines Handlungsreisenden”, als Haimon in “Antigone”, als Kurt in “Totentanz” und als Orin Mannon in “Trauer muss Elektra tragen” zu erleben. Einer großen Karriere steht nun nichts im Wege. Auch sein Management kann sich sehen lassen. Einer seiner “Kollegen” bei den Agenten ist kein Geringerer als August Diehl.

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