Martin Bruny am Donnerstag, den
9. Dezember 2010 um 11:51 · gespeichert in Netz, Musical
Musicaldarsteller Friedrich Rau, einem größeren Kreis von Musiktheaterbegeisterten seit seiner Teilnahme an der Sat.1-Castingshow “Ich Tarzan, du Jane” bekannt, bietet auf seiner Website genau das, was man eigentlich von der Website eines Musicaldarstellers erwartet - neben Infos zu Ausbildung und aktuellen Projekten auch und vor allem etwas für die Ohren: Lieder zum Download.
Leider ist die Site in Flash gebaut, womit man schon mal einen Großteil der Internetuser ausschließt, weil sie Flash nicht installiert haben (wollen) - nicht gerade optimal. So ist es auch schwer, Direktverlinkungen auf Unterseiten anzugeben. Auch ist die Navigation eher abenteuerlich konzipiert - aber egal, wer die Unterseite “Download” findet und sich dort den Song “Ich komm bald zu dir zurück” runterlädt, wird etwas ganz Schönes auf seiner Festplatte haben.
Friedrich Rau ist derzeit in der Produktion “Klangwandler” an der Neuköllner Oper zu sehen (Infos –> hier), er ist Mitglied des Vokalensembles tonalrausch (–> zur Website von tonalrausch) und spielt auch bei “Woodstock” (Infos –> hier) in Altenburg/Gera noch bis Ende Mai 2011 mit.
Martin Bruny am Mittwoch, den
8. Dezember 2010 um 01:36 · gespeichert in Absurditäten
Österreichs erfolgreichster Musicalstar Uwe Kröger gilt als renommiertester Musicaldarsteller des deutschen Sprachraums. Er spielte in allen großen Musicals im In- und Ausland und ist allen noch immer in seiner Rolle des “Tod” im Musical Elisabeth im Gedächtnis. Er agiert als Musicaldarsteller, Entertainer, Schauspieler und Moderator. Seit Dezember ist er mit seiner Soloshow “Absolut Uwe” auf Tournee und begeistert damit sein Publikum. [wien.gv.at]
Ist das nicht großartig? In allen großen Musicals im In- und Ausland? Wow. Das gibt sicher umgerechnet 33,8 Premieren pro Tag. Kompliment.
Martin Bruny am Dienstag, den
7. Dezember 2010 um 11:47 · gespeichert in Theater
Vier Tipps abseits des Mainstreams - für alle, die sich abends bei einer Weihnachtsshow entspannen wollen in der restlichen Adventszeit:
Schuberttheater: »Sch….öne Weihnachten!«
Satirische, humoristische, spritzige, kreative, besinnliche, erheiternde, moralische, traditionelle, moderne und komische Texte rund um Weihnachten bietet das Schuberttheater. Gedichte, Prosa und Conferencen als bunte Mischung zur Weihnachtsein- und -entstimmung – ja nach Bedarf! Verschiedene altbewährte und zeitgenössische Autoren sowie die Darsteller selbst liefern den literarischen Stoff für diesen Abend, gestaltet wird er von den Schauspielern Manuela Linshalm und Nikolaus Habjan und den Stars des Puppenensembles.
Termine: 9., 10. und 20. Dezember
Karten bei den Vorverkaufsstellen von Wien-Ticket oder unter www.wien-ticket.at oder per Telefon: 0158885. Tickets gibt es auch unter info@schuberttheater.at oder per Telefon 0676/ 443 48 60
Nähere Infos –> hier
Porgy & Bess: Karin Bachner singt “Winter Wonder Songs”
Wenn die Tage kürzer geworden sind und der Winter Einzug gehalten hat, dann sorgt Karin Bachner mit ihren »Winter Wonder Songs« für die passende musikalische Untermalung der schönsten Zeit des Jahres: Songs von Cole Porter, Madonna, Joni Mitchell oder Gustav Holst, gekleidet in zeitlos schöne Arrangements zum Entschleunigen und Auftanken. Begleitet wird Bachner von ihrer Band und dem Doyen der Jazzszene Richard Österreicher. »Leise rieselt der Schnee«, »Winter Wonderland« oder »In The Still Of The Night« in neuem, poppig-jazzigem Sound. »Winter Wonder Songs« im Porgy & Bess am 19. Dezember 2010 um 11 Uhr (Matinee).
Nähere Infos im Porgy & Bess und auf der Website von Karin Bachner.
Local Wien: Hari Baumgartner & Akustix - “Die stillste Zeit”
Mit “Die stillste Zeit” hat Jazzer Hari Baumgartner 2009 eine der schönsten Weihnachts-CDs veröffentlicht. Am 12. Dezember bringt er seine Weihnachtsshow im Local in Wien. Beginn: 20 Uhr, Karten gibt es nur an der Abendkassa.
Orpheum: Otto Lechner, Klaus Trabitsch & die Bethlehem Allstars - Still
Sechs Musiker, die aus der österreichischen Musikszene nicht mehr wegzudenken sind, präsentieren auch dieses Jahr wieder ihre Bearbeitungen bekannter Weihnachtslieder. Aus “wahrer Liebe” zu den alten, traditionellen Weihnachtsliedern haben sie diese ihrer Texte entkleidet, liebevoll neuarrangiert, als Instrumentalversionen wiedergeboren und musikstilmäßig in ein neues globales Gewand gekleidet. Altes Liedgut wird mit exotischem Behang aus der Balkan-, Maghreb, oder Karibikregion geschmückt und klingt wieder frisch, wie gestern komponiert. Unter dem Motto “Die Wiedergeburt der Weihnachtslieder” geben sie so den fast schon zu bekannten Klängen etwas von ihrem Charme zurück, und verstehen somit auch Weihnachtslieder als Material, das einer Weiterbearbeitung nicht entzogen werden sollte. Mit im Gepäck haben sie ihre zwei CDs: “Still” und die Live-CD “Fürchtet Euch nicht”.
Besetzung: Otto Lechner: Akkordeon, Melodica / Klaus Trabitsch: Gitarren, Steeldrum / Adula ibn Quadr: Violine / Georg Graf: Saxophone, Klarinetten / Christoph Petschina: Bässe / Peter Rosmanith: Perkussion, Schlagzeug
Live zu sehen im Orpheum von 20. bis 22. Dezember 2010.
Martin Bruny am Dienstag, den
7. Dezember 2010 um 11:14 · gespeichert in Musical
Bis 31. Dezember 2010 läuft noch die Ausschreibungsfrist für die künstlerische Leitung der Bühne Baden, mit Anfang 2012 endet der Vertrag des derzeitigen künstlerischen Leiters, Robert Herzl.
Bis dato liegen rund 40 Bewerbungen für den Posten vor, laut noen.at hat sich auch die Managerin & Musicaldarstellerin Marika Lichter beworben, wie auch Tenor Thomas Sigwald und Kammersängerin Ulrike Steinsky.
Martin Bruny am Dienstag, den
7. Dezember 2010 um 01:27 · gespeichert in Musical
Aus “technischen Gründen” wurde die für Mittwoch angesetzte “Musical Christmas”-Show der Vereinigten Bühnen Wien in Graz abgesagt. Wie es der Zufall so will, wurden auch recht wenig Karten, schätzungsweise nicht mehr als ein Drittel des verfügbaren Kontingents, bis gestern verkauft. (Helmut-List-Halle, Graz)
Auch die für 9. Dezember angesetzte Vorstellung in Klagenfurt (Messe-Arena) sowie die für 12. Dezember geplante Vorstellung in Innsbruck (Congress-Saal) wurden abgesagt (Info laut OE-Ticket).
Somit verbleiben folgende Termine der ursprünglich geplanten Tournee:
Kempten: 10. Dezember 2010, BIG BOX um 20:00
München: 13. Dezember 2010, DEUTSCHES THEATER um 20:00
Amstetten: 15. Dezember 2010, SPORTHALLE um 20:00
Martin Bruny am Montag, den
6. Dezember 2010 um 00:17 · gespeichert in Netz
Ein neues Blog liefert seit einiger Zeit interessanten Content: Musical Musing. Wer dahintersteckt, keine Ahnung, aber auch egal, denn … es geht ja um den Content. Schön zu sehen, dass die Autorin viel Zeit investiert in das Schreiben von Showkritiken, wie zum Beispiel zur aktuellen Version von “A Musical Christmas” der Vereinigten Bühnen Wien. Ist nicht ganz meine Meinung, aber die wirds hier auch demnächst geben - mit ganz typischen subversiven Fragen wie zum Beispiel: Wieso kostet ein PAGO BLUTORANGE im Keller des Ronacher 2,70 Euro und im 2. Rang 3 Euro? Deppensteuer? Man weiß es nicht.
Martin Bruny am Donnerstag, den
2. Dezember 2010 um 13:08 · gespeichert in Literatur, Musical
FINISHING THE HAT: Collected Lyrics (1954-1981) With Attendant Comments, Principles, Heresies, Grudges, Whines and Anecdotes
By Stephen Sondheim.
Alfred A. Knopf, $39.95.
The theater’s pre-eminent living songwriter offers a master class in how to write a musical, covering some of the greatest shows, from «West Side Storyâ€â€‰ to «Sweeney Todd.†Sondheim’s analysis of his and others’ lyrics is insightful and candid, and his anecdotes are telling and often very funny.
Martin Bruny am Donnerstag, den
2. Dezember 2010 um 09:23 · gespeichert in Musical, Awards
In der Kategorie “Best Musical Show Album” für einen der begehrten Grammy Awards nominiert:
American Idiot (Featuring Green Day)
Billie Joe Armstrong, producer (Green Day, composers; Billie Joe Armstrong,
lyricist) (Original Broadway Cast With John Gallagher, Jr., Michael Esper & Others) [Reprise]
Fela!
Robert Sher, producer (Fela Anikulapo-Kuti, composer; Fela Anikulapo-Kuti,
lyricist) (Original Broadway Cast With Sahr Ngaujah, Lillias White & Others) [Knitting Factory]
A Little Night Music
Tommy Krasker, producer (Stephen Sondheim, composer; Stephen Sondheim, lyricist)
(2009 Broadway Revival Cast With Catherine Zeta-Jones, Angela Lansbury & Others) [Nonesuch - PS Classics]
Promises, Promises
David Caddick & David Lai, producers (Burt Bacharach, composer; Hal David,
lyricist) (New Broadway Cast With Sean Hayes, Kristin Chenoweth & Others) [Masterworks Broadway]
Sondheim On Sondheim
Philip Chaffin & Tommy Krasker, producers (Stephen Sondheim, composer; Stephen Sondheim, lyricist) (Original Broadway Cast With Barbara Cook , Vanessa Williams, Tom Wopat & Others) [PS Classics]
In der Kategorie “Best Compilation Soundtrack Album For Motion Picture, Television Or Other Visual Media” nominiert: “Glee: The Music, Volume 1″
Barry Manilows CD “The Greatest Love Songs Of All Time” hat ebenfalls Chancen auf einen Grammy, in der Kategorie “Best Traditional Pop Vocal Album”.
Die komplette Liste der Nominierungen gibts –> hier. Die Verleihung der Grammys geht am 13. Februar 2011 über die Bühne.
Martin Bruny am Dienstag, den
30. November 2010 um 00:55 · gespeichert in Rezensionen, Theater, 2010
Derzeit im VINDOBONA, im “Kabarett für Hiesige und Zuagraste”, zu sehen: “Mitten ins Herz”, eine Art Revue, eine Art Konzert, eine Art Erinnerungs-Singspiel an länger vergangene und nicht mal gar so lange vergangene “Schlagermusik”-Zeiten und auch an das, was Gerhard Bronner in seiner legendären Radiosendung “Schlager für Fortgeschrittene” nannte, wenn man denn beispielsweise manches von STS, Rod Stewart, Herbert Grönemeyer, Liza Minnelli et al Interpretierte dazureihen möchte, was ich befürworten würde. Schlager in neuen Arrangements, in witzigen Kombinationen.
Die Show ist ein Hit, aber sie ist scheinbar kein Hit, was das Publikum betrifft. Das, so hört man, kommt einfach nicht. In der besuchten Vorstellung waren gerade mal 20 bis 30 Personen, die meisten davon weiblich und schon in etwas fortgeschrittenem Alter. Aber Halt, das ist kein Werturteil, denn was das Showbusiness betrifft, so fischt sich diese Branche ihr Publikum aus dem langen, langen Fluss des Lebens. An der Quelle holen die Teenies wie Justin Bieber sich ihr Publikum, und den ganzen Fluss entlang finden sich immer neue Richtungen, Ströme - für jeden Streckenabschnitt gibt es immer genau das Richtige, und ein Teil des Publikums für “Mitten ins Herz” würde man im Mündungsgebiet des Flusses finden. Das ist durchaus positiv zu werten, denn wenn man einmal so weit gekommen ist, hat man Zeit, man hat Geld und will sich was Schönes leisten, beispielsweise die Hirschsteaks oder die Jakobsmuscheln, die es heute in den Pausen der Show zum Bestellen gab.
Ohne Werbung allerdings wird man an die Menschen, die man in der Show als Zuschauer haben möchte, nicht rankommen. Und Werbung gibt es für “Mitten ins Herz” einfach zu wenig. Natürlich könnte man es über einen Umweg versuchen, denn ein Abend im Vindobona mit diesem Programm ist durchaus ein nettes Geschenk, das das Enkerl seiner Oma machen kann, der Sohn seiner Mutter, etwas, wo man sicher sein kann, dass es der Oma, der Mutter gefallen wird, weil sie mit dieser Musik gelebt hat und sie geliebt hat. Meiner Mutter, die vor einigen Wochen gestorben ist, hätte es großartig gefallen, und es wäre für sie ein schöner, sentimentaler Abend geworden, an dem sie in Erinnerungen geschwelgt hätte. Das ist durchaus ein Aspekt dieser Show - Impulse zu geben, die es erlauben, sich in diese vergangenen Zeiten hineinzuversetzen. Freilich ist das ganze Konzert mit reichlich Augenzwinkern und Ironie gewürzt, das passt dann für Alt und Jung, aber es hat schon auch seine tatsächlich sentimentalen Momente, die man dann doch gar nicht so schrecklich findet, wenn man mit der Mutter oder Oma oder gleichaltrigen FreundInnen im Vindobona sitzt.
Natürlich könnte man auch bei den Musicalfans fischen. Kerstin Ibald, Dennis Kozeluh sind neben dem Newcomer Christof Messner und der Sopranistin Agnes Palmisano auf der Bühne zu erleben - da kann man als Wiener Musicalfan doch nun nicht behaupten, dass das Namen wären, die man nicht kennt.
Natürlich sind das Konzept der Show und die Inszenierung ein Tanz auf einem schmalen Grat. Es kann schon vorkommen, dass man sich für einige wenige Momente wie in einem Lokal für Singles vorkommt, wo nur noch die roten Telefone am Tisch fehlen, dann wieder fühlt man sich viel eher in einen Nachtclub, in eine Bar versetzt. Ganz wird man wohl nicht schlau aus der Show, aber gerade das ist auch der Reiz, diese einerseits manchmal großartigen Arrangements von Liedern wie “Ich hab dich lieb” (Herbert Grönemeyer) und dem Gefühl, dass Großteile der Setlist in einer TV-Show von Peter Frankenfeld, Catarine Valente oder Peter Alexander auch nicht unpassend gewesen wären. Es ist ein Spiel, und es ist ein bewusst inszeniertes Spiel. Und manchmal macht es auch Spaß, die anderen Zuschauer zu beobachten, wie sie die Vorstellung erleben - man sieht in diesen zweieinhalb Stunden wohl keine Fadesse in den Gesichtern der Zuschauer. Die einen sind gerade begeistert, andere lachen sich einen ab und ein paar haben sich gerade in Christof Messner verliebt, während gleichzeitig einige Omis gerade in Erinnerungen abgetaucht sind. Ein wahrlich generationenübergreifendes Konzept, charmant von allen Darstellern präsentiert, die von Herbert Otahal mit seinem Herzkammerorchester begleitet werden.
Also, nichts wie hin ins Vindobona. Für eine Show von dieser Qualität sind die Eintrittspreise geradezu eine Okkasion. Schon ab 16,80 Euro ist man dabei, und die teuerste Karte kostet gerade mal 38,10 Euro. Dafür kommen Sie bei der “Tommy”-Produktion, die nächstes Jahr im MuseumsQuartier gastieren wird, gerade mal bis zur Kassa, um sich da eventuell die billigste Kategorie zu gönnen, die allerdings 50 Euro kostet.
Mitten ins Herz
Mit: Kerstin Ibald, Agnes Palmisano, Dennis Kozeluh und Christof Messner
Musik: Herbert Otahal live mit seinem Herzkammerorchester
Zu sehen am 30.11. sowie am 1.12. und vom 8.12. bis 13.12.2010
Tickets
Tel.: 01/ 512 39 03 (bis 12h) bzw. 01/ 512 47 42 (ab 14h)
bzw. direkt an der Kassa des Kabarett Simpl in der Wollzeile oder an der Abendkasse im Vindobona