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Der “ewige” Borchert oder warum Musicalberichterstattung in Österreich fürn Knobl ist

So schön hätte es sein können, da bekommen die VBW in Österreichs meistgelesener Tageszeitung das Titelblatt und damit die Chance, die ohnedies schon jetzt blendend verkaufte Show “Tanz der Vampire” noch einmal richtig zu pushen, und dann … lesen ein paar Millionen KRONE-Kunden: “Thomas Borchert spielt wie 1997 den Grafen Krolock (…)” Haben wir Steve Barton vergessen? Grundsätzlich muss man sagen: Wurscht, den meisten KRONE-Lesern wird es nicht aufgefallen sein, das Bild zeigt ja den richtigen Darsteller der aktuellen Produktion. Aber was sagt es über die Musicalberichterstattung in diesem Land aus? Und wurscht ist es natürlich ganz und gar nicht.

Nun kann man sagen, okay, was soll man von der KRONE erwarten, da gibt es doch seriöse Kulturmagazine, wie, na zum Beispiel “K2 - kultur in centrope”. Da widmet man sich in der aktuellen Ausgabe dem Spielort Baden und schreibt wortwörtlich:

Nun ist es nicht so, dass hier die liebe Redakteurin eine Show oder zwei Shows vergessen hätte, sie hat zum Beispiel vergessen: “Evita”, “Jesus Christ Superstar”, “Hair”, “Les Misà©rables”, “The Scarlet Pimpernel”, “The George Gershwin Story”, “Irma la Douce”, “Pinocchio”, “High Society”, “Cabaret”, “Hello, Dolly!”, “Funny Girl”, “Der Mann von La Mancha” …

Eigentlich eine traurige Sache, aber bezeichnend.

“Billy Elliot” in Chicago - mit einem Schweizer als Hauptdarsteller

Wer gedacht hat, man würde im alten Europa nie im Leben Hauptdarsteller für ein Stück wie “Billy Elliot” finden, wurde nun eines Besseren belehrt. Für die Produktion des Musicals von Elton John in Chicago angelte man sich den Schweizer Giuseppe Bausilio aus Boll bei Bern. Der 12-Jährige konnte sich bei einem Casting gegen 1500 Mitbewerber durchsetzen und ist ab März 2010 einer der drei Billys im Ford Center for the Performing Arts in Chicago.

Giuseppe Bausilio:

Hi there - my name is Giuseppe Bausilio. I’m 12 years old and am from Bern, Switzerland. Both my parents are ballet dancers and my brother too! I started doing ballet for fun, but it has become my passion. I’ve also trained in other styles of dance including jazz, flamenco, hip hop, tap and others. I’ve competed in a lot of different dance competitions in Switzerland, France and the United States including the Youth America Grand Prix in New York. I’ve performed in Coppelia at the State Theatre of Bern and also in the operas Mazzepa and Falstaff. In my free time I love to study languages (I speak five), read, listen to music, play football, ride my bike and cook. I can’t believe I get to be Billy - it’s a dream come true! [via broadwayworld.com]

Zu einem kleinen Bericht im Schweizer Fernsehen gehts –> hier.

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Ronacher - Tanz der Vampire/die Fotoprobe mit Aufnahmen von Isabell Schatz

Am 16. September 2009 geht im Wiener Ronacher die Premiere der neuen Wiener Fassung von “Tanz der Vampire” über die Bühne. Heute, am 11. September 2009, fand die Fotoprobe des Musicals von Jim Steinman, Michael Kunze und Roman Polanski statt, bei der Foto- und Kamerateams einige Szenen aus der Show präsentiert wurden. Im Folgenden ein paar Bilder der Fotoprobe von Isabell Schatz (siehe auch ihre Website –> hier) und ein paar Eckdaten aus dem Reich der Statistik.

Die Uraufführung von “Tanz der Vampire” feierte man am 4. Oktober 1997 im Wiener Raimund Theater.

Nach 677 Vorstellungen (inkl. Einspielvorstellungen) war die Show am 15. Januar 2000 zum letzten Mal in Wien zu sehen.

In den Aufführungsstatistiken steht zu lesen: 804.478 Besucher. Bei einer durchschnittlichen Auslastung der VBW-Produktionen von 70,9 Prozent konnte die Produktion “Anatevka” mit 85,3 Prozent, gefolgt von den Produktionen “Cats” mit 83,6 Prozent sowie “Tanz der Vampire” mit 81 Prozent die besten Werte erzielen.

Die Produktion “Elisabeth” lag um 5,7 Prozent über dem Durchschnittswert und die geringste Auslastung erzielte “Barbarella” mit rund 50 Prozent des Durchschnittswertes.

Der Freikartenanteil lag laut Kontrollamt Wien bei 3 Prozent, auch bei der “Hitaparade” der Vollpreiskarten kann sich “Tanz der Vampire” sehen lassen. Die Top 3 (1983 bis 2007):

1) Anatevka 79,9 Prozent aller verkauften Karten: Vollpreiskarten
2) Elisabeth (in zwei Spielzeiten): 78,6 Prozent
3) Tanz der Vampire: 77,1 Prozent
(Barbarella: 54,6 Prozent)

Bei der Kennzahl “zahlender Besucher je Vorstellung” wurde ein Durchschnittswert von 983 Besucher je Vorstellung bei einer durchschnittlichen Platzkapazität von 1.168 erzielt, wobei die Produktion “Tanz der Vampire” mit 1.156 zahlenden Besuchern die beste, die Produktion “Barbarella” mit 630 zahlenden Besuchern die schlechteste Frequenz aufwiesen.

Die Produktion “Rebecca” mit 1.146 zahlenden Besuchern je Vorstellung brachte ein um 10,7 Prozent besseres Ergebnis als die Produktion “Cats”. Das Stück “Elisabeth” lag 2 Prozent unter dem Durchschnittswert.





Ronacher - Tanz der Vampire/die Fotoprobe mit Aufnahmen von Katharina Schiffl

Auch die Fotografin Katharina Schiffl hat die Fotoprobe zu “Tanz der Vampire” besucht. Die im Folgenden abgebildeten Fotos stammen von ihr. Katharinas Website ist –> hier erreichbar.

Zurück zum Reich der Statistik:

Bei einem Kostendeckungsgrad der Eigenproduktionen von durchschnittlich 54 Prozent wies die Produktion “Chicago” einen Deckungsgrad von 84,9 Prozent, die Produktion “Tanz der Vampire” 75,4 Prozent sowie die Produktion “Barbarella” 27,6 Prozent auf. Die teuerste Produktion “Elisabeth” wies die höchste Unterdeckung und damit auch den relativ höchsten Subventionsbedarf mit 58,63 Mio.EUR auf.

Die erfolgreichsten Auslandsproduktionen waren bis dato “Elisabeth” mit 3.815 Veranstaltungen und 5,64 Millionen Zuschauern und “Tanz der Vampire” mit 2.981 Veranstaltungen und 3,51 Millionen Zuschauern.

“Tanz der Vampire” wurde im März 2000 nach Stuttgart exportiert. Im November 2000 fand eine Aufführungsserie in Estland (Tallinn) und im Oktober 2002 die Premiere am Broadway statt. Seit März 2003 ist es in Deutschland (Hamburg, Berlin, Oberhausen, Stuttgart) zu sehen.

Premieren gab es weiters in Polen (Roma Teatr Warschau) im Oktober 2005 und in Ungarn im Juni 2007. Das Musical wird auch in Japan gespielt. Produktionen in Belgien und Niederlande sind in Vorbereitung.




Oldenburg - der Mittelpunkt des Universums

Die “Disney-Bibel” von Thomas S. Hischak & Mark A. Robinson

“The Disney Song Encyclopedia” von Thomas S. Hischak und Mark A. Robinson ist gewiss eines jener Bücher, das in den Bücherregalen echter Disney-Freaks nicht fehlen wird. Am 30. August 2009 ist diese “Disney-Bibel” erschienen und bietet auf rund 400 Seiten Fakten zu über 900 bekannten und weniger bekannten Songs aus Disneys Filmen, TV-Shows und Musicals, beginnend in der 1930er Jahren und all den Output bis zur Gegenwart abdeckend.

Es ist natürlich, und das macht es sicher für viele auch ganz reizvoll, ein Buch der Listen. Es gibt eine Liste aller Disney-Songs, es gibt eine genaue Aufstellung, wer welche Songs getextet bzw. komponiert hat, eine Bibliographie ist genauso vorhanden wie ein Verzeichnis der Unzahl von Veröffentlichungen auf LP, CD und DVD - das Ganze ist auch zugänglich über ein Personen- und ein Werkverzeichnis.

Ganz aktuell: “Der Disney-Effekt”, ein Artikel in der FAZ, der sich unter anderem dem neuesten Disney-Coup widmet: dem Kauf des Comicspezialisten Marvel Entertainment für vier Milliarden Dollar. Zum Artikel gehts –> hier.

Und auch blogmäßig gibts einen interessanten Link für Disney-Fans: “Disney History” bietet “interesting discoveries about Disney history, vintage Disneyana, Disney artwork, the Walt’s people book series, and new books about Disney”. Zum Blog gehts –> hier

The Disney Song Encyclopedia
von Thomas S. Hischak und Mark A. Robinson
Hardcover, 400 Seiten, The Scarecrow Press, Inc.,
ISBN 978-0810869370, $ 49.95

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ChartJackersProject: 4 englische Teens steuern Nr. 1 in den britischen Charts an

Für einen karitativen Zweck planen vier englische Teens, die Nr. 1 der englischen Charts mit den Mitteln des Internets zu erobern. Nächste Woche gehts los, zehn Wochen haben sie Zeit für ihr Projekt. Alle Erlöse kommen Children in Need zugute, die BBC dokumentiert den Versuch.

Wer mitverfolgen möchte, ob ein solches Vorhaben, die Charts via Internet zu knacken, Erfolg haben kann, sollte den YouTube-Channel des Projekts abonnieren –> hier

Demnächst auf DVD: “Every little step”

Watching «Every Little Step,” a new documentary by James D. Stern and Adam Del Deo, is a bit like walking through a hall of mirrors. Life imitates art, art reflects life, and after a while the distinctions threaten, quite pleasantly, to blur altogether. The film follows a group of mostly young dancers and singers auditioning for parts in the recent Broadway revival of «A Chorus Line,” a musical which is itself built around the auditions of 17 mostly young Broadway-besotted dancers and singers. The premise of «Every Little Step” is no less inspired for seeming so simple and obvious, and it pays tribute to the durability and continued relevance of «A Chorus Line,” which first opened in New York in 1975, before many of the performers in the movie were born. — A. O. Scott, The New York Times

Burgtheater: Casting für “Der Zauberer von Oz”

Für die Inszenierung des “Zauberer von Oz” von L. Frank Baum in der Regie von Annette Raffalt sucht das Burgtheater 25 eher klein gewachsene Kinder zwischen 6 und 9 Jahren.

Anmeldung für das »Mäusecasting« bis 10. September im Burgtheater bei:

Wolfgang Janich
Leiter der Komparserie
Telefon 01 51444 4122
wolfgang.janich@burgtheater.at

Die Proben starten im Oktober, nach Schulschluss. Premiere ist am 15. November 2009 im Burgtheater.

Wenn wer geradezu danach schreit, im SIMPL parodiert zu werden …

… dann ist es Frau Bandion-Ortner. Wer hätte je gedacht, dass jemand in der Lage sein würde, Andrea Kdolsky zu toppen. Sie schafft es, spielend, siehe –> hier

Justizministerin Bandion-Ortner zieht Konsequenzen aus der Aufregung über die Busspur-Causa: Die Ministerin zieht den Antrag auf eine Sondergenehmigung zum Befahren der (staufreien) Busspuren in Wien zurück. Die Ausnahmeregelung wäre ein Novum gewesen, das laut Ministerium aber nur für “Dringlichkeitsfälle” gedacht gewesen wäre. Mit dem Rückzieher will Bandion-Ortner nun den “falschen Eindruck” korrigieren, sie habe eine “Sonderbehandlung” bezweckt.[orf.at]

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