Martin Bruny am Montag, den
10. November 2008 um 12:00 · gespeichert in Wien, Theater

Ich schwimm’ in einem Meer von Wonne, wie ein Walfisch in der Donau.
[Ferdinand Raimund]
Ich bin nicht schön und mag nicht blaue Wellen, hört auf, mit dummen Walzern mich zu schwängern! Ich fluche der Geburt aus deutschen Quellen und hasse Wien mit seinen Dudelsängern. Viel eher laufe ich in Csà rdasschnellen Zigeunern nach und dunklen Bauernfängern. [Friedrich Peter Kreuzig]
Am Wasser, am Wasser, am Wasser bin ich z’haus. Beim Rudern, beim Schwimmen da kenn’ ich mich gut aus. Von der Früh bis auf d’Nacht sitz ich im Schinakel drin, Weil ich vom Donaukarpfenklub der Obergigerl bin. [Wienerisch]
“Dreißig Sprachen, vierzehn Darsteller, ein Fluss - die Donau”, so verschlagwortet Michael Schnack, der künstlerische Leiter der Performing Arts Studios Vienna, sein neues Musiktheaterprojekt »TREIBGUT - Lieder der Donau«, das am 11. Dezember 2008 seine Uraufführung im Wiener Odeon Theater feiert.
“Treibgut” - hinter diesem Titel stecken Menschenschicksale zwischen Schwarzwald und Schwarzem Meer, die in Form von Text und Musikcollagen gespielt und in zeitgenössischen Arrangements a cappella gesungen werden.
Chroniken, Tagebücher, Briefe, Reiseberichte, aber auch Volkslieder aus Ost- und Zentraleuropa - aus Texten in dreißig verschiedenen Sprachen von Altgriechisch über Donauschwäbisch bis hin zum Wienerischen formte Michael Schnack einen sehr persönlichen Zugang zu einem Fluss, der natürlich auch für Österreich zu jeder Zeit bedeutend war.
Alexander Pschill (”Julia”, “Kommissar Rex”, “SOKO Donau”, Ensemblemitglied des Theaters in der Josefstadt) gibt mit “Treibgut” sein Regiedebüt.
Leading Team
Regie: Alexander Pschill (Österreich)
Musikalische Leitung: Michael Schnack (USA)
Arrangements: Paul Hille (Deutschland) und Michael Schnack (USA)
Besetzung
Kaoko Amano (Japan), Christian Ariel (Argentinien), Eugen Condria (Rumänien), Pà©ter Fogarassy (Ungarn), Florian Graf (Österreich), Johannes Karl (Deutschland), Joanna Luto (Polen), Max Mayerhofer (Österreich), Eva Maria Neubauer (Österreich), Alexandra Nutz (Österreich), Irina Platon (Russland), Andrea Profant (Slowakei), Gernot Romic (Österreich), Murielle Stadelmann (Frankreich)
Aufführungstermine
11., 16. und 17. Dezember 2008 um 19 Uhr 30 im Odeon Theater, Taborstraße 10, 1020 Wien
Tickets
Karten: € 25,- / ermäßigt € 20,- und € 18,- / ermäßigt: € 12,-
Theaterverein Odeon, 1020 Wien, Taborstraße 10
Telefon: + 43 1 216 51-27
Fax:+ 43 1 216 51 27-22
Mail: odeon(at)odeon-theater.at
WWW: Odeon
Links
- Hear it Here Productions
- ODEON-Theater
Martin Bruny am Sonntag, den
9. November 2008 um 16:34 · gespeichert in Filmmusical
Lange hat es gedauert, aber nun scheint sie auf Schiene zu laufen: die Musicalverfilmung von “Nine”, einer Show von Maury Yeston (”Titanic”, “December Songs”), nach dem Film “8½” von Federico Fellini.
Rob Marshall (”Chicago”) führt Regie, auf dem ersten Cast-Foto zu sehen: Judi Dench, Penelope Cruz (sitzend), Marion Cotillard, Sophia Loren, Fergie (sitzend), Nicole Kidman und Kate Hudson. Die Damen haben bis auf Fergie alle eines gemeinsam: Sie wurden mindestens einmal in ihrer Karriere für einen Oscar nominiert, und nur Cruz und Hudson haben von den Nominierten bis dato keinen gewonnen.

Auf dem Bild (vermutlich) nicht (oder mit dem Rücken zur Kamera) zu sehen ist der Hauptdarsteller des Streifens: Daniel Day-Lewis. “Nine” wird in England (Shepperton Studios) und an Originalschauplätzen in Italien und den Cinecitta Studios in Rom gedreht. Filmstart: 9. September 2009.
Links
- ropeofsilicon
- getthebigpicture
Martin Bruny am Freitag, den
7. November 2008 um 17:45 · gespeichert in Netz
Martin Bruny am Freitag, den
7. November 2008 um 00:31 · gespeichert in Musical
Am 9. November 2008, so berichten broadwayworld.com und playbill.com, findet in Manhattan ein US-Workshop zu einem der neuesten Musicalprojekte von Frank Wildhorn statt: “Der Graf von Monte Christo” vulgo “The Count of Monte Christo”.
Interessant die Besetzung des Workshops: James Barbour (”Tale Of Two Cities”, “Jane Eyre”, “Assassins”) als Edmund Dantes/The Count of Monte Cristo und Brandi Burkhardt (”Jekyll & Hyde”, “Tale of Two Cities”) als Mercedes. In weiteren Rollen: Gregg Edelman als Abbe Faria, Michael Shawn Lewis als Mondego, Natalie Toro als Louisa, Craig Bennett als Danglars, Kevin Earley als Villefort, Chelsea Stock als Valentine und Kevin Greene als Albert. Auch mit dabei sind Alison Cimmet, William Thomas Evans, Dan Petrotta, Tim Shew, Anne Tolpegin und Alison Walla.
Regie führt Andreas Gergen, die Musikalische Leitung & Arrangements hat bzw. stammen von Koen Schoots, Orchestrierung: Kim Scharnberg.
In Schweiz geht am 24. März 2009 in St. Gallen die Uraufführung des “Grafen” über die Bühne. Die Vorab-Cast-CD wird vermutlich im Januar 2009 erscheinen.
Martin Bruny am Mittwoch, den
5. November 2008 um 20:38 · gespeichert in Literatur
Der Doktor, der uns begleitet, sagt: Jeder dritte Wiener gehört psychiatriert. Ah, geh, sagt die Schwaiger, wenn ein Wiener den Namen Freud hört, kriegt er doch solche Angst, dass er gar nicht wissen will, wer das war. Dann breitet sie die Arme aus und sagt: Das ist er. Wer? Der Park. Wo? Da sind drei Bäume, sieben Penner und tausend Tauben im kalten Wind. [SZ: Der Schmerz: Besuch bei einer kranken Bestsellerautorin]
Martin Bruny am Mittwoch, den
5. November 2008 um 18:32 · gespeichert in Netz
Martin Bruny am Montag, den
3. November 2008 um 12:21 · gespeichert in Theater
Am 6. November 2008 findet im Wiener Theater Die Neue Tribüne die Premiere des Schauspiels “zeit zum essen” statt. Auf der Bühne: Lukas Perman als Lasse und Lukas Johne als Toben.
Das Stück entspringt einer intensiven Auseinandersetzung mit dem über allem stehenden Thema “Liebe”. Dynamiken in der Liebe sind geschlechtsunspezifisch, und auf keinen Fall abhängig von bestimmten sexuellen Präferenzen.
Das Interesse bei “zeit zum essen” gilt dem Beleuchten zweier Menschen, die rein äußerlich, und auch innerlich, unterschiedlicher nicht sein könnten. Und dennoch fällt die Liebe, wo sie fallen möcht’. Auch gilt das Interesse dem Mysterium “Tabu”: Tabus einer Gesellschaft sind dem normativen Wandel unterworfen und ändern sich mit ebendieser Gesellschaft. Das Thema Homosexualität gilt nach wie vor in weiten Kreisen unterschiedlicher Gesellschaften als die Kastration des Mannes per se. Wenn Normen, Doktrinen und eigene Ängste aufeinander treffen, werden Dynamiken in Gang gesetzt, die nicht mehr beherrschbar sind … Mann/Mann, Mann/Frau, Frau/Frau … es gilt schlicht das eine festzustellen: Liebe kommt - Liebe geht.
Der Plot
Lasse und Toben, ein homosexuelles Männerpaar Ende 20, trennen sich nach einer vierjährigen Beziehung. “zeit zum essen” erzählt, wie unspektakulär und dennoch bedrückend eine Liebe sich verändern kann, und demonstriert Umstände, die das Ende einer Beziehung durchaus fördern können. Das Stück zeigt auch die Normalität einer schwulen Beziehung in alltäglichen Dynamiken - es gibt keinen Anspruch auf das ewige Glück. Manchmal ist bereits der Wunsch “nach den Sternen” stark genug, innere Kräfte zu mobilisieren und Festgefahrenes loszueisen. Realitäten werden erkannt, der Leidensdruck wird zum Verbündeten.
Die Schauspieler
Norman Stehr zeichnet für Regie und Buch verantwortlich. Über die Wahl der Hauptdarsteller meint er:
Ich habe mich für Lukas Perman und Lukas Johne entschieden, da es sich um zwei großartige Persönlichkeiten sowohl im Leben als auch auf der Bühne handelt. Sie entsprechen genau meiner Vorstellung von Unterschiedlichkeit und dem Phänomen, dass sich so oft Gegensätze anziehen.
Lukas Perman wurde bislang in seinem “Allround-Genie” von den großen Bühnen engagiert, und es war genau dieses Können, welches in der Regel die Ränge füllte und füllt und ihm einen großen Namen einbrachte. Ich habe Lukas Perman als Schauspieler engagiert, um ihm das Sicherheitsnetz zu entreißen und ihm die Möglichkeit zu bieten, noch weiter über seine Grenzen hinaus zu gehen … er ist quasi “nackt” auf einer kleinen Kammerbühne, und es zählt jeder Atemzug, jedes Wort und jeder Gedanke, ohne dass ein Fortissimo aus dem Orchestergraben seinen Höhepunkt unterstützt. Eine äußerst direkte, “ehrliche” Art also, Charaktäre zu porträtieren und erlebbar zu machen …
Lukas Johne durfte ich im Sommer dieses Jahres in einer gemeinsamen Produktion kennenlernen, wo er in einer stattlichen Rolle, einer Bühnenadaptation des Films “Fight Club”, hervorragend spielte. Johne ist als “reiner” Schauspieler den direkten Ton gewohnt und eine ideale Ergänzung zu Perman. Er hat mit Sicherheit von der großartigen Musikalität, welche im Schauspiel eine ebenso entscheidende Rolle spielt wie im Musiktheater, von Lukas Perman profitiert.
Und so gehen diese beiden jungen Schauspieler Hand in Hand mit einem Thema um, das für viele nicht alltäglich sein dürfte. Homosexualität muss den elitären Anspruch verlieren und auch aufgeben … auch und besonders, um dem Stempel der immer wiederkehrenden “Abnormität” zu entkommen.
“zeit zum essen” - Schauspiel für zwei
Premiere: 6. 11. 2008, 20 Uhr
Weitere Vorstellungen : 7. 11., 10. 11. und 12. 11.
Theater DIE NEUE TRIBÜNE
Dr.-Karl-Lueger-Ring 4, 1010 Wien
Tickets für 20,00 € bis 23,00 € (diverse Ermäßigungen für Schüler, Studenten etc. möglich) gibt es telefonisch unter +43 (0) 664-2344256 oder per E-Mail: office@tribuenewien.at
Martin Bruny am Montag, den
3. November 2008 um 11:40 · gespeichert in Wien, Pop, Tonträger, Tonträger, 2008
Am 26. Februar 2009 feiert Frank Wildhorns Musical “RUDOLF” am Wiener Raimund Theater seine deutschsprachige Erstaufführung. In den Hauptrollen: Drew Sarich und Lisa Antoni.
Bereits am 21. November 2008 wird ein erster akustischer Eindruck dieser Show in den Plattenläden stehen: “I was born to love you”, das Liebesduett von Rudolf (Drew Sarich) und Mary von Vetsera (Lisa Antoni).

Der in englischer Sprache gesungene Song (Frank Wildhorn/Jack Murphy) wurde mit eindeutiger Zielrichtung Charts von HitSquad/MG-Sound als poppige Ballade auf Augenhöhe mit Produktionen internationalen Formats feinjustiert produziert, und auf diesem Terrain ist Frank Wildhorn, der unter anderem Whitney Houstons Hit “Where do broken hearts go” (1987) sowie zahlreiche andere Lieder für Stars wie Travis Tritt, Natalie Cole oder Linda Eder komponierte, ein Garant für Gefühlvolles mit Gänsehautfaktor. Ich persönlich vergleiche ja die Wildhorn’schen Powerballaden immer mit kleinen Euphorie-Drops, die in der Intensität und Vielzahl nur beim “Bigger-than-Life”-Maestro zu finden sind. Schmuseballaden wie “I was born to love you” kreiseln natürlich immer im am Rand zwischen Edel und Kitsch, aber da sind es letztendlich Interpretation und Produktion, die einen Song aus dem Schmalz in den Balladenolymp schießen.
“I’m called ‘That Pop Guy’”, sagte der Komponist einmal in einem Interview mit der Los Angeles Times, angesprochen auf die “bigger than life”-Popmelodien, die seine Musicals immer schon auszeichneten. Und in Richtung der New Yorker Kritiker, die Musicals mit Pop-Touch meist als völlige Fehlentwicklung betrachten: “What do they want me to be? ‘The Unpop Guy?’” Wildhorn weiter:
I just love music. I’m a composer. When I work in the theater, I’m a theater composer. When I’m writing for Whitney Houston or Kenny Rogers or Natalie Cole, I’m a pop composer. I’ve been commissioned by the Bolshoi Ballet to do a full length ballet, so I’m a classical composer when I’m doing that. I’m just a composer, and depending on the medium I work in, that’s what I am that day.
Der Pop-Appeal ist also eines der Markenzeichen der Musicalsongs à la Wildhorn. Ein weiteres: Seine Lieder wachsen mit der “Qualität” des Performers und lassen sich wunderbar gestalten, man kann sie im wahrsten Sinn des Wortes zum Leben erwecken - anders etwa als die Lieder von Phil Collins, die mal als “Tunnelsongs” bezeichnet worden sind: Augen zu und geradlinig durch, jedes Abweichen von der Ideallinie wird mit einem bösen Crash geahndet, eigenständige Phrasierungen unerwünscht.
Lisa Antoni und Drew Sarich jedenfalls gehen ganz in “ihrem” Liebeslied auf. Man muss wohl kein großer Prophet mehr sein, um Lisa Antoni eine schöne Karriere zu prognostizieren und Drew Sarich ein weiteres Karrierehoch.
“I was born to love you”
(Frank Wildhorn/Jack Murphy)
Tracks:
1) “I was born to love you” (Radio Edit) [03:26]
2) “I was born to love you” (Acoustic Version)
3) “I was born to love you” (Dance Mix)
4) “I was born to love you” (Instrumental Version)
Mehr von “RUDOLF” auf CD wird es frühestens im April 2009 geben, da sollte das Cast-Album fertig sein.
Martin Bruny am Sonntag, den
2. November 2008 um 12:31 · gespeichert in Theater
Eine interessante Zusammenstellung von “Do’s and Dont’s” hat das Deutsche Theater auf die Website des Unternehmens verpackt. Die insgesamt 12 Regeln einer “Hausordnung” lesen sich wie folgt:
1.
Damit Sie sich unter den festlich gekleideten Gästen selbst wohlfühlen, ziehen Sie sich so an , dass Sie nicht zu sehr auffallen. Chic ist niemals out — Aber bitte nicht zu sexy! Eine Show abziehen, das überlassen Sie lieber den Künstlern auf der Bühne.
2.
Ein schöner Hut mag ja fesch oder gar entzückend sein, aber Sie möchten ja auch nicht hinter einem Kopfputz sitzen, der Ihnen die Sicht auf die Bühne verstellt. Also runter damit und an der Garderobe abgeben! Übrigens können Sie bei dieser charmanten Person in der Eingangshalle alles abgeben, was Sie drinnen im Theater stören würde, wie Mantel, Tasche, Koffer, Rucksack etc. Es muss ja nicht unbedingt ein Hund oder gar ein Baby sein. Auch das ist schon vorgekommen und problemlos bewältigt worden. Falls Sie ein paar Cent über die offizielle Garderoben-Gebühr hinlegen, ernten Sie ein dankbares Lächeln.
3.
Wenn Sie eine besonders coole Melodie auf Ihr Handy gespeichert haben, sollten Ihre Freunde Sie am besten kurz nach Beginn der Vorstellung anrufen. Was glauben Sie, welche Begeisterung Sie dann im Zuschauerraum auslösen. — Spaß beiseite! — Vergessen Sie nicht, nach der Vorstellung Ihren »Kommunikationsknochen« wieder einzuschalten.
4.
Ein schöner Rücken kann ja gelegentlich entzücken, ein Po ebenso. Aber wenn Sie sich in Ihrer Reihe an den anderen Gästen vorbeidrücken müssen, besonders wenn Sie etwas verspätet sind, so sollten Sie Ihrem Sitznachbarn nicht Ihre Hinterseite zuwenden, sondern sie anschauen und ihnen danken.
5.
Falls sich ein Darsteller auf der Bühne laut Regieanweisung eine Zigarette anzünden muss, ist dies kein Grund, ihm nachzueifern. Zigarette, Pfeife oder Zigarre sind im ganzen Hause tabu.
6.
Fotoapparat, Video- oder Filmkamera sowie Tonaufnahmegerät lassen Sie am besten gleich zu Hause oder an der Garderobe, denn erstens ist es aus urheberrechtlichen Gründen nicht statthaft, während der Vorstellung Aufnahmen zu machen, zweitens stört es die Künstler und die Zuschauer.
7.
Viele Melodien des Musicals sind bereits bekannte und beliebte Ohrwürmer. Aber bitte erst nach der Vorstellung selbst singen!
8.
Sobald die Vorstellung beginnt, unterbrechen Sie Ihre Unterhaltung mit Ihren Nachbarn. Sie wollen ja auch nicht durch das Geschwätz und die Kommentare anderer vom Bühnengeschehen abgelenkt werden.
9.
Seltsamerweise bekommt mancher im Theater ausgerechnet bei den leisesten Stellen einen unstillbaren Hustenreiz. Wenn Sie dazu neigen, stecken Sie sich ein paar Hustenbonbons ein, aber bitte nicht in einer Knistertüte!
10.
Alles was Sie in den Zuschauerraum mitbringen, nehmen Sie auch bitte wieder mit. Die Abfälle von Ihren Naschereien wie Tüten und Becher ebenso.
11.
Wenn die Aufführung Ihnen gefallen hat, geizen Sie nicht mit Ihrem Applaus. Er ist das Brot des Künstlers, oder besser: die Wurst auf seinem Brot. Lassen Sie Ihrer Begeisterung am Schluss freien Lauf. Bravo-Rufe, Pfiffe, Fußgetrampel, Standing Ovations sind nicht verboten.
12.
Ein Theaterbesuch ist - im Gegensatz zum Kinoabend - für alle vor und hinter dem Vorhang immer ein besonderes Erlebnis, ein Fest, das Sie in der Pause mit Ihren Freunden bei einem Glas Sekt oder Champagner feiern sollten – und nach der Vorstellung vielleicht bei einem Mitternachts-Diner im Theater-Restaurant nebenan.
Eine hervorragende Zusammenstellung, die aber durchaus ergänzt werden kann. Ich habe diesbezüglich mal eine kleine Liste zusammengestellt, die man –> hier findet.
Aus jüngsten Erlebnissen könnte man noch hinzufügen, dass es nicht sinnvoll ist, mit knarzenden Schuhen in ein Theaterstück zu gehen und dann die ganze Zeit zu, ja knarzen.
Keine schöne Angewohnheit ist es auch beispielsweise das Programmheft 120 Minuten lang in der Hand kreisen zu lassen. Man hört es - okay, die anderen hören es, und man wird fast verrückt dabei, wenn man ständig von einer Seite mit diesem Geräusch beschallt wird.
An die Damen und Herren der Aufsicht im Theater: Es macht wenig Sinn, ständig raus und rein zu gehen. Wenn Sie das Publikum beaufsichtigen wollen, damit auch ja niemand ein Foto knipst und in Japan seinen Verwandten zeigt, dann bleiben Sie im Saal. Und ja, wenn jemand in der ersten Reihe eben geknipst hat und in diesem Moment gerade der wichtigste Song der Show auf dem Programm steht, wäre es nett, wenn Sie nicht just da quer durch den Saal rennen und allen die Stimmung zerbröseln. Sie werden den/die “Schuldige” in der ersten Reihe schon nicht aus den Augen verlieren (viele Grüße auch an die Wiener Stadthalle, Halle F).
« zurueck ·
vor »