Martin Bruny am Dienstag, den
29. November 2011 um 14:28 · gespeichert in Musical
Zum 80-jährigen Jubiläum der Seegrotte Hinterbrühl wird das Musical »Der Mann von La Mancha« von Dale Wasserman, Mitch Leigh und Joe Darion im Festsaal aufgeführt. Das unterirdische Ziegelgewölbe des Festsaals der Seegrotte wird zum Kerker der spanischen Inquisition. Die Regie hat Tamas Ferkay, der auch den Sancho Pansa spielt, übernommen, in der Hauptrolle ist Alfons Noventa zu sehen.
Das Schaubergwerk Seegrotte Hinterbrühl ist ein stillgelegtes Gipsbergwerk. Im Jahr 1912 flossen nach einer Sprengung mehr als 20 Millionen Liter Wasser in die Gänge und Stollen, so entstand der größte unterirdische See Europas. Im Jahre 1932 wurde die Seegrotte zum ersten Mal als Schaubergwerk eröffnet. Während des Zweiten Weltkriegs errichteten die deutschen Heinkel-Werke in den Gängen der Seegrotte eine große unterirdische Flugzeugfabrik, die 1945 zerstört wurde. Es dauerte drei Jahre, bis das Bergwerk renoviert war und für die Touristen wieder zugänglich wurde.
1993 war die Seegrotte Drehort für die Disney-Produktion »Die Drei Musketiere« mit Charlie Sheen, Kiefer Sutherland und Chris O’Donnell. Mehr als zehn Millionen Menschen haben das ehemalige Bergwerk bisher besucht, allein im Vorjahr kamen rund 250.000 Personen aus aller Welt.
Termine
20. Januar 2012 bis 3. März 2012 Jeweils Donnerstag bis Samstag
Beginn: 19.30 Uhr, Ende: ca. 21.00 Uhr keine Pause
Tickets
Kategorie A / B / C: € 49,–/ € 46,– / € 43,– (inkl. Gebühren)
Ermäßigung für Schüler, Studenten, Senioren: -10 %
Weihnachtsbonus: –5 % (nur bis 24.12.!)
Ermäßigung für Generalprobe und Vorpremiere: –30% (keine weiteren Ermäßigungen möglich)
Kartenvorverkauf ab 1. Dezember 2011
– oeticket, Tel.: 01/96 0 96, www.oeticket.com
– Tageskassa Seegrotte: Mo–So 9.00–15.00 Uhr, Tel.: 02236/263 64
– Abendkassa Seegrotte: an Spieltagen 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn
Martin Bruny am Montag, den
28. November 2011 um 13:02 · gespeichert in Tonträger
Die Musicaldarsteller Marjan Shaki und Lukas Perman gehen 2012 mit einem CD-Projekt an den Start. Unter dem Namen »Marjan und Lukas« veröffentlichen sie im März 2012 ihr Debütalbum »Überall ist Liebe«.
Ein Auftritt vergangenes Wochenende fand beim legendären Florian Silbereisen statt. Hat nichts mit der neuen CD zu tun, auch vom volksmusiktralalamusikalischen Umfeld muss man abstrahieren. Hierzulande hat man meist nur die Brieflosshow oder das Spielfeld des Hansi Hinterseer, um sich TV-mäßig in guter Erinnerung zu halten.
Martin Bruny am Montag, den
28. November 2011 um 04:29 · gespeichert in Musical, Wien
Am 12. Dezember 2011 spielt Andreas Bieber seine Weihnachtsshow “Alle Jahre … Bieber” im Wiener Theater Akzent. Als Gäste mit dabei: Drew Sarich, Ann Mandrella und Carin Filipcic.
Zu hören sind Hits aus jenen Shows, in denen Andreas Bieber im Laufe seiner Karriere aufgetreten ist, Ausschnitte aus seinen Soloprogrammen “You walk with me” und “No Frontiers” – und Weihnachtslieder.
Überraschenderweise gibt es noch Tickets, wer also noch dabei sein will, kann –> hier bestellen.
Martin Bruny am Sonntag, den
27. November 2011 um 14:42 · gespeichert in Musical, Wien
Aufregung in der Chefetage der Vereinigten Bühnen Wien. Die Stadt Wien hat beschlossen, die Subventionen für die VBW um 750.000 Euro zu kürzen – eine Summe, die dem als »Gewinn« ausgewiesenen Betrag von 2010 entspricht.
Geschäftsführer Drozda:
»Das erinnert mich an die Steinzeitkameralistik, wo man im Dezember Druckerpatronen gekauft hat, um nicht das Budget im Jänner gekürzt zu bekommen. Es ist nicht sehr motivierend, auch wenn es wirtschaftlich harte Zeiten sind. Dass das weder bei uns noch unseren Sponsoren Begeisterungsstürme auslöst ist, ist sicher zutreffend beobachtet. Ich hätte es lieber den Rücklagen zugeführt.«
Hätten sich die VBW gemäß ihrem ursprünglichen Auftrag in den letzten Jahren darum gekümmert, neue, interessante und innovative »Musical«-Produktionen in Wien auf die Bühne zu bringen, könnte man bezüglich der 750.000 Euro als am Musicalgenre Interessierter vielleicht der Meinung sein, dass es schade ist, sie nicht mehr für derlei Projekte verwendet zu wissen. Tatsächlich aber wurde im deutschen Angebotsmarkt geshoppt und dann das Eingekaufte musikalisch hochpoliert – und Altes wurde aus der Mottenkiste geholt, was 2012, Stichwort »Elisabeth«, nicht anders werden wird. Und ja, auch die »Druckerpatronen« gibt es ja nach wie vor, nur heißen sie bei uns Kolonovits, Becker & Co.
PS: Optimalerweise sollte man die bei den VBW eingesparten 750.000 Euro ins Musicalgenre investieren und kleinere Projekte finanzieren, deren Initiatoren fördern und ermutigen, beispielsweise Rory Six und Dirk Schattner, die vor wenigen Tagen ihre neue Show »Das Mädchen mit den Schwefelhölzern« auf der Probebühne des Ronacher präsentiert haben.
Martin Bruny am Freitag, den
25. November 2011 um 03:15 · gespeichert in Musical
Ein paar Vorankündigungen zum Theatersommer 2012 gibt es bereits, und schon vorab, um den Wiener Zynikern die Schießfreudigkeit zu rauben, kommentieren oberösterreichische Medien die Auswahl der Stücke und der Regisseure. Man lehne sich beim Theatersommer 2012 nicht gerade aus dem Fenster, meinen die »Oberösterreichischen Nachrichten«.
In Amstetten spielt man das einzige Musical von Alan Menken, das tatsächlich zu einem Kultstück geworden ist und noch nicht der Fließbandvernotung entstammt: »Little Shop of Horrors”. Ob man nach einem Jahr Pause in Amstetten mit der x-ten Version des Stücks einen Publikumsrenner auf die Bühne bekommt, wird man sehen. Ramesh Nair soll als Marke den Erfolg garantieren.
Nach Steyr holt man sich 2012 den Regisseur, Filmemacher und Produzenten Hannes Rossacher. Nicht etwa für ein Falco- oder Queen-Musical, sondern »My Fair Lady« wird er inszenieren, eine Open-Air-Aufführung im Schlossgraben von Schoss Lamberg. Acht Vorstellungen werden gegeben, der Kartenvorverkauf startet am 1. Dezember 2011.
In Wien werde man zu all dem »Im Westen nichts Neues« sagen, meinen die »Oberösterreichischen Nachrichten«. Nunja, 2012 mit »Cats« und »Elisabeth« als größere Produktionen, wird man in Wien wohl andere Sorgen haben, als sich über den Theatersommer das Maul zu zerreißen.
Martin Bruny am Donnerstag, den
24. November 2011 um 23:21 · gespeichert in Musical
In einem ausführlichen Interview, das Kenneth Jones von Playbill mit Stephen Sondheim führte, ging es unter anderem um Cast-CDs.
Playbill: What makes a good cast-album producer Stephen Sondheim: Well, most of it has to do with efficiency. Unlike pop albums, you have one day — or with two records, two days — in which to record everything, so you can’t do the infinite amount of takes that pop recording artists are privileged to do. So a lot of it has to do with things like logistics, because, of course the unions, like Equity and the musicians’ union, have strict rules as to how many hours people can work. So you have to have an actor come in from 10 o’clock to 1 o’clock, go home and come back in at 4 o’clock, etc., etc., etc.
That’s one of the things that a producer has to do. And the other thing is to say whether the album is going to be just a collection or songs or whether it’s going to have some sort of arc to it. And then the other thing is, of course, to have taste and a good ear and be able to get the best out of the performers in a limited amount of time — and knowing what you can do in the editing room and what you can’t do in the editing room. It’s a skill like anything else and it comes mostly with experience.
Playbill: One of the changes in the world of cast albums in the past 25 years is that you can get 79 minutes on a disc — perhaps a complete score. Stephen Sondheim: Yes sir, yes sir. In the old days, in the days of LPs, you had to do a lot of judicious cutting because if you crowded too much onto one side of a record then the equalization went off and the album suffered as a result. But if you didn’t, then you suddenly went 15 minutes over length and then what could you do except cut things down. The original cast album of Follies, on Capitol, is a perfect example of this. It’s a dreadful album because there simply wasn’t enough space for time and Capitol wouldn’t give us two records.
Playbill: And a generation grew up thinking that was the whole score… Stephen Sondheim: Yeah, I know. Unfortunately. But, you know, these things get corrected, at length. It would be nice to have a full-length, proper recording with the original cast but we didn’t.
Martin Bruny am Donnerstag, den
24. November 2011 um 14:31 · gespeichert in Musical
In seinem Buch »Look, I Made a Hat« setzt sich Stephen Sondheim mit der Stellung des Kritikers im Kulturbetrieb auseinander – einer aus der Zunft der Kritiker, Michael Billington vom englischen »Guardian«, antwortet dem Komponisten und Texter und rechtfertigt die Existenz der Kritik folgendermaßen:
One is that art doesn’t exist in a social or economic vacuum. Many years ago, I was involved in a radio debate with the late Simon Gray who made some similar points to Sondheim. A dramatist with a new play, said Gray, was as vulnerable as a mother with a new baby. She wouldn’t like it if she took her baby to the park and people poked their noses into the pram and criticised the baby’s legs for being too short or its nose too long. Fine, I said. But, once you start charging people up to £50 a time for a glimpse of a new infant, you must expect public comment.
Secondly, I’m sure Sondheim must have been irked over the years by being told that his melodic gifts rarely match his lyrical inventiveness or by seeing a pioneering work such as Merrily We Roll Along written off while lesser musicals by other hands rake in the shekels. But I wonder how Sondheim would feel if any work on which he had laboured long and hard opened to a deafening silence. Artists often hate critics; they also need the stimulus of public comment. I met an actor friend recently who had undertaken a major role I had not been able to review. He was not angry or resentful but his disappointment was visible. And, in my experience as both a critic and occasional author, what we all crave is a reaction to our work.
Thirdly, I think Sondheim is writing about a very specific American – and New York – culture in which the dearth of newspapers gives critics a disproportionate authority. Thankfully, in Britain, we still have enough print outlets for critical power to be dispersed and artists to take a pick-n-mix approach to what they read. And although internet and showbiz chatrooms have democratised comment, as Sondheim rightly points out, I’m not sure whether the musical as a form has hugely benefited. I can think of at least two shows – Sweet Smell of Success in New York and Love Never Dies in London – that were hastily damned by bloggers even before they had formally opened.
But I’ve no wish to pick a quarrel with Sondheim, whose work I mostly revere. I just feel that his ideal of judgment by one’s peers, rather than us ill-informed hacks, is not one every artist would share. After all, who dubbed Noel Coward the Master of Blather and said that his lyrics come in two flavours: brittle and sentimental? “The brittle ones,” he went on, “are condescending, either implicitly or explicitly. The sentimental ones are florid, sometimes extending into unintentional camp.” Who was this acerbic critic? Why none other than the sainted Stephen himself.
Martin Bruny am Mittwoch, den
23. November 2011 um 13:35 · gespeichert in Tonträger
Auf die Idee, als Argument für überteuerte Preise einzelner Files mit Backing Tracks »Quality. Authenticity.« anzuführen, muss man mal kommen. So, als wären Qualität und Authentizität nicht bei jeder Aufnahme gefragt. Die Firma GlobalVision Records hat seit kurzer Zeit Files mit »Backing Tracks« im Angebot. Jeder Song kostet 9,99 Dollar, die gesamte »CD« (die man sich allerdings nicht mal selbst brennen kann, dafür müsste man extra zahlen) »Jekyll & Hyde« kommt auf 59,99 Dollar. Zu dem teuren Vergnügen geht’s –> hier
Apropos »Qualität”:
You will receive an email with LINKS to MP3 and PDF files. Our MP3 files are encoded at 256k, which is “near-CD quality”.
256 sind Substandard, 320 wären das Mindeste, was man um den Preis bekommen sollte, lossless wäre eigentlich zu erwarten.
Martin Bruny am Dienstag, den
22. November 2011 um 14:04 · gespeichert in Musical, Wien, Skurriles
… und zwar, wie ots.at berichtet, im Parkhotel Schönbrunn:
Wer den Namen Kaiser trägt, kann im Parkhotel Schönbrunn wie ein Kaiser residieren und verwöhnt werden – zumindest für ein Wochenende. Die Austria Trend Hotels rufen Herr und Frau Kaiser auf, sich über www.austria-trend.at für ein imperiales Wochenende zu bewerben: Ein Aufenthalt in der luxuriösen Kaisersuite samt Fiaker-Rundfahrt im Schlosspark Schönbrunn, Führung durch die historische Schlossanlage und ein fürstliches Mittagessen im Restaurant Gloriette, ein Candle-Light-Dinner im Restaurant Maria Theresia und klassischer Musikgenuss zum Ausklang eines einzigartigen Wochenendes warten auf das »Kaiser-Paar«.
Aus allen Teilnehmern mit dem Namen Kaiser werden zudem zehn Personen gezogen, die eine VIP-Einladung zur großen Eröffnungsgala des Parkhotels Schönbrunn am 1. März 2012 gewinnen können, bei der die Musical Stars Uwe Kröger und Maya Hakvoort die Musical-Songs aus »Elisabeth« zum Besten geben. Die Aktion »Herr und Frau Kaiser gesucht« startet im Dezember. [ots.at]