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Archiv - April, 2009

“I will always love you”: Dolly Parton & Stephanie J. Block

Country-Legende Dolly Parton hat mit Musical-Star Stephanie J. Block (”The Boy from Oz”, “Oliver”, “Wicked”, “The Pirate Queen”, “Bye Bye Birdie”, …) den Evergreen “I will always love you” (komponiert von Dolly Parton) als Duett eingesungen.

Veröffentlicht wird der Song auf Blocks erster Solo-CD “This Place I Know”, die am 12. Mai von PS Classics in den Staaten digital via iTunes in Umlauf gebracht wird. Drei Wochen später, am 2. Juni 2009, gibts dann auch die “reale” CD im Fachhandel.

Weitere Lieder auf dem Tonträger stammen von Stephen Schwartz (”Making Good”, ursprünglich für “Wicked” vorgesehen), Marvin Hamlisch (”Smart Women”), Stephen Flaherty (die erste CD-Aufnahme des Songs “Something Beautiful” sowie “The Human Heart” aus “Once on this Island”), Deborah Abramson (”Gotta Start Small”), Scot Alan (”Never Neverland (Fly Away)”), Zina Goldrich und Marcy Heisler (15 Pounds”), Andrew Lippa (”One Day”), Paul Loesel (”Life Starts Clapping”, “Invention”), Steve Marzullo (The Hardest Part of Love”) und Claude-Michel Schönberg (”Because I Am A Wife”).

Bei ihren Interpretationen wird Block großteils von den Komponisten der einzelnen Lieder begleitet. Stephen Flaherty ist am Piano zu hören, ebenso wie Stephen Schwartz und Marvin Hamlisch.

Block zu diesem Konzept:

Hearing a composer play their own music is an extraordinary experience… one that is very personal. It’s almost like you are listening in on a secret. I wanted to bring that experience to the recording studio. I asked some of my favorite composers and lyricists to not only lend me their music, but to perform with me on this album.

Stephanie J. Block ist ab 30. April im New Yorker Marquis Theatre im Dolly Parton-Musical “9 to 5″ zu sehen.

Links
- Stephanie J. Block: Homepage
- Dolly Parton: Homepage
- 9 to 5: Website zum Musical
- PS Classics

Buddywucher in Deutschland

Lustige Zeiten. “Buddy”, das Musical, wird ab Herbst im Essener Colosseum Theater laufen, und man möchte scheinbar eine besonders kurze Laufzeit anstreben. Anders kann man eine Headline wie “Tickets SCHON ab 52,70 Euro” nicht erklären. Dann auch noch der Familie viel Vergnügen zu wünschen, ist lustig. Vater, Mutter und sechs Kinder, da sind wir dann bei NUR 421,60 Euro und sitzen sicher, bei unserem Glück, in der letzten Reihe, gell Mami?

Link
- Premiumpresse: BUDDY Das Musical - Tickets schon ab 52,70 Euro

“Frühlings Erwachen” - PLAYBILL & die nackten Fassaden


In den Staaten berichtet man über “Frühlings Erwachen”, die Wiener Fassung des Duncan Sheik/Steven Sater-Musicals “Spring Awakening”, auf ganz eigene Art und Weise, nämlich in Form einer Bildreportage. In PLAYBILL zu sehen: die Fassade des Ronachers.
Bemerkenswert die Tippfehler in dem Artikelchen dazu. Aus Steven Sater wird Stephen Sater, aus Frank Wedekind wird Franz Wedekind, und was ein “alt-rock musical” ist? Keine Ahnung. Zum Artikel geht es –> hier.

Sing Along mit “Rudolf”

Anfang Mai 2009 bringt das Wiener Plattenlabel MG Sound/MWB eine Instrumentalversion der Cast-CD von “Rudolf” auf den Markt. Die CD wird alle Stücke (bis auf den ersten Instrumentaltrack) der schon veröffentlichten Highlights-CD als “Sing Along”-Versionen beinhalten.

Tracks:
01. Du willst nicht hören
02. Ein hübscher Krieg
03. Marys Lied
04. So viel mehr
05. Wohin führt mein Weg?
06. Vertrau in uns
07. Die Fäden in der Hand
08. Du bleibst bei mir!
09. Wie jeder andre Mann
10. Mut zur Tat
11. Der Weg in die Zukunft
12. Die Liebe lenkt
13. Wenn das Schicksal dich ereilt
14. Kann ich einfach gehn?
15. Ich schütze den Staat
16. Du bist meine Welt

Wiener Stadthalle: Das Dschungelbuch (Musical)

10. Oktober 2009
14:00bis16:00

Theater mit Horizont und Wiener Stadthalle: DAS DSCHUNGELBUCH

Ein neues Familien-Musical nach der Vorlage von Rudyard Kipling
Buch und Musik: Clemens Handler und Gernot Kogler

Im dichten indischen Dschungel wächst ein Menschenjunges in einem Wolfsrudel auf. Mit seinen Wolfsgeschwistern verbringt Mogli eine unbeschwerte Kindheit in der Freiheit der Natur. Von seinen Freunden dem klugen Panther Baghira und dem lustigen Bären Balu lernt Mogli die Gesetze und die Sprache des Dschungels.
Natürlich geht es nicht immer ganz so friedlich zu. Die Schlange Kaa hypnotisiert Mogli und auch das freche Affenvolk treibt seine Späße mit ihm. Aber die Zänkereien sind im Grunde harmlos: Fröhlicher Alltag im Dschungel, in dem es auch noch tierische Hilfsbereitschaft gibt.

Je älter er wird, umso mehr drängt ihn der Wunsch, die Lebewesen kennen zu lernen, die ihm ähnlich sind, und so macht er sich auf die Suche nach den Menschen. Als er schließlich auf einen Expeditionstrupp trifft, an dem ein junges Mädchen teilnimmt, ist nichts mehr wie vorher.

Und dann ist da auch noch der von allen gefürchtete Tiger Shir Khan, der geschworen hat, Mogli nach dem Leben zu trachten …

Eine Geschichte von der Suche nach der eigenen Identität im Spannungsfeld zwischen Natur und Zivilisation als poetische Musicalfassung.

Rudyard Kiplings Dschungelbuch, Klassiker der letzten Generationen, erhielt bereits 1907 den Literaturnobelpreis.

Kreativteam & Besetzung
Buch und Musik: Clemens Handler und Gernot Kogler
Regie: Clemens Handler nach einer Inszenierung von Claudia Bühlmann
Choreografie: Sigrid Frank
Kostüme: Alexandra Fitzinger
Bühnenbild: Bernhard Münzenmayer
Bühnenmalerei/ Prospekt: Christian Jakubowsky
Illustrationen: Kerstin Luttenfeldner
Fotos: Ursula Altmann-Raab
Gesamtleitung: Angela Handler

Es spielen (Änderungen vorbehalten!):
Mogli - Nicho Harras
Balu, der Bär - Gerhard Obr
Baghira, der Panther - Michael Schuberth
Shir Khan, der Tiger - Alexander Wartha
Kaa, die Schlange - Sigrid Frank
Mesuah - Cordula Feuchtner
Professor - Thomas Huber
Affe und Wolf - Eva Zamostny
Alle Darsteller sind in weiteren Rollen (Wölfe, Affen, Geier) zu sehen.

Sounddesign: Stefan Rosensprung
Lichtdesign: Richard Frank

Vorstellungen
Samstag, 10. Oktober 2009: 14.00 Uhr
Sonntag, 11. Oktober 2009: 15.00 Uhr

Preiskategorien
(Preise inkl. Entgelte)
A - 30,00 EUR
B - 27,00 EUR
C - 24,00 EUR
D - 22,00 EUR
R - 9,00 EUR
S - 5,00 EUR
R = Rollstuhl
S = Schoßkarten bis 5 Jahre

“Spring Awakening” - Der Film: McG als Regisseur fixiert?

In einschlägigen deutschen Fanforen laufen bereits Diskussionen unter abstrusen Titeln wie “Verfilmungen, die die Welt nicht braucht”, während man in englischsprachigen Fanforen dem Projekt aufgeschlossener gegenübersteht: Die Rede ist von einer möglichen Verfilmung des Rockmusicals “Spring Awakening” (Duncan Sheik/Steven Sater).

Das Magazin “Hollywood Reporter” bringt als möglichen Regisseur McG (Joseph McGinty Nichol) ins Spiel, der für Filme wie “We Are Marshall” und “Charlie’s Angels” sowie für Videoclips für Acts wie Smash Mouth und Offspring verantwortlich zeichnet. McG arbeitet derzeit mit Steven Sater an einer Adaptierung des Musicals für die Leinwand und ist, so der Hollywood Reporter, auch als Regisseur vorgesehen.

Ein Sprung ins Ronacher. Hier spielt man die deutschsprachige Version der Show vor leider recht trister Kulisse. Der 2. Rang scheint geschlossen zu sein, der 1. Rang recht dürftig gefüllt und auch das Parkett ist selten ausverkauft. Erfeuliche Nachrichten gibt es dennoch: Mitte Mai wird eine Live-Highlights-CD vom Wiener Label MG Sound veröffentlicht.

Link
- Playbill: McG Will Likely Direct Spring Awakening Film

Schauspielhaus: HAIR STORY. Ein Stück mit Songs und unvermeidlichen Bezügen zum Musical von 1968

»Hair ist die ins Bild umgesetzte, getanzte, gesungene, gespielte Philosophie einer Jugend, die eine heile Welt ersehnt, eine Welt ohne Bomben, Völkermord und Hunger, eine Welt der Liebe«, schrieb Ulrike Pretorius 1968 zur deutschsprachigen Erstaufführung von »Haare«. Die Utopie wird im Jahr ihrer Geburt, 1968, auf den Markt geworfen. Songs über Drogenkonsum und Rassendiskriminierung, freie Liebe, den Vietnamkrieg und Umweltverschmutzung sorgten für wohlige Empörung und echte Begeisterung.

Die Hair-Story öffnet den Radius schon in der ersten Szene gehörig, da nämlich rattern alle Schauspieler mal kurz herunter, wen sie alles verkörpern werden: nicht nur Janis Joplin oder Jimi Hendrix, auch Rudi Dutschke, Scarlett O’Hara, Charles Manson, einen Vertreter des Ku-Klux-Klan oder »eine Vietnamesin«. Assoziativ vollgestopft ist auch der enge, niedrige Bühnenraum mit Showtreppe und Indianerzelt, Regenbogen und Amerikaflagge, marokkanischen Hockern und Holzkreuz. Eine Rumpelkammer der Geschichte. (…) Es sind solche Zitate und Querverweise, die Spaß machen an der Hair Story. (…) Die Tour de Force wird von den Schauspielern bestens bewältigt. (nachtkritik.de)

Gastspiel Theater Neumarkt Zürich im Schauspielhaus Wien
HAIR STORY. Ein Stück mit Songs und unvermeidlichen Bezügen zum Musical von 1968
Uraufführung
Termine: 17. und 18. April 2009, 20 Uhr

Regie: Barbara Weber
Texte: Barbara Weber, Martin Bieri, Mike Müller
Mit: Alicia Aumüller, Stella Spinas, Jörg Koslowsky, Sebastian Rudolph, Thiemo Strutzenberger

Theater der Jugend: eine woche leben!

Am Anfang des Projektes des Theaters der Jugend mit elf Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren stand nicht mehr als ein gemeinsam gefundener Begriff: Weltuntergang! Erste Fragen entstanden: Wann wird die Erde untergehen? Oder geht sie gar nicht unter? Wie wird mein letzter Tag aussehen? Wird es wehtun? Werden wir alle in Vergessenheit geraten? Wen rufe ich noch an? Was passiert danach? Was ist das Letzte, das ich noch unbedingt tun will? Alle wesentlichen Fragen scheinen sich zu verdichten angesichts der Annahme, dass in einer Woche die Welt untergeht. Einzelne Figuren wurden entwickelt und in dieser theatralen Recherche auf eine intensive Reise mit ernsten, absurden und witzigen Situationen geschickt: Was machen wir mit einer Woche Leben? Die Texte zu diesem Projekt wurden von den Spielerinnen und Spielern selbst geschrieben.

eine woche leben!
Eine theatrale Recherche der Theatergruppe klub15
zum Thema Weltuntergang

Konzept/Regie: Harald Volker Sommer, Theaterpädagoge des TdJ
Ensemble: Adensamer Teresa, Awami Nora, Beclin Anna, Granser Marietheres, Geyer Lena, Karmel Julia, Kneissl Antonia, Lefà¨vre Xenia, Schenk-Mair Florian, Simon Scholz, Simone Weiss
Ort: Theater im Zentrum, Liliengasse 3, 1010 Wien
Zeit: 28., 29. und 30. April 2009 um jeweils 19.30 Uhr
Dauer der Vorstellung ca. 1 Stunde, ab 13 Jahren

Karten: 2 Euro (unbedingt vorbestellen!) unter 01/521 10 217 oder harald.volker.sommer@tdj.at

Kann Berlin über Hitler lachen?

… fragt die “Berliner Morgenpost” und bringt neben allem anderen auch einige interessante Passagen zur Wien-Produktion des Mel-Brooks-Musicals “The Producers”:

Für die Vereinigten Bühnen Wien war es kein guter Ausgang. Das altehrwürdige Ronacher wurde nach einem aufwendigen Umbau am 30. Juni 2008 mit “The Producers” eröffnet. “Nach den ersten Kritiken hätte man denken können, dass uns das Publikum die Bude einrennt”, sagt Andreas Bieber. “Aber das ist nicht passiert.” Eine Auslastung von 70 Prozent ist eine Quote, von der manch anderes Theater nur träumt. Aber wenn man sich einen Hit erhofft und dann einen einigermaßen guten Erfolg bekommt, ist man schnell unzufrieden.

Woran lag’s, dass die Zuschauer in Wien nicht wie erwartet in die kurzweilige Show kamen? Cornelius Obonya hat folgende Erklärung: “Ich bin Österreicher. Bei uns wurden gewisse Diskussionen, die in Deutschland über Jahrzehnte geführt wurden, nicht geführt. Ganz simpel. Und das merkt man auch im Saal. Ich merke das, wenn Andy Bieber und ich die Hakenkreuz-Binden rausziehen. Es reicht schon der Stahlhelm am Anfang. Da geht ein kleiner Riss durchs Publikum. Man darf nicht vergessen, dass diese Leute bei uns als dritter Nationalrats-Präsident im Parlament sitzen. Bei uns fliegen keine Molotow-Cocktails auf Ausländerheime. Wir hatten kein Hoyerswerda in Österreich. Aber dafür sind sie bei uns schön brav integriert in die Demokratie, die wir so haben.”

In Österreich, so Johannes Fiala, Künstlerischer Produktionsleiter der VBW, ist das Zeigen verbotener Zeichen klar geregelt: “Es gibt einen Passus im Verbotsgesetz, dass Kabarett und Theater die verfassungsfeindlichen und -widrigen Symbole verwenden dürfen.” Wie sieht das in Deutschland aus? Zwar gibt es hier auch eindeutige Gesetze. Aber in Juristenkreisen ist man sich sicher, dass es bei uns “mindestens einen Moralapostel geben wird, der hofft, durch einen Aufschrei berühmt zu werden”.

Sollten Sie jetzt immer noch nicht wissen, ob das Stück politisch korrekt ist: Nein, ist es natürlich nicht. Aber es gibt laut Hauptdarsteller Obonya einen einfachen Grund, warum jede Kritik von vornherein ausscheidet: “Wenn eine so große Komödie auch noch von einem Juden geschrieben ist, dann kann man sich als halbwegs intelligenter Mensch denken, dass da auch was dahinter ist. Und die Leute sollen darauf kommen, dass es neben dem Lachen noch um etwas anderes geht. Ich denke mir, die Menschen in Wien sind einfach zu satt, um sich solche Gedanken noch zu machen. Unsere Hoffnungen ruhen daher auf den Berlinern. Ich denke, in Berlin gibt es ein wenig mehr Aufprallfläche.”

Zum Artikel “Kann Berlin über Hitler lachen?” gehts –> hier.

Auch die BILD fragt sich, ob man in Berlin über Hitler lachen darf und bringt Bilder –> hier.

Computer sprechen Wienerisch

Zu einer interessanten Projektpräsentation lädt das Forschungszentrum Telekommunikation Wien am 30. April 2009. Vorgestellt wird das interdisziplinäre Forschungsprojekt “Wiener Soziolekt und Dialektsynthese”, dessen Ziel es ist, künstliche Stimmen zu erzeugen, die es Computern ermöglichen, in verschiedenen Wiener Varietäten zu sprechen. Mit dabei unter anderem Hanno Pöschl, Helma Gautier, Stephen Pokorny und Julia Österreicher (nähere Informationen –> hier).

Wer keine Zeit hat, kann sich ja mal die Zeit ansagen lassen, mit Wienerisch sprechenden Uhren –> hier. Oder aber auf einer Google-Karte den einzelnen Wiener Bezirken zugeordnete synthetische Teststimmen anhören –> hier.

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