Martin Bruny am Freitag, den
17. Februar 2012 um 11:41 · gespeichert in Musical, Wien
Am 5. September 2012, 20 Jahre nach der Uraufführung, geht im Wiener Raimund Theater die »Jubiläumspremiere« von Sylvester Levays und Michael Kunzes Musical »Elisabeth« über die Bühne.
Cast und Leading Team wird der neue Intendant der VBW, Christian Struppeck, nach seinem offiziellen Dienstantritt Anfang Mai 2012 vorstellen.
Tickets ab dem 22. Februar –> hier. Wer sich erwartet, Tickets für die Premiere buchen zu können, wird enttäuscht werden. Hier hat sich neuerlich der Listenwahn durchgesetzt. Wer in die Premiere wollte, hätte ich rechtzeitig auf eine Liste setzen lassen müssen. Nähere Einzelheiten am besten bei den VBW erfragen, die sich damit regelmäßig selbst ein Bein stellen.
Mit »Elisabeth« wurden die Sitzplatzkategorien im Raimund Theater neu gestaltet, schwuppdiwupp hat man die Anzahl der Kategorie-I-Tickets im Parkett im Vergleich zur Sitzplangestaltung vor September 2011 mehr als verdoppelt (auch im Vergleich zum Sitzplan, der seit September 2011 gilt, hat man wieder die Anzahl der Kategorie-I-Tickets massiv erhöht). Eine Gegenüberstellung der Kategorien für »Ich war noch niemals in New York« und »Elisabeth« sieht man –> hier.
Tickets
- täglich außer montags um 19.30 Uhr, sonntags um 18.00 Uhr im Raimund Theater
- tel. unter Wien Ticket 01/588 85
- sowie an allen Vorverkaufsstellen der VBW
Martin Bruny am Donnerstag, den
16. Februar 2012 um 21:31 · gespeichert in Musical, Event-Tipps
28. April 2012
18:00
bis
20:00
Wer kennt sie nicht, die biblische Geschichte von Joseph, dem jungen Mann, der von seinen Brüdern in die Sklaverei verkauft wird, seinen Weg schließlich in Ägypten findet und durch seine Träume und sein großes Gottvertrauen sein Leben und das Leben vieler anderer verändert. Was wäre, wenn diese Geschichte auch heute noch eine Bedeutung hätte und auch heute noch das Leben eines Menschen beeinflussen könnte?
Ryan ist ein junger Mann voller Zorn und Aggressionen. Seine Eltern sind tot, sein kleiner Bruder lebt im Waisenhaus und sein Leben erscheint ihm sinnlos und leer. Eines Tages stiehlt er einer geheimnisvollen alten Frau ein Amulett. Was er nicht weiß, ist, dass diese Frau in Wirklichkeit ein Engel ist, und dass dieses Amulett eine ganz besondere Kraft hat. – Es bringt Ryan zurück in Josefs Zeit.
Das Musical »Josef & Ryan« erzählt die Geschichte zweier junger Männer, die verschiedener nicht sein könnten. Beide jedoch erkennen letztendlich in den Höhen und Tiefen ihres Lebensweges die Führung eines Gottes, der es gut mit ihnen meint.
Die Geschichte, die in London und Ägypten spielt, spannt im künstlerischen Sinn einen weiten Bogen von Elementen aus dem Jazz, der Tanzmusik (Beat, Tango, Rock, Jazz Walz) bis hin zu orientalischen und ägyptischen Klängen.
Leading Team
Buch: Sarah Hucek
Musik: Aois Lugitsch
Intendant: Alois Lugitsch
Regie: Arnold Zand (Bruck/M)
Regie und Choreographie: Sarah Hucek (Aflenz)
Maske/Kostüme: Andrea Freitag
Musikalische Leitung und Bühnenbild: Alois Lugitsch
Cast
Thomas Schleimer: Josef
Niki Labi: Ryan
Nadja Fink: Asenat
Sarah Hucek: Julie und Potifars Frau
Verena Berg: Billie und Silia
Klaus Pichler: Potifar und Kofor
Andreas Schmidt: Pharao
Aufführungstermine
Samstag 28. April 2012, 18.00 Uhr: Mehrzwecksaal Wagna
Sonntag 29. April 2012, 19.30 Uhr: Orpheum Graz
Sonntag 6. Mai 2012, 18.00 Uhr: Kunsthaus Weiz
Freitag 11. Mai 2012, 19.30 Uhr: Festsaal-Hotel Böhlerstern Kapfenberg
Samstag 12. Mai 2012, 19.00 Uhr: Kulturzentrum Oberschützen
Freitag 8. Juni 2012, 20.30 Uhr: Neustift bei Brixen - Südtirol
Samstag 9. Juni 2012, 20.30 Uhr: Neustift bei Brixen - Südtirol
Tickets
Festspiel-Büro: Tel.: 0664/9398015)
In allen steiermärkischen Sparkassen
Online: www.musical-festspiele.at
E-Mail: info@musical-festspiele.at
Martin Bruny am Mittwoch, den
15. Februar 2012 um 19:15 · gespeichert in Musical, Wien
Durchaus sympathisch hat sich der neue Intendant der Vereinigten Bühnen Wien, der Berliner Christian Struppeck, heute auf der Bühne des Wiener Ronacher, genau da, wo er vor fast 22 Jahren seine Schauspiel-Abschlussprüfung abgelegt hat, vorgestellt. Von klein auf schrieb, komponierte, übersetzte und textete Struppeck (geboren 1968), mit zwölf Jahren hatte er sein erstes Musicalerlebnis, da sah er »My Fair Lady« im TV, mit 14 analysierte er in der Schule »Evita« dramaturgisch – und machte sich damit nicht gerade zum Klassenliebling.
Zu Wien hat er eine »ganz besondere Beziehung«, sein erstes Musical hat er hier gesehen – »Cats” –, studiert hat er am Tanz- und Gesangsstudio Theater an der Wien, damals noch unter Peter Weck, unterrichtet wurde er von Lotte Ledl, Paulus Manker, Ida Krottendorf, Kim Duddy, Dennis Callahan; Michael Pinkerton war als Direktor des Studios tätig.
Fünf Jahre (1988–1992) verbrachte Struppeck in Wien, spielte hier seine ersten Engagements, etwa an der Wiener Volksoper in »La Cage aux Folles« mit Karlheinz Hackl und Frank Hoffmann, in Amstetten wurde er als Choreograph bei Heinz Ehrenfreunds »My Fair Lady« tätig. Öfter kam er auch danach nach Wien und Österreich. Wenn er jetzt also nach Wien zurückkehrt, so Struppeck, ist es ein bisschen wie nach Hause zu kommen und fühlt sich »richtig und gut an«.
Nach 13 Jahren auf der Bühne gründete Struppeck eine Produktionsfirma, kam ab vom Thema Choreographie und wandte sich der Regie zu. 2002 engagierte ihn Stage Entertainment als künstlerischen Direktor unter anderem der Entwicklungs- und Kreativabteilung. Hier entstand die erste große deutschsprachige Eigenproduktion von Stage Entertainment: »Ich war noch niemals in New York«. 2008 musste Struppeck Stage Entertainment verlassen und gründete mit Andreas Gergen die Firma »Creative Agency Berlin«.
Was kann man aus Christian Struppecks Antrittsrede an relevanten Zukunftsplänen entnehmen:
– Kathrin Zechners Projekte, die derzeit noch in der Produktionspipeline sind, werden einem Evaluierungsprozess unterzogen, den Struppeck mit seinem Team durchführt. Shows, die in Zechners Zeit konzipiert wurden, könnten noch zur Aufführung kommen, müssen aber nicht zwangsläufig. Zechners Planungen sind für Struppeck nur »Vorschläge«.
– 2013 wird es »höchstwahrscheinlich« die erste Neuproduktion der Ära Struppeck geben. Was das sein könnte, dazu verweigerte der Intendant jegliche Angaben, auch auf Nachfrage. Welche Projekte er in Arbeit hat, dazu verweigerte er jegliche Angaben, auch auf Nachfrage.
– Struppeck wird sich in seiner Arbeit auf die Bespielung des Raimund Theaters und des Ronacher konzentrieren. Eine Bespielung anderer Häuser, wie zum Beispiel des MuseumsQuartiers, ist nicht vorgesehen.
– Struppeck schließt nicht aus, die eine oder andere Produktion selbst in Szene zu setzen, dafür das Buch zu schreiben oder eine andere rein künstlerische Tätigkeit bei der Entwicklung von Stoffen zu übernehmen.
– Thema Stückeentwicklung: Struppeck möchte mit internationalen, aber auch mit heimischen Kräften zusammenarbeiten. Das freilich war ohnedies schon immer in Wien der Fall.
– Bezugnehmend auf die Art und Weise, wie Stücke produziert werden, nahm der Intendant Stellung zu seinen intensiven Kontakten zu Disney Theatricals, zur Blue Man Group und zu Franko Dragone, einem Mitbegründer des Cirque du Soleil, der von Belgien aus große Shows in Las Vegas entwickelt. Nicht, dass man hier zu sehr interpretieren sollte, aber mit dem Thema Musical haben diese Produzenten zwar auch zu tun, aber …
– Seltsam mutet die besondere Betonung der Produktion von international verwertbaren Produktionen an, war das doch prinzipiell schon seit Peter Weck das Ziel der Vereinigten Bühnen Wien, rühmte sich doch vor allem Kathrin Zechner immer damit, hier wesentliche Aufbauarbeit geleistet zu haben.
– Zu Struppecks Konzept fallen nur plakative Schlagworte: innovatives Musiktheater, kreatives Musiktheater, den Ruf der VBW auch im Ausland weiter festigen, ausbauen, auch international.
– Thema Produktionszeit: zwei bis vier Jahre dauert die Entwicklung einer Show, fünf Jahre hat es bei »Ich war noch niemals in New York« gedauert, bei »Wicked« sieben Jahre.
– Spielplan: Es wird auch weiterhin Lizenzproduktionen (deutschsprachige bzw. europäische Erstaufführungen) geben, im Wechsel mit Eigenproduktionen.
Lässt man die Pressekonferenz einmal auf sich wirken, dann fällt auf, dass über die Konzepte, mit denen Christian Struppeck das Auswahlverfahren gewonnen hat, nichts gesagt wurde. Kein Wort. Bedenkt man, dass der Intendant davon spricht, dass er Kathrin Zechner schon letztes Jahr ausführlich kennen lernen durfte, bekommen die Gerüchte, dass die Nachfolge schon im November 2011 fixiert gewesen sein könnte, eine neue Bedeutung. Man könnte auch die Frage stellen, nach welchen Kriterien die engagierte Recruitingfirma die Einreichungen der Kandidaten überprüft und bewertet hat, der »Neue Merker« fragt zum Beispiel, warum es bei der Intendantenwahl nicht möglich war, eine heimische Lösung zu finden. Wie denn auch, wenn nicht einmal alle heimischen Kandidaten zu einem Gespräch über ihre Konzepte eingeladen wurden?
Man wird also abwarten müssen, wohin das Boot segelt. Die allzu euphorischen Einschätzungen in den einschlägigen Foren, allen voran jene des selbsternannten Musicalspezialisten Dominik Lapp auf einer von vielen unsäglichen Musicalplattformen, die sich als »kompetent« titulieren, kann ich nicht teilen. Ja, Christian Struppeck ist ein Mann vom Fach, vom Theater, das ist wunderbar, aber dieses Nichts an inhaltlicher Konzeption, an Fakten über sein Konzept ist enttäuschend.
Audiostreams der Pressekonferenz
Vizebürgermeisterin Magistra Renate Brauner
Martin Bruny am Dienstag, den
14. Februar 2012 um 20:00 · gespeichert in Musical, Wien
Man könnte fast meinen, der neue Papst wurde monatelang unter schwierigsten Umständen gewählt und jedes SEKÜNDCHEN könnte der NEUE auf den Balkon treten und uns allen gnädig zuwinken, der Erlöser – ein Musicalintendant, der uns vom lästigen Trend der Schlagerrevue mit einem Befreiungsschlag trennt und hinführt – in das Schlaraffenland des anspruchsvolleren (nur nicht übertreiben) Musicals. Man könnte meinen, die heimische Presse sei eine geradezu unmenschlich lange Zeit auf die Folter gespannt worden – und als dann, im Jahr des Herrn 2012, am 14. Februar um 13:58 ENDLICH – weißer Rauch aufsteigt in Form einer Mail – Die Vizebürgermeisterin Magistra Renate Brauner, der Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny und VBW-Generaldirektor Mag. Thomas Drozda laden per Mail zur Präsentation der neuen Musicalintendanz –, da können es die Redakteure einfach nicht mehr aushalten.
»Ich weiß es, ich weiß es …« – beseelt vom ungeheuren Mitteilungsdrang platzt der STANDARD um 17:16 Uhr als ERSTER mit dem Namen heraus, der wohl in den nächsten Jahren die Routen des Hochseedampfers steuern wird, den er selbst miterfunden hat: christian S T R U P P E C K, so lesen wir nicht mal zwischen den Zeilen, nein das geht ganz deutlich hervor, ist es, wird es sein, der Koautor des Unaussprechlichen, das mit aller Gewalt das letzte Fünkchen Leben aus dem ehedem spannenden Genre Musical saugt, jenes Unaussprechliche, das ehemalige Musicaldarsteller dazu bringt, ihr Abdriften in die Untiefen des Schlagers gar damit zu begründen, dass Musical und Schlager sich ohnedies so nah gekommen wären. WEICHE.
Der KURIER macht um 19:45 Uhr kein Hehl mehr aus dem, was Tatsache geworden zu sein scheint, beruft sich auf den Standard und formuliert nur das, was morgen angekündigt werden könnte und doch alle schon scheinbar wissen: »Musical: Christian Struppeck vor Bestellung«.
So soll es denn sein, Gott steh uns bei.
Update
Eine Analyse der Pressekonferenz anlässlich der Präsentation des neuen Musicalintendanten gibt es –> hier.
Kleiner Tipp an die deutschen Kollegen
Glosse: »ein kurzer und pointierter, oft satirischer oder polemischer, journalistischer Meinungsbeitrag«
Martin Bruny am Montag, den
13. Februar 2012 um 03:21 · gespeichert in Theater, Pop, Event-Tipps
»Darf über Nazis gelacht werden?« – Das fragt in einer Aussendung anlässlich der bevorstehenden Premiere von Nick Whitbys »Sein oder Nichtsein” die Presseabteilung der Wiener Kammerspiele.
1942 drehte Ernst Lubitsch in Amerika mit der Nazi-Farce »Sein oder Nichtsein« die Vorlage für dieses Bühnenstück und einen seiner bekanntesten Filme. Doch neben begeisterten Reaktionen kam es auch zu Protesten. So wurde ihm vorgeworfen, den Nationalsozialismus scheinbar zu leichtfertig behandelt zu haben, sich über das Leiden der Polen lustig gemacht zu haben, zeigte er doch eine polnische Theatergruppe im besetzten Warschau und ihre heiterkeitserregende Konfrontation mit Hitlers Gestapo.
Letztlich ist die Frage, ob man über Nazis lachen darf, eine rhetorische, denn ums Dürfen ist es ja eigentlich nie gegangen. Dürfen darf man, doch will oder sollte man auch? 1942, als Lubitsch mit seinem Film in die Kinos kam, war das Jahr, in dem auf der Wannseekonferenz die Vernichtung der Juden beschlossen wurde. Lubitsch führte im Film die Figur des »Konzentrationslager-Erhardt” ein und trieb damit krasse Scherze. Auf Kritik reagierte er folgendermaßen:
Ich habe drei Todsünden begangen, so scheint es – ich habe die üblichen Genres missachtet, als ich Melodrama mit komischer Satire und sogar mit Farce verband, ich habe unsere Kriegsziele gefährdet, weil ich die Nazibedrohung verharmloste, und ich habe außerordentlich schlechten Geschmack bewiesen, weil ich das Warschau von heute als Schauplatz für eine Komödie wählte. [New York Times, 29.3.1943]
und
Dieser Film mokiert sich nicht über die Polen; er war nur eine Satire über Schauspieler, Nazi-Geist und bösen Nazi-Humor. Obwohl dieses Bild des Nazismus als Farce gemeint war, zeigte es ihn doch ungeschminkter als viele Romane, Artikel und Filme, die sich mit demselben Gegenstand beschäftigten. [In einem Brief an Herman G. Weinberg, 1948]
1983 produzierte Mel Brooks, wer sonst, ein Remake des Films, das im Vergleich zu Lubitsch unter anderem so bewertet wurde:
Lubitsch treibt mit Entsetzen Scherz; dass darüber erhobenen Hauptes nach wie vor gelacht werden kann, während das Remake von Mel Brooks (1983, Regie Alan Johnson) nur albern wirkt, darin erweist sich die präzise Treffsicherheit von Lubitschs Komödienstil. [mediaculture]
Martin Bruny am Montag, den
13. Februar 2012 um 03:21 · gespeichert in Theater, Pop, Event-Tipps
15. Februar 2012
20:00
bis
22:00
15. März 2012
20:00
bis
22:00
»Darf über Nazis gelacht werden?« – Das fragt in einer Aussendung anlässlich der bevorstehenden Premiere von Nick Whitbys »Sein oder Nichtsein” die Presseabteilung der Wiener Kammerspiele.
1942 drehte Ernst Lubitsch in Amerika mit der Nazi-Farce »Sein oder Nichtsein« die Vorlage für dieses Bühnenstück und einen seiner bekanntesten Filme. Doch neben begeisterten Reaktionen kam es auch zu Protesten. So wurde ihm vorgeworfen, den Nationalsozialismus scheinbar zu leichtfertig behandelt zu haben, sich über das Leiden der Polen lustig gemacht zu haben, zeigte er doch eine polnische Theatergruppe im besetzten Warschau und ihre heiterkeitserregende Konfrontation mit Hitlers Gestapo.
Letztlich ist die Frage, ob man über Nazis lachen darf, eine rhetorische, denn ums Dürfen ist es ja eigentlich nie gegangen. Dürfen darf man, doch will oder sollte man auch? 1942, als Lubitsch mit seinem Film in die Kinos kam, war das Jahr, in dem auf der Wannseekonferenz die Vernichtung der Juden beschlossen wurde. Lubitsch führte im Film die Figur des »Konzentrationslager-Erhardt” ein und trieb damit krasse Scherze. Auf Kritik reagierte er folgendermaßen:
Ich habe drei Todsünden begangen, so scheint es – ich habe die üblichen Genres missachtet, als ich Melodrama mit komischer Satire und sogar mit Farce verband, ich habe unsere Kriegsziele gefährdet, weil ich die Nazibedrohung verharmloste, und ich habe außerordentlich schlechten Geschmack bewiesen, weil ich das Warschau von heute als Schauplatz für eine Komödie wählte. [New York Times, 29.3.1943]
und
Dieser Film mokiert sich nicht über die Polen; er war nur eine Satire über Schauspieler, Nazi-Geist und bösen Nazi-Humor. Obwohl dieses Bild des Nazismus als Farce gemeint war, zeigte es ihn doch ungeschminkter als viele Romane, Artikel und Filme, die sich mit demselben Gegenstand beschäftigten. [In einem Brief an Herman G. Weinberg, 1948]
1983 produzierte Mel Brooks, wer sonst, ein Remake des Films, das im Vergleich zu Lubitsch unter anderem so bewertet wurde:
Lubitsch treibt mit Entsetzen Scherz; dass darüber erhobenen Hauptes nach wie vor gelacht werden kann, während das Remake von Mel Brooks (1983, Regie Alan Johnson) nur albern wirkt, darin erweist sich die präzise Treffsicherheit von Lubitschs Komödienstil. [mediaculture]
Martin Bruny am Samstag, den
11. Februar 2012 um 05:38 · gespeichert in Rezensionen, Theater, 2012
»Cats« ist wieder in Wien. Am 2. Februar 2012 feierte die Show, die unter anderem mit dem Slogan »Das Originalmusical im Theaterzelt« beworben wird, in Wien-Erdberg/Neu-Marx Premiere. Über den Begriff »Originalmusical« wird in Foren und Kommentaren zu Kritiken eifrig diskutiert – er regt einige wenige, oder auch viele, auf. Was genau der Anlass der Erregung ist? Nun, es geht nicht zuletzt darum, was man unter der Chiffre »Original« verstehen soll. All jenen, die »Cats« in Wien nie zuvor gesehen haben, wird diese Begrifflichkeit tendenziell eher egal sein – jenen, die in den 1980ern Musicalgeschichte in dieser Stadt erlebt haben, vielleicht weniger. Nicht, dass Wien heute oder jemals der »Nabel der Musicalwelt” war, auch wenn so manch deutscher Ex-Dramaturg und Buchautor den Österreichern, insbesondere den Wienern, immer wieder unterschieben will, dieser Meinung zu sein, doch diejenigen, die dabei waren, argumentieren unter anderem, und auch teilweise berechtigt, damit, dass man nicht von »Original« sprechen kann, jedenfalls nicht vom »Wiener Original«, wenn kein auch nur annähernd vergleichbares Orchester wie jenes der Vereinigten Bühnen Wien zu hören ist, das für einen vereinigten musicalischen Hochklang sorgt, wie er für das »Original« kennzeichnend war. Und schließlich sei das ja immer betont worden, dass man das »Wiener Original« zurückbringen würde.
Die Veranstalter der »Cats«-Tour machen es diesen Kritikern fast zu leicht, denn wer beispielsweise auf der offiziellen Website zur Show (siehe –> hier) nach Angaben zu einem »Orchester« sucht, wird nichts finden, gar nichts. Es sind keine Musiker angegeben. Warum eigentlich? – Da darf man sich nicht wundern, wenn sich rund um diese fehlende Angabe wilde Gerüchte ranken. Kommt gar alles vom Band? Manche sprechen davon, dass »nur mehr« sechs Musiker für die Instrumentalabteilung der Show zur Verfügung stehen, manche sprechen von acht, andere meinen, vor einem Jahr noch zwölf auf der Bühne gezählt zu haben. Die einen meinen, es würden keine Clicktracks eingesetzt – schon gar nicht in Wien! –, andere sind nach ihrem Besuch der Show überzeugt, ohne Clicktracks sei nicht mal dieser »dünne Sound« von so wenigen Musikern zu bewerkstelligen. Es gab Stimmen, die meinten, das »Orchester« sei für Wien von sieben (schon wieder eine neue Zahl) auf zwölf Musiker upgegradet worden.
Nun: Alles fasch. Die Lösung lautet: zehn. Zehn Musiker sind während der Show in Wien zu hören: drei Keyboards, eine Gitarre, ein Bass, zwei Reeds, Drums, ein Cello und ein Horn. Steht übrigens auch im Programmheft, kann man dann auf der Bühne auch –> abzählen.
Mit solchen Fakten, meine ich, kann man durchaus aktiver an die Öffentlichkeit gehen, das sind die Rahmenbedingungen, unter denen sich die Produzenten entschlossen haben, die Show auf Tour zu schicken. Lloyd Webber selbst ließ vor Jahren eine Band-Tourfassung erstellen. Eine Tourproduktion kann nicht in allen Bereichen alle Wünsche erfüllen. Es ist ja auch nicht so, dass der Platzhirsch in Wien seine Revivals in allen Belangen bestens erneut auf die Bühne bringt, trotz Megasubventionen. Man erinnere sich an »Tanz der Vampire – Die neue Wiener Fassung«, den Abklatsch des Originals von 1997, immerhin mit guten bis sensationellen Hauptdarstellern, aber dennoch – was für ein Abfall im Vergleich zum Original, angefangen von klapprigen Dekos bis hin zum Schrumpfensemble und dem Sardinendosenklang der Soundkonstellationen im Ronacher in gut zwei Dritteln des Hauses, egal, ob man dafür viel oder wenig Geld bezahlt.
Letzten Endes ist alles eine Frage auch des richtigen Timings, manchmal auch des Verhandlungsgeschicks. Hätte man in Wien nicht so intensiv am Ruf der »Tiger Lillies« gebastelt und das Konto der Hauslieblinge wie Christian Kolonovits oder Michaela Ronzoni (unter anderem für die aufgeblähte Geschichtspeinlichkeit »Die Habsburgischen«) aufgefüllt, wäre es eventuell möglich gewesen, die Katzen ins Wiener Ronacher zu holen – dann hätten wir nun eventuell eine Koproduktion mit dem Orchester der VBW in Wien. Alles eine Frage der strategischen und künstlerischen Planung der Intendanz, die aber ja von der jungen urbanen Vielfalt zur retardierenden Einerleiheit mit fliegenden Fahnen abgedriftet ist. Sicher auch ein Grund, warum ein Hit wie »Ghost« natürlich nicht in Wien zu sehen sein wird, sondern in Holland und dann mit ziemlicher Sicherheit in Deutschland.
Vielleicht sollte man sich auch gar nicht nur verteidigen, sondern zum Angriff übergehen? So könnte man durchaus die Meinung vertreten: Was nützen mir 24 Musiker im Orchester, wenn ihre einzige Aufgabe es ist, Mediokritäten zu veredeln? Was bringt ein Buch von Rosamunde Pilcher an Mehrgewinn, wenn es auf Büttenpapier gedruckt und mit edlen Metallecken ausgestattet ist?
Wir sehen also, hier stoßen zwei Welten aufeinander. Es läuft auf die Frage hinaus: Will ich eine tolle Show sehen oder meinetwegen die wehmütige Erinnerung an einen Klassiker abfeiern – und nehme dafür in Kauf, dass man beim Faktor Orchester grobe Abstriche machen muss, was niemand bestreiten wird, oder schau ich mir absoluten Zinober an, veredelt vom Spitzenorchester der VBW?
Nichts im Leben ist perfekt, übrigens auch nicht die opulente Werbekampagne der »Cats-Tour«. Professionell organisierte Pressekonferenzen, ja, eine von Promis gestürmte Premiere und eine gelungene Premierenfeier, ja – beworben wurde aber unter anderem auch, dass in Wien die originalen Wiener Texte zu hören sein werden, und das ist genau genommen falsch. Es handelt sich eigentlich um eine Fassung, die erst seit der Berliner »Cats«-Premiere 2002 verwendet wird, sozusagen eine überarbeitete, man sagt originalgetreuere deutschsprachige Version, basierend auf der Wiener Fassung, nicht auf jener, die für die Deutschland-Premiere 1986 »neu übersetzt« wurde.
Wobei man sich tatsächlich, wie es auch in der Kritik einer Wiener Tageszeitung zu lesen war, fragen könnte, ob man denn nicht auch gleich noch einen Schritt näher ans Original gehen hätte können. Was spricht dagegen, die englischen Texte zu singen? Für manche Darsteller auf der Bühne wäre es sicher wesentlich einfacher gewesen, kommen sie doch aus aller Welt. Vielleicht würden dann doch noch mehr Katzen, die auf der Bühne zu sehen sind, auch tatsächlich singen. Nicht jeder, der ein Mikro hat, ist auch zu hören, weil so manches Mikro, »leise« gestellt ist, dafür kommt auch nicht alles, was man an Stimmen hört, von Darstellern, die auf der Bühne stehen. Auch backstage im Booth wird gesungen, diese Stimmen werden live dazu gemischt. – Wie man eben so zaubert im Musicalbusiness. Verbeugen dürfen sich diese Sänger aus dem Off allerdings nicht. Eine etwas undankbare Angelegenheit.
Wie auch immer: Wenn wir also akzeptieren, dass man beim Orchester Abstriche machen muss, dafür aber ein tolles Musical zu sehen bekommt, bleibt unter anderem noch der Platz zu erwähnen, auf dem sich alles abspielt: das Zelt. 1700 Zuschauer fasst es in Wien (nicht wie sonst überall 1800), geworben wird damit, dass man von praktisch überall eine gute Sicht hat. Aufgrund der Rundbühne sei kein Platz mehr als 20 Meter von der Bühne entfernt und so weiter. Nun, das stimmt mehr oder weniger. Bucht man ganz seitlich ganz hinten Karten, hat man freilich starke Sichteinschränkungen in Kauf zu nehmen, aber, vergleichen wir das wieder mit dem Platzhirsch in der City: Wenn ich im Ronacher im 1. Rang seitlich Karten buche, habe ich bereits in der besten Kategorie massive Sichteinschränkungen in Kauf zu nehmen. Was also die Sicht betrifft, so punktet das Zelt, die Rundbühne, »Cats« voll, wenngleich man auch hier fairerweise anmerken muss, dass die Kategorie mit starker Sichtbeschränkung überteuert ist. Da nützt es auch nichts, wenn auf Facebook Fakeprofile Gegenargumente vortragen, wer auch immer hinter diesen Fakeprofilen steckt. Das können durchaus auch »Fans« sein, die den Produzenten damit einen Bärendienst erweisen.
Der Sound, nunja, man könnte sagen, besser als in großen Teilen des Ronacher oder in mehr als 70 Prozent der so genannten soundtechnisch feinjustierten Halle F der Wiener Stadthalle ist er allemal. Ganz hinten ist die Klimaanlage des Zelts stärker zu hören als weiter vorne. Das Ganze wirkt etwas hallig, aber mein Erlebnis stammt von einem Platz, zwar ganz vorne, aber seitlich der Bühne (Kategorie 2). Es ist anzunehmen, dass in der ersten Kategorie und zentral vor der Bühne der Sound noch besser abgestimmt wurde. In etwa so wie auf den Topplätzen im Ronacher, wo man auch nur in den ersten sieben bis acht Reihen von einem sehr guten Sound sprechen kann.
»Cats« lebt zu einem großen Teil von seinem Mythos, viele Melodien sind Evergreens geworden, die man nach einem Besuch der Show tagelang, auch nach dem Besuch dieser Tourversion, nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Webber-Musicals dieser Entstehungszeit (wie zum Beispiel auch das darauffolgende »Starlight Express«) sind gekennzeichnet durch ein Nichts von einer Handlung, gekoppelt mit irgendeiner Art von Triumph (meist spiritueller Art) über ein Ungemach und starken Songs in den unterschiedlichsten Stilen. Das Design, der Tanz, die großartigen Kostüme, das Make-up, die Lichtshow, all das steht in der Rangfolge der Wichtigkeit ganz oben. Effekte, Licht, ja – eine Charakterentwicklung gibt es für die Darsteller in den an sich seichten Dramen nicht zu gestalten. Aber dafür haben wir ja unsere Drama-Musicals, von denen wir ohnedies in dieser Stadt genug abbekommen.
Bei der Wiener Premiere war längst nicht alles ganz perfekt. Der wirkliche Thrill kam nicht immer auf. Da waren noch ein paar Unstimmigkeiten im Ensemble, da war eine Grizabella, die ihr großes Solo nicht wirklich zum Showstopper gestalten konnte. Gerade ein Lied wie »Erinnerung« klingt, ohne übermäßig bashen zu wollen, ziemlich billig in der sehr reduzierten Tour-»Orchester«fassung. Da braucht es ein bisschen mehr, um das aufzuwiegen, als Masha Karell bei der Premiere bieten konnte. Meinetwegen hätte man das längst zu Schutt und Asche gesungene »Erinnerung« ganz streichen können, aber wenn es denn – natürlich – doch in der Show bleibt, dann muss es im 2. Akt so kommen, dass es die Leute von den Sitzen reißt. Das ist kein Problem. Ein bisschen weniger Posing, ein bisschen mehr Mut bei der Gestaltung des Lieds, etwas mehr echt wirkende Gefühle. Das geht – erlebt, gesehen und gehört.
Aber dann gibt in Wien 2012 ja immerhin ein Dominik Hees einen wunderbar sexy Rum Tum Tugger, den Rockstar unter den Bühnenviechern, der diese Rolle vermutlich genau so spielt, wie sie erdacht war: »ein bisschen Mick Jagger, etwas Steven Tyler, ein wenig James Dean«, verspielt, mit starker Bühnenpräsenz. Er liefert den Thrill, den die Show braucht. Bis Ende Februar ist Hees in Wien noch dabei, und man sollte genau ihn in dieser Rolle gesehen haben. Ihm zuzusehen, macht Freude und gute Laune.
Frank Logemann als Bustopher Jones/Asparagus/Growltiger ist der Star der Show, die von/mit ihm erzählten Geschichten »Bustopher Jones«, »Gus, der Theaterkater« und »Growltigers letzte Schlacht« – für viele das Herz der Show schlechthin – macht er zu den Highlights der Produktion. Er bringt seine Figuren zum Leben, outriert, singt herrlich und holt alles aus diesen Geschichten heraus, was nur möglich ist. Da schnurrt auch die ganze Theatermaschinerie, das Ensemble singt und tanzt auf Hochtouren, es passt einfach alles.
Genial, die Tanzeinlagen von Mark John Richardson als Mr. Mistoffelees in der Nummer »Mr. Mistoffelees«, gemeinsam mit Rum Tum Tugger Dominik Hees.
Ob man nun Martin Berger als Alt Deuteronimus gut findet, ist vermutlich eine Frage, wie viele andere Darsteller man in dieser Rolle gesehen hat, wie oft man gehört hat, wie viel an Gefühl andere in dieses Lied zu legen imstande sind. Glanzleistung war es, wie auch immer, keine. Aus dem Song »Über das Ansprechen von Katzen« kann man so viel mehr herausholen – trotzdem funktioniert das Lied natürlich trotzdem insgesamt als Finale.
Das Erlebnis »Cats« ist auch heute noch umwerfend. Da können manche meinetwegen die »alte Stepchoreographie« zu altbacken finden, sich wundern, dass man nichts an Erneuerung in die Erinnerungsedition der Show eingebracht hat. Warum sollte man? Das Ding hat immer funktioniert und funktioniert jetzt nach wie vor.
Geworben wurde im Vorfeld mit einer speziellen »Wiener Besetzung« – vielleicht war man damals ja gerade in Gesprächen mit einigen bekannten Namen, von denen der eine oder andere dann zwar bei der Premiere mit dabei war, aber als Zuschauer. In die Cast haben es ein paar Österreicher immerhin geschafft. Etwa die Niederösterreicherin Denise Jastraunig als Cover Jellylorum/Griddlebone/Gumbie Katze/Jenny Fleckenfell und Swing, die Wienerin Nazide Aylin, unter anderem aus dem ORF-Castingformat »Musical! – Die Show« bekannt, der Wiener Martin Berger, der vor allem in Deutschland Karriere gemacht hat (in Wien war er in »Kuss der Spinnenfrau«, »The Proucers« und »Sister Act« zu sehen), als alternierender »Alt Deuteronimus«, und die Badnerin Birgit Breinschmid als Bombalurina.
Fazit: Wie es schon Robert Cushman im »Sunday Observer« am 17. Mai 1981 formuliert hat: »CATS isn’t perfect. Don’t miss it.«
Cats – Wien, Premierenbesetzung 2. Februar 2012 Band
Dirigent: Daniel Rein
Key 1: Guido Hendrichs
Key 2: Yi Zhou
Key 3: Constanze Beck
Gitarre: Matthias Kurth
Bass: Gero Gellert
Reed 1: Max Teich
Reed 2: Andreas Ockert
Drums: Leonardo von Papp
Cello: Hagen Kuhr
Horn: Bethany Kutz
Cast
Grizabella: Masha Karell
Jellylorum/Griddlebone: Karen Selig
Gumbie Katze: Eva Maria Bender
Bombalurina: Birgit Breinschmid
Demeter: Cornelia Waibel
Rumpleteazer: Marleen de Vries
Victoria: Anique Bosch
Sillabub: Theano Makariou
Cassandra: Elisabeth Hazel Bell
Tantomile: Jaymee Bellprat
Elektra: Jo Lucy Rackham
Rum Tum Tugger: Dominik Hees
Munkustrap: David Arnsperger
Alt Deuteronimus: Martin Berger
Bustopher/Gus/Growltiger: Frank Logemann
Skimbleshanks: Paul Knights
Mungojerrie: Gavin Eden
Mr. Mistoffelees: Mark John Richardson
Tumblebrutus: Nils Haberstroh
Alonzo: Alex Frei
Pouncival: Jack Allen
Plato/Maccavity: Shane Dickson
Coricopat: John Baldoz
Martin Bruny am Freitag, den
10. Februar 2012 um 21:57 · gespeichert in Netz, Musical, Broadway
Die Broadway-Produktion des Musicals »Godspell” (Stephen Schwartz) hat es nicht leicht. Die Auslastung liegt derzeit bei rund 75 Prozent, das ist momentan gar nicht mal so schlecht, war schon mal niedriger. Schlagzeilen können bei Auslastungen in diesem Bereich nie schaden. Mal überlegen: Womit könnte man das konservative Broadway-Publikum noch schocken? Erlauben wir doch Live-Tweeting aus dem Theatersaal. Ist das nicht was?
Nun, das Ganze ist schnell als Promotionaktion entlarvt. 15 Besucher, die tweeten möchten, bekommen Gratiskarten (also Tickets, die man bei einer derartigen Auslastung ohnehin nicht verkauft hätte), weitere Tickets mit der »Lizenz zum Tweeten« gibt es um 99 Dollar am Ticketschalter. Die Tweeter werden in einen speziellen Bereich des Theaters verfrachtet, wo sie andere Besucher nicht allzu sehr stören – wo immer das sein mag. Könnte man eigentlich für jede Vorstellung so machen, gilt aber nur für den 19. Februar 2012. Werden wir in zehn Jahren zurückblicken und sagen: Da, an dem Tag war das der Beginn einer neuen Ära?
In Wien, nur nebenbei erwähnt, wird etwa aus den Theatern der VBW andauernd, nun, nicht gerade getweetet, aber doch gesimst. Woran immer das liegen mag …
Martin Bruny am Dienstag, den
7. Februar 2012 um 03:11 · gespeichert in Musical, Event-Tipps
11. August 2012
19:30
bis
22:00
Am 11. August 2012 ist im Rahmen der Sommerarena der Bühne Baden die Wiederaufnahme einer Musicalproduktion aus dem Jahre 2006 zu sehen: Andrew Lloyd Webbers »Evita«. Maya Hakvoort übernimmt wie auch schon bei der Premiere 2006 und der ersten Wiederaufnahme 2008 die Titelrolle. Sieben Mal ist die Show bis Anfang September 2012 zu sehen.
Evita
Wiederaufnahme 11. August 2012, 19.30 Uhr, im Stadttheater Baden
August 12/17/22/29 //// September 4/5
Vorstellungsbeginn jeweils 19.30
Leading Team
Musik: Andrew Lloyd Webber
Liedtexte: Tim Rice
Deutsche Fassung: Michael Kunze
Musikalische Leitung: Oliver Ostermann
Inszenierung: Robert Herzl
Choreografie: Rosita Steinhauser
Ausstattung: Waltraut Engelberg
Besetzung
Maya Hakvoort, Jasmina Sakr, Dessislava Filipov, Alexandra Wieser-Enk, Beppo Binder, Franz Csencsits, Alexander Donesch, Valentin Frantsits, Michael Fischer, Marcus Folle, Reinwald Kranner, Artur Ortens, Boris Pfeifer, Richard Schmetterer, Stephan Wapenhans, Christian Zmek