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Archiv - Wien

Andrea Malek goes solo - Interkulttheater, 2.3.2005

Andrea Malek, 2. März 2005; Foto: Martin Bruny

Andrea Malek gehört zu den bekanntesten und populärsten Künstlerinnen Ungarns. Sie verkörperte die “Evita” und die weiblichen Hauptrollen in “Chess”, “Dorian Gray”, “Les Mis”, “Sound of Music” und in der “Zauberflöte”.

Piano Man Walter Lochmann, 2. März 2005; Foto: Martin Bruny
In relaxter Atmosphäre präsentierte die Sängerin ihr neues Soloprogramm “I Love a Piano” am 2. und 3. März im Wiener Interkulttheater. Begleitet von Walter Lochmann am Klavier interpretierte Andrea Malek Lieder von Cy Coleman (”People Magazine” aus “The Life”), Kander & Ebb (”Sooner or later” aus “Kiss of the Spider Woman”), Stephen Sondheim (”Not while I’m around” aus “Sweeney Todd”) Frank Wildhorn (Songs aus “Jekyll & Hyde” und “Scarlet Pimpernel”), Irving Berlin (”I love a piano”), Maury Yeston (”Unusual way” aus “Nine”), Erich Kästner & Kurt Weill, Georg Kreisler bis hin zu ABBA (ein Medley mit Songs aus “Chess”) und Norah Jones.

Andrea Malek, 2. März 2005; Foto: Martin Bruny
Maleks Mix aus Nachtclubatmosphäre, berührender Intensität, großen Gesten, verträumter Romantik und witziger Spiellust begeisterte das Publikum.
Andrea Malek, 2. März 2005; Foto: Martin Bruny

Andrea Malek, 2. März 2005; Foto: Martin Bruny

Volksoper, 26.2.2005: “The Sound of Music” - Premiere eines Musical-Dinos

Foto: Martin Bruny
Nun ist es doch mal in Wien gelandet, Richard Rodgers’ & Oscar Hammmersteins “The Sound of Music”, eines der populärsten Musicals in vielen Ländern der Welt, gänzlich unbekannt allerdings in jenem Land, in dem die Handlung der Show stattfindet: Österreich.

Foto: Martin Bruny
In satten Farben und opulentem Orchestersound, dirigiert vom legendären Erich Kunzel, kommt die Story der Familie Trapp recht lahm daher. Die Kinder sind lieb, die Lieder nett und doch, den Pepp, den die Verfilmung mit Julie Andrews hat, man vermisst ihn. Das mag zu einem Großteil an der Inszenierung liegen. Die Dialoge klingen reichlich hölzern, fast aufgesagt, am natürlichsten agieren noch die Kinder. Teddy Podgorski schreitet mal wieder in seiner Stammrolle als SS-Offizier polternd über die Bühne, Sandra Pires, eine der entzückendsten Sängerinnen mit einer wunderbaren Mikrophon-Stimmtechnik, wirkt auf der großen Bühne etwas verloren. Die Stimmen der Darsteller werden zwar offensichtlich elektronisch leicht verstärkt, doch das reicht nicht, gerade Sandra Pires entfaltet den Zauber ihrer Phrasierungskunst vor allem mit einem voll aufgedrehten Mikro. Ihr Genre ist diese Art von Musical nicht. Sie wirkt manchmal wie ein Fremdkörper in einem Sound klassisch ausgebildeter Stimmen, repräsentiert zum Beispiel durch Sulie Girardi, Mirjana Irosch, Sigrid MArtikke und Heidi Brunner.

Foto: Martin Bruny
“The Sound of Music” - vielleicht ist es ein Musical, das man nur lieben kann, wenn man nicht im Land der Handlung aufgewachsen ist. Vielleicht sehnt man sich hierzulande und heutzutage nach ganz anderen Dingen als der Idylle einer pseudo-intakten Familie und Moralvorstellungen, die manchen wie Geister aus dem vorvorigen Jahrhundert vorkommen müssen.

Foto: Martin Bruny

“Metro Flair” - die neue Generation des Konservatoriums Wien am Start


Lieder und Szenen rund um die U-Bahn präsentieren die Studierenden des 1. Jahrgangs der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater des Konservatoriums Wiens Donja Anvieh-Golpashin, Rainer Bräuer, Andrea Frohn, Elisabeth Heller, Otto Jaus, Richard Schmetterer, Daniela Sukup und Nadine Denise Zeintl in ihrem Showprogramm Metro Flair: Großstadt - Stationen - Begegnungen - Alltag.


Die Premiere der Show steigt am 2.3.2005 im Stadttheater Walfischgasse (Walfischgasse 4, 1010 Wien), weitere Vorstellungen finden am 3., 4. und 5.3.2005 statt.
Für Regie und Produktionsleitung zeichnet Wolfgang Groller verantwortlich, die Musikalische Leitung übernimmt Laszlo Kövi, die Choreographie stammt von Ricarda Regina Ludigkeit. Doris Richter ist verantwortlich für Kostümdesign, Inspizienz, Assistenz und Requisiten. Die Studenten werden am Klavier von Laszlo Kövi begleitet.

24.2.2005, Raimundtheater, Wien: Premiere für Romeo & Julia - Was für ein Triumph

Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny
Foto: Martin Bruny

Lukas Perman & Marjan Shaki - Wiens neues Musical-Traumpaar

Lukas Perman und Marjan Shaki als Romeo und Julia, Foto: Martin Bruny
Derzeit laufen am Wiener Raimundtheater die letzten Vorbereitungen für die morgige Premiere von Gà©rard Presgurvics Musical Romeo & Julia. Wer eine der letzten beiden Previews gestern oder heute gesehen hat, weiß bereits, daß das Raimundtheater nach einigen flauen Jahren wieder ein Top-Musical zu bieten hat. Die Inszenierung ist derart dicht, die Lichtgestaltung so eindrucksvoll, die Darsteller und zwar jeder für sich, bis in die kleinste Nebenrolle, so herausragend, dass die Zuschauer aus dem Staunen nicht herauskommen.
Christian Kolonovits, verantwortlich für Orchestrierung und die musikalischen Arrangements, ist mit seiner Bearbeitung des französischen Originals ein Glanzstück gelungen. Er hat dem Werk einen ganz eigenen Gefühlston verliehen, nennen wir es den “Wiener Ton”. Schwer zu beschreiben, aber eindeutig zu fühlen und zu erleben, wenn man die Wiener Fassung mit jenen von Frankreich, England, Holland oder Ungarn vergleicht. Ein wenig weniger Pathos, ein bißchen mehr von verträumter Melancholie, an anderen Stellen wieder mehr Kanten und bissigere Beats, aber das trifft es noch nicht hundertprozentig.
Doch “Romeo & Julia” ist nicht zuletzt die Sternstunde des neuen Leading Man des Wiener Musicals, Lukas Perman. Mit welcher Sensibilität, Naivität, Natürlichkeit und vor allem beeindruckender stimmlicher Ausdruckskraft und schauspielerischer Gestaltungskraft er die Rolle des Romeo gibt - das verleiht dieser Produktion einen ganz besonderen Status. Mit Lukas Perman und Marjan Shaki hat Wien ein neues Musical-Traumpaar.
Und mit Mathias Edenborn (Benvolio), Charlie Serrano (Pater Lorenzo), Paul Vaes (Lord Capulet), Carin Filipcic (Amme), Annette Wimmer (Lady Capulet), Zuzanna Maurery (Lady Montague), Mark Seibert (Tybalt), Rasmus Borkowski (Mercutio), Thomas Mülner (Paris), Boris Pfeifer (Der Fürst) uvam. steht wohl eine der stimmgewaltigsten Casts auf der Bühne, die das Raimundtheater je erleben durfte.
Morgen steigt die Premiere, tags darauf gibt es die Kritiken. Alles andere als Lobeshymnen würde ich nicht verstehen. Man darf gespannt sein.

5. Februar 2005: Premiere für die “Joey Racino-Show”

Doris Feik und Alexander Tinodi von PERFORMINGevents mit den Hauptdarstellern der neuen Joey Racino-Show Katrin Mersch und Axel Olzinger, © klinger & husar oeg
Die Agentur greenwitch&partners entwickelte in der Abteilung PERFORMINGevents in Zusammenarbeit mit dem Performing Center Austria ein neues Showkonzept für das Magna Racino in Ebreichsdorf. Ab Samstag, dem 5.2.2005, wird die “Joey Racino-Show” fünf Mal wöchentlich als mitreißende Bühnen-Sitcom mit humorvollen Episoden aus der Welt der modernsten Pferderennbahn Europas, gepaart mit viel Tanz und Gesang, zu sehen sein. Durch das Raumkonzept bietet die neue Show den intensiven Kontakt des Publikums zu den DarstellerInnen, gleichzeitig haben die ZuseherInnen die Möglichkeit, das Wetten direkt von Pferde-Profi Joey oder Wett-Lady Jessica zu erlernen. Bei der Premiere am Samstag ist der Eintritt frei.

Premiere für “Rocky Reloaded”, das spannende Musicalpuzzle

Joachim Feichtinger als Frank N. Furter, 22.1.2005, Foto: Martin Bruny
Am 22. Jänner 2005 feierte Rocky Reloaded, die jüngste Produktion der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater des Kons, im Leonie-Rysanek-Saal des Konservatoriums Premiere.
“Rocky reloaded” ist eine moderne, an die “Rocky Horror Show” angelehnte Geschichte, randvoll mit Tanz, Rock/Pop, der Sorte Humor, die dort anfängt, wo viele zu lachen aufhören; Anarchie, Gitarren und vor allem Erotik. Wer sich für das Science-Fiction-Genre von Heute interessiert, wird garantiert auf seine Rechung kommen.

Elisabeth Sikora & Lutz Standop als Janet & Brad, 22.1.2005, Foto: Martin Bruny

Die Studierenden der Abteilung für Musikalisches Unterhaltungstheater spielen, singen und tanzen sechs Vorstellungen in wechselnden Besetzungen. Musikalisch interpretieren sie nicht nur einige Lieder aus der “Rocky Horror Show”, sondern auch Songs aus Filmen und Charts, wobei die Spanne von Elton John, über Billy Joel, George Michael, Queen, Aerosmith, Hoobastank, Star Wars, Akte X, James Bond, Matrix, Men in Black, Barbarella, Tommy bis hin zu Jesus Christ Superstar u. v. a. reicht. “Rocky Reloaded” ist nicht zuletzt ein pfiffig arrangiertes szenisches und musikalisches Puzzle, das aufzudecken in jeder Sekunde Spaß macht.

Dennis Kozeluh, Star der Vereinigten Bühnen Wien, ist in der Rolle des Erzählers zu erleben, wobei er nicht live mitwirkt. Sein Part wurde aufgezeichnet, per Bildschirm ist er ständig präsent - auch das eine gelungende und funktionierende Idee.

Dennis Kozeluh als Erzähler, 22.1.2005, Foto: Martin Bruny

Besetzung 22.1.2005:
Dr. Frank-N.-Furter: Joachim Feichtinger
Brad Majors: Lutz Standop
Janet Weiss: Elisabeth Sikora
Riff Raff: Jonny Kreuter
Magenta: Lisa Polacek
Columbia: Nicole Radeschnig
Rocky: Vincent Bueno
Eddie/Sänger: Jan Hutter
FBI Agent: Oliver Gritsch
FBI Agentin: Irena Flury
1. Mann: Bernhard Victorin
2. Mann: Thomas Udalrik
Erzähler: Dennis Kozeluh
Transsylvanier: Birgit Radeschnig, Irena Flury, Sandra Högl,
Verena Barth-Jurca, Thomas Udalrik, Bernhard Viktorin,
Jan Hutter, Oliver Gritsch

Foto: Martin Bruny

Die weiteren Vorstellungsdaten: 24., 25., 26., 27., 28. (ausverkauft!) Jänner 2005.

Willkommen, bienvenue, welcome! - musicalkons.at.tt geht online

http://www.musicalkons.at.tt/

musicalkons.at.tt, die Website der Studierenden und Lehrenden der “Abteilung IX - Musical” des Wiener Konservatoriums, ist ab sofort online. Fast könnte man meinen, das Launching dieser Site sei die prompte Erfüllung meines Wunsches vom 17. Oktober letzten Jahres, aber das wirds dann sicher doch nicht sein.
Jedenfalls, ein Besuch der Page der Studierenden lohnt sich. Zwar gilt es, einige Bereiche noch mit Inhalt zu füllen, aber: Von Rocky Reloaded, der aktuellen Produktion der Musicalstudenten, sind bereits jetzt jede Menge Probenfotos online, und die machen Lust auf die kommenden Vorstellungen. Auch das Produktionsarchiv ist einen Besuch mehr als wert.

Kammeroper Wien: John Jiler besucht “Avenue X”

Gino Emnes, John Jiler, Carole Alston-Bukowsky, Joe Garcia und Steven Shiversm, 13.1.2005, Foto: Martin Bruny

Mit doch sichtlicher Aufregung stellte sich Autor, Journalist & Schauspieler John Jiler vergangenen Donnerstag, 13. Jänner 2005, dem Publikum der Wiener Kammeroper nach einer gelungenen Vorstellung seines Babys, dem “A-Capella Musical” “Avenue X”.
Jiler, für Book & Lyrics verantwortlich, war extra für diese Vorstellung aus New York angereist. In einer kurzen Diskussionsrunde nach der Show gab er Einblick in die Entstehungsgeschichte des Musicals. So wollte er unter anderem dem überbordenden Technikwahn im Genre Musical aktiv entgegenwirken und eine Show auf die Beine stellen, in der keine Hubschrauber auf der Bühne landen und die Darsteller nicht nur völlig verkabelt singend wahrzunehmen sind.
Michael Schnack, Musikalischer Leiter der Show, schilderte, wie “Avenue X” in der Wiener Kammeroper landete. So stöberte er vor einigen Jahren in einem New Yorker Plattenladen, das Cover der Off-Broadway-Cast-CD von “Avenue X” machte Eindruck auf ihn, und als es dann Jahre danach darum ging, ein neues Musicalprojekt für die Kammeroper vorzuschlagen, präsentierte er, ohne viel Hoffnung, “Avenue X”. Ein A-Capella Musical, das kein teures Orchester erforderlich macht, schien zwar einerseits perfekt für die Kammeroper, die mit Bühnen wie jenen der VBW nicht konkurrieren kann, auf der anderen Seite: Welche Sänger würde man im Rahmen des Budgets bekommen? Wider Erwarten war die Direktion sofort von “Avenue X” begeistert.

Michael Schnack, John Jiler und Murielle Stadelmann, 13.1.2005, Foto: Martin Bruny

John Jiler war sichtlich gerührt, bei einer Aufführung seines Babys im Land Mozarts beiwohnen zu dürfen. Derzeit arbeitet er mit der Komponistin Georgia Stitt an einem neuen Musical, das in der Zeit des 2. Weltkrieges spielt.

Axel Olzinger, John Jiler, Murielle Stadelmann und Bruno Grassini, 13.1.2005, Foto: Martin Bruny

Musicals & Shows in Wien abseits der großen Bühnen

Wiens Theaterlandschaft ist auch musicalmäßig weit vielfältiger, als man auf einen ersten flüchtigen Blick glauben möchte. Neben Elisabeth und (bald) Romeo & Julia geht in den nächsten Monaten eine Vielzahl an interessanten Musicals & Shows über die Bühne.
- Noch bis Ende Jänner steht Avenue X auf dem Spielplan der Kammeroper Wien, in den Hauptrollen: Gino Emnes, Joe Garcia, Carole Alston-Bukowsky, Stephen Shivers, Ramin Dustdar, Bruno Grassini, Axel Olzinger und Murielle Stadelmann.
- Ab 22. Jänner führen die Studenten des Konservatoriums Wien Rocky Reloaded auf. Vorstellungsdaten: 22., 24., 25., 26., 27., 28. Jänner 2005.
- Ruth Brauer, hochschwangerer Musicalstar, verkürzt sich die Zeit bis zum freudigen Ereignis mit Broadway Baby, einer One-Woman-Show mit Gästen, unter anderem zu sehen in der Broadway Bar ( 20.-27. Jänner)und im Neu-Wien ( 28., 29. Jänner).
- I love a piano lautet der Titel des Soloabends von Andrea Malek, dem ungarischen Musicalstar, der derzeit in Wien im Musical “Elisabeth” zu erleben ist. Die Show im Interkulttheater geht am 2. und 3. März jeweils um 20 Uhr über die Bühne.
- Im Interkult präsentieren die Studenten des Vienna Conservatory ihre Show Subway Stories. Gespielt wird an folgenden Tagen: 15., 16., 27. und 28. Februar.
- Im Wiener Metropol läuft ab 2. Februar das Frank Sinatra-Musical Strangers in the night.
- Das Kultmusical I love you, you’re perfect, now change ist ab 25. April im Wiener Ensembletheater in der englischen Originalfassung zu sehen. Es handelt sich dabei um eine Aufführung des Vienna Theatre Projects.
[to be continued …]

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