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Archiv - Event-Tipps

Renaissancetheater: Ronja Räubertochter (Premiere)

27. November 2007
16:00bis18:00

RONJA RÄUBERTOCHTER
von Astrid Lindgren
in einer Fassung für das Theater der Jugend

Regie: Susanne Lietzow
Ausstattung: Marie Luise Lichtenthal
Licht: Lukas Kaltenbäck
Puppenbau: Kathrin Sellin
Kampfcoach: Josef J. Borbely

mit: Peter Badstübner, Justus Beckmann, Horst Eder, Maria Hofstätter, Andreas Kammerzelt, Estefania Miranda Rojas,
Klaus Rott, Rafael Schuchter, Jürgen Schüller, Martina Spitzer, Peter Steiner, Johannes Zeiler

Renaissancetheater; 7, Neubaugasse 36
Aufführungen ab 24. November 2007
Premiere am 27. November 2007 um 16 Uhr
Weitere Vorstellungen: täglich außer sonntags bis 20. Dezember 2007
ab 6 Jahren

Nicht einmal die gewaltige Mattisburg war die ganze Welt. Nicht einmal der hohe Mattisberg war die ganze Welt, nein, die Welt war viel größer. „Erschrick nicht, Birk“, sagte Ronja. „Jetzt kommt mein Frühlingsschrei!“ Und sie schrie, gellend wie ein Vogel, es war ein Jubelschrei, den man weithin über den Wald hörte.
Astrid Lindgren. Ronja Räubertochter

Zum Donnerdrummel! Bereits in jener Nacht, als Ronja geboren wurde, hätte man ahnen können, dass die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis etwas ganz Besonderes ist! Denn damals hatte der Blitz in die Burg der Räuber eingeschlagen und sie in zwei Teile gespalten. Seitdem sind ein paar Jahre ins Land gezogen, und mittlerweile ist nicht mehr das Rauben, sondern Ronja der unbestrittene Mittelpunkt im Leben der raubeinigen aber fröhlichen Räuberbande.

Wäre da nicht diese Unternehmungslust seiner Tochter, die Ronjas Vater ganz schön auf Trab hält. Denn Ronja spielt am liebsten am Rande der wilden Schlucht und im finsteren Mattiswald, den sie durchstreift, um den Geheimnissen der Wilddruden, der Graugnome und Rumpelwichte auf die Spur zu kommen.
Und wer hätte gedacht, dass es noch jemanden gibt, der sich so gerne in Abenteuer stürzt wie dieses aufgeweckte Mädchen? Mit Birk, dem Sohn des Anführers der verfeindeten Borkaräuber, wird Ronja bald eine Freundschaft verbinden, die sie ganz entschieden gegen den Zorn ihres Vaters verteidigt. – Wird es den beiden Kindern gelingen, die beiden Räuberbanden friedlich zu vereinen und so gemeinsam gegen die ungerechten Landsknechte zu kämpfen?

Astrid Lindgrens vielfach ausgezeichnetes Kinderbuch gilt als eines der couragiertesten Plädoyers für Freundschaft, Toleranz und Mut-Zeigen. Zum hundertsten Geburtstag der großen schwedischen Autorin präsentiert das Theater der Jugend eine Neuinszenierung dieser beliebten Geschichte.

Astrid Lindgren wird am 14. November 1907 in Vimmerby in Schweden geboren. Sie bekommt sehr jung ein Kind und arbeitet zunächst als Sekretärin. Später heiratet sie, und ein zweites Kind, diesmal ein Mädchen, kommt zur Welt. Allabendlich verlangt ihre Tochter von ihr Geschichten, und Astrid Lindgren beginnt sie niederzuschreiben. Die Einsendung eines Manuskriptes von „Pippi Langstrumpf“ zu einem Wettbewerb macht sie über Nacht berühmt. Dem Erfolg im eigenen Land folgt rasch der internationale Durchbruch. „Die Kinder aus Bullerbü“, „Meisterdetektiv Blomquist“, „Karlsson vom Dach“, „Michel in der Suppenschüssel“, „Lotta zieht um“, „Madita“, „Mio, mein Mio“ oder „Die Brüder Löwenherz“ sind nur einige der an die hundert Bücher, die Astrid Lindgren schreibt. Ihre Werke werden in 76 Sprachen übersetzt und begeistern Kinder und Erwachsene in aller Welt. Neben unzähligen anderen Preisen erhält sie 1978 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und 1986 den Selma-Lagerlöf-Literaturpreis, von dessen Preisgeld sie eine Stiftung für behinderte Kinder gründet. 95-jährig stirbt Astrid Lindgren 2002 in ihrer Wohnung in Stockholm. Im November 2007 hätte sie ihren 100. Geburtstag gefeiert.

Susanne Lietzow, geboren 1968 in Innsbruck, ist an zahlreichen namhaften Theatern in Österreich und Deutschland als Schauspielerin und Regisseurin tätig. Sie arbeitet zum Beispiel am Deutschen Nationaltheater Weimar, am Staatstheater Kassel, am Projekttheater Vorarlberg und am Theater Phönix in Linz. Zu ihren wichtigsten Inszenierungen zählen u.a. „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus in einer Bearbeitung von Susanne Lietzow und Thomas Potzger in Weimar, „Lysistrate“ in einer eigenen Fassung in Kassel, „Woyzeck“ in Linz und „How much Schatzi“ nach H. C. Artmann ebenfalls in einer eigenen Dramatisierung mit dem Projekttheater Vorarlberg. Für diese Produktion erhält sie die Auszeichnung „Beste Off-Produktion“ im Rahmen des Wiener Theaterpreises „Nestroy“. Von 1997 bis 2000 unterrichtet Susanne Lietzow als Gastdozentin für Schauspiel an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig.