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Archiv - Broadway

Showdown am Broadway: Letzter Vorhang für 6 Produktionen

As is the custom the week after the Tony Awards are handed out, Broadway grosses surged upward significantly last week, with all but three productions seeing gains at the box office. According to figures from the League of American Theatres and Producers, last week’s grosses were $14,452,497, exceeding last year’s total for this time frame by some $600,000. Still, attendance figures fell short: 224,701 tickets last week, versus 225,743 ducats for this week last year.
The increase in grosses can be attributed, of course, to the power of the Tonys. Still, the post-award fallout has begun, with six shows closing in June and some audiences madly scooping up seats before the final curtains fall. Prior to the awards on Sun., June 8, the producers of “A Year With Frog and Toad” announced the show would leap from its lily pad on Sun., June 15; the Roundabout Theatre Company had also announced that the poorly received “The Look of Love” would truncate a planned extension and shutter on the same day. [story]

Tony-Awards 2003 - die Gewinner

Es war nicht zuletzt der Abend der beiden Schauspiel-Legenden Vanessa Redgrave und Brian Dennehy, der Abend der 57. Tony-Awards-Verleihung, die gestern über die Bühne ging. Für ihre Interpretationen in dem Bühnenschauspiel “Long Day’s Journey Into Night” gewannen Vanessa Redgrave und Brian Dennehy die begehrten Auszeichnungen als “Best Leading Actress in a Play” bzw. “Best Leading Actor in a Play”. Gleich 8 Tonys räumte das Musical “Hairspray” ab, eine Show, die wohl in Europa nie aufgeführt werden wird. Billy Joel konnte mit seinem ersten Musical “Movin’ Out” in der Kategorie “Best Orchestration” punkten. Zusammengefasst die Gewinner des Abends:
Hairspray, 8 Awards
Long Day’s Journey Into Night, 3 Awards
Take Me Out, 3 Awards
Nine, 2 Awards
La Bohà¨me, 2 Awards
Movin’ Out, 2 Awards
Def Poetry Jam on Broadway, 1 Awards
Hollywood Arms, 1 Award
[story]

Elton Johns neues Musical: “The Vampire Lestat”


Am 6. Mai 2003 traten Elton John und sein langjähriger Partner Bernie Taupin an die Öffentlichkeit, um ein neues Projekt anzukündigen: “The Vampire Lestat”, ein neues Musical, das 2005 am Broadway Premiere feiern soll.
Das neue Elton John-Werk basiert auf Anne Rices Kultroman-Serie “Die Chronik der Vampire” und ist das erste Broadway-Abenteuer von Warner Bros. Was haben wir zu erwarten? Eine neue Rockoper? Taupin dazu: “Our intention is make a classically-based show that is stripped of gothic clichà©s and that shows the vampire dealing with his damnation on a more realistic and human level. Please let me make this clear this is NOT a rock opera. Our hope is that it will be stylish, sexy, intelligent, rich and hypnotically dark.”
Linda Woolverton (”The Lion King”, “Beauty and the Beast”, “Aida”) wird für das Buch zur Show verantwortlich zeichnen, die Regie übernimmt Robert Jess Roth (”Beauty and the Beast”). Emanuel Azenberg produziert die Show. [story]

Michael Crawford schafft mit Broadway-Flop des Jahrtausends eine “Drama League Award”-Nominierung


Am 28. April 2003 wurden die Nominierungen für die 69. Drama League Awards bekannt gegeben, die am 9. Mai verliehen werden. Eine Nominierung ist geradezu als sensationell zu bezeichnen, wurde doch in der Kategorie “Distinguished Performance Nominees” Michael Crawford für das Broadway-Debakel Dance of the Vampires aufgestellt.
Dance of the Vampires, das in Europa äußerst erfolgreiche Vampir-Musical von Michael Kunze und Jim Steinman, brachte es am Broadway in der Saison 2002/03 auf nur insgesamt 61 Previews und 56 reguläre Vorstellungen. Am 9. Dezember 2002 feierte es seine glanzvolle Premiere und wurde tags darauf von Broadways Kritikern vernichtet. Ken Mandelbaum, Broadway.com-Kritiker, schrieb:

For those who found Jekyll & Hyde too intellectually challenging, Dance of the Vampires may be just the thing. A bona fide Eurotrash bonanza, Vampires would surely have been wiser to unpack its bags in the West End or in Las Vegas. It may make one nostalgic for such hallowed Minskoff Theatre fare as Rockabye Hamlet, Got Tu Go Disco, Marilyn: An American Fable, Teddy and Alice, Tom Sawyer, Saturday Night Fever, or even Metro, the Minskoff’s last foreign-language import. Needless to say, collectors will have to catch Dance of the Vampires. As the title of one of Krolock’s songs puts it, a good nightmare comes so rarely. Don’t forget the garlic.

Gregory Harrison - der neue “Billy Flynn” in Broadways “Chicago”?

Gregory Harrison
Wie Broadway.com berichtet, könnte Schauspieler/Serienstar Gregory Harrison in diesem Sommer am Broadway jene Rolle spielen, die Richard Gere auf der großen Leinwand interpretiert hat: jene des schleimigen Anwalts Billy Flynn im Kander/Ebb-Musical Chicago. (Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.)
Harrison kann schon auf eine ganze Reihe von Schauspielproduktionen verweisen, bei denen er mitgewirkt hat, so zum Beispiel “Steel Pier” und “Follies”, “The Fantasticks”, “The Promise”, “The Subject Was Roses”, “Festival”, “Child’s Play”, “Picnic”, “Billy Budd”, “Carnal Knowledge” und “The Hasty Heart”, eine Rolle, die ihm den L.A. Drama Critics Best Actor Award ein brachte.
In Europa dürfte Harrsion wohl den meisten durch die Serien “Falcon Crest” oder “Trapper John MD” bekannt sein.

“DO NOT LET THEM” - Rocker Sebastian Bach aus Musical-Produktion “Jesus Christ Superstar” gekickt


Im Branchenfachblatt Playbill liest es sich ziemlich trocken: “Die Produzenten der US-Tourproduktion “Jesus Christ Superstar” haben Sebastian Bach gekündigt. Er wird nicht mehr im Rahmen der Produktion auftreten.” How come, fragt sich da der Musical-Fan.
Sebastian Bach gilt seit Jahren, nach einer erfolgreichen Laufbahn als Leadsänger der Rockgruppe Skid Row, als charismatischer Musical-Darsteller. Als Jekyll & Hyde sorgte er dafür, dass eine ganze neue Publikumsschicht den Broadway stürmte, in der “Rocky Horror Show” und als “Jesus” war er der schillernde Star der Produktion.

Was streckt nun hinter dem plötzlichem Rausschmiss? Die Antwort: “Rock’n'Roll”. Bach ist es zu verdanken, dass Rock’n'Roll-Fans Musicals stürmten und ihn wie ein Rockidol feierten, cause er hatte Flair, … letzen Endes war das den Produzenten und eifersüchtigen Kollegen Bachs zu viel … sie mobbten ihn und kündigten ihn. Sie wollten den Rock’n'Roll aus der Show großteils streichen, vor allem aber die umjubeten Zugaben Bachs am Ende jeder Show. Macht aber nichts, so wird die Produktion im Nirvana des Musicaldurchschnitts verdümpeln, und Sebastian Bach wird im Steilflug einem neuen Karrierehoch entgegenfliegen, wie er in seiner Message an all seine Fans durchaus anklingen lässt. Bis dahin unterschreibe ich Bachs flammende Message:

But if they want to USE my fans & take your money without any consideration of what you are coming to see, then my advice to you is DO NOT LET THEM!

Und dann kam doch alles anders … “Urban Cowboy” bekommt “letzte Chance”


In allerletzter Minute erhält das Broadway-Musical “Urban Cowboy” noch eine Chance. Am Ende der “letzten” Vorstellung kam Regisseur Lonny Price auf die Bühne und verkündete dem Publikum und der angesichts der vergangenen Ereignisse geschockten und völlig überraschten Cast, dass die Show weiter am Spielplan stehen werde. Wortwörtlich sagte Price:

We have the greatest producers in the world, Chase Mishkin and Leonard Soloway. And they just informed me that we are not going to close tonight!”

Na, wenn das nicht gute Nachrichten sind …

Der traurige “Urban Cowboy” oder wie Broadways Kritiker ein Musical in den Ruin treibe


Am 27. März 2003 feierte das neue Broadway-Musical “Urban Cowboy” seine Premiere. Alle Beteiligten hofften auf einen Triumph - und warteten auf die so gewichtigen Kritiken der New Yorker Kulturjournalisten. Konfrontiert sahen sich am Ende des Tages alle Beteiligten mit den verheerendsten Kritiken dieser Saison. So verheerend, dass die Produzenten beschlossen, die Show bereits am 29. März 2003 wieder abzusetzen, nach insgesamt 4 (in Worten: vier) regulären Vorstellungen.
Es trauern: Lonny Price (Regisseur der Show, verantwortlich unter anderem für Hits wie “A Class Act”), die Choreographin Melinda Roy, Aaron Latham (Book), Chase Mishkin (Produzent), Leonard Soloway (Produzent), Matt Cavenaugh (Hauptdarsteller) sowie die gesamte Cast (Leo Burmester, Marcus Chait, Sally Mayes, Rozz Morehead, Jodi Stevens,Michael Balderrama, Mark Bove, Gerrard Carter, Nicole Foret, Lisa Gadja, Justin Greer, Michelle Kittrell, Brian Letendre, Barrett Martin, Kimberly Dawn Neumann, Tera-Lee Pollin, Chad L. Schiro, Kelleia Sheerin und Paula Wise).
“Urban Cowboy” beruht auf dem gleichnamigen Filmhit, in dem John Travolta und Debra Winger weltweit begeisterten. Musikalisch wurde die Show von Musical-Genie Jason Robert Brown broadwaytauglich gemacht. Nach vielen Jahren der Entwicklung übernahm er im letzten Jahr den letzten Schliff an der Show. Seine Arbeit wurde während der Tryouts in Florida mit einer Reihe ausverkaufter Vorstellungen und wohlwollenden Kritiken belohnt.
Am Broadway hat der Cowboy ausgeritten! [story]

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