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Archiv - Deutschland

Wicked: Kunze & Deny als Übersetzerteam fixiert

In Stuttgart geht heute die zweiwöchige Audition-Tour für die Deutschland-Premiere von “Wicked” zu Ende. In Hamburg, München, Düsseldorf und Wien wurde bereits gecastet, die letzten 200 der insgesamt 1800 Bewerber sind heute im Stuttgarter Palladium Theater dran. Die Premiere findet am 15. November 2007 in Stuttgart statt.
Offiziell fixiert wurden Michael Kunze und Ruth Deny als Übersetzerteam. Die beiden waren schon bei “Mamma Mia! als Team im Einsatz. [Story]

“High School Musical” - das Rennen um die “Europa-Premiere”

Als TV-Musical ist es Anfang 2006 in den USA erstmals über die Bildschirme geflimmert, der Soundtrack wurde in den Staaten zur meistverkauften CD 2006, Bühnenproduktionen überschwemmen nun geradezu die Vereinigten Staaten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Boom auch das gute alte Europa erreicht.
Jeder europäische “Produzent”, der derzeit eine Aufführung des “High School Musicals” plant, schreibt in seine Presseaussendungen vor allem eines: “europäische Erstaufführung”. Nun, es kann aber nur eine “europäische Erstaufführung” geben (egal in welcher Sprache), und wie es scheint, macht Deggendorf das Rennen, denn die Tanzschule Moving Art feiert am 27. Mai 2007 die vermutlich definitive europäische Erstaufführung der US-Hitshow.
Weitere Premieren sind in Stuttgart und Wien angesagt. In Stuttgart wird das Kelley Theatre die Show vermutlich im Laufe des Juni 2007 in englischer Sprache auf die Bühne bringen, das Performing Center Austria feiert im September 2007 in der Wiener Stadhalle Premiere.

Nicht jedes Phantom hat die Lizenz zum Singen

Derzeit tourt das “Phantom der Oper” durch Deutschland. In der irrigen Annahme, Andrew Loyd Webbers Erfolgsmusical zu sehen, machten sich auch Musicalfans in Rüsselsheim auf den Weg. Auf ihren Eintrittskarten war klar und deutlich zu lesen: “Andrew Lloyd Webber”, auch im Programmheft war der der Name “Andrew Lloyd Webber” zu lesen. Vielleicht hat ein Teil der Besucher auch die Spam-Postings in diversen Musicalforen gelesen, wo regelmäßig von einer “Neuinszenierung” geschrieben wurde. Fakt ist, die “Phantom der Oper”-Version, die derzeit durch Deutschland tingelt, basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gaston Leroux aus dem Jahr 1911 und hat nichts, aber auch gar nichts mit Lloyd Webber zu tun.
Rüsselsheimer jedenfalls lassen sowas nicht mit sich machen. Sie beschwerten sich und bekommen nun ihr Geld zurück. Leider haben die Veranstalter nicht Mumm genug, allen anzubieten, ihr Geld zurückzuerstatten. Wer das Pech hat, vor lauter Frust seine Eintrittskarte weggeworfen zu haben, schaut durch die Finger. [Story]

“Starlight Express” in Deutschland: Alte Hits mit neuem, miesem Klang?

Die WAZ meldet, dass der deutschen Version des Lloyd Webber Musicals “Starlight Express” ab 1. Februar eine neues Sounddesign verpasst werden soll. Soweit, so gut. Jetzt kommt der Hammer: Das “neue Sounddesign” will man unter anderem dadurch erreichen, dass man das Orchester von 18 auf 10 Musiker verkleinert, dadurch soll das “Erfolgsmusical moderner klingen”.
Was hier vollzogen wird, ist nichts anderes als der Trend weg von musikalisch “wertvoller” Produktion hin zu Schrott, hin zum iPod-Sound der LoFi-Generation, die Musik nur ohne Höhen und Tiefen im MP3-Format kennt.
In London wurde das “Les Miz”-Orchester minimiert, in den USA werden Sondheim-Musicals ganz ohne Orchester gegeben, die Darsteller müssen selbst für den Sound sorgen.
Die Reduktion des Orchesters sorgt für besseren Sound? Für wie dumm hält man eigentlich Musicalbesucher? Ein Satz wie “Der Musical-Klang wird den heutigen Hörgewohnheiten angepasst” ist dermaßen lächerlich, dass es schon wieder ärgerlich ist. Wenn Thomas Krauth, der Düsseldorfer Produzent der Show, meint, finanziell nicht mehr über die Runden zu kommen mit einem 18-Mann-Orchester, sollte er eher darüber nachdenken, mit der Wahrheit rauszurücken, als das Publikum zum Narren zu halten. Denn eines steht fest: 8 Musiker weniger im Orchester bedeuten einen massiven Qualitätsverlust. Dann doch gleich Playback, kommt noch billiger. [Story]

»Kiss me, Kate«, in Wunsiedel

Am 30. Dezember 1948 ging am Broadway im New Century Theatre die Uraufführung von Kiss me, Kate über die Bühne. In den Hauptrollen: Alfred Drake (Fred Graham/Petruchio), Patricia Morison (Lilli Vanessi/Katharine), Lisa Kirk (Lois Lane/Bianca) und Harold Lang (Bill Calhoun/Lucentio). Diese erste Produktion brachte es auf insgesamt 1077 Aufführungen, die Dernià¨re fand am 28. Juli 1951 statt. Bei den Tony Awards 1949 war “Kiss me, Kate” der Abräumer: 5 Auszeichnungen konnte die Produktion für sich entscheiden: Best Musical, Best Author (Bella Spewack, Samuel Spewack), Best Composer (Cole Porter), Best Costume Design (Lemuel Ayers), Best Producer (Saint Subber, Lemuel Ayers).
Die Deutschsprachige Erstaufführung fand am 19. November 1955 in Frankfurt/Main (Städtische Bühnen) statt und seit damals ist das Musical aus den Spielplänen vieler Bühnen Deutschlands und Österreichs kaum wegzudenken. 2006 beispielsweise ist “Kiss me, Kate” in einer Produktion der Luisenburger Festspiele zu sehen. Die Besetzung: Gudrun Schade, Sissy Staudinger, Ina Nadine Wagler, Kai Bronisch, Wolfgang Haubner, Axel Herrig, Gerry Hungbauer, Mario Mariano, Manfred Molitorisz, Stephan Wapenhans, Frank Wünsche, sowie Sophie Blümel, Susanna Kratsch, Thorsten Kugler, Kerstin Löcker, Korbinian Reile, Barbara Schmid, Walter Spanny, Uwe Schwalbe, Christian Zmek,und Wolfgang Fellinger, Stephan Först, Christian Frank, Martin Grünzweig, Matthias Klausberger, Hans Lassnig, Bernd Leichtfried, Markus Leinholz, Klaus Lippitsch, Primus Sitter und Heimo Trixner. Für einige Vorstellungen konnte als Stargast Rainhard Fendrich verpflichtet werden. Zu sehen ist er noch in den Vorstellungen am 4. und 5. August.
Wer es nicht nach Wunsiedel schafft, kann sich per Webcam einen kleinen Eindruck von der Atmosphäre verschaffen. Die wird allerdings nur alle 30 Minuten aktualisiert, aber immerhin. Interessante Backstage- und Szenenfotos sind auf der Website von Thorsten Kugler (unter “News” zu finden), der selbst bei der Produktion im Ensemble mitwirkt.

Die unsichtbare Grenze: Silbereisen als “Tod”

Vielleicht wird man irgendwann einmal draufkommen, wann man in Europa endgültig beschlossen hat, das Musicalgenre abzumurksen. Vielleicht wird man dann einmal feststellen, ohja, das war eindeutig der 8. Juni 2006, an dem man folgende Meldung in den Medien lesen konnte.

Florian Silbereisen spielt in Musical «Elisabeth»
Stuttgart (ddp). Volksmusikstar Florian Silbereisen (24) geht zum Musical. Im August stehe er an der Seite von Pia Douwes für das Musical «Elisabeth» auf der Bühne des Stuttgarter Apollo Theaters, teilte die Kultureinrichtung am Donnerstag mit. Silbereisen werde als blonder Todesengel den jenseitigen Verführer der österreichischen Kaiserin Elisabeth spielen. Für Silbereisen ist es seine «absolute Traumrolle». Nachdem er bereits ein Duett aus dem Musical einstudierte und mehrmals öffentlich präsentierte, habe er den Part unbedingt einmal komplett übernehmen wollen, sagte er.
Für die Rolle nimmt Silbereisen Gesangs-, Schauspiel- und Tanzstunden, daneben stehen Proben mit dem Ensemble an.
Seit 2004 führt Silbereisen durch die ARD-Sendung «Feste der Volksmusik». Sein Schauspieldebüt gab er in dem ARD-Film «König der Herzen».
(ddp)

Es gibt gewisse Grenzen des guten Geschmacks, die man besser nicht überschreiten sollte, es ist tatsächlich möglich, einen für viele ohnedies lächerlichen Mythos eines Musicals zu zerstören. Die schon seit langem unerträgliche Kooperation von Musicalproduktionen und Volksmusiksendungen führt nun dazu, dass sich Sisi von einem Volksmusikheini abschleppen lassen muss. Fehlt nur noch, dass Angelika Milster im Hintergrund “Mondlicht” dazu stöhnt und Karl Moik als Lucheni ein fröhliches “Seavas, pfiat Gott und Auf Wiedersehen” anstimmt. Arme Pia Douwes!

“Best of Musical 2006″ - Marika Lichters Pressecocktail

Joshua Denning, Marika Lichter, Jani Walsh-Weber, Uwe Kröger und Thomas Lüdicke; Foto: ©Karl Schöndorfer
Ins Wiener “Planters” lud Marika Lichter am 30. Januar Vertereter der heimischen Medien, um die Musicalgala Best of Musical 2006 zu präsentieren. Filmausschnitte aus den Originalproduktionen “König der Löwen”, “3 Musketiere”, “Mamma Mia”, “Elisabeth”, “Dirty Dancing” u. v. a. m. gaben einen Vorgeschmack darauf, was vom 31. März bis zum 2. April in der Wiener Stadthalle zu sehen sein wird.
Als Höhepunkt sang Uwe Kröger, der auch die Gala moderieren wird, in Kostüm und Maske aus dem “Phantom der Oper”, das er auch in Essen ab 14. Mai verkörpern wird.
Joshua Denning und Uwe Kröger; Foto: ©Karl Schöndorfer
Kröger: “Ich bin so froh, dass unsere Show neben München, Frankfurt, Köln, Stuttgart und Leipzig auch in Wien zu sehen sein wird. Gestern hatte ich die letzte Vorstellung von “3 Musketiere” in Berlin und heute schon den ganzen Tag Proben für “Mozart in Concert”, ab 4. Februar im Raimundtheater zu sehen.”

Jesus Christ Superstar: Jesper Tydà©n - Der neue Jesus in konzertanter Aufführungsserie in Deutschland

Im November 2004 veranstaltet Bernd Steixner eine kleine Tour mit einer konzertanten Version von Andrew Lloyd Webbers & Tim Rices Rock Oper JESUS CHRIST SUPERSTAR. Schauplatz sind drei Theater der Stage Holding. Als Termine/Orte stehen jetzt fest:

15.11.2004 Hamburg (Theater Neue Flora)
22.11.2004 Essen (Colosseum Theater)
29.11.2004 Berlin (Theater des Westens)
Beginn jeweils 20.00 Uhr

Es handelt sich um eine konzertante Aufführung des kompletten Musicals in der englischen Originalfassung. Die Besetzung:

JESPER TYDà‰N (Jesus) singt zur Zeit bei den Bregenzer Festspielen auf der riesigen Seebühne (über 7000 Plätze) den Tony in Leonard Bernsteins “West Side Story” sowie den Chris in der St. Galler Produktion von “Miss Saigon”. Darüber hinaus war der gebürtige Schwede in den letzten Jahren in Wien und Essen als Erzherzog Rudolf in “Elisabeth” zu sehen.

ALEX MELCHER (Judas) ist dem europäischen Musicalpublikum seit vielen Jahren ein Begriff. Verkörperte er doch Hauptrollen in u. a. “Tanz der Vampire”, “Rent”, “Elisabeth”, “Tommy”, “Saturday Night Fever” und wird demnächst in Köln bei “We will rock you” auf der Bühne stehen.

ANN CHRISTIN ELVERUM (Mary Magdalena) spielt zur Zeit die Rolle der Fantine in der Berliner Produktion von “Les Misà©rables” sowie die Marguerite in der europäischen Erstaufführung des Frank Wildhorn Musicals “The Scarlet Pimpernel” im Opernhaus Halle. Zuvor war sie in Deutschland u. a. als Esmeralda in Disneys “Der Glöckner von Notre Dame” und als “Elisabeth” im gleichnamigen Musical in Essen zu sehen.

ALEX LYCKE (Pilatus) reist zu den drei Terminen extra aus Göteborg (Schweden) an, wo er zur Zeit den Chris in “Miss Saigon” spielt. Die Partie des Pilatus ist ihm nicht unbekannt: Er verkörperte diese Rolle bereits bei der Tourproduktion in England sowie in Estland. Das deutsche Publikum kennt Alex Lycke als Hauptmann Phoebus aus Disneys “Der Glöckner von Notre Dame”.

PERRIN M. ALLEN (Herodes) gehörte zur deutschen Originalbesetzung des Musicals “Les Misà©rables”, wo er gleich beide männlichen Hauptrollen (Valjean und Javert) spielte. In den letzten beiden Jahren war er als Musikalischer Leiter der Hamburger “Mamma Mia”-Produktion sowie als Musikalischer Berater der “Joop von den Ende Academy” tätig.

TOM TUCKER (Caiphas) stammt aus San Francisco (USA) und spielte die Rolle des Caiphas bereits während der Jesus Christ Superstar Originaltournee sowie auch bei den Bad Hersfelder Festspielen. Zu seinen weiteren wichtigen Rollen zählen Pà©ron (”Evita”) und Jud (”Oklahoma”).

SETH LERNER (Annas) ist zur Zeit Mitglied des Berliner Ensembles von “Les Misà©rables” und dort u. a. als Valjean zu sehen. Er spielte außerdem den Quasimodo in Disneys “Der Glöckener von Notre Dame” und stand als George Widener auf der Bühne der Neuen Flora in der deutschen Erstaufführung von “Titanic”.

MICHAEL KELLEY (Simon) stammt aus der New Yorker Bronx. Nach seinen ersten musikalischen Erfahrungen als Gospelsänger kam er im Rahmen einer “Porgy and Bess”-Tournee nach Europa. Hier spielte er dann u. a. den John in “Miss Saigon” (sowohl in Stuttgart als auch derzeit in St. Gallen) sowie den Simon in der Bad Hersfelder Produktion von “Jesus Christ Superstar”.

VEIT SCHÄFERMAIER (Peter) erhielt 1999 den Förderpreis beim Bundeswettbewerb Gesang für Musical in Berlin. Er stand in Wien in “Mozart!” auf der Bühne sowie gleich bei drei Produktionen des Musicals “Jekyll & Hyde”, wo er die Titelrolle in Bremen, Wien und Köln verkörperte. Zur Zeit ist Veit Mitglied des “Les Misà©rables”-Ensembles in Berlin und ist dort u. a. als Thenardier zu sehen.

Begleitet werden die Sänger von einer 10köpfigen Band, die extra für diesen Zweck zusammengestellt wurde. Des weiteren wirken mit Mitglieder des Berliner “Les Misà©rables” Ensembles, Studenten der Hamburger “Joop van den Ende Academy” bzw. der Remscheider Musical Chor. Musikalischer Leiter und Initiator des Projektes ist BERND STEIXNER, der seit vielen Jahren als Dirigent für zahlreiche Musicals in Deutschland tätig war, u. a. “Gaudଔ (Köln), “Gambler” (Mönchengladbach), “Les Misà©rables” (Duisburg und Berlin), “Phantom der Oper” (Hamburg), “Elisabeth” (Essen).

Karten zum Preis von 19,00? bis 39,00 Euro (zzgl. VVK-Gebühr und Systemgebühr) sind seit 27.07.2004 u. a. bei der TopTicketLine (01805-4444), im Internet unter www.eventim.de sowie an den Theaterkassen und allen CTS-Vorverkaufsstellen erhältlich. [Pressemeldung von: Bernd Steixner]

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