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Archiv - Deutschland

Berlin: Admiralspalast meldet Insolvenz

Der Berliner Admiralspalast hat Insolvenz angemeldet. Einzelheiten nannte die Bühne am Freitag nicht. Der Geschäftsführer der Produktions GmbH, Falk Walter, kündigte an, er werde am Montag erklären, wie es mit dem Theater an der Friedrichstraße weitergehe.

Der Admiralspalast war in den 20er Jahren ein Amüsiertempel, zu DDR-Zeiten befand sich dort das Metropol-Theater. Seit der Wiedereröffnung 2006 zählt die Bühne zu den bekanntesten Adressen für Konzerte, Kabarett und Lesungen. Letzte Musicalproduktion im Haus: der Wiener Flop “The Producers”.

Link
- rbb-online: Admiralspalast meldet Insolvenz

“Sunset Boulevard” in Magdeburg mit Marianne Larsen als Norma Desmond

Am 13. November 2010 feiert Andrew Lloyd Webbers “Sunset Boulevard” in Magdeburg Premiere. In der Rolle des Stummfilmstars Norma Desmond wird Marianne Larsen (”Sweeney Todd”, “Aspects of Love”, “Victor/Victoria”) zu sehen sein.

Als Joe Gillis wird an ihrer Seite Nikolaj Alexander Brucker (”Das Phantom der Oper”, “Dirty Dancing”) zu erleben sein, Normas Butler Max von Mayerling übernimmt – wie schon in der deutschen Erstaufführung in Niedernhausen – Norbert Lamla (”Les Misà©rables”, Disney’s “Der Glöckner von Notre Dame”) und als Betty Schaefer wird Milica Jovanovic (”Aida”, “ChristO”) im Magdeburger Opernhaus auf der Bühne stehen.

1995 erlebte das Stück über vergänglichen Ruhm und die ungestillten Sehnsüchte Hollywoods seine Deutschlandpremiere in der Londoner Originalinszenierung, in Magdeburg ist es in der Regie von Stefan Huber (”Sweet Charity”, “Die Schweizermacher”) zum ersten Mal in neuer Version an einem deutschen Stadttheater zu erleben!

Premiere: Samstag, 13. 11. 2010, 19.30 Uhr
Weitere Vorstellungen; So., 21. 11. 2010, 18.00 Uhr, Do., 25. 11., Fr., 3. 12., Sa., 18. 12., Mi., 29. 12. 2010, jeweils 19.30 Uhr
So., 23. 1. und Sa., 5. 3. 2011 jeweils 19.30 Uhr; So., 6. 2. 2011, 16.00 Uhr; Mo., 25. 4. 2011, 16.00 Uhr (im Rahmen der 1. Magdeburger Musicaltage)
Kartenpreise: 12–34 Euro
Tickets: (0391) 540 65 55 oder online auf www.theater-magdeburg.de

MuseumsQuartier: “Musical Rocks”

17. September 2010
19:30bis21:30

“Musical Rocks”, das ist eine Show vollgepackt mit bekannten Musicalhits in neuen, spannenden Arrangements, entwickelt von den MG-Sound-Machern Ludwig Coss und Martin Böhm. Die Produktion, die mit gediegenem Sound, High-Tech-Lichtdesign und einer interessanten Cast umgesetzt wird, ist im Herbst 2010 in Wien, München und Triest zu sehen.

musicalrocks.jpg

Die Termine
17.9.-18.9.2010: Wien, Museumsquartier (Tickets –> hier)
23.9.-26.9.2010: München, Deutsches Theater (Tickets –> hier)
14.10-17.10.2010: Triest, Il Rossetti, Politeama Rossetti (Tickets –> hier)

Cast
Serkan Kaya, Anke Fiedler, Jessica Kessler, Nadine Schreier, Vincent Bueno, Mathias Edenborn und Michael Eisenburger

Ensemble
Conny Aitzetmueller (Dance Captain), Verena Kollruss, Natascha Nepp, Gabor Hartmann, Gerald Schasche, Conchita Zandbergen, Marvin Dietmann, Wei-Ken Liao, Anderson Pinheiro da Silva, Patrick Strasser und Sandry Milly

Link
- Musical Rocks @Facebook
- Musical Rocks - Official Website
- Musical Rocks @MG-Sound

Jason Robert Brown live in Hamburg

“Songs For A New World”, “13″, “The Last Five Years”, “Urban Cowboy”, “Parade” - das sind nun wahrlich nicht die letzten bombigen Smashhits des Broadways, und Jason Robert Brown, ihr Schöpfer, wird sich noch keinen Reichtum mit seinen Musicals verdient haben bis jetzt. Aber wenn Reichtum auch das ist, was man mit jedem Musical als “Ruf” dazugewinnt, dann hat der Musiker und Komponist schon viel geschafft.

Trotzdem, man tut JRB sicher nichts Gutes, und es ist ein wenig ärgerlich, wenn man ihn als “den” Erfolgskomponisten des Broadways verkauft, und schön langsam könnte man auch aufhören, von einem “Newcomer” zu reden.

Lassen wir einfach mal die Fakten sprechen:

- “Parade”, Musik und Texte von JRB, kann auf 39 Previews und 85 Vorstellungen (1998/1999) verweisen.
- “Urban Cowboy”, eine Show, für die JRB einige Songs geschrieben hat, leitete er am Broadway als Musikalischer Direktor, und er war als Arrangeur verantwortlich. Die Show brachte es auf 25 Previews und 60 Vorstellungen (2003).
- “13″, Musik und Texte von JRB, waren 22 Previews und 105 Vorstellungen gegönnt (2008/09).

Und das war sie, die bisherige Broadwaykarriere von Jason Robert Brown. Seine beiden Shows “Songs For A New World” und “The Last Five Years” waren ausschließlich am Off-Broadway zu sehen. Und auch da waren die Laufzeiten, sagen wir überschaubar:

- “Songs For A New World”: 11. Oktober bis 5. November 1995
- “The Last Five Years”: 3. März bis 5. Mai 2002

Was also Ralf Schaedler dazu veranlasst, auf der Website seiner Firma RE:PRESENT Jason Robert Brown wie folgt zu biographieren, wir werden es nie erfahren:

Jason Robert Brown zählt im internationalen Musiktheater-Business zu den erfolgreichsten Komponisten und Autoren. Seine Konzerte in der »Royal Albert Hall« in London sind innerhalb weniger Stunden ausverkauft - Songs wie »Stars and the Moon« gehören mittlerweile zum Standard-Repertoire eines jeden Musical-Darstellers. Der New Yorker Komponist feiert mit »Songs For A New World«, »13«, »The Last Five Years« oder »Parade« weltweit nicht nur auf dem Broadway riesengroße Erfolge. »Parade« - die Geschichte um den jüdischen Fabrikanten Leo Frank - erhielt 1999 einen Tony Award.
Kurzum: Jason Robert Brown ist der große Newcomer im modernen Musical. Fern der großen Musiktheater kennen ihn allerdings noch zu wenige.

Jason Robert Brown hat diese Schmeicheleien nicht nötig. Musicalliebhaber schätzen seine Werke, gleich, ob sie nun Hits am Broadway waren oder nicht, aber ja, es ist eine tolle Sache, dass Jason Robert Brown im September in Deutschland auftreten wird, eine Profi-Master-Class geben und sich auch für Musicalstudenten Zeit nehmen wird. Ein guter Start für “RE:PRESENT” wird es hoffentlich werden. In einem Konzert am 20. September im Hamburger Operettenhaus werden gemeinsam mit Jason Robert Brown Musicaldarsteller wie Pia Douwes und Willemijn Verkaik auf der Bühne stehen. Sicher ein Highlight des Jahres. Nähere Infos –> hier

Fechter steigt bei “Musical Christmas” ein: 2010 weihnachten Kröger & Co. auch in Bayern

Uwe Kröger und sein Manager Herbert Fechter gehens an. Die Konzertoffensive des Musicalsängers und seines Managers verlagert sich 2010 auch auf das Thema Weihnachten. Neben den bereits von den VBW für Wien angekündigten “Musical Christmas”-Konzerten veranstaltet, jetzt wirds scheinbar rechtlich etwas komplexer, das “Deutsche Theater in München in Kooperation mit Fechter Management” eine “Produktion der Vereinigten Bühnen Wien”, also “Musical Christmas”, am 13. Dezember 2010 auch im Freistaat Bayern.

Wundern dürfen wir uns vielleicht ein bisserl bei der Ankündigung auf der Website des Deutschen Theaters, dass der Begriff “Orchester der Vereinigten Bühnen Wien” nicht erwähnt wird, und so schön und begehrt bekannte Namen auch sein mögen bei der Tradition der musicalischen Weihnachtskonzerte der VBW, sie sind im Prinzip nichts anderes als Sternspitzer im Rahmen eines festlichen Konzerts, bei dem das Orchester die Glanzlichter setzt.

Das Konzert in München (mit oder ohne VBW-Orchester, man weiß es nicht), wird 1 Stunde und 40 Minuten dauern und eine 20-minütige Pause inkludieren. Tickets gibt es ab 29 Euro (bis 69 Euro). Neben Uwe Kröger, dessen Management als Mitveranstalter auftritt, auf der Bühne: Rasmus Borkowski, Dennis Kozeluh, Wietske van Tongeren, Carin Filipcic, Caroline Vasicek sowie ein Gesangs- und Tanzensemble.

Weitere Infos –> hier

Deutschland: “Hairspray” floppt. Wer schnappt sich in Wien den Fatsuit?

Bis 26. September 2010 ist “Hairspray”, ein Musical von Marc Shaiman, Scott Wittman, Mark O’Donnell und Thomas Meehan, noch in Köln zu sehen, dann fällt, nach nicht einmal einem Jahr Spielzeit, der letzte Vorhang. Ein veritabler Flop.

Offizieller Grund für die überstürzte Beendigung der Spielzeit: Es stünden die Hauptdarsteller Uwe Ochsenknecht und Tetje Mierendorf sowie Maite Kelly nicht mehr zur Verfügung. Armes Deutschland, wenn sich diese Rollen nicht nachbesetzen lassen.

Die Spatzen pfeifen es ja schon länger vom Dach, dass “Hairspray” eines fernen oder nicht allzu fernen Tages auch in Wien landen könnte. So muss man sich nicht wundern, dass die Produzenten der Show als weitere Produktionsstandorte Österreich und die Schweiz angeben.

In St. Gallen ist die Show bereits einmal gelaufen, Rasmus Borkowski war in St. Gallen als Link Larkin mit an Bord. Er spielt zwar derzeit am Wiener Theater in der Josefstadt, und Uwe Kröger schreibt oder lässt an seinen Memoiren schreiben, aber der Schlager-Kreuzer im Raimund Theater schwankt ohnedies noch nicht und die Vampire im Ronacher haben auch noch etwas Blut in Reserve. Schaun wir mal, was Ende 2011 sich ergibt.

Link
- ad.hoc.news: «Hairspray» verlässt Köln Ende September

Carsten Lepper & Magdeburg: “künstlerische Gründe” für Nichtverlängerung?

Viel Staub hat in den letzten Tagen Carsten Leppers offener Brief an die Intendantin des Magdeburger Opernhauses aufgewirbelt (siehe –> hier). Nun ist die Antwort da, via volksstimme.de. Die betreffende Passage liest sich wie folgt:

Generalintendantin Karen Stone reagierte betont gelassen auf den offenen Brief, weist die Vorwürfe aber zurück. Bei allen Musical-Produktionen des Opernhauses würden immer Gast-Künstler engagiert. “Wir können das überhaupt gar nicht allein leisten”, sagte sie im Volksstimme-Gespräch. Vor allen Dingen würden die Hauptrollen gerade bei Musical-Produktionen fast immer mit bekannten Gast-Künstlern besetzt. Das werde auch in der kommenden Spielzeit beim Musical “West Side Story” so sein. Allerdings würden dann nicht sieben, sondern nur vier Gast-Künstler vertraglich eingebunden. Welche das sein werden, werde man noch sehen. Der Grund, warum der Vertrag von Carsten Leppert nicht verlängert wurde, sei ein “künstlerischer”, so die Generalintendantin.

Was die Vertragsbedingungen mit Gast-Künstlern betreffe, so würden immer nur Verträge entweder für eine Spielzeit oder für eine bestimmte Anzahl von Vorstellungen abgeschlossen. “Die allermeisten freischaffenden Künstler wollen das auch genau so, da sie dadurch natürlich ungebunden sind.” In puncto Wirtschaftlichkeit des städtischen Theaters müsse sie natürlich auch darauf achten, dass die fest angestellten Künstler tatsächlich auch beschäftigt werden, meinte Karen Stone. Dieser Aspekt müsse immer bei der Besetzung von Rollen berücksichtigt werden, da das Theater dem Träger (Stadt, Stadtrat) gegenüber Rechenschaft schuldig sei.

Carsten Lepper ist am Zug, wenn er will.

Link
- volksstimme.de: Krach hinter den Kulissen: Künstler sprechen von respektlosem Umgang

Thomas Hohler: neue Website / Konzertvideo online

Musicaldarsteller Thomas Hohler ist mit einem Relaunch seiner Website online (siehe –> hier) - und auch mit einem kleinen Video, das Ausschnitte aus der Show “Es braucht zwei … Beziehungskisten im modernen Musical” zeigt, die er gemeinsam mit Sophie Blümel entwickelt hat.

Für “Es braucht zwei …” gibts ne eigene Website und zwar –> hier. Zum Video gehts –> hier.

Carsten Lepper: Ein offener Brief zur geplanten “Nichtverlängerung” der engagierten Gäste der WEST SIDE STORY am Opernhaus Magdeburg

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen der Fachpresse,

nach nun einer sehr erfolgreichen Spielserie der “West Side Story” am Opernhaus Magdeburg, nach fulminanten Kritiken in der regionalen, überregionalen sowie Fachpresse, möchte ich Ihnen - auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen - mitteilen, dass wir sechs Gäste, die für diese Produktion engagiert waren, für die geplante Wiederaufnahme in der kommenden Spielzeit 2010/11 nicht verlängert wurden und somit mit der gestrigen Vorstellung unser aller Engagement beendet wurde.

In der kommenden Spielzeit werden wir alle durch Mitglieder des Opernhauses, des Ballets und/oder des Schauspielensembles des Theater Magdeburgs ersetzt. Eine neue Besetzungsliste wird Ihnen auf Anfrage durch das Theater Magdeburg sicherlich gesendet.

Ich denke, ich spreche auch im Namen des Regie- und Kreativteams um Christian Struppeck & Andreas Gergen, dass diese Nichtverlängerung nach einem so großen Erfolg uns allen bitter aufstößt, denn wir waren fast alle bereit für eine Wiederaufnahme und zeitlich nicht eingeschränkt.

Als Grund wurde uns mitgeteilt, dass die “West Side Story” zu teuer sei und - obwohl ausverkauft - keinen Gewinn abwirft und das Theater “draufzahlt”.

Unser aller Frage ist dann folgende: Bei der Planung zu einem Spielplan sollte sich ein subventioniertes Theater sehr genau ausrechnen können, was eine Produktionen kosten wird, inkl. Gäste, Dirigent, Bühnenbild, Kostüm, Choreographie & Regie: Warum hat man von vornherein Gäste engagiert, wo doch abzusehen war, dass selbst bei komplett ausverkauftem Hause rote Zahlen geschrieben werden? Oder liegt es einfach nur daran, das Intendantin Frau Karen Stone, von vornherein - aus Geschmacksgründen - (Zitat) “nur Opernsänger für diese Produktion haben wollte” und nun ihr eigentliches Vorhaben durchsetzen möchte. Auch sie war bei den Vorsingen von uns allen dabei und hat uns engagiert!

Die Leidtragenden sind nun wieder mal die Darsteller: Wir haben uns wochenlang bei den Proben “ins Zeug” gelegt und in größter Kraftanstrengung versucht, diese “West Side Story” zu etwas Besonderem für die Stadt Magdeburg zu machen. Und als “Dank” für diesen wahrlich großen Erfolg werden wir nicht verlängert.

Aber auch die Kolleginnen und Kollegen des Ensembles des Theater Magdeburgs haben nun keinen leichten Stand. Sie werden nun in einer Art “Hau-Ruck-”Verfahren, in der kommenden Spielzeit einstudiert. Ohne Original Regie-Team, Original-Choreographin etc. In Ihrer Haut möchte keiner von uns stecken. Denn die “West Side Story” ist ein unglaublich komplexes Werk und verlangt genügend Zeit zum Aufbau eines Charakters.
Diese wird ihnen, lt. eingesehener und jetziger Planung, nicht gegeben.

Desweiteren fragen wir uns: Wird es die neue “Masche” eines Stadttheaterbetriebes, dass man in aufwendigen (und für uns Darsteller, wg. Anreise und Hotelkosten sehr teuren) Auditions eine, so lt. Theater Magdeburg, (Zitat Anfang) “Starbesetzung” (Zitat Ende) lockt, diese dann engagiert, mit ihrem Konterfei in diversen Zeitungen, Magazinen und der vor Ort ansässigen Presse sowie im Internet wirbt und dann nach eingeheimsten Erfolg alle Hauptdarsteller und Gäste in der kommenden Spielzeit mit Mitgliedern des Hauses besetzt, um somit Kosten zu sparen, um dadurch die West Side Story lukrativer zu machen? Wir sind “mal wieder” an dem Punkt, dass der künstlerische Aspekt des Genres Musical nicht ernstgenommen wird. Es geht nur um volle Häuser, um volle Kassen.

Wir fragen uns, warum im speziellen Falle das Opernhaus Magdeburg unter der genannten Leiterin und der künstlerischen Betriebsdirektorin Frau Waltraut Parisot, nur von Donnerstag bis Sonntag bespielt wird, obwohl es an der Kasse eine Warteliste für Zuschauer gibt, die versuchen, noch ein Ticket für unsere oder eine der anderen Erfolgsproduktion zu ergattern. Das Haus fällt von Montag bis Mittwoch in den Dornröschenschlaf, das Haus könnte einen wesentlich lukrativeren Spielplan für die Bewohner ihrer Stadt erstellen - denn dafür wird doch Theater gemacht! So etwas hat es unter den letzten Intendanzen, lt. Aussage vieler MitarbeiterInnen, nicht gegeben. Wo bleiben die Verantwortlichen des Kulturbetriebes und der Politik einer Landeshauptstadt?

In unser aller längjährigen Laufbahn im Bereich Musiktheater ist uns ein solches Vorgehen noch nicht vorgekommen und wir hoffen, das es für uns alle ein Einzelfall bleibt. Dennoch wollten wir Ihnen mitteilen, warum - und zwar aus unserer Sicht - eine Verlängerung der “West Side Story” für uns von Seiten des Theater Magdeburgs nicht zustande kam.

Das “Mekka des deutschen Musicals” (”Volksstimme”, Magdeburg) ist also nur augenscheinlich eines. Es mag sein, dass großartige Produktionen über die Bühne gehen, große Premieren gefeiert werden - aber diese Medaille hat zwei Seiten, und das SUBVENTIONIERTE Theater schöpft zum Schluss das Fett von der Suppe, während der künstlerische Aspekt einer Produktion zur Seite geschoben wird.

Wir alle sind trotzdem stolz auf die zurückgelegten Vorstellungen der “West Side Story” und freuen uns auf andere Aufgaben. In diesem Sinne wünsche wir der kommenden NEUEN Besetzung des Theater Magdeburgs eine gute Übernahme “unserer” “West Side Story”.

Wir danken für eine Veröffentlichung in Ihrer Publikation und freuen uns von Ihnen zu hören.

Mit den besten Grüßen

i. A. des Ensembles WEST SIDE STORY
Carsten Lepper

Gäste waren:
Jochen Schmidtke (Riff),
Nico Gaik (Action),
Vasiliki Roussi (Anita),
Janko Danailow (Arab),
Serkan Kaya (Bernardo),
(und in der kommenden Spielzeit nach sieben Jahren nicht mehr im festen Ensemble des Theater Magdeburg: Evmorfia Metaxaki - Maria)

Links
- thatsMusical: Gastsolisten monieren Besetzungspolitik Magdeburgs
- musicalzentrale: Lepper kritisiert Besetzungspolitik in Magdeburg
- Starlight Express Fanclub: Offener Brief an das Theater Magdeburg von Carsten Lepper
- toheselue.blogspot.com: Offener Brief von Musicaldarsteller Carsten Lepper
- musicalfriends.de: Magdeburg
- musicals-unlimited.net: Offener Brief von Carsten Lepper zur Situation am Opernhaus Magdeburg
- musicalzentrale: Kommentar zum Streit um Gästeverträge in Magdeburg

Hamburgs Theater müssen sparen

Die großen Theater Hamburgs bekommen weniger Subventionen. Beim Thalia-Theater bedeutet das ein Minus von 300.000 Euro im Budget, das Deutsche Schauspielhaus muss mit 317.000 Euro weniger auskommen, die Staatsoper muss 736.000 Euro auf andere Art und Weise hereinbringen. Die Lösung: Erhöhung der Kartenpreise, eine Forderung der Stadt.

Heinz-Werner Köster, Verwaltungsdirektor des Thalia-Theaters dazu:

Das geschieht, indem wir die Preisgestaltung spreizen: Die teuren Kategorien werden etwas teurer als die preiswerten.

Bettina Bermbach, Sprecherin der Staatsoper:

Bei der Erhöhung der Eintrittspreise haben wir besonders auf eine sozialverträgliche und marktgerechte Anpassung geachtet.

Wie gut haben es da doch vergleichsweise die VBW. Von Budgetkürzungen ist nichts bekannt, jedenfalls nicht für die VBW insgesamt. Auch werden Preiserhöhungen nicht kommuniziert, sie werden exekutiert, und eine sozialverträgliche Anpassung ist nicht gegeben, geradezu das Gegenteil wurde bei der jüngsten Erhöhung der Preise im Ronacher durchgeführt. Die Anzahl der Karten in der preisgünstigen “grünen” Katergorie zu 29 beziehungsweise 39 Euro wurde von 120 auf 67 praktisch halbiert, die wesentlich teurere “rote” Kategorie wurde aufgestockt: statt 259 sind es nun 292 Plätze. Wohlgemerkt: Sichttechnisch, soundtechnisch hat sich nichts verändert, man hat einfach beschlossen, dass man diese Plätze gerne teurer verkaufen möchte. Ganz bestimmt ist das sozialverträglich.

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