Martin Bruny am Donnerstag, den
10. März 2011 um 20:23 · gespeichert in Musical, Broadway
Am 24. April 2011 fällt der letzte Vorhang für die Broadway-Produktion “American Idiot”. Am 5. April kehrt Green Day-Frontman Billie Joe Armstong noch einmal in die Show zurück und gibt seinen Fans drei Wochen lang ihre geliebte “Green Day”-Show.
Die Gründe für das schnelle Aus der Show kann man –> hier nachlesen.
Die Daten für “American Idiot”: 27 Previews, 421 Vorstellungen.
Martin Bruny am Mittwoch, den
9. März 2011 um 21:21 · gespeichert in Musical, Broadway
In den nächsten Tagen ist bei der mittlerweile zur Lachnummer avanvierten Broadway-Musical-Zangengeburt “Spider-Man” ein “dramatic announcement” der Produzenten zu erwarten. Natürlich stehen die Inhalte dieser Ankündigung längst in der einschlägigen Presse. Worum gehts:
1) Julie Taymor hats verbockt. Warum und aus welchen Gründen auch immer, sie wird nicht ohne Imageschaden aus dem Musical aussteigen, aber sie wird vermutlich aussteigen. Woran der Ausstieg scheitern könnte, ist der Umstand, dass sie nicht nur Regie führt, sondern auch als Co-Autorin fungiert sowie für das Design der Masken zuständig ist.
2) “Spider Man” beendet seine Previews im April 2011.
3) Anschließend wird das Musical einige Wochen überarbeitet.
4) Eine mögliche Premiere könnte irgendwann im Juni 2011 stattfinden.
Am 6. März 2011 schrieb “Spider-Man” jedenfalls Geschichte. Mit der 98. Preview ging die Show in die Broadwaygeschichte ein. Bis dahin war die Produktion “A Teaspoon Every Four Hours” seit 1969 unangefochten am Spitzenplatz dieser einmaligen Hitparade zu finden.
Andere lustige Statistik-Spielchen und semantische Feinheiten. Der für den 15. März 2011 angesetzte Premierentermin, der wieder einmal nicht als Premierentermin stattfinden dürfte, ist der bereits 5., was einige Lästermäuler dazu brachte, die Premiere nicht mehr als “opening”, sondern als “nopening” und “hopening” zu bezeichnen.
Update 10. März 2011
————————————————————————————————— Philip William McKinley (Regie: “The Boy from Oz”, 2003) übernimmt die Regie bei “Spider-Man”. Was passiert mit Julie Taymor? Die Produzenten dazu:
Taymor is not leaving the creative team. Her vision has been at the heart of this production since its inception and will continue to be so. Julie’s previous commitments mean that past March 15th, she cannot work the 24/7 necessary to make the changes in the production in order to be ready for our opening.
Die Premiere soll nun “irgendwann im Frühsommer” stattfinden. Ob der bunte Reigen an Previews tatsächlich unterbrochen wird, steht noch nicht fest, Bono und The Edge werden die Songs überarbeiten und meinen dazu:
We have a couple of new songs we are very very excited about putting into the mix … We are confident [the show] will reach its full potential and when it does, it will open.
Roberto Aguirre-Sacasa wird das Buch der Show überarbeiten. Zusätzlich ins Leading Team kommen Paul Bogaev (Musical Consultant) und Sound Designer Peter Hylenski.
Martin Bruny am Mittwoch, den
9. März 2011 um 02:05 · gespeichert in Musical, Deutschland, Kult
Über 200 Tanzbegeisterte, darunter das gesamte Ensemble des Staatsballetts Berlin, Ballettschüler der Stadt und Berliner Ballettfans überraschten am 3. März 2011 abends die Reisenden am Berliner Hauptbahnhof mit einer Tanzperformance. Mit dabei auch der Intendant des Staatsballetts Berlin, Vladimir Malakhov. Er wird in der neuen Produktion »OZ - The Wonderful Wizard” den wunderbaren Zauberer von OZ verkörpern, die Uraufführung ist am 12. März 2011 in der Komischen Oper Berlin.
Eigens für diesen Überraschungsauftritt im Berliner Hauptbahnhof, in Kooperation mit der Deutschen Bahn, entwickelte der Choreograph von »OZ - The Wonderful Wizard”, Giorgio Madia, eine Choreographie, die alle Mitwirkenden, zum Teil per Video, erlernen konnten. Zur Erkennungs-Musik seiner neuen Inszenierung tanzten alle Mitglieder des Staatsballetts Berlin zusammen mit Ballettschülern und Tanzbegeisterten der Stadt.
Martin Bruny am Dienstag, den
8. März 2011 um 01:47 · gespeichert in Musical, Wien
Ein Wien-Gastspiel der unter der Schirmherrschaft von Peter Weck stehenden “Cats”-Tournee von BB Promotion ist nach wie vor nicht unter Dach und Fach. Eine Pressekonferenz, die für den 7. März 2011 angesetzt war, musste verschoben werden.
“Aller Voraussicht nach” werde man noch 2011 in Wien im großen Theaterzelt spielen, “möglicherweise in Neu-Marx”, so BB Promotion.
Peter Weck dazu: “Ich freue mich darauf, “Cats” nach so langer Zeit wieder in Wien erleben zu dürfen. Die Rundbühne ist für das Publikum hervorragend.”
Stellt sich die Frage, ob sich irgendwer darüber vielleicht nicht gar so freut.
Martin Bruny am Dienstag, den
8. März 2011 um 00:36 · gespeichert in Musical, Broadway
Es war nur eine Frage der Zeit. Oder anders formuliert. Es gibt Las Vegas, wo Crooner wie Sinatra, Manilow, Midler und wie sie alle heißen, ihre Shows in den großen, manchmal extra für sie gebauten Konzerthallen bestritten und bestreiten, und, machen wir uns nichts vor, diese gigantischen Produktionen sind weit mehr “Musical” als es ein “Musical” wie “American Idiot” je sein wird. Was “American Idiot” war für einige Wochen: das Las Vegas des Broadways. Hier konnte Green Day-Frontman Billie Joe Armstrong sein ganz persönliches Konzert jeden Tag spielen, in einem netten Setting, ganz im Stile einer gut choreografierten Las-Vegas-Show mit null Glaubwürdigkeit, was das Musicalgenre betrifft. Die “Green Day”-Fans jedoch kamen. 1,3 Millionen Dollar spielte die Show Woche für Woche in dem Szenario “Green Day”-Konzert ein.
Aber Billie Joe Armstrong ist nicht mehr … nicht mehr Teil der Show, sein Engagement ist beendet, und “American Idiot” ist dort gelandet, wo es ohne Armstrong war und, als “Musical”, immer hätte sein sollen: in der Realität, und die liegt bei 395.275 Dollar Umsatz die Woche. (siehe –> hier)
Momentan spielt man vor halbleerem Haus, eine Strategie, noch einmal in eine Erfolgszone zu kommen, gibt es nicht. Normalerweise bleibt den Produzenten in einem solchen Fall nur eines übrig: die Show abzusetzen.
Keine Frage, die Zeiten sind in diesen Wochen hart für den Broadway. Nur drei Produktionen konnten in der letzten Woche mehr als eine Million Dollar einspielen:
- «Wickedâ€: $1,39 million
- «Spider-Man: Turn Off the Darkâ€: $1,28 million
- «The Lion Kingâ€: $1,2 million
Aber dennoch, Nummer eins unter den Verlierern ist “American Idiot”. Zeit, sich zu verabschieden.
Frank Wildhorns Musical “Wonderland - A New Alice. A New Musical” startet am 21. März 2011 in die Broadway-Previews, angestrebtes Premierendatum: 17. April 2011. Bereits am 6. März 2011 fanden für Masterworks Broadway die Aufnahmen für die Cast-CD zur Show statt, die ab Mai 2011 erhältlich sein wird. Broadwayworld.com war mit dabei und liefert Fotos aus dem Studio –> hier.
Produziert wird die CD von Frank Wildhorn, David Lai und Jason Howland. Masterworks Broadway ist ein Label von Sony Masterworks.
Ensemble
April Berry, Grady McLeod Bowman, Joey Calveri, Sae La Chin, Mallauri Esquibel, Derek Ferguson, Wilkie Ferguson, Laura Hall, Natalie Hill, Lauren Lim Jackson, Morgan James, Ryan Link, Kate Loprest, Renee Marino, Heather Parcells, Stefan Raulston, Julius Anthony Rubio und Tanairi Vasquez.
Ein 26-minütiges Interview mit Frank Wildhorn bietet “InnerVIEWS with Ernie Manouse” –> hier.
Benj Pasek und Justin Paul sind am 24. März 2011 im Hamburger Stage Club live zu sehen. Organisiert wird der Konzertauftritt des 2007 mit dem Jonathan Larson Award ausgezeichneten Komponisten-/Texter-Duos von RE:PRESENT, einer Agentur, die im vergangenen Herbst ein Konzert von Jason Robert Brown im TUI Operettenhaus präsentiert hat.
Im »Stage Club« gestalten Pasek und Paul ihren ganz persönlichen Abend am Klavier, präsentieren ihre Songs, erzählen ihre Geschichte – und stellen sich dabei erstmals öffentlich dem deutschen Publikum vor.
Tickets sind für 15 Euro an der Abendkasse erhältlich - oder Reservierungen unter tickets@stageclub.de.
Pasek und Pauls “Part of a Painting” aus dem Musical “Edges”, gesungen von Colin Hanlon.
Am 28. Februar 2011 fand in Wien die erste “Listening Party” für “Iron & Coal”, das neue Konzeptalbum des Komponisten Jeremy Schonfeld (”37 Notebooks”, “Drift”, “Blue Skies and All”), statt.
“Iron & Coal”, das in Berliner und Wiener Tonstudios eingespielt wurde, ist ein Konzeptalbum in Erinnerung an die Millionen Opfer des Holocaust - und für die, die überlebt haben, für Schonfelds Familie, für Jeremy Schonfeld selbst und vor allem für seinen Vater.
Jeremy Schonfelds Vater Gustav Schonfeld (78) ist ein Auschwitz-Überlebender. Seine Autobiographie “Absence of closure” ist im Februar 2009 erschienen. Gustavs Schicksal und sein Umgang damit waren dominante Themen im Leben von Jeremy Schonfeld. Als Gustav an seinem Buch arbeitete, war Jeremy sein erster Leser.
Als Komponist war es Jeremy Schonfeld eines Tages klar, dass er das Thema musikalisch verarbeiten wollte. Zuerst überlegte er, die Biographie seines Vaters als Basis eines Musicals oder einer Oper zu verwenden, erkannte aber rasch, dass das die Geschichte seines Vaters war und er für seine Aufarbeitung einen eigenen Zugang brauchte. Er entwickelte eine Parallelhandlung von Vater und Sohn.
“Iron & Coal” handelt von einem Vater, Mitte 20, der mit dem Umstand umzugehen lernen muss, dass er überlebt hat, und andere nicht. Seine Reise endet mit der Geburt seines Sohnes. Als Parallelgeschichte wird die Entwicklung seines Sohnes erzählt, dessen Reise mit dem Tod seines Vaters beginnt. Sein Leben ist von dessen Leiden, von Auschwitz überschattet. Seine Reise führt ihn in einen Zustand, in dem er sich von dem Schatten von Auschwitz endlich befreit fühlt.
Der Komponist beschreibt sein Projekt folgendermaßen:
My father, Dr. Gustav Schonfeld, was a mere 10 year-old boy in May of 1944 when the Nazis marched into his hometown of Munkacs, a villiage nestled near the Carpathian mountain range close to the Hungarian border. Shortly thereafter, he was forced, along with my grandparents, his baby brother, and several relatives, into the overcrowded cattle cars that brought countless numbers of Jews to Auschwitz for ‘extermination’. For an entire year my father endured what most of us can never truly imagine or comprehend.
In a preserved class photo featured in his memoirs (”Absence of Closure”), my father sits center amongst a group of 30 of his young classmates and their rabbinical teacher. My father is the only survivor from that photo.
My grandfather used to say that he could ‘break iron’ with his will.
My grandfather, Dr. Alexander Schonfeld, was a very successful and highly respected doctor in Munkacs before the war. With his wife, Helena, and his three sons Fredi, Gustav, and baby Solomon, Grandpa built a large home with a separate office suite for his thriving practice near the center of town at Munkacsy Mihaly Street 10. When the Nazis finally ‘cleansed’ Munkacs, it was my grandfather’s finely-honed skills as both steady and knowledgeable doctor and trusted leader that helped spare his and my father’s lives. He was also famous for saving others. As a child, I remember an older man approached my grandfather while our family was in Miami on vacation. He had tears in his eyes as he thanked my grandfather for saving his life.
When I first set out to create “Iron and Coal” I didn’t know precisely what I was doing or why. After all, the experiences my father shared in his memoir were his alone. What business did I have attempting to ‘musicalize’ his story? After much soul-searching, I decided the best course of action was to focus on the emotional toil and fallout of the Holocaust over the victim (my father) and his son (me). I gave myself artistic license to explore these emotional perspectives through my own eyes, freeing myself from the burden of specific linear storytelling. The result is an album covering three main areas: 1) A father as he attempts to create a life out of the ashes, 2) A son as he attempts to come to terms with his fractured life after his father has passed away, and 3) The ghosts of a distant, vanished world.
Erste musikalische Proben aus “Iron & Coal” bietet Jeremy Schonfeld auf seiner Website –> hier.
“Iron & Coal”-Team
- Martin Gellner
- Jeremy Schonfeld
- Werner Stranka
Martin Bruny am Dienstag, den
1. März 2011 um 13:04 · gespeichert in Ausbildung
“Showtime”, die englischsprachige Theaterschule in Wien, vermittelt Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 6 und 18 Jahren auf abwechslungsreiche Art Grundkenntnisse in den Bereichen Schauspiel, Tanz und Gesang.
“Showtime” bietet in den Oster- und Sommerferien Musical- & Theaterworkshops in englischer Sprache an. Sowohl Semesterkursteilnehmer als auch Neueinsteiger (ohne Workshop-Erfahrung) sind herzlich willkommen!
Die Workshops bieten von Montag bis Freitag eine kreative Ferienwoche mit viel Spaß in den Bereichen Schauspiel, Tanz und Gesang und fördern dabei Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Teamwork und Kommunikationsfähigkeit!
Es wird ein Musical, bzw. Theaterstück einstudiert, welches am Ende der Woche für Familie und Freunde aufgeführt wird. Jeder bekommt eine Rolle!
Die inhaltliche Gestaltung der Workshops ergibt sich aus der jeweiligen Teilnehmerzahl und dem vorhandenen Können und der Motivation der TeilnehmerInnen.