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Archiv - News

stadtTheater Walfischgasse: Shakespeare schwarz weiß

22. November 2008
15:30bis17:30

Shakespeare schwarz weiß - Das Wintermärchen/Ein Sommernachtstraum
von William Shakespeare

In einer Bearbeitung für ein Publikum ab 7 Jahren

Mit Clemens Berndorff, Stefano Marcello, David Miesmer, Krista Pauer, Dustin Peters, Sonja Romei, Thomas Weißengruber

Regie Erhard Pauer

Vorstellungen: 22. & 29. November 2008, 6., 7., 13., 20. & 21. Dezember 2008

Beginn: jeweils 15:30
im stadtTheater walfischgasse
Walfischgasse 4, 1010 Wien

Eine Koproduktion des Vereins Armes Theater Wien mit dem stadtTheater walfischgasse

Interkulttheater: Heut’ Abend tanzt Lysistrate [Premiere]

9. November 2008
20:00bis22:00

“Heut’ Abend tanzt Lysistrate” - Heiteres Musical von Heinz Rudolf Unger

mit StudentInnen des Vienna Konservatoriums:
Harald Simandl, Wolfgang Steiner, Tobias Eiselt, Michael Wagenthaler, Veronika Mikula, Doris Seiringer, Sabrina Sauprügl, Theresa Manschein, Isabella Mach, Theresa Manschein, Julia Preglau, Alexandra Raab, Christina Wiesner, Nina Kinreich, Lisa Huber

Musik: Die Schmetterlinge
Text: Heinz R. Unger
Regie: Helga Grausam
Choreografie: Anita Todorov
Musik. Leitung: Rivo Gabor

Lysistrate hat die Frauen Athens zusammengerufen, um ihnen einen Plan zur Beendigung des Krieges gegen Sparta zu unterbreiten. Alle Frauen sollen sich den Männern solange vorenthalten, bis Frieden geschlossen werden kann.
Durch allerlei Rafinesse wehren sie zuerst einen vorgeschobenen Versöhnungsversuch Alkibiades´-dem General- und unterschiedliche Überredungsversuche ihrer Männer ab. Vorgeblich überzeugt gibt sich Alkibiades vor der Akropolis mit seinem Gefolge geschlagen, wird jedoch erneut von Lysistrate durchschaut. Mit seinem Griechisch am Ende, wendet er sich an den Rat der Alten. Doch gegen die außergewöhnlich emanzipatorisch pazifistische Handlungsweise und unerbittlich klare Logik Lysistrates, vermag nicht einmal der Rat der Alten eine schlagkräftige Geenargumentation zu finden. Doch so leicht gibt sich Alkibiades nicht geschlagen…
Eine Lösung für den so alten und doch immer noch aktuellen Konflikt scheint es nicht zu geben. Denn der Krieg endet erst dann, wenn Liebe zugelassen wird.

9.11., 10.11., 11.11., 16.11., 17.11., 18.11.2008, 20:00
Ort: Interkulttheater
Fillgradergasse 16, 1060 Wien

Rabenhof: Fantomas - Das Action-Musical

20. November 2008
20:00bis22:00

Rabenhof: FANTOMAS - Das Action Musical

Der farbenprächtige Superbösewicht aus unserer Kindheit ist wieder da und treibt sein Unwesen in einer herrlich beschwingten Musical Comedy. Ein furioses Abenteuer mit burlesken Slapstick-Einlagen, pointierten Comicdialogen und atemberaubenden Verfolgungsjagden.
Ein frischer Stilmix, der Erinnerungen an gloriose Klassiker der Filmgeschichte à  la »Pink Panther«, »Der Partyschreck« und »Der Gendarm von Saint Tropez« evoziert, kreiert und inszeniert von Casa del Kung Fu-Erfinder Peter Waldeck.
Dazu liefert Amadeus-Preisträger und Saint Privat-Mastermind Klaus Waldeck den passenden Soundtrack. Perlende Songjuwelen, dezenter Clubgroove und Easy Lounge-Sound der 60er, 70er Jahre zwischen Bossa Nova, psychedelischem Chanson und glamouröser Disco Oper.

Eine Koproduktion mit Casa del Kung Fu
Buch und Regie: Peter Waldeck
Musik: Klaus Waldeck (Saint Privat)
Bühne: Erich Sperger
mit: Bernhard Majcen, Lucy McEvil u. a.

Premiere: 20. November
Termine: 21., 22. November
3., 4., 10., 11. Dezember
Beginn: 20.00 Uhr
Preise: € 20,- / 10,-

Konservatorium Wien: Die Dreigroschenoper

22. Januar 2009
19:30bis22:30

Die Dreigroschenoper

Do, 22.01.2009, 19:30 Uhr | Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal
von Bertolt Brecht und Kurt Weill

Produktion der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater
Regie: Erhard Pauer (Abteilungsvorstand)

Ort der Veranstaltung
Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal
Johannesgasse 4a, 1010 Wien

Kartenpreise
15,-/9,- (erm.)
weitere Vorstellungen:
Fr, 23.01.2009, 19:30 Uhr
Sa, 24.01.2009, 19:30 Uhr
Mo, 26.01.2009, 19:30 Uhr
Di, 27.01.2009, 19:30 Uhr
Mi, 28.01.2009, 19:30 Uhr

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Konservatorium Wien: Shakespeare and Love

5. Dezember 2008
19:30bis21:30

Shakespeare And Love

Fr, 05.12.2008, 19:30 Uhr, Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal
weitere Vorstellungen:
Sa, 06.12.2008, 19:30 Uhr
Di, 09.12.2008, 19:30 Uhr
Mi, 10.12.2008, 19:30 Uhr

Es spielen Studierende des 4. Jahrgangs der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater
Konzeption und Inszenierung Martin T. Haberger

Eine Clique von 8 (9) Freunden trifft sich nach der Matura zum letzten Mal zu einer Party; Abschied, Aufbruch, Trennung, Neuanfang liegen hier nah beieinander. Das Bekannte verliert seine Gültigkeit, und übrig bleibt die Frage aller Fragen: Wer oder was wartet auf mich?
Die letzte Chance, Neues zu beginnen, Versäumtes nach zu holen, Nichts unversucht zu lassen, Altes zu beenden: Romeo trifft auf Julia, Katharina wehrt sich gegen Petruccio, Silvio sucht die Liebe von Phoebe zu gewinnen, und Hamlet macht Schluss mit Ophelia.
Das ist die Grundkonstruktion, ein weiterer Versuch, mit Hilfe von Shakespeare den ewigen Kreislauf zu begreifen.
Dazu Musik, viel Musik; während die Jungs sich mehr mit Songs von Queen zu erklären versuchen, antworten die Mädchen mit Madonna; dazu Burt Bacharach, Harry Connick jr., Murray Head u. a.
Die Songs beschreiben den Zustand, versuchen die Innenwelt zu erklären, aber bedienen auch das Genre Musical. Tanz, Tanz als Ausdruck der innersten Befindlichkeiten, als Unterhaltungsmittel, als Kommunikationsmittel; Choreographie macht Marcus Tesch, Kampfchoreographie Mel Stein.
Unterstützt werden die DarstellerInnen von Violoncello und Klavier, in den Arrangements von Ulrich Talle, die musikalische Leitung hat Là¡szlà³ Kövi.

Ort der Veranstaltung
Konservatorium Wien Privatuniversität, Leonie-Rysanek-Saal
Johannesgasse 4a, 1010 Wien
Kartenpreise
15,-/9,- (erm.)
Online Ticket-Reservierung: —> hier
Vorteile für KundInnen und MitarbeiterInnen der Erste Bank:
- Max. 2 ermäßigte Karten zu EUR 9,- gegen Vorlage der gültigen Erste BankCard
- 1 ermäßigte Karte zu EUR 9,- und 1 Freikarte für SeniorInnen/PensionistInnen ab dem 60. Lebensjahr gegen Vorlage der gültigen Erste BankCard und eines Lichtbildausweises

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stadtTheater Walfischgasse: “Cabaret der verlorenen Seelen”

11. Februar 2009
20:00bis23:00

Als deutschsprachige Erstaufführung zeigt das stadtTheater Wien ab dem 11. Februar 2009 das Musical »Cabaret der verlorenen Seelen« als Eigenproduktion.

Die Show für vier Männer und ein Klavier von Christian Simà©on und Patrick Laviosa erlebte ihre Uraufführung im September 2006 im Pariser Thà©à¢tre de Rond Point. Wegen des großen Erfolges wurde “Le Cabaret des Hommes Perdus” (so der Originaltitel) ins Thà©à¢tre Pepinià¨re-Opà©ra übernommen. Das Stück hat 2007 zwei Molià¨res gewonnen: einen für den besten Autor und einen für das beste Musiktheater.

Zum Inhalt:

Ein schwuler Barmann, ein Transvestit und einer, den die beiden »Schicksal« nennen, warten in einer heruntergekommenen Bar in New York. Sie warten auf den jungen Stricher Dick, der selbst noch gar nicht weiß, dass er den drei merkwürdigen Wesen bald begegnen wird. Als er auf der Flucht vor Schlägern die Kneipe betritt, bietet »Schicksal« Dick einen Vertrag an, der ihn zu einem Pornostar machen soll.

In Slapstickhaften und berührenden Szenen führen die drei dem Jungen vor, wie sich sein Leben durch den Vertrag verändern würde. Dabei verwandeln sie sich in Drag Queens, durchgeknallte Regisseurinnen und gallige Peepshow-Betreiber. Die Reise führt durch schräge Karrieren, Träume, Verzweiflung, Liebe und Tod.

Cast/Leading Team

Mit Sascha O. Weis, Norman Stehr, Hannes Gastinger und Martin Niedermair

Regie: Thomas Schendel
Assistenz: Sabine Pribil
Musikalische Einstudierung: Daniel Große Boymann
Choreografie: Gaines Hall
Bühne und Kostüme: Daria Kornysheva
Übersetzung: Cusch Jung, Anita Lochner

Szene Wien, 11. November 2008: à“lafur Arnalds live

11. November 2008
20:00bis23:00

Mit nur zwanzig Jahren hat er sein Debut »Eulogy For Evolution« veröffentlicht und versetzte damit die eingeweihte Indie-Szene mit den Koordinaten »Kunst« und »Kammermusik« in Begeisterung. Auf 40 Minuten verteilt er acht unbetitelte Kompositionen, die vorwiegend kammermusikalischer Natur sind, also von einem Streichquartett bestimmt werden und deren solistischer Kontrapunkt ein Piano darstellt, das vorwiegend auf Akkordbegleitung verzichtet und meistens einsame melodiöse Verläufe in die meditativen Streicherarrangements integriert. Angesichts seiner isländischen Herkunft liegt der Vergleich mit Sigur Rà²s nahe und ist tatsächlich nicht zu gewagt - 2008 wurde er von Sigur Rà²s ja auch als Support ihrer Tour engagiert. Nebenbei komponiert und produziert der Hardcore-Afficionado noch Intros/Outros für Heaven Shall Burn.

Links
- à“lafur Arnalds @ MySpace
- Szene Wien

Tourplan (Deutschland/Österreich)
08.Nov.2008 20:00 Zeise Kino Hamburg, DE
09.Nov.2008 20:00 Centrà© Francais Berlin, DE
11.Nov.2008 20:00 Szene Wien, AT
13.Nov.2008 20:00 PMK Innsbruck, AT
19.Nov.2008 20:00 AJZ Chemnitz, DE
20.Nov.2008 20:00 Das Bett Frankfurt, DE
24.Nov.2008 20:00 Cineplex Münster, DE

Urania: “La Strada - Das Lied der Straße”

Foto: ©Lalo Jodlbauer
Atmosphäre in einen doch recht kühlen, arenaartigen Raum wie in jenen der Wiener Urania zu zaubern, das können die Schauspieler und der Regisseur, das ganze Leading Team der “Volkstheater in den Außenbezirken”-Produktion “La Strada”.

Sie schaffen eine Stimmung, die zwischen italienischem Film und einem Gefühl, das der französische Schriftsteller Philippe Djian in Romanen wie “Betty Blue” so wunderbar vermittelt, mäandriert. Für die Schauspieler ist der Prozess des Erzeugens dieser speziellen Stimmung, dieses, wie Fellini über seinen Film “La Strada” gesagt hat, “schwebenden Tons, der in mir das Gefühl unendlicher Traurigkeit weckte”, jeden Abend eine neue Herausforderung - denn die Produktion spielt fast wöchentlich in einem anderen Raum, und jeder Raum, in dem die Darsteller Station machen, ist auch anders, ganz anders. Im persönlichen “La Strada” der Protagonisten von “La Strada” gibt es mal eine Bühne, dann wiederum ist nicht mal für die ganze Deko Platz, die Auftritts- und Abgangsmöglichkeiten variieren. So kommt keine Routine auf, jeder Abend ist eine kleine Premiere.

Man tritt zum Großteil vor dankbarem Publikum auf, das mit dieser Produktionsschiene des Volkstheaters Theaterabende direkt in den Bezirk geliefert bekommt. Das darf man nicht unterschätzen. Hier werden Barrieren gekippt - du musst nicht zum Theater kommen, das Theater kommt zu dir, man will extra für dich spielen. Ein Großteil läuft auf Abo-Basis zu vernünftigen Preisen, mit denen man Publikum gewinnen und nicht vergraulen will, das Durchschnittsalter des Publikums ist ein etwas gehobeneres, und wer sich einmal gut unterhalten hat, kommt vielleicht auch öfters ins Haupthaus.

“La Strada - Das Lied der Straße” ist ein Schauspiel von Gerold Theobalt nach einem Drehbuch von Frederico Fellini, Tullio Pinelli und Ennio Flaione.

Der Schausteller Zampano braucht eine neue Assistentin. 10.000 Lire zahlt er für Gelsomina, ein einfaches, ein bisschen zurückgebliebenes Mädchen. Nun zieht sie mit ihm von Ort zu Ort, spielt den Clown, sammelt das Geld ein, kocht und wäscht für ihn. Zampano ist brutal, jähzornig, rücksichtslos und unfähig Gefühle zu zeigen. Er schlägt sie, schläft aber auch hin und wieder mit ihr und betrügt sie mit anderen Frauen. Sie hängt trotzdem an ihm. Dann lernt sie den Seiltänzer Il Matto kennen. Er spricht mit ihr, hört ihr zu und nimmt sie ernst. Von ihm lernt Gelsomina auch die kleine Melodie, die sie auf der Trompete spielt. Als er nicht aufhört, Zampano zu verspotten, kommt es zur Katastrophe …

Ein schwebender Ton, ein Gefühl unendlicher Traurigkeit, das sich in der wechselseitigen Abhängigkeit von Gelsomina und ihrem brutalen Zampano spiegelt, aber auch in der Beziehung zwischen Zampano und Il Matto, dem Seiltänzer, sowie Zampano und seinen Damenbekanntschaften, dieser schwebende Ton ist es, der bei dieser Produktion alles andere, auch die Handlung an sich, dominiert.

Doris Weiner gibt das einfache, etwas zurückgebliebene Mädchen nicht als ver-rückte Studie, sondern zeichnet es als liebenswert ent-rückt, auf eine ganz bezaubernde Weise. Es lebt in seiner eigenen Welt und in diese Welt dringt der Alltag so wie wir ihn alle kennen nur gefiltert ein. Andy Hallwaxx (Regie) setzt eine Vielzahl an Stilmitteln ein, um die Gefühlswelt der Gelsomina zu skizzieren. Er spielt mit Zeit und Realität, mit der Welt der Akrobatik, setzt einen ausgeklügelten Sound- und Musikteppich wie eine Art Underscore ein - alles scheint ineinander zu verfließen, die Zeit an sich wird unwesentlich. Die clownesquen Kunststückchen Gelsominas liefert Weiner manchmal mit einer Charlie Chaplinesquen Attitude, sie sind Teil ihres Wesens, nicht unbedingt als “Zirkuseinlagen” interpretierbar. Die vielen Brechungen in dieser Rolle, beispielsweise dass Weiner natürlich schon lange kein “kleines Mädchen” mehr ist, die traumartigen Sequenzen, das überragende Timing der Schauspielerin, mit dem sie Zeit und Raum balanciert und stets die völlige Aufmerksamkeit des Publikums auf sich fokussiert, das allein macht diesen Abend zu einem großen Erlebnis.

Foto: ©Lalo Jodlbauer

Zampano, der, so stellen wir uns das vor, muskelbepackte Grobling, wird von Thomas Bauer mit Wucht als Seelenkrüppel und Schwächling interpretiert. Er reagiert nicht mit Worten und Gefühlen, sondern ausschließlich körperlich, mit Gewalt.

Marjan Shaki spielt eine Wirtin, eine Hure und einige Szenen später eine Nonne - ein derartig breites Spektrum verlangt eine nuancenreiche Mimik und Gestik sowie Intonation, und mit all dem verleiht die Schauspielerin souverän ihren Auftritten Wirkung. Von der etwas spleenigen Nonne zur derben, karaokesingenden (”Stand by your man”), quietschigen Hure in wenigen Szenen, und beides glaubhaft dargestellt. Ein schöner Einstieg in die Wiener Sprechtheaterszene, abseits der Musicals.

Foto: ©Lalo Jodlbauer

Die restlichen Nebenrollen, auch jene der Mutter Gelsominas, spielt Reinhold G. Moritz, der im Verlauf der Stücks immer stärker wird und im direkten Aufeinandertreffen von Il Matto und Zampano ein paar glänzende Szenen hat.

Set Design und Lichtregie arbeiten nicht mit dem Aufwand einer Hightech-Bühne, aber wenn es darauf ankommt, welche Wirkung erzielt wird, so schaffen wenige Requisiten, die die Phantasie der Zuschauer anregen, oft mehr als noch so tolle Bühnenlandschaften. Ein paar Möbelstücke, verschiebbare Wände, einige wenige Requisiten, auch da ein poetisches Spiel mit Licht - wunderbar. “La Strada” sollte man gesehen haben. Nur noch wenige Termine sind auf dem Tourplan:

27. Oktober: Haus der Begegnung, Donaustadt
28. Oktober: Haus der Begegnung, Donaustadt
30. Oktober: Da capo (VH Inzersdorf)
31. Oktober: Volksheim Groß-Jedlersdorf
04. November: VHS Hietzing
05. November: VHS Hietzing

La Strada - Das Lied der Straße
Österreichische Erstaufführung
Schauspiel nach einem Drehbuch von Frederico Fellini, Tullio Pinelli und Ennio Flaione von Gerold Theobalt

Zampano: Thomas Bauer
Gelsomina: Doris Weiner
Matto: Reinhold G. Moritz
Wirtin/Hure/Nonne: Marjan Shaki

Regie: Andy Hallwaxx
Bühne: Judith Leikauf/Karl Fehringer
Kostüme: Erika Narvas
Dramaturgie: Hannah Lioba Egenolf
Regieassistenz/Souffleuse/Inspizienz/Abendspielleitung: Elisabeth Balog/Katja Knebel

Das Ende der Long-Runs? Hausgemacht? Die Wirtschaftskrise?

Das Totschlagargument per se in Diskussionen um das langsame Dahinscheiden der so genannten “Long Runs” lautet: “Na, kein Wunder, bei der Wirtschaftskrise.”1

Die Wirtschaftskrise mag ein Faktor sein bei diesem Phänomen, tatsächlich steckt aber auch etwas anderes dahinter (abgesehen davon, dass die Zeit der Megamusicals der achtziger Jahre, aus denen sich die meisten Long-Runs rekrutierten, nun mal, bis auf wenige Ausnahmen, vorbei ist). Musicals sind für viele Besucher im Laufe der Zeit so etwas wie “beste Freunde” geworden, die man ab und an, oder auch häufiger, besucht.

Das war lange Zeit kein Problem - bis ein paar besonders kluge Köpfe auf die Idee kamen, die Ticketpreise schlagartig um einen Faktor X zu erhöhen, der diese Bindung vieler Zuschauer an “ihre” Shows kappte. Die Ticketpreise waren bis vor zirka zehn, fünfzehn Jahren am Broadway und bis vor ein paar Jahren in Wien im Vergleich zum Einkommen vieler Musicalfans “relativ” erschwinglich. Da war es für einen Fan am Broadway durchaus möglich, seine “Lieblinge” regelmäßig zu besuchen. Das ist ein Phänomen, das unbestreitbar existiert(e), so wie man das auch, auf einem anderen Niveau, in Wien kannte und auch heute, in geringerem Ausmaß, kennt.

Schaun wir uns die derzeitige Situation am Broadway an: Als Jason Robert Browns neue Show “13″ in aller Munde war und die prächtigen Kritiken noch nicht mal alle heruntergeklopft waren, kostete das billigste Ticket für die Show 76,50 Dollar. 76,50 Dollar, das ist ein Preis, den viele Theaterbesucher, die nicht nur einmal Tarzan furzen hören wollen und nicht unbedingt auf Löwen und Meerjungfrauen stehen, die nicht in Bussen herangekarrt werden, Musicals aber seit Jahrzehnten besuchen, meist noch nie für ein Ticket ausgegeben haben.

Freilich musste Jason Robert Brownn auch innerhalb kürzester Zeit erkennen, dass er mit solchen Preisen nicht lange am Broadway bleiben wird mit seiner Show (wieder einmal). Und so wie man am Basar mit Wurschtsemmeln handeln würde, gibt es nun, bei einer durchschnittlichen Auslastung von knapp über 50 Prozent, Rabatte. 25 Dollar pro Ticket, das ist der aktuelle Preis, den man zahlt, wenn man nicht so dumm war, beispielsweise als Brown-Fan, im Voraus zu kaufen.

Auf seiner Website schreibt Brown:

I want people to come see “13″, and I asked the producers what we could do to make sure that my fans and friends could come, and do it now when we really need to build momentum. And they really came through.
Through November 3, you can get orchestra and front mezzanine tickets for any weeknight (and Sundays at 7!) for only $25. That means you can take a family of four to see the show for less than the cost of one ticket to “The Lion King.”

Die Situation in Wien ist nicht viel anders (abgesehen davon, dass einige Theater subventioniert werden, was dem Ganzen doch einen etwas skurrilen Touch gibt). Die Ticketpreise steigen im Dreivierteltakt. Während man es aus Deutschland gewohnt war, dass neu erbaute riesige Mehrzweckhallen bestimmte Saalabschnitte wie den neunten Rang oder Reihe sechstausend gar nicht erst in den Verkauf brachten, werden in Wien in vergleichsweise Minimundus-Theatern nun auf einmal Ränge gesperrt. Weil die Shows so schlecht sind? Mag sein. Mag sein, wie man hört, dass in Wien das Publikum auf einmal “nicht reif für ein Stück ist”. Vielmehr aber kann man aber auch der Meinung sein, dass das Publikum irgendwann einmal sagt: Stopp, nicht mit uns. Die Preiserhöhungen reichen. Und vielleicht ist auch längst eine Grenze überschritten. Dann würden Wiens Theater Tag für Tag Zuschauer verlieren, die man nur mehr mit viel Aufwand wieder in die Häuser bekommt.

  1. Achtung: Glosse! Das Lesen dieses kurzen, pointierten Meinungsbeitrags, der sich von Kommentar und Leitartikel durch seinen polemischen, satirischen oder feuilletonistischen Charakter unterscheidet, kann Ihren Blutdruck beeinflussen []

Vorhang auf für WEST SIDE - die neue Wiener Bühne

Am Mittwoch, dem 22. Oktober 2008, findet die Eröffnung der neuen Wiener Bühne WEST SIDE (Mariahilfer Gürtel 15, 1150 Wien) statt. Das WEST SIDE soll sich als Präsentationsmöglichkeit für junge Künstler etablieren, aber auch “alten Hasen” der Musik- & Theaterbranche Raum für Experimente bieten.

Folgende KünstlerInnen werden mit ihren Stücken, Shows, Konzerten und Lesungen bis Weihnachten im WEST SIDE zu sehen sein: Francesco Cardeloni, Friedrich L. Eichberger, Claudine Gerrits, Astrid Golda, Josef Glatz, Anita Hofmann, Petra Kreuzer, Peter Mistlbacher, Dagmar Schwarz, Otti Schwarz, Thomas Thalhammer, Helmut Tschellnig, Wia d’Hund im Reg’n u. v. a.

TRASH FOR CASH
“Trash For Cash”, eine kultige Musikshow mit Petra Kreuzer und Astrid Golda, ist ab 13. November 2008 im WEST SIDE zu sehen.

Gretl und Trude, die vermeintlichen Trapp-Enkerln, sind nur in ihre Heimat zurückgekehrt, um abzucashen. Die genialen Entertainerinnen haben sich auf Möbelmessen genauso bewährt wie bei ihrem phänomenalen und glamourösen Auftritt in Las Vegas!
Was da vorfiel, werden Ihnen die Schwestern dann verraten. Wir sagen nur: Celine Dion, fünf weiße Tiger, eine Showtreppe und zwei kleine Italiener mit Vergangenheit …
Diese musikalische Comedy - von und mit Petra Kreuzer sowie Astrid Golda - zeigt das knallharte Showbiz mit kultiger Musik von Celine Dion bis Conny Froboess.

Update 2011
Das West Side gibt es nicht mehr.

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