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Archiv - News

Ronacher: Worst/Best Seat in the house

Die Website “Theatre Monkey”, ein “Independent Inside Guide to London Theatre and Concert Venues”, bietet als einen Service detaillierte Beschreibungen, wie man in den einzelnen Londoner Theatern von bestimmten Sitzen aus sieht, hört, welchen Störfaktoren man ausgeliefert ist, welche Vorteile bestimmte Sitze bieten. “Best Seat Info” nennt sich die Rubrik, jeder Leser der Website, jeder Theaterbesucher ist eingeladen, durch seine eigenen Erlebnisse diese Datenbank der Eindrücke auszubauen.

Für Wiener Theater gibt es ein derartiges Projekt nicht. Ein Eindruck von einem Besuch des Musicals “Tanz der Vampire” gestern Abend, Wien, Ronacher: Platz 1, Loge 29, 1. Rang. Kategorie 3, Preis: 89 Euro. Soundmäßig ist dieser Sitz bestenfalls, aber wirklich bestenfalls Kategorie 5. Man versteht schwer, was auf der Bühne gesprochen wird, die Gesangsparts kommen sehr leise im Soundbrei zum Teil gebrochen an, extrem viele Bässe, kaum Höhen, man hat den Eindruck, dass man sich das akustische Erlebnis selbst mühsam zusammenstückeln muss. Das macht das Erlebnis ziemlich anstrengend. Sicht: bestenfalls Kategorie 4, ein Großteil des rechten Bühnenbereichs ist nicht einsehbar. Der Vorteil des Sitzes: Man ist nah am Geschehen dran und hat freie Sicht auf den Dirigenten, wenn man das möchte. Fazit: Kategorie 3 dürfte der Platz nie und nimmer sein. Eine Abstufung auf Kategorie 4 wäre notwendig. Im Musiktheater sollte man Musik auch halbwegs hören und genießen können.

Renà© Rumpolds “Kaiser Franz Josef”-Musical exhumiert! Eine kaiserliche Geschichte!

24. Juni 2011
20:00bis22:00

kaiserliche_geschichte.jpg

Es gab einmal vor Jahren den Plan, ein “Kaiser Franz Josef”-Musical aufzuführen, aus der Feder von Renà© Rumpold und Frizz Fischer. Die Weltwirtschaftskrise oder eine andere Krise machten dem allerdings einen Strich durch die Rechnung (siehe –> hier).

Doch Totgesagte leben länger. Im Wiener “Bar & Co” in der Drachengasse ist am 24. und 25. Juni 2011 jeweils ab 20 Uhr die Show “Eine kaiserliche Geschichte” zu sehen, eine Produktion der Sunrise Studios, dem Konservatorium für Schauspiel, Tanz und Gesang.

Der Musical-Abend basiert auf dem Stück »Kaiser Franz Josef - Das Musical« der Sunrise-Dozenten Renà© Rumpold (Buch) und Frizz Fischer (Musik). Das Stück wurde von Sunrise-Dozentin à…sa Elmgren für die Sunrise Studios bearbeitet.

Kurzinhalt
Eine kaiserliche Geschichte – 50 Jahre aus dem Leben des Kaisers Franz Josef. Eine Vorstellung über Liebe, Hoffnung, Glück, Enttäuschung, Verzweiflung, Mord und Trauer.

Leading Team
Lieder: Frizz Fischer, Nils-Petter Ankarblom
Texte: Renà© Rumpold, à…sa Elmgren
Regie, Ausstattung und Abendspielleitung: à…sa Elmgren
Musikalische Leitung, Einstudierung und Klavierbegleitung: Frizz Fischer

Cast
Tobias König: Kaiser Franz Josef (jung)
Max Berger: Kaiser Franz Josef (alt)
Rafael Weissengruber: Kronprinz Rudolf
Sabine Schmidt: Erzherzogin Sophie
Jasmina Fridl: Kaiserin Elisabeth (jung)
Verena Sigl: Kaiserin Elisabeth (erwachsen)
Mira Ihà¡sz: Prinzessin Marie Valerie
Felicitas Otto: Katharina Schratt
Daniela Deutsch: Gräfin Marie Festetics
Ursina Kreis: Gräfin Emma Emo-Capodilista
Manuela Wieninger: Kronprinzessin Stephanie
Nicole Gerzabek: Baronin Mary Vetsera

Nähere Infos –> hier.

Der perfekte Popsong: Gavin DeGraw - “Not Over You”

“Spielplan Deutschland” - die Bühnensimultanschau

map_link_image.jpg“Spielplan Deutschland” - hinter diesem Namen verbergen sich zwei ganz unterschiedliche, aber doch eng verbundene Projekte.

Eines davon ist rein webbasiert und möchte als Recherchewerkzeug allen am Theater Deutschlands Interessierten einen Überblick über die Spielpläne der staatlichen Theater (private Theater sind ausgeklammert) bieten. Auf einer kulturellen Landkarte findet man die Visualisierung der Spielpläne aller deutschen staatlichen Theater - so ist leicht erkennbar, welche Stücke an einem bestimmten Tag in welchen Theatern auf dem Spielplan stehen.

“Spielplan Deutschland” ist aber auch eine Bühnenveranstaltung, die seit 2007 in jährlich neuen Folgen herauskommt. Diese Show besteht aus:

1. Ausschnitten aus den Spielzeitheften der Theater – meist aus den Vorworten
2. Zitaten aus den tagesaktuell laufenden Stücken der Theater oder aus den Premierenstücken der Theater
3. Auffindungen aus der allgemeinen Recherche zum Zustand der deutschen Theaterlandschaft

Das Konzept der Show:

Stellen Sie sich vor, Sie gehen ins Theater und alle Stücke, die an diesem Abend in den Theatern öffentlicher Trägerschaft zwischen Aachen und Zittau zu sehen sind, werden Ihnen gezeigt. Schauspieler und Musiker springen von Genre zu Genre, Stadt zu Stadt, Inszenierung zu Inszenierung. Die ganze prächtige Gemengelage zwischen Klassikern, Uraufführungen, Liederabenden, Bürgerbühnen und Kassenschlagern wird tagesaktuell präsentiert: eine kulturelle Roadmap in schnellen Schnitten, Bruchstücken, Überblendungen – Wahnsinn eben.

Die nächsten Spieltermine der Show “Spielplan Deutschland”:
28., 29. Oktober 2011: Theaterdiscounter Berlin
4., 5. November 2011: Landungsbrücken Frankfurt
19. November 2011: Volkstheater Rostock
30. November, 1. Dezember 2011: Schaubühne Lindenfels in Leipzig
9., 10. Dezember 2011: Schauspielhaus Hamburg

Link
- Spielplan Deutschland

Skating Amadeus Chor @Wiener Burgtheater: Die Schöpfung

23. Juni 2011
19:30bis21:30
19:30bis21:30

Mit seiner eigenen Bearbeitung von Haydns »Schöpfung« gastiert der Grazer Skating Amadeus Chor im Rahmen des zweiten Schülertheatertreffens am Wiener Burgtheater.

Gegründet wurde der Chor vor zehn Jahren von Marguerite Dunitz-Scheer und Michael Schilhan, dem Intendanten des Grazer Jugendtheaters “Next Liberty”. Seither bringt der Chor alle zwei Jahre eine Oper für ein junges Publikum in Graz auf die Bühne.

Als eine von sieben Schülertheatergruppen wurde der Skating Amadeus Chor 2011 vom Leitungsteam der Jungen Burg für das heuer zum zweiten Mal stattfindende Schülertheatertreffen ausgewählt.

“Die Schöpfung” in der Version des Grazer Chors ist am 23. Juni ab 19:30 Uhr im Kasino am Schwarzenbergplatz zu sehen. Tickets zum Preis von 12 Euro sind bereits erhältlich (freie Platzwahl).

Nähere Infos –> hier.

Österreichische Erstaufführung: Ken Davenports “Mein erstes Mal” im 3raum-Anatomietheater

11. Juni 2011
20:00bis22:00

Ken Davenports Off-Broadway-Hit “Mein erstes Mal”, der mit wahrhaftig erlebten Geschichten intime Premieren nackter Körper entlarvt, ist in Wien gelandet, als Produktion von werktreu5.

Als etwas Außergewöhnliches angekündigt, wird es nicht selten ein Flop: Das “erste Mal« als Akt zwischen wunderschön, aufregend, unbeschreiblich und peinlich, absurd, schmerzhaft, ungewollt und weniger süß.

Anregung zu dem Stück fand Davenport durch die Website MYFIRSTTIME.com. 1996 von Peter Foldy und Craig Stuart gegründet, haben im Laufe der Jahre dort tausende Menschen ihr ganz persönliches erstes Mal geschildert – von falschen Erwartungen, emotionalen und körperlichen Niederlagen, romantischen Hochgefühlen, fantasievollen Begegnungen bis hin zur gewaltsamen Entjungferung.

Vier Darsteller wühlen sich durch die Betten fremder Geschichten, die auf der Website zu finden sind. Die Web-2.0-Generation wird auf der Theaterbühne reflektiert.

Darsteller
Sabine Kranzelbinder, Michaela Mock, Markus Pol und Markus Schöttl

Leading Team
Regie: Stephan Wapenhans/Michaela Mock

Vorstellungen
Premiere: 08. Juni 2011 um 20.00 Uhr im 3raum-Anatomietheater Wien
Weitere Termine: 9., 10. und 11. Juni 2011

Tickets
Online
- 3raum-Anatomietheater
- werktreu5
Telefonisch unter +43 (0)650 / 323 33 77

Bühne Baden 2012: “Sweet Charity”

14. Januar 2012
19:30bis22:30

Die Bühne Baden bringt ab 14. Januar 2012 Cy Colemans (Musik), Neil Simons (Buch) und Dorothy Fields’ (Texte) Musical “Sweet Charity” - die Show mit Hits wie “Hey, Big Spender”, »Rhythm Of Life« oder »If My Friends Could See Me Now«.

1966 und 1967 lief “Sweet Charity” unter der Regie und mit der Choreographie von Bob Fosse am Broadway. 608 Vorstellungen gingen im Palace Theatre über die Bühne, Bob Fosses Arbeit wurde mit einem Tony Award für die beste Choreographie des Jahres belohnt.

Das Musical basiert auf dem Film »Die Nächte der Cabiria« von Federico Fellini. 1969 wurde der Stoff sehr erfolgreich mit Shirley MacLaine, Chita Rivera, Sammy Davis Jr. u. v. a. unter der Regie von Bob Fosse verfilmt.

Inhalt
Im Nachtclub-Milieu unterhält Charity - wie ihre Kolleginnen - solvente Herren als Taxigirl, um nach ihrer Arbeit von einem bürgerlichen Leben und der großen Liebe zu träumen. Doch mit den Männern ist das ein Problem: Der eine hat es auf ihr sauer verdientes Geld abgesehen, der andere macht sie zur Seelentrösterin für eine Nacht, bis sie eines Tages auf den bodenständigen Angestellten Oscar trifft und sich in ihn verliebt. Er liebt sie auch, nur leider hat er eine fixe Idee …

Leading Team
Musik: Cy Coleman
Buch: Neil Simon
Text: Dorothy Fields/Karl Vibach, Marianne Schubart
Musikalische Leitung: Oliver Ostermann
Inszenierung: Ricarda R. Ludigkeit
Choreografie: Ricarda R. Ludigkeit
Bühnenbild: Sam Madwar
Kostüme: Friederike Friedrich

Besetzung
Ariane Swoboda / Julia Tiecher / Barbara Wanasek / Nina Weiss // Beppo Binder / Ramin Dustdar / Peter Lesiak / Martin Niedermair / Philip Ranson / Marcus Tesch / Timo Verse

Premiere
14. Januar 2012, 19:30 Uhr

Link
- Bühne Baden

Das “Vorhangverbot” am Wiener Burgtheater

Wir schreiben das Jahr 1983. Unterrichtsminister Helmut Zilk beschäftigt sich mit dem Wiener Burgtheater. Auf seiner Agenda steht das sogenannte “Vorhangverbot”, ein “Verbot”, das zum damaligen Zeitpunkt bereits 200 Jahre lang seine Gültigkeit besaß.

1778 erließ Joseph II. ein Statut über das “Verhalten der Mitglieder” des in eben jener Zeit gerade zum Nationaltheater erhobenen Wiener Burgtheaters, mit dem Inhalt …

… daß keiner der Mitglieder, wenn ihm Beifall gespendet wird, während des Actes oder nach demselben noch einmal erscheinen dürfe, um sich zu bedanken, weil dadurch der Eindruck der darzustellenden Handlung gestört würde …

Vor den Vorhang zur Verbeugung durften nur Gäste und Debütanten (bei ihren ersten drei Rollen), nicht aber die Ensemblemitglieder.

Den Schauspielern war das teilweise durchaus recht. Werner Kraus etwa meinte:

Dieses Hausgesetz mit Nicht-verbeugen-Müssen oder –Dürfen, das fand ich so himmlisch, weil es schändlich ist und die größte Prostitution für einen ernsten Schauspieler, wenn er zum Beispiel als toter König Lear aufstehen und sich verbeugen muß. Das fand ich nach wie vor schrecklich, obwohl es natürlich Schauspieler innerhalb des Theaters gibt, die gern das Hausgesetz aufgehoben hätten. Aber das wäre ein Untergang, denn da käme dann die Claque wie in der Oper.

Um 1800 war Applaus als solcher umstritten. So kann man im “Theater-Kalender” von 1792 nachlesen:

Es ist wahr: das Klatschen hat die Menge der Schauspieler hervorgetrommelt, das Klatschen hat die Unternehmer in Schulden gebracht, das Klatschen hat die Schauspieler verdorben und aus manchem bescheidnen Gliede, welches, in Mißtrauen auf sein Talent, fleißig gearbeitet hat, einen unbesonnenen Verschwender und Prinzipalenplage gemacht, das Klatschen hat zu Ausschweifungen veranlaßt, das Klatschen hat alle Theaterintriken verursacht, das Klatschen hat alle Sitten verdorben und das Theater herabgebracht.

Mehr zur Geschichte des Beifalls hat Alexander Lechner in seiner Diplomarbeit “Applaus. Publikumskundgebungen vom Affekt zur Konvention. Fragmentarische theaterhistorische Untersuchung des Beifalls” zusammengetragen. [Download]

Schloss Wolkersdorf: Musicalkonzert mit Otto Jaus, Andrà© Bauer, Florian Theiler und Katharina Dorian

12. August 2011
20:00bis22:00

Am Freitag, dem 12. August 2011 steigt im Rahmen des “Kultursommer Schloss Wolkersdorf” ein Musicalkonzert mit Katharina Dorian (”Tanz der Vampire”), Otto Jaus (”Krawutzi Kaputzi”), Andrà© Bauer (”Elisabeth”), Florian Theiler (”Tanz der Vampire”), Melanie Ortner (”Tanz der Vampire”) und Jennifer Pöll (”Tanz der Vampire”).

Tickets um 26 Euro sind bereits bei OE-Ticket –> hier erhältlich. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr.

Gavin DeGraw: “Not Over You”

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