Home RSS Go RED Go BLACK

Archiv - Theater

Hört sie den Ruf? Kathrin Zechner vor Wechsel zum ORF?

Die Sache ist doch folgende: Auf die Frage: “Frau Zechner, wollen Sie bei einem konkreten Angebot zum ORF wechseln?”, könnte man mit ja oder nein antworten. Oder man formuliert: “Meine Arbeit bei den Vereinigten Bühnen Wien erfüllt mich ungemein.” Das ist dann keine Antwort, das wäre Rhetorik.

Kein Wunder also, dass in der aktuellen Ausgabe des Magazins NEWS Kathrin Zechner wieder einmal als heißer Tipp für die Funktion einer neu zu besetzenden Fernsehdirektorin des ORF gehandelt wird.

Zum NEWS-Artikel gehts –> hier.

PS: Die Präsentation der Bilanz der VBW für das Jahr 2010, zusammengestellt von der Wien Holding –> hier.

PPS: Auch der Kurier ist auf den Zechner-Zug aufgesprungen –> hier.

PPPS: pr-inside.com: Kathrin Zechner als TV-Direktorin hoch gehandelt

»Berlin erleuchtet«: Uraufführung einer Weihnachtsshow

erleuchtet.jpg

In der Weihnachtszeit feiert im Berliner FriedrichstadtPalast die Show “Berlin erleuchtet” Premiere, eine, laut Pressetext:

herzerwärmende Weihnachtsshow vom zarten ersten bis zum überwältigenden letzten Bild. Zum furiosen Finale versinkt die Bühne und der ganze Saal mitsamt den Gästen im Schneegestöber und verzaubert die Besucher mit dem Traum einer Weißen Weihnacht. Das hat auch Berlin noch nicht gesehen und spätestens dann sind alle Augen und Herzen erleuchtet. Eine Weihnachtsshow für die ganze Familie.

Leading Team
Buch: Jürgen Nass/Roland Welke
Komposition: Martin Wingerath/Daniel Behrens/Anja Krabbe/Florian Richter/Friedemann Matzeit
Produzent: Dr. Berndt Schmidt
Kreativdirektor: Jürgen Nass
Regie: Jürgen Nass
Choreographie: Natricia Bernard/Maik Damboldt/Rosiris Garrido/Eric Gauthier/Alexandra Georgieva/Nikolai Matev/Tatjana Ostroverkh/Aliaksei Uvarov
Bühnenbild Jürgen Schmidt-Andrà©
Kostüme: Uta Loher & Conny Lüders
Videocontent: Marcus Bossdorf
Lichtdesign: Markus Krömer
Sounddesign: Cedric Beatty

Cast
Gesangssolistin: Amber Schoop
Gesangssolist: Fabrizio Levita
Puppenspiel: Big Smile
8 Kinder in wechselnder Besetzung

Previews ab 18.11.2011
Uraufführung am 24.11.2011
Letzte Vorstellung am 26.12.2011

Link
- FriedrichstadtPalast

Dynamic Pricing - das Schlaraffenland der Geldgier im Entertainment

“Dynamic Pricing” - das soll das Prinzip der Zukunft im Ticketverkauf werden. Das, was beispielsweise an der Zapfsäule bei Tankstellen per Gesetz in Österreich in einem gewissen Rahmen gehalten wird, nämlich das Anpassen des Preises mehrmals täglich, das soll nun bei Konzert- und Theatertickets - in den USA - Standard werden.

Wie würde das ablaufen? Nun, Tickets für eine Show wie, sagen wir “Woyzeck” im MuseumsQuartier, nach denen derzeit scheinbar nur wenig Nachfrage besteht, würden im Verkauf billig abgegeben werden. Schafft man es, die Nachfrage zu steigern, dann steigen auch die Preise, unter Umständen mehrmals am Tag - bis zu einer gewissen Höchstgrenze.
Konzerte oder Theaterproduktionen, die sich nicht und nicht verkaufen, werden verbilligt abgegeben, Publikumshits werden solange im Preis steigen, bis die Höchstgrenze erreicht ist oder die Nachfrage wieder sinkt.

Warum hat man ein solches Preissystem nicht schon längst eingeführt? Weil natürlich damit klar erkennbar ist, wie verzweifelt ein Produzent gerade ist, welche Shows gut laufen und welche nicht. In den USA ist allerdings die Konzertsaison des Vorjahrs derart schlecht gelaufen, dass man dies nun in Kauf zu nehmen scheint. Ticketmaster setzt auf das neue Modell, aber auch ScoreBig, ein Start-up in Hollywood, entwickelt ein Ticketverkaufssystem, das automatisch die Höhe der Preise an Angebot und Nachfrage anpasst.

In Los Angeles wurde das System mittlerweile im Theaterbereich eingeführt. Für “God of Carnage”, eine Produktion des Ahmanson Theatre mit der Original-Broadway-Besetzung (Jeff Daniels, Marcia Gay Harden, James Gandolfini und Hope Davis) hatte man zu Beginn des Verkaufs bis zu 120 Dollar zu zahlen. Diejenigen, die zuwarteten, mussten bald 200 Dollar für die besten Plätze zahlen. Nicht alle Plätze, die ursprünglich für 120 Dollar ausgepreist waren, wurden auch gekauft. Schlechte Sicht, verminderte Nachfrage - die Folge: diese Plätze gingen an die Theaterbesucher, die knapp vor der Vorstellung ihre Tickets kauften, um 49 Dollar.

Die Manager des Ahmanson Theatre verweisen auf gute Erfahrungen mit dem neuen System. Sie haben mit “God of Carnage” 7,8 Millionen Dollar Umsatz gemacht. Ohne Dynamc Pricing wären es 1,5 Millionen weniger gewesen.

Errechnet werden die jeweils aktuellen Preise von Computerprogrammen. Die Algorithmen basieren auf den laufenden Verkäufen im Onlinebereich und per Telefon, ein Zeitfaktor, wie viele Tickets in welchem Zeitraum im Vergleich zu anderen Produktionen verkauft werden, wird berücksichtigt.

Link
- Los Angeles Times: You paid how much for that ticket!?

John Malkovich - Von Unterweger zum Technobohemian

Der amerikanische Schauspieler John Malkovich ist in den Schlagzeilen des Hollywood Reporter zu finden. Als einer von Trillionen Celebrities hat nun auch er, nein, kein Parfum wie Justin Bieber, sondern eine Modelinie lanciert. Technobohemian heißt der Stil, den er populär machen möchte:

Old Europe in quality — the materials, except for some Japanese-import denim, come from Italy, where the clothes are made — Technobohemian strives for a cultivated casual look with printed button-down shirts, beautifully tailored jackets and elegant woven ties and cravats. Like their creator, the clothes are classy and distinct if slightly odd.

In Wien tritt Malkovich morgen und am Freitag als Jack Unterweger im Ronacher in der Produktion “The Infernal Comedy” auf. Tickets sind noch reichlich für beide Termine vorhanden.

file_53_5.jpgIm Shop der VBW gibt es eine DVD und eine Doppel-CD dieser Produktion. Die DVD kostet 26 Euro, die Doppel-CD 21 Euro.

Links
- The Hollywood Reporter: John Malkovich Launches New Clothing Line
- Souvenir-Shop der VBW/The Infernal Comedy

Steht das Aus für die Wiener Kammeroper schon fest?

Ein Großteil der Mitarbeiter wurde gekündigt, die Zahlungsunfähigkeit droht. Der Wiener Kammeroper steht finanziell gesehen das Aus bevor. In einer “openPetition” versucht die Direktion nun, Bundesministerin Claudia Schmied, das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny und die Stadt Wien dazu zu bewegen, die Subventionskürzungen sowie die komplette Streichung aller Subventionen, die für 2012 angekündigt wurde, zurückzunehmen.

Hat das Ganze Aussicht? Wenn man sich an ähnlich anmutende Fälle wie das Kabarett Vindobona erinnert, so dürfte das Bundesministerium keinerlei Probleme damit haben, dass die derzeitige Direktion ins finanzielle Debakel schlittert und den Betrieb einstellen muss. Man muss einfach nur abwarten, wie beim Vindobona, und irgendwann, 2012, 2013 oder wann auch immer, wird man sich um den Fall kümmern, eine neue Direktion bestellen oder das Haus in eine Sauna umbauen, oder ein Erlebnis-McDonald’s draus machen lassen.

Vielleicht doch keine so schlechte Idee, zu unterschreiben –> hier.

Zwa Voitrottln live im Wiener Wurschtlprater

Die “Zwa Voitrottln” (Johannes Glück & Dieter Hörmann) geben am 23. Juni 2011 ihre ersten öffentlichen Konzerte. Zweimal werden sie auf der Bühne des Original Wiener Praterkasperl (Prater, Wurstelplatz1, in unmittelbarer Nähe vom Schweizerhaus) stehen.

Das erste Konzert findet um 19:30 Uhr statt, das zweite um 22 Uhr. Eintritt: 6 Euro, freie Platzwahl. Mit dabei auf der Bühne: Michaela Schmetterer und Caroline Zins.

Links
- Event-Ankündigung @Facebook
- Die Voitrottln auf Facebook

Künstler gesucht für Buskers, das erste Wiener Straßenmusikfestival

1. September 2011 09:00bis3. September 2011 20:00

buskers.pngIm Spätsommer, voraussichtlich vom 1. bis 3. September 2011, findet in Wien das Buskers, das erste Straßenmusikfestival statt.

Gedacht ist diese dreitägige Veranstaltung einerseits für noch unbekannte Künstler wie aber andererseits auch für professionelle Artisten. Eine fixe Gage gibt es bei einer Teilnahme nicht, verdienen kann man aber durch den Verkauf eigener CDs, DVDs oder sonstiger Artikel und natürlich mit Hutgeld.

Wer teilnehmen möchte, findet alle Informationen zum Festival auf der offiziellen Website –> hier.

Link
- Buskers/Wien

Peter Turrinis “Rozznjogd” in Maria Saal mit Markus Schöttl & Sabine Kranzelbinder

28. Juli 2011
20:45bis22:45

Es war einer der legendärsten Wiener Theaterskandale, die Uraufführung von Peter Turrinis “Rozznjogd” 1971 am Wiener Volkstheater. Eine Uraufführung, die für den Autor den Durchbruch bedeutete.

Angesetzt war am Premierenabend ein Doppelpack an Aufregerstücken: Turrinis “Rozznjogd” als 1. Akt des Skandals, die deutschsprachige Erstaufführung von Willi Pevnys “Sprintorgasmik” als sozusagen 2. Akt des legendären Abends.

Nach Turrinis Stück hatte sich der Zuschauerraum des Wiener Volkstheaters schon sichtlich geleert, bei “Sprintorgasmik” aber kam es zu wilden Schreiduellen und Handgreiflichkeiten - ein Abbruch des Schauspielabends war unumgänglich.

Dieses prägende Erlebnis machte Peter Turrini und Willi Pevny zu Arbeitspartnern. Das Resultat: ein Stück Fernsehgeschichte: “Die Alpensaga”.

Wenn Peter Turrinis “Rozznjogd” 2011 im Kärntner Maria Saal aufgeführt wird, so kann man sicher sein, dass Schlägereien und Schreiduelle wohl ausbleiben. Was bleibt, ist ein Stück Theatergeschichte, ein auch heute noch fesselndes Theaterstück.

In Maria Saal ist die “Rozznjogd” von 28. bis 30. Juli und von 4. bis 6. August 2011 im TOFFhof/Gasthof zur Post zu sehen. Es spielen Sabine Kranzelbinder (Sie) und Markus Schöttl (Er). Die Regie hat Johannes Hanel übernommen, die Dramaturgie Markus Schöttl. Produktion & Technik: Stefan Schweiger. Bühne: Markus Schöttl und Johannes Hanel.

Rozznjogd
28./29./30. Juli 2011
4./5./6. August 2011
Beginn jeweils 20:45

TOFFhof – Gasthof zur Post
Haupstraße 1
9063 Maria Saal

Bei Schlechtwetter findet die Vorstellung im Gewölbe statt.
Kartenpreise: 18€|10€ (ermäßigt)
Tickets unter 04223/29079
sowie in Kürze bei allen Vorverkaufsstellen von Trigonale & Kultur.Raum.Dorf

Link
- Rozznjogd @Facebook

Ronacher: Worst/Best Seat in the house

Die Website “Theatre Monkey”, ein “Independent Inside Guide to London Theatre and Concert Venues”, bietet als einen Service detaillierte Beschreibungen, wie man in den einzelnen Londoner Theatern von bestimmten Sitzen aus sieht, hört, welchen Störfaktoren man ausgeliefert ist, welche Vorteile bestimmte Sitze bieten. “Best Seat Info” nennt sich die Rubrik, jeder Leser der Website, jeder Theaterbesucher ist eingeladen, durch seine eigenen Erlebnisse diese Datenbank der Eindrücke auszubauen.

Für Wiener Theater gibt es ein derartiges Projekt nicht. Ein Eindruck von einem Besuch des Musicals “Tanz der Vampire” gestern Abend, Wien, Ronacher: Platz 1, Loge 29, 1. Rang. Kategorie 3, Preis: 89 Euro. Soundmäßig ist dieser Sitz bestenfalls, aber wirklich bestenfalls Kategorie 5. Man versteht schwer, was auf der Bühne gesprochen wird, die Gesangsparts kommen sehr leise im Soundbrei zum Teil gebrochen an, extrem viele Bässe, kaum Höhen, man hat den Eindruck, dass man sich das akustische Erlebnis selbst mühsam zusammenstückeln muss. Das macht das Erlebnis ziemlich anstrengend. Sicht: bestenfalls Kategorie 4, ein Großteil des rechten Bühnenbereichs ist nicht einsehbar. Der Vorteil des Sitzes: Man ist nah am Geschehen dran und hat freie Sicht auf den Dirigenten, wenn man das möchte. Fazit: Kategorie 3 dürfte der Platz nie und nimmer sein. Eine Abstufung auf Kategorie 4 wäre notwendig. Im Musiktheater sollte man Musik auch halbwegs hören und genießen können.

“Spielplan Deutschland” - die Bühnensimultanschau

map_link_image.jpg“Spielplan Deutschland” - hinter diesem Namen verbergen sich zwei ganz unterschiedliche, aber doch eng verbundene Projekte.

Eines davon ist rein webbasiert und möchte als Recherchewerkzeug allen am Theater Deutschlands Interessierten einen Überblick über die Spielpläne der staatlichen Theater (private Theater sind ausgeklammert) bieten. Auf einer kulturellen Landkarte findet man die Visualisierung der Spielpläne aller deutschen staatlichen Theater - so ist leicht erkennbar, welche Stücke an einem bestimmten Tag in welchen Theatern auf dem Spielplan stehen.

“Spielplan Deutschland” ist aber auch eine Bühnenveranstaltung, die seit 2007 in jährlich neuen Folgen herauskommt. Diese Show besteht aus:

1. Ausschnitten aus den Spielzeitheften der Theater – meist aus den Vorworten
2. Zitaten aus den tagesaktuell laufenden Stücken der Theater oder aus den Premierenstücken der Theater
3. Auffindungen aus der allgemeinen Recherche zum Zustand der deutschen Theaterlandschaft

Das Konzept der Show:

Stellen Sie sich vor, Sie gehen ins Theater und alle Stücke, die an diesem Abend in den Theatern öffentlicher Trägerschaft zwischen Aachen und Zittau zu sehen sind, werden Ihnen gezeigt. Schauspieler und Musiker springen von Genre zu Genre, Stadt zu Stadt, Inszenierung zu Inszenierung. Die ganze prächtige Gemengelage zwischen Klassikern, Uraufführungen, Liederabenden, Bürgerbühnen und Kassenschlagern wird tagesaktuell präsentiert: eine kulturelle Roadmap in schnellen Schnitten, Bruchstücken, Überblendungen – Wahnsinn eben.

Die nächsten Spieltermine der Show “Spielplan Deutschland”:
28., 29. Oktober 2011: Theaterdiscounter Berlin
4., 5. November 2011: Landungsbrücken Frankfurt
19. November 2011: Volkstheater Rostock
30. November, 1. Dezember 2011: Schaubühne Lindenfels in Leipzig
9., 10. Dezember 2011: Schauspielhaus Hamburg

Link
- Spielplan Deutschland

« zurueck · vor »