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Archiv - Theater

[Dramen_erwachen] ‘09 - eine neue Dramatiker-Generation wird gesucht

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[Dramen_erwachen], so lautete der Titel der Abschlusspräsentation des 2009 erstmals vom proScript Verlag sowie von der Jugend-Literatur-Werkstatt Graz und dem Kinder- und Jugendtheater Dschungel Wien ausgeschriebenen Literaturwettbewerbs “Jugend_schreibt_Theater”, die dieser Tage im Dschungel des Wiener Museumsquartiers über die Bühne ging.

Im Prinzip, profan formuliert, ein Castingwettbewerb, nur nicht für Popsternchen, sondern dann doch eine Stufe seriöser für junge Dichter im gesamten deutschsprachigen Raum auf dem Gebiet des Sprechtheaters, wobei mit “jung” nicht erstpublizeirende “Jung”dichter um die 30 gemeint sind, sondern tatsächlich “jung” zu verstehen ist. Die Jury, bestehend aus Vertretern der drei Initiatoren sowie der jungen Autorin Sophie Reyer, konnte aus Einsendungen von jungen Leuten im Alter zwischen 13 und 19 Jahren wählen. 1300 Schulen, Bildungs-, Kultur- und Jugendeinrichtungen wurden angeschrieben. Das Resultat: 42 eingesandte Stücke, aus denen vier ausgewählt wurden. Auszüge daraus wurden am 4. Mai szenisch im Wiener Dschungel aufgeführt.

Die Ausgangsbasis: Eine recht schlichte Anweisung:

Schick uns deine Texte für die Bühne bitte so:
● Szenen bis fertige Stücke in deutscher Sprache
● Bitte nur getippte Texte (Schreibmaschine oder Computer min. 12 pt.)
● Mindestens 5 Seiten im Format DIN A4
● Keine Originale, da wir Texte nicht zurücksenden können
● Texte per E-Mail bitte in der Anlage (Attachment)
● Bitte keine Gruppenarbeiten

Ein paar nützliche Tipps für dich:
● Schreibe deinen Text als Dialog (direkte Reden)
● Lass nicht mehr als 5 Personen auftreten
● Wähle nicht mehr als 3 Schauplätze
● Mache kurze Anmerkungen, die die Situation beschreiben

Die Gewinne:
1. bis 3. Preis:
Dein Stück wird im DSCHUNGEL WIEN – Theaterhaus für junges Publikum aufgeführt, und du wirst zur Uraufführung nach Wien eingeladen! Der proScript Verlag unterstützt dich bei der Arbeit an neuen Theatertexten.

Ein wenig unspektakulär ging der Abend von Veranstalterseite an den Start. Die Rede des Verlagsrepräsentanten - etwas unsicher. Man sei froh, die jungen Talente gefunden zu haben, bevor man sie an, ja, da habe ich ihn nun nicht wirklich verstanden. Meinte er “an die Prosa verliere” oder “an die Großen [Verlage] verliere”? Möglich und wahrscheinlich ist beides. Ehrlich währt am längsten: Man sei bei diesem Wettbewerb ganz ohne Sponsoren ausgekommen, so der Verlagsrepräsentant weiter. Nachsatz: “Allerdings nicht ganz freiwillig.” Lachen im Publikum. Obwohl - eigentlich eine traurige Sache, wenn man einen solchen Wettbewerb ins Leben ruft und die Sache dann virtuell und real etwas versandet.

Unter den Jungdichtern beispielsweise Irene Diwiak. Sie, Jahrgang 1991, gewann schon 2008 mit 16 Jahren den Literaturwettbewerb “sprichcode” mit ihrem Text “Wir Genies”. 2008 ging auch der erste Preis der Jugendliteraturwerkstatt Graz an die junge Autorin. “Die Super-Maschine”, ein Text, den Diwiak mit 12 Jahren verfasst hat, ist im WWW nachlesbar (—> hier). “Die Stiegenkirche” hat sie mit 11 Jahren geschrieben (–> hier nachzulesen), auch “Der Glückszehner” ist online verfügbar (—> hier). 2010 war sie schon beim Grazer “Drama Slam” mit “Die Gefahr” erfolgreich. Ihr Siegertext für [Dramen_erwachen]: “Die Anderen”.

Auszug aus “Die Anderen”

Wir spielen so ein Spiel, das heißt “die Anderen kommen.” Wir trainieren für den Notfall, wenn die Anderen kommen. Weil die Anderen nicht da sind, noch nicht, muss immer eine Hälfte von uns die Anderen spielen und die andere Hälfte uns und das ist gar nicht so leicht, weil wir immer wissen müssen, ob wir jetzt wir sind oder die Anderen und wenn wir die Anderen sind, halten wir trotzdem zu uns und verlieren absichtlich.

Nicht alle der Jungautoren sind im Netz so ergiebig zu googeln. Charlotte Spitzner ist 15 Jahre alt - Anfang 2009 publizierte sie ihre Kurzgeschichte “Die offene Tür” [Online nachzulesen –> hier]. Ihr Siegertext heißt “Svenja”: Svenja wird im Klassenzimmer aufgefunden - tot. Ihr wurde die Halsschlagader durchgeschnitten. Im Rückblick erzählt sie die Geschichte und die ihrer Umgebung. Authentische und schonungslose Einblicke in jugendliche Gedanken- und Gefühlswelten.

Timo Kocielnik, mit 19 Jahren der “Senior” unter den Jungautoren, meint auf Facebook zum Wiener “Dramen_erwachen”:

Timo Kocielnik hat mit 4 Leuten Wien gecrusht! Wien = Random/Gestern um 10:41

Facebook, WWW, ganz sein Thema: In “Geek”, seinem Beitrag zu “Dramen_erwachen”, sehen wir vier Internetsüchtler, wie sie vor ihren Laptops sitzen und fressen: Infos, Chips, Zuckerl und virtuelle Zuneigungen. Ein konzertierter Alptraum von Bits und Bytes in Rausch und Bogen. Kocielniks Facebook-Profil ist offen zugänglich. Das WWW - Brillantin brutal.

Laura àlvarez, geboren 1992, liefert mit der Geschichte um das gefühllose Mädchen Valentina die perfekte Vorlage für eine gelungene, gefühlvolle und einprägsame Inszenierung. Hier passt alles zusammen. Die Reduktion an Themen vom ersten Stück “Die Anderen” (Irene Diwiak) bis zum vierten (”Valentina”) ist wohltuend spürbar. Die Hektik des WWW, wie Timo Kocielnik sie atemberaubend in “Geek” schildert, ist in diesem Stück nicht existent, auch die Gewalt der “Anderen”, das Schrille, Nervenzerfetzende ist nicht mehr da, und auch die Geschwätzigkeit, die Charlotte Spitzner so gekonnt mit “Svenja” eingefangen hat, ist nicht das Thema. Es ist eine Zweierbeziehung (+ Mutter), die sie schildert. Valentina lernt einen Mann kennen. Er liegt auf seinem Handtuch, sie nähert sich, verführt ihn auf gewisse Weise nicht zuletzt - mit Literatur, er schenkt ihr vielleicht das, was sie verloren hat: Gefühle.

Teilweise waren es viele Inhalte, die im Laufe des Abends in letztlich wenig Zeit untergebracht werden mussten, schnelles Sprechtempo war die Folge, das bei “Valentina”, dem vierten Stück, auf einmal angenehm sich verlangsamte. Ein poetischer Text, der sich sanft in einzelne Szenen unterteilen lässt, mit einem gefühlvollen Ende und Höhepunkt, da untermalt von gut gewählter Musik, mäandrierend zwischen Zuversicht und Hoffnungslosigkeit und am Ende doch vielleicht: Überzeugung.

Für jedes Stück schufen die Schauspieler Johanna Orsini-Rosenberg, Maria Spanring, Yvonne Zahn, Florian Hackspiel und Markus Schöttl eine ganz eigene Atmosphäre. Teils als szenische Lesungen angelegt, teils durchgespielt waren hier engagierte Schauspieler zu erleben, die den Texten Leben eingehaucht haben. Die szenische Einrichtung besorgte Yvonne Zahn.

Was nun unbedingt notwendig ist? Mehr Leben auf der Verlagssite von proScript. Ja, es kostet Zeit, Leben auf eine Site zu bringen, genauso wie es Zeit kostet, Sponsoren für einen Literaturwettbewerb zu finden. Leichter könnte das aber eben mit einer gelungenen Internetpräsenz von Erfolg gekrönt sein. Einen “Newsflash” zu posten, der aus vier Zeilen besteht und ausschließlich die Namen der Gewinner und den Titel der Werke enthält, wird zu wenig sein. Es ist junge Literatur, lebendige Literatur, das sollte man auch online spüren.

Mit der Aufführung am 4. Mai startete auch die Ausschreibung für 2010. Jugendliche von 13 bis 19 Jahren sind aufgerufen, Theaterstücke in deutscher Sprache zu schreiben und bis zum Donnerstag, dem 30. September 2010, an office@proscript.at zu mailen. Die Infos dazu bietet proScript –> hier

[Dramen_erwachen]/Die Stücke

»Valentina« von Laura àlvarez (Jg. 1992)
»Die Anderen« von Irene Diwiak (Jg. 1991)
»Geek« von Timo Kocielnik (Jg. 1990)
»Svenja« von Charlotte Spitzner (Jg. 1994)

Broadway: Da hilft auch kein Tony mehr - Aus für “Enron”

22 Previews, 16 reguläre Vorstellungen und zumindest mal vier Nominierungen für die begehrten Tony Awards (Original Score, Featured Actor Stephen Kunken, Lighting Design und Sound Design), damit wird die Broadwayproduktion “Enron”, die auf dem Finanzskandal aus dem Jahre 2001 beruht, in die Geschichte eingehen. Erfolg wird diese erste Laufzeit allerdings keiner mehr, denn am 9. Mai 2010 ist Schluss. [theatermania.com]

Rupert Goold, der Regisseur des Stückes, meint zur Schließung:

The really sad thing about the play’s closure is that, in directing it, I was really influenced by American showbiz and the Broadway musical, while Lucy [Prebble, the writer] was drawing on all the current great American TV drama. The Broadway cast felt that the text was really American, too – it didn’t feel as if we were bringing an English play over to the Americans.
And it’s sad that there was no consensus among audiences – some people, like the New York Times critic Ben Brantley, clearly found it problematic, but a lot of people raved about it.
Maybe it was a generational thing – in London, we were lucky to play to younger audiences. It’s a loud, fun, rock’n'roll show, so perhaps some people found that a little aggressive. It’s just a shame that now more New Yorkers won’t get a chance to decide for themselves. [guardian.co.uk]

Tiroler Landestheater: Premiere für “Lulu - das Musical” mit Mà¡tà© Kamarà¡s als Jack the Ripper

Als Brigitte Fassbaender 1992 am Tiroler Landestheater Alban Bergs “Lulu” inszenierte, hätte sie wohl kaum gedacht, dass sie im Jahr 2010 ein Musical gleichen Namens schreiben würde. Die Idee stammt von Regisseur und Choreograph Pierre Wyss, ein Komponist war bald gefunden: Stephan Kanyar, der bereits ein erfolgreiches “Frankenstein”-Musical geschrieben hat.

Als Vorlage dient mit Frank Wedekinds “Erdgeist und Die Büchse der Pandora” die Geschichte einer schillernden Frauenfigur der Weltliteratur – Lulu. Sie ist sprichwörtliche Kindfrau und Femme fatale, Unschuld und Verführerin, arglose Naive und gefährliches Tier, Projektionsfläche für männliche Sehnsüchte und Begierden. Lulu eilt von einem Mann zum nächsten. Ihrem beispiellosen Aufstieg zur Gattin des Chefredakteurs Dr. Schön folgt ein atemloser Abstieg, der mit ihrem Tod durch den Frauenmörder Jack the Ripper endet.

In einer revuehafte Erzählweise mit eindringlichen Liedern, lasziven Tangos und ironischen musikalischen Kommentaren zeigt “Lulu – das Musical” nicht nur das Schicksal einer Frau mit ihrem kompromisslosen Anspruch auf ein intensives Leben, sondern auch das bizarre Tableau einer bürgerlich-verlogenen Gesellschaft, in der Heuchelei höher geschätzt wird als lustvolles Begehren.

In den Hauptrollen zu sehen: Lucy Scherer als Lulu und Mà¡tà© Kamarà¡s als Jack the Ripper. Kamarà¡s über seine Rolle:

“Lulu” ist eine bekannte Geschichte, durch Wedekind und Berg, hier im Musical ist die Rolle des Jack beziehungsweise Erzählers neu definiert. Ich versuche zunächst, die emotionale Ebene des Charakters und sein Verhältnis zu Lulu gemeinsam mit dem Regisseur und dem Kreativteam zu erarbeiten. [Theaterzeitung]

Stephan Kanyar und Brigitte Fassbaender zur Musik:

Die Musik ist geprägt von einem eigenständigen Zugriff, kraftvoll und schmissig. Es gibt viele musikalische Ohrwürmer. Nicht alltäglich ist die durchkomponierte Form - und die Tatsache, dass “Lulu - das Musical” durchgereimt ist, mit Raffinesse und auch Ironie. Musical kann mehr sein als seichte Samstagabendunterhaltung. Das Wunderbare an Musilk ist, dass sie den Zuhörer treffen und berühren kann, ohne eine Verständnisebene dazwischen zu schalten. Das fordert Aufrichtigkeit in der Emotion, dann ist es niemals Kitsch. [Theaterzeitung]

Lulu – Das Musical
Musik: Stephan Kanyar
Texte: Brigitte Fassbaender
Nach einer Idee von Pierre Wyss, basierend auf dem Schauspiel von Frank Wedekind
Uraufführung am Samstag, 15. Mai 2010, 19.30 Uhr, Großes Haus

Musikalische Leitung: Michael Mader
Inszenierung: Pierre Wyss
Choreographie: Enrique Gasa Valga
Bühne: Helfried Lauckner
Kostüme: Michael D. Zimmermann

Cast
Lulu: Lucy Scherer
Prolog / Jack the Ripper: Mà¡tà© Kamarà¡s
Dr. Schön: Kenneth Derby
Schwarz: Thomas Paul
Alwa: Ansgar Matthes
Schigolch: Dale Albright
Gräfin Geschwitz: Anne Schuldt
Castipiani: Marc Kugel
Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Chor des TLT, Tanzcompany des TLT

Weitere Vorstellungen:
Mai: 22., 28. / Juni: 4., 13., 16., 22., 24.

Kultursommer Schloss Wolkersdorf zeigt “Offene Zweierbeziehung”, Alexander Goebel, Erich Schleyer u. v. a.

Mit einer ganzen Menge an interessanten Shows wartet der Kultursommer Schloss Wolkersdorf in diesem Jahr auf.

Erich Schleyer
tritt am 15. August mit seinen “Verschleyerte Geschichten” lesend auf, Josefstadt-Legende Otti Schenk zeigt am 24. Juli sein aktuelles Programm “Das Allerbeste zum 80. Geburtstag” und Alexander Goebel sorgt am 23. Juli für “Gute Gefühle” mit Hits und Schlagern aus vergangenen Jahrzehnten.

Uriges zaubert Roland Neuwirth mit seinen Extremschrammeln “Aus’n Huat”: Der Philosoph des Wienerliedes spielt alte und neue Lieder aus den mittlerweile 35 Jahren seiner Karriere. Mit “This isn’t it” feiert auch Alf Poier ein Bühnenjubiläum: Fünfzehn Jahre betreibt er seine klamaukhafte Publikumsverstörung nun schon sehr erfolgreich. Gery Seidl und Joesi Prokopetz treten am 6. August auf und “Die Echten” feiern am 20. August eine “Abschiedstour oder Aufbruch in die neue Welt”.

Eine “Musicalgala” geht am 27. August über die Bühne des Kultursommers - mit Martin Berger, Reinhard Reiskopf, Hannes Wiesinger und Lisi Heller.

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Auf dem Gebiet des Schauspiels bietet der Kultursommer 2010 die “Offene Zweierbeziehung”, eine Tragikkomödie von Dario Fo, inszeniert von Thomas Smolej, einem Stammmitglied des Kabarett Simpl. Dazu hat sich der Regisseur den Paradekomiker Christoph Fälbl und als Gegenspielerin und leidgeprüfte Ehefrau die um nichts weniger witzige Angelika Niedetzky eingeladen. Vor dem romantischen Hintergrund des Schlosses Wolkersdorf werden die Funken sprühen.

Handlung
Die Farce “Offene Zweierbeziehung” dreht sich um’s Eheleben. Sie wird retrospektiv von Antonia, einer leidgeplagten Ehefrau, erzählt, die sich gleich in der Eröffnungsszene umbringen will. Grund ihrer Suizidabsichten: das wiederholte Fremdgehens ihres geliebten Ehemannes. Nach und nach enthüllt sich die komplette Geschichte rund um das Paar, die damit begann, dass sich Antonia überreden ließ, eine offene Zweierbeziehung zu führen. Der Haken an der Sache: Die Zweierbeziehung ist in Wirklichkeit nur nach einer Seite hin “offen”. Während die Ehefrau versucht, die Art einer derartigen Beziehung zu akzeptieren und gleichzeitig in der ihr angestammten Rolle der Mutter und Gattin zu bleiben, kostet der namenlose Ehemann die Situation voll aus. Doch das soll nicht so bleiben: Die eifersüchtige Ehefrau, die anfangs noch sehr leidet, beginnt sich zu verändern und neue Ziele zu setzen. Dies ist wiederum dem Mann nicht recht, weil der sich eine offene Zweierbeziehung anders vorgestellt hat …

Aufführungstermine: 30.7., 31.7., 5.8., 8.8., 13.8., 14.8.
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: € 24
Tickets –> hier

Zur Website des Kultursommers Schloss Wolkersdorf gehts –> hier
Zur Premierenkritik der “Offenen Zweierbeziehung” –> hier

Spielplanpräsentation am Stadttheater Klagenfurt: Schiller mit Dominik Hees, Kafka mit Robert Stadlober

Das Stadttheater Klagenfurt präsentierte seinen Spielplan für die Saison 2010/2011 und bietet neben dem fast schon traditionellen Musical, diesmal “Miss Saigon” (Details –> hier), eine Vielzahl an interessanten Schauspielpremieren und -uraufführungen.

So zum Beispiel die dramatisierte Fassung der Kafka-Erzählung “Amerika” mit Musik von Naked Lunch und bekannten und beliebten Darstellern wie Robert Stadlober, Dagmar Hellberg, Erwin Windegger sowie Katharina Schmölzer, Nadine Zeintl, Daniel Doujenis, Arthur Klemt, Kai Möller, Jens Schnarre. Auch Naked Lunch selbst werden auftreten. Die Premiere findet am 24. März 2011 statt.

Am 8. Oktober 2010 geht, unter der Regie von Stephanie Mohr, die Premiere von Friedrich Schillers “Die Räuber” über die Bühne. Als Darsteller mit dabei: Isabella Szendzielorz, Daniel Berger, Florian Carove, Dominik Hees, Kyrre Kvam, Tino Leo, Dominic Oley, Matthias Schlüter, Roman Schmelzer, Heiner Stadelmann, Eduard Wildner u. a.

Das “Bienenmusical” “Blutiger Honig” gibt es 2011 am Stadttheater Klagenfurt zu sehen. Thomas Pigor hat es geschrieben, Ricarda Regina Ludigkeit inszeniert und auf der Bühne zu sehen: Dagmar Hellberg, Nadine Zeintl, Livio Cecini, Peter Lesiak, Hannes Muik und Erwin Windegger (Details –> hier)

MUT, der von Intendant Josef E. Köpplinger initiierte erste musikalische Unterhaltungstheater-Wettbewerb Österreichs für junge Gesangs- und Tanztalente, wird 2011 zum zweiten Mal ausgetragen. Im Frühjahr 2011 finden in Wien, Berlin und München Castings statt. 20 ausgewählte Kandidaten kommen am 23. Mai 2011 zum Semifinale nach Klagenfurt und präsentieren sich auf der Bühne des Stadttheaters einer mit Persönlichkeiten aus der internationalen Musicalszene besetzten Fachjury. Den Vorsitz führt Josef E. Köpplinger.
Aus den sechs Finalisten werden am 24. Mai 2011 die Gewinner ermittelt. Es werden drei Preise, dotiert mit 3.000 Euro, 2.000 Euro und 1.000 Euro, sowie ein Publikumspreis vergeben. Das Semifinale und das Finale sind öffentlich. Voraussetzungen für die Teilnahme:
• abgeschlossene oder begonnene Ausbildung im Bereich Musical, Operette, Chanson
• Alter 18 bis 27 Jahre
• Anmeldung mit Lebenslauf und Ausbildungsnachweis
Anmeldeformular, Pflichtstücke gibzt es ab Oktober 2010 auf www.stadttheater-klagenfurt.at.

Silver Streetcar for the Orchestra performed by Caleb Herron

[…] Ganz anders das Performancestück »Silver Streetcar for the Orchestra« für Triangel von Alvin Lucier. Etwa zehn Minuten lang drosch der Schlagzeuger rapide die Triangel – Tempo, Dämpfung und Anschlag immer leicht modifizierend. Fast aus dem Nichts entstand dabei ein fiepsender Liegeklang, indem sich die raschen, harten Schläge im resonierenden Aktionsraum des Hamburger Bahnhofs schichteten. Dieser Klang gab dem »Blick nach draußen« einen weiteren Dreh, hin auf ein verdrängtes und verbotenes Draußen, das Hans-Peter Dürr in seinem Buch »Traumzeit« für verschüttet erklärte. Ein Draußen jenseits des Zauns, auf dem einst die Hexe als Hüterin der Schwelle zur Wildnis saß und nun Alvin Lucier als Herrscher über die Magie der Klänge thront.

Björn Gottstein, die taz, berlin-kultur, 11. Juni 2001

Volkstheater/Rote Bar: Erich Schleyer - Wie man Engel fickt

14. April 2010
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Wie man Engel fickt
Auch die Großen aller Zeiten denken nur an das “Eine”. Humorvolle, anregende und erregende Beispiele aus anzüglicher bis pornografischer Literatur bietet Erich Schleyer am Mittwoch, dem 14. April 2010, in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters.

Aristophanes bis Goethe, von Thomas Mann bis Bertold Brecht, von Peter Rosegger bis Joachim Ringelnatz, von Robert Gernhardt bis Vladimir Sorokin. Erich Schleyer hat aus einer Auswahl an einschlägigen Texten “Ohne Beispiele - aber mit viel Andeutung” eine Lesung voller verbalerotischer Eskapaden zusammengestellt, basierend auf dem dreibändigen Handbuch “Die klassische Sau” (Haffmanns Verlag).

Goethe selbst liefert das Motto: “Seid reinlich bei Tage und säuisch bei Nacht, so habt ihrs auf Erden am weitesten gebracht.”

Volkstheater/Rote Bar: Erich Schleyer - Wie man Engel fickt
Es liest: Erich Schleyer
Musikalische Anmerkungen: Philipp Lingg

14. April, 22.00 Uhr, Karten € 7
Konzeption WORT & SPIELE MITTWOCH: Sibylle Fritsch

Pulitzer-Preis in der Kategorie “Drama” geht an: “Next to Normal”

“Next to Normal”, das Rockmusical von Tom Kitt und Brian Yorkey, wurde mit dem Pulitzer-Preis in der Kategorie “Drama” ausgezeichnet und konnte sich damit gegen “The Elaborate Entrance of Chad Deity” von Kristoffer Diaz, “Bengal Tiger at the Baghdad Zoo” von Rajiv Joseph und “In the Next Room or the vibrator play” von Sarah Ruhl durchsetzen.

Die Preisträger erhalten neben all der Ehre eine Anerkennung finanzieller Art in der Höhe von 10.000 Dollar und reihen sich in eine Liste ziemlich bekannter Kollegen ein. Eine Aufstellung der Gewinner der letzten Jahrzehnte würde wie folgt aussehen:

2009: Ruined: Lynn Nottage
2008: August: Osage County: Tracy Letts
2007: Rabbit Hole: David Lindsay-Abaire
2006: Keine Preisverleihung
2004-05: Doubt: John Patrick Shanley
2003-04: I Am My Own Wife: Doug Wright
2002-03: Anna in the Tropics: Nilo Cruz
2001-02: Topdog/Underdog: Suzan-Lori Parks
2000-01: Proof: David Auburn
1999-00: Dinner with Friends: Donald Margulies
1998-99: Wit: Margaret Edson
1997-98: How I Learned To Drive: Paula Vogel
1996-97: Keine Preisverleihung
1995-96: Rent: Jonathan Larson
1994-95: The Young Man From Atlanta: Horton Foote
1993 94: Three Tall Women: Edward Albee
1992-93: Angels in America: Millennium Approaches: Tony Kushner
1991-92: The Kentucky Cycle: Robert Schenkkan
1990-91: Lost in Yonkers: Neil Simon
1989-90: The Piano Lesson: August Wilson
1988-89: The Heidi Chronicles: Wendy Wasserstein
1987 88: Driving Miss Daisy: Alfred Uhry
1986-87: Fences: August Wilson
1985-86: Keine Preisverleihung
1984-85: Sunday in the Park With George: James Lapine und Stephen Sondheim
1983-84: Glengarry Glen Ross: David Mamet
1982-83: ‘night, Mother: Marsha Norman
1981 82: A Soldier’s Play: Charles Fuller
1980-81: Crimes of the Heart: Beth Henley

Link
-Playbill: Next to Normal Wins 2010 Pulitzer Prize for Drama

Kasino am Schwarzenbergplatz: Öffentliche Proben zu “Krieg und Frieden”

Inspiriert von Tolstois Roman “Krieg und Frieden” setzt der Direktor des Wiener Burgtheaters, Matthias Hartmann, mit seinen Schauspielern auf das Theater als Erkenntnisraum und lädt das Publikum ein, an diesem Prozess teilzunehmen. Das Ganze ist ein Abenteuer, das jetzt den Titel trägt »Krieg und Frieden, Teile aus dem ersten Buch von Tolstoi«.

Matthias Hartmann:

Wir werden bis zur Schlacht von Borodino kommen. Im Roman geht es um das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen Zeit und eine alte Generation, die nicht versteht, was mit ihr passiert. Wir leben ja auch in einer Zeit, in der etwas zu Ende geht, und wissen ebenfalls nicht, was auf uns zukommt. Wenn die Genforscher morgen ein Mittel zur Unsterblichkeit finden, wird sich unsere Kultur schlagartig verändern. Es wird eine Art Selektion stattfinden. Wer bekommt das Privileg der Unsterblichkeit? Vielleicht werden die zukünftigen Kriege deshalb ausbrechen. Würmer kann man schon jetzt unendlich altern lassen.

Die ersten öffentlichen Proben sind am 14./15./17. und 19. April 2010 im neu gestalteten Kasino am Schwarzenbergplatz, anschließend wird weitergeprobt, und am 18. und 21. Mai kann sich dann das Publikum die nächste Probenphase ansehen.

Die Karten kosten 15,-Euro. Ermäßigte Karten für Schüler/Studenten/Zivildiener etc um 7 Euro
Kasino, Schwarzenbergplatz 1, 1010 Wien
Die Abendkassa öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn

KRIEG UND FRIEDEN
Teile aus dem Ersten Buch von Leo Tolstoi

Mit Elisabeth Augustin, Stefanie Dvorak, Sabine Haupt, Yohanna Schwertfeger, Mareike Sedl; Franz J. Csencsits , Sven Dolinski, Ignaz Kirchner, Peter Knaack, Fabian Krüger, Oliver Masucci, Rudolf Melichar, Udo Samel, Moritz Vierboom

Regie: Matthias Hartmann
Raum und Kostüm: Johannes Schütz
Musik: Karsten Riedel, Wolfgang Schlögl
Licht: Peter Bandl
Video: Hamid Reza Tavakoli, Moritz Grewenig
Dramaturgie: Amely Joana Haag

Bettfedernfabrik Oberwaltersdorf: Sommernachtstraum 2010

23. Juli 2010
18:00bis20:00

sommernachtstraum.jpgSeit mittlerweile zwölf Jahren produziert Norberto Bertassi mit seiner freien Theatergruppe teatro Theatererlebnisse für Kinder und Jugendliche. Im Zentrum stehen dabei märchenhafte Geschichten, Mythen & Sagen sowie Themen aus der Weltliteratur.

In den Sommer 2010 startet teatro mit der Uraufführung »Sommernachtstraum 2010«. Das neue Musical von Walter Lochmann, Norbert Holoubek und Norberto Bertassi ist in der Bettfedernfabrik in Oberwaltersdorf/NÖ zu sehen, und zwar am 23. Juli um 18 Uhr (Prermiere) sowie am 24., 25., 30., 31. Juli und 1., 6., 7., 8. August 2010 (jeweils um 18 Uhr). Eine Benefizveranstaltung für rumänische Straßenkinder findet am 22. Juli statt.

Inhalt
Da tut sich was im Wald in einer lauen Sommernacht. Vier junge Liebende sind auf der Flucht. Das Problem ist nur, dass jeder den Falschen liebt. Hermia liebt Lysander, Helena liebt Demetrius, Demetrius liebt aber Hermia. Wen liebt eigentlich Lysander?
Dann gibt es da aber auch Elfen und Kobolde, die mit einem Liebeszaubertrank endgültig alles durcheinanderbringen. Als dann auch noch eine lustige Handwerkerbande die Nacht unsicher macht, steht der ganze Wald Kopf. Doch da geht der Spaß erst richtig los. Eine romantische Musicalkomödie für die ganze Familie sehr frei nach William Shakespeare.

Leading Team
Buch: Norbert Holoubek
Co-Autor: Norberto Bertassi
Musik: Walter Lochmann
Regie: Norberto Bertassi
Choreographie: Kathleen Bauer
Bühnenbild: Germano Milite
Kostüme: Andrea Bartha
Maske: Irene Altmann
Ton- und Lichtdesign: Richard Redl

Besetzung
Puck - Andrea Frohn
Titania - Andrea Malek
Oberon/Herzog - Sascha O. Bauer
Hermia - Lisa Habermann
Helena - Frederika Faust
Lysander - Alexander Moitzi
Demetrius - Marcus Kulp
Petra Squenz - Rita Nikodim
Zettel - Alexander Hoffelner
Hyppolita - Sabrina Bartl
sowie 40 Kinder und Jugendliche

Nähere Infos zum Programm und zu den Tickets für die Show gibt es –> hier

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