Archiv - Vermischtes
Martin Bruny am Donnerstag, den
14. Mai 2009 um 16:08 · gespeichert in Netz, Wien
… um noch einmal auf Matthias Bollwerks “Notizblog” zurückzukommen. Einige Videos des Darstellers beschäftigen sich auch mit der Wiener Produktion von “Frühlings Erwachen”. Es gibt eine kleine Führung durchs Haus, zur Probebühne, in die Schneiderei und Putzerei sowie vieles andere mehr.
Zu erreichen sind die Videos über Bollwerks MySpace-Site oder sein YouTube-Account. 30 Abonnenten hat er, das muss mehr werden!
Martin Bruny am Dienstag, den
12. Mai 2009 um 16:41 · gespeichert in Netz, Musical, Wien, Deutschland
Im Musical “Frühlings Erwachen” ist Matthias Bollwerk derzeit als “Ernst” zu sehen, im Netz führt er ein sehr unterhaltsames “Notizblog”, das man über seine MySpace-Site oder sein YouTube-Account erreicht. 16 Abonnenten hat er da, das muss ich ändern!
Martin Bruny am Sonntag, den
10. Mai 2009 um 08:42 · gespeichert in Sprache
Ohne Worte.
Der blonde Mädchenschwarm brach nach seinem Sieg in hemmungsloses Schluchzen aus. “Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll”, sagte er. Hatte Schuhmacher bei “Soulmate” von Natasha Bedingfield noch etwas nervös gewirkt, so geriet die Jury bei seiner Version von Bill Withers “Ain’t No Sunshine” regelrecht ins Schwärmen. Der Durchbruch gelang dem als Favorit gehandelten 22-Jährigen aber mit dem von Bohlen komponierten Siegertitel “Anything But Love”, den er mit samtiger Stimme und Engel-Outfit zum Besten gab und den es demnächst als Single im Handel gibt.
Auch Sarah Kreuz aus Poppenhausen bei Schweinfurt war für ihre gefühlvollen Balladen von der Jury geradezu mit Lob überschüttet worden. Die “Pop-Diva” getaufte Finalistin leistete sich keinen einzigen Patzer, schaffte es aber trotzdem nicht, in die Fußstapfen von Vorjahressieger Thomas Godoj zu treten. Die beiden Finalisten hatten es als beste von insgesamt gut 31.000 Bewerbern ins Finale geschafft.[via orf.at]
Azubi-Time? Schüleraustausch mit Bravo.de? Hab ich den Ironie-Smiley übersehen? Hilfe.
Kochen wir doch lieber mit Uwe:
Pfannengericht
Das Rezept von Uwe Kröger kann sowohl in einer großen Pfanne als auch im Wok zubereitet werden: gebratener Reis.
Zutaten:
- 1/4 kg Vollkornreis
- 1/2 l Gemüsesuppe
- 15 dag Hühnerbrust
- 2 Frühlingswieberl
- 20 dag Sojasprossen
- 30 dag Karotten
- 1 gelbe Paprikaschote
- 6 Paradeiser
- Sojasoße
Zubereitung:
Den Reis in einem Topf anwärmen, mit der Suppe aufkochen, ausquellen lassen. Hühnerbrust in Streifen schneiden, mit 1 EL Sojasoße beträufeln, ziehen lassen. Zwieberl in Ringe schneiden, Karotten grob raffeln, Paprikaschote würfeln.
In einer großen Pfanne oder im Wok etwas Öl erhitzen, das Fleisch anbraten, Paprika und Karotten dazu, ständig rühren. Nach einigen Minuten die Zwieberl und die Sprossen mitbraten. Zum Schluss den Reis mitrösten, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Paradeiser blanchieren und schälen. In den Reis setzen und mitbraten, bis die Paradeiser heiß sind.
Beilage:
Blattsalate [via orf.burgenland]
Das Ganze gibts ungeschält als Podcast –> hier
Martin Bruny am Samstag, den
9. Mai 2009 um 22:24 · gespeichert in Netz
Dem ORF gehts schlecht, die Werbeeinnahmen in Zeiten der Wirtschaftskrise sinken, Sparpläne wurden ausgearbeitet. Wo könnte man sparen, hat man sich in der Geschäftsführung gefragt. Nunja, nicht bei den Weißen Elephanten, das geht gar nicht. Nicht beim Fußball, das würden wir stolzen Fast-EM/WM/Whatever-Endrunden-Teilnehmer nicht überleben.
Sparen wir doch in einem Bereich ein, der eine etwas zurückhaltendere Lobby hat, also bei der Kultur. Was braucht der ORF schon ein Orchester? Den Mozart können uns nur die Deutschen irgendwie mit Hinweisen auf Herkunft und Lebensort, frühere Grenzen, was auch immer, abspenstig machen, wir werden also ein (ehemaliges) Musikland bleiben, einen Kulturauftrag gibt es im ORF sowieso schon lange nicht mehr, und wieso sollten wir auf die Idee kommen, den ORF etwa mit der ARD zu vergleichen, die nicht ein oder zwei Rundfunkorchester hat, sondern 14!
Auslagerung ist das Zauberwort. Alles, was ausgelagert ist, ist gut. Aus den Augen, aus dem Sinn. Und weil diese Art und Weise, mit einer Kulturinstitution umzugehen, vielleicht doch nicht die richtige ist, gibt es die Onlinepetition zur Rettung des Radio-Symphonieorchester Wien. Es wäre keine so schlechte Idee, einfach gegen den Kulturabbau zu unterschreiben.
Link
- Petition zur Rettung des RSO Wien
Martin Bruny am Samstag, den
2. Mai 2009 um 22:17 · gespeichert in Musical, Skurriles
Der Wissensstand vieler Medien das Musicalgenre betreffend ist oft faszinierend. Da gibt der Schauspieler Hugh Jackman anlässlich der Premiere seines neuen Films “X-Mens Origins: Wolverine” der Los Angeles Times ein Interview, in dem eine Passage folgendermaßen lautet:
Not surprisingly, he also wants to make film musicals too, to show that other side of himself. «I’ve been looking to do a musical film for a long time, and after things like ‘Moulin Rogue,’ ‘Chicago’ and ‘Hairspray’ I think there’s a real opportunity there,†Jackman said. «I’ve developed a script of ‘Carousel,’ a musical I just love. There’s a famous quote from Stephen Sondheim: ‘Carousel is about life and death and ‘Oklahoma’ is about a picnic.’â€
In 2002, Jackman sang the role of Billy Bigelow in “Carousel” at Carnegie Hall. Two years later, he won the Tony for “Boy From Oz,” a fact that is hard to remember during his berserker rages in “Wolverine.” Jackman, of course, also hosted the Oscars earlier this year, and shared the stage with Anne Hathaway during one of the more memorable skits. «I thought she was brilliant and open and creative, so I’ve been filling up her answering machine with messages about ‘Carousel.’”
Prompt erscheint einige Stunden später in der Thaindien News und im Daily Express folgende Meldung:
The Aussie star has developed a script for the beloved Stephen Sondheim musical and he wants Hathaway to play Julie Jordan opposite his Billy Bigelow.
He says, “I’ve been looking to do a musical film for some time and after things like Moulin Rouge!, Chicago and Hairspray, I think there’s a real opportunity there.”
And he’s clear only Hathaway will do as his leading lady: “I’ve been filling up her answering machine with messages about Carousel.”
Was wird sich Stephen Sondheim freuen, so auf die Schnelle für ein Musical gelobt zu werden, das er gar nicht geschrieben hat. [–> Carousel]
Martin Bruny am Samstag, den
2. Mai 2009 um 21:29 · gespeichert in Netz, Skurriles
Martin Bruny am Samstag, den
2. Mai 2009 um 10:36 · gespeichert in Musical, Skurriles
Wenn man denkt, tiefer kann es nicht mehr kommen (siehe –> hier), legt die “Wiener Zeitung” noch eins drauf (siehe –> hier):
Musical ist in den USA eine auf Gewinn ausgerichtete Angelegenheit. In Österreich, speziell in Wien, liest sich das so: 2008 blieben die Einnahmen der Vereinigten Bühnen drei Millionen Euro unter den Erwartungen. Für 2009 wird ein Verlust von sechs Millionen Euro prognostiziert. “Rudolf” hat 84,2 Prozent Auslastung und übertrifft mit dieser mageren Ausbeute immer noch “The Producers”, die es auf gerade 73 Prozent brachten – und zwar, wohlgemerkt, auf 73 Prozent der überhaupt angebotenen Plätze. Womit dieser Flop immer noch spielend “Frühlings Erwachen” toppt, das auf 66,4 Prozent kommt. Im Moment subventioniert die Stadt Wien jede gekaufte Karte mit 36,10 Euro.
Was ist da passiert?
Ganz einfach: Das Musical ist tot. Es fehlen die Stücke. Knüller wie “West Side Story”, “Der Mann von la Mancha”, “Kiss me, Kate” oder “My Fair Lady” gibt es heute nicht mehr. Andrew Lloyd Webber war der letzte Musical-Komponist mit Bühnenpranke – und führte das Genre durch Nachahmer, zu denen er auch leider selbst gehörte, in die Abgründe hemmungslosen Kitsches. Die intellektuellen Stücke eines Stephen Sondheim wiederum konnten sich außerhalb der USA nicht so recht behaupten. In Europa setzte man lieber auf die Webber-Klone. Und verlor.
Insoferne ist also der Ronacher- und Raimund-Theater-Intendantin Kathrin Zechner kein Vorwurf zu machen. Sie kann nichts dafür, dass ein Genre abstirbt.
Einen Vorwurf muss man hingegen jenen Wiener Kulturpolitikern machen, die hartnäckig und durch Verluste unbelehrbar an dem Konzept zweier Musical-Theater in Wien festhalten. Selbst wenn Kathrin Zechner nämlich mit neuen Musical-Konzepten kommt: Sie hat keinen neuen Leonard Bernstein, keinen neuen Frederick Loewe. Sie hat nicht einmal einen neuen Webber.
Vielleicht sollte sich die Stadt Wien einmal Gedanken machen, nur noch ein Haus mit Musicals zu bespielen und das andere in ein reines Operettenhaus umzuwidmen. Denn das stünde Wien gut zu Gesicht. Und viel mehr Misserfolg als mit den Musicals kann es auch nicht geben.
Schlimm daran ist die Ahnungslosigkeit und Ignoranz, die hier aus jeder Zeile spricht. Man könnte meine, eine 80-jährige Volksopern-Abonnentin, die nach eine Vorstellung von “Frühlings Erwachen” betäubt von ihren Bühnenplätzen gestolpert ist, wolle nun jedes Musical in Grund und Boden reden, das jünger ist als 40 Jahre. Worauf bezieht sich denn Herr Baumgartner in seinem Artikel? Auf die “West Side Story” (1957), “Kiss me, Kate” (1947), “Der Mann von La Mancha” (1965) und “My Fair Lady” (1956). Und danach gibt es für den Autor nur mehr einen Komponisten mit “Bühnenpranke”: Andrew Lloyd Webber. Interessant. So gesehen dürfte es in den USA seit Jahrzehnten keine nennenswerten Musicals mehr geben.
Das Musical in Wien ist natürlich noch lange nicht am Ende. Es wäre nur dann am Ende, wenn man für das Ronacher kein Bespielungskonzept finden würde, das dieses Haus als MUSICALhaus platziert und nicht als Varieteetempel, in dem man alles spielen kann, was es am Markt gerade billig gibt oder wo ein name-dropping-passender Regisseur/Schauspieler mitwirkt. Dieses Theater wäre dann tot, wenn man es sterben lässt durch überteuerte Eintrittspreise und eine miese Tonanlage. Es wäre dann tot, wenn man hier ausschließlich aufgewärmten Braten serviert, und nicht Top-Musicalproduktionen präsentiert. Einfach mal Caspar Richter fragen. Wieso ist es möglich, in den USA wunderbare konzertante Fassungen von Musicals wie “Finian’s Rainbow” auf die Bühne zu stellen, während man hierzulande vermutlich bald “Elisabeth” als A-Capella-Stück, als Stück nur mit unter 20-Jährigen oder als interaktive Show mit Publikumswettsingen bringt.
Vielleicht sollte sich die “Wiener Zeitung” mal Gedanken machen, sich ernsthaft mit dem Musicalgenre zu beschäftigen und nicht Leute losschreiben lassen, die wie Fleischhauer rüberkommen. Denn das stünde der “Wiener Zeitung” gut zu Gesicht. Und viel schlechtere Auflagezahlen als mit Glossen wie jener kann es dann ja auch nicht geben.
Martin Bruny am Dienstag, den
28. April 2009 um 22:27 · gespeichert in Skurriles
Martin Bruny am Montag, den
27. April 2009 um 17:13 · gespeichert in Vermischtes
Die von Frank Nimsgern komponierte Hymne »Ocean of Love« zur Taufe des TUI-Kreuzers namens “Mein Schiff” (!) wird am 15. Mai 2009 von Anna Netrebko in Hamburg gesungen. Die Uraufführung der Komposition findet in Begleitung der Kammerphilharmonie Berlin am Hamburger Fischmarkt statt. Bei den Tauffeierlichkeiten noch zu hören: Ina Müller, Udo Lindenberg und Jan Delay. Und was sagt die Netrebko dazu?
Es ist eine Freude und Herausforderung zugleich, diese wunderschöne Hymne, die Elemente aus der Klassik und der modernen Popmusik verbindet, zu singen.
Wer mal auf einen Sprung und ein Gläschen Sekt vorbeischaun will, nähere Infos –> hier.
Martin Bruny am Freitag, den
24. April 2009 um 22:12 · gespeichert in Sprache
Eine Kuriosität. Im Rahmen der Castingshow DSDS bezeichnete Juror Dieter Bohlen eine Kandidatin als “Bitch”, was einschlägige Medien mit “Hure” oder “Nutte” übersetzten. Das Mädchen Annemarie selbst reagierte dann auf Nachfrage mit dem Statement:
Das war schon ein Schlag in die Fresse - mit Anlauf!
Wow, wie elegant doch “Bitch” im Gegensatz zum derben “Fresse” klingt. Kann man da der Kandidatin noch ihre Betroffenheit abnehmen, oder schlägt man sich auf Dieter Bohlens Seite, wenn er meint, laut BILD (auch eine Kuriosität an sich), zusammengefasst von der APA [via Standard]:
“Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen”, hielt Bohlen in der “Bild” dagegen. Sprache verändere sich, und Übersetzungen aus dem Wörterbuch seien oft nicht mehr zeitgemäß und zutreffend. “Bitch” sei “heutzutage eher eine provozierende Frau, die mit ihren erotischen Reizen spielt”.
Selbst die zweifache Mutter Britney Spears singe in ihrem neuen Song: “I’m Britney, Britney Bitch.” Da könne ihm keiner sagen, dass sich Spears selbst als Schlampe oder Hure bezeichne. “Ich bleib dabei: Annemarie ist eine ‘Bitch’. Eine provozierende Frau und Sängerin, die auf der Bühne mit ihren erotischen Reizen spielt. Und das nicht mal schlecht. Wer mich jetzt noch missverstehen will, der soll’s ruhig tun. Die anderen wissen, wie es gemeint war.”
Wer übrigens die Vielzahl an Übersetzungsmöglichkeiten von “Bitch” wissen will, schlägt natürlich im “Urban Dictionary” nach und kommt dann zu –> folgenden Ergebnissen.
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