Archiv - TV
Martin Bruny am Mittwoch, den
5. September 2007 um 19:21 · gespeichert in Broadway, TV
MTV geht neue Wege, was den Bereich Musical betrifft, und sendet die Broadway-Version des Musicals “Legally Blonde”. Noch im Laufe des September wird eine Vorstellung der Show im Palace Theatre aufgezeichnet, bereits im Oktober 2007 wird gesendet. Was für ein Glück für die Produzenten von “Legally Blonde”, denn nach einem starken Sommer beginnt das Musical leicht zu schwächeln. Der Vorverkauf für September und Oktober ist schwächer als erwartet, der Vorverkauf fürs nächste Jahr ebenso.
Sind nun alle happy, dass ein Broadway-Musical auf dem Clip- & Switchkanal Numero uno gesendet wird? Nicht wirklich. Nehmen wir die Schauspieler. Besonders viel bekommen sie nicht für die Aufzeichnung ihrer Darbietung - aus ihrer Sicht - bezahlt. Und noch sind, so hört man, die Verhandlungen bezüglich der Gagen nicht unter Dach und Fach.
Letztlich ist niemand so ganz glücklich, schreibt Michael Riedel in seinem Artikel für die New York Post und zitiert dabei einen nicht namentlich genannten Interviewpartner:
This is all about promoting the show for the long term. Actors are always complaining that they don’t make enough money for this or that. But the longer the show runs, the more money everybody makes.
Für die Produzenten von “Legally Blonde” ist es einerseits ein später Triumph. Bei den Tony Awards im vergangenen Juni wurde die Show nicht in der Kategorie “Bestes Musical” nominiert. Die bittere Folge: kein Auftritt bei der Live-Übertragung der Awards im TV. Und dennoch, andererseits sind nicht alle Produzenten sicher, dass es richtig ist, Broadway-Shows im Fernsehen zu zeigen. Einige befürchten, viele könnten nun nicht mehr bereit sein für etwas zu bezahlen, das sie im TV gratis sehen können.
Martin Bruny am Sonntag, den
19. August 2007 um 09:11 · gespeichert in Musical, TV
Am Freitag strahlte der Disney-Channel in den USA den zweiten Teil der Hit-Show “High School Musical” aus - und all der Hype, der in den vergangenen Monaten rund um “High School Musical 2″ aufgebaut wurde, sorgt nach ersten Schätzungen für einen absoluten Zuschauerrekord, was Kabelfernsehen betrifft: 17,2 Millionen Menschen sahen das Spektakel.
Damit toppt Disney beliebte Sport-Highlights wie “Monday Night Football”, mit dem der Sender ESPN am 23. September 2006 eine Rekordzuseherzahl von 16 Millionen erreichte.
“High School Musical 2″ ist damit auch der erfolgreichste Film, der jemals im Kabel auf Sendung ging. Den Rekord in dieser Sparte hielt seit dem 21. Januar 2001 der Western “Crossfire Trail”, der von TNT ausgestrahlt wurde (15,5 Millionen Zuseher). [NY Times]
Update/23.8.2007
In die amerikanischen BILLBOARD-Charts katapultierte sich der Soundtrack zu “High School Musical 2″ mit 615.000 verkauften Tonträgern von 0 auf Platz 1. Laut Nielsen Soundscan ist das der vierterfolgreichste Einstieg eines Soundtracks in die Charts seit Beginn der Messungen 1991. Nur drei andere Soundtracks konnten mehr als 615.000 Einheiten innerhalb einer Woche absetzen: Eminems “8 Mile”, “Titanic” und “The Bodyguard”. [Billboard]
Martin Bruny am Sonntag, den
5. August 2007 um 19:28 · gespeichert in Musical, Wien, TV
Disneys “High School Musical” geht am 17. August in die zweite Runde. Was liegt näher, als vor der amerikanischen Erstausstrahlung von “High School Musical 2″ mal ein paar Zahlen auf den Tisch zu legen.
Die Chance, keine Möglichkeit gehabt zu haben, das TV-Musical im Fernsehen sehen zu können, lag in, Stand August 2007, Kroatien, China, Russland und anderen ehemaligen Ostblockländern bei 100 Prozent. Mit Ende des Jahres sollte mit der Show allerdings die totale globale Eroberung gelungen sein.
In den 18 Monaten, seit “High School Musical” das erste Mal in Amerika auf Sendung ging, scheffelte Disney mit dem Filmchen Einnahmen in der Höhe von 100 Millionen Dollar. 170 Millionen Menschen haben die TV-Show gesehen, 7,8 Millionen DVDs wurden verkauft, der Soundtrack ging weltweit 7 Millionen Mal über den Ladentisch.
Zirka 2000 High Schools haben “High School Musical” als Bühnenversion aufgeführt (und entsprechende Lizenzgebühren an Disney abgeführt). Mehr als 100 verschiedene Merchandising-Artikel, vom Heferl bis zum Poster, wurden lizensiert.
Im Juli ging das “High School Musical” in den USA mal wieder auf Sendung, und 5,8 Millionen Zuseher waren dabei, was - natürlich - im gebührenpflichtigen Kabelfernsehen Amerikas wieder Rekord bedeutet. “Mal wieder” auf Sendung bedeutet in diesem Fall nicht etwa zum 5. Mal, oder zum 10. Mal, nein, wir sprechen vom 21. Mal.
Richard Ross (Disney):
There’s never been a more exciting time at the network. Everyone says, ‘There you go, you have it, you’ve reached a crescendo and it’s all downhill from there.’ But what has happened, it’s been a steady climb. We knew we’d do an album and have a merchandising program. But then everything just took off. We had to move quickly, and thankfully, having worked at Disney for 10 years, I knew this was the perfect company to move fast.
In Österreich ist eine Bühnenfassung des High School Musical ab September in der Wiener Stadthalle zu sehen. [Variety]
Martin Bruny am Samstag, den
21. Juli 2007 um 20:14 · gespeichert in Musical, TV
Am 17. August, wenn Disney in den USA den zweiten Teil des erfolgreichen TV-Formats “High School Musical” ausstrahlt, wird man zum ersten Mal die richtige Singstimme eines der Hauptdarsteller hören: jene von Zac Efron. Für den ersten Teil sang er zwar seine Songs ein, Disney jedoch engagierte einen besseren Sänger und ließ die betreffenden Passagen einfach synchonisieren. Zac Efron mag “Troy” zwar spielen, Drew Seeley jedoch singt die Songs von “Troy”. Efron:
I had to put my foot down and fight to get my voice on these tracks. In the first movie, after everything was recorded, my voice was not on them. I was not really given an explanation. It just kind of happened that way. Unfortunately, it put me in an awkward position. It’s not something I expected to be addressed. Then High School Musical blew up. I’m very fortunate that Drew has gotten proper credit and also that I’ve gotten the opportunity to come back and try it again with my own voice. [buddytv.com; orlandosentinel]
Martin Bruny am Freitag, den
29. Juni 2007 um 23:24 · gespeichert in Literatur, TV, Sprache
Der Bachmannpreis lebt von den Diskussionen der Juroren im Anschluss an die Autorenlesungen. 30 Minuten haben Autoren für ihre Lesungen zur Verfügung, 30 Minuten sind vorgesehen für die Diskussion der 9 Juroren.
Beim Bachmannpreis 2007 klappt das in der Regel. Die Juroren diskutieren recht brav, wenn auch im Gegensatz zu gloriosen vergangenen Jahren mit weitaus weniger Leidenschaft. Zu einem wahren Eklat kam es jedoch am zweiten Tag nach dem Vortrag des Schriftstellers Peter Licht. 6 Juroren gaben im Sinne von Statements ihre Meinung ab, 3 Juroren (Karl Corino, Ursula März und Ilma Rakusa) verzichteten auf eine Stellungnahme. Eine Diskussion rund um einen der bisher interessantesten Texte dieses Literaturwettbewerbs fand nicht statt, von den 30 zur Verfügung stehenden Minuten wurden nur 15 genutzt. Wie soll man das nennen? Feigheit, Arbeitsniederlegung, Unfähigkeit, Müdigkeit vor dem Feind?
Peter Licht zog es vor, sein Gesicht den TV-Zuschauern, die via 3Sat alle Lesungen verfolgen können (und via Stream im Internet), nicht zu zeigen. Er möchte sozusagen anonym bleiben. Ob das eine Masche ist, um scheinbar gegen seine Intention zusätzlich Aufmerksamkeit auf seine Person zu konzentrieren - egal. Das ist von der Jury nicht zu “ahnden”.
Fakt ist: Der Bachmannpreis lebt von der Diskussion der Juroren. Sie haben im Fall von Peter Licht die ganze Veranstaltung zur Farce verkommen lassen. Schade, Frau Vorsitzende Radisch. Unter Herrn Reich-Ranicki hätte es so etwas mit Sicherheit nicht gegeben.
Martin Bruny am Donnerstag, den
21. Juni 2007 um 21:31 · gespeichert in West End, TV, Castingshows
Wer suchet, der findet. Andrew Lloyd Webber hat auf BBC one 11 Wochen lang einen neuen Hauptdarsteller für sein Musical “Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat” gesucht und in Lee Mead schließlich gefunden. Kaum war das Finale vorbei, sind der Herr und sein Joseph ab ins Tonstudio, um (für eine gute Sache: “Children In Need”) die erste (Benefiz-)Single des Musicalstars in spe aufzunehmen. Man entschied sich, nicht wirklich schwer zu erraten, für “Any Dream Will Do” und nahm bei der Gelegenheit auch gleich noch “Close Every Door” auf (gemeinsam mit dem Zweitplatzierten Keith Jack und dem Drittplatzierten Lewis Bradley).
“Any Dream Will Do” - will das heutzutage noch jemand hören? Musical-Castingshows, ein Werkzeug des Teufels oder Box Office Gold? Im Rennen um die Nummer 1 der britischen Charts der kommenden Woche liegt “Any Dream Will Do” momentan rund 1500 verkaufte Einheiten hinter der derzeit Erstplatzierten Rihanna und ihrem Song “Umbrella”, der seit fünf Wochen an der Spitze der Hitparade liegt.
Gennaro Castaldo, Pressesprecher von HMV:
It’s no surprise that Lee should be vying to top the singles charts this week when you consider the massive TV audience that tuned in regularly to watch Joseph and how dedicated the programme’s fans were to its contestants. It follows that if people made the effort to phone in their votes, there’s every chance they’d also be happy buying this song, especially as it supports Children In Need. Our stores are reporting that it’s mainly parents coming in with their kids that are buying the single.
Martin Bruny am Donnerstag, den
21. Juni 2007 um 19:05 · gespeichert in Wien, TV, Castingshows
Laut APA plant ORF-General Alexander Wrabetz eine Reihe von Herbsteventprogrammen. Ein potentieller Kandidat: eine Musical-Castingshow. Zitat aus “Der Standard”:
Musical-Castingshow, eine Sänger- und Sängerinnenbewährung rund um die leichtere Muse. Die BBC-Vorlage mit Oper war dem ORF offenbar doch zu steil. RTL beginnt im Spätsommer schon wieder seine Superstarsuche, “Starmania” lässt indes aus.
Martin Bruny am Donnerstag, den
21. Juni 2007 um 00:39 · gespeichert in Broadway, TV, Pop
“American Idol”, die amerikanische Variante der englischen Castingshow “Pop Idol” beziehungsweise des deutschen “Deutschland sucht den Superstar”, feiert demnächst seine Off-Broadway-Premiere, und zwar als Musical.
In “Idol: The Musical” dreht sich alles um Clay Aiken, einen ehemaligen Teilnehmer von “American Idol”, der die zweite Staffel 2003 zwar nicht gewinnen konnte, dem aber als Zweitplatzierten eine Karriere sondergleichen gelungen ist. Im Jahre 2003 wurde seine Single “Bridge Over Troubled Water / This Is The Night” als bestverkaufte des Jahres mit einem Billboard Award ausgezeichnet, 2004 und 2005 folgten weitere Billboard Awards, jeweils für seine CD “Merry Christmas With Love”. 2004 wurde sie als “Best Selling Christmas Album” ausgezeichnet, 2005 als “Best Selling Christian Album”.
Einen Überblick über die Karriere von Clay Aiken bietet Wikipedia - in seinem Fall extrem ausführlich, und das hat seinen Grund. Aiken konnte durch “American Idol” eine dermaßen große, begeisterte und vor allem loyale Anhängerschaft, sprich Fans, generieren, dass der Begriff “Claymaniacs” zumindest in den USA zur Trademark avancierte. Exakt das ist auch das Thema des Musicals “Idol: The Musical”, das am 5. Juli 2007 im 45th Street Theatre mit den Previews startet. Der Inhalt der Show kurz zusammengefasst:
“There are eight of them; all belonging to the same cult-like club that meets daily in a barn that doubles as a shrine to Clay Aiken. They are actively ridiculed by the rest of Steubenville; a humiliating situation that doesn’t deter their quest for all things Clay. They are victims of A.D.D., Ritalin, their misguided obsessions and their innocent longing for their elusive ‘15 minutes.’ One of them pumps gas. One of them is home-schooled. One of them is a genius. And one of them is a basketball phenom who would rather be a Chippendales dancer. The other four have equally bizarre back-stories too complicated to tell here; but suffice it to know that the real bad-guy of the piece is a total harpy named Adrienne. She gives new meaning to the word villain. The story heats up when the mid-American leg of the ‘Idol Tour,’ starring Clay Aiken, is announced to be playing Chicago, Memphis, Louisville, Scranton, Charleston, Greensboro, Roanoke and Steubenville. Steubenville! False idols are a tricky bunch. Especially those that have lost national singing contests. Go ask Clay. I think he’ll know.”
“Idol: The Musical” wird als satirisches Musiktheaterstück angekündigt. Das Buch stammt von Bill Boland, die Musik von Jon Balcourt. Todd Ellis fungiert als Produzent der Show in Manhattan, Bill Boland übernimmt auch die Regie.
Wer nun mit dem Namen Clay Aiken gar nichts anfangen kann, findet unter dem Schlagwort “Aiken” im Kultur-Channel-Archiv eine ganze Menge an Meldungen über den Sänger, oder einfach hier klicken. Der Clip von YouTube zeigt fast schon idealtypisch, wie anders Aiken ist und wie dieses “Anderssein” frenetisch gefeiert wird. [Story]
Martin Bruny am Donnerstag, den
14. Juni 2007 um 01:37 · gespeichert in Wien, TV, Skurriles
Aus und vorbei ist es mit der ORF-Serie “Mitten im 8en”, über der seit Wochen die Mediengeier reiherten. Eine Säule der ORF-Reform wurde also abgesäbelt, nun geht es aber munter weiter. So ist in der Tageszeitung “Die Presse” zu lesen:
Fragt man Strobl nach eventuellen Personalkonsequenzen nach »MiA«, sagt er: »Lesen Sie einmal ein Managementbuch – wäre das so, dann würde kein Mensch mehr eine Entscheidung treffen.« Dennoch wird im ORF-Umfeld schon von einem baldigen Abgang Lorenz’ gemunkelt.
Sägen an Lorenz’ Sessel
Dem ORF-Gesetz nach kann die Absetzung eines Direktors allerdings nur vom Generaldirektor initiiert werden – und braucht dann noch die einfache Mehrheit im Stiftungsrat. Bisher ist das erst einmal passiert, im Herbst 1993, als Ernst Wolfram Marboe vom damaligen Generalintendanten Gerd Bacher abberufen wurde. Als mögliche Nachfolgerin für Lorenz käme unter Umständen Musical-Intendantin Kathrin Zechner in Frage, hört man. (”Die Presse”, Print-Ausgabe, 14.06.2007)
Martin Bruny am Mittwoch, den
9. Mai 2007 um 00:46 · gespeichert in Musical, TV
Okay, Kyrre Kvam hätte sich vielleicht einen etwas besseren Start der ORF-Sitcom “Mitten im 8en” gewünscht, in der er heute, am 9. Mai 2007, als Veeti, der finnische Raumausstatter auftaucht, aber man kann nicht alles haben. Es hat doch auch was, wenn immerhin der Vizekanzler einer Republik persönlich die Absetzung einer Fernsehserie verlangt. Ich frag mich ja dieser Tage des Öfteren, was passiert wäre, wenn Wilhelm Molterer in Zeiten Mundls in der Regierung gesessen wäre. Schwamm drüber. Für alle Kvam-Fans also: Mitten im 8en, ORF1, 19:20 Uhr.
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