Martin Bruny am Mittwoch, den
19. Mai 2010 um 16:26 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger
Nach einigen Verschiebungen scheint es nun ein fixes Erscheinungsdatum der Cast-CD “Vampire”, produziert von MG-Sound, zu geben. “Vampire - Gesamtaufnahme/Neue Wiener Fassung” gibts ab 28. Mai 2010 in den Läden.
Vorbestellen kann man das 2-CD-Set auf der Homepage der Vereinigten Bühnen Wien –> hier.
Finderlohn für die beiden auf dem Cover fehlenden Worte “Tanz der” wurde keiner ausgeschrieben.
Ursprünglich sollte die Produktion bis Ende August gespielt werden, doch ohne Stars wird in den Statistiken dereinst zu lesen sein: 20 Previews, 217 reguläre Vorstellungen.
Letztlich gilt es, das zahlende Publikum, das vielleicht auch wegen der großen Namen gebucht hat, nicht zu vergraulen.
Martin Bruny am Montag, den
17. Mai 2010 um 20:36 · gespeichert in Musical, Awards
In der sehr schwachen Broadway-Spielzeit 2009/2010 ist es schon ziemlich schwer, “würdige” Gewinner für all die Awards zu finden, die derzeit in der Pipeline der Vergabe harren.
Ungefähr so muss die Jury der Outer Critics Circle Awards gedacht haben, denn sie zeichnete “Memphis” mit 4 Awards aus, “La Cage aux Folles” ebenfalls mit 4 Preisen, “Fences” bekam 3 Auszeichnungen und “The Orphans’ Home Cycle” 2. Bei einigen Preisen war eine eindeutige Entscheidung nicht möglich, also wurden je zwei Awards vergeben.
Die Outer Critics Circle Awards 2009/10 (Musical und Sprechtheater) gehen an:
OUTSTANDING NEW BROADWAY PLAY
* Red
OUTSTANDING NEW BROADWAY MUSICAL
* Memphis
OUTSTANDING NEW OFF-BROADWAY PLAY
* The Orphans’ Home Cycle
OUTSTANDING NEW OFF-BROADWAY MUSICAL
* Bloody Bloody Andrew Jackson
* The Scottsboro Boys
OUTSTANDING NEW SCORE (Broadway or Off-Broadway)
* Memphis
OUTSTANDING REVIVAL OF A PLAY (Broadway or Off-Broadway)
* Fences
OUTSTANDING REVIVAL OF A MUSICAL (Broadway or Off-Broadway)
* La Cage aux Folles
OUTSTANDING DIRECTOR OF A PLAY
* Michael Wilson: The Orphans’ Home Cycle
OUTSTANDING DIRECTOR OF A MUSICAL
* Terry Johnson: La Cage aux Folles
OUTSTANDING CHOREOGRAPHER
* Bill T. Jones: Fela!
* Sergio Trujillo: Memphis
OUTSTANDING SET DESIGN (Play or Musical)
* Phelim McDermott & Julian Crouch: The Addams Family
OUTSTANDING COSTUME DESIGN (Play or Musical)
* Matthew Wright: La Cage aux Folles
OUTSTANDING LIGHTING DESIGN (Play or Musical)
* Kevin Adams: American Idiot
OUTSTANDING ACTOR IN A PLAY
* Denzel Washington: Fences
OUTSTANDING ACTRESS IN A PLAY
* Viola Davis: Fences
OUTSTANDING ACTOR IN A MUSICAL
* Douglas Hodge: La Cage aux Folles
OUTSTANDING ACTRESS IN A MUSICAL
* Montego Glover: Memphis
* Catherine Zeta-Jones: A Little Night Music
OUTSTANDING FEATURED ACTOR IN A PLAY
* Jon Michael Hill: Superior Donuts
OUTSTANDING FEATURED ACTRESS IN A PLAY
* Jan Maxwell: Lend Me a Tenor
OUTSTANDING FEATURED ACTOR IN A MUSICAL
* Levi Kreis: Million Dollar Quartet
OUTSTANDING FEATURED ACTRESS IN A MUSICAL
* Katie Finneran: Promises, Promises
OUTSTANDING SOLO PERFORMANCE
* Carrie Fisher: Wishful Drinking
Martin Bruny am Montag, den
17. Mai 2010 um 08:44 · gespeichert in Musical, Deutschland
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen der Fachpresse,
nach nun einer sehr erfolgreichen Spielserie der “West Side Story” am Opernhaus Magdeburg, nach fulminanten Kritiken in der regionalen, überregionalen sowie Fachpresse, möchte ich Ihnen - auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen - mitteilen, dass wir sechs Gäste, die für diese Produktion engagiert waren, für die geplante Wiederaufnahme in der kommenden Spielzeit 2010/11 nicht verlängert wurden und somit mit der gestrigen Vorstellung unser aller Engagement beendet wurde.
In der kommenden Spielzeit werden wir alle durch Mitglieder des Opernhauses, des Ballets und/oder des Schauspielensembles des Theater Magdeburgs ersetzt. Eine neue Besetzungsliste wird Ihnen auf Anfrage durch das Theater Magdeburg sicherlich gesendet.
Ich denke, ich spreche auch im Namen des Regie- und Kreativteams um Christian Struppeck & Andreas Gergen, dass diese Nichtverlängerung nach einem so großen Erfolg uns allen bitter aufstößt, denn wir waren fast alle bereit für eine Wiederaufnahme und zeitlich nicht eingeschränkt.
Als Grund wurde uns mitgeteilt, dass die “West Side Story” zu teuer sei und - obwohl ausverkauft - keinen Gewinn abwirft und das Theater “draufzahlt”.
Unser aller Frage ist dann folgende: Bei der Planung zu einem Spielplan sollte sich ein subventioniertes Theater sehr genau ausrechnen können, was eine Produktionen kosten wird, inkl. Gäste, Dirigent, Bühnenbild, Kostüm, Choreographie & Regie: Warum hat man von vornherein Gäste engagiert, wo doch abzusehen war, dass selbst bei komplett ausverkauftem Hause rote Zahlen geschrieben werden? Oder liegt es einfach nur daran, das Intendantin Frau Karen Stone, von vornherein - aus Geschmacksgründen - (Zitat) “nur Opernsänger für diese Produktion haben wollte” und nun ihr eigentliches Vorhaben durchsetzen möchte. Auch sie war bei den Vorsingen von uns allen dabei und hat uns engagiert!
Die Leidtragenden sind nun wieder mal die Darsteller: Wir haben uns wochenlang bei den Proben “ins Zeug” gelegt und in größter Kraftanstrengung versucht, diese “West Side Story” zu etwas Besonderem für die Stadt Magdeburg zu machen. Und als “Dank” für diesen wahrlich großen Erfolg werden wir nicht verlängert.
Aber auch die Kolleginnen und Kollegen des Ensembles des Theater Magdeburgs haben nun keinen leichten Stand. Sie werden nun in einer Art “Hau-Ruck-”Verfahren, in der kommenden Spielzeit einstudiert. Ohne Original Regie-Team, Original-Choreographin etc. In Ihrer Haut möchte keiner von uns stecken. Denn die “West Side Story” ist ein unglaublich komplexes Werk und verlangt genügend Zeit zum Aufbau eines Charakters.
Diese wird ihnen, lt. eingesehener und jetziger Planung, nicht gegeben.
Desweiteren fragen wir uns: Wird es die neue “Masche” eines Stadttheaterbetriebes, dass man in aufwendigen (und für uns Darsteller, wg. Anreise und Hotelkosten sehr teuren) Auditions eine, so lt. Theater Magdeburg, (Zitat Anfang) “Starbesetzung” (Zitat Ende) lockt, diese dann engagiert, mit ihrem Konterfei in diversen Zeitungen, Magazinen und der vor Ort ansässigen Presse sowie im Internet wirbt und dann nach eingeheimsten Erfolg alle Hauptdarsteller und Gäste in der kommenden Spielzeit mit Mitgliedern des Hauses besetzt, um somit Kosten zu sparen, um dadurch die West Side Story lukrativer zu machen? Wir sind “mal wieder” an dem Punkt, dass der künstlerische Aspekt des Genres Musical nicht ernstgenommen wird. Es geht nur um volle Häuser, um volle Kassen.
Wir fragen uns, warum im speziellen Falle das Opernhaus Magdeburg unter der genannten Leiterin und der künstlerischen Betriebsdirektorin Frau Waltraut Parisot, nur von Donnerstag bis Sonntag bespielt wird, obwohl es an der Kasse eine Warteliste für Zuschauer gibt, die versuchen, noch ein Ticket für unsere oder eine der anderen Erfolgsproduktion zu ergattern. Das Haus fällt von Montag bis Mittwoch in den Dornröschenschlaf, das Haus könnte einen wesentlich lukrativeren Spielplan für die Bewohner ihrer Stadt erstellen - denn dafür wird doch Theater gemacht! So etwas hat es unter den letzten Intendanzen, lt. Aussage vieler MitarbeiterInnen, nicht gegeben. Wo bleiben die Verantwortlichen des Kulturbetriebes und der Politik einer Landeshauptstadt?
In unser aller längjährigen Laufbahn im Bereich Musiktheater ist uns ein solches Vorgehen noch nicht vorgekommen und wir hoffen, das es für uns alle ein Einzelfall bleibt. Dennoch wollten wir Ihnen mitteilen, warum - und zwar aus unserer Sicht - eine Verlängerung der “West Side Story” für uns von Seiten des Theater Magdeburgs nicht zustande kam.
Das “Mekka des deutschen Musicals” (”Volksstimme”, Magdeburg) ist also nur augenscheinlich eines. Es mag sein, dass großartige Produktionen über die Bühne gehen, große Premieren gefeiert werden - aber diese Medaille hat zwei Seiten, und das SUBVENTIONIERTE Theater schöpft zum Schluss das Fett von der Suppe, während der künstlerische Aspekt einer Produktion zur Seite geschoben wird.
Wir alle sind trotzdem stolz auf die zurückgelegten Vorstellungen der “West Side Story” und freuen uns auf andere Aufgaben. In diesem Sinne wünsche wir der kommenden NEUEN Besetzung des Theater Magdeburgs eine gute Übernahme “unserer” “West Side Story”.
Wir danken für eine Veröffentlichung in Ihrer Publikation und freuen uns von Ihnen zu hören.
Mit den besten Grüßen
i. A. des Ensembles WEST SIDE STORY
Carsten Lepper
Gäste waren:
Jochen Schmidtke (Riff),
Nico Gaik (Action),
Vasiliki Roussi (Anita),
Janko Danailow (Arab),
Serkan Kaya (Bernardo),
(und in der kommenden Spielzeit nach sieben Jahren nicht mehr im festen Ensemble des Theater Magdeburg: Evmorfia Metaxaki - Maria)
Martin Bruny am Freitag, den
14. Mai 2010 um 21:20 · gespeichert in Skurriles
Gott steh uns bei! Da schafft es mal nach langer Zeit wieder ein Tonaufnahme einer Showproduktion der Vereinigten Bühnen Wien in die Pop-Charts fast bis ganz nach oben, und worum handelt es sich? Um “Ich war noch niemals in New York”, eine altbachene Revue. SONY Music wird sich jedenfalls freuen, die Udo Jürgens-Fans haben mächtig zugeschlagen. [Austrian Charts]
Ein recht interessanter Kommentar zu einem Beitrag (siehe –> hier) des Kultur-Channels könnte die Frage aufbringen: Ist es legitim, den Titel eines Musicals am Cover einer Cast CD abzukürzen?
Wenn die links stehende Abbildung das finale Cover der (irgendwann) bald erscheinenden Cast CD zur aktuellen Wiener Version von “Tanz der Vampire” sein sollte, dann heißt das Musical, mit dem wir es zu tun haben, eigentlich “Vampire”, und nicht “Tanz der Vampire”. Wenn man nun die Meinung vetritt, naja, der Schriftzug ist doch eindeutig, dann könnte man ja gleich “Vamperl” draufschreiben und als Bonustrack “Draußen ist Freiheit” als Wiener Dialektversion dazustempeln.