Martin Bruny am Dienstag, den
27. April 2010 um 09:54 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger
Auf Mitte Mai 2010 wurde der Erscheinungstermin der Gesamtaufnahme der “neuen Wiener Fassung” von Jim Steinmans “Tanz der Vampire” verlegt. Interessanterweise ist das Wörtchen “live” auf den Sites der Vereinigten Bühnen Wien in Bezug auf diese Doppel-CD nicht (mehr) zu finden, wohl aber auf einer Site eines “Verkäufers”, den wir nicht näher benennen wollen. Auch auf dem Cover der Cast-Doppel-CD ist nicht vermerkt, dass es sich um eine Liveaufnahme handelt. (–> VBW)
Martin Bruny am Montag, den
26. April 2010 um 23:29 · gespeichert in Theater
Mit einer ganzen Menge an interessanten Shows wartet der Kultursommer Schloss Wolkersdorf in diesem Jahr auf.
Erich Schleyer tritt am 15. August mit seinen “Verschleyerte Geschichten” lesend auf, Josefstadt-Legende Otti Schenk zeigt am 24. Juli sein aktuelles Programm “Das Allerbeste zum 80. Geburtstag” und Alexander Goebel sorgt am 23. Juli für “Gute Gefühle” mit Hits und Schlagern aus vergangenen Jahrzehnten.
Uriges zaubert Roland Neuwirth mit seinen Extremschrammeln “Aus’n Huat”: Der Philosoph des Wienerliedes spielt alte und neue Lieder aus den mittlerweile 35 Jahren seiner Karriere. Mit “This isn’t it” feiert auch Alf Poier ein Bühnenjubiläum: Fünfzehn Jahre betreibt er seine klamaukhafte Publikumsverstörung nun schon sehr erfolgreich. Gery Seidl und Joesi Prokopetz treten am 6. August auf und “Die Echten” feiern am 20. August eine “Abschiedstour oder Aufbruch in die neue Welt”.
Eine “Musicalgala” geht am 27. August über die Bühne des Kultursommers - mit Martin Berger, Reinhard Reiskopf, Hannes Wiesinger und Lisi Heller.

Auf dem Gebiet des Schauspiels bietet der Kultursommer 2010 die “Offene Zweierbeziehung”, eine Tragikkomödie von Dario Fo, inszeniert von Thomas Smolej, einem Stammmitglied des Kabarett Simpl. Dazu hat sich der Regisseur den Paradekomiker Christoph Fälbl und als Gegenspielerin und leidgeprüfte Ehefrau die um nichts weniger witzige Angelika Niedetzky eingeladen. Vor dem romantischen Hintergrund des Schlosses Wolkersdorf werden die Funken sprühen.
Handlung
Die Farce “Offene Zweierbeziehung” dreht sich um’s Eheleben. Sie wird retrospektiv von Antonia, einer leidgeplagten Ehefrau, erzählt, die sich gleich in der Eröffnungsszene umbringen will. Grund ihrer Suizidabsichten: das wiederholte Fremdgehens ihres geliebten Ehemannes. Nach und nach enthüllt sich die komplette Geschichte rund um das Paar, die damit begann, dass sich Antonia überreden ließ, eine offene Zweierbeziehung zu führen. Der Haken an der Sache: Die Zweierbeziehung ist in Wirklichkeit nur nach einer Seite hin “offen”. Während die Ehefrau versucht, die Art einer derartigen Beziehung zu akzeptieren und gleichzeitig in der ihr angestammten Rolle der Mutter und Gattin zu bleiben, kostet der namenlose Ehemann die Situation voll aus. Doch das soll nicht so bleiben: Die eifersüchtige Ehefrau, die anfangs noch sehr leidet, beginnt sich zu verändern und neue Ziele zu setzen. Dies ist wiederum dem Mann nicht recht, weil der sich eine offene Zweierbeziehung anders vorgestellt hat …
Aufführungstermine: 30.7., 31.7., 5.8., 8.8., 13.8., 14.8.
Beginn: 20.00 Uhr
Eintritt: € 24
Tickets –> hier
Zur Website des Kultursommers Schloss Wolkersdorf gehts –> hier
Zur Premierenkritik der “Offenen Zweierbeziehung” –> hier
Martin Bruny am Montag, den
26. April 2010 um 15:12 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger
Das österreichische Live-Album der Wiener Produktion von “Ich war noch niemals in New York” (Aufnahme aus dem Wiener Raimund Theater), einer Revue mit Liedern von Udo Jürgens, erscheint am 30. April 2010 bei Sony Music Entertainment in Zusammenarbeit mit den Vereinigten Bühnen Wien (VBW) als Premieren-Mitschnitt.
Am 30. April 2010, dem Tag der Veröffentlichung, findet eine Autogrammstunde mit Ann Mandrella, Hertha Schell, Andreas Lichtenberger und Peter Fröhlich von 15 bis 16 Uhr im EMI Music Store im 1. Wiener Gemeindebezirk (Kärntnerstraße 30) statt.
Tracks
01 Ouverture
02 Vielen Dank für die Blumen
03 Alles, was gut tut
04 Ich war noch niemals in New York
05 Ich war noch niemals in New York »Traumsequenz«
06 Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff
07 Wie könnt’ ich von dir gehen
08 Siebzehn Jahr, blondes Haar
09 Schöne Grüße aus der Hölle
10 Mit 66 Jahren
11 Immer wieder geht die Sonne auf
12 Vater und Sohn
13 Ein ehrenwertes Haus
14 Merci, Cherie
15 Ich weiss was ich will
16 Griechischer Wein
17 Bleib’ doch bis zum Frühstück
18 Wie könnt’ ich von dir gehen
19 Aber bitte mit Sahne
20 Gib mir deine Angst
21 Was wichtig ist
22 Heute beginnt der Rest Deines Lebens
23 Mega Mix
Ich war noch niemals in New York/VÖ: 30.04.10/88697680162
Martin Bruny am Sonntag, den
25. April 2010 um 20:52 · gespeichert in Musical, Wien

Caspar Richter, dem scheidenden Musikalischen Direktor der Vereinigten Bühnen Wien, wird Tribut gezollt. Unter dem (wenig originellen) Titel “MUSICAL FOREVER II” findet am 27. Juni 2010 ab 19:30 Uhr im Wiener Ronacher ein Abschiedskonzert statt.
Die Veranstaltung ist ab sofort via Wien-Ticket buchbar.
Wer auf der Bühne steht? Caspar Richter und das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien, so viel dürfte mal sicher sein, und der “Rest” wird sich weisen.
Martin Bruny am Sonntag, den
25. April 2010 um 15:45 · gespeichert in Netz, Musical
Stuart Matthew Price singt den Song “Free” aus Scott Alans “Home: The Scott Alan Song Cycle”.
Link
- Scott Alan @YouTube
- Website von Stuart Matthew Price
Martin Bruny am Samstag, den
24. April 2010 um 17:59 · gespeichert in Musical, Wien, Absurditäten
Marketing ist alles, vor allem beispielsweise in einem so umkämpften Markt wie jenem der Tonträger. Stellen Sie sich vor, sie haben eine Hitshow am Laufen, nennen wir sie “Der Keks des Dracula” - irgendeinen Namen muss sie ja haben. Jeden Abend steht sie am Spielplan eines rustikalen Etablissements und sie beschließen, eine Cast-CD machen zu lassen oder sie lassen zu, dass jemand eine macht, ist ja völlig egal. Sie haben jedenfalls ein Interesse daran, an dieser CD, vielleicht sogar Doppel-CD, zu verdienen.
Was machen Sie? Ein Weg wäre es, nichts zu machen, und bumsti ist die CD einfach irgendwann mal da. Ein paar Fanatiker werden schon jeden zweiten Tag anrufen und fragen, wann sie erscheint - und dies dann brühwarm in zwei Trilliarden Foren mit vier Quantilliarden Smileys verziert posten. Nicht, dass Sie davon viel haben, weil a) diese Foren nicht sooo populär sind, wie viele meinen, und b) in den Foren ohnedies meist dieselben Leute aktiv sind. Das liegt vielleicht an den manchmal teilweise paramilitärischen Strukturen, die einige dieser Foren durchziehen, manchmal, bei einigen Darstellerforen, kann man nicht umhin, fast so etwas wie faschistoide Züge festzustellen, wenn die “Forenfeinde” an virtuelle Pranger gestellt werden, wenn Hausmütterchen die Pseudojuristen des Forums mimen und laienhaft zusammengestümmelte juristische Phrasen in ihre Postings knallen, ohne Sinn und Verstand, wenn zensiert und mundtot gemacht wird, was gegen die “Linie” läuft. Da könnte man fast Angst bekommen. Andererseits - meistens lacht man einfach nur und denkt sich seinen Teil.
Sinnvoller wäre es natürlich, wenn Sie in Ihrem Interesse handeln würden, um das vorhandene Basisinteresse an dieser Castaufnahme zu verstärken. Angenommen, Sie haben so etwas wie einen Musicalclub am Laufen. Ja, vielleicht wäre es dann nicht unklug, öfter als ein Mal darauf hinzuweisen, dass eine CD erscheinen wird, Sie könnten vielleicht sogar einige Einzelheiten der Produktion featuren. Wir wissen doch, dass es da allerlei Interessantes geben würde. Sie könnten auf YouTube Interviews mit, keine Ahnung, beispielsweise den Produzenten, den Sängern, egal was, posten. Fast alles wäre von Interesse, es muss nur mal online gestellt werden. Sie könnten vielleicht exklusiv vorab einen Track der CD streamen, das würde Ihnen für Ihre Website Hits bringen.
Eines ist übrigens sicher: Eine oder zwei Wochen vor, vielleicht auch erst drei Stunden nach der Veröffentlichung der CD wird sie im Netz sein. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Da können Sie dann die Verbrecher verfluchen, die sich an “Ihrem” Eigentum vergangen haben, sicher auch mit einiger Berechtigung, aber verhindern werden Sie es nicht können. Da gilt es im Vorhinein dafür zu sorgen, dennoch genug abzusetzen. Sie können jetzt einfach nichts tun und darauf vertrauen, dass Musicalliebhaber sich garantiert die physischen CDs kaufen werden.
Sie können es aber auch beispielsweise wie Olafur Arnalds machen, dessen neue CD “… and they have escaped the weight of darkness” in zwei Wochen erscheinen wird - und die seit gestern bereits illegal im Netz zu finden ist (wie er auf Twitter mit einigem Sarkasmus, nicht mal böse, festgestellt hat). Er hat vorgesorgt und die CD mit Bonustracks nun vorzeitig über iTunes freigeschaltet, und er liefert auch die physische CD mit diversen Bonustracks und einer DVD aus, er produziert zusätzlich eine Vinyl-Edition, kurz: Er MACHT etwas. Etwas MACHEN und nicht einfach abwarten, das wäre schon mal ein Ansatz. In Zeiten von Mailinglisten und Websites ist es nicht so wahnsinnig schwer, Infos und Goodies unter die Leute zu bringen. Man muss natürlich motivierte Mitarbeiter haben. Denn wenn alles schiefläuft, kann man sich mit ein paar Grantscherben auch ein blühendes Geschäft verderben.
Ein Beispiel? Nun, sprechen wir wieder von unserer Hitshow “Der Keks des Dracula”. Der Vorverkauf läuft wunderbar. Etwaige Unregelmäßigkeiten beim telefonischen Vorverkauf, über die auf irgendwelchen obskuren Blogs im Kommentarfeld gepostet wurde, werden von Mitarbeitern des Hauses im internen Musicalforum prompt als bloße “Gerüchte” hingestellt. Aber es gibt dann eben auch Erfahrungen, die man tatächlich erlebt hat. Wenn man beispielsweise zwei Sitzplätze für je 29 Euro im wunderbaren Etablissement für Mai telefonisch bestellen möchte und als Antwort bekommt, dass es solche Plätze dann doch erst frühestens Ende Juni, keinesfalls aber schon im Mai gibt, was soll man da schon machen? Man sieht halt vorsichtshalber selbst im Netz nach - und wird bereits am 3. Mai fündig. Zwei Tickets nebeneinander, je 29 Euro, wären buchbar. Aber was solls, als Geschenk gibt es ja auch diverse andere Theaterprouktionen am Wunschzettel, alles kein Problem.
Martin Bruny am Samstag, den
24. April 2010 um 00:55 · gespeichert in Literatur
Die Büchereien Wien bieten ab sofort ausgewählte Veranstaltungen als Podcast an. Wer nicht zur Veranstaltung vor Ort kommen kann, kann sie also dennoch hören - egal wo, egal wann.
Beispielsweise eine Lesung des deutschen Autors Finn-Ole Heinrich, der unlängst sein Buch “Gestern war auch schon ein Tag”, erschienen im mairisch Verlag, vorgestellt hat (zum Podcast der Lesung gehts –> hier).
Inhalt
Susan fehlt ein Bein, dennoch ist sie geradezu unerträglich fröhlich. Tom ist die Treppe runtergefallen, auf den Kopf, als er ein Kind war, und ist doch so etwas wie das geheime Kraftzentrum seiner Familie. Henning lügt so lange, bis er die Wahrheit sagt. Und dann ist da noch Marta, drogensüchtig, alkoholkrank, bizarr, kindlich und unwiderstehlich. Finn-Ole Heinrich erzählt von Menschen, die ins Schwanken gekommen sind, die das Leben mit aller Härte umgeworfen hat. Und die nun wieder aufstehen müssen. Diese Texte hinterlassen in ihrer Ehrlichkeit, sprachlichen Klarheit, ihrer Sensibilität und auch in ihrem Humor beim Leser eine Faszination, die lange trägt.
Finn-Ole Heinrich
zählt zu den großen Talenten der deutschen Gegenwartsliteratur. Seine ersten Bücher, “die taschen voll wasser” (Erzählungen, 2005) und “Räuberhände” (Roman, 2007) waren Geheimtipps. Mit “Gestern war auch schon ein Tag” gelang ihm der Durchbruch bei Lesern und Kritik.
Wer sich über die aktuellen Podcasts, aber auch allgemein über Veranstaltungen und Ausstellungen der Büchereien Wien informieren will, kann diese über einen Klick via RSS abonnieren.
Links
- Podcasts der Büchereien Wien
- Büchereien Wien @YouTube
- Büchereien Wien @Facebook
Martin Bruny am Freitag, den
23. April 2010 um 23:55 · gespeichert in Absurditäten
Vampire sind in. Wer sich derzeit eine Story rund um ein paar Blutsauger zusammenbastelt, hat vermutlich schon gewonnen. Den Verdacht könnte man auch bei “Dracula Story” haben, einer Produktion der Burgarena Finkenstein, die ab 7. August 2010 gezeigt werden soll.
Die offizielle Website zur Show (–> hier) ist derzeit ein ziemliches Chaos. Als einziger “Darsteller” ist bis jetzt der Promi-Prinz “Dr. Mario-Max Schaumburg-Lippe bekanntgegeben worden, die Seitennavigation funktioniert großteils nicht.
Wer hat die “Dracula Story” geschrieben, die offensichtlich auf Bram Stokers Roman beruht? Wer führt Regie? Wer hat die Musik komponiert? Was macht es für einen Sinn, drei Trillionen Plakatentwürfe auf eine Website zu knallen, aber keine Basisinfos? Wieso sind “die Darsteller” “eine Klasse für sich”, wenn es bis auf einen noch gar keine gibt?
Fragen über Fragen.
Martin Bruny am Mittwoch, den
21. April 2010 um 20:44 · gespeichert in Absurditäten
–> hier
Martin Bruny am Mittwoch, den
21. April 2010 um 16:18 · gespeichert in Musical, Wien, Deutschland
Die großen Theater Hamburgs bekommen weniger Subventionen. Beim Thalia-Theater bedeutet das ein Minus von 300.000 Euro im Budget, das Deutsche Schauspielhaus muss mit 317.000 Euro weniger auskommen, die Staatsoper muss 736.000 Euro auf andere Art und Weise hereinbringen. Die Lösung: Erhöhung der Kartenpreise, eine Forderung der Stadt.
Heinz-Werner Köster, Verwaltungsdirektor des Thalia-Theaters dazu:
Das geschieht, indem wir die Preisgestaltung spreizen: Die teuren Kategorien werden etwas teurer als die preiswerten.
Bettina Bermbach, Sprecherin der Staatsoper:
Bei der Erhöhung der Eintrittspreise haben wir besonders auf eine sozialverträgliche und marktgerechte Anpassung geachtet.
Wie gut haben es da doch vergleichsweise die VBW. Von Budgetkürzungen ist nichts bekannt, jedenfalls nicht für die VBW insgesamt. Auch werden Preiserhöhungen nicht kommuniziert, sie werden exekutiert, und eine sozialverträgliche Anpassung ist nicht gegeben, geradezu das Gegenteil wurde bei der jüngsten Erhöhung der Preise im Ronacher durchgeführt. Die Anzahl der Karten in der preisgünstigen “grünen” Katergorie zu 29 beziehungsweise 39 Euro wurde von 120 auf 67 praktisch halbiert, die wesentlich teurere “rote” Kategorie wurde aufgestockt: statt 259 sind es nun 292 Plätze. Wohlgemerkt: Sichttechnisch, soundtechnisch hat sich nichts verändert, man hat einfach beschlossen, dass man diese Plätze gerne teurer verkaufen möchte. Ganz bestimmt ist das sozialverträglich.
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