Martin Bruny am Samstag, den
27. Dezember 2008 um 11:09 · gespeichert in Deutschland
Cover of The Producers (1968 Film)Am 15. Mai 2009 feiert das Mel Brooks-Musical “The Producers” seine Deutschland-Premiere. Gezeigt wird die Wiener Fassung mit den Darstellern der Wiener Produktion. Im Orchestergraben spielen fünfzehn Musiker aus Deutschland.
Anders als in Wien geht man in Berlin an die Bewerbung der Show heran. Das “H”-Wort wird nicht gänzlich verschwiegen. Auf der Homepage wird die Produktion als “THE PRODUCERS - Frühling für Hitler” angekündigt, in einem Mediaplayer wird aus dem “Producers”-Film von 1968 die “Frühling für Hitler”-Showsequenz gezeigt.
Danach kann man immer noch darauf eingehen, dass es sich bei “The Producers” um kein “Hitler”-Musical handelt, auch wenn es völlig unsinnig ist, weil ein Thema (in einem bestimmten Gebiet) auch von der Bedeutung her so übermächtig sein kann, dass es alles andere überwiegt. Wer das nicht begreift, wird “The Producers” nicht erfolgreich vermarkten können.
Martin Bruny am Freitag, den
26. Dezember 2008 um 17:52 · gespeichert in Filmmusical
Der Rummel um “Batman” mag größer gewesen sein, aber was letztendlich zählt, ist beispielsweise der DVD-Verkauf. Und auf diesem Gebiet liegt “Mamma Mia!” in den USA nun offiziell an der Spitze. Laut den von Nielsen VideoScan veröffentlichten Daten ist “Mamma Mia!” in den Staaten der DVD-Topseller des Jahres.
“The Dark Knight” (Veröffentlichungsdatum: 9. Dezember) hat dafür den Titel “Top-selling video release of the year” mit weltweit schätzungsweise 13,5 Millionen verkauften Einheiten in der ersten Verkaufswoche, 1,7 Millionen davon auf Blue-ray. [Yahoo/Reuters]
Martin Bruny am Donnerstag, den
25. Dezember 2008 um 11:07 · gespeichert in Wien
Image via WikipediaDie Vereinigten Bühnen Wien (VBW) und die edu4you Bildungsakademie veranstalten im Sommersemester 2009 erstmals den »VBW-Musical School Award«.
Mit dem “VBW-Musical School Award” soll bei Schülern eine kreative Auseinandersetzung mit dem Musicalgenre gefördert und so die Begeisterung für modernes Musiktheater geweckt beziehungsweise vertieft werden.
Gesucht werden für den “VBW-Musical School Award” 2009 Schulprojekte zum aktuellen Broadwaymusical der VBW: »The Producers«. Zu gewinnen gibt es attraktive Preise für die Klasse.
Für den Wettbewerb wurden von Pädagogen der edu4you in Kooperation mit den VBW eigene Projektunterlagen entwickelt, die als inhaltliche Unterstützung bei der Teilnahme am “VBW-Musical School Award” dienen und zum kostenfreien Download (siehe unten) zur Verfügung stehen.
Zur Vorbereitung bieten die VBW interessierten Schulklassen vom 7. Januar 2009 bis 22. Februar. 2009 Tickets für »The Producers« im Ronacher zu einem stark reduzierten Schulgruppenpreis (€ 15,-/Schüler statt € 26,-/Schüler), Karten nach Verfügbarkeit.
Kartenreservierung »The Producers« zum “VBW-Musical School Award”-Vorzugspreis: sales(at)vbw.at, Kennwort: edu4you
Einsendeschluss der Projektarbeiten: 4. Mai 2009
Preisverleihung: 10. Juni 2009 im Ronacher
Martin Bruny am Montag, den
22. Dezember 2008 um 22:02 · gespeichert in Musical
Image via WikipediaJetzt ist der (Alp-)Traum aller Musicalfans bald Wirklichkeit: Neben Sisi und Rudolf kommt auch der Papa, unser aller Franzl, Franz Joseph zu Musicalehren. Von 4. Juni bis 5. Juli 2009 wird in Oberwaltersdorf eine Musiktheaterproduktion namens »KFJ – Kaiser Franz Joseph. Das Musical« zu sehen sein.
Eingebettet in eine Rahmenhandlung, bei der eine Touristengruppe die Kaiservilla in Bad Ischl besucht, werden wir in eine Zeitreise entführt, die uns vom Leben des jungen Franz Joseph bis hin zu den Höhen und Tiefen seiner Psyche und Karriere führt. Beginnend mit der Thronbesteigung, nachfolgend seiner Heirat mit Elisabeth, die Geburt der Kinder, Sophie, Gisela, Rudolf und Marie-Valerie, der Tod seiner Mutter, sowie seinem Verhältnis zu Katharina Schratt, erleben wir viele seiner Schicksalsschläge, die nach dem Tod des Thronfolgers Franz Ferdinand schließlich zum Ausbruch des ersten Weltkriegs führen. Der Tod seines einzigen Sohnes Rudolf und die Ermordung seiner geliebten Gattin Elisabeth, entkräften den Kaiser immer mehr und er vereinsamt zunehmend, geplagt von Depressionen und Schuldgefühlen, die schließlich zu seinem Tod im Jahre 1916 führen. Das Werk zeigt vor allem Einblicke in seine psychische Verfassung, seine tiefliegenden Emotionen und das Verhältnis des Kaisers von Österreich zu den Frauen die ihn umgaben!
Termine: 4. Juni 2009 bis 5. Juli 2009. insgesamt 20 Vorstellungen, jeweils Donnerstag, Freitag und Samstag um 19:30 Uhr und am Sonntag um 18 Uhr in der Bettfedernfabrik Oberwaltersdorf, Kulturstraße 1A, 2522 Oberwaltersdorf
Karten: 02253 609 609 09
PS: Gerüchte, wonach ab 2012 im Raimund Theater von Montag bis Mittwoch “Elisabeth”, von Donnerstag bis Samstag “Rudolf” und am Sonntag “KFJ - Kaiser Franz Joseph. Das Musical” zu sehen sein werden, haben sich als ebensolche herausgestellt: Gerüchte.
UPDATE
Der Verein Kultur Kreis Oberwaltersdorf teilt mit:
Auf Grund widriger Umstände konnten einige zugesagte Sponsorship-Verträge im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld nicht realisiert werden.
Die Produktion K F J – Kaiser Franz Joseph – DAS MUSICAL
wurde daher vom Veranstalter mit 29. Mai 2009 abgesagt!
Bereits bezahlte Karten können ab Dienstag, den 2. Juni 2009 im Kartenbüro des event- & kulturcenters bettfedernfabrik tel. +43(0)2253 / 609 609 09, Öffnungszeiten Mo - Do 09-16 Uhr, Fr 09-14 Uhr zurückgegeben werden.
Martin Bruny am Montag, den
22. Dezember 2008 um 20:33 · gespeichert in Netz, TV, Pop, Tonträger
Ramesh Nair ist seit vielen Jahren fixer Bestandteil der Wiener Musicallandschaft, sei es als Darsteller oder in den letzten Jahren verstärkt als Choreograph und Gründer der “Sophistikids”.
Am Ende passiert dem “Musicaldarsteller” Nair nun als Galionsfigur einer Werbekampagne des Telekommunikationsunternehmens tele.ring der Traum vieler Musicaldarsteller: ein Sprung in die Popcharts.
Die Signation des Werbespots “Frag doch den Inder” wurde vom Plattenlabel MGSound/HitSquad zur Popnummer ausgebaut, ein Video steht auf YouTube (Link –> hier) bereit. Jetzt fehlen nur noch Fans, die sich die Scheibe auch kaufen und für Airplay im Radio sorgen.
Martin Bruny am Sonntag, den
21. Dezember 2008 um 20:22 · gespeichert in Listen, Broadway
Wie jedes Jahr wählte “Entertainment Weekly” [via Playbill] auch 2008 die besten und schlechtesten Shows 2008 - mit dabei: Produktionen des Broadway und Off-Broadway, der Brookyln Academy of Music und eine Show des Williamstown Theatre Festivals (Massachusetts):
Die Top 10
01. Billy Elliot
02. South Pacific
03. Black Watch (BAM)
04. In the Heights
05. Happy Days (BAM)
06. Port Authority (Atlantic Theatre Company)
07. The Understudy (Williamstown Theatre Festival)
08. Next to Normal (Second Stage Theatre)
09. Rafta, Rafta … (The New Group)
10. What’s That Smell: The Music of Jacob Sterling (Atlantic Theater Company)
Die Flop 5
01. To Be or Not to Be
02. The Country Girl
03. Glory Days
04. Les Liaisons Dangereuses
05. Blasted
Martin Bruny am Sonntag, den
21. Dezember 2008 um 18:45 · gespeichert in West End, Listen
Image by wallyg via FlickrWeihnachtszeit ist Listenzeit. Die besten CDs, die besten Bücher, die liebsten Omas und putzigsten Stofftiere - alles kann man auflisten. Warum also nicht auch zum Beispiel die schönsten und hässlichsten Theater Londons. Genau das hat der Telegraph getan und ist zu folgendem Ergebnis gekommen
Die besten Londoner Theater
01 Wyndham’s
02 The Donmar Warehouse
03 Chichester Festival Theatre
04 The National Theatre
05 Shakespeare’s Globe
06 Royal Court
07 Manchester Royal Exchange
08 Young Vic
09 Hull Truck
10 Watermill Theatre, Newbury
Die schlechtesten Londoner Theater
01 New London Theatre
02 Hampstead Theatre
03 West Yorkshire Playhouse, Leeds
04 Garrick Theatre
05 Derby Playhouse
06 King’s Head, Islington
07 Lyric Hammersmith
08 Mercury Theatre, Colchester
09 Nottingham Playhouse
10 Arts Theatre
Martin Bruny am Freitag, den
19. Dezember 2008 um 23:30 · gespeichert in Theater
Zu Gast bei “Apropos Musik. Das Magazin” war am 7. Dezember 2008 Michael Kunze, Librettist und Songwriter. Was die Moderatorin Irene Suchy mit einer zugegeben recht provokanten Frage entzündete, im Folgenden kurz zitiert:
Irene Suchy: Sie arbeiten jetzt zum ersten Mal an einer Oper. Ist da noch mehr Demut vom Librettisten erfordert, noch mehr Zurückstecken oder Verzicht manchmal, also vom Librettisten. Wenn man mit Turrini gesprochen hat … Ist das stärker … oder wie verändert sich Ihre Arbeit als Librettist an einer Oper nun?
Michael Kunze: Also es ist prinzipiell so, dass ich nicht auf die Knie gehe vor Komponisten. Ich habe mein Leben lang mit Komponisten gearbeitet, und ich kenne sehr gut ihre Begrenzungen. Und ich bin überhaupt nicht der Meinung, dass der Komponist ein gottbegnadeter Künstler ist, während der Librettist lediglich ein Zuträger ist. Im Gegenteil, ich bin der Meinung, der Komponist ist jemand, der meine Geschichte illustriert, und ich sehe ihn auch als Illustrator.
Irene Suchy: Jetzt, wir haben schon kurz Geld angeschnitten und Wertschätzung. Die Tantiemenverteilung zwischen Librettist und Komponist oder Librettistin und Komponistin, ist, seit es Tantiemen gibt, also seit Beginn des 20. Jahrhunderts, immer wieder ein Konfliktstoff. Brecht/Weill - Dreigroschenoper - Brecht will 60 Prozent. Wie halten Sie das?
Michael Kunze: Ja, also generell ist es ja so, dass wir hier drei Autoren haben: den Komponisten, den Buchautor und den so genannten Lyricisten oder Liedertexter. Ich bin in meiner Person zwei Autoren, insofern stünden mir an sich zwei Drittel zu, und nach den amerikanischen Musiktheaterregeln wären es auch zwei Drittel, aber aus Kollegialität hab ich immer nur 50:50 vereinbart. Wie kommt man überhaupt dazu, zu glauben, dass der Komponist wichtiger ist bei der Erzählung einer Geschichte? Die Geschichte ist doch das wichtigste. Ich kenne ja die öffentliche Beurteilung, und da ist es nun mal leider so, dass der Komponist als Schöpfer des Werkes gilt. Es ist ein Kindermärchen, dass er das ist. Aber wenn die Leute das glauben wollen, sollen sie es halt glauben. Also das stört mich überhaupt nicht. Meine Eitelkeit ist mir nicht so wichtig wie die Entstehung eines Werkes. Und selbstverständlich gönne ich dem Komponisten die Befriedigung seiner Eitelkeit, aber er hat mit der Schaffung des Werkes nur seinen Anteil, und 50 Prozent ist schon sehr hoch gerechnet.
Weitere Aussagen bezüglich Komponisten
Michael Kunze: Als Librettist nehme ich in Anspruch, dass ich die Charaktere besser kenne als der Komponist, und ich verlange von dem Komponisten, dass er die Charaktere zeichnet, dass er die Geschichte, die ich erzähle, noch einmal musikalisch darstellt.
Michael Kunze: Da nunmal Komponisten die Leute sind, die gerne im Vordergrund stehen und die auch in der ganzen Tradition immer nach vorne gestellt wurden, und oft auch zurecht, muss ich natürlich sagen, selbstverständlich, gibt es da auch sehr oft viele Werke, wo die Kompositionen einfach überdauert haben und die Libretti eben nicht. Aber ich habe ja nur in meinem Leben ja nicht zu tun mit Puccini und Mozart, das muss man auch mal sagen. […] Die Wertschätzung, die die Oper generell oder das Musiktheater generell dem Komponisten widmet, ist ja eigentlich verdient durch die ganz großen Genies. Gut, jedem gegönnt, dass er mit einem Genie zusammenarbeitet, mir ist es noch nicht passiert.