Martin Bruny am Sonntag, den
15. April 2007 um 23:13 · gespeichert in Flicks, Event-Tipps
Am 16. April 2007 startet im Wiener Metro-Kino die erste größere Werkschau, die dem Regisseur und Schauspieler Peter Kern gewidmet ist. Er arbeitete mit allen wichtigen Regisseuren des Neuen Deutschen Films zusammen. Als Regisseur widersetzte er sich dem gängigen Kunst- und Kommerzkino, seine Arbeiten aber wurden oft als Trash abgewertet, er blieb ein Außenseiter.
Im Rahmen dieser Werkschau wird auch “Die toten Körper der Lebenden” gezeigt, ein Film, der seine Uraufführung am 21. März 2007 bei der “Diagonale” in Graz erlebte und nach Motiven von Jean Genets einzigem Film “Un Chant d’Amour” gedreht wurde - eine Gratwanderung zwischen Schönheit, Grausamkeit, Verletzung, Provokation und Übertreibung.
“Die toten Körper der Lebenden”
A 2007
REGIE, BUCH: Peter Kern
KAMERA: Norman Kathi
SCHNITT: Jens Diestel
MUSIK: Miroslav Mirosavljev
DARSTELLER: Andreas Bieber, Oliver Rosskopf, Traute Furthner, Heinrich Herki
PRODUKTION: Viewfinders, Wien/Alma Film, Kulturpolizei Filmproduktion,
UA: 21.3.2007, Graz (Diagonale)
LÄNGE: 70 Minuten
FORMAT: Beta-SP
Martin Bruny am Sonntag, den
15. April 2007 um 15:09 · gespeichert in Theater, 2007

Die Frage ist: Würde das Volkstheater am Broadway liegen und hätte “Cabaret” da seine Uraufführung erlebt, wäre dann jemals eine Cast-CD erschienen? Man kann Musicals in verschiedensten Inszenierungen auf die Bühne stellen, aber man sollte doch nie darauf vergessen, sie doch mehr als ein kleines bisschen Musical bleiben zu lassen.
“Cabaret” im Volkstheater ist gefühlsmäßig viel mehr in Richtung Franz Antels “Bockerer” getuned als in Richtung von Kander/Ebbs Kultshow. Wobei nichts dagegen spricht, filmreife Szenen auf die Bühne zu zaubern: Wenn am Ende des ersten Akts die Nazifahnen “im ganzen Theater” (subjektiver Eindruck) wehen (auch subjektiv, weil sie ja einfach nur runterhängen, aber da greift die Inszenierung), dann ist das einer der guten Momente in der Show. Gut im Sinne von wirkungsvoll. Eine Reihe von wirkungsvollen Momenten war auch scheinbar das Hauptanliegen des Regisseurs. Da ist am Anfang die “Szene am Flugfeld”, die sich bei jedem Zuschauer nur im Kopf abspielt, weil auf der Bühne eigentlich ja nicht mehr als dunkles Schwarz zu sehen ist, in den Erinnerungsfetzen im Kopf aber alles an Flughafenszenen abläuft, was man je live und im TV/Kino erlebt hat, endend bei “Casablanca”. Wenn der Vorhang dann aufgeht und man den alten schmuddeligen Kit-Kat-Klub sieht, dann ist auch das großes Kino. Eine Szene geht fließend in die andere über, die Theatermaschine schnurrt und funktioniert. Man kann also der Inszenierung in diesen Punkten keine großen Vorwürfe machen - der Rahmen, in dem sich eine perfekte Musicalshow abspielen könnte, ist durchaus gegeben, aber … wenn dann die Darsteller ins Spiel kommen, beginnen die Probleme.
Die “Bill”, einer der Stars der Produktion, war schon in der zweiten Vorstellung abwesend, ihr Understudy Katharina Straßer hat zwar die Looks, aber stimmlich ist sie alles andere als beeindruckend. Star wird man nicht, indem man eine Rolle spielt, die Starqualitäten fordert, die Ausstrahlung eines Stars bringt man mit oder nicht (zum jeweiligen Punkt der eigenen Karriere in einem gegebenen Stück). Straßer ist weit entfernt davon, in “Cabaret” diese Starqualitäten servieren zu können. Sie meistert die Schauspielszenen überzeugend, aber “Sally Bowles” ist sie keine. Stimmtechnik, Interpretation, Auftreten, Mimik, Gestik - all das ist bei Straßers “musicalischen” Darbietungen mehr als ausbaubar. Noch in der Pause rätselten einige Besucher des Volkstheaters: “Wann kommt denn die Bill? Das muss aber eine kleine Rolle sein!” Sie hatten nicht bemerkt, dass Bills Understudy längst an der Arbeit war. Und, meine Güte, wenn man das Stück nicht kennt, man kann es ihnen fast nicht verdenken. Ich kann Michael Schottenbergs Argument, mit dem er seine Besetzungsstrategie begründet, nachvollziehen, wenn er meint, dass es sicher viele Zuschauer interessiert, wie sich ihre Lieblinge, die sie aus den Sprechstücken kennen, in einem Musical machen, aber “Sally Bowles” so zu besetzen, ist, natürlich nur rein musicalisch gesehen, fahrlässig. Straßers Erfahrung mit dem Genre Musical, nachzulesen auf der Website ihrer Agentur, beschränkt sich auf “mehrere Musicals als Kind in Innsbruck”. Mehr ist dazu dann auch nicht zu sagen. oder doch, eines noch. Es liegt nicht so sehr an der Stimme als an der Art und Weise, wie Straßer “Sally Bowles” anlegt. Man könnte sich durch diese Rolle vermutlich auch mit einer noch schlechteren Stimme kämpfen und doch als Star über die Rampe kommen. Betrachtet man das Ganze von dieser Angelegenheit, würde das Problem wiederum im Bereich des Schauspiels liegen. Das wahre Problem ist einfach, dass man für die Rolle der “Sally Bowles” eine Entertainerin sein muss oder zumindest so ausgebildet, dass man eine spielen kann. Maria Bill hat das drauf, so wie auch, kein charmanter Vergleich, aber wurscht, Johannes Heesters, der sich auch noch mit 185 Jahren ein kleines Zigarettchen anzünden würde als Graf “Danilo Danilowitsch” in “Die lustige Witwe”. “Sally Bowles” in der Broadway-Uraufführung 1966 von “Cabaret” wurde von Jill Haworth nicht als “First Class Entertainerin” gezeichnet wie jene “Sally Bowles”, die Liza Minnelli in der Verfilmung von 1972 gegeben hat, aber immerhin als Entertainerin, wenn auch als zweit- oder drittklassige. Katharina Straßer ist mehr die Unschuld vom Land als der verruchte Kit-Kat-Vamp.
Marcello de Nardo, der den Confà©rencier (und Grenzbeamten) gibt, kann man nun Musicalerfahrung nicht absprechen, auch wenn es einige Jährchen her ist. Ganz sicher ist auch seine Interpretation eine mögliche, aber es hat etwas von einer gewissen Derbheit, die eher an einen schmierigen Zuhälter erinnert als an jenes androgyne Wesen, das man von manchen Darstellern dieser Rolle kennt. Gewiss, das ist Absicht, und wenn man die insgesamt unsexieste Version von “Cabaret” wählen würde, die Schottenbergsche Inszenierung würde haushoch gewinnen.
Das große Problem bei der Volkstheater-Version von “Cabaret” ist die Lieblosigkeit, mit der manche Lieder von Kander/Ebb über die Bühne kommen. Wie viel man aus den Songs rausholen kann, ist jederzeit nachzuhören, beispielsweise auf dem Original Soundtrack der Verfilmung mit Liza Minnelli oder jeder x-beliebigen Cast-CD. Da liegen interpretatorisch Welten dazwischen. Und das muss nicht sein. Wir haben in diesem Land genügend ausgebildete Musicaldarsteller, die singen und schauspielen können, und trotzdem in Würschtlbuden oder sonstwo jobben, um über die Runden zu kommen.
Raphael von Bargen als Clifford Bradshow, spielt brav und blass. Heike Kretschmer holt fast das Maximum aus ihrer Rolle “Fräulein Kost”. Die Kit-Kat-Girls sind ganz nett anzusehen, aber nicht in einer Liga mit dem, was man sich normalerweise tänzerisch und gesanglich erwartet. Susa Meyer hat den Damen eine Choreographie maßgeschneidert, die sie in keinem Augenblick überfordert - man darf auch hier nicht vergessen, dass man es großteils mit Schauspielern und nicht mit ausgebildeten Musicaldarstellern zu tun hat.
Kommen wir zu den wahren Stars von “Cabaret”: zwei Wiener Volksschauspieler, Hilde Sochor und Heinz Petters. Sochor als Pensionswirtin Fräulein Schneider und Heinz Petters als jüdischer Obst- und Gemüsehändler Schultz brillieren in jeder ihrer Szenen. Dass die beiden Publikumslieblinge für diese Produktion engagiert wurden, kommt nicht von ungefähr. Es scheint durchaus Strategie zu sein, mit Hilfe einiger Stars das Theater zu füllen. Das ist beliebt, das funktioniert weltweit für eine gewisse Anzahl von Vorstellungen immer, so auch im Fall von “Cabaret”. Heinz Petters und Hilde Sochor haben Verehrer, Fans, wie immer man das bezeichnen mag - sie werden vom Publikum geliebt, und da geht man sich schon mal das neue Stück ansehen, in dem sie spielen. “”Cabaret”? Da gabs doch mal einen alten Film vom Willi Forst, oder? Ach is das nett, dass sie den jetzt im Volkstheater als Stück bringen.” So in etwa kann man sich das vorstellen. Und seien wir ehrlich, nicht mal die Erwartungshaltung eines 95-jährigen Sochor-Fans wird durch dieses “Cabaret” enttäuscht, denn die Songs stören kaum. Sie sind Beiwerk, wie in den alten Kinofilmen, wenn Hans Moser mal die Ballade von der Reblaus anstimmt. “Cabaret” im Volkstheater wäre konsequenterweise als urwienerisches Stück zu verwirklichen gewesen, denn die Art und Weise, wie die Thematik Nationalsozialismus gefühlsmäßig transportiert wird, eben vor allem durch die beiden (in dieser Inszenierung) Hauptdarsteller Hilde Sochor und Heinz Petters, hat etwas von der Wehmut, die man eben auch in den besten Momenten von Filmen wie “Der Bockerer” kennt. Die beiden Volksschauspieler können allein mit einer kleinen Geste mehr ausdrücken, als so manch anderer mit einem ganzen Lied. Der dritte Star, neben Hilde Sochor und Heinz Petters, dieser Produktion wäre beziehungsweise ist, wenn sie denn spielt, Maria Bill. Das Drama dieser Besetzungsstrategie: ein dreibeiniger Sessel “funktioniert” nur, wenn alle drei Beine vorhanden sind.
Soundmäßig ist die Volkstheater-Inszenierung eine Zumutung. Werden die Gesangspassagen mit Mikros verstärkt, so ist das bei den Sprechpassagen (natürlich) nicht der Fall. Das Ergebnis ist ein Mischmasch, in dem viele Textstellen schwer verständlich sind, wenn man nicht gerade in den ersten sieben Reihen sitzt - nur die “alten Meister” Sochor und Petters versteht man (natürlich) auch im hintersten Eck des Theaters.
Das Bühnenbild (Hans Kudlich) ist ein Traum, gut durchdacht, zum Teil sehr üppig und bis in die Einzelheiten mit Liebe gestaltet. Es ist auch der Wille zu spüren, zumindest zu versuchen, das ganze Theater in einen riesigen Kit-Kat-Klub zu verwandeln, was natürlich scheitern muss bei einem Repertoirebetrieb.
Das Beste, was man normalerweise über Kostüme (Erika Navas) sagen kann, ist ja, dass sie nicht weiter auffallen, weil sie einfach so stimmig sind. Das trifft in diesem Fall zu. Sie sind stimmig, passen in die Zeit, in der die Handlung spielt. Qualitätsarbeit.
Das Kit-Klub-Orchester unter der Leitung von Herbert Pichler bleibt dezent im Hintergrund und liefert guten Sound zu oft mittelmäßigem Gesang. Eine kleine Tragödie.
Fazit: Drei Stars am Wiener Volkstheater, eine gelungene Inszenierung mit vielerlei Grellem, ein perfektes Set in einem Musical, das mehr Schauspiel als Musical ist. Dennoch sehenswert. Mit Karten wird es allerdings schwer, denn das Stück hat sich zum Renner gemausert. Musicals füllen die Theater in Wien, man muss nur wissen, wie.
Cabaret
Musical nach “Ich bin eine Kamera” von John van Druten und Erzählungen von Christopher Isherwood
Buch: Joe Masteroff
Musik: John Kander
Texte: Fred Ebb
Deutsche Übersetzung: Robert Gilbert
Fassung von Chris Walker 1997
Kreativteam
Regie: Michael Schottenberg
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Erika Navas
Musikal. Einrichtung/Leitung: Herbert Pichler
Choreographie: Susa Meyer
Dramaturgie: Hans Mrak
Regieassistenz: Kristina Burchhart
Bühnenbildassistenz: Kerstin Bennier
Kostümassistenz: Tina Hildenbrandt
Ton: Bernhard Sodek
Korrepetition: Herbert Pichler/Bernhard van Ham
Inspizienz: Franz Puzej, Sigmar Kusdas
Souffleuse: Romy Martinis
Cast
Maria Bill/Understudy Katharina Straßer (Sally Bowles)
Jennifer Frank (Lulu)
Katarina Hartmann (Dolly)
Amelie Hois/Oscar Schöller (Ein Kind)
Annette Isabella Holzmann (Topsy)
Heike Kretschmer (Fräulein Kost)
Rita Sereinig (Swing/Dance Captain)
Hilde Sochor (Fräulein Schneider)
Doris Weiner (Helga)
Raphael von Bargen (Clifford Bradshaw)
Peter Becker (Ernst Ludwig)
Andy Hallwaxx (Horny)
Christoph F. Krutzler (Rausschmeißer/Gorilla)
Marcello de Nardo (Confà©rencier)
Heinz Petters (Herr Schultz)
Kit-Kat-Orchester
Herbert Pichler/Bernhard van Dam (Piano), Klaus Göhr/Rudolph Fischerlehner (Schlagzeug), Johannes Strasser/Heinrich Werkl (Kontrabass), Gerald Preinfalk/Romed Hopfgartner (Blasinstrumente), Alexander Shevchenko/Alen Dcambix (Akkordeon)
Gäste im Kit-Kat-Klub/Matrosen
Leopold Böhm, Gerhard Fuchs, Erich Gratzl, Marco Herse, Wolfgang Kandler, Jürgen Kapaun, Mathias Messner, Stefan Pohl, Tobias Strohmaier, Robert Weixler
Tickets: www.volkstheater.at
Martin Bruny am Samstag, den
14. April 2007 um 01:43 · gespeichert in Theater
1997 schrieb der Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler Patrick Marber das Theaterstück “closer”, das seit seiner Uraufführung am Royal National Theatre für heftige Diskussionen sorgt. So war in einer Rezension der “taz” anlässlich der deutschen Produktion von “Hautnah” anno 2000 im Oldenburgischen Staatstheater unter dem Titel “Wie das Lotterleben so spielt - sie fickten und sie schlugen sich” Folgendes zu lesen:
Männer lassen die Hosen runter, Frauen brechen durch eine riesige Leinwandvagina auf die Bühne. So hinterrücks defloriert prangen die gespreizten Schamlippen dem Oldenburger Publikum direkt ins Gesicht. Die Premiere von Patrick Marbers “Hautnah” löste unter der Regie von Urs Odermatt den Titel des Stückes ein und trennte dadurch nach der Pause im Oldenburgischen Staatstheater zartbesaitetere TheatergängerInnen von den aufgeschlosseneren. Die bildeten dann aber eine klare Mehrheit und quittierten die Inszenierung mit viel Beifall.
2004 kam eine Verfilmung des Stoffes in die Kinos, die ganz offensichtlich weit weniger unzüchtig angelegt war, dafür aber mit hübschen Darstellerinnen und Darstellern (Julia Roberts, Jude Law, Natalie Portman und Clive Owen) sowie einem süffigen Soundtrack aufzuwarten hatte.
2007 feiert “closer” seine Wien-Premiere am Ensembletheater, einer kleinen, ambitionierten Wiener Bühne, die praktisch immer sehenswerte Produktionen bietet. Als Gastspiel des vienna theatre project geht die Premiere von “closer” (in englischer Sprache) am 7. Mai 2007 über die Bühne. Im Pressetext zur Produktion wird der Stil des Stücks von Marber wie folgt skizziert:
“Marber schreibt in “sound bites” … seine Sprache würde Uwe Kröger erröten lassen. Eines sollten Sie wissen: das ist kein viktorianisches Salondrama, das ist das Spiel zweier Paare – jede/r von ihnen ist in jemand anderen verliebt und fühlt sich gleichzeitig auch zum anderen des anderen hingezogen.
Nun, was “closer” auch nur im Ansatz mit Uwe Kröger zu tun hat, werden wir vermutlich nie erfahren, aber das macht nichts. Worum es in “closer” geht, kann man auch ohne Musicalbezug formulieren (denn mit Musical und Musicaldarstellern hat dieses Stück sowas von nichts zu tun):
Es beginnt in der Notaufnahme eines Krankenhauses, wohin Dan Alice brachte, nachdem er beobachtet hatte, wie sie auf der Blackfriars Bridge niedergefahren worden war. Dan schreibt Nachrufe, und sieht sich als zukünftiger Schriftsteller, der gerade auf der Suche nach einem passenden Thema ist. Alice ist eine junge, hübsche Stripperin, hinter deren verwundbarem Auftreten ein eherner emotionaler Absolutismus verborgen liegt. Dan zieht bei Alice ein, schreibt ein Buch über sie – und verfällt dann ganz der Photographin Anna, die für ihn Photos für die Werbekampagne seines Buches schießen soll.
Als er sich daraufhin im Internet als eine sexbesessene Phantasie-Anna ausgibt, steuert er sie unbeabsichtigt in eine Beziehung mit Larry, einem etwas ungehobelten, aber herzlichen Arzt – der rein zufällig Alice in der ersten Szene behandelt hatte.
So beginnt eine mitreißende und oft wilde Quadrille von Liebe und Betrug. Was Marbers Stück so besonders macht, ist seine schonungslose Darstellung der Brutalität von Beziehungen. Sexueller Neid und Eifersucht zeigen hier offen ihr hässliches Gesicht. Hilflos verfängt sich Larry in Grausamkeit und Selbsterniedrigung, als er zurückgewiesen wird. Dan und Anna werden als feige Lügner entlarvt. Nur Alice bleibt bis zum Ende ehrlich, wofür sie bezahlen muss. Marber deutet an manchen Stellen an, dass die fehlende Treue seiner Charaktere Ausdruck eines in der Gesellschaft unausweichlichen Kompromisses sei. Das wirkt doch sehr pessimistisch, aber »closer« ist nur selten so düster. Das Stück ist gespickt mit trockenem Humor und wahnwitzigen Verwicklungen.
»Closer«
von Patrick Marber
Ensemble Theater, Petersplatz 1, 1010 Wien
7. bis 19. Mai 2007 - Vorstellungsbeginn: 19.45 h.
Premiere: 7. Mai 2007, Spielfreie Tage: 13. und 14. Mai
Kreativteam
Prdn. Mgr: Alina Cibea
Lighting Design: Wolfram Zoettl
Photography: Ine Gundersveen
Asst. to the Director: Nina Kusche
Front of House Mgr: Sharron Aubrey
Lighting Technician: Ensemble Theater
Stage Manager: Pamela Schermann
PR, Sponsorship: Joanna Seidl, Sarah Hayes, Mariyana Radeva, Natalie Cantini
Teacher Material: Juliet Najjar
Teacher Liaison: Natalie Cantini
Cast
Michael Smulik (Dan)
Howard Nightingall (Larry)
Katharina Sporrer (Alice)
Heike Brunner (Anna)
Tickets ticket@viennatheatreproject.at
Martin Bruny am Donnerstag, den
12. April 2007 um 23:24 · gespeichert in Musical, Wien, Event-Tipps
Am Mittwoch, dem 2. Mai 2007 steht in der Wiener Volksoper “Kurt Weill - Von Berlin an den Broadway”, eine Soirà©e mit Christoph Wagner-Trenkwitz, auf dem Programm.
Kurz vor der Volksopern-Premiere der Weill-Operette “Der Kuhhandel” (die am 5. Mai 2007 über die Bühne geht) demonstriert diese Veranstaltung die enorme Schaffensvielfalt, die Kurt Weill in seinem nur fünfzigjährigen Leben erreichte: So hinterließ er Spuren in der deutschen Oper des 20. Jahrhunderts, setzte in seiner Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht (”Die Dreigroschenoper”, “Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny”) neue Maßstäbe und wurde nach seiner Emigration in die USA auch ein bedeutender Exponent des Musicals.
Es wird ein Abend mit exzellenter Musik, interpretiert von Gästen und Ensemble-Mitgliedern der Wiener Volksoper. Der Pianist und Arrangeur Bà©la Fischer wird, assistiert von einem jazzigen Kammerensemble, vielen Weill-Songs, beispielsweise aus dem Psychoanalyse-Musical “Lady in the Dark” oder dem Werk “Lost in the Stars” modernen Schwung verleihen.
Kurt Weill - Von Berlin an den Broadway
Musikalische Leitung und Arrangements: Bà©la Fischer
Gestaltung und Präsentation: Christoph Wagner-Trenkwitz
Mit Adrineh Simonian, Isabel Weicken, Karl-Michael Ebner, Gernot Kranner, Morten Frank Larsen, Stefan Cerny, Alexander Kuchinka, Julius Darvas (Bass), Axel Rot (Schlagzeug), Helmut Hödl (Klarinette)
Martin Bruny am Donnerstag, den
12. April 2007 um 11:09 · gespeichert in Musical, Wien, Event-Tipps
Am 20. April 2007 findet um 17 Uhr im Wiener Schlosstheater Schönbrunn die Premiere des Musicals “Little Shop of Horrors” statt. 30 weitere Vorstellungen dieser Produktion des Max Reinhardt Seminars stehen bis einschließlich 24. Mai 2007 auf dem Programm. Die ganze Vorstellungsserie wurde an das “Theater der Jugend” verkauft, ist also praktisch ausverkauft. Restkarten sind direkt beim Theater der Jugend telefonisch bestellbar (Telefonnummer: 01/52110-230; die Karten müssen dann so rasch wie möglich im Abo-Büro des Theaters der Jugend in der Neubaugasse 38 abgeholt werden).
“Little Shop of Horrors”
(Text von Howard Ashman / Musik von Alan Menken/Deutsch von Michael Kunze)
Kreativteam
Regie: Susanne Lietzow
Musikalische Leitung: Klaus Erharter
Ausstattung: Marie-Luise Lichtenthal
Cast
Nikolaus Barton, Emily Cox, Magdalena Freynhofer, Wolf Gerlach, Daniel Göller,Gerrit Jansen, Florian Köhler, Judith Mauthe, Thomas Meczele, Alexander Meile, Marion Reiser, Yohanna Schwertfeger, Angela Smigoc, Petra Staduan, Louisa von Spies, Markus Westphal