Martin Bruny am Freitag, den
4. August 2006 um 23:20 · gespeichert in Musical, Broadway
Auf Stippvisite im New Yorker Zipper Theatre beim Off-Broadway-Revival von “Jacques Brel is Alive and Well and Living in Paris” war Broadway.com am 24. Juli 2006. Stars wie Robert Cuccioli, Natascia Diaz, Gay Marshall und Drew Sarich live auf der Bühne und in Interviews zu sehen: hier
Martin Bruny am Donnerstag, den
3. August 2006 um 23:38 · gespeichert in Netz, Musical, Tonträger
Komponist Alan Menken, 8-facher Oscar-Preisträger für Filme wie “Hercules”, “Arielle, die Meerjungfrau”, “Die Schöne und das Biest”, “Aladdin”, “Pocahontas” oder “Der Glöckner von Notre Dame”, bietet auf seiner Homepage ein häufig wechselndes Angebot an Gratisdownloads aus seinem Backkatalog an - rare, begehrte Songs, beispielsweise CDs, die längst vergriffen sind und auf absehbare Zeit nicht mehr veröffentlicht werden, aber auch Demo-CDs, Filmclips, Sheet Music und und und. Derzeit im Angebot unter anderem Demo-Songs von “The Hunchback of Notre Dame”.
Alan Menken schenkt damit nicht nur seinen Fans etwas, sondern sorgt auch dafür, dass man seine Site immer wieder gerne besucht. Bravo.
Martin Bruny am Donnerstag, den
3. August 2006 um 23:34 · gespeichert in West End, Musical
Wenn es nach Andrew Lloyd Webber geht, muss sich am Londoner West End in den nächsten fünf Jahren einiges ändern. Er selbst habe kein großes Bedürfnis, ein neues Musical zu schreiben, meint der Komponist in einem Interview. Das moderne Musical, so Webber, sei in den letzten Jahren zur reinen Feel-good-Show verkommen. Ein interessantes neues Musical? Webber fällt da keines ein: “Nur drei Produktionen machen am West End Gewinn: ‘Billy Elliot’, ‘The Phantom of the Opera’ und ‘The Lion King’. Einige Shows fahren einen wöchentlichen Verlust von 100.000 Pfund ein.”
Andrew Lloyd Webber jedenfalls geht auf Nummer Sicher und investiert vorerst mal in Bekanntes: “The Sound of Music” feiert seine West-End-Premiere im Herbst.[Originalartikel]
Martin Bruny am Sonntag, den
30. Juli 2006 um 01:10 · gespeichert in Netz, Musical

Es gibt einige “Star Wars”-Musicals da draußen im Universum, sagt man. Wenn man die Quellen im Internet dann recherchiert, landet man auf toten Planeten oder im Narrenhaus. Aber halt, es gibt doch ein “wirkliches” Star Wars-Musical. Aufgeführt wurde es zwar noch nie, aber wer Lust hat, kann sich eine Demo-CD (als ZIP-File) gratis aus dem Netz runterladen. Was gibt es noch? Beispielsweise einen Filmclip, der von der Titelnummer “One Season More” produziert wurde und bei den Star Wars Fan Film Awards den ersten Preis gewonnen hat. Fanart der etwas ulkigeren Art.
Martin Bruny am Samstag, den
29. Juli 2006 um 01:13 · gespeichert in West End, Musical
Blenden wir zurück ins Jahr 2004. Am West End, der Theatermeile Londons, gab es im Herbst 2004 drei große Musical-Premieren: “The Producers”, “The Woman in White” und “Mary Poppins”. Ging man im West End spazieren, vor allem im Sommer, flanierte man an einem geschlossenen Thetaer nach dem anderen vorbei. Trübe Aussichten.
2006 - nur zwei Jahre später - haben wir am West End das, was man nicht anders als einen Musicalboom bezeichnen kann: 20 neue Musical-Produktionen werden 2006 am West End zu sehen, eines der produktivsten Jahre der Londoner Musicalszene zeichnet sich ab. Laut einer Befragung von 1000 Theaterfans, in Auftrag gegeben von Whatsonstage.com, sind 71 Prozent der Interviewten mit dem Angebot sehr zufrieden, 42 Prozent meinten, zu viele Musicals könne es gar nicht geben.
Was läuft also derzeit am West End ab? Von den 20 neuen Produktionen sind nicht weniger als 12 Revivals, beispielsweise “Evita” oder “Sunday in The Park With George”, und 8 brandneue Shows, darunter “Spamalot” und “Wicked”.
Für fast drei Viertel aller Befragten ist “Wicked” (Premiere im September) jene Show, auf die sie sich am meisten freuen. Auch auf der Must-See-Liste: “Avenue Q” und “Spamalot”.
Mehr als ein Drittel aller Befragten würde gerne mehr Londoner Uraufführungen statt Broadway-Importe sehen, für weniger Revivals stimmen 46 Prozent. Gar 68 Prozent sind der Ansicht, dass es zu viele Jukebox-Musicals wie “Mamma Mia!” und “We Will Rock You” gibt.
10 Prozent der Interviewten gaben an, sich alle neuen Stücke ansehen zu wollen, und das bei Kartenpreisen bis 55 Pfund.
Eine Übersicht der West End-Produktpalette 2006:
Bereits wieder Geschichte:
* Movin’ Out - Apollo Victoria Theatre
* Mack and Mabel - Criterion
* Show Boat - Royal Albert Hall
* The Rocky Horror Show - Playhouse
Premiere 2006 und noch am Spielplan:
* Sinatra - London Palladium
* Whistle Down the Wind - Palace
* Footloose - Novello
* Sunday in the Park with George - Wyndham’s
* Evita - Adelphi
* Avenue Q - Noel Coward Theatre
* The Boy Friend - Open Air Theatre, Regent’s Park
Open End:
* Billy Elliot - Victoria Palace
* Lion King - Lyceum
* The Producers - Theatre Royal Drury Lane
* Phantom of the Opera - Her Majesty’s Theatre
* Mary Poppins - Prince Edward
* Mamma Mia! - Prince of Wales
* We Will Rock You - Dominion
* Les Miserables - Queens Theatre
* Guys and Dolls - Piccadilly
* Blood Brothers - Phoenix
* Chicago - Cambridge
* The Rat Pack - Savoy
* Dancing in the Streets - Playhouse
Premiere im Herbst:
* Wicked - Apollo Victoria
* Spamalot - Palace
* Cabaret - Lyric
* The Sound of Music - London Palladium
* Dirty Dancing - Aldwych
* Porgy and Bess - Savoy
* Daddy Cool - Shaftesbury Theatre
* Seven Brides for Seven Brothers - Theatre Royal Haymarket
Martin Bruny am Samstag, den
29. Juli 2006 um 01:12 · gespeichert in Theater, Skurriles

Für alle, die schon Urinetown als Titel für ein Musical etwas merkwürdig fanden, und dann mit der deutschen Übersetzung Pinkelstadt ihre ärgsten Befürchtungen bestätigt sahen, gibt es eine gute/schlechte Nachricht: Man kann alles toppen.
Am 1. Juni 1857 wurde Joseph Pujol geboren. In die Theatergeschichte ist er unter seinem Künstlernamen »Le Pà©tomaneq eingegangen. Der Name leitet sich von dem französischen Verb pà©ter (furzen) ab. Bereits in seiner Jugend entdeckte Pujol sein Talent, durch Kontrolle seines Darmschließmuskels Luft anzusaugen, in Form geruchsfreier Darmgeräusche wieder auszustoßen und dabei die Tonhöhe zu modulieren, wobei er später bei seinen Bühnenauftritten auch einen Schlauch einsetzte oder Blasinstrumente mit dem Hintern spielte. Sein erstaunliches Repertoire umfasste populäre Melodien wie das Kinderlied »Au clair de la lune« oder »Le bon roi Dagobert«, die Imitation von Musikinstrumenten wie der Tuba bis hin zu einer eigenen Improvisation über die Geräuschkulisse des Erdbebens in San Francisco von 1906.
Beim diesjährigen New Yorker Fringe Festival feiert am 11. August im Harry de Jur Playhouse ein Musical über das Leben von Joseph Pujol unter dem Titel »The Fartist« seine Uraufführung. Charlie Schulman zeichnet für das Buch verantwortlich, Michael Roberts für Musik und Texte. Unter der Regie von John Gould Rubin sind Kevin Kraft (The Fartist), Mark Baker (Toulouse Lautrec), Jim Corti (Charles Zidler), Rebecca Kupka (Elizabeth), Lyn Philistine (La Goulue) und Nick Wyman (Aristide Bruant) sowie Molly Curry, Tom Gamblin, Rachel Kopf, Lindsay Northen, Charly Seamon und Steven Scott zu sehen.
Martin Bruny am Samstag, den
29. Juli 2006 um 01:11 · gespeichert in Skurriles
Der ORF berichtet über jüngste Äußerungen des Wiener Staatsoperndirektors Ioan Holender, der, nach einem Besuch der Salzburger Festspiele meinte:
Da die Festspiele vor allem durch Steuergelder erhalten werden, sind die Preise unverschämt. Ich würde das nie bezahlen. […] Es kann keine Opernvorstellung geben, die 600 Euro wert ist […] Dann soll man halt weniger machen. Ich finde auch, dass der ‘Jedermann’ bei freiem Eintritt stattfinden sollte. Das wäre ein Zeichen …
Eine interessante Frage, was eine Opernvorstellung wert sein darf. 20 Euro? 50 Euro? 157 Euro oder 600 Euro? Holender wird wohl oder übel der Meinung sein, dass eine Opernvorstellung maximal um die 180 Euro wert sein darf, soviel kosten - im Durchschnitt - die teuersten Tickets an seinem Haus am Ring. Die billigsten Tickets sind an der Staatsoper um 9 Euro im Verkauf, bei den Salzburger Festspielen um: 5 Euro. Und da stellt sich dann die Frage, ob sich jemand, der bereit ist, 180 Euro für ein Ticket auszugeben, nicht sowieso auch die 600 Euro leisten kann.
Martin Bruny am Freitag, den
28. Juli 2006 um 01:14 · gespeichert in Musical, Wien, Castingshows
Ganz eigene Ansichten hat “Cats”-Pappi Sir Andrew Lloyd Webber in Bezug auf Darstellerschmieden. Er meint an der Performance jedes Absolventen (fast) erkennen zu können, an welcher Schule dieser seine Ausbildung abgeschlossen hat. Im Originalwortlaut:
Stage schools tend to turn out performers with a certain patina. There is a certain sameness. You can almost tell which school they have come from.
Lloyd Webber geht daher einen ganz eigenen Weg beim Casting für die Hauptrolle in der Londoner Neuproduktion von The Sound of Music. Mit der Sendung How Do You Solve A Problem Like Maria? will der Komponist im Rahmen einer Castingshow seine ideale Erstbesetzung finden. 4 Millionen Pfund kostet der Spaß, der ab dem 29. Juli 2006 über die Bühne gehen und von BBC1 ausgestrahlt wird. Der Gewinnerin der Show winkt ein Vertrag für sechs Monate, für 6 Shows pro Woche.
Lloyd Webber betreibt für seine Londoner Produktion von “The Sound of Music” Promotion der etwas anderen Art. Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn er im Rahmen einer Castingshow neue Talente entdecken will. Schließlich ist das nichts Neues. Josh Strickland, derzeit als “Tarzan” in der blutleeren Broadway-Produktion des Disney-Musicals zu sehen, wurde im Rahmen der US-Castingshow “American Idol” entdeckt, Jennifer Hudson, ebenfalls “American Idol”-Teilnehmerin, wurde für die Verfilmung des Kultmusicals “Dreamgirls” gecastet, Lukas Perman hat einen Gutteil seiner Publicity ebenfalls einer Castingshow (”Starmania”) zu verdanken, wenngleich er eine fundierte Musicalausbildung hat, und das sind nur einige Beispiele.
Die Art und Weise, wie Llyod Webber generell die Musicalausbildung in seinem Heimatland England diskreditiert, hat viele der Verantwortlichen auf die sprichwörtlichen Barrikaden getrieben. Allein die Vorstellung, dass jemand ohne Ausbildung 6 Shows pro Woche durchsteht, ist völlig illusorisch. Wer wird sich also bewerben? Kommt die große Überraschung erst im Ernstfall, wenn die Auserwählte nach zwei Wochen dann nicht mehr kann. Sie wäre kein Einzelfall. Vor ein paar Jahren erst erlebte Martine McCutcheon in einer Londoner Produktion von “My Fair Lady” ihr ganz persönliches Waterloo, brachte es aufgrund ihrer angeschlagenen Stimme auf weniger Vorstellungen als ihre Understudies und musste ihre Verpflichtung vorzeitig beenden. Promotion also für ein “neues” Sendungsformat, okay, aber nicht auf Kosten jener Studenten, die jahrelang hart trainieren und oft am Existenzminimum leben, nur um dann bei einem Casting mitgeteilt zu bekommen, dass sie zu klein, zu groß, zu dick, zu dünn oder sonstwie nicht geeignet sind. So kontert denn auch Gerry Tebbutt, seines Zeichens “Head of Musical Theatre and Performance” am GSA Conservatoire von Guildford:
What is his point of reference? He should come here and see for himself, we seek out the individual and we look out for what is unique. We may not know what that is when they arrive, but we do when they leave.
Martin Bruny am Donnerstag, den
27. Juli 2006 um 01:16 · gespeichert in Musical, Wien
Im Herbst erst feiert Rebecca, das neue Musical von Sylvester Levay und Michael Kunze, seine Premiere im Wiener Raimund Theater. In den Wiener Rosenhügel Studios haben dieser Tage die Proben begonnen. Erste Eindrücke davon bietet die TV-Sendung “Wien Heute”. Der Videostream ist online.
Martin Bruny am Donnerstag, den
27. Juli 2006 um 01:15 · gespeichert in Musical
Vom 27. Januar 2007 bis 04. März 2007 ist eine Tourproduktion von AIDA, einem Musical von Elton John und Tim Rice, im Festspielhaus Bregenz zu sehen, als erste “Langzeitproduktion” im völlig neu gestalteten Festspielhaus. STAGE ENTERTAINMENT tastet sich langsam an Österreich heran.
Termine: Di, Do & Fr: 20:00 Uhr, Mi 18:30 Uhr, Sa 15:00 + 20:00 Uhr, So 14:30 + 19:00 Uhr/Preise: 29,90 - 84,90 Euro (zzgl. Vorverkaufsgebühr und 2,- Euro Systemgebühr)/Karten: bei den bekannten Vorverkaufsstellen oder im Internet unter www.aida-on-tour.de/
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