Home RSS Go RED Go BLACK

8. Juli 2006: Romeo & Julia - Bilder einer Dernià¨re

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Romeo & Julia, 8. Juli 2006 (Foto: © Martin Bruny)

Weitere Fotos

Wer eine Dernià¨re besucht, hat viel zu erzählen

Die Dernià¨re von “Romeo & Julia” im Wiener Raimund Theater war eine lehrreiche Erfahrung, was aktuelle Verhaltensweisen im Theater anlangt. Man kann, wenn man möchte, einige Typen von Theaterbesuchern isolieren:

1) Die internen Mobilkommunizierer
Hat man das Pech, nicht zwei Plätze nebeneinander bekommen zu haben, um während des Stückes LAUT an den GANZ LEISEN Stellen der Show miteinander zu quasseln, KEIN PROBLEM, wozu gibt es Mobile Devices. Schicken wir uns doch einfach SMS, SO OFT es nur geht. Kein Problem, dass das Handydisplay vielleicht ein bißchen grellhell sein könnte. Die Leute hinter mir? Na die seh ich ja nicht, und wenn die was stört, puh. Die neben mir, jo mei. Und die vor mir sehen tatsächlich nichts. Es gibt nun einige Unterarten dieser Spezies. Beispielsweise die Klammerer. Sie halten das Handy die ganze Show über in der Hand und testen alle paar Minuten, ob nicht doch eine SMS gerade neu angekommen ist. Eine andere Spezies geht es gemächlicher an und lässt das Handy lässig am Schoß liegen, bis denn das Display zu strahlen beginnt. Eine dritte Spezies macht es ein klein wenig unauffälliger. Sie verstaut das Handy in der Handtasche und nimmt es alle paar Minuten heraus, um wichtige Botschaften zu senden beziehungsweise zu empfangen. Was wird eigentlich intern kommuniziert? Fragen Sie lieber nicht!

2) Die Gerührten
Die Gerührten sind bei einer bestimmten Stelle emotional so mitgenommen vom dargebotenen Stück, dass ihnen das Wasser buchstäblich hochsteigt und sie aufschnupfen müssen. Nichts Schlimmes daran, das passiert schon mal. Schlecht aber, wenn man von der Handlung derart fasziniert ist, dass man auf so nette Erfindungen wie das faltbare Taschentuch, wahlweise aus Stoff oder Papier, vergisst. Noch schlimmer, wenn man beispielsweise schon nach fünf Minuten so “mitgenommen” ist und dann fortwährend alle exakt 17,5 Sekunden laute Geräusche von sich gibt, die die Betroffene selbst gar nicht mitbekommt, weil sie derart fasziniert an den Lippen von Romeo, Mercutio oder einem anderen Darsteller hängt. Diese Geräusche wandern wahlweise in den linken oder rechten Gehörgang, und ich darf dem geneigten Leser im Vertrauen mitteilen: Nach 60 Minuten löst das mitunter tatsächlich nicht nur Anzeichen von Aggression aus, sondern ist auch mit körperlichen Schmerzen verbunden. Man kann das erst nachvollziehen, wenn man es erlebt hat. Natürlich könnte man der Gerührten ein Taschentuch anbieten, aber wer weiß, vielleicht würde sie dann völlig die Fassung verlieren, und wer will das schon riskieren? Probieren kann man es damit, bei jedem Aufschnupfer etwas gekünstelt zusammenzuzucken und die Verursacherin des Geräusches mal kurz zu fixieren. Ja, manchmal funktioniert das, meistens dann, wenn das angebetete Bühnengeschöpf auf der Bühne gerade den letzten Ton ausgeröchelt hat und bereits in der Kantine ein Bierchen süffelt. Meistens wartet dann die Aufschnupferin auf eine Szene, die sie nicht interessiert, vorzugsweise eine ganz leise, wunderschöne Ballade, und holt dann eine knisternde Packung Taschentücher heraus, um das gewisse Bedürfnis LAUT zu stillen.

3) Die Kreischer
Zugegeben, das kann man fast nicht mehr als Minderheit bezeichnen, aber dennoch, eine merkwürdige Gattung. Wenn man sie in der Pause beobachtet, sind sie durchschnittliche kleine junge oder auch große und alte oder wie auch immer weibliche Wesen, und, ja, auch männliche, wie man zuerst aufgrund des Kreischgeräusches gar nicht vermutet hätte. In Fankkreisen gelten jene Mitglieder der Gruppe als besonders ambitioniert, die einen Gehörsturz schon im ersten Akt auslösen können, sagt man. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin sehr für gute Stimmung im Theater, für Ausgelassenheit, aber ich würde, wenn möglich, gerne das Theater halbwegs als gesunder Mensch verlassen. Und wenn es dann noch möglich wäre, würde ich gerne die Lieder ganz hören. Wenn beispielsweise Lukas Perman “Ohne sie” im Dialekt singt, kann ich weder schrilles und glucksendes LAUTES Lachen noch Kreischen ganz nachvollziehen. Ganz allgemein bevorzuge ich persönlich Applaus, um mein Wohlgefallen zu äußern, und manchmal ein lautes “Bravo”. Durchgängiges schrilles Kreischen, nunja, ich kann schon die Musiker im Orchestergraben verstehen, die sich da die Ohren zuhalten müssen, weil sie sonst einfach nicht weitermachen könnten.

4) Die Mitdirigierer
Eine weitere Spezies sind die Mitdirigierer. Sie sind nicht etwa wie die Sanitäter für Notfälle anwesend, sollte dem Dirigent ob des Gekreisches der Kragen oder wahlweise auch das Trommelfell platzen, sie machen das, wie soll man es bezeichnen, aus Spaß an der Freud. Flink zuckt das Händchen, manchmal auch beide Händchen, und so schnell hast du nicht geschaut, werden Einsätze und neue, fantasievolle Tempi in die Luft gezeichnet, da ist Caspar Richter mit Gedanken noch ganz woanders. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mich lenkt dieses halbspastische Gehabe ETWAS ab.

5) Die lautlosen Karpfen
Wenden wir uns ganz kurz noch einer letzten Gattung zu (nicht, dass es nicht noch viel mehr davon geben würde, aber davon vielleicht ein anderes Mal mehr). Stellen Sie sich vor, sie genießen ein Musical, es wird gerade eine wunderschöne Ballade gegeben, und Sie hören den Sitznachbarn leicht glucksen. Sie gucken nach dem dritten Glucksen vorsichtig hinüber und sehen eine gerade atemberaubende Anstrengung ihres Sitznachbarn, die Ballade tonlos mitzusingen. Es ist diese Anstrengung mit einem Anspannen und Entspannen enorm vieler Gesichtsmuskel verbunden - und sieht einfach ziemlich lächerlich aus. Es hilft alles nicht, Sie müssen einfach ab diesem Zeitpunkt ab und an rübersehen, um das faszinierende Muskelspiel zu beobachten - und ein klein wenig auch deswegen, weil man ja nicht sicher sein kann, ob es nicht doch ein Anfall sein könnte, und dann würde ja der oben erwähnte Sanitäter gerade recht kommen.

Natürlich ist es nicht häufig der Fall, dass sich all die angeführten Verhaltensweisen in ein und derselben Person vereinigen, aber das Leben ist hart, und so kann es schon vorkommen, dass man neben sich einen mitdirigierenden Mobilkommunizierer hat, der Mark Seibert-Fan ist und dem, aufgrund eines fehlenden Taschentuchs oder mangelnder Gelegenheit neben SMS und Dirigentenverpflichtung, der - Pardon! - Rotz Gefahr läuft, einfach, nunja, rauszutropfen, während er in völliger Hingerissenheit “Ich bin schuldlos” mitgluckst. Manchmal ist das Leben tatsächlich hammerhart.

Ich verstehe das ja. Es ist in Zeiten wie unseren schwer, mal 67 Minuten am Stück still zu sitzen. Ich habe dafür wirklich das allergrößte Verständnis und schlage vor, Walk-around-Vorstellungen in den Spielplan zu implementieren. Für diese speziellen Aufführungen gibt es keine fixen Sitzplätze, man muss nämlich auch gar nicht sitzen. An verschiedenen Hotspots werden Erfrischungen und kleine Häppchen gereicht, im ersten Rang ist Rauchen erlaubt, im 2. “Mensch ärgere dich nicht” und ausgewählte Rollenspiele. Die Darsteller bekommen für diese ganz speziellen Abende nur die halbe Gage, weil das Publikum sowieso zu 50 Prozent mit sich selbst, seinen Kommunikations- und sonstigen Bedürfnissen beschäftigt ist.

Nun wie auch immer, die Dernià¨re von “Romeo & Julia” war dennoch wunderschön und ich bin schon gespannt, wer beim nächsten Mal neben mir sitzen wird.

Neues Broadway-Engagement für Drew Sarich

Lange hat die “Lestat”-Lethargie nicht gedauert, ab Anfang Juli steht Drew Sarich wieder auf einer New Yorker Bühne. Am Off-Broadway wird er im Zipper-Theatre in “Jacques Brel is Alive and Well and Living in Paris” zu sehen sein. Ab 7. Juli wird Sarich Rodney Hicks ersetzen und gemeinsam mit Robert Cuccioli, Natascia Diaz und Gay Marshall im legendären ersten Jukebox-Musical auftreten.
“Jacques Brel is Alive and Well and Living in Paris” feierte unter der Regie von Gordon Greenberg am 27. März 2006 seine Premiere. In geradezu minimalistischer Bühnendeko (ein Stuhl, eine Couch, ein paar Koffer und einige Gläser, gefüllt mit Alkohol), begleitet von einer kleinen Band (Pianist: Eric Svejcar) interpretieren die Darsteller einige der größten Hits des belgischen Komponisten Jaques Brel. Zu hören unter anderem: “Le Diable (Ca Va)”, “If We Only Have Love”, “Alone”, “I Loved”, “Jackie”, “My Childhood”, “Madeleine”, “Bachelor’s Dance”, “Fanette”, “Le Moribund”, “The Desperate Ones”, “Timid Frieda”, “The Statue”, “Sons of”, “Amsterdam”, “The Bulls”, “Brussels”, “Ne Me Quitte Pas”, “The Middle Class”, “Old Folks”, “Funeral Tango”, “My Death”, “Marieke”, “Songs for Old Lovers”, “Next”, “You’re Not Alone” und “Carousel”.
Die Welturaufführung von “Jacques Brel Is Alive and Well and Living in Paris” fand 1968 in The Village Gate in New York statt und war 1.847 Mal zu sehen. [Conception, English lyrics, Additional Material: Eric Blau/Mort Shuman.]

Die Vereinigten Bühnen Wien am Donauinselfest, eine Rückschau

Am 25. Juni 2006 wurde im Rahmen des Donauinselfests um 20:15 Uhr auf der Wien Energy/Radio Wien-Bühne ein Musicalkonzert der Vereinigten Bühnen Wien gegeben. Mit dabei einige der Stars der VBW wie Carin Filipcic, Lukas Perman, Marjan Shaki, Mà¡tà© Kamarà¡s, Maya Hakvoort, Mark Seibert, Sean Gerard, Peter Lesiak u. a.
Das Programm war ein Parcours durch erfolgreiche Produktionen der letzten Jahre mit einem deutlichen “Romeo & Julia”-Schwerpunkt. Die Highlights des Abends: Carin Filipcic etwa mit “Gold von den Sternen”, Lukas Perman mit “Ohne sie”, teilweise in österreichischer Mundart gesungen. Die in Dialekt übertragenen Lyrics verleihen diesem Lied eine völlig neue Gefühlsebene. Es wäre keine schlechte Idee, eine vollständige Mundart-Version des Songs als Single herauszubringen.
Der Abend war eine Chance, einige der Interpreten mal mit Liedern zu hören, die nicht zu ihrem Repertoire gehören, die sie vermutlich auch maximal in Konzerten singen werden. Umso spannender war das in dem einen oder anderen Fall.

Die Setlist:
- West Side Story (Instr.; Orchester der VBW)
- Summer nights (Grease) Mark Seibert/Marjan Shaki
- Sandy (Grease) Mark Seibert
- Hopelessly devoted to you (Grease) (Marjan Shaki)
- You’re the one that I want (Grease) (Marjan Shaki/ Mà¡tà© Kamarà¡s)
- Elisabeth (Instr.; Orchester der VBW)
- Ich gehör nur mir (Elisabeth) (Maya Hakvoort)
- Der letzte Tanz (Elisabeth) (Mà¡tà© Kamarà¡s)
- Die Schatten werden länger (Elisabeth) ( Mà¡tà© Kamarà¡s/Lukas Perman)
- Wenn ich tanzen will (Elisabeth) (Maya Hakvoort/ Mà¡tà© Kamarà¡s)
- Draußen ist Freiheit (Tanz der Vampire) (Lukas Perman/Marjan Shaki)
- All that Jazz (Chicago) (Maya Hakvoort)
- Mozart! (Instr.; Orchester der VBW)
- Irgendwo wird immer getanzt (Mozart!) (Marjan Shaki)
- Gold von den Sternen (Mozart!) (Carin Filipcic)
- Wie wird man seinen Schatten los (Mozart!) (Mark Seibert)
- Freudiana (Instr.; Orchester der VBW)
- Du bist allein (Freudiana) (Carin Filipcic)
- Jesus Christ Superstar (Jesus Christ Superstar) (Lukas Perman/Mark Seibert)
- Romeo & Julia (Instr.; Orchester der VBW)
- Liebe (Romeo & Julia) (Lukas Perman/Marjan Shaki)
- Wir sind aus Fleisch und Blut (Carin Filipcic; Ensemble)
- Ohne sie (Romeo & Julia) (Lukas Perman/Marjan Shaki)
- Et voilà  qu’elle aime (Romeo & Julia) (Carin Filipcic)
- Herrscher der Welt (Lukas Perman, Sean Gerard; Peter Lesiak)
- Time Warp (Rocky Horror Show) (Alexander Goebel, Alle)

So schön das Programm war, so gut die Stimmung war und die Performances der Darsteller, die bei unmenschlichen Temperaturen jenseits der 30 Grad aufgetreten sind, so unverständlich ist das Verhalten mancher sogenannter “Musicalfans”, die es sich nicht nehmen ließen, beim ersten Erscheinen des einen oder anderen Darstellers Buhrufe abzulassen. Nein, es ging ihnen nicht darum, etwa eine schlechte Leistung mit “Buhs” zu quittieren, immerhin hatten die Betroffenen noch nicht mal einen Ton von sich gegeben, es ging ihnen einzig und allein darum, Darstellern zu demonstrieren, wie unsympathisch sie sie finden. Das ist auf eine so dümmliche Weise dreist, dass man auf der einen Seite vielleicht nicht mal ein Wort darüber verlieren sollte, auf der anderen aber, warum nicht?
Es hat sich vor den Bühnentürln dieser Stadt eine Clique etabliert, die durch ihre Penetranz, durch ihre Unverfrorenheit und Frechheit schon so manchen Darsteller zur Weißglut getrieben hat. Nichts spricht dagegen, wenn Musicalfans sich nach einer Vorstellung mal ein Autogramm holen oder sich mit einem Darsteller ablichten lassen, das machen die Darsteller gerne, manch einer weniger gerne, aber auch das ist zu respektieren.
Wenn sich aber Darsteller geradezu fürchten müssen, wie bei den Murmeltier-Filmen jeden Tag derselben geifernden Mischpoche ausgesetzt zu sein, die sich auf sie stürzt, ihnen in die Ohren plärrt, sie mit Blitzlichtern halbtot schießt, ihnen bis zur Wohnungstür nachsteigt, sie mit Kuchen, sebstgestickten Tüchleins, Blümchen und anderem Schnickschnack überhäuft und dann auch noch frech wird, wenn man mal seine Ruhe will, dann hat das Merkmale dessen, was man eigentlich als Stalking oder präpubertären Jungmädchen-Irrsinn bezeichnen könnte. Und wie manch irrer enttäuschter Liebhaber seine Liebste lieber tot sehen möchte als mit einem anderen, so agiert auch manch einer jener “Fans” hart an der Grenze zu psychotischen Verhaltensweisen, wenn er einmal, auch nur ein einziges Mal abgewiesen wird. Die Strafe folgt sofort: Manch einer verunstaltet Gästebücher auf der Website “seines” Darstellers, andere organisieren Verleumdungstiraden in Foren, im vorigen Jahr bastelten ein paar Wilde Schilder, auf denen Darsteller verunglimpft wurden, heuer nerven sie mit “Buhrufen”, was kommt nächstes Jahr?
Wenn man Fans manchmal beobachtet, wie sie in Vorstellungen laut mitsingen, geradezu in hysterische Schreikrämpfe ausbrechen, wenn ein Tänzer seine Sixpacks herzeigt, während vorne ein Hauptdarsteller gerade sein Solo gibt, sich dann aber wieder unverfroren laut unterhalten, weil ihnen grade eine Szene nicht wichtig genug erscheint, völlig ohne Rücksicht auf jene Zuschauer, die gerne ungestört eine Vorstellung erleben würden, dann fragt man sich, ob die Preispolitik in anderen Ländern nicht doch die sinnvollere ist. Keine Stehplatzkarten mehr, ein unterstes Kartenpreislevel von 30 Euro, und zumindest im Theater wäre es mit den Störenfrieden vorbei.
So weit wird es nicht kommen, wirkliche Fans, die mit ihrer Begeisterung anstecken, Stimmung im Theater und auch bei Events wie dem Donauinselfest schaffen, dafür ist Wien auch bekannt. Schade nur, dass ein paar Rabauken, die keine Manieren haben, viel an Stimmung kippen.
Wie sagte Alexander Goebel am Ende des Konzerts: “Bleiben Sie uns treu, dann bleiben wir Ihnen treu.”

Donauinselfest 2006

Auch in diesem Jahr steigt in Wien wieder das beliebte Donauinselfest. An vier Tagen (23. bis 26. Juni) werden rund 2.000 Künstler auf insgesamt 22 Bühnen beim größten Open-Air-Festival Europas performen. Schätzungsweise drei Millionen Zuschauer werden unter anderem Auftritte von Wolfgang Ambros, Umberto Tozzi, Flying Pickets, Christina Stürmer, Tocotronic, Reamonn, Lukas Resetarits, Manuel Ortega, Doretta Carter und Timna Brauer erleben.

Am Sonntag (25. Juni) findet ab 20:15 Uhr auf der Wien Energie/Radio Wien-Festbühne ein Musicalspektakel der Vereinigten Bühnen Wien statt. Moderiert von Alexander Goebel und unterstützt vom VBW-Orchester unter Caspar Richter stehen dabei Maya Hakvoort, Mà¡tà© Kamarà¡s, Carin Filipcic, Marjan Shaki, Annette Wimmer, Mark Seibert, Lukas Perman, Jacquie Biggs, Sean Gerard, Sanne Buskermolen, Ivo Giacomozzi, Daniela Harbauer, Kevin Hudson, Sabrina Harper und Peter Lesiak auf der Bühne. Zu hören gibt es Ausschnitte aus GREASE, ELISABETH, TANZ DER VAMPIRE, CHICAGO, MOZART!, WEST SIDE STORY, FREUDIANA, JESUS CHRIST SUPERSTAR, ROMEO & JULIA und der ROCKY HORROR SHOW.

wienweb.at überträgt auch heuer wieder von zwei Bühnen im Livestream (Wien Energie- und Ö3-Bühne). Einige Top-Gigs werden im Anschluss an das Fest auf wienweb.at und im TV-Kanal W:24 als WebTV-Beiträge zu sehen sein.

Der Spezialist in Sachen zeitlos schöne Songs …

… ist Jason Robert Brown. Seine Lieder wirken immer, auch wenn sie einfach am Piano von einem Schüler gesungen werden. Ganz ohne Dekos, Glitter und Staging. “Nothing in common” stammt von Jason Robert Browns Solo-CD “Wearing Someone Else’s Clothes”.

VEREINIGTE BÜHNEN WIEN: Resümee Saison 2005/2006

VEREINIGTE
Am 19. Juni 2006 lud Kathrin Zechner, die Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien, zu einer Pressekonferenz mit dem Titel “Resümee 2005/06″. In Anwesenheit etlicher Mitglieder der erfolgreichen Produktionen der vergangenen Saison ließ Zechner die Eckdaten der letzten Saison Revue passieren:

Der Vergleich der Jahre 2005 zu 2004 weist eine Steigerung der Gesamtbesucherzahl von 15,48 % und einen Anstieg der Kartenerlöse von 23,16 % auf. Bei den Auslandsproduktionen konnte 2005 eine 81-prozentige, beim Merchandising eine 85-prozentige Gewinnsteigerung erzielt werden. Die Produktionen der Saison 2005/06 im Überblick:

ELISABETH
Insgesamt haben über 514.610 Besucher die Jubiläumsfassung (21. September 2003 - 4. Dezember 2005) des Musicals von Sylvester Levay und Michael Kunze im Theater an der Wien besucht. Weltweit zählt die Show bisher an die sieben Millionen Besucher, davon 1.785.131 im Theater an der Wien. Der Dernierenabend war auch die endgültig letzte Musicalvorstellung einer fast 40-jährigen höchst erfolgreichen Ära in diesem Theater, das seit 2006 als Opernhaus geführt wird. Die DVD zur Show ist seit Dezember 2005 am Markt, erreichte innerhalb kürzester Zeit VIERFACH-PLATIN und war für den diesjährigen “Amadeus” in der Kategorie “Musik-DVD des Jahres” nominiert.

ROMEO & JULIA
Gesamtauslastung: 94,5 %.
Seit der Premiere der Deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals von Gà©rard Presgurvic am 24. Februar 2005 besuchten an die 450.000 Zuschauer die
Show. Die Cast-CD (HitSquad Records 2005) ist seit 17. Mai 2005 am Markt und könnte noch vor Ende der Spielzeit GOLD erreichen, was die erste Single-Auskoppelung “These are my rivers” ? sie startete gleich auf Platz 6 der Ö3-Album-Charts - in kürzester Zeit erreichte. Sie war in der Kategorie “Single des Jahres national” für den diesjährigen “Amadeus” nominiert.
Insgesamt haben die VBW in den letzten 5 Jahren rund 20 Tonträger und DVDs zu eigenen Musicalproduktionen produziert.

REBECCA
Das DramaMusical von Michael Kunze und Sylvester Levay basiert auf dem berühmten Roman “Rebecca” von Dame Daphne du Maurier und wird als Musical von der weltweit anerkannten Opern- und Musiktheaterregisseurin Francesca Zambello mit Wietske van Tongeren, Susan Rigvava-Dumas und Uwe Kröger in Szene gesetzt. Die Proben beginnen im Juli 2006, die Uraufführung ist am 28. September 2006 im Raimund Theater.

Insgesamt erlebten bisher bereits über 10,6 Mio. Besucher eine Show der VBW im Ausland. Die Entwicklung neuer Stoffe und deren Verwirklichung haben die VBW zu einem der wichtigsten Content-Player Europas gemacht. Der Export von Eigenproduktionen bleibt eine wichtige Säule des Unternehmens.

VEREINIGTE

Internationale Spielstätten von Musicals der Vereinigten Bühnen Wien:

Elisabeth
- Ungarn: Operettenhaus Budapest seit 1. Jänner 2003
- Deutschland: Apollo Theater Stuttgart seit 6. März 2005
- Japan: div. Aufführungsserien seit Februar 1996
- Finnland: Stadttheater Turku seit 23. September 2005
- Schweiz: Thuner Seefestspiele. Premiere: 19. Juli 2006

Mozart
- Ungarn: Operettenhaus Budapest seit 22. März 2003

Tanz der Vampire
- Deutschland: Neue Flora Hamburg 22. März 2003 - 22. Jänner 2006
- Deutschland: Theater des Westens Berlin ab Dezember 2006
- Polen: Roma Teatr Warschau. Premiere: 1. Oktober 2005
- Japan: Imperial Theater Tokyo. Premiere: 2. Juli 2006

Rudolf
- UNGARN: Operettenhaus Budapest. Uraufführung: 26. Mai 2006

VEREINIGTE

RONACHERmobile

The Little Matchgirl
7.-19. Februar 2006 im Odeon; Gesamtauslastung: 96,5 %

Die Weberischen
28. August-21. September 2006 im Museumsquartier Halle E

Mozart! - Musical in Concert
4.-11. Februar 2006 im Raimund Theater; Gesamtauslastung: 99,97 %

A Tribute To Bernstein

5./6. + 12./13.März 2006 im Raimund Theater; Gesamtauslastung: 60 %

Jesus Christ Superstar
14.-17. April 2006 im Raimund Theater; Gesamtauslastung: 99,37 %

Musical Christmas in Vienna

26.11.-10.12.2005 im Theater an der Wien; Gesamtauslastung: 88.79 %

VEREINIGTE

Ein paar Fotos mehr gibt es bei flickr.

DVD-Neuerscheinung: »1070 Wien«, ein Musical von Michael Schnack und Hannes Muik

1070 Wien (Foto: © Martin Bruny)
Im Mai 2006 ging im Wiener Szenelokal »Ost« die Uraufführung von »1070 Wien«, einem Musical von Michael Schnack und Hannes Muik, über die Bühne. Es war dies der Abschluss einer dreijährigen Ausbildungszeit für einige der Studenten des Performing Center Austria.

Bei »1070 Wien« dreht sich alles um die Bewohner eines Zinshaues in Wien Neubau. Elf Menschen zwischen 20 und 30 (Ursula Baumgartner (»Karin Neubauer«), Sophie Blümel (»Martha Millà©e«), Janina Burgmer (»Bunny Sweet«), Julia Damm (»Polzistin«), Stefanie Gygax (»Petra Klotz«), Katharina Lochmann (»Doris Haas«), Jürgen Kapaun (»Hubsi Manner«), Robert Neumayr (»Bernd Hartmuth«), Julia-Stephanie Raich (»Liesi Stanger«), Ariana Schirasi-Fard (»Chita«) und Eva Zamostny (»Lolly Rappel«)) und die Art, wie sie ihr Leben meistern, stehen im Mittelpunkt der Show.

Michael Schnack zum musikalischen Konzept der Show:

“1070 Wien” war für mich ein spannendes Experiment. Hannes Muik und ich haben in vielen Phasen »ins Freie« geschrieben, also noch nicht für einen konkreten dramaturgischen Moment (diese Momente sind dann später durch die Zusammenstellung entstanden). Manche Lieder habe ich konkret für die Darsteller geschrieben, weil ich sie natürlich in der dreijährigen Ausbildungszeit gut kennengelernt habe, manche Songs sind aber nicht auf einen bestimmten Darstellertyp komponiert worden. Allerdings ist es uns gut gelungen, den richtigen Song für jede/n Darsteller/in zu finden. Es war uns wichtig, dass die Geschichten intim bleiben sollen, daher hat Hannes oft in Mundart geschrieben; für meinen Teil habe ich mich auf sehr klar gegliederte Songformen reduziert und keine musikalischen »Szenen« geschrieben, wie ich es speziell bei »FINIX« gemacht habe. Hannes’ Texte sind zum Teil so direkt und aussagekräftig (trotz ihrer Einfachheit und Natürlichkeit), dass ich die Musik sehr im Zaum halten wollte, damit der Text absolut verständlich bleibt. Jeder Song sollte ein kleines Fenster in eine starke, sehr individuelle Gefühlswelt bilden. Sie sind nicht “zusammenhängend”, das heißt. es gibt keine Motive oder Harmonien, die die gesamte Show prägen, was eher für meine Theaterkompositionen typisch ist.

Hannes Muik, Regisseur der Show sowie gemeinsam mit Michael Schnack für die Liedtexte verantwortlich:

Die Arbeit an »1070 Wien« war eine durch und durch konstruktiv-kreative Arbeit für alle Beteiligten. Ich wollte ganz bewusst die Studenten auf ihre Verantwortung und damit den kreativen Auftrag, den sie als Darsteller gegenüber dem Publikum haben, aufmerksam machen. Das Wort »gemeinsam« stand für mich im Vordergrund meiner Arbeit, sowohl mit den Studenten, als auch in meiner Arbeit mit Komponist Michael Schnack und Co-Autorin Claudia Bühlmann. Wir haben alle, egal ob hinter oder auf der Bühne, etwas zu sagen, eine Geschichte zu erzählen. Unsere Aufgabe als Künstler ist es, uns mit unseren Emotionen der Außenwelt verständlich zu machen. Gemeinsam haben wir nach diesen Geschichten gesucht, sie umgesetzt und sie zu vermitteln versucht. Das Ergebnis war ein intimes und persönliches Bekenntnis zum Leben wie es jedem jeden Tag passieren könnte.

Weitere Details zur Show sind in der aktuellen Ausgabe des Magazins »musicals« nachzulesen. Wer diese Produktion nicht gesehen hat: »1070 Wien« ist auch als Doppel-DVD erschienen. Zu bestellen unter: office@performingcenter.at

“IKEA on the Rocks”: Mathias Edenborn & Andreas Björkman in Concert

Andreas Björkman & Mathias Edenborn (Foto: © Martin Bruny)
Im Wiener Nightfly’s, einer American Bar in der Dorotheergasse, nahe dem Stephansdom gelegen, ging am 4. und 11. Juni eine Show unter dem Motto “IKEA on the Rocks” über die Bühne. Die Schweden-Connection Mathias Edenborn und Andreas Björkman, beide derzeit am Raimund Theater in Romeo & Julia engagiert, war als Hauptact am Start. Gemeinsam mit den Gaststars Marjan Shaki, Carin Filipcic und Zoltan Roman interpretierten die Künstler ein Programm, das von Pop, über Soul und Jazz bis hin zu Disco und Musical ein erstaunlich breites Spektrum abdeckte.
Das Ambiente war clever gewählt. Im Nightfly’s ist normalerweise alles auf Frank Sinatra, Sammy Davis Jr. und Dean Martin musikberieselungsmäßig ausgelegt, was anderes wird wohl nicht gespielt, viel anderes als Fotos der Showgrößen kommt auf die Wände nicht. Las Vegas Coolness meets Schweden on the Rocks, irgendwie stimmig. Auf der Getränkekarte kann man aus einem Angebot von 250 verschiedenen Cocktails wählen. Sehr geräumig ist das Nightfly’s nicht, aber die intime Atmosphäre tut der Stimmung durchaus gut.
Andreas Björkman (Foto: © Martin Bruny)
Andreas Björkman erwies sich als gut gelaunter Moderator, der auf sehr sympathische und persönliche Weise mit Entertainerqualitäten durch das Showprogramm navigierte. An der Gitarre und am Keyboard begleitete er sich selbst und seine KollegInnen, mit “One or the other” stellte er auch eine selbst komponierte Ballade vor. Neben seiner Karriere als Musicalsänger ist Björkman als Sänger der Pop/Soul/Jazz-Fusion-Band Bond Experience im Geschäft. Das Highlight der von ihm interpretierten Songs war zweifellos der Ray Charles-Klassiker “Hallelujah I love you so”. Direkt nach der Pause katapultierte er damit die gute Laune in angenehme Wohlfühlregionen, sehr schön und gekonnt.
Marjan Shaki (Foto: © Martin Bruny)
Marjan Shaki gab neben Natasha Bedingfields “Wild horses” den ABBA-Kultsong “When all is said and done” - ein Lied, das Björn Ulvaeus für seine Bandkollegen Benny Andersson und Anni-Frid (Frida) Lyngstad geschrieben hat. Kurz vor den Aufnahmen zum Longplayer “The Visitors” hatten die beiden beschlossen, sich scheiden zu lassen. Später sagte Frida über dieses Lied: “All meine Traurigkeit kam in diesem Song zum Ausdruck.” ABBA veröffentlichten “When all is said and done” als Uptempo-Ballade in ihrem typischen Stil; Marjan Shaki zauberte, nur begleitet von einem Keyboard, eine melancholisch-zärtliche, sanfte Version des Songs ins Nightfly’s, das Highlight des Abends. Unspektakulär, aber sehr berührend.
Carin Filipcic (Foto: © Martin Bruny)
Carin Filipcic, derzeit als “Amme” in “Romeo & Julia” zu sehen, bewies mit “True colors” wieder einmal, dass sie das richtige Gespür dafür hat, wann sie einen Song zum Fliegen bringen muss. Mit dem Louis Jordan-Klassiker aus den 40er-Jahren “Is you is or is you ain’t my baby” brachten Edenborn, Björkman, Filipcic und Shaki einen Jazzklassiker zum Mitschnippen.
Zoltan Roman (Foto: © Martin Bruny)
Zoltan Roman, ebenfalls aus der “Romeo & Julia”-Truppe, steppte bei “Mr. Bojangles” nicht nur durchs halbe Lokal, sondern auch auf einem Klavier. Als “John Lennon” gab er eine gefühlvolle Version von “Yesterday”. Eine gut durchdachte Einlage, wie überhaupt die ganze “Inszenierung” dieser Show so manche “Solo-Shows” anderer Musicaldarsteller in den Schatten stellt. Vielleicht nicht, was den Aufwand an Technik, Staging, Licht, Sound und was auch immer betrifft, aber durchaus, was das Konzept, die Songauswahl und die Entertainerqualitäten der Beteiligten betrifft.
Mathias Edenborn hatte seine Highlights mit “Objects in the rear view mirror”, das er gemeinsam mit Andreas Björkman wuchtig in das Lokal donnerte, und dem schwedischen Song “Der Himmel ist unschuldig blau”. “Satellite”, “No more tears” und “Don’t let the sun go down me”, drei Showkracher allererster Güte, setzten den Schlussakzent einer Show, die man durchaus auch in einer größeren Produktion auf die Bühne stellen könnte. Auf jeden Fall sollte die “IKEA on the Rocks”-Formation schon bald wieder eine kleine Konzertserie einplanen.
Andreas Björkman & Mathias Edenborn (Foto: © Martin Bruny)
Die Songlist:
01) Walking in Memphis (Marc Cohn)
02) Can’t take my eyes off you (Bob Crewe/Bob Gaudio)
03) Your song (Elton John/Bernie Taupin)
04) What’s goin’ on (Al Cleveland/Renaldo “Obie” Benson)
05) When all is said and done (Bjorn Ulvaeus)
06) Baby, it’s cold outside (Frank Loesser)
07) True colors (Billy Steinberg/Tom Kelly)
08) Mr. Bojangles (Jerry Jeff Walker)
09) Der Himmel ist unschuldig blau
PAUSE
10) Hallelujah I love you so (Ray Charles)
11) Is you is or is you ain’t my baby (Billy Austin & Louis Jordan)
12) Yesterday (John Lennon/Paul McCartney)
13) Against all odds (Phil Collins)
14) One or the other (Andreas Björkman)
15) I just called to say I love you (Stevie Wonder)
16) Wild horses (Natasha Bedingfield/Andrew Frampton/Steve Wilkins)
17) Objects in the rear view mirror (Jim Steinman)
18) Satellite
19) No more tears (Enough is enough) (Paul Jabara and Bruce Roberts))
20) Don’t let the sun go down on me (Elton John/Bernie Taupin)

Tony Awards 2006 - Die Gewinner

In der Nacht zum Montag fand in New York die diesjährige Tony Awards-Verleihung statt. Man ist versucht zu sagen, dass es in der Rubrik “Musicals” einige Verlierer und keine Gewinner gibt, jedenfalls keinen triumphalen Gewinner. “The Drowsy Chaperone” konnte einige Hauptkategorien für sich entscheiden, aber als “Bestes Musical” wurden die “Jersey Boys” ausgezeichnet, “The Color Purple”, für 11 Tonys nominiert, wurde mit nur einem einzigen Award bedacht. Keine Awards gingen an: The Wedding Singer, The Threepenny Opera, Lestat, Tarzan, The Woman in White und Chita Rivera: The Dancer’s Life. Die Liste der Gewinner liest sich wie folgt:

The Drowsy Chaperone (5 wins out of 13 nominations)

Lisa Lambert and Greg Morrison - Best Original Score (Music and/or Lyrics) Written for the Theatre
Beth Leavel - Best Performance by a Featured Actress in a Musical
David Gallo - Best Scenic Design of a Musical
Gregg Barnes - Best Costume Design of a Musical
Bob Martin and Don McKellar - Best Book of a Musical

Jersey Boys (4 wins out of 8 nominations)
Best Musical
John Lloyd Young - Best Performance by a Leading Actor in a Musical
Christian Hoff - Best Performance by a Featured Actor in a Musical
Howell Binkley - Best Lighting Design of a Musical

The Pajama Game (2 wins out of 9 nominations)
Best Revival of a Musical
Kathleen Marshall - Best Choreography

Sweeney Todd (2 wins out of 6 nominations)
John Doyle - Best Direction of a Musical
Sarah Travis - Best Orchestrations

The Color Purple (1 win out of 11 nominations)
LaChanze - Best Performance by a Leading Actress in a Musical

…………………………………………………………………

The History Boys (6 wins out of 7 nominations)
Best Play
Richard Griffiths - Best Performance by a Leading Actor in a Play
Frances de la Tour Best Performance by a Featured Actress in a Play
Nicholas Hytner - Best Direction of a Play
Bob Crowley - Best Scenic Design of a Play
Mark Henderson - Best Lighting Design of a Play

Awake and Sing! (2 wins out of 8 nominations)
Best Revival of a Play
Catherine Zuber - Best Costume Design of a Play

Rabbit Hole (1 win out of 5 nominations)
Cynthia Nixon - Best Performance by a Leading Actress in a Play

Faith Healer (1 win out of 4 nominations)
Ian McDiarmid - Best Performance by a Featured Actor in a Play

« zurueck · vor »