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Archiv - 2003

Manilow’s Musical Shuts Down Production

“Harmony,” a Broadway-bound musical written by Barry Manilow and Bruce Sussman, unexpectedly shut down production yesterday morning after it became apparent that its producers were millions of dollars short of capitalizing the show.
Brent Peek, the production’s general manager, broke the news to a stunned cast about 10 a.m. at the Ford Center for the Performing Arts on West 43rd Street, where “Harmony” was rehearsing. The show was to have started performances at the Forrest Theater in Philadelphia on Dec. 2, with an eye toward a Broadway opening next spring.
“They’re in complete shock,” said David Warren, the director. “They were ready to start this thing, and now it’s over.” [The New York Times]

“Mandy” - Manilow Magic nun auch mit Westlife

Barry Manilow ist einer der wenigen Ausnahmekünstler, die seit Jahrzehnten das Pop-Business beeinflussen, immer als unhip gelten und dennoch zu den populärsten und von Kollegen anerkanntesten Entertainern gehören. Seinen letzten Top 40-Hit hatte Manilow in den USA Anfang der 80er Jahre, doch nach wie vor füllt er bei seinen Tourneen weltweit die Konzerthallen, wobei er in England durchaus dreimal die Wembley Arena zum Bersten voll bekommt.
Manilow-Songs tauchen alle paar Jahre wieder als Remakes in den Charts auf, interessanterweise oft von Boybands interpretiert, die damit die größten Hits ihrer Karriere landen können. Bestes Beispiel: “Could it be magic” in der Version von Take That.
Nun tritt die englische Boyband Westlife mit dem Manilow-Klassiker “Mandy” an - und schafft es durchaus, eine gute Version rüberzubringen. An das Original kommen die Jungs in punkto Gefühlsintensität nicht ran, aber ein chartstaugliches Weihnachtssingelchen ist es allemal geworden. Wenn die Produzenten ein bißchen mehr Mut zur Überproduktion und ein bißchen mehr Sinn für Finesse gehabt hätten, wäre sich damit vielleicht eine Nummer 1 zu Weihnachten in England ausgegangen.

A Royal Christmas - das Event der Extraklasse


Last year, critics and audiences everywhere fell in love with A Royal Christmas, calling it “ The best of Christmas ”, “ A little Christmas magic ”, “ A royal treat ” and “ Elegant ”.
The most spectacular family Christmas celebration ever, A Royal Christmas celebrates the best of the holiday season with the most popular songs and carols, beloved holiday tales and the excitement of the Nutcracker Ballet. Starring an international cast led by Angela Lansbury, Christopher Plummer, Sarah Ferguson, Duchess of York, and Linda Ronstadt plus over 150 dancers, singers and musicians, A Royal Christmas is one of the largest holiday spectaculars ever produced.
Angela Lansbury and Christopher Plummer will serve as the Mistress and Master of Ceremonies for the evening. Linda Ronstadt will sing Christmas songs and carols, accompanied by The Royal Festival Orchestra. Sarah, Duchess of York, will read “Twas The Night Before Christmas” and other holiday favorites. Also appearing are The Westminster Concert Choir, The Westminster Bell Choir, along with principal and solo dancers from London’s Royal Ballet Covent Garden, The Royal Winnipeg Ballet, The Kyiv Ballet & Canada’s Shumka (Whirlwind) Dancers, all performing scenes from The Nutcracker. [Official Website]

Ray Liotta debütiert am Broadway


Wie die New York Times berichtet, wird Hollywoodstar Ray Liotta im nächsten Frühjahr am Broadway debütieren.
In Stephen Belbers neuem Bühnenstück “Match” wird er einen Polizisten spielen, der eine dunkle Vergangenheit zu verbergen hat.
Liotta zu seinem neuen Karrierehighlight: “I always seem to play these heavies, but this one is much more emotional.” [story]

The Three Phantoms Concert


On October 18, 2003, The Queensborough Community College Performing Arts Center in Bayside, New York was host to the premier of a very special concert. For the first time onstage three Broadway performers who have shared the same role of the Phantom in Andrew Lloyd Webber’s Phantom of the Opera, joined forces for an evening of incredible song and music.
Kevin Gray, Cris Groenendaal and Craig Schulman have collectively worn the mask a few thousand times over a 10-year period. Each tenor brings an average of 20 years of Broadway experience to the stage as well as numerous regional roles, TV roles and opera. [story]

Elisabeth-Diary, 3.11.2003: Rob Fowler, der Tod, & seine wilden Engel




[Pics by Martin Bruny, 3.11.2003]

Rob Fowler gibt in Wien neben Máté Kamarás und Steven Seale den Tod im Kultmusical “Elisabeth”. Stimmgewaltig ist er ja, alle Achtung, aber mit dem Tuning hat er noch seine Problemchen. So darf man noch hoffen, dass er neben Máté zu einer attraktiven stimmlichen Alternative wird.

“The MobLoosers” - die “Fame Academy-Band” in spe mobbt alle Musiker aus der Show

Fast ist es geschafft, mit Gerrit haben die Nichtmusiker der Fame Academy nun praktisch alle, die auch nur halbwegs etwas von Musik verstehen, rausgemobbt und rausgewählt. Das Drama, das sich auf RTL2 und Tele 5 jeden Tag abspielt, könnte tragikomischer nicht sein. Wer denkt, dass bei der “Fame Academy” Leute eine Chance haben, die etwa Noten lesen, ein Instrument spielen können oder etwas von Harmonielehre verstehen, liegt völlig daneben. Das, was zählt, ist zu prollen, dröge Beats ins Mikro pusten zu können, irgendwelche Rapper stupide nachzuäffen oder einen auf Pseudorocker zu jodeln.
Kein Wunder, dass sich die Zuschauer längst von dieser Anti-Talent-Veranstaltung verabschiedet haben. Die tägliche Ration musikalischen Nonsens’ hat man im Nachmittagsprogramm versteckt, da passt sie auch gut hin. Das Ziel scheint eine deutsche Prollband Marke Zladko zu sein, die nicht mal einen Hit haben wird und sich am besten “The MobLoosers” nennt.
Ich frag mich die ganze Zeit, warum Profis wie Jane Comerford da noch mitmachen. Die Frau stand als Musicaldarstellerin jahrelang auf den großen Bühnen dieser Welt (unter anderem in der Wiener Produktion von “Les Misérables”) und muß nun einem Menschen wie David, der stimmlich zu phrasieren wie ein Pottwal versteht, “Gesangsunterricht” geben. Du meine Güte, er HAT KEINE Stimme, also WOZU das Ganze? Dem Ganzen ein rascheres Ende als geplant zu bereiten, haben sich auch die Verantwortlichen von RTL 2 entschlossen. Der Vorhang fällt nun bereits eine Woche früher als im ursprünglichen Masterplan festgesetzt. Eine zweite Staffel? Wohl kaum!

Die Erzdiözese Wien meint: Vergesst Halloween, denkt lieber an die Toten

Und wieder ein Fettnäpfchen, in das die Kirche mit scheinheiliger Miene stapft. Der Sprecher von Kardinal Christoph Schönborn, Erich Leitnberger, appelliert daran, den Sinn von Allerheiligen und Allerseelen, nämlich das Totengedenken, wieder in Erinnerung zu bringen. Die hohe Selbstmordrate in Wien reicht wohl nicht, die hohlen Sager von Bundesministerin Gehrer in der letzten Zeit waren der Kirche auch keine Lehre, nun trötet auch sie ins Horn und meint: Spaß darf nicht, sein, denken wir lieber an die Toten. Das kommt sicher bei den Jugendlichen gut an.



[Pics by Martin Bruny, 31.10.2003, Wien pfeift auf
aufgesetzte Scheinheiligkeit]

“Wig in a Box” - “Hedwig and the Angry Inch”-All Star-CD ab Ende Oktober erhältlich


[John Cameron Mitchell (Book), als Hedwig, und Stephen Trask (Music/Lyrics)/
photo by Stephen Danielian]

“Hedwig and the Angry Inch”, das Kultmusical von John Cameron Mitchell und Stephen Trask, setzt zum Sturm auf die Pop-Charts an. Off Records veröffentlicht dieser Tage ein Charity-Album, das Größen wie Rufus Wainwright, Yoko Ono und Cyndi Lauper zu bieten hat:

“The Origin of Love” (Rufus Wainwright)
“Angry Inch” (Sleater-Kinney and Fred Schneider)
“The Long Grift” (They Might Be Giants)
“Sugar Daddy” (Frank Black)
“City of Women” (Robyn Hitchcock)
“Freaks” (Imperial Teen)
“Wicked Little Town-Hedwig Version” (The Breeders)
“Nailed” (Bob Mould)
“Wig in a Box” (Polyphonic Spree)
“Milford Lake” (John Cameron Mitchell and Stephen Trask)
“Ladies & Gentlemen” (Stephen Colbert)
“Tear Me Down” (Spoon)
“Hedwig’s Lament/Exquisite Corpse” (Yoko Ono and Yo La Tengo)
“Wicked Little Town-Tommy Gnosis Version” (Ben Kweller with Ben Folds and Ben Lee)
“Midnight Radio” (Cyndi Lauper and The Minus 5)
“Origin of Love-Reprise” (Jonathan Richman)

[Playbill Artikel]

Wien, 20.10.2003: “All in One” - Musical-Gala der Extraklasse


[Pic by Martin Bruny]

Am 20. Oktober fand im Wiener Konzerthaus eine Gala der Spitzenklasse statt. “All in One” - 20 Jahre “Cats”, 15 Jahre “Phantom der Oper” und 15 Jahre “Les Misérables” - Grund genug, um eine Riege von Musical-Superstars nach Wien zu holen und sie das Beste aus den drei Musicals interpretieren zu lassen. Ein paar kleine Überraschungen sorgten für den nötigen Kick, um aus dem Event noch mehr zu machen. So debütierte Lukas Permanschlager, Starmania-Darling und kommender Musical-Leading-Man, in Les Mis als Marius, und Drew Sarich gab überraschenderweise den Enjolras in der abendlichen Gala, nachdem Stefan Poslovski die Nachmittagsvorstellung gerade noch, von einer Grippe geschwächt, über die Bühne bringen konnte. Uwe Kröger war nur eines der Highlights des Events. Er schaffte es als Gus zu berühren und als Javert zu beeindrucken. Oleh Vynnyk als Valjean hatte das Publikum bereits nach ein paar Takten voll im Griff. Pia Douwes glänzte wie immer. Ein berauschender Tag.

Das Phantom der Oper
01) Ouvertüre
02) Denk an mich
03) Engel der Lieder/Das Phantom der Oper
04) Musik der Dunkelheit
05) Briefe
06) Primadonna
07) Mehr will ich nicht von Dir
08) Maskenball

Besetzung:
Phantom: Alexander Goebel/Christine: Luzia Nistler/Raoul: Boris Pfeiffer/Carlotta: Marcela Cerno/Monsieur André: Jack Poppell/Monsieur Firmin: Wolfgang Pampel/Madame Giry: Marika Lichter

[Pic by Martin Bruny]

Cats
01) Ouvertüre/Prolog: Jellicle Songs für Jellicle Katz’
02) Der Rum Tum Tugger
03) Mungojerry und Rumpleteazer
04) Gus, der Theaterkater
05) Skimbleshanks
06) Macavaty
07) Erinnerung
08) Die Reise zum Heavy-Side Layer/Über das Ansprechen von Katzen

Besetzung:
Gus: Uwe Kröger/Grizabella: Pia Douwes/Bombalurina: Anne Mandrella/Rumpleteazer: Sandra Miklautz/Demeter: Ina Nadine Wagler/Mungojerry: Ramesh Nair/Munkostrap: Norman Stehr/Rum Tum Tugger: David Zinsmeister/Skimble: Thomas Mülner


[Pics by Martin Bruny]

Les Misérables
01) Prolog/Am Ende vom Tag
02) Ich hab geträumt vor langer Zeit
03) Die Prüfung (Wer bin ich)
04) Der doppelte Schwur
05) In meinem Schloß
06) Ich bin Herr im Haus
07) Stern
08) Das ABC-Café/Das Lied des Volkes
09) Das Lied des Volkes
10) Schon so lang/Mein Herz ruft nach Dir
11) Nur für mich
12) Der erste Angriff
13) Trinkt mit mir
14) Bring ihn heim
15) Fall der Barrikade
16) Javerts Selbstmord
17) Weiter
18) Dunkles Schweigen an den Tischen
19) Die Hochzeit
20) Epilog
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21) Zugabe: Morgen schon
22) Zugabe Jellicle Songs für Jellicle Katz’
Besetzung:
Valjean: Oleh Vynnyk/Javert: Uwe Kröger/Fantine: Pia Douwes/Eponine: Marjan Shaki/Cosette: Miriam Neururer/Marius: Lukas Permanschlager/Enjolras: Drew Sarich/Madame Thenardier: Marika Lichter/Monsieur Thenardier: Alexander Goebel







[Pics by Martin Bruny]

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