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Archiv - 2004

Die 50 “schlechtesten” Songs aller Zeiten oder Bla bla bla

Wir wissen ja alle, dass Listen sehr beliebt sind, und das hat nun auch das Magazin Blender erkannt. Derzeit punktet es an der Popularitätsfront mit einer Liste der “50 schlechtesten Songs”. Ernst nehmen sollte man dieses Listchen freilich nicht, denn eine “Jury”, die ausgerechnet Songs wie “You’re the inspiration” von Chicago in diese Aufstellung aufnimmt, macht sich ziemlich lächerlich. Clay Aiken, kaum als US-Top-40-Künstler am Durchstarten, darf sich gleich auf Platz 11 einreihen, irgendwo zwischen Madonna und Stevie Wonder. Natürlich ist kein Heavy Metal-Song in dieser Liste und natürlich nichts von Nirvana und Konsorten, dafür aber “Sounds of Silence” von Simon & Garfunkel. Platz 1, “We built this city” von Starship, ist gar von einem Österreicher, Peter Wolf, produziert worden. Also wirklich, schämen sollte er sich, einen der erfolgreichsten Hits der 80er abgeliefert zu haben. Hier also die 50 schlechtesten Songs ever:

1. We Built This City Starship … 1985
2. Achy Breaky Heart Billy Ray Cyrus … 1992
3. Everybody Have Fun Tonight Wang Chung … 1986
4. Rollin’ Limp Bizkit … 2000
5. Ice Ice Baby Vanilla Ice … 1990
6. The Heart of Rock & Roll Huey Lewis and the News … 1984
7. Don’t Worry, Be Happy Bobby McFerrin … 1988
8. Party All the Time Eddie Murphy … 1985
9. American Life Madonna … 2003
10. Ebony and Ivory Paul McCartney, Stevie Wonder … 1982
11. Invisible Clay Aiken … 2003
12. Kokomo The Beach Boys … 1988
13. Illegal Alien Genesis … 1983
14. From a Distance Bette Midler … 1990
15. I’ll Be There for You The Rembrandts … 1995
16. What’s Up? 4 Non Blondes … 1993
17. Pumps and a Bump Hammer … 1994
18. You’re The Inspiration Chicago … 1984
19. Broken Wings Mr. Mister … 1985
20. Dancing on the Ceiling Lionel Richie … 1986
21. Two Princes Spin Doctors … 1992
22. Courtesy of the Red, White and Blue (The Angry American) Toby Keith … 2002
23. Sunglasses at Night Corey Hart … 1984
24. Five for Fighting Superman … 2000
25. I’ll Be Missing You Puff Daddy featuring Faith Evans and 112 … 1997
26. The End The Doors … 1967
27. The Final Countdown Europe … 1987
28. Your Body Is a Wonderland John Mayer … 2001
29. Breakfast at Tiffany’s Deep Blue Something … 1995
30. Greatest Love of All Whitney Houston … 1986
31. Mmm Mmm Mmm Mmm Crash Test Dummies … 1994
32. Will 2K Will Smith … 1999
33. Barbie Girl Aqua … 1997
34. Longer Dan Fogelberg … 1979
35. Shiny Happy People R.E.M. … 1991
36. Make Em Say Uhh! Master P featuring Silkk, Fiend, Mia-X and Mystikal … 1998
37. Rico Suave Gerardo … 1991
38. Cotton Eyed Joe Rednex … 1995
39. She Bangs Ricky Martin … 2000
40. I Wanna Sex You Up Color Me Badd … 1991
41. We Didn’t Start the Fire Billy Joel … 1989
42. The Sounds of Silence Simon & Garfunkel … 1965
43. Follow Me Uncle Kracker … 2000
44. I’ll Do Anything for Love (But I Won’t Do That) Meat Loaf … 1993
45. Mesmerize Ja Rule featuring Ashanti … 2002
46. Hangin’ Tough New Kids on the Block … 1989
47. The Only Thing That Looks Good on Me Is You Bryan Adams … 1996
48. Ob-La-Di, Ob-La-Da The Beatles … 1968
49. I’m Too Sexy Right Said Fred … 1992
50. My Heart Will Go On Celine Dion … 1998

Gratulation an Michael Moore

April 21, 2004
Friends,
I just got word that my new film, “Fahrenheit 911,” has been selected by the Cannes Film Festival to premiere there in competition next month!
This is only the second time in the last 48 years that a documentary has been chosen to be in the main competition (the first being “Bowling for Columbine” in 2002) — and, in fact, another documentary has also been chosen for this year. The non-fiction film revolution rolls on!
I am deeply honored by this announcement, considering it comes from our mortal enemy, the French.
This year’s jury in Cannes is headed by Quentin Tarantino and also includes director Jerry Schatzberg, Kathleen Turner, Tilda Swinton and others.
“Fahrenheit 911″ will be in theaters across the U.S. (and the rest of the world) this summer. More info, gossip and all the juicy details to follow…
Thanks everyone for your support.
Michael Moore

[MichaelMoore.com]

Barry Manilow-Themenabend bei “American Idol, Season 3″

Vergangene Nacht stand die Castingshow American Idol, die weltweit erfolgreichste Entertainment-Sendung, ganz im Zeichen von Mr. Entertainment: Barry Manilow. Die sieben Finalisten interpretierten sieben seiner Hits:

Diana DeGarmo - “One Voice”
George Huff - “Trying To Get The Feeling Again”
Jennifer Hudson - “Weekend In New England”
Jasmine Trias - “I’ll Never Love This Way Again”
LaToya London - “All The Time”
John Stevens - “Mandy”
Fantasia Barrino - “It’s A Miracle”

Danach stellten sich die potentiellen American Idols dem Urteil der Jury, der auch Barry Manilow angehörte.
Derzeit laufen in Foren und auf Websites Diskussionen darüber, für wen diese Runde die letzte gewesen sein wird. Idolfan.org bietet Mitschnitte der Performances. Auch heute Nacht ist Barry Manilow mit von der Partie und wird live dabei sein, wenn wieder einmal ein Kandidat tränenreich veranschiedet wird. Wer wird es sein? George Huff, der mehr falsche Töne generierte als es ein Zufallsgenerator zustande gebracht hätte, oder etwa John Stevens, ein 16-jähriger Dean Martin-Epigone und Darling der aktuellen Season?
Selbstverständlich könnte man an jedem anderen Themenabend hier das Posting beenden, aber bitte, nochmal: Es war ein Barry Manilow-Themenabend, und das ist so ungefähr das Ärgste, was sich Musikjournalisten und alle anderen, die von Musik nichts vestehen, vorstellen können. Daher hier ein Link zu einem USA-Today-Artikel. Etwas mehr Wertschätzung für “The undisputed #1 Adult Contemporary Artist-of-All-Time, a Grammy, Emmy and Tony award-winner” bietet: The Rugged Elegance.
Zitate des Abends:
Simon Cowell zu Barry Manilow: “What have you done to the girls? You’ve made them all sing really well.”
Barry Manilow, als er sich den 7 Finalisten vorgestellt hat: “For those of you who don’t know who I am, this is what Clay Aiken is going to look like in thirty years.”

UPDATE: Jennifer Hudson ist out. Keine Bange, die Frau macht auch ohne “American Idol” ihren Weg.

Sisi, wie sie morgenmantelte - der neue Devotionalienerlebnispark der Hofburg

Bald ist Wien um einen Devotionalientempel reicher. Das Sisi-Museum eröffnet Ende April seine Pforten. Was man dort so alles besichtigen kann, ist gar allerliebst auf der Website des Museums nachzulesen:

- die Rekonstruktion des Polterabendkleides der jungen Braut
- die berühmtesten Portraits, Schönheitsrezepte und Schmuckstücke der schönen Kaiserin
- ihr Morgenmantel
- Sonnenschirm, Fächer und Handschuhe der menschenscheuen Monarchin
- eine begehbare Rekonstruktion des luxuriösen Hofsalonwagens der reiselustigen Kaiserin (das Original befindet sich im Technischen Museum Wien)
- die Totenmaske der 1898 ermordeten Kaiserin

Na das wird ein Fest. Vielleicht gibts auch Sisi-Krapferl, Sisi-Lipstick und Sisi-Sonnenbrillen.

Die Vienna Musical School präsentiert “The Wiz”




[Fotos: Martin Bruny, 2.4.2004]

Im Theater-center-Forum, einem kleinen, aber feinen Theaterjuwel Wiens, präsentierte der erste Jahrgang der Vienna Musical School am 2. April (zweite Vorstellung am 3. April) den Musical-Klassiker THE WIZ. Unter der musikalischen Leitung von Gordon Bovinet spielten in den Hauptrollen Anne-Katrin Böhm (Dorothy), Elzemarieke de Vos (Vogelscheuche), Rene Huget (Blechmann), Raphaela Buschenreiter (Löwe), Julian Freutel (The Wiz), Eva-Maria Wall (Addapearl), Johanna-Maria Kräuter (Evillene), Sandra Kern (Glinda) und Katja Nevyjel (Tante Em).

Jesus Christ Superstar: The Concert – Wiener Etablissement Ronacher, 3./4. April 2004




[Fotos: Martin Bruny, 3.4.2004]

Im Wiener Etablissement Ronacher ging dieser Tage (3. und 4. April 2004) eine konzertante Aufführung der Andrew Lloyd Webber-Rockoper “Jesus Christ Superstar” über die Bühne. Das Ronacher, man muss es sagen, ist für Menschen, die auf halbwegs akzeptablen Sound setzen, eine Qual. Die Tonanlage des Hauses ist hoffnungslos veraltet und völlig unzureichend. Will man den Saal auch nur halbwegs ordentlich beschallen, so muss man als Mieter des Hauses eigene Soundzauberanlagen ranschaffen und sich darum kümmern. Das macht aus Kostengründen fast niemand, auch wenn es durchaus möglich wäre.
Bei einer “konzertanten” Aufführung, so vermutet man, wäre es doch dringend notwendig, auf guten Sound zu achten. Leider wurde genau das wieder mal sträflichst verabsäumt. Und so haben zwar die Toningenieure in ihre Kopfhörer beste Qualität eingespielt bekommen - die Zuschauer im Saal mussten sich indes mit völlig unzulänglichem Soundbrei abfinden. Das kennen Fans schon von Veranstaltungen wie “Elisabeth 10th Anniversary” - einer Veranstaltung, bei der im Konzerthaus soundtechnisch völlig Inakzeptables geboten wurde, zu Preisen um die 129 Euro. Man darf also dem Veranstalter durchaus die Frage stellen, warum er auf Kosten der Zuschauer bei der Soundqualität so spart.
Wo wir schon bei negativer Kritik sind, handeln wir doch auch gleich das “Programmheft” der Veranstaltung ab. Grundsätzlich sind Programme für Fans ja beliebte Souvenirs. Man kauft sie gerne und blättert sie nach Jahren gerne wieder mal durch. Nun, beim Programm dieses Konzerts wird das wohl eher die Ausnahme bleiben. Für 4 Euro hat man ein 12-seitiges Heftchen erhalten, das aus sieben Seiten Werbung, einem Cover, einer zweiseitigen Auflistung der Lieder des Abends und zwei Seiten mit Kürzestinfos besteht. Das ist, mit Verlaub, eine Frechheit, nicht mehr und nicht weniger.
Der letzte Punkt, den es negativ abzuhandeln gilt, kann man “Martin Traxl” benennen - oder die Idee, eine Art von Moderation in eine konzertante Aufführung zu prügeln - denn der arme Traxl kann ja nichts dafür, dass er nach einer “Gethsemane”-Interpretation von Yngve Gasoy-Romdal, nach der der ganze Saal kollektiv symbolisch auf die Knie gefallen ist, von dollen Nonnen plappern muss, die die Bühne bei der Premiere des Musicals gestürmt haben. Nie wieder Moderationen bei konzertanten Aufführungen! BITTE! Vielen Dank.
Kommen wir zu den Highlights der Veranstaltung, als da sind:
Yngve Gasoy-Romdal (Jesus)
Maya Hakvoort (Maria)
Dave Moskin (Judas)
Ethan Freeman (Pontius Pilatus)
Pehton Quirante (Simon & Petrus)
Previn Moore (Herodes)
Helmut Ettl (Caiaphas)
Hans Steunzer (Annas)
Ensemble: Tom Beyrhofer, Elisabeth Ebner, Stephan Löbbel, Sabine Meyer, Sabine Neibersch und Kudra Owens.
Bei aller Kritik schafften es diese Darsteller dennoch, einen magischen Abend auf die Bühne zu zaubern, der wohl den meisten Anwesenden für immer im Gedächtnis bleiben wird, allen voran Yngve Gasoy-Romdal, der in “Jesus” wohl die Rolle seines Lebens gefunden hat.

Die Easy-Listening-Revolution in den UK-Charts: Bye-bye Rock’n'Roll


Was ist los mit den Engländern? Sieht man sich diese Woche die UK-Album-Charts an, trifft man auf Interpreten wie Norah Jones, Katie Melua, Jamie Cullum, Harry Connick Jr. oder Will Young, guckt man sich die Top 10 an, so finden wir Engelbert Humperdinck, Daniel O’Donnell, Lionel Richie und Barry Manilow.
Keine Spur vom sagenumwobenen Britpop. Der einzige Ausreißer in der Easy-Listening-Wolke sind Guns N’ Roses. Wie kommts? Details bieten zwei äußerst interessante Artikel: The charts: not exactly rock and roll is it?; Feels nothing like teen spirit

STAGE - die neue “Song & Dance Show” der “fiftysix company” im Theater Akzent


STAGE, die neue Song & Dance Show der fiftysix company, entführt die Zuseher in eine Welt der Phantasie. Schauplatz der Handlung ist eine Bar, in der Traumwelt und Realität der einzelnen Sänger und Tänzer aufeinander treffen. Das Schicksal zieht die Fäden und spinnt ein Netz aus Erotik, Liebe, Leidenschaft, Verwirrung, Seelenleid und Freude, das sich in einem fulminanten Feuerwerk aus tänzerischen und gesanglichen Highlights entlädt. Musik von Falco, Eminem, Propellerhead, Will Smith und Titel aus den Musicals “West Side Story”, “Fosse”, “Notre Dame de Paris” und “Funny girl” beleuchten die einzelnen Schicksale.
Die “fiftysix company” wurde 1998 von Eva Fellinger, Sabine Bartosch-Ziegler und Christoph Riedl gegründet. Sie ist eine Plattform kreativer Tänzer, Sänger, Choreographen und Komponisten. “STAGE” ist die bereits sechste Produktion der Gruppe, zu der mittlerweile bis zu 20 Tänzer und Sänger gehören. Die Mitwirkenden bei STAGE:
Tänzer: Manuela Bayer, Tanzpädagogin am Schubert Konservatorium / Maria Blahous, Tänzerin und Choreographin, bekannt aus Starmania - die neue Generation / Marvin Dietmann, junges Talent des Performing Center Austria / Eva Maria Fellinger, Tänzerin und Choreographin (Lifeball) / Albert Kessler, Tänzer, Sänger, Regisseur (Wake up, Vereinigte Bühnen Wien; West Side Story, Volksoper; ALEL) / Daniela Kubic, Tänzerin, Choreographin, Tanzpädagogin lebt und arbeitet in Paris / Ramona Ludwig, Tänzerin und Musicaldarstellerin, (Cats, Tanz der Vampire, Fame) / Katharina Muth, Tanzpädagogin und Choreographin div. Werbespots / Christoph Riedl, Musicaldarsteller und Choreograph (Chicago, Fame, div. Shows ) / Sabine Bartosch Ziegler, Tänzerin und Choreographin (A Chorus line, Vereinigte Bühnen Wien, Film und Fernsehen)
Sänger:Terry Chladt, Komponist, Sänger, (div. Musical-Produktionen, ORF, Eigenproduktionen) / Sabine Neibersch, Sängerin, (Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe, eigene Band) / Axel Olzinger, Musicaldarsteller, (Chicago, Grease, Tanz der Vampire, Vereinigte Bühnen Wien) / Bettina Soriat, Sängerin (Songcontest Teilnahme 1996 “One Step”, div. Musicalproduktionen, Kabarett Simpl)
Choreographien: Sabine Bartosch Ziegler, Eva Maria Fellinger, Maria Blahous, Katharina Muth, Christoph Riedl
Musikalische Gesamtleitung: Terry Chladt
Künstlerische Leitung: Christoph Riedl
“STAGE” - Theater Akzent, 13.-15. Mai 2004

“Armageddon”-Held Ben Affleck als Stephen Sondheim-Interpret


Das sieht und hört man nicht alle Tage: Ben Affleck, unser aller Hero aus dem Meteoriten-Knaller “Armageddon“, als Interpret eines Stephen Sondheim-Songs. In einer Kritik zu Afflecks neuestem Kinohit “Jersey Girl” findet man folgende interessante Passage:

“Here’s something you don’t see in every Ben Affleck/Liv Tyler movie: the stars of «Armageddon” performing a musical number from Stephen Sondheim’s savage musical, «Sweeney Todd.” It happens toward the end of Kevin Smith’s «Jersey Girl,” and it’s one of the few unexpected touches in a sentimental, overly familiar comedy-drama about the joys of parenthood, the frustrations of workaholic dads and the necessity of spending time with the kids. Affleck and Tyler end up performing the number in order to please his 7-year-old daughter, Gertie (Raquel Castro), who falls in love with the show when dad takes her to a Broadway performance. She chooses to recreate the experience at her school, recruiting them to perform it with her. The song is handled with such affection and style that it suggests the writer-director of «Clerks” and «Dogma” might just be a closet Sondheim fan. Or maybe it’s just because he can’t stand «Cats,” which is the clear favorite with Gertie’s classmates — and the target of several barbs in the script. [www.phillyburbs.com]

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Literaturkritik mit krausen Metaphern

Lustig gehts derzeit in der “Literaturkritik” zu. Frà©dà©ric Beigbeders Roman “Windows on the World” animiert Rezensenten zu Metaphern und verbalen Wutausbrüchen [FAZ], die man sich in Zusammenhang mit Literatur eigentlich sparen könnte. Es ist eine Sache, das Werk eines Schriftstellers schlecht zu kritisieren, es ist aber etwas anderes, eine Rezension mit den Worten “Spätestens hier rüttelt die Literatur an ihrem Watschenbaum” [Standard] abzuschließen. Denn da würde ich doch gerne wissen, Metapher hin, Metapher her, in welcher Funktion sich der betreffende Rezensent hier sieht und auf welchem Weltbild seine Tätigkeit basiert.

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