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Archiv - Mai, 2008

Jack Murphy online: Podcasts, Demo-Songs und vieles mehr

Foto: Jack MurphyAutor, Texter sowie Komponist Jack Murphy, langjähriger kreativer Partner von Komponist Frank Wildhorn bei Projekten wie “Rudolf”, “Zelda”, “The Civil War” oder “Swing!”, bietet auf seiner Website exklusive Podcasts und Demo-Songs zu aktuellen, vergangenen und zukünftigen Projekten.

Im Falle von “Rudolf”, einem Musical von Frank Wildhorn (Musik), Jack Murphy (Buch, Texte), Nan Knighton (Texte) und Phoebe Hwang (Buch), dessen deutschsprachige Erstaufführung Ende Februar 2009 im Wiener Raimund Theater stattfinden wird, gibt es unter anderem ein Live-Video des Songs “On The Steps Of Tomorrow” in ungarischer Sprache, aufgenommen während einer Vorstellung im Budapester Operettentheater, gesungen vin Attila Dolhai. Weiters gibt es Demos & Songclips von “I Was Born To Love You”, gesungen von Kate Shindle, “An Ordinary Man”, interpretiert von Rob Evan und “Can I Say Goodbye”, gesungen von Brandi Burkhardt.

England: “Can’t smile without you” - neues Manilow-Musical feiert Uraufführung

www.kenright.comAm 28. August 2008 feiert “Can’t smile without you”, ein neues Musical mit den größten Hits von US-Superstar Barry Manilow, im Churchill Theatre von Bromley, Kent, England, seine Uraufführung. Ab 15. September 2008 geht die Produktion auf England-Tour, danach will man am West End spielen.

“Can’t smile without you” handelt von einer Boyband, die im Rahmen eines Trips nach New York auf die angesagteste, aktuellste Reality-Show aufmerksam wird. Diese einmalige Chance will man sich nicht entgehen lassen. Gesucht wird der kommende Pop-Superstar. Leadsänger Tony erhält von den TV-Produzenten die Chance, an der Castingshow teilzunehmen, doch ehe er seinen Traum verwirklichen kann, geschieht ein Unglück. Er verliert sein Gedächtnis, schöpft nur mehr aus seiner Musik Hoffnung und aus der Liebe zu einem Mädchen, das er einst als Mandy kannte.

Ungefähr so oder noch geschwollener die Inhaltsangabe des Musicals, und auch hier beweist sich wieder, dass Produzenten, egal in welchem Land, es nur selten schaffen, bei Uraufführungen den Inhalt, die Handlung klar zu kommunizieren. Aber als Anhaltspunkt mag das reichen, leben wird die Show ohnedies von Manilows Songs wie “Could it be magic”, “It’s a miracle”, “I write the songs”, “Mandy”, “I made it through the rain”, “Trying to get the feeling” und vielen anderen, nämlich mehr als 30.

Leading Team
Buch: Tim Prager
Idee: Bill Kenwright
Musik: Barry Manilow
Regie: Keith Strachan, Bill Kenwright
Design: Andy Walmsley
Licht-Design: Ben Cracknel
Choreographie: Carole Todd
Musikalische Leitung: John Maher
Produzent: Garry Kief

Konservatorium Wien Privatuniversität: Die Piraten von Penzance (Premiere)

17. Mai 2008
19:30bis21:30

Konservatorium Wien Privatuniversität, Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater: Die Piraten von Penzance
Komische Operette in zwei Akten
Neubearbeitung nach einer Broadway-Aufführung durch das New York Shakespeare Festival

Leonie-Rysanek-Saal der Konservatorium Wien Privatuniversität, Johannesgasse 4a, 1010 Wien
Premiere: 17. Mai 2008, 19:30 Uhr
Weitere Vorstellungen: 19., 20., und 21. Mai, 19:30 Uhr

Leading Team
Text: William Schwenck Gilbert
Musik: Arthur Sullivan
Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik
Regie und Bühne: Isabella Fritdum
Choreographie: Lilly Kugler
Kostüme: Doris Richter
Lichtdesign: Barbara Dulcinea Jan

Cast
3. Jahrgang: Stefan Bischoff, Birgit Breinschmied, Daniel Feik, Julian Looman, Simone Niederer, Florian Resetarits, Birgit Riegler, Anna Veit, Andreas Wanasek
2. Jahrgang: Stefan Bleiberschnig, Thomas Dapoz, Bernd Kainz, Dustin Peters
1. Jahrgang: Christof Messner

Tickets
15 Euro (ermäßigt: 9 Euro)
Erhältlich an der Kassa der KWU unter 01/512 77 47 89329 oder kassa@konswien.at

Wiener Urania: “Let me love you” mit Christina Bahlo

6. Mai 2008
19:30bis21:30

Wiener Urania: Christina Bahlo - “Let me love you”
6. Mai 2008

Im Zentrum der Musikreihe “Viaggio Musicale” stehen am 6. Mai Broadwayhits wie “Memory”, “Don’t Cry For Me Argentina”, “Let The Sunshine In”. Unter dem Titel “Let me love you” singt Christina Bahlo bekannte Melodien, begleitet von Gabor Rivo am Piano.

Die Vorstellung beginnt um 19.30 Uhr, Einlass ist ab 19.00 Uhr bei freier Sitzplatzwahl im Mittleren Saal.
Eintritt: Abendkassa 12,- Euro / Vorverkauf und Ermäßigung für Studierende, SeniorInnen und Ö1-Mitglieder 9,- Euro
Nähere Informationen und Anmeldung unter www.urania.vhs.at

Staatsoper Stuttgart: Le Comte Ory (Premiere)

17. Mai 2008
18:30bis22:30

Staatsoper Stuttgart: Gioacchino Rossini - “Le Comte Ory”

Oper in fünf Akten
Libretto von Eugà¨ne Scribe und Charles-Gaspard Delestre-Poirson
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Sonntag, 17. Mai 2008, 18.30 Uhr, Staatsoper Stuttgart, Opernhaus
Weitere Aufführungen: 24. Mai, 15. und 19. Juni, 4., 18. und 23. Juli 2008

Musikalische Leitung: Enrique Mazzola
Regie und Bühne: Igor Bauersima
Kostüme: Johanna Lakner
Video: Georg Lendorff
Licht: Reinhard Traub
Chor: Johannes Knecht
Dramaturgie: Sergio Morabito

Besetzung
Le Comte Ory: Angelo Scardina
Le Gouverneur du Comte Ory: Matias Tosi
Isolier: Tina Hörhold
Raimbaud: Adam Kim
Adà¨le / La Comtesse de Formoutiers: Ina Kancheva
Dame Ragonde: Ezgi Kutlu
Alice: Yuko Kakuta

Staatsorchester Stuttgart
Chor Staatsoper Stuttgart

Autor von «norway.today» Igor Bauersima inszeniert in Stuttgart seine erste Oper
Betrüger, Betrogene, Begehren: Gioachino Rossinis »Comte Ory« ist ein amoralisches Spiel der Verwandlung und Verführung. Mit der selten gespielten Komödie zum Saisonabschluss wird einmal mehr dem französischen Schwerpunkt an der Staatsoper Stuttgart Rechnung getragen und gibt Igor Bauersima am 17. Mai um 18.30 Uhr sein Opern-Regiedebüt.

Angesiedelt im Mittelalter schickt Librettist Eugà¨ne Scribe in diesem Rossini-Werk Väter, Brüder und Ehemänner auf den Kreuzzug, bindet die daheim gebliebenen Frauen an ein Keuschheitsgelübde und zwingt so die jungen Männer, allen voran den Grafen Ory (Angelo Scardina gibt sein Stuttgartdebüt), zur wildesten Maskerade, um Kontakt mit dem anderen Geschlecht, respektive der Gräfin Adà¨le (Ensemblemitglied Ina Kancheva) aufzunehmen.

Ist das 1828 in Paris uraufgeführte Spätwerk eine Parodie und Maskerade, trifft dies auch auf die musikalische Struktur zu: Der italienische Komponist »recycelt« zur Hälfte seine Krönungsoper »Il viaggio a Reims« und verbindet in dem Zweiakter, den in Stuttgart Enrique Mazzola dirigieren wird, Elemente der Opà©ra Comique mit der Verve der italienischen Buffa und dem überquellenden Reichtum einer »Großen Oper«.

Dass Igor Bauersima sowohl für Regie als auch Bühne verantwortlich zeichnet, ist symptomatisch für das in der Schweiz lebende Mulitalent mit tschechischen Wurzeln: Denn es zeichnet den Architekten, Filmemacher, Theaterregisseur und Autor aus, unterschiedliche Kunstgenres in Personalunion zu vereinigen. So inszenierte er auch selbst sein erfolgreiches Drama »norway.today«, das ihm 2001 den Titel »Nachwuchsautor des Jahres« einbrachte. Heute zählt Bauersima zu den meistinszenierten Autoren, seine Stücke wurden in über 20 Sprachen übersetzt und an über 100 Theatern weltweit gespielt.

Der 44-Jährige sieht Rossinis »Graf Ory« als »Komödie über einen Betrüger und ein Volk, das ihm auf den Leim geht und gehen will. Es zeigt sich, dass es den Betrug nur gibt, weil der Betrogene es zulässt. Das scheinbare Opfer wird zum Täter. Das ist doch hoch aktuell«. Dabei wird Verführung mehrfach durchdekliniert: Sie findet auf erotischer Ebene statt, ist aber auch Volksverführung, die bei Rossini gleich zweimal erzählt und von Bauersima aus einer materiellen und einer mystischen Perspektive beleuchtet wird: »Symbolisch lese ich das so: Im ersten Akt werden die Leute `aus sich herausgelockt’, von ihren Überzeugungen weggeführt; im zweiten dringt der Eroberer, der Graf Ory, ins Innerste der Leben vor und untergräbt die Werte seiner Opfer.«

Auch optisch tragen Bauersima und Kostümbildnerin Johanna Lakner – ergänzt durch Videoprojektionen (Georg Lendorff) – dieser doppelten Perspektive Rechnung: ein Rum-melplatz, »der technologischen Fortschritt spielerisch zur Schau stellt«, ist der Außenraum des Ersten Aktes, »eine hochmoderne Villa« steht für das Interieur des Zweiten

Theater im Zentrum: Die Revolution frisst ihre Kinder (Premiere)

8. Mai 2008
19:00bis20:00

Theater im Zentrum: Die Revolution frisst ihre Kinder
Performance des Jugendklubs klub15 nach Georg Büchners »Dantons Tod«

Theater im Zentrum, Liliengasse 3, 1010 Wien
8., 14., 16. Mai 2008, jeweils um 19.00 Uhr
(Dauer der Vorstellung: ca. 1 Stunde)
ab 12 Jahren

Kartenpreis: 1 Euro (unbedingt vorbestellen!) unter abo@tdj.at
(Tel.: 01/52110 230)
Die Karten sind bis eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse abzuholen.

Konzept und Regie: Harald Volker Sommer, Theaterpädagoge des TdJ
Besetzung: Mattea Cavic | Lena Geyer | Hanna Grossauer | Sandra Hold | Katharina Kneissl | Bibiane Kovacs | Lena Pospischil | Alena Soucek | Barbara Walter | Simone Weiss

»Wie weit geht man, wenn man wütend ist? Startet man eine Revolution?« (Sandra Hold, Darstellerin) Zehn Mädchen treffen sich zu einer Party: Sich zurückziehen, abfeiern, den Frust rauslassen. Was macht mich wütend? Was will ich verändern? Ist Gewalt das einzige Mittel sich zu wehren? »Wir müssen was treiben, was treiben!« heißt es bei Büchner. Aber was? Die Welt verändern wollen – ist das nicht nur Zeitverschwendung? Auf der Basis des Revolutionsdramas »Dantons Tod« von Georg Büchner werden von den Mädchen Extreme menschlichen Handelns hinterfragt und ausprobiert. Büchner hat die zentrale Frage formuliert: Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet? Die Party kippt und die Mädchen beginnen, einzelne Rollen aus Büchners Drama zu übernehmen. »Frust rausbrüllen und ganz still sein; über Grenzen springen und sich dabei selbst näher kommen. Sind wir wirklich nur Puppen - von unbekannten Gewalten am Draht gezogen, wie es bei Büchner heißt? Ich bin mir sicher, dass mehr dahinter steckt!« (Hannah Grossauer, Darstellerin). Nach einem intensiven Jahr der Stückentwicklung, der Improvisation und des Probens stellt der klub15 des Theater der Jugend seine aktuelle Produktion vor.

Volksoper: The Sound of Music (Wiederaufnahme)

4. Mai 2008
18:00bis21:00

Volksoper Wien: »THE SOUND OF MUSIC«

ERSTE VORSTELLUNG AM SONNTAG, 4. MAI 2008, BEGINN: 18:00 UHR
Weitere Vorstellungen: 8., 14., 21., 22., 23., 24., 25., 26. Mai 2008; 8., 9., 10. Juni 2008

Die Kraft der Musik katapultiert die junge Novizin Maria aus dem Kloster direkt hinein ins Eheglück. Über das gemeinsame Singen und
Tanzen gewinnt die als Kindermädchen engagierte Maria nicht nur die Herzen der sieben Kinder, sondern auch das des Vaters, des verwitweten Kapitän von Trapp.

Mit »The Sound of Music« kehrt einer der größten Publikumserfolge der letzten Jahre auf den Spielplan der Volksoper zurück. Als junge Novizin Maria debütiert Johanna Arrouas, die mit dieser Rolle in gewissem Sinne erwachsen wird, ist sie doch schon als Trapp-Kind Liesel auf der Bühne gestanden. Alternierend mit ihr wird wieder Musicalstar Sandra Pires die Maria spielen. Als Kapitän von Trapp sind Kurt Schreibmayer und Michael Kraus zwei »Sound of Music« - erprobte Seefahrer.

Dirigenten: Gerrit Prießnitz / Elisabeth Attl
Regie: Renaud Doucet

Cast
Johanna Arrouas / Sandra Pires (Maria)
Kurt Schreibmayer / Michael Kraus (Kapitän Trapp)
Sigrid Marikke / Regula Rosin (Schwester Sophie)
Mirjana Irosch / Regula Rosin (Schwester Bertha)
Ulrike Steinsky (Mutter Oberin)
Guggi Löwinger / Susanne Litschauer (Frau Schmidt)
u. a.

Theater in der Josefstadt: JosefStadtgespräch mit Kurt und Werner Sobotka

18. Mai 2008
11:00bis12:15

Theater in der Josefstadt: JosefStadtgespräch mit Kurt und Werner Sobotka
Sträußelsäle, So, 18. Mai 2008, 11.00 - 12.15 Uhr

JosefStadtgespräch mit Kurt und Werner Sobotka
Moderation: Eva Maria Klinger
Mit Unterstützung des Vereins der Freunde des Theaters in der Josefstadt.

Volksoper: Die Weberischen (Premiere)

17. Mai 2008
19:00bis22:00

Volksoper: “Die Weberischen” (Premiere)
Übernahme einer Produktion der Vereinigten Bühnen Wien
Premiere: 17. Mai 2008, 19:00 Uhr
Weitere Vorstellungen: 18., 19., 20., 28., 29., 30., 31. Mai 2008; 1., 2., 3., 5., 6. Juni 2008

“Die Weberischen” entstand als Auftragswerk und Koproduktion der Vereinigten Bühnen Wien mit dem Wiener MozartJahr 2006. »Alpensaga”-Autor Felix Mitterer hatte ursprünglich von Peter Marboe, dem Intendanten des Wiener Mozartjahres 2006, den Auftrag erhalten, ein Theaterstück über Mozart zu verfassen. Über einen kleinen Umweg kam Mitterer die Idee, die fünf Weberischen zum Thema eines Stücks zu machen. Er war mitten in der Recherchearbeit für einen Film über Angelo Soliman, den berühmten afrikanischen Kammerdiener, Prinzenerzieher von Erbprinz Alois I. von Liechtenstein und Freimaurer, der auch mit Mozart befreundet war, da stieß er im Rahmen seiner intensiven Quellenstudien auf die fünf faszinierenden Frauen, die im Leben Mozarts eine so große Rolle gespielt haben. Auf Anregung Kathrin Zechners, der Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien, die die Vision einer neuen »RONACHER mobile-Produktion« hatte, wurde aus dem Sprechtheater-Auftrag ein Auftrag für ein Stück mit Musik. Den Kompositionsauftrag erhielten die Tiger Lillies (»Shockheaded Peter«, »The Little Matchgirl«), die sich von Felix Mitterers Stück zu 14 Bänkelsongs inspirieren ließen. Im Londoner Hotel Savoy fand die erste Begegnung von Felix Mitterer mit Tiger-Lillies-Komponist Martyn Jacques statt. In Amsterdam entstand ein musikalisches Grundkonzept der Show. Mozarts Musik mit den Songs der Tiger Lillies musikalisch zu einer Einheit zu verschmelzen, das war die Aufgabe von Christian Kolonovits, für die Inszenierung verantwortlich: Stephanie Mohr.
»Die Weberischen«, das ist Theater im Theater. Der Bänkelsang spielt in Schikaneders »Freihaustheater« auf der Wieden, kurz nach Mozarts Tod. Schikaneder hat eine Benefizvorstellung angesetzt, deren Einnahmen der Witwe Konstanze zugute kommen. Wie immer sucht sich Schikaneder die schönste Rolle aus, in diesem Falle die der Cilly Weber. Gezeigt wird: »Die Weberischen«. Mozart war 22 Jahre alt, als er den Weberischen in Mannheim das erste Mal begegenete. Ab diesem Zeitpunkt waren sie mit ihm verbandelt, haben ihn bewundert, um ihn gebuhlt, seine Kompositionen gesungen, ihn verlacht und ausgenommen. Durch ihn sind alle fünf – Mutter Cilly und ihre Töchter Sofie, Aloisia, Josefa und schließlich seine Frau Konstanze – in die Geschichte eingegangen.
Cilly hat es nicht leicht im Leben, sie muss, von ihrem Mann verlassen, für sich und ihre vier Töchter sorgen. Alles dreht sich ums Geld bei ihr. Sie versucht ihre untereinander konkurrierenden Sanges-Töchter Aloisia und Josefa möglichst gewinnbringend an den Mann zu bringen; wenn alles nichts bringt, schlagen sich die Weberischen mit Prostitution durch. Sofie verzweifelt als Hure daran, ständig ihre Kinder abtreiben zu müssen. Die gute alte Zeit, da nahm mans mit der Moral nicht so genau, Mozart geht mit seinen Klavierschülerinnen und Interpretinnen seiner Stücke ins Bett, und auch Konstanze, seine Frau, ist kein Kind von Traurigkeit. Mozart selbst ist auf der Bühne nur als Leichnam in Form einer Stoffpuppe zu sehen. Mozart auszuschlachten – ab einem gewissen Punkt wird das zur Hauptaufgabe der Weberischen. Das künstlerische Erbe, das gilt es gescheit zu vermarkten. Die Zukunft scheint für die Weberischen mit Gold gepflastert.

Worin der große Reiz der »Weberischen« liegt, ist leicht erklärt: Es ist der Perspektivenwechsel. Das Leben Mozarts wird einmal nicht aus der Sicht des Wunderkinds erzählt, sondern spiegelt sich grell im Leben von fünf Frauen, den Weberischen. Und das ist fast so faszinierend wie der Blick durchs Schlüsselloch, fast so, als würden wir jene verbotene Tür in Blaubarts Haus aufmachen, die ganz neue Erkenntnisse bringen könnte. Felix Mitterer leistet mit seinem Text durchaus Beachtliches. Er liefert schrille Charakterskizzen von Aloisia, Sofie, Konstanze, Josefa und Mutter Cilly, bettet die Infos in boulevardeske Szenen, aus denen wie i-Tüpfelchen Gags herausploppen, die Grenze zwischen recherchierten hard facts und Fiktivem verfließt.

Was am besten an den Weberischen funktioniert, ist der Bänkelsang der Tiger Lillies. Melancholisch, düster, hochpoetisch, humorvoll, bissig präsentiert sich Sänger Martyn Jacques, präzise im Timing – da passt jede Geste, jede Gesichtsbewegung. Wenn er auf der Bühne erscheint und mit seinem Trademark-Falsett seine Bänkelsongs interpretiert, unterstützt von Adrian Strout am Kontrabass und Adrian Huge am Schlagzeug sowie dem Orchester, dann sind das exakt jene Szenen, in die man als Zuschauer gerne eintaucht, wo Atmosphäre authentisch spürbar wird. »The Merry Birdcatcher«, »Death Song«, »Fame« – Songperlen, von Christian Kolonovits wunderbar orchestriert, mit Mozart-Zitaten zu einer neuen Dimension veredelt.

Leading Team
Buch: Felix Mitterer
Musikalische Leitung, Arranagements, Dirigent: Christian Kolonowits
Regie: Stephanie Mohr
Bühnenbild: Miriam Busch
Lichtdesign: Wolfgang Könnyü
Sounddesign: Martin Lukesch
Sounddesign Tiger Lillies: Claus Bühler
Dramaturgie: Michaela Ranzoni

Cast
Schikaneder/Cilly: Robert Meyer
Josefa: Ulrike Beimpold
Aloisia: Anne Weber
Konstanze: Tanja Schleiff
Sofie: Ruth Brauer-Kvam
Es spielen die Tiger Lillies: Martyn Jacques, Adrian Huge, Adrian Stout
und das Orchester der Volksoper Wien

Theater Akzent: Bewitched (Premiere)

3. Mai 2008
18:00bis20:00

Theater Akzent: Bewitched die total verhexte Tanzshow (Premiere)
Produktion des Studios an der Wien

3. Mai 2008, 18:00 Uhr
Weitere Vorstellung: 4. Mai 2008, 18:00 Uhr

Eine abenteuerliche Reise durch die Welt der Hexen, Zauberer und Geister unternehmen die großen und kleinen TänzerInnen des Tanz- und Ballettstudios an der Wien. Denn gezaubert wird überall - ob beim Hexensabbat in Transsylvanien oder beim Hofball in der Kaisergruft …

Tickets: Tel: 01/967 44 58

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