Archiv - 2008
Martin Bruny am Sonntag, den
20. Januar 2008 um 10:54 · gespeichert in Listen, Broadway
Eine aktuelle Liste (Stand: 13. Januar 2008) aller Musicals, die es am Broadway auf mehr als 800 Vorstellungen gebracht haben, bietet PLAYBILL. Anlass dafür ist der Umstand, dass einige Shows in den nächsten Wochen und Monaten Plätze auf dieser geschichtsträchtigen Liste gutmachen werden.
So wird “Mamma Mia!” (Rang 18) im Laufe des Jahres “My Fair Lady” (Rang 17) überholen und sich dann an “Hello, Dolly!” (Rang 16) ranmachen. Sollte es mit “Hairspray” (Rang 24) noch eine Weile gutgehen, könnte die Produktion im Laufe des Jahres “Man of La Mancha”, “Annie”, “Cabaret (Revival)” und “The Producers” überholen. Auch “Wicked” (Rang 38) wird viele Plätze nach vorne stoßen, genauso wie “Spamalot” (Rang 78), “Jersey Boys” (Rang 123) oder “The Color Purple” (Rang 136).
Top 30 der Broadway-”Long Run”-Liste (Stand 13. Januar 2008):
01. “The Phantom of the Opera” 8303
02. “Cats” 7485
03. “Les Misà©rables” 6680
04. “A Chorus Line” 6137
05. “Oh! Calcutta!” (Revival) 5959
06. “Beauty and the Beast” 5461
07. “Rent” 4867 (letzte Vorstellung 1. Juni 2008)
08. “Chicago” (Revival) 4620
09. “The Lion King” 4252
10. “Miss Saigon” 4097
11. “42nd Street” 3486
12. “Grease” 3388
13. “Fiddler on the Roof” 3242
14. “Life With Father” 3224
15. “Tobacco Road” 3182
16. “Hello, Dolly!” 2844
17. “My Fair Lady” 2717
18. “Mamma Mia!” 2590
19. “The Producers” 2502
20. “Cabaret” (Revival) 2378
21. “Annie” 2377
22. “Man of La Mancha” 2328
23. “Abie’s Irish Rose” 2327
24. “Hairspray” 2225
25. “Oklahoma!” 2212
26. “Smokey Joe’s Cafe” 2036
27. “Pippin” 1944
28. “South Pacific” 1925
29. “The Magic Show” 1920
30. “Aida” 1852
Die gesamte Liste aller 154 Produktionen, die es auf mehr als 800 Vorstellungen gebacht haben, ist hier abrufbar.
Martin Bruny am Mittwoch, den
16. Januar 2008 um 07:30 · gespeichert in Broadway
Am 1. Juni 2008 fällt für die Broadway-Produktion von Jonathan Larsons Musical “Rent” der letzte Vorhang, das meldet die New York Times.
“Rent” feierte am 29. April 1996 im Nederlander Theatre seine Broadway-Premiere und war Startpunkt vieler Karrieren, unter anderem von Taye Diggs, Wilson Jermaine Heredia, Jesse L. Martin, Idina Menzel, Adam Pascal, Anthony Rapp und Daphne Rubin-Vega.
In der Geschichte der “Longest Running Broadway-Shows” liegt “Rent” derzeit auf Platz 7.
Martin Bruny am Dienstag, den
15. Januar 2008 um 23:56 · gespeichert in Wien

“Viktor”, das neue Musical von Harald Buresch, ist eine phantasievolle Show über eine Liebesroman-Autorin, deren Protagonistin eines Tages zum Leben erwacht. Als ihr Mann Viktor sie schließlich mit der schönen Heldin betrügt und sich Realität und Fiktion immer mehr vermischen, sieht die Autorin nur mehr einen Ausweg.
Cast
Sonja Kraushofer als Schriftstellerin Marie Simon
Harald Buresch als deren Mann Viktor und
Saskia Bade als Romanheldin Sarah
Die Uraufführung findet im März 2008 in Wien statt. Nähere Infos demnächst auf haraldburesch.at.
Martin Bruny am Sonntag, den
13. Januar 2008 um 12:36 · gespeichert in Wien
“Wildhorn.com”, der offiziellen Site des Komponisten Frank Wildhorn, ist zu entnehmen, dass David Leveaux als Regisseur der Wien-Produktion von “Rudolf” verpflichtet wurde.
Vereinigte Bühnen Wien has announced a late February 2009 opening for Rudolf in Vienna, Austria. The German-language premiere of the show will take place at the Raimund Theater. Auditions will be held in Vienna, as well as Cologne and Hamburg, Germany, in January and Feburary 2008. This production will be directed by David Leveaux (The Real Thing, Nine, Fiddler on the Roof).
Leveaux wurde bis dato fünf Mal für den begehrten Tony Award nominiert, sein Broadway-Debüt als Regisseur gab er 1984 mit “A Moon for the Misbegotten”. Eine Übersicht über seine bisherigen Produktionen bietet broadway.com.
“Rudolf” ist ab Februar 2009 im Wiener Raimund Theater zu sehen.
Martin Bruny am Sonntag, den
13. Januar 2008 um 12:18 · gespeichert in Filmmusical

Grundsätzlich beweist die Verfilmung von Stephen Sondheims Musical “Sweeney Todd” vor allem eines: Das Starprinzip funktioniert. Mit Stars wie Johnny Depp kann man, wenn man es gut macht, das ist immer die Voraussetzung, fast alles popularisieren. In der BILLBOARD-Ausgabe vom 19. Januar 2008 schreibt Stephen Sondheim seine eigene kleine Geschichte, ist doch der Soundtrack zu “Sweeney Todd” seine erste Top 20-CD. Nicht etwa in den Soundtrack-Charts oder irgendwelchen Spezial-Charts, sondern in den ganz offiziellen BILLBOARD 200. Das heißt nicht, dass vom “Sweeney Todd”-Soundtrack Millionen verkauft wurden, genau genommen definitiv noch weniger als 500.000, aber es bedeutet, dass eine beachtliche Anzahl abgesetzt werden konnte. Und wer hätte gedacht, dass sich ein Stephen Sondheim je mit Radiohead oder Alicia Keys matchen würde.
Veröffentlicht wurde der Soundtrack am 18. Dezember 2007. Die CD stieg auf Platz 56 in die Charts ein, kletterte auf Rang 23 in der zweiten Woche und liegt nun in den Top 20. In den “Top Soundtrack Charts” ist “Sweeney Todd” auf Platz 4 zu finden, in den “Top Digital Albums Charts” auf Rang 6, in den “Top Internet Album Charts” auf Platz 7.
Auch die Cast Recordings von “Sweeney Todd” profitieren vom Erfolg der Verfilmung. Die Aufnahme des jüngsten Revivals liegt diese Woche auf Rang 15 in den “Top Cast Album Charts”. Die Originalaufnahme des Musicals findet sich auf Rang 8.
Auch in den Box-Office-Charts schlägt sich “Sweeney Todd” äußerst gut. Bis dato hat der Streifen 38,5 Millionen Dollar eingespielt, am vergangenen Wochenende rund 5,4 Millionen. Es ist damit so gut wie sicher, dass “Sweeney Todd” schon bald den Erfolg der Filmversion von Andrew Lloyd Webbers “The Phantom of the Opera” toppen wird. Joel Schumachers Streifen konnte in den USA insgesamt 51,3 Millionen Dollar einspielen.
Martin Bruny am Sonntag, den
13. Januar 2008 um 01:29 · gespeichert in Event-Tipps
| 7. Februar 2008 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Andrew Lloyd Webber: Jesus Christ Superstar
Stadttheater Klagenfurt: Premiere, 7. Februar 2008, 19.30 Uhr
Musik. Leitung: Jeff Frohner
Regie: Josef E. Köpplinger
Choreographie: Ricarda Regina Ludigkeit
Bühne: Rainer Sinell
Kostüme: Gera Graf
Choreinstudierung: Alexander Kowalsky
Dramaturgie: Sylvia Brandl
Mit
Juliana De Aquino, Lorna Dawson, Charlie Fischer, Claudia Kraxner, Asha Lindsey, Tina Podstawa, Nora Schleicher, Susanne Seimel, Dijana Torriani, Marianne Varga, Frank Berg, Marvin Dietmann, Dominik Hofbauer, Otto Jaus, Willi Jeschofnik, Denis Kozeluh, Peter Lesiak, Dave Mandell, Alexander Moitzi, Previn Moore, Hannes Muik, Mark Nordike, Boris Pfeifer, Daniel Prohaska, John Ramsten, Christian Schleinzer, Stefan Schmitz, Krassimir Tassev, Erwin Windegger
Chor des Stadttheaters Klagenfurt
JCS-Orchester
In englischer Sprache
mit deutschen Übertiteln
Sommertermine
25. Juli bis 9. August 2008
Martin Bruny am Sonntag, den
13. Januar 2008 um 01:17 · gespeichert in Event-Tipps
| 7. Februar 2008 |
| 20:00 | bis | 22:00 |
Darfur & Black History Month Concert 7 th February
Birdland, 1010 Wien starts 8pm
Star studded line up: Eddie Cole, Kim Cooper, Lynne Kieran, Johnny K Palmer, Victoria Quattelbaum, Norman Stehr (M.C.), Ronny Vero, Danià©l Williams, the Gospel Group and on music Michi Fischer from Cenario.
Will take you on a journey of cultural integration, that has provided over 100’s of years of musical influence - to become the leader of modern pop culture. A journey that started with the degradation of slavery but progressed to the successes of the civil rights movements, an end to racial segregation and a celebration of liberties for all. From gospel, to jazz, from motown to hip hop. A non stop singing extravaganza will be served up.
Tickets: 25 Euro, freie Platzwahl: www.wien.ticket.at
Martin Bruny am Samstag, den
12. Januar 2008 um 23:31 · gespeichert in Event-Tipps
| 22. Januar 2008 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Wolken am Himmel von Harry Anspach
Ateliertheater Wien, 22. Jänner bis 8. Februar 2008, 19.30 Uhr
Ganz junge Ehefrau, älterer Ehemann, dessen geschiedene Frau, deren Sohn, ein alter Freund
der Familie der nur Peinlichkeiten verbreitet und das heillose »Liebesdurcheinander«
nicht durchschaut und von der überraschenden Lösung überwältigt ist.
Eine turbulente Komödie.
Regie: Andreas Roder
Es spielen: Eva Bruckner, Gunda Reumann-Zöchling, Veronica Zahorik, Teddy Repototschnig, Ernst Christian Mathon und Max Mayerhofer
Ausstattung: Manfred Tscherne, Regieassistenz: Karmen Dzeko, Ton: Roland Tscherne
Martin Bruny am Samstag, den
12. Januar 2008 um 18:30 · gespeichert in Castingshows
Und wenn “Musical! Die Show!” gar nichts getaugt hätte, für ein paar Momente lohnte sich das Zusehen allemal, denn die überschäumende Freude von Vincent Bueno und sein Schrei “Bist du deppat, Oida”, als er zum Sieger des Castings erklärt wurde, waren bemerkenswert, vergleichbar mit jener berühmten Szene aus dem Sylvester Stallone-Film “Rocky”, als der völlig zerschundene Boxer im Ring siegt und nur mehr Brüllen kann - von seinen Emotionen völlig überwältigt.
Auch Momente mit Sylvester Levay waren sehenswert, ein Künstler, der es versteht, Emotionen, die er empfindet, so zu artikulieren, dass man sie auch nachvollziehen kann. Wenn er bei der Bekanntgabe des Siegers mit auf der Bühne gewesen wäre, hätten Bueno und er wahrscheinlich eine Runde Csardas getanzt. Schöne Szenen, als Levay als Komponist von “Elisabeth” für ein paar Sekunden abgefeiert wurde.
Im Prinzip stellt sich bei “Musical! Die Show” die Frage, ob es eigentlich ums Musical oder nur zufällig ums Musical ging. Hat der ORF jetzt Musical abgehakt und kommt als nächstes ein Rockband-Casting, mit den besten Hits von Led Zeppelin und Co. die man sowieso auf jedem billigen Sampler finden kann? Ja, ich kann mir selbst die Begründung dafür liefern, warum in acht Sendungen nur “The Greatest Hits” aus dem Musicalbusiness zu hören waren, aber das macht die Sache nicht besser. Ein bisschen hat mir das Commitment gefehlt, das zu einem Musicalcasting dazugehört. Es war beispielsweise eine merkwürdige Erfahrung, zu hören, dass von einem “Ballett” gesprochen wurde, wenn man das Tanzensemble meinte. Die Namen der einzelnen Mitglieder des Tanzensembles wurden bewusst nicht genannt, auch nicht auf Nachfrage, obwohl etliche bekannte Leute darunter waren, wie zum Beispiel Albert Kessler. Das Mischmasch aus in englisch und deutscher Sprache gesungenen Musicalsongs, obwohl es fast alle gut übersetzt auch in deutscher Sprache gibt, wie definitiv “Das Phantom der Oper” - alles Faktoren, die auf ein eher heilloses Durcheinander schließen lassen. Musterbeispiel dafür ist jenes “Cats”-Medley, das alle Kandidaten gemeinsam brachten, bei dem die Zuschauer aber teilweise mit Songs konfrontiert wurden, die mal beim Song Contest zu hören waren. Freilich hat der ORF verabsäumt, eine genaue Auflistung jener Lieder bereitzustellen, die in diesem Medley verarbeitet wurden. Vielleicht in der Annahme, dass das den Zusehern ohnedies völlig egal ist? Wenn man aber so an die Konzeption einer Show herangeht, dann kann auch nicht der Erfolg draus werden, der möglich gewesen wäre, trotz akzeptabler Quoten. Das trifft nicht zuletzt auch auf den Preis zu, den es zu gewinnen gab. Zuerst war es eine Rolle bei “We Will Rock You”, dann irgendeine Rolle, danach ein Geldbetrag, zweckgebunden an eine Ausbildung, schließlich sind es 50.000 Euro geworden, mit denen der Gewinner machen darf, was er möchte.
Es spricht an sich nichts dagegen, eine weitere Staffel dieses Castingformats irgendwann auf Sendung zu schicken, allerdings unter Einbeziehung jener Leute, die im Land die wichtigsten Positionen im Ausbildungs- und Arbeitsmarkt innehaben, also beispielsweise Theater und Schauspiel-/Musicalschulen leiten. Würde sich hier ein Weg finden, gemeinsam ein sinnvolles Konzept zu entwickeln, könnte das eine durchaus spannende Sache werden.
Manchmal hatte man, auch in der letzten Folge dieser ersten Staffel, den Eindruck, dass die Sendung fast zu einer Parodie des Genres Fernsehcasting abdriftete. Das macht sie teilweise sympathisch, denn bierernst könnte es ohnehin bald in Deutschland werden, wenn man da auf Sendung geht.
Die Songs:
Opener der Ausgeschiedenen mit Alfons Haider: “You Can’t Stop the Beat” aus “Hairspray”
Gudrun Ihninger: “Only You” aus “Starlight Express”
Vincent Bueno: “Grease Lightning” aus “Grease”
Eva Klikovics: “The Winner Takes It All” aus “Mamma Mia!”
Gudrun Ihninger: “Mein Herr” aus “Cabaret”
Vincent Bueno: “The Music of The Night” aus “The Phantom of the Opera”
Eva Klikovics: “All That Jazz” aus “Chicago”
Vincent Bueno & Eva Klikovics: “Boote in der Nacht” aus “Elisabeth”
Die Ausgeschiedenen: “Fame” aus “Fame”
Tanznummer: “Too Darn Hot” aus “Kiss Me, Kate”
Kandidaten und Ausgeschiedene: “There’s No Business Like Show Business” aus “Annie Get Your Gun”
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