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Archiv - 2010

Stefan Reil - “Der neue Uwe Kröger”? - KURIER trampelt ins Musicalnäpfchen

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Also wirklich, der oarme Bua. Da begleitet man Marika Lichter zur Premiere des Filmmusicals “NINE”, ist Musicaldarsteller und blond und muss sich von einer Zeitungs-Klatschtante nicht nur als Hengst, pardon “Pferd im Stall von Marika Lichter” bezeichnen lassen, sondern auch noch als Kröger-Nachfolgemodell. Um ausgerechnet Stefan Reil als “nächsten Uwe Kröger” zu apostrophieren, da muss man schon ein bisserl wenig vom Musical Ahnung haben, und vor allem von Stefan Reil. Immerhin ist er nicht gerade einer Ausbildungsstätte für hoffnungsvolle Jungtalente entsprungen, sondern kann auf eine ganze Reihe von Produktionen zurücksehen, unter anderem “Hallo Steward! Boeing Boeing, andersrum”, eine herrliche Klamotte, die im Palais Nowak vor wenigen Wochen zu sehen war. Aber “demnächst”, so der KURIER, tritt er ja an der Wiener Volksoper in “Hello Dolly” auf, also eigentlich heißt das ja “Hello, Dolly!” und mit “demnächst” prägt der KURIER halt eine eigene Zeitvorstellung, denn demnächst gibts keine Dolly an der Volksoper, das dauert schon noch ein Wengerl. Schlimm, was heute an Boulevardberichterstattung in Zeitungen wie dem KURIER geboten wird.

Theater Dortmund: lebendig begraben

5. März 2010
20:00bis22:00

Theater Dortmund: lebendig begraben
Schauspielhaus/Probebühne3

Nach Edgar Allan Poe
Mit Günther K. Harder und Patrick Jurowski
Regie: Wolfgang Türks

premiere | 5. März 2010, 20.00 Uhr

»Ich hörte ein leises Stöhnen. Es war kein Schmerzensseufzer, kein Seufzer aus Kummer, es war der leise erstickte Ton, der sich aus der Tiefe einer von maßlosem Entsetzen gequälten Seele losringt. Ich kenne diesen Ton wohl. Manche Nacht, wenn alle Welt schläft, steigt er aus meinem Herzen auf, und sein schreckensvolles Echo erhöht das Grauen noch …«

Edgar Allan Poes Horrorgeschichten sind berühmt. Die Schrecken seines Werkes scheinen kaum von den Schrecken seines von Wahn geprägten Lebens zu trennen zu sein. So ist das Erschreckendste an seinen Texten wohl auch der Eindruck, einem ganz persönlichen Schrecken beizuwohnen, einem Schrecken, der der Unsrige sein könnte.
Aus seinen drei Kurzgeschichten »Das verräterische Herz«, »Lebendig begraben« und »Die Grube und das Pendel« hat Regisseur Wolfgang Türks zusammen mit den Schauspielern Günther K. Harder und Patrick Jurowski einen Theaterabend gemacht, der sich mit den Ängsten des Menschen beschäftigt: Ein Mann kommt nicht von dem Gedanken los, lebendig begraben zu werden. Ein Anderer wird zum Mörder, weil er die Eindrücke seiner Wahrnehmungen nicht mehr richtig zuordnen kann. Ein Dritter kann nicht anders, als die Dunkelheit, in der er gefangen ist, Schritt für Schritt zu erkunden.
Was passiert, wenn uns unsere Angst lähmt – wenn wir nicht mehr wissen, was wir glauben sollen, wenn wir nicht mehr unterscheiden können zwischen imaginierten Monstern und der Wirklichkeit?

Wolfgang Türks studierte erst Musical, dann am Wiener Max Reinhardt Seminar Regie. Er stand unter anderem in München, Erfurt, Bregenz und Dortmund auf der Bühne und inszenierte bereits in Wien, Hamburg und Chemnitz.

KAMARAS vs LOEBER

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Bühne Baden: Musical - Late Night Show

28. März 2010
21:00bis23:00

Bühne Baden: Musical - Late Night Show

Benefizkonzert zugunsten Nachbar in Not
Vorstellung 28. März, 21.00 Uhr

Anlass dieses einmaligen Events ist der Abschied der Produktion “West Side Story” und das Ende der Winterspielsaison. Darsteller wie Darius Merstein-MacLeod, Ines Hengl-Pirker, Maricel Wölk oder Vincent Bueno präsentieren einen beschwingten Querschnitt durch die Welt des Musicals.

Der Reinerlös dieses Benefizkonzerts kommt den Erdbebenopfern in Haiti über die Organisation NACHBAR IN NOT zugute. Es spielt das Orchester der Bühne Baden unter der Musikalischen Leitung von Franz Josef Breznik.

Musikalische Leitung: Franz Josef Breznik

Besetzung
Birgit Breinschmid / Ines Hengl-Pirker / Katrin Lindvai / Kerstin Löcker / Julia Melcher / Jasmina Sakr / Rita Sereinig / Maricel Wölk // Vincent Bueno / Eleftherios Chladt / Michael Fischer / Valentin Frantsits / Thomas Huber / Albert Kessler / Jonas Kägi / Darius Merstein-MacLeod / Richard Schmetterer / Christian Zmek

Off-Broadway Musicaltheater München: Zara 47

4. März 2010
20:30bis22:30

Off-Broadway Musicaltheater München: Zara 47

Am 03. März feiert die One-Woman-Show »Zara 47 – Wollt ihr das totale Lied« seine Premiere am neuen Off-Broadway Musicaltheater in München.

Peter Lunds Musical Solo erzählt die Geschichte der arbeitslosen und vereinsamten Zarah Leander, die 1947 auf ihrem Gut Lonö in Schweden allein ihren 40. Geburtstag feiert. Wenige Jahre zuvor war sie noch der umjubelte Star der UFA, nun wartet Zara vergebens auf Geburtstagsgäste und Angebote. In Schweden Persona non grata, in Deutschland mit Berufsverbot belegt, sinniert die ausgemusterte, unausgelastete Diva in einem furiosen Monolog über ihre Karriere. Die Auseinandersetzung mit ihrer Nazivergangenheit, von der Behauptung, nichts gewusst zu haben, bis zur bitteren Erkenntnis der eigenen Lebenslüge wird von ihren teils schwermütigen Liedern wie z. B. »Kann denn Liebe Sünde sein«, »Der Wind hat mir ein Lied erzählt« und »Sag nicht Adieu« begleitet.

Als Zara zu sehen: Nina Janke. Die Darstellerin absolvierte ihr Musical-Studium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Sie war Stipendiatin des Deutschen Bühnenvereins und Preisträgerin des Bundeswettbewerbes Jugend musiziert in der Kategorie Musical.

Janke spielte bisher bei den Bregenzer Festspielen in der »West Side Story« und verkörperte in München und Ingolstadt die Rolle der Audrey II und der Ronnette im Musical »Der Kleine Horrorladen«. Sie sang in Konstantin Weckers Kinder-Musical »Pinocchio« und war im Sommer 2006 bei den Schlossfestspielen in Ettlingen in »Anything Goes« zu sehen. Danach spielte sie im Prinzregententheater München im »Sommernachtstraum«. Im März 2007 wurde sie gemeinsam mit ihren Kollegen mit der “TZ-Rose” für besondere Ensembleleistungen in »Hello Again«, einer Produktion des Akademietheaters München ausgezeichnet. Am Theater des Westens in Berlin war sie Ensemblemitglied des Musicals »Tanz der Vampire«. Im Colosseum Theater Essen war Nina Janke als Flora und im Ensemble des Musicals »Ich will Spass« zu erleben. In dieser Spielzeit war Nina Janke bereits als Wilddrude in Astrid Lindgrens »Ronja Räubertochter« im Schauspielhaus Düsseldorf zu sehen. Nina Janke spielte außerdem in verschiedenen Kino- und TV-Produktionen, wie z. B. in Caroline Links »Im Winter ein Jahr« oder in »Aufs Glatteis geführt« (Regie Markus Henssler).

Nina Jankes Interpretation der Zara wird in München von der erfolgreichen Regisseurin Silvia Armbruster in Szene gesetzt. Begleitet wird Nina Janke von Wolfgang Hammerschmid am Klavier.

Musicals in und rund um Wien herum: “AIDA” und “THE COLOR PURPLE”

The Color Purple (film)Image via Wikipedia

Musicals, es gibt sie noch, und in den nächsten Monaten feiern ein paar recht bekannte Exemplare dieses Genres in Wien und rund um Wien herum ihre Premieren.

Den Beginn macht das Theater im Neukloster im Mai 2010 mit Elton Johns “AIDA”. Genau genommen liegt das Theater in Wiener Neustadt und ist mittlerweile berühmt dafür, kleine Produktionen von großen Hits und von Geheimtipps auf die Bühne zu stellen. In den letzten Jahren zu sehen: “High School Musical”, “Into the Woods”, “Footloose”, “Beth und ihre Schwestern”, “Children of Eden” und viele andere. Nähere Details gibt es demnächst auf der Website des Theaters — > hier

Ein kleines großes Geheimnis ist derzeit eine Theatergruppe oder ein Theaterunternehmen namens “Bohemniacs”. Kein Mensch weiß, wer hinter diesem Namen steckt, wer die Unternehmungen finanziert, eines ist aber sicher: Das erste Projekt der Gruppe ist “The Color Purple”, die Broadway-Show aus der Feder von Brenda Russell, Alee Willis und Stephen Bray (alle drei für die Musik verantwortlich) und Masha Norman (Libretto), basierend auf dem gleichnamigen Roman der Pulitzer-Preisträgerin Alice Walker und der Verfilmung ebendieses Romans durch Stephen Spielberg. Für Oktober 2010 ist die Premiere in der Wiener Stadthalle geplant. Nähere Details vermutlich demnächst. Eine erste Ankündigung gibt es –> hier

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Vivan Bhatti - der Star aus “Frühlings Erwachen”

Man mag zur jüngsten Verfilmung des Wedekind-Dramas “Frühlings Erwachen” stehen, wie man mag, beispielsweise könnte man meinen, dass sie immer dann stark war, wenn sie recht “theatralisch” über den Bildschirm kam, und immer dann recht plump, wenn mit Wucht auf Gegenwart getrimmt wurde, aber eines ist unbestreitbar: Der Film hat einen echten Star, und das ist die Musik. Verantwortlich für die musikalische Untermalung der Verfilmung: Vivan Bhatti.

Der Künstler studierte Musik an der Hochschule für Musik in München und der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf. Als E-Gitarrist und Klassischer Gitarrist wirkte er mit in diversen Projekten, Bands und Ensembles aus dem klassischen Bereich bis hin zu Rock, HipHop und auch Neue Musik und war auf Tourneen in Deutschland Österreich und der Schweiz.

Vivan Bhatti komponierte Musik für diverse Kurzfilme und Theaterproduktionen. Mit Nuran David Calis verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit an den Theatern in München (”Romeo und Julia”, 2003), Hannover (”urbanstories”, 2005), Essen (”Homestories”, 2006), Wien (”Die Räuber”, 2006) und Hamburg (”Schwarz”, 2006). Am schauspielhannover arbeitete er erneut mit ihm zusammen in der Produktion “Frühlings Erwachen!” in einer Bearbeitung von Nuran David Calis nach Frank Wedekind.

Bhattis Kompositionen zur Wedekind-Verfilmung sind die besten Beispiele dafür, wie stark die Wirkung eines Films von seiner Musik geprägt wird. Mehr von ihm unter anderem auf seiner MySpace-Site –> hier und –> hier

Festspiele Reichenau: Der Weg ins Freie

9. Juli 2010
19:30bis22:30

Festspiele Reichenau: Der Weg ins Freie
PREMIERE: Freitag, 9. Juli 2010, 19.30 Uhr
THEATER REICHENAU - GROSSER SAAL

Nach den vielen Schnitzler-Produktionen, die bei den Festspielen Reichenau im Verlauf von zwanzig Jahren gezeigt wurden, wird diese Romanbearbeitung insbesondere ein JUNGER SCHNITZLER sein. Ein Stück, in dem junge Menschen und ihre Lebenspläne im Mittelpunkt stehen. Die Konzentration auf die eigene Karriere, die einen »Weg ins Freie« ohne feste Bindung und Verantwortung als den richtigen Weg erscheinen lässt. Es geht um Freundschaften zwischen jungen Menschen, wie sehr diese durch gesellschaftliche, moralische und politische Vorurteile belastet sein können, und wie sehr sie auch in dieser Richtung den »Weg ins Freie« suchen, wo man ungestört für die eigene Ideologie leben kann.

Stefan Slupetzky hat aus seiner persönlichen Perspektive als Wiener Schriftsteller mit jüdischen Wurzeln eine sehr engagierte Bühnenfassung aus Schnitzlers Roman der Wiener Fin-de-sià¨cle-Gesellschaft in einer eskalierenden politischen Situation gemacht. Wo sich nach außen derb und aggressiv die Auseinandersetzungen der Parteien im Parlament und auf der Straße abspielen, herrscht im privaten Raum der stille Schwebezustand zwischen Lüge, Unentschlossenheit und Hoffnung.
Der Weg ins Freie

Erfolgreiche, junge Schauspieler, wie Manuel Rubey und Katharina Straßer, die sich gerade auf einem bemerkenswerten Weg ihrer Karriere befinden, werden erstmals bei den Festspielen Reichenau in den Hauptrollen zu sehen sein, umgeben von einem Ensemble von bekannten Größen, die man so gerne hier auf der Bühne sieht.

Maria Happel wird erstmals Schnitzler inszenieren, was nach ihren ausgezeichneten Arbeiten an Nestroy und Doderer viel erwarten lässt – und sie wird auch wieder mitspielen!

Georg von Wergenthin, Komponist: Manuel Rubey
Anna Rosner, bürgerliches Mädchen: Katharina Straßer
Josef Rosner, ihr Bruder: David Oberkogler
Vater Rosner: Toni Slama
Bermann, Schriftsteller: Marcello de Nardo
Alter Dr. Stauber, Arzt: Paul Wolff-Plottegg
Dr. Berthold Stauber, Abgeordneter: Gerrit Jansen
Eine reiche jüdische Familie:
Vater Salomon Ehrenberg: Rainer Frieb
Mutter Ehrenberg: Marianne Nentwich
Else Ehrenberg, Tochter: Ruth Brauer
Therese Golowski, junge Sozialistin: Nike van der Let
Sissy Wyner, Salondame: Karin Kofler
Stanzides, Offizier: Alexander Rossi
Pianistin Eißler: Maria Happel

Regie: Maria Happel
Bühne: Peter Loidolt
Kostüme: Erika Navas
Licht: John Lloyd Davies

“Musical Rocks” - auch 2010

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Es war ein zäher Beginn mit “Musical Rocks”. Jede Menge an Missverständnissen gabs! Man wusste nicht, wer singen würde, man konnte sich unter dem Marketinggeschwafel, in das die Vorankündigungen gegossen waren, nichts vorstellen. Und doch scheint “Musical Rocks” nun auf Schiene zu sein. Nach einem quasi Try-out letztes Jahr wird es 2010 weitere Vorstellungen des Showkonzepts geben. Was kann man sich erwarten?

Nun “Musical Rocks” ist in ihren besten Momenten eine die Sinne betörende Show. Altbekannte Musicalmelodien gehen mit coolen Elektrogrooves eine neuartige Symbiose ein, pulsierende Videoequenzen mit unglaublichen 3D-Effekten auf einer 72 Quadratmeter großen Leinwand, fantastische Sänger und Tänzer steuern auf ein Ziel hin: Musicalekstase. Das ist das Ziel, und das zu erreichen, daran wird hart gearbeitet.

Die nächsten Termine:
17.09.und 18.09.2010, ab 19.30 Uhr im Museumsquartier, Halle E (Museumsplatz 1, 1070 Wien)
Die Tickets sind erhältlich über www.ticketorder.at

Schweizer Medien zur “Swingerclub-Installation von Schweizer Künstler” in der Wiener Sexession äh Secession

Nicht unlustig ist die Debatte, die es in der österreichischen Medienlandschaft derzeit zur Aktion “Secession goes Puff” gibt. Da aber ja nun ein Schweizer Künstler auf die Idee kam, die Secession zum zügellosen Sex anzumieten, kommen nun auch die Schweizer Medien ins Spiel. So schreibt “suedostschweiz.ch”:

Swingerclub-Installation von Schweizer Künstler entrüstet Wiener
Hohe Wellen schlägt seit dem Wochenende die neue Ausstellung von Christoph Büchel in Wien: Der 44-jährige Schweizer Künstler bespielt das Untergeschoss der Secession mit einem echten Swingerclub.
Wien. – Tagsüber werden jene Besucher, die sich für das Beethovenfries interessieren, durch die leeren Räumlichkeiten geschickt (Jugendliche ausgenommen), in der Nacht läuft im «Element6» Normalbetrieb, wie Secessions-Pressesprecherin Urte Schmitt-Ulms der APA bei einem Lokalaugenschein erklärte.
Der Künstler ist bekannt dafür, dass er in seinen Rauminstallationen und Projekten reale Gesellschaftszustände inszeniert und soziale Situationen in den Kunstraum transportiert. So installierte er etwa vor einigen Jahren in Kassel ein Solarium, einen Billig-Supermarkt und ein Wettbüro im Fridericianum.
Die Einnahmen aus den Eintrittspreisen kommen dem «Verein der kontaktfreudigen Nachtschwärmer» zu, der für die Dauer der Ausstellung von der Kaiserstrasse in die Secession gezogen ist.
Die ausgelöste öffentliche Diskussion ist intendiert: So spielt Büchel auf jenen Aufruhr an, den Gustav Klimt einst mit seinem Beethovenfries ausgelöst hat. Dieses sei heute kein Skandal mehr, so die Pressesprecherin der Secession, die Installierung eines Swingerclubs in den Räumlichkeiten der Secession hingegen sei der damaligen Situation ähnlich. (sda)

Skandal? Ach bitte, die ganze Aktion ist so auf Skandal angelegt, dass es natürlich keinen gibt. Es ist eher eine Peinlichkeit für die Stadt Wien, dass sie offensichtlich nicht in der Lage ist, dort steuernd einzugreifen, wo man schon überlegen sollte, ob es nicht Sinn machte. Aber wie schon berühmte Vorbilder hat Ursula Stenzel ihre Händchen in Unschuld gewaschen, da sind wir uns ganz sicher, bevor sie das Ansuchen um Genehmigung (einer Förderung) unterschrieben hat.

Ein bisschen dreist ist es freilich schon, den Namen Gustav Klimts quasi als Rechtfertigung ins Spiel zu zerren. Das Beethovenfries mit Gruppensex in Beziehung zu setzen ist allerdings schon wieder so lustig, dass man vielleicht drüber lachen sollte. Und wie wärs mit einem Fleshmob äh Flashmob in der Secession, um einfach mal über all diese “Realitäten” zu lachen, in bunten Narrenkostümen mit ganz langen Nasen, von wegen Phallus und so, man muss den Leuten dann ja was bieten.

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