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Archiv - 2010

Friedrich Kurz mit Marcus Mockler: Der Musical-Mann

Es ist eine Art Entzauberung, die man beim Lesen des Buches »Der Musical-Mann«, der Autobiografie von Friedrich Kurz, erfährt. Vor dem Lesen ist das Image des Musical-Machers intakt, die Zeit hat ihren gnädigen Mantel über Niederlagen wie den Broadway-Flop »Carrie« gebreitet. Was zählt: Er brachte »Cats«, »Starlight Express« und »Das Phantom der Oper« nach Deutschland, machte aus Hamburg eine Musicalmetropole und schrieb mit dem Stella-Konzern Geschichte. Die Erwartungshaltung an das Buch ist geprägt von der Hoffnung, mehr darüber zu erfahren, wie diese Erfolgsproduktionen Gestalt annahmen.
Nach der Lektüre bietet sich dem Leser ein entzaubertes Bild. Kurz nutzt die Chance auf Öffentlichkeit für platte Selbststilisierung. Musicaldarsteller werden nur erwähnt, wenn man sich in ihrem Glanz spiegeln kann, Regisseure, anderes kreatives Personal meist mit Zusatz eines Possessivpronomens; nicht die »kreative Arbeit« an Musicalproduktionen steht im Vordergrund, der Manager legt vielmehr viel Wert auf die Schilderung seiner Existenz im Jet Set, seiner exklusiven Flüge mit der Concorde und seines Lebens in einem New Yorker Wolkenkratzer, in dem auch Mick Jagger wohnte. Namedropping ist in diesem Buch das Salz in der Suppe – nein, es ist die Suppe. Keine der wenigen erklärenden Fußzeilen betrifft das Musicalgenre, dem Leser wird vielmehr beispielsweise erläutert, was ein »Mach« ist, also die Kennzahl der Geschwindigkeit. Dies ganz genau zu wissen, um die Exklusivität eines Flugs mit der Concorde zu verstehen, schien den Autoren wohl unvermeidbar.
Das vorliegende Druckwerk ist auf der anderen Seite ein erheiterndes Dokument geschickter Geschichtsklitterung. Natürlich »muss« man nicht ausführlich auf die Wiener Stellung im Zuge von Lloyd Webbers Siegeszug im deutschsprachigen Raum eingehen, wenn man als Deutscher »Cats« in Hamburg etabliert hat, aber … die Wiener Produktionen von »Cats« und »Das Phantom der Oper« waren nun mal Jahre vor den deutschen Erstaufführungen als deutschsprachige Uraufführungen in Wien zu sehen. Wenn man völlig losgelöst von Wien agiert haben will, warum erwähnt man Wien nicht einfach gar nicht? Stattdessen nützt Kurz sein Buch als Anlass für ein spätes, niveauloses Intendantenbashing. Die Fehde, die Kurz nach Jahrzehnten mit dieser Autobiografie in Bezug auf Peter Weck wieder aufnimmt, ist aber nur eine von vielen. Fast hat man den Eindruck, als würde der Gescheiterte nach all den Jahren der Demütigung einfach mal gern nachtreten wollen. Es ist ein klein wenig billig, wenn Kurz über Peter Weck anlässlich einer »Bambi«-Verleihung schreibt: »Am nächsten Abend sah ich dann im Fernsehen, wie Andrew den populären Preis entgegennahm. Ausgezeichnet wurde er für »Cats«. Es tat mir ein bisschen weh, dass Peter Weck aus Wien die Trophäe überreichte. Dort lief »Cats« zur selben Zeit wie in Hamburg, allerdings mit staatlicher Hilfe. […] Weck hatte später jedenfalls viel Ärger, als publik wurde, dass »Cats« in Hamburg enorme Gewinne für die Investoren und die Stadt Hamburg einfuhr, während Wien mit dem Stück riesige Verluste machte. Hier wurde nun meiner Ansicht nach einmal öffentlich, wie schlecht organisiert und wenig profitorientiert Teile der Theaterlandschaft im deutschsprachigen Raum sind. Weck war wenig später nicht mehr Intendant. Persönlich getroffen haben wir uns nie, aber er hatte in der Planungsphase von »Cats« unzählige Lügenmärchen über mich verbreitet […].« Das dann doch Ärgerliche und wenig Erheiternde solcher Passagen? Es werden bewusst Tatsachen verdreht, die Autoren gehen großzügig mit dem Zeit-Raum-Gefüge um und einiges ist, mit dem Wissensstand von heute, einfach falsch. »Cats« lief zwar einige Zeit parallel mit Hamburg, aber seine deutschsprachige Uraufführung hatte das Stück drei Jahre vor der deutschen Produktion in Wien. Dass Kurz den »Cats«-Übersetzer der Wiener Version Michael Kunze in diesem Werk mit keinem Wort erwähnt, hat seinen Grund, spricht man doch in der Fachliteratur davon, dass der Impresario sich einfach die Tantiemen von Kunzes Übersetzung sparen wollte und sie daher von einigen Mitarbeitern abkupfern ließ. Dass das subventionierte Theaterwesen in Wien für die Stadt nicht Verluste einbringt, sondern über Umwegrentabilität satte Gewinne, ist heute allgemein bekannt, zählt für Kurz aber natürlich nicht. Dass er für das Theater, in dem »Cats« in Hamburg lief, keine Miete zahlen musste, rechnet er natürlich nicht zum Kapitel »staatliche Subventionen«, kann er auch schlecht, da er ja dagegen gebetsmühlenartig immer und immer wieder wettert. Dass auch Ute Lemper einen Seitenhieb abbekommt, weil sie an dem Abend der oben erwähnten Preisverleihung zufällig »Memory« gesungen hat, spricht Bände. Kurz: »Ute Lemper […] war als 19-jähriges Talent für das Musical in Wien entdeckt worden. Später klagte sie, was für ein unmenschliches System das gewesen sei. Sie habe unglaublich hart arbeiten müssen – achtmal in der Woche auf der Bühne stehen, singen und tanzen. Mein Mitleid hielt sich in Grenzen.« Dass das Buch stilistisch mehr einer Fortsetzungsreportage für die »Bunte« oder »Das Echo der Frau« ähnelt als einer wohl überlegten und ausformulierten Buchpublikation, Schwamm drüber. Nicht umsonst steht Marcus Mockler als »Mitautor« am Cover des Buches. Schön wäre es gewesen, nicht von all dem Selbstmitleid zu lesen, das Kurz schildert, weil Robert Redford ihm seine Freundin ausgespannt hat – während er gleichzeitig eingestehen muss, selbst fremdgegangen zu sein. Wenn ihm dann schließlich in einem ausführlichen Kapitel Gott in einem Hotelzimmer leibhaftig begegnet – dann spätestens ist es zumindest für mich vorbei mit dem Versuch, verstehen zu wollen.
Fazit: Wir erfahren in diesem Buch letztendlich über die Musicals, die Friedrich Kurz nach Deutschland brachte, nicht mehr, als aus alten Zeitungsberichten und Interviews bereits bekannt war, wir erfahren nichts Konkretes über den »Verkauf« von »Stella«, keine Details. Der Schlusssatz des Buches: »Ewiger Schöpfer, erleuchte die Welt.« Es soll der Schlusschorus eines Musicals sein, das Friedrich Kurz in einigen Jahren in Deutschland zur Aufführung bringen will: »Michelangelo«. Man kann nur hoffen, dass »Der Musical-Mann« als Promotionmaschine dafür keine Fehlzündung war. Amen!

Friedrich Kurz mit Marcus Mockler: Der Musical-Mann. Er brachte Cats, Starlight Express und Das Phantom der Oper nach Deutschland – Ein steiler Aufstieg, ein tiefer Fall und eine Begegnung mit Gott, die alles veränderte. Gerth Medien, Asslar 2010. 224 S.; (Hardcover) ISBN 978-3-86591-405-7. EUR 14,95

Kultursommer Schloss Wolkersdorf: Premiere für Dario Fos “Offene Zweierbeziehung” mit Christoph Fälbl & Angelika Niedetzky

30. Juli 2010
20:00bis21:30

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Wenn Josef Romstorfer, der Intendant des Kultursommers Schloss Wolkersdorf, in seiner Presseaussendung zu den diesjährigen Festspielen meint, dass man eigentlich vor dem Unwort des Jahres 2009, der “Krise”, nicht flüchten kann, dann hat er recht. Die Krise - ja, die Krise, die schlägt jetzt tief ein in die Theaterlandschaft. Da wird auf einmal geprüft, da wird entlassen und rationalisiert, da werden künstlerische Prinzipien sowas von über Bord geworfen, dass man meinen könnte, ein paar Verantwortliche würden am liebsten nach New York auswandern. Und dann, gerade dann, ist es fast schon eine Erholung, dass sich ein doch recht kleines Festival wie der Kultursommer Schloss Wolkersdorf Stars leistet und seinem Publikum interessante Stücke von interessanten Autoren mit Publikumslieblingen bietet. Und diese vollmundigen Ankündigungen sind nicht mal übertrieben. Erich Schleyer, Alexander Goebel, Otto Schenk, Roland Neuwirth, Alf Poier sind nur einige der Schauspieler, Sänger und Performer, die man 2010 in Schloss Wolkersdorf sehen kann.

Offene Zweierbeziehung
Als Schauspielpremiere 2010 am Programm: “Offene Zweierbeziehung” mit den Publikumslieblingen Christoph Fälbl und Angelika Niedetzky. Die Regie bei dieser Farce von Dario Fo hat Thomas Smolej übernommen, bekannt als fixes Ensemblemitglied des Kabarett Simpl. Zu sehen ist diese Produktion am 30. und 31. Juli sowie am 5., 8., 13. und 14. August 2010 (Beginn: jeweils um 20 Uhr).

Inhalt:

Antonia und ihr Mann führen eine “typische Ehe unter aufgeschlossenen Menschen”: Während sie ihm treu ist, geht er ständig fremd. Als er sie dann noch mit seiner Mutter vergleicht, reicht es Antonia. Sie droht mit Selbstmord, sucht sich dann aber lieber eine eigene Wohnung und Arbeit. Als sie schließlich einen Geliebten hat, beginnt die Krise für ihren Mann, der jetzt die Vereinbarung, eine “offene Zweierbeziehung” zu führen vergisst und hysterisch wird. Das zivilisierte Verhalten, das er von seiner Frau erwartet hatte, beherrscht er selbst nicht.

Besetzung
Antonia: Angelika Niedetzky
Ihr Ehemann: Christoph Fälbl
Professor: Philipp Reichel

Leading Team
Regie: Thomas Smolej
Bühnenbild: Michaela Ferner
Kostüme: Daniela Tidl
Regie-Assistenz: Lydia Nassal
Intendanz: Josef Romstorfer

Nähere Infos zum Kultursommer Schloss Wolkersdorf gibt es auf der Website des Festivals –> hier. Tickets für diese Produktion gibt es –> hier.

Zur Premierenkritik der “Offenen Zweierbeziehung” –> hier

Das rinnt runter wie Öl - so kritisiert man Musicals jenseits des Wienflusses

Sehr kultiviert der Glanz der Stimme von Darius Merstein-MacLeod, die bis ins Falsett klangschön zur Geltung kam. Ebenso ansprechend die gesangliche Leistung von Maricel Wölk.
Die erfreulichste Ausgewogenheit zwischen Gesang, Spiel und Tanz brachte sicherlich Michael Clauder (Riff) mit seinem hohen Maß an Bühnenpräsenz ein, und auch Ines Hengl-Pirker (Anita) zeichnete ein vielschichtiges Charakterbild. Das gesamte übrige Ensemble wie auch das Orchester der Bühne Baden lieferte eine geschlossene Leistung, die von Dirigent Franz Josef Breznik mit Umsicht koordiniert wurde. [“West Side Story”, Bühne Baden, Ausschnitt aus einer Kritik der “Wiener Zeitung”]

Schutzhaus Zukunft: Galanacht des Humors im Schutzhaus auf der Schmelz

22. März 2010
19:00bis23:00

Galanacht des Humors im Schutzhaus auf der Schmelz
Ihr Lachen hilft den Kindern Haitis !

Moderiert von Verena Scheitz und Gery Seidl
Mit Joesi Prokopetz, Gery Seidl, Christoph Fälbl, Alexander Bisenz, Dolores Schmidinger, Steffi Paschke mit Verena Scheitz und Patrica Simpson (als Frauen ohne Gedächtnis), Andy Woerz, Peter & Teutscher und Andreas Steppan.

Mit diesem Benefizabend zugunsten der Kindernothilfe Österreich möchte sich das Schutzhaus als junge Bühne im Herzen Wiens vorstellen. Ab diesem Frühjahr wird das Schutzhaus zur Zukunft auf der Schmelz als zusätzliche Kabarettspielstätte in Wien auftreten. Der Eintrittspreis geht zu 100 % an die Kindernothilfe Österreich für den Wiederaufbau von Kinderzentren in Haiti.

Montag, 22.3.2010, Einlass um 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr
Schutzhaus Zukunft, 1150 Wien, Auf der Schmelz (verlängerte Guntherstraße)

Eintrittspreis 30,- inkl. Buffet

Karten: www.schutzhaus-zukunft.at oder Tel: 01-982 01 27

Liebes “K2 - Kultur in Centrope” oder die Beharrlichkeit von Falschinformationen

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Liebes K2-Team,

bei aller Liebe zu eurem Engagement in Sachen Kultur - Baden ist nicht erst im 21. Jahrhundert von der Musicalmuse wachgeküsst worden. Selbst wenn ihr euch weiter beharrlich weigert, anzuerkennen, dass die liebe gute alte Musicaltante “West Side Story” eben nicht das erste im Stadttheater Baden (heißt jetzt übrigens “Bühne Baden”, aber Schwamm drüber) gespielte Musical ist, es wird nicht richtiger, wenn ihr das nun alle paar Monate wiederholt.

Frau Rathmanner, sicher eine sehr rührige Frau eures Redaktionsstabs, übersieht beharrlich unter anderem folgende Musicalproduktionen, die in der Vergangenheit im Stadttheater Baden über die Bühne gegangen sind: «Evita”, «Jesus Christ Superstar”, «Hair”, «Les Misà©rables”, «The Scarlet Pimpernel”, «The George Gershwin Story”, «Irma la Douce”, «Pinocchio”, «High Society”, «Cabaret”, «Hello, Dolly!”, «Funny Girl”, «Der Mann von La Mancha” …

Link zur Falschberichterstattung –> hier

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Uwe Krögers erste DVD - “absolut” FSK ab 0 Jahren

absiuwi.jpgAm 19. März 2010 ist es soweit, das Warten hat ein Ende, eine neue Ära beginnt, Uwe Kröger veröffentlicht seine erste DVD, mit Namen “Absolut Uwe”, aufgenommen im Betonbunker der Wiener Stadthalle, gefilmt, gemischt und geschnitten von MG Sound, sie wird erhältlich sein, wo immer der wohlsortierte Fachhandel sich dazu entschließt, sie ins Programm aufzunehmen.

Mit dabei natürlich auch die Auftritte von Pia Douwes bei diesem absoluten Schmankerl. Die Herwig Gratzer Band, seit fast schon mehreren Jahrzehnten immer wieder als musikalische Begleiter Krögers engagiert, zwölf Tänzer und die Hits aus “Elisabeth”, “Starlight Express“, “The Rocky Horror Show”, “Das Phantom der Oper” - 110 Minuten absolut Uwe, was kann das Fanherz noch mehr wollen. Kaufen darf sie jeder und jede FanIn ab 0 Jahren, mehr geht nicht.

DVD: Absolut Uwe
VÖ: 19.3.2010
Label: HitSquad Records
Laufzeit: ca. 110 Min.

Tracklist

01. Chicago Ouvertüre (Chicago)
02. Bin nur für die Liebe da (Chicago)
03. Born free (Born free – Frei geboren)
04. California Dreamin’ – The Mamas and The Papas
05. Is it okay if I call you mine (Fame)
06. Hair Medley (Hair)
07. Starlight Express (Starlight Express)
08. Stern (Les Misà©rables)
09. Fame Medley (Fame)
10. Time of my life (Dirty Dancing)
11. Erinnerung (Cats)
12. Wenn ich tanzen will (Elisabeth)
13. Ich gehör nur mir (Elisabeth)
14. Der letzte Tanz (Elisabeth)
15. Goldfinger (James Bond)
16. Diamonds are forever (James Bond)
17. Unchained Melody (Ghost – Nachricht von Sam)
18. All I want
19. Vater und Sohn – Udo Jürgens
20. All that Jazz (Chicago)
21. Die Musik der Nacht (Das Phantom der Oper)
22. Das Phantom der Oper (Das Phantom der Oper)
23. Life is just a bowl of cherries (Fosse)
24. Dancing Fool (Copacabana)
25. The wind beneath my wings (Beaches – Freundinnnen)
26. Sweet Transvestite (The Rocky Horror Show)

27. Meine Herzwunschliste – My grown up Christmas List
28. Uwe Krögers privates Fotoalbum

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Metropol: Premiere für “Go West” - das neue Country-Comedy-Musical

Sitting Bull and Buffalo Bill Cody, Montreal, ...Image via Wikipedia

Am 7. April 2010 findet die Premiere des neuen Metropol-Musicals “Go West” statt. Diesmal hat man sich als Thema Country Music ausgewählt, und so gibts nach den italienischen Schnulzen des Musicals aus dem Vorjahr (”Ti amo”) heuer “ein Comedy Musical rund um die Glorie der Wild West Heroes”. Ort der Handlung ist der Wiener Prater, wo Buffalo Bill, der Vater der Western-Shows, in den Jahren 1890 und 1906 (damals noch gemeinsam mit dem legendären Indianerhäuptling Stitting Bull) gastierte.

Die Handlung der Show:

Austro-Rocker Gogo (Andy Lee Lang) ist nahe dem Burnout und sucht Hilfe in einer psychologischen Praxis, wo er im Wartezimmer auf einen Patienten trifft- den Steirer Hannes Kraxmayr (Alexander Wartha), der von sich glaubt, der letzte Lakota- Indianer zu sein. Auf seiner zu Therapiezwecken eingeleiteten Seelenrückführung kommt Gogo zu der Überzeugung, im früheren Leben ein heldenhafter Cowboy gewesen zu sein.
Gemeinsam mit seinem neuen Freund, dem steirischen »Indianer«, versucht er, das krisengeschüttelte Prater-Lokal »Goldmine« mit einer neuen Western- Revue auf die Beine zu bringen. Dazu muss er Abenteuer bestehen, die eines Western-Helden würdig sind. Denn der Verpächter des Lokals ist ein Schurke, wie aus dem Bilderbuch: Henning Schulze, genannt »der Gesetzlose« (Thomas Stolzeti), der nichts von einem »Wildwestmuseum« hält, sondern dort lieber ein Themenlokal auf der Höhe des Zeitgeists errichten möchte: «Twighlight« - für junge Vampirfans.
Wird die »Goldmine« dennoch überleben? Das bleibt ungewiss. Doch bis zum (überraschenden) Schluss arbeiten die Personen der Handlung fieberhaft daran, dass die Story doch noch »happy« endet:

Dolly, die rührige »Goldmine«- Betreiberin (Caroline Frank)
Kenny Rocek, ihr Chefkellner (Christian Deix)
Maria, die Servier-Kraft mit Vorliebe für skrupellose Brutalos (Carin Filipcic)
Johnny Horak, der stets durstige- Schmalspur Manager (Hubert Wolf)
Lilian, genannt »Lilly of the West”- der neue Star im »Goldmine«- Saloon (Sonja Schatz)
Lilians ehemaliger Förderer ist der »Goldmine«-Gegner Schulze.

Als sie aus Liebe zum »Indianer« Hannes die Seiten wechselt, liegt plötzlich Blei in der Luft. Und der irrwitzigste Showdown seit jener Zeit, als noch die Marx Brothers den Wilden Westen besucht hatten. Der Turm in dieser Schlacht ist der Austro-Rocker Gogo. Denn der ist von einem zutiefst überzeugt: »In mir lebt Buffolo Bill«.

Cast
Andy Lee Lang, Alexander Wartha, Caroline Frank, Hubert Wolf, Carin Filipcic, Sonja Schatz, Christian Deix, Thomas Stolzeti, Barbara Endl, Bernhard Viktorin und Szabi Becker

Leading Team
Die Autoren: Peter Hofbauer & Markus Gull
Regie: Thomas Enzinger
Bühne & Kostüm: Amra Bergman-Buchbinder
Licht: Sabine Wiesenbauer
Choreographie: Sabine Bartosch
Musik: Max Hagler & Tato Gomez

Die Termine:
Premiere: 7. April 2010
8.-10. 4., 13.-17. 4., 20.-24. 4., 27. 4. - 1. 5., 4.-8. 5., 11. & 12. 5., 18.-20. 5.

Tickets
Die Preise:
Kat 1: € 36,- nummeriert / Cercle & Rang (ABO in dieser Kategorie nicht gültig)
Kat 2: € 29,- nummeriert / Seitenränge & teilweise Parkett
Kat 3: € 21,- freie Platzwahl / Parkett
Tel.: 407 77 407 / tickets@wiener-metropol.at / www.wiener-metropol.at

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MiA 2010 - die Verleihung mit Maya Hakvoort, Sandra Pires & Sylvester Levay

Am “Internationalen Tag der Frau”, dem 8. März 2010, wird bereits zum dritten Mal die “MiA” - eine Auszeichnung für besondere Leistungen von Frauen mit internationalem Hintergrund in und für Österreich - verliehen. Die Auszeichnung wird diesmal direkt am internationalen Frauentag von einer Fachjury verliehen und in den Kategorien “Wissenschaft und Forschung”, “Wirtschaft”, “Humanitäres und gesellschaftliches Engagement”, “Kunst und Kultur” sowie “Sport” im Rahmen eines feierlichen Gala-Abends im Studio 44 der Österreichischen Lotterien vergeben.

Heuer gibt es bereits zum zweiten Mal einen Sonderpreis “Journalismus”, der an eine/n Journalisten/in verliehen wird, die/der sich in besonderer Art und Weise dem Thema Integration/Migration widmet. Als “Paten” für die jeweiligen Kategorien fungieren die Forschungsförderungsgesellschaft (FFG), die Wirtschaftskammer Österreich/Frau in der Wirtschaft, die Caritas, die Bundes-Sportorganisation sowie der ORF. Für jede Kategorie wurden drei Nominierungen vorgenommen.

Moderiert wird die Gala von Arabella Kiesbauer. Als Special Guest wird Sylvester Levay erwartet. Das Rahmenprogramm gestalten in diesem Jahr Maya Hakvoort, Sandra Pires und das Projekt “Fatima”. Höhepunkt ist die Uraufführung des vom Erfolgsduo Sylvester Levay und Michael Kunze eigens für die MiA komponierten Songs “Nicht dort nicht hier” und des eigens von Michael Kunze für die MiA umgetexteten Songs “Ich gehör nur mir” aus dem Musical “Elisabeth”. [ots.at ]

Unsterblich werden mit Patti LuPone

Patti LuPonePatti LuPone via last.fm

Musicaldiva Patti LuPone schreibt gerade an einem Buch über ihre Theaterkarriere, und weil ein Buchtitel ja nicht ganz unwesentlich ist für den Erfolg, hat sie sich gedacht: Viele Köche verfeinern den Brei. Daher ist auf ihrer Website nun Folgendes zu lesen:

Name Patti’s Book & Win!
Dolls, I’ve been busy writing the story of my theatrical life and need your help to find a suitable and fabulous title. If your entry is selected you’ll win an autographed copy of the book, two tickets to my next Broadway show (or major show in a city near you), and I’ll congratulate you personally at the theatre. Contest ends March 30, 2010.
Important note: Travel and accomodations are not included. Good luck! [Wer teilnehmen möchte, –> klick]

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Warum die Sexession in der Secession keine Kunst ist

Zusammenfassend, aus Beobachtungen und Schilderungen, könnte man als Argumente, warum die Sex-Aktion in der Secession mit Kunst nichts zu tun hat, und sei es auch nur durch die sie begleitenden, aber geduldeten Umstände, anführen: Kunst ist nicht per se diskriminierend. Bei keiner Form der Kunst muss man darauf achten, dass ja sechs Mal mehr Frauen als Männer “eingelassen” werden, um das Happening zu einem solchen werden zu lassen. Wenn sich Frauen in diesem Sinne instrumentalisieren lassen wollen, ist das eine Sache, das im Rahmen eines Kunstprojekts zu fördern, ist wieder eine andere. Diskriminierend soll das Projekt auch auf eine andere Art und Weise sein: Ältere Menschen scheinen ausgeschlossen zu sein, zumindest berichtet das Ulrich Weinzierl in der WELT (nachzulesen –> hier).

Auf eine ganz schiefe Ebene begeben sich übrigens die Befürworter der Aktion, wenn sie den Gegnern eine gewisse “Rechtslastigkeit” unterstellen. Das sind Totschlagargumente, die mit Kultur nichts mehr zu tun haben. Fassen wir also zusammen: In der Secession wurde ein Puff “installiert”, das untertags besichtigt werden kann, mit viel Glück findet man vielleicht gebrauchte Kondome, wenn sie nicht in den, Zitat, “silbernen Mülleimern” gelandet sind, nächtens treiben es Männer bis zu einem gewissen Alterslimit im geforderten erotischen Outfit mit willigen Frauen im Namen der Kunst. Wunderbar. Nichts für ungut, aber die 90.000 Euro Förderung wären in Haiti besser angelegt, um auch mal untergriffig zu werden.

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