Archiv - 2010
Martin Bruny am Montag, den
8. März 2010 um 14:02 · gespeichert in Rezensionen, Bücher, 2010
Zugegeben, gerade zu »Les Mis« gibt es eine Fülle an Literatur, und ja, eine neuerliche vergleichende Analyse des historischen Stoffs mit den Verfilmungen und dem Musical – ist das nötig? Aber zum einen ist dieser Vergleich hier äußerst gut und kompakt auf rund 30 Seiten ausgefallen, zum anderen ist er nur das Intro zu einer wirklich interessanten sozialtheologischen Interpretation des Musicals, des Romans und der Verfilmungen, isoliert und im Vergleich. Teil dieser Interpretation ist auch eine bis ins Detail gehende Analyse des original Musical-Librettos und dessen Übersetzung. Seziert unter diesem Spezialaspekt arbeitet die Autorin interessante Differenzen heraus zwischen dem englischen Original und der deutschen Übersetzung. Sie bietet mit ihrem Buch eine ganze Fülle von Ansätzen, wie man »Les Mis«, wahlweise als Roman, oder als Film, aber natürlich auch als Musical, zum Thema des Religionsunterrichts machen kann, und anknüpfend an Victor Bobetskys Werk »The Magic of Middle School Musicals« könnten auch Ogrysseks Ausführungen eine Basis sein für einen fächerübergreifenden Unterricht zum Thema Musical. Sympathisch daran ist der neue Zugang, der andere Blick auf ein Musical. Es mag »bloß« eine veröffentlichte Abschlussarbeit im Rahmen eines universitären Lehrgangs sein, aber die extrem eng definierte originäre Zielgruppe (Studierende der Praktischen Theologie sowie Religionslehrer und Katecheten) kann gewiss auch auf alle am Stoff und am Musical Interessierten erweitert werden.
Tanja Ogryssek: Les Misà©rables: Buch – Film – Musical – Eine sozialtheoligische Interpretation. Lit Verlag Dr. W. Hopf, Berlin 2008. 156 S. (Paperback) ISBN 978-3-8258-1724-4. EUR 19,90
Martin Bruny am Montag, den
8. März 2010 um 14:02 · gespeichert in Rezensionen, Bücher, 2010
Für die USA ist Victor V. Bobetskys kompaktes Büchlein »The Magic of Middle School Musicals« mit Sicherheit eine kleine Bibel, gleichzeitig ein Leitfaden, wie man ernsthaft und mit Aufwand Musicals an Schulen inszenieren kann. Bobetsky skizziert ein perfektes Umfeld, in dem die »coleagues in instrumental music, visual art, dance, theatre arts, language arts und social studies« gemeinsam mit ihren Schülern an der Verwirklichung einer Musicalproduktion arbeiten. Für Leser in Europa beispielsweise, wo Projekte dieser Art zu oft eher im Reich der Phantasie angesiedelt sind, sollte man eventuell einen anderen Lesezugang wählen. Wir können bei der Lektüre erkennen, wie Amerikaner mit Musicals aufwachsen – oder wo Probleme beziehungsweise Eigentümlichkeiten der Rezeption beispielsweise auch noch im 21. Jahrhundert liegen, manchmal durchaus unerwartete, wenn Bobetsky schreibt: »There are certain musicals that may not be appropriate for middle school students anywhere. An example might be »Grease«, due to its rather salty libretto.« Oder: »I found that the musical ,Damn Yankees‘ appealed to my students because it involved baseball.« Oder: »,Annie get your gun‘ pokes fun at the names of tribal chiefs and contains lyrics and characterizations that could be considered offensive to people of Native American ancestry.« Ein solcherart gewählter Lesezugang macht Bobetskys Buch spannend, wenngleich man auch festhalten muss, dass der Autor es mit Bravour schafft, eine allgemeingültige umfassende Checklist zusammenzustellen, die alle Punkte enthält, die für die Verwirklichung einer Musicalproduktion an einer Schule notwendig sind, angefangen von der Ideenfindung, den Auditions, dem Klären der Rechte bis hin zu konkreten Mustervorlagen für die Bewerbung der Show oder Arbeitsunterlagen für die Analyse des Gesamtprojekts im Rahmen des Unterrichts. Und was ganz wichtig ist. Der Untertitel passt einfach wunderbar: Inspire your studens to learn, grow, and succeed. Ja, das geht auch mit Musicals!
Victor V. Bobetsky: The Magic of Middle School Musicals. Inspire Your Students to Learn, Grow, and Succeed. Rowman & Littlefield Education, Lanham 2009. 156 S. (Hardcover) ISBN 978-1-57886-868-1. $ 24,95
Martin Bruny am Montag, den
8. März 2010 um 14:01 · gespeichert in Rezensionen, Bücher, 2010
Katzen, ein ganzes Büchlein voller Strichkatzen. Was mag das wohl in einem Magazin zu suchen haben, das sich dem Musicalgenre widmet? Nun, diesmal gibt es insgesamt drei Buchtipps, die man am besten mit einer ganz bestimmten Leserwartung angehen sollte.
Beim ersten Buch »Katzindler – Die verkatzte Welt des Ronny Rindler« ist die Sache klar. Leseerwartung dürfen wir da gar keine haben. Es ist kein Lesetext bis auf ein kurzes Vorwort und ein kurzes Nachwort da, und doch ist die Idee, die hinter diesem Buch steckt, so skurril und auch liebenswert, dass man es zumindest mal vorstellen kann.
Ronny Rindler ist Musicaldarsteller und als solcher derzeit bei der Hamburger Ausgabe der Udo Jürgens-Show »Ich war noch niemals in New York« in der Rolle des »Costa« an Bord. Er hat Hunderte von Vorstellungen gespielt und während jeder dieser Shows ist es seine Aufgabe, in einer bestimmten dreiminütigen Szene als »Costa« so zu tun, als würde er sich Notizen machen. Was also tatsächlich tun in dieser Zeit? Nun, Herr Rindler hat sich dafür entschieden, Katzen zu zeichnen. Jede Vorstellung eine Katze. Sobald sich das unter den Kollegen herumgesprochen hatte, waren alle immer ganz wild drauf, die »Katze des Tages« sehen zu können. Eine ausgewählte Typologie an Theaterkatzen, Märchenkatzen, Politikerkatzen und was es da sonst noch an Verkatztem gibt, hat Ronny Rindler in seinem als Book on demand erschienenen Werk »Katzindler« publiziert. Da haben wir zum Beispiel den Katzibitionist, den Fidel Katztro, den Katzanweiser, die Show-Watch-Katze und wie sie alle heißen. Gar manches an Theaterinternem wird hier mit viel Sprachwitz in Strichkätzchen verpackt. Einfach süß.
Neuigkeiten rund um seine Katzen veröffentlicht der Zeichner auf der Website zum Buch www.katzindler.de, und da Web 2.0-Anwendungen wie Facebook für den Absatz auch hilfreich sind, gibt es natürlich auch eine Facebook-Group zum Buch.
In Wien könnte man dieses Konzept doch auch adaptieren. Wie wärs mit Skizzen von Zuckergussformen für Original Wiener Sachertorten? Wenn die VBW mit dem Hotel Sacher einen Exklusivvertrag abschlössen, könnte es schon bald die »Original Wiener Ich war noch niemals in New York Sachertorten« geben, nach den Skizzen von Gianni Meurer, dem Wiener »Costa«-Darsteller, und die isst man dann, natürlich, aber bitte mit Sahne.
Ronny Rindler: Katzindler – Die verkatzte Welt des Ronny Rindler. Books on Demand GmbH, Norderstedt 2009. 96 S.; (Hardcover) ISBN 978-3-839-1107-82. EUR 17,90
Martin Bruny am Montag, den
8. März 2010 um 13:59 · gespeichert in Rezensionen, Bücher, 2010
Es ist eine Art Entzauberung, die man beim Lesen des Buches »Der Musical-Mann«, der Autobiografie von Friedrich Kurz, erfährt. Vor dem Lesen ist das Image des Musical-Machers intakt, die Zeit hat ihren gnädigen Mantel über Niederlagen wie den Broadway-Flop »Carrie« gebreitet. Was zählt: Er brachte »Cats«, »Starlight Express« und »Das Phantom der Oper« nach Deutschland, machte aus Hamburg eine Musicalmetropole und schrieb mit dem Stella-Konzern Geschichte. Die Erwartungshaltung an das Buch ist geprägt von der Hoffnung, mehr darüber zu erfahren, wie diese Erfolgsproduktionen Gestalt annahmen.
Nach der Lektüre bietet sich dem Leser ein entzaubertes Bild. Kurz nutzt die Chance auf Öffentlichkeit für platte Selbststilisierung. Musicaldarsteller werden nur erwähnt, wenn man sich in ihrem Glanz spiegeln kann, Regisseure, anderes kreatives Personal meist mit Zusatz eines Possessivpronomens; nicht die »kreative Arbeit« an Musicalproduktionen steht im Vordergrund, der Manager legt vielmehr viel Wert auf die Schilderung seiner Existenz im Jet Set, seiner exklusiven Flüge mit der Concorde und seines Lebens in einem New Yorker Wolkenkratzer, in dem auch Mick Jagger wohnte. Namedropping ist in diesem Buch das Salz in der Suppe – nein, es ist die Suppe. Keine der wenigen erklärenden Fußzeilen betrifft das Musicalgenre, dem Leser wird vielmehr beispielsweise erläutert, was ein »Mach« ist, also die Kennzahl der Geschwindigkeit. Dies ganz genau zu wissen, um die Exklusivität eines Flugs mit der Concorde zu verstehen, schien den Autoren wohl unvermeidbar.
Das vorliegende Druckwerk ist auf der anderen Seite ein erheiterndes Dokument geschickter Geschichtsklitterung. Natürlich »muss« man nicht ausführlich auf die Wiener Stellung im Zuge von Lloyd Webbers Siegeszug im deutschsprachigen Raum eingehen, wenn man als Deutscher »Cats« in Hamburg etabliert hat, aber … die Wiener Produktionen von »Cats« und »Das Phantom der Oper« waren nun mal Jahre vor den deutschen Erstaufführungen als deutschsprachige Uraufführungen in Wien zu sehen. Wenn man völlig losgelöst von Wien agiert haben will, warum erwähnt man Wien nicht einfach gar nicht? Stattdessen nützt Kurz sein Buch als Anlass für ein spätes, niveauloses Intendantenbashing. Die Fehde, die Kurz nach Jahrzehnten mit dieser Autobiografie in Bezug auf Peter Weck wieder aufnimmt, ist aber nur eine von vielen. Fast hat man den Eindruck, als würde der Gescheiterte nach all den Jahren der Demütigung einfach mal gern nachtreten wollen. Es ist ein klein wenig billig, wenn Kurz über Peter Weck anlässlich einer »Bambi«-Verleihung schreibt: »Am nächsten Abend sah ich dann im Fernsehen, wie Andrew den populären Preis entgegennahm. Ausgezeichnet wurde er für »Cats«. Es tat mir ein bisschen weh, dass Peter Weck aus Wien die Trophäe überreichte. Dort lief »Cats« zur selben Zeit wie in Hamburg, allerdings mit staatlicher Hilfe. […] Weck hatte später jedenfalls viel Ärger, als publik wurde, dass »Cats« in Hamburg enorme Gewinne für die Investoren und die Stadt Hamburg einfuhr, während Wien mit dem Stück riesige Verluste machte. Hier wurde nun meiner Ansicht nach einmal öffentlich, wie schlecht organisiert und wenig profitorientiert Teile der Theaterlandschaft im deutschsprachigen Raum sind. Weck war wenig später nicht mehr Intendant. Persönlich getroffen haben wir uns nie, aber er hatte in der Planungsphase von »Cats« unzählige Lügenmärchen über mich verbreitet […].« Das dann doch Ärgerliche und wenig Erheiternde solcher Passagen? Es werden bewusst Tatsachen verdreht, die Autoren gehen großzügig mit dem Zeit-Raum-Gefüge um und einiges ist, mit dem Wissensstand von heute, einfach falsch. »Cats« lief zwar einige Zeit parallel mit Hamburg, aber seine deutschsprachige Uraufführung hatte das Stück drei Jahre vor der deutschen Produktion in Wien. Dass Kurz den »Cats«-Übersetzer der Wiener Version Michael Kunze in diesem Werk mit keinem Wort erwähnt, hat seinen Grund, spricht man doch in der Fachliteratur davon, dass der Impresario sich einfach die Tantiemen von Kunzes Übersetzung sparen wollte und sie daher von einigen Mitarbeitern abkupfern ließ. Dass das subventionierte Theaterwesen in Wien für die Stadt nicht Verluste einbringt, sondern über Umwegrentabilität satte Gewinne, ist heute allgemein bekannt, zählt für Kurz aber natürlich nicht. Dass er für das Theater, in dem »Cats« in Hamburg lief, keine Miete zahlen musste, rechnet er natürlich nicht zum Kapitel »staatliche Subventionen«, kann er auch schlecht, da er ja dagegen gebetsmühlenartig immer und immer wieder wettert. Dass auch Ute Lemper einen Seitenhieb abbekommt, weil sie an dem Abend der oben erwähnten Preisverleihung zufällig »Memory« gesungen hat, spricht Bände. Kurz: »Ute Lemper […] war als 19-jähriges Talent für das Musical in Wien entdeckt worden. Später klagte sie, was für ein unmenschliches System das gewesen sei. Sie habe unglaublich hart arbeiten müssen – achtmal in der Woche auf der Bühne stehen, singen und tanzen. Mein Mitleid hielt sich in Grenzen.« Dass das Buch stilistisch mehr einer Fortsetzungsreportage für die »Bunte« oder »Das Echo der Frau« ähnelt als einer wohl überlegten und ausformulierten Buchpublikation, Schwamm drüber. Nicht umsonst steht Marcus Mockler als »Mitautor« am Cover des Buches. Schön wäre es gewesen, nicht von all dem Selbstmitleid zu lesen, das Kurz schildert, weil Robert Redford ihm seine Freundin ausgespannt hat – während er gleichzeitig eingestehen muss, selbst fremdgegangen zu sein. Wenn ihm dann schließlich in einem ausführlichen Kapitel Gott in einem Hotelzimmer leibhaftig begegnet – dann spätestens ist es zumindest für mich vorbei mit dem Versuch, verstehen zu wollen.
Fazit: Wir erfahren in diesem Buch letztendlich über die Musicals, die Friedrich Kurz nach Deutschland brachte, nicht mehr, als aus alten Zeitungsberichten und Interviews bereits bekannt war, wir erfahren nichts Konkretes über den »Verkauf« von »Stella«, keine Details. Der Schlusssatz des Buches: »Ewiger Schöpfer, erleuchte die Welt.« Es soll der Schlusschorus eines Musicals sein, das Friedrich Kurz in einigen Jahren in Deutschland zur Aufführung bringen will: »Michelangelo«. Man kann nur hoffen, dass »Der Musical-Mann« als Promotionmaschine dafür keine Fehlzündung war. Amen!
Friedrich Kurz mit Marcus Mockler: Der Musical-Mann. Er brachte Cats, Starlight Express und Das Phantom der Oper nach Deutschland – Ein steiler Aufstieg, ein tiefer Fall und eine Begegnung mit Gott, die alles veränderte. Gerth Medien, Asslar 2010. 224 S.; (Hardcover) ISBN 978-3-86591-405-7. EUR 14,95
Martin Bruny am Sonntag, den
7. März 2010 um 01:28 · gespeichert in Theater, Event-Tipps, News
| 30. Juli 2010 |
| 20:00 | bis | 21:30 |

Wenn Josef Romstorfer, der Intendant des Kultursommers Schloss Wolkersdorf, in seiner Presseaussendung zu den diesjährigen Festspielen meint, dass man eigentlich vor dem Unwort des Jahres 2009, der “Krise”, nicht flüchten kann, dann hat er recht. Die Krise - ja, die Krise, die schlägt jetzt tief ein in die Theaterlandschaft. Da wird auf einmal geprüft, da wird entlassen und rationalisiert, da werden künstlerische Prinzipien sowas von über Bord geworfen, dass man meinen könnte, ein paar Verantwortliche würden am liebsten nach New York auswandern. Und dann, gerade dann, ist es fast schon eine Erholung, dass sich ein doch recht kleines Festival wie der Kultursommer Schloss Wolkersdorf Stars leistet und seinem Publikum interessante Stücke von interessanten Autoren mit Publikumslieblingen bietet. Und diese vollmundigen Ankündigungen sind nicht mal übertrieben. Erich Schleyer, Alexander Goebel, Otto Schenk, Roland Neuwirth, Alf Poier sind nur einige der Schauspieler, Sänger und Performer, die man 2010 in Schloss Wolkersdorf sehen kann.
Offene Zweierbeziehung
Als Schauspielpremiere 2010 am Programm: “Offene Zweierbeziehung” mit den Publikumslieblingen Christoph Fälbl und Angelika Niedetzky. Die Regie bei dieser Farce von Dario Fo hat Thomas Smolej übernommen, bekannt als fixes Ensemblemitglied des Kabarett Simpl. Zu sehen ist diese Produktion am 30. und 31. Juli sowie am 5., 8., 13. und 14. August 2010 (Beginn: jeweils um 20 Uhr).
Inhalt:
Antonia und ihr Mann führen eine “typische Ehe unter aufgeschlossenen Menschen”: Während sie ihm treu ist, geht er ständig fremd. Als er sie dann noch mit seiner Mutter vergleicht, reicht es Antonia. Sie droht mit Selbstmord, sucht sich dann aber lieber eine eigene Wohnung und Arbeit. Als sie schließlich einen Geliebten hat, beginnt die Krise für ihren Mann, der jetzt die Vereinbarung, eine “offene Zweierbeziehung” zu führen vergisst und hysterisch wird. Das zivilisierte Verhalten, das er von seiner Frau erwartet hatte, beherrscht er selbst nicht.
Besetzung
Antonia: Angelika Niedetzky
Ihr Ehemann: Christoph Fälbl
Professor: Philipp Reichel
Leading Team
Regie: Thomas Smolej
Bühnenbild: Michaela Ferner
Kostüme: Daniela Tidl
Regie-Assistenz: Lydia Nassal
Intendanz: Josef Romstorfer
Nähere Infos zum Kultursommer Schloss Wolkersdorf gibt es auf der Website des Festivals –> hier. Tickets für diese Produktion gibt es –> hier.
Zur Premierenkritik der “Offenen Zweierbeziehung” –> hier
Martin Bruny am Samstag, den
6. März 2010 um 22:04 · gespeichert in Musical
Sehr kultiviert der Glanz der Stimme von Darius Merstein-MacLeod, die bis ins Falsett klangschön zur Geltung kam. Ebenso ansprechend die gesangliche Leistung von Maricel Wölk.
Die erfreulichste Ausgewogenheit zwischen Gesang, Spiel und Tanz brachte sicherlich Michael Clauder (Riff) mit seinem hohen Maß an Bühnenpräsenz ein, und auch Ines Hengl-Pirker (Anita) zeichnete ein vielschichtiges Charakterbild. Das gesamte übrige Ensemble wie auch das Orchester der Bühne Baden lieferte eine geschlossene Leistung, die von Dirigent Franz Josef Breznik mit Umsicht koordiniert wurde. [“West Side Story”, Bühne Baden, Ausschnitt aus einer Kritik der “Wiener Zeitung”]
Martin Bruny am Samstag, den
6. März 2010 um 21:29 · gespeichert in Event-Tipps
| 22. März 2010 |
| 19:00 | bis | 23:00 |
Galanacht des Humors im Schutzhaus auf der Schmelz
Ihr Lachen hilft den Kindern Haitis !
Moderiert von Verena Scheitz und Gery Seidl
Mit Joesi Prokopetz, Gery Seidl, Christoph Fälbl, Alexander Bisenz, Dolores Schmidinger, Steffi Paschke mit Verena Scheitz und Patrica Simpson (als Frauen ohne Gedächtnis), Andy Woerz, Peter & Teutscher und Andreas Steppan.
Mit diesem Benefizabend zugunsten der Kindernothilfe Österreich möchte sich das Schutzhaus als junge Bühne im Herzen Wiens vorstellen. Ab diesem Frühjahr wird das Schutzhaus zur Zukunft auf der Schmelz als zusätzliche Kabarettspielstätte in Wien auftreten. Der Eintrittspreis geht zu 100 % an die Kindernothilfe Österreich für den Wiederaufbau von Kinderzentren in Haiti.
Montag, 22.3.2010, Einlass um 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr
Schutzhaus Zukunft, 1150 Wien, Auf der Schmelz (verlängerte Guntherstraße)
Eintrittspreis 30,- inkl. Buffet
Karten: www.schutzhaus-zukunft.at oder Tel: 01-982 01 27
Martin Bruny am Freitag, den
5. März 2010 um 20:52 · gespeichert in Skurriles

Liebes K2-Team,
bei aller Liebe zu eurem Engagement in Sachen Kultur - Baden ist nicht erst im 21. Jahrhundert von der Musicalmuse wachgeküsst worden. Selbst wenn ihr euch weiter beharrlich weigert, anzuerkennen, dass die liebe gute alte Musicaltante “West Side Story” eben nicht das erste im Stadttheater Baden (heißt jetzt übrigens “Bühne Baden”, aber Schwamm drüber) gespielte Musical ist, es wird nicht richtiger, wenn ihr das nun alle paar Monate wiederholt.
Frau Rathmanner, sicher eine sehr rührige Frau eures Redaktionsstabs, übersieht beharrlich unter anderem folgende Musicalproduktionen, die in der Vergangenheit im Stadttheater Baden über die Bühne gegangen sind: «Evitaâ€, «Jesus Christ Superstarâ€, «Hairâ€, «Les Misà©rablesâ€, «The Scarlet Pimpernelâ€, «The George Gershwin Storyâ€, «Irma la Douceâ€, «Pinocchioâ€, «High Societyâ€, «Cabaretâ€, «Hello, Dolly!â€, «Funny Girlâ€, «Der Mann von La Mancha†…
Link zur Falschberichterstattung –> hier
Martin Bruny am Dienstag, den
2. März 2010 um 19:20 · gespeichert in Musical, Wien
Am 19. März 2010 ist es soweit, das Warten hat ein Ende, eine neue Ära beginnt, Uwe Kröger veröffentlicht seine erste DVD, mit Namen “Absolut Uwe”, aufgenommen im Betonbunker der Wiener Stadthalle, gefilmt, gemischt und geschnitten von MG Sound, sie wird erhältlich sein, wo immer der wohlsortierte Fachhandel sich dazu entschließt, sie ins Programm aufzunehmen.
Mit dabei natürlich auch die Auftritte von Pia Douwes bei diesem absoluten Schmankerl. Die Herwig Gratzer Band, seit fast schon mehreren Jahrzehnten immer wieder als musikalische Begleiter Krögers engagiert, zwölf Tänzer und die Hits aus “Elisabeth”, “Starlight Express“, “The Rocky Horror Show”, “Das Phantom der Oper” - 110 Minuten absolut Uwe, was kann das Fanherz noch mehr wollen. Kaufen darf sie jeder und jede FanIn ab 0 Jahren, mehr geht nicht.
DVD: Absolut Uwe
VÖ: 19.3.2010
Label: HitSquad Records
Laufzeit: ca. 110 Min.
Tracklist
01. Chicago Ouvertüre (Chicago)
02. Bin nur für die Liebe da (Chicago)
03. Born free (Born free – Frei geboren)
04. California Dreamin’ – The Mamas and The Papas
05. Is it okay if I call you mine (Fame)
06. Hair Medley (Hair)
07. Starlight Express (Starlight Express)
08. Stern (Les Misà©rables)
09. Fame Medley (Fame)
10. Time of my life (Dirty Dancing)
11. Erinnerung (Cats)
12. Wenn ich tanzen will (Elisabeth)
13. Ich gehör nur mir (Elisabeth)
14. Der letzte Tanz (Elisabeth)
15. Goldfinger (James Bond)
16. Diamonds are forever (James Bond)
17. Unchained Melody (Ghost – Nachricht von Sam)
18. All I want
19. Vater und Sohn – Udo Jürgens
20. All that Jazz (Chicago)
21. Die Musik der Nacht (Das Phantom der Oper)
22. Das Phantom der Oper (Das Phantom der Oper)
23. Life is just a bowl of cherries (Fosse)
24. Dancing Fool (Copacabana)
25. The wind beneath my wings (Beaches – Freundinnnen)
26. Sweet Transvestite (The Rocky Horror Show)
27. Meine Herzwunschliste – My grown up Christmas List
28. Uwe Krögers privates Fotoalbum
Martin Bruny am Dienstag, den
2. März 2010 um 01:15 · gespeichert in Musical, Wien
Image via Wikipedia
Am 7. April 2010 findet die Premiere des neuen Metropol-Musicals “Go West” statt. Diesmal hat man sich als Thema Country Music ausgewählt, und so gibts nach den italienischen Schnulzen des Musicals aus dem Vorjahr (”Ti amo”) heuer “ein Comedy Musical rund um die Glorie der Wild West Heroes”. Ort der Handlung ist der Wiener Prater, wo Buffalo Bill, der Vater der Western-Shows, in den Jahren 1890 und 1906 (damals noch gemeinsam mit dem legendären Indianerhäuptling Stitting Bull) gastierte.
Die Handlung der Show:
Austro-Rocker Gogo (Andy Lee Lang) ist nahe dem Burnout und sucht Hilfe in einer psychologischen Praxis, wo er im Wartezimmer auf einen Patienten trifft- den Steirer Hannes Kraxmayr (Alexander Wartha), der von sich glaubt, der letzte Lakota- Indianer zu sein. Auf seiner zu Therapiezwecken eingeleiteten Seelenrückführung kommt Gogo zu der Überzeugung, im früheren Leben ein heldenhafter Cowboy gewesen zu sein.
Gemeinsam mit seinem neuen Freund, dem steirischen »Indianer«, versucht er, das krisengeschüttelte Prater-Lokal »Goldmine« mit einer neuen Western- Revue auf die Beine zu bringen. Dazu muss er Abenteuer bestehen, die eines Western-Helden würdig sind. Denn der Verpächter des Lokals ist ein Schurke, wie aus dem Bilderbuch: Henning Schulze, genannt »der Gesetzlose« (Thomas Stolzeti), der nichts von einem »Wildwestmuseum« hält, sondern dort lieber ein Themenlokal auf der Höhe des Zeitgeists errichten möchte: «Twighlight« - für junge Vampirfans.
Wird die »Goldmine« dennoch überleben? Das bleibt ungewiss. Doch bis zum (überraschenden) Schluss arbeiten die Personen der Handlung fieberhaft daran, dass die Story doch noch »happy« endet:
Dolly, die rührige »Goldmine«- Betreiberin (Caroline Frank)
Kenny Rocek, ihr Chefkellner (Christian Deix)
Maria, die Servier-Kraft mit Vorliebe für skrupellose Brutalos (Carin Filipcic)
Johnny Horak, der stets durstige- Schmalspur Manager (Hubert Wolf)
Lilian, genannt »Lilly of the Westâ€- der neue Star im »Goldmine«- Saloon (Sonja Schatz)
Lilians ehemaliger Förderer ist der »Goldmine«-Gegner Schulze.
Als sie aus Liebe zum »Indianer« Hannes die Seiten wechselt, liegt plötzlich Blei in der Luft. Und der irrwitzigste Showdown seit jener Zeit, als noch die Marx Brothers den Wilden Westen besucht hatten. Der Turm in dieser Schlacht ist der Austro-Rocker Gogo. Denn der ist von einem zutiefst überzeugt: »In mir lebt Buffolo Bill«.
Cast
Andy Lee Lang, Alexander Wartha, Caroline Frank, Hubert Wolf, Carin Filipcic, Sonja Schatz, Christian Deix, Thomas Stolzeti, Barbara Endl, Bernhard Viktorin und Szabi Becker
Leading Team
Die Autoren: Peter Hofbauer & Markus Gull
Regie: Thomas Enzinger
Bühne & Kostüm: Amra Bergman-Buchbinder
Licht: Sabine Wiesenbauer
Choreographie: Sabine Bartosch
Musik: Max Hagler & Tato Gomez
Die Termine:
Premiere: 7. April 2010
8.-10. 4., 13.-17. 4., 20.-24. 4., 27. 4. - 1. 5., 4.-8. 5., 11. & 12. 5., 18.-20. 5.
Tickets
Die Preise:
Kat 1: € 36,- nummeriert / Cercle & Rang (ABO in dieser Kategorie nicht gültig)
Kat 2: € 29,- nummeriert / Seitenränge & teilweise Parkett
Kat 3: € 21,- freie Platzwahl / Parkett
Tel.: 407 77 407 / tickets@wiener-metropol.at / www.wiener-metropol.at
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