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Archiv - 2011

Song Stories: Michael Bublà© präsentiert die Geschichte von “My Way”

Für die englische Radioshow “Song Stories” präsentiert der kanadische Sänger Michael Bublà© die Geschichte von “My Way”, einem Lied, das für Frank Sinatra geschaffen, von Elvis gecovered und von Sid Vicious zerstört wurde.

“My Way” existiert als Rap-Version ebenso, wie es von Opernsängern und Flamenco-Gruppen interpretiert wurde. Oft wird es in England auf Begräbnissen gespielt, und Sinatra selbst hat zu Protokoll gegeben, dass er das Lied gehasst hat.

In dieser Radiosendung spricht der Texter der englischsprachigen Fassung von “My Way”, Paul Anka, über das Lied. Zu Wort kommen auch Donald Trump, Julio Iglesias, Julien Temple, Steve Wynn, David Bowie, Jacques Revaux (einer der Komponisten des Songs) und viele andere mehr.

Zur Sendung gehts –> hier

VBW & Wiener Volksoper: Sie vereint die “Vielfalt”

Wir erinnern uns zurück ins Jahr 2007, als die Intendantin der VBW ein Motto gesucht hat, um die Stärke ihres Unternehmens zu charakterisieren: Gefunden wurde es in dem schwammigen und nichtssagenden Begriff “Vielfalt”.

Übersetzen würde man diese Begriffswahl als Wiener ungefähr so: “Ka Ahnung, mach ma amoi, wird scho wos dabei sei.”

Wir schreiben das Jahr 2011. Der Intendant der Wiener Volksoper, Robert Meyer diktiert der Tageszeitung “Der Standard” ins Mikro: “Die Stärke der Volksoper ist sicher die Vielfalt.” Er führt weiter aus: “Mit Operette, Oper, Musical und Ballett ist für jeden etwas dabei.”

Schön formuliert, Robert Meyer ist ja auch kein Wiener.

Link
- derstandard.at: “Unsere Stärke ist die Vielfalt”

“SPIDERMANN” - ein drittes Spiderman-Musical startet in New York

Schön langsam wirds unübersichtlich. Neben Julie Taymors Spiderman-Musical “Turn Off the Dark” mit drögen Tönen von U2 und “The Spidey Project” des Comedian Justin Moran soll am 13. März 2011 ein drittes Spiderman-Musical die Bühnen New Yorks entern, was gleichzeitig bedeutete, dass es das erste Spiderman-Musical wäre, denn dieser Premierentermin schlägt die bisher veranschlagten der beiden anderen Produktionen.

“Spidermann” wird im Tank in Manhatten insgesamt drei Mal zu sehen sein. Die New York Times über “Spidermann”:

«Spidermann,” which was presented earlier this year in Seattle, is the handiwork of Jose Bold, the stage name of the artist John Osebold, and is described in a press release as «a hastily-constructed abstract musical” that «threads together elements of the original comic book story, references to the buzz-heavy Broadway debacle, songs stripped down to their essential core, and dreamlike video sequences to create a new mythology in an art-house style.” The cast includes Mr. Osebold as the title character; Kirk Anderson as his alter ego, Peter Parkre; Erin Jorgensen and Sara Edwards, who both play the character Mary Jane Taymor; Mark Siano as Radioactive Steve Winwood; and Evan Mosher as Everyone Else. [New York Times]

Die Kritik zur Seattle-Produktion von “Spidermann” kann man –> hier nachlesen.

FREISCHWIMMER - das Theaterfestival “on tour” mit integriertem “Blog-Battle”

8. April 2011 19:00bis14. April 2011 19:00

freischwimmer2011.pngNeues aus Theater, Performance und Live Art ist Werft und Landungsbrücke für ein kommendes Theater und sein Publikum. Als Festival “on tour” reist das Theaterfestival FREISCHWIMMER nach dem Auftakt in den Berliner sophiensà¦len nach Hamburg zu Kampnagel, ans Koproduktionshaus brut in Wien, in das Theaterhaus Gessnerallee nach Zürich und abschließend ans Düsseldorfer FFT.

Sieben Theaterformationen aus dem deutschsprachigen Raum präsentieren Projekte, die sie unter gleichen organisatorischen Bedingungen und im Rahmen der inhaltlichen Programmatik der fünf Gastgebertheater entwickelt haben.

In diesem Jahr wird es erstmalig einen FREISCHWIMMER-Blog-Battle geben! Informationen und die Ausschreibung: –> hier

Am Blog-Battle teilnehmen kann ohne Vorauswahl jeder Festivalbesucher, einzeln oder in der Gruppe. Thema kann alles sein, was mit dem Festival und seinen Themen zu tun hat. Erlaubt sind alle Medien, die internet- bzw. blog-kompatibel sind und alle Genres. Die Zeitschrift Theater der Zeit stellt die Jury für den Wettbewerb. Im Anschluss an jedes Festival wird einer der lokalen Blogs ausgezeichnet und auf der Theater der Zeit-Homepage vorgestellt. Nach dem letzten FREISCHWIMMER-Festival (Mai 2011 in Düsseldorf) wird Theater der Zeit eines von allen teilnehmenden Blogs prämieren. Der Gewinner erhält einen Geldpreis im Wert von 500 Euro.

Festival-Termine
sophiensà¦le, Berlin: 10.-19. März 2011
Kampnagel, Hamburg: 25. März-2. April 2011
brut, Wien: 8.-14. April 2011
Theaterhaus Gessnerallee, Zürich: 5.-14. Mai 2011
Forum Freies Theater, Düsseldorf: 19.-28. Mai 2011

Link
- FREISCHWIMMER-Festival

Unicorn Light Performance Group tanzt “Dunkelgold”

18. März 2011
19:30bis21:30

50354_198473259287_8129381_n.jpgAm 18. März und 8. April 2011 (Beginn jeweils 19:30 Uhr) zeigt die Unicorn Light Performance Group die Tanztheaterproduktion “Dunkelgold” in den Kulturzentren Mattersburg und Oberschützen. Dunkelgold ist eine packende Auseinandersetzung mit der menschlichen Seele und ihren Bedürfnissen, Träumen, Ängsten und Wünschen – originell vertanzt von der Unicorn Light Performance Group.

Was, wenn sich der moderne Mensch eines Tages in einer Welt ohne Zivilisation, ohne Konsum, ohne Technisierung, ohne Medien wiederfände? Von allen Verpflichtungen entbunden und doch gefangen in einer unerträglichen Situation: in der menschlichen Natur, im Bewusstsein des eigenen Selbst.

Inspiriert von der Musik der jüdischen Sängerin Chava Alberstein setzt sich das Stück damit auseinander, was in Menschen vorgeht, die plötzlich ihrer Heimat und ihrer Wurzeln beraubt werden. Die vertonten Gedichte jiddischer Dichter des 20. Jahrhunderts lassen uns die große Einsamkeit und Sehnsucht nach Heimat und Wurzeln spüren, wie sie den im Laufe der Geschichte immer wieder verfolgten und vertriebenen Juden Osteuropas eigen war.

Die Unicorn Light Performance Group überträgt die historische Situation der Vertreibung der Juden aus der Heimat auf psychologischer Ebene auf Menschen der Gegenwart und bringt so grundsätzliche Fragen der Menschheit vor historischem Hintergrund in zeitgenössischen Zusammenhang:

Davon ausgehend, dass der zeitgenössische Mensch von einer Entfremdung zu sich selbst, seinen Handlungen und zu seiner Umwelt geprägt ist, »ein passiver Empfänger von Eindrücken, Gedanken und Meinungen« (Erich Fromm), muss das Herausgerissenwerden aus der gewohnten zivilisierten Umgebung und Gesellschaft eine Rückbesinnung auf Grundsätzliches bewirken.

Die Menschen müssen sich - aller medialen und gesellschaftlichen Ablenkungen beraubt - ihrer selbst bewusst werden und sich mit ihren seelischen Grundbedürfnissen auseinandersetzen. Es geht zuerst um das Ich, dann um die Beziehung zu den anderen, um Geben und Nehmen, um Liebe und Hass, um Schöpfung und Zerstörung, um Freude und Trauer, um Glaube und verlorene Hoffnung. Hauptantrieb ist die Sehnsucht nach neuen Wurzeln, nach Sicherheit, Wärme und Geborgenheit.

Leading Team
Regie & Choreografie: Nadja Puttner
Musik: Chava Alberstein, Schyzomaniac, Yoko Kanno

Tanz
Jan-David Bower, Susanne Brandstetter, Anja Bräutigam, Tino Heinze, Mara Kluhs, Nadja Puttner, Monika Schuberth

Tickets
oeticket 01/96096 bzw. www.oeticket.com oder www.bgld-kulturzentren.at
Preis: 24, 21 und 15 Euro

Maya Hakvoort - die neue “Mrs. Danvers” in St. Gallen

Wie Maya Hakvoort ihre Fans über ihre Facebook-Page wissen ließ, wird sie die Rolle der Mrs. Danvers in “Rebecca” am Theater St. Gallen übernehmen. Damit steht die gebürtige Niederländerin erneut in einer Hauptrolle in einem DramaMusical von Michael Kunze und Sylvester Levay auf der Bühne. Von 1994-1998 und von 2003-2005 stand sie als “Elisabeth” im gleichnamigen Musical unter der Regie von Harry Kupfer auf der Bühne des Theaters an der Wien.
“Rebecca” feiert am 22. Oktober 2011 Premiere am Theater St. Gallen. In der Rolle des Maxim de Winter wird Thomas Borchert auf der Bühne stehen. Die letzten Castings finden Ende März statt. Tickets für “Rebecca” in St. Gallen kann man leider noch nicht ordern.[dramamusicals.de]

Liebe Facebook Fans, mit großer Freude darf ich euch heute etwas ganz Aktuelles mitteilen … ab September 2011 werde ich etwas öfters in der Schweiz sein und zwar in St.Gallen, wo ich dann ab 22. Oktober auf der Bühne stehe. Ich darf böse sein und ganz zum Schluss auch wieder sterben ;-)) Kurz gesagt: Ich werde die Mrs. Danvers in “Rebecca” spielen!!!! Alles Liebe, eure Maya. [Maya Hakvoort @ Facebook]

Chris Murray: “Ich bin Musicaldarsteller und stehe hundertprozentig dazu.”

Ich hasse Leute, die sich über ihr eigenes Genre lustig machen. Wenn wir, die wir Musicals machen, es nicht ernst nehmen, wer dann? Denn das Publikum nimmt es ernst. Die Zuschauer kommen nicht, um zu sehen, wie doof das doch ist, was sie mögen.

Leider treffe ich immer wieder Kollegen, die Musical eigentlich verachten. Dann heißt es: “Eigentlich bin ich ja Rock-/Popstar … eigentlich mache ich ja Chanson … eigentlich bin ich ja Schauspieler … eigentlich bin ich ja was ganz anderes, als das, mit dem ich eigentlich mein ganzes Geld verdiene.” Das ist auch, was ich vorhin meinte: Wenn ich nicht dahinter stehe, wie kann ich dann erwarten, dass die da draußen dahinterstehen.

Es gab auch damals Kollegen, als ich meine “Greatest Hits” veröffentlichte, die mich fragten, warum ich Musicaltitel aufgenommen habe. Was sollte ich denn machen: Knef? Wenn ich sieben bis acht CDs auf dem Tisch habe, wo ich alles und den Küchenschrank noch mitsinge, dann können wir mal vielleicht einen Exkurs machen … Ich bin Chris Murray, der Musicalsänger, und wenn mein Name irgendwo draufsteht, sollen die Leute wissen, dass sie das von mir erwarten können. Ich bin Musicaldarsteller und stehe hundertprozentig dazu. Mich ärgern Leute, die ihr Genre herabwürdigen. Deshalb freue ich mich immer über die Gelegenheit, Musical eine Plattform zu bieten, und über die, die das tun. [blickpunkt musical, Nr. 01/11, Januar-Februar 2011, S. 35]

The Spidey Project: Vergesst den U2-Spinnenmann - Jetzt kommt das echte Spiderman-Musical

Es ist ja wunderbar, mit welch perfiden Publicitystunts die Produzenten des U2-Spinnenmann-Musicals das Aufmerksamkeitslevel der Medien auf Trab halten. Aber sehen wir doch das Ganze mal realistisch: Außer den U2-Fans, den Touristen und all jenen, die auf Unfälle warten, wen interessiert es noch wirklich, ob Julie Taymors Werk nun wirklich auch eine “echte” Premiere auf die Reihe bekommt oder nicht. Die wahren Musicalfans haben sich schon nach den ersten Hörproben verabschiedet … doch es bleibt immer noch die Hoffnung, dass bei der nächstjährigen Grammy-Verleihung das Spinnenmännchen mit dem Preis für die beste Cast-CD ausgezeichnet wird, das hat 2010/1011 ja auch das schwachbrüstige “American Idiot” geschafft.

Man muss das verstehen. In Zeiten, in denen die Fans die aktuellen CDs ihrer Stars lieber für lau aus dem Netz klauen, überlegen sich die, wie sie ihren Fans nicht nur den Preis für ne CD aus der Tasche ziehen können, sondern noch mehr, und ein “Broadway-Musical”, das ist eine feine Sache. Dass damit das wahre Musicalgenre schön langsam zu Grabe getragen wird, was solls. Auch hierzulande machen sich die Musicalproduzenten ja tagtäglich lächerlich. Es beginnt schon bei Kleinigkeiten wie den Outfits der Platzanweiser. Kürzlich stand in einem der netten Fanforen (siehe –> hier) zu lesen:

Würde ich ins Burgtheater gehen, um dort Richard III. zu sehen, fände ich es auch deplaziert, wenn mir die Platzanweise mit künstlichem Buckel entgegenhumpelten. Aber Musical im allgemeinen und TdV im speziellen sehe ich als Unterhaltungstheater.

Weit haben wirs gebracht. Clowns, Artisten und fahrendes Volk, Unterhaltungstheater im Ringelspielsinn, hier die “hohe Kunst”, da die Kunst für die, die nur Zerstreuung suchen. Was für eine Einstellung ist das? Was für eine Definition von “Unterhaltungstheater” mag das sein?

The Spidey Project
Aber zurück zum Spinnenmann. Bevor noch Julie Taymor also ihre echte Premiere in die Gänge bringt (oder auch nicht), wird “Mr. Moran” mit “The Spidey Project: With Great Power Comes Great Responsibility” am 14. März 2011 das erste Spiderman-Musical New Yorks uraufführen. Sein Slogan: “Zero Dollars - 30 Days - The First Spiderman Musical to Officially Open in NYC.”

Stattfinden wird dieses Event in Manhattan im “People Improv Theater”. Morans “Spidey Project” erzählt die Geschichte des Spinnenmanns so, wie es im Marvel-Comic nachzulesen ist: “It’s Peter Parker, in high school at Forest Hills when he gets bitten by the spider and all that good stuff.” Eine Genehmigung von Marvel hat er zwar nicht, aber da er eine Parodie auf die Bühne bringt, nach einem Buch, das er selbst mit Jon Roufaeal geschrieben hat und einem Score, komponiert von Adam Podd und Doug Katsaros, sieht er möglichen Problemem gelassen entgegen. Geplant ist vorläufig nur eine einzige Vorstellung. Doch sollte das Publikum nach mehr verlangen … wer weiß.

Mr. Moran ist kein Unbekannter in der Branche. 2010 gewann er beim Fringe Festival für die Texte zu “Pope! The Musical” einen Excellence Award, und für sein Spidey Project haben sich schon Dutzende Darsteller, Komponisten, Set Designer und andere Interessierte gemeldet. Sein Ziel hat er klar definiert:

Our goal is to do what she [Julie Taymor] should have done in the first place, and that’s just make a really good musical.

Links
- The Spidey Project
- Pope! The Musical
- North Jersey.com: Moran writes and rewrites his way into Fringe Festival
- The New York Times: A Second Spider-Man Musical Swings Into Town

Koblenz: “Zustände wie im alten Rom”

febd51e6c4.jpgAm 25. Februar 2011 feiert Stephen Sondheims Musical-Comedy «Zustände wie im alten Rom” in der Kulturfabrik Koblenz Premiere. Auf der Bühne: eine junge Truppe des Koblenzer Jugendtheaters.

Web-2.0-gerecht geht man bei der Vermarktung dieser Produktion auch beispielsweise mit Videos ins Web. Auf YouTube unter anderem: ein interessantes Interview mit Darsteller Sebastian Steil zum Thema “Hauptberuflicher Darsteller? NEIN danke!” (–> hier) und ein Interview mit Regisseur Andre Wittlich über “Zustände wie im alten Rom” (–> hier)

Natürlich gibt es eine Website zur Show (–> hier), und man ist auf Facebook, flickr und Twitter vertreten.

Link
- Kulturfabrik Koblenz

Michael Heller: “All I need is the girl”

Musical-Diplomprüfung Folkwang Hochschule Essen, Januar 2010

Link
- Michael Heller @Diabelli Management

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