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Archiv - 2012

»Elisabeth«: Cast-Recording-Time … again

Auch die aktuelle Wiener Fassung des Levay/Kunze-Musicals »Elisabeth« wird in Form einer Cast-CD erscheinen, und zwar bereits Mitte Oktober. Warum das gar nicht mal so schlecht ist? Wir leben in Zeiten, in denen Cast-CDs tendenziell eher immer seltener veröffentlicht werden. Wenn sich also eine Firma wie MG Sound, ein Unternehmen wie die VBW … dazu entschließen … wobei, da fängt es an. Wer hat sich entschlossen, eine Cast-CD zu produzieren, wer zahlt? Wer trägt das Risiko? Nicht, dass man erwarten dürfte, darauf Antworten zu erhalten, die man auch publizieren darf … nur, interessant wären die Antworten darauf dennoch.

Erscheinen wird ein Live-Mitschnitt, zusammengemixt aus den Aufnahmen der Premiere und, so hört man, einer zweiten Vorstellung. Warum es ein Live-Mitschnitt wird, kann man leicht erklären. Ein Orchester die Musik als Studioaufnahme neu einspielen zu lassen, ist einfach zu teuer. Dass das Orchester live aufgenommen wird, ist aber selten das Problem. Die Damen und Herren des Orchesters schaffen es, in zwei Vorstellungen praktisch fehlerfrei zu spielen, man kann ja was zusammenschneiden. Eine andere Frage ist der Gesang, denn da wird oft jede “Liveaufnahme” heutzutage zur Farce. Es dreht sich darum: Was von den Liveaufnahmen aus dem Theater wird wirklich verwendet, und welche Lieder/Passagen werden, wenn überhaupt, neu im Studio eingesungen. Angaben dazu gibt es keine. Man will ja niemanden bloßstellen. Nur – ob man unter diesen Voraussetzungen dann manchmal tatsächlich von Liveaufnahmen sprechen kann?

“Elisabeth” bekommt also wieder mal eine Cast-CD, das wird die Fans freuen, und es wäre doch fast wie ein neues Weltwunder, wenn “Rebecca” nicht auch noch ein paar Cast-CDs abbekäme, oderrrrrr?

Link
Ein kleiner Buchtipp zum Thema Cast Recordings: Bruce Kimmel: “Album Produced By …”

Okay, lasst uns Traditionen brechen: Die neuen Stars von “Elisabeth”

Traditionell gibt es keine Kritiken von Voraufführungen, Kritiken erscheinen nach der Premiere. Traditionell wird aber auch das zahlende Publikum, also jenes, um das die Theater geradezu betteln, wenn sie es nötig haben, nicht aus Premieren ausgesperrt, zumal bei einem subventionierten Theater. Diesmal ist alles anders, diesmal ziehen die Vereinigten Bühnen Wien ihre Linie durch und halten – am 5. September – die Premiere von “Elisabeth” als geschlossene Veranstaltung ab. Direkt sowie einzig und allein hat dies Christian Struppeck, der Intendant der Vereinigten Bühnen Wien, zu verantworten, einfach deswegen, weil auch das in seinem Verantwortungsbereich liegt. Es wurde immer wieder von seiten der VBW erwogen, Premieren und Dernieren als geschlossene Veranstaltungen abzuhalten, immer jedoch kam ein Kontingent an Karten in den freien Verkauf, immer wurde das angekündigt. Diesmal nicht. Es gibt hier keinen Spielraum für ein Dementi, das ist Fakt.

Doch es gibt eine Ergänzung: Der Standpunkt der Vereinigten Bühnen Wien ist Folgender: Angeblich soll es Karten ab Montag im Verkauf gegeben haben, im Kartenbüro und bei Wien Ticket und natürlich auf der “Liste”. Die “Liste” ist kein freier Kartenverkauf, und für freie Kontingente bei Wien Ticket und im Kartenbüro habe ich keine Bestätigung, ich höre nur, dass es auch auf Nachfrage keine Karten gegeben hat. Was also hat es für einen Sinn, wenn angeblich Karten im Verkauf sind, aber die Verkäufer sagen, dass es keine Karten gibt. Online bei Wien-Ticket waren definitiv keine Tickets erhältlich. Unter freiem Vorverkauf muss man sich etwas anderes vorstellen können.

Da die Veröffentlichung dieser Teilkritik auf Basis einer Vorpremiere auch als Protest gegen diese Ticketpolitik eines subventionierten Theaters zu verstehen ist, noch ein paar Punkte zur Erklärung: Die VBW haben eine Vielzahl an Tools, um einen geregelten Vorverkauf abwickeln zu können, um Kontingente, die neu in den Verkauf kommen, anzukündigen, und das kostet kaum Zeit, wenn die Kompetenzen geklärt sind. Beispielsweise Facebook, beispielsweise Newsletter, beispielsweise eine Website, beispielsweise Aussendungen von Wien-Ticket und so weiter. Es würde reichen, am Beginn der Vorverkaufszeit anzukündigen, dass ab ungefähr einem Zeitpunkt X ein Kontingent Y in den Verkauf kommt. Die Praxis sieht anders aus: Es wurde wiederholt mitgeteilt, dass es keine Karten im freien Verkauf geben wird. Freier Verkauf bedeutet auch, einen gewissen Respekt gegenüber Theaterbesuchern zu haben. Der geht mir hier eindeutig ab.

Brechen wir also Traditionen, der Bruch ist ohnedies schon gemindert, da diese Kritik wieder offline gegangen ist und erst nach Beginn der Premiere wieder online geschaltet wurde: Es gab im Verlauf der letzten Tage einige Previews. In diversen Foren wird schon eifrig über die neue Fassung der Levay/Kunze-Show diskutiert. Eine ausführliche Kritik, basierend auf regulären Vorstellungen nach der Premiere, wird es im Laufe der nächsten Wochen auch hier im Blog geben, doch vorab: die neuen Stars von “Elisabeth” sind Franziskus Hartenstein als Franz Josef und Anton Zetterholm als Erzherzog Rudolf.

Franziskus Hartenstein
Franziskus Hartenstein verleiht Franz Josef eine Präsenz und eine Stellung Elisabeth gegenüber, die seine Vorgänger in Wien nicht erreicht haben. Das geht so weit, dass das Verhältnis von Elisabeth und Franz Josef in der einen oder anderen Szene fast kippt, oder aber, und das ist die positivere Deutung, erst jetzt in dieser Version voll zur Wirkung kommt. Sowohl vom Schauspiel her gesehen als auch vom Gesang ist Hartenstein für die Show ein Volltreffer. Zwar mag er für die Rolle sehr jung sein, aber er interpretiert die Lieder – und leiert sie nicht nur runter, er verleiht ihnen Gefühl, erreicht mit seinem Schauspiel, dass man mit Franz Josef tatsächlich mitfühlt. Ich habe diese Figur zum ersten Mal so “lebendig” erlebt. Hartenstein spielt glaubhaft, seine Bewegungen, seine Mimik, all das zeigt, dass er es verstanden hat, sich mit seiner Rolle ernsthaft und für die Produktion gewinnbringend auseinanderzusetzen. Früher als Langweilnummern abgetane Balladen und balladeske Sequenzen haben auf einmal eine Tiefe, die man hier in Wien noch nicht erlebt hat.

Anton Zetterholm
Dasselbe trifft auch auf Anton Zetterholm zu. Anders als einer seiner deutschsprachigen Kollegen, Mark Seibert, hatte er eine Sprachbarriere zu bewältigen, über die in diversen Foren jahrelang gelästert wurde. Zetterholms Artikulation ist bei “Elisabeth” freilich bestechend, er singt klare, reine Töne, nicht wie Mark Seibert, dessen Gesangssequenzen gefühlt aus 98 Prozent gepressten Konsonanten bestehen, der in der Tiefe zu wenig Stimme hat, nasal und behaucht in der Mittellage arbeitet und einzig und allein in den Höhen dann an Lautstärke gewinnt, oft auf Kosten jeglichen Schöngesangs, oder Annemieke van Dam, die einem ihr Belting wie eine Watsche ins Gesicht schmettert.
Zetterholm spielt grandios, sein “Wenn ich dein Spiegel wär” ist atemberaubend und DAS Highlight der Show. Der kleine, ganz kurze Übergang zu “Hass”, auch das liefert er mit einer solchen Intensität und Power. Leider hat er das Pech, mit Seibert und van Dam Partner zu haben, die scheinbar ihre Hausaufgaben nicht ganz erfüllt haben und in der Show herumlaufen, als würden sie ferngesteuert. Der “Totentanz” etwa ist der Tiefpunkt der Show schlechthin. Wenn der Tod Rudolf küsst, wirkt es, als würde er ihn oral erdolchen.

Bühnenbild, Kostüme, Fragen über Fragen
Wieso beim “Totentanz” die “Kleider” getilgt wurden, sollte man sich besser nicht fragen. Denn wenn wir mit den Fragen beginnen, würden wir rasch zum Bühnenbild gelangen, das eine völlig misslungene Mixtur aus Teilen der alten Wiener Fassung und verkitschend wirkenden Projektionen und Filmchen ist. Es ging bei der Wiener Fassung immer gerade darum, den Kitsch aus der Show rauszuhalten, wo möglich. Nun sind wir dabei gelandet, dass all das, was bei der alten Fassung unsere Fantasie gestaltet hat, per Filmchen eingespielt wird. Ein Meer und ein Mond oder eine Sonne, was auch immer das sein soll, das sich bewegende Riesenrad. Wozu?
Nein, “Elisabeth”, das Musical, beruht nicht auf einem Film, wir können nicht immer nur Filmmusicals machen, und es muss nun auch nicht in jedem Musical eine Projektion her. Wir haben Fantasie, und wenn sich die Theater den Luxus leisten würden, nur Leute mit großartigen Stimmen verbunden mit einer entsprechenden Gesangskultur und Schauspielbegabung zu casten, wäre uns allen schon viel weitergeholfen. Wir brauchen kein Brimborium, das davon ablenkt, dass sich in Mimik und Ausdruck zu wenig tut.

Bei all den Fragen würden wir auch zu den Kostümen kommen. Was genau soll uns das Outfit des Todes sagen. Was sollen diese Moon Boots, wieso sieht Lucheni wie ein Penner aus, dessen Hosen drei Nummern zu groß sind, mit einem Westchen wie ein Clown?

Kommen wir vorerst zum Schluss und zur Schnapsidee schlechthin. “Elisabeth” wird mit einem Gesangs-Medley inklusive Publikumsbeteiligung beendet. WTF? Wir sind nicht bei den Pradler Ritterspielen, da, von mir aus, könnte Elisabeth nochmal aufstehen und sich meinetwegen in Zeitlupe erdolchen lassen – oder man könnte vorher ein Gewinnspiel machen und jemanden aus dem Publikum bitten, mal mit der netten Merchandising-Feile zuzustechen. Wir haben es mit einem Musicaldrama zu tun, und die erbärmlichen Versuche, aus dem Drama am Schluss noch ein Mitklatsch- und Mitsing-Inferno zu machen, sind degoutant. Nicht, dass das Rezept nicht aufgehen würde, Publikum ist verführbar, aber allein die Absicht, das Publikum mit derart billiger Effekthascherei in den Sumpf von Musikantenstadl Co. zu treiben, ist billig.

Soviel vorerst einmal. Ein paar positive Punkte, ein paar negative. Es gibt noch mehr Positives und auch anderes. Wir sollten uns das nächste Mal vielleicht darüber unterhalten, wieso es auf einmal so viele Barfuß-Sequenzen in der Show gibt, wieso zieht sich die tote Elisabeth die Schuhe aus? Was ist los mit “Ich gehör nur mir” – wieso wurde aus dem Highlight eine Durchschnittsnummer, wo bleibt die Spannung beim “Letzten Tanz”. Wieso befindet sich vor dem Raimund Theater eine Geröllhalde? So viele Fragen …

Links
- orf.at: Premiere für Musical »Elisabeth«
- Musical Awakening: Raimund Theater: Elisabeth - Vorpremiere
- Der Neue Merker: NEUE Kritik: WIEN/ Raimundtheater: ELISABETH – Musical von Sylvester Levay. Premiere
- Heute.at: Elisabeths letzter Tanz gehörte nur ihren Fans
news.at: Retro-Romantik
- oe24.at: Promiauflauf bei »Elisabeth« Premiere
- diepresse.at: »Elisabeth«: Eine schöne Leich’ für die Kaiserin
- kurier.at: “Elisabeth”: Ein süßes Apokalyptus-Zuckerl
- Neue Zürcher Zeitung: Rückkehr der Kaiserin nach Wien
- derstandard.at: Eine, die nur uns gehört
- heute.at: Uwe Kröger und Marika Lichter versöhnt!
- relevant.at: Promis im Sisi-Fieber nach “Elisabeth”-Premiere
- krone.at: Lichter und Kröger versöhnten sich bei Musical-Premiere

Renate Wagner schafft es, ihren Artikel gleich in zwei Online-Medien unterzubringen, und einen dritten Jubel-Artikel gibts auch noch von ihr.
- Der Opernfreund: Elisabeth
- Der Neue Merker: WIEN / Raimundtheater: ELISABETH
- Neues Volksblatt: Noch nie war »Elisabeth« so reizvoll besetzt
Hofberichterstattung bietet Silvia E. Loske in ihrem Blog -> hier

Jeder kann zum Mörder werden – das “Sisi”-Marketing anno 2012

Der Sommer war heiß – vielleicht für manche zu heiß, wenn man sich ansieht, womit die Vereinigten Bühnen Wien ihre “Sisi”-Souvenirecke angefüllt haben. Nehmen wir nur ein Beispiel heraus: die “Elisabeth Glasfeile”. Ernsthaft? Bieten die VBW ernsthaft eine Glasfeile an, bei der Symbolik, die einer Feile im Musical zukommt?
Was wird es bei “Legally Blonde” geben? Gutscheine für ein Essen beim Chinesen des Vetrauens in Peking?

Link
- Die “Elisabeth”-Glasfeile

Metropoldi: Zwa Voitrottln – Live

Am 4. Oktober 2012 (Beginn: 20 Uhr) spielen die »Zwa Voitrottln« (Johannes Glück, Autor & Komponist des Simpl-Musicals »Krawutzi, Kaputzi – Strengstes Jugendverbot!«) und Dieter Hörmann (Student an der Konservatorium Wien Privatuniversität, Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater) im Wiener Metropoldi auf.

Im Jänner 2011 als Singer/Songwriter-Duo gegründet, landeten die beiden Interpreten mit ihrem Lied »Fuck se Energiesparlampe« einen YouTube-Hit. Im März 2012 veröffentlichten die »Zwa Voitrottln« ihre Debüt-CD »Hörglück«. Die Bandbreite der darauf zu hörenden Songs reicht von Kabarett über Rap, Wiener Lied, Chanson bis zur Musicalparodie.

Links
- Zwa Voitrottln
- Metropoldi

Theater Nestroyhof/HAMAKOM: »Warum denn grad Eisler?«

»Warum denn grad Eisler?« Anlässlich des 50. Todestages von Hanns Eisler zeigt das Theater Nestroyhof/HAMAKOM eine Hommage an den kleinen Mann, der überall aneckte und nicht nur musikalisch Maßstäbe setzte.

Hanns Eisler wurde am 6. Juli 1898 in Leipzig geboren und ging in Wien zur Schule. Nach zwei Jahren als k. u. k.-Soldat im Ersten Weltkrieg wurde er 1919 Schüler bei Arnold Schönberg, dem er 1923 auch seine Sonate für Klavier op. 1 widmete. 1925 ging er nach Berlin, wo er ab 1928 für Arbeiterchöre und Agitproptruppen komponierte und mit Bertolt Brecht zusammenarbeitete (»Die Maßnahme«, »Die Mutter«). Ab 1933 lebte Eisler zunächst in Paris, Svendborg und London, ehe er im amerikanischen Exil ab 1938 seine bedeutendsten kammermusikalischen Werke schuf (u. a. »Vierzehn Arten den Regen zu beschreiben«). In Hollywood komponierte Eisler neben der Musik zu acht Hollywoodfilmen auch sein »Hollywooder Liederbuch« auf Texte von Brecht, Hölderlin und andere. Auf Betreiben der eigenen Schwester musste er sich vor dem Untersuchungsausschuss für unamerikanische Umtriebe verantworten und trotz prominenter Fürsprecher (Chaplin, Bernstein, Copland, Stravinsky) die USA verlassen.

1948 kehrte Eisler nach Europa zurück, zunächst nach Wien und Prag, schließlich nach Ost-Berlin. Obwohl er auf einen Text von Johannes R. Becher die Nationalhymne der DDR in Noten setzte, geriet er mit der DDR-Kulturbürokratie in Konflikt, als er Ende 1952 seinen Operntext »Johann Faustus« veröffentlichte. Bis 1955 arbeitete Eisler überwiegend in Wien für das Neue Theater in der Scala und die Wien-Film am Rosenhügel. In der DDR komponierte er für das Berliner Ensemble und die DEFA. 1959 erlebte er in der Staatsoper Unter den Linden die Uraufführung seiner zum Großteil im Exil komponierten Deutschen Symphonie. Hanns Eisler starb am 6. September 1962 in Ost-Berlin. [Internationale Hanns Eisler Gesellschaft]

Leading Team/Cast
Annette Fischer: Gesang/Produktion
Raphael von Bargen: Schauspiel
Armin Fuchs: Klavier
Kördölör: Chor
Anna Hauer: Regie

Termine
18. und 19. September 2012, Beginn: 20 Uhr

Tickets
Tel.: +43 1 8900 314
Mail: tickets@hamakom.at
Web: www.hamakom.at
Preis: 18/12 Euro

Theater Nestroyhof/HAMAKOM
Nestroyplatz 1, 1020 Wien

Link
- Theater Nestroyhof/HAMAKOM

La evolucià³n de la SISI

… oder des kummt ma spanisch vua

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Stimme aus dem Off: Aber warum? Warum habt Ihr das Raimund Theater nicht von der Schabracke befreit?
Delinquent: Aba was sois?
Stimme aus dem Off: Gedankenlosigkeit?
Delinquent: Warum, warum, immer diese Stänkerei, seit mehr als zehn Jahren. Drauf gschissn. Wir sind …
Stimme aus dem Off: Ach sagen Sie doch nicht sowasss!
Delinquent: Waast wos?
Stimme aus dem Off: Also, warum?
Delinquent: Es steht do, weus do steht.
Stimme aus dem Off: So ein Unsinn!
Delinquent: Is ned wurscht? Eben. Und nach dem Schiff is vua dem Schiff. Es woa so a dolle Show!
Stimme aus dem Off: Sagt wer?
Delinquent: Die Auslastungszahlen, die Kritiker, die Fans, über 200 Mal haben es ein paar gesehen!

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Die Stimme der Vernunft: Vorbei der Glanz, schon längst bleibt uns …

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UND AUS

Eklat in Röttingen

Renate Kastelik, seit 2002 Künstlerische Leiterin der Festspiele in Röttingen, hat “wegen Zerrüttung des Vertrauensverhältnisses”, wie es heißt, die fristlose Kündigung erhalten.

In einem Zeitungsbericht, der über die aktuellen Entwicklungen berichtet, wird Kastelik mit einem Spruch zitiert, der wohl in die Geschichte eingehen wird:

“Musicals haben in der Kulturlandschaft nichts verloren, sie gehören in den Musikantenstadl”.

Link
Fränkische Nachrichten: Renate Kastelik die fristlose Kündung ausgesprochen

“Someone give me a chance” – Eden Espinosas CD-Projekt

Manchmal kommt man aus dem Staunen nicht raus, welche Künstler und Künstlerinnen in den USA ihre CD-Soloprojekte über Funding-Plattformen finanzieren (müssen), während im deutschsprachigen Raum man manchmal den Eindruck gewinnen könnte, dass fast jeder schon mit einem eigenen Tonträger ausgestattet wird, der einmal bei Tarzan gebrüllt oder ein paar Sekündchen am Marterpfahl gejodelt hat. Die Zeiten haben sich offensichtlich geändert (das ist ja an sich nichts Schlechtes) … in den 90er Jahren war es in den Staaten vermutlich leichter, als etwa ein Bruce Kimmel in der Hochblüte seiner Produzententätigkeit war.

Jüngstes Beispiel einer Funding-Initiative ist Eden Espinosa, bekannt aus “Brooklyn – The Musical”, “Wicked”, “Rent”. Sie hat sich für ihre erste Solo-CD Lieder aus “Wicked”, “Ghost – The Musical”, “Rent”, “Sweeney Todd”, “Will Rogers Follies”, “Aida”, “Brooklyn – The Musical”, “Taboo – The Musical” und “Next To Normal” ausgesucht. Ihr Ziel ist es, die Lieder wie Pop-Songs klingen zu lassen, eigenständig, oder wie Espinosa sagt: “Broadway hits with a pop sensibility”.

Die gute Nachricht ist, dass das Funding-Experiment per kickstarter.com bereits geglückt ist. 19.000 Dollar wollte die Sängerin als Zuschuss zu den Studiokosten, bis jetzt sind schon über 22.000 Dollar zusammengekommen, und jeder, der möchte, kann noch bis 16. September 2012 mitmachen. Wer gar bereit ist 75 Dollar zu investieren, bekommt eine ganz spezielle Limited Edition Christmas EP, die nur an die Kickstarter Backer verschickt wird zusätzlich zum Download und zur signierten Solo-CD, außerdem einen zehnminütigen Telefon- oder Skype-Chat.

Eden Espinosa ist derzeit bereits im Studio und nimmt ihre CD auf, Videos davon finden sich auf der Website von kickstarter.com –> hier.

Stadttheater Fürth: Auditions für »next to normal« – »fast normal«

Am 26. und 29. Oktober 2012 finden in Berlin die Auditions für die deutschsprachige Erstaufführung des Broadway-Musicals »next to normal« statt.

Die Premiere der Show wird im Oktober 2013 im Stadttheater Fürth über die Bühne gehen. Nähere Infos –> hier.

Leading Team
Musik: Tom Kitt
Buch und Gesangstexte: Brian Yorkey
Deutsche Fassung: Titus Hoffmann
Inszenierung: Titus Hoffmann
Musikalische Leitung: Christoph Wohlleben
Choreographie: Melissa King
Ausstattung: Stephan Prattes

Link
- »next to normal« – »fast normal« @facebook

OPEN HOUSE THEATRE COMPANY – Wiens neue englischsprachige Theatergruppe

open_house_theatre_logo.jpgNach 37 Jahren hat vor wenigen Wochen das »International Theatre Vienna« schließen müssen. Warum es schließen musste, dazu gibt es mehrere, sagen wir »Ansichten«, wobei es müßig ist, weiter darüber zu spekulieren. Die positive Nachricht ist, dass sich bereits eine neue englischsprachige Theatergruppe zusammengefunden hat, die als »OPEN HOUSE THEATRE COMPANY« folgendes Motto hat:

A new Viennese based theatre group aiming to bring good quality English (and occasionally German) language shows to the people in and around Vienna.

Die erste Produktion der Gruppe konnte schon fixiert werden. Es ist »A Christmas Carol« von Charles Dickens, jenes Weihnachtsstück, das das International Theatre Vienna einige Jahrzehnte lang immer zur Weihnachtszeit gegeben hat – vor stets ausverkauftem Haus.

Die Produktion wird vom 3. bis 23. Dezember 2012 im »Kunst im Prückel«-Theater zu sehen sein, einem kleinen, aber feinen Theater im Keller des Traditionscafà©s Prückel am Dr.-Karl-Lueger-Platz, gleich gegenüber der U3-Station Stubentor.

Link
Open House Theatre
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Kunst im Prückel

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