Martin Bruny am Freitag, den
4. Juli 2008 um 22:27 · gespeichert in Wien, Event-Tipps
30. März 2009
19:30
bis
22:00
Image via WikipediaDie Spielplanvorschau von Vienna’s English Theatre ist überaus erfreulich, aus Musicalsicht. Mit “I Do! I Do!” ist in der Saison 2008/09 (Premiere am 30. März 2009) ein Musicalklassiker aus den sechziger Jahren zu sehen.
Facts
- Die Premiere von “I Do! I Do!” ging am 5. Dezember 1966 im 46th Street Theatre in New York über die Bühne. Das Musical stammt aus der Feder von Harvey Schmidt (Musik) & Tom Jones (Libretto/Songtexte), die auch mit “The Fantasticks” einen Musicalklassiker etablieren konnten.
- “I Do! I Do!” brachte es auf insgesamt 560 Vorstellungen und ging in die Musicalgeschichte als die erste Show ein, die mit nur zwei Darstellern auskommt. Die Dernià¨re fand am 15. Juni 1968 statt. Mit Mary Martin (She/Agnes) und Robert Preston (He/Michael) standen zwei der bekanntesten Showstars aller Zeiten auf der Bühne.
- “I Do” I Do” wurde für insgesamt für 7 Tony Awards nominiert, die Auszeichnung als “Best Actor in A Musical” ging an Robert Preston.
- Erzählt wird in Solosongs, Duetten und schlagfertigen Dialogen von den Höhen und Tiefen einer Ehe in den vielen Jahren des Zusammenlebens. Zufriedenheit und Frust, Euphorie und Ehemüdigkeit sowie Turbulenzen und Langeweile wechseln sich ab. Im Mittelpunkt des Bühnenbildes steht ein großes Himmelbett, welches das Ehepaar zum Schluss einem jungen Paar überlässt - und so kann alles wieder von vorne losgehen.
- Mit Songs wie »Together Forever« und »The Honeymoon is over« und zwei dankbaren Rollen ist das Stück wahlweise in einer Begleitung durch zwei Klaviere auch für Aufführungen auf kleinen Bühnen geeignet.
Martin Bruny am Freitag, den
4. Juli 2008 um 20:57 · gespeichert in West End
Image via WikipediaEin Musical über NiccolಠMachiavelli (1469-1527), den italienischen Politiker, Philosophen, Geschichtsschreiber und Dichter, ist es also, das Tim Rice dazu veranlasst hat, das “Phantom of the Opera”-Sequel gemeinsam mit Andrew Lloyd Webber nicht in Angriff zu nehmen.
Tim Rice:
I have just written a script for a new show based on the life of Machiavelli, which I hope will work. I have not decided who will do the music yet, but it won’t be Andrew. He is doing Phantom Two and Phantom Three and Phantom Four.
Machiavellis Name wird heute vor allem mit rücksichtsloser Machtpolitik unter Ausnutzung aller (rechtmäßigen) Mittel verbunden. Der später geprägte Begriff Machiavellismus wird daher oft als Schimpfwort für ein politisches Verhalten gebraucht, das raffiniert, aber ohne jeglichen Einfluss von Moral und Sittlichkeit die eigene Macht und das eigene Wohl steigern will. Vor allem aufgrund seines Werks Il Principe (»Der Fürst«) gilt er als einer der bedeutendsten Staatsphilosophen der Neuzeit. [via Wikipedia]
Martin Bruny am Freitag, den
4. Juli 2008 um 20:06 · gespeichert in Deutschland
Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung bei dem deutschen Filmverleiher Kinowelt ist ab sofort Jan-Pelgrom de Haas. Der 45-Jährige berichtet direkt an Olivier Courson, den Chef des französischen Filmproduzenten- und -vertriebs Studio Canal. Die Vivendi-Tochter hatte Kinowelt Mitte Januar übernommen. De Haas soll nun die Integration vorantreiben. Der Manager war zuvor lange für die Produktionsgesellschaft Ufa tätig, etwa als Chef des “Gute Zeiten, schlechte Zeiten”-Produzenten Grundy Ufa. Im Februar vergangenen Jahres war er als Deutschlandchef des Musical-Spezialisten Stage Entertainment gefeuert worden. [FTD.de]
“Nero”, das seine Uraufführung 2006 in San Francisco feierte, geht im Martel Theater des Vogelstein Center for Drama and Film über die Bühne, und auf selbiger stehen recht bekannte Musicaldarsteller, nämlich Idina Menzel (”Rent”, “Wicked”), Jeffrey Carlson (”Taboo”) und Lea Michele (”Spring Awakening”).
Nero
von Steven Sater
Musik: Duncan Sheik
Vassar College, 11. bis 13. Juli 2008
Dunk reads the words of Nero (the first known leader to use a speechwriter) as a woman in a white dress sings and his band plays beautifully behind him.
The speech is chilling. Nero orates about his plan for Rome, his consternations - how can so great an empire have let its poor grow so many? A great song, a creepy Orwellian rant, taking its time.
The next song is a Dunk solo, a light number, years later, as Nero takes “endless long vacations” with his cronies, slits the blood of those who oppose him. “Crowned with Love,” I think the piece is. It has a speedy, snowballing, fast-talking power. A “Let Them Eat Cake” nonchalance.
Then Rome burns. “What a night it was, back in 64… (It really was just 64),” says the narrator. Nero quickly lays the blame on others. “Such a photo-op,” Nero with the victims, looking like a leader who cares. But he says the people are better off homeless - if only you’d seen their homes before.
A song, beginning with the female lead, “The towers fallen, without an answer, ashes on the wind…” Dunk backs her up. A somber song.
The stage darkens.
Martin Bruny am Dienstag, den
1. Juli 2008 um 23:08 · gespeichert in Wien
Ganz kurz und schmerzlos :). Kritiken zur Premiere der “Producers” sind im Kultur-Channel-Account von –> del.icio.us abgespeichert und werden laufend ergänzt. Wer Lust und Laune hat, kann da gerne stöbern.
Eine kleine Anmerkung soll es nun doch noch sein. Man kennt das, es gibt Theaterkritiker, die das eine Stück verreißen und das andere in den Himmel loben. Oft versteht man weder die Gründe für das Lob noch jene für den Verriss, aber es ist dennoch sehr oft interessant, Argumente pro und kontra zu lesen oder zu hören. Es gibt aber dann auch Kritiker, denen es nicht um einzelne Stücke geht, sondern die einen lebenslangen Kampf gegen Genres führen. Einer dieser Kritiker ist Ljubisa Tosic, beschäftigt bei der österreichischen Tageszeitung DER STANDARD. Egal welches Musical in Wien, und vorzugsweise produziert von den Vereinigten Bühnen Wien auf dem Programm steht, er wird nicht müde, die beißendsten Formulierungen auszugraben, scheinbar besessen, nicht nur das Genre an sich zu vernichten, sondern auch die Komponisten, Texter und Schauspieler.
Die Vereinigten Bühnen Wien verfolgen mit diversen Premieren der letzten Jahre den Weg, weg vom Musical, hin zum ganz ganz breit gefassten Musiktheater zu kommen einerseits und und andererseits für ihre Musicalproduktionen keine ausgebildeten Musicalsänger einzusetzen, sondern unter anderem die Schauspieler-Elite des Wiener Burgtheaters und anderer Sprechtheater. Man mag dazu stehen, wie man will, ich bin der Meinung, dass es in diesem Land gute bis sehr gute Musicalschulen gibt, dass mit jedem Jahrgang Absolventen ihren Weg ins Business starten, denen man durchaus mehr Chancen als bisher geben könnte. Momentan landen sie eher als leicht bekleidete Statisten in billigen Sommerklamotten oder sind auf und davon nach Deutschland.
Wie auch immer, die Strategie der VBW, Image zu gewinnen, indem man Stücke produziert, die man nur bei einem ganz breit gefassten Musicalbegriff dem Genre zuordnen kann oder Musicals mit Darstellern aufputzt, die aus dem Sprechtheater kommen, geht nicht auf. Jedenfals nicht, wenn es um den Gesamtoutput geht. In der Öffentlichkeit erweckt man damit den Eindruck, sich selbst vom Kerngeschäft distanzieren zu wollen und “Ernsthaftes”, “künstlerisch Wertvolles” in den Nischen zu produzieren, während man dem Mob den Kitsch und Schund serviert, der dann aber mit Namen wie Levay/Kunze oder Wildhorn verbunden werden würde.
Eine Eigenproduktion hat man uns zum Einstand erspart, also womöglich seichten Songcontest-Bombast wie Rebecca. Stattdessen: Eine erprobte, am Broadway mit langem Leben gesegnete Reverenz an das klassische Musical, bei der man nicht wieder allen Anspruch beim Betreten eines Musicalhauses ablegen muss, um durchzuhalten.
Dass Ljubisa Tosic “The Producers” als “toll gebaut” bezeichnet und auch sonst nicht viel Negatives zu finden vermag, war klar. Er würde damit indirekt eine Produktion kritisieren, über die längst alles gesagt wurde. Natürlich sind die Vereinigten Bühnen Wien hier einen sicheren Weg gegangen, man könnte nun bestenfalls noch einen Burgtheaterstar fertigmachen oder die Übersetzer, nein, noch besser, wieder mal alles andere, was die VBW an Publikumsrennern produziert. Es ist eine recht billige Strategie, die eines Kritikers nicht wirklich würdig ist. Und es ist ein Volltreffer und eine Ankündigung zugleich. Denn die nächste Eigenproduktion der VBW wird “Rudolf” sein, und da ist eines sicher: Ljubisa Tosic wird “Rudolf” den Garaus machen.
Martin Bruny am Montag, den
30. Juni 2008 um 10:11 · gespeichert in Wien
“Frühstück bei mir” nennt Claudia Stöckl ihre wöchentliche Radioshow auf Ö3. Vergangenen Sonntag war die Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien zu Gast. Wer die Statements nachhören möchte: podster.de hat sie als Podcast, Download etc. parat —> zum Podcast.
Martin Bruny am Sonntag, den
29. Juni 2008 um 13:09 · gespeichert in Wien, Skurriles
Kurier: “Am Montag öffnet das umgebaute Ronacher mit der “Producers”-Premiere. Musical in Wien war immer eines ihrer liebsten Angriffsziele.”
Holender: “Intendantin Kathrin Zechner wäre dumm gewesen, wenn sie die Chance zum Umbau des Ronacher nicht genutzt hätte. Ich gehe nicht davon aus, dass das Ronacher in Zukunft genauso nicht spielt wie das Theater an der Wien.” [KURIER, 29.6.2008]
Martin Bruny am Samstag, den
28. Juni 2008 um 15:05 · gespeichert in Broadway
Eine kleine Zusammenstellung von 26 Broadway-Musicals, die zum Teil noch 2008 ihre Premiere feiern oder aber auch erst gerade entwickelt werden:
2008
[TITLE OF SHOW]
* Lyceum Theatre
* Erste Preview: 5. Juli / Premiere: 17. Juli
* Regisseur: Michael Berresse
* Cast: Jeff Bowen, Hunter Bell, Susan Blackwell, Heidi Blickenstaff, Larry Pressgrove
* Musical von Bowen & Bell über das Entstehen eines Musicals
GODSPELL
* Theatre: NN
* Erste Preview: Juli / Premiere: August
* Regisseur: Daniel Goldstein / Choreograph: Christopher Gattelli
* Cast: Gavin Creel
* Revival der Show von Stephen Schwartz und John-Michael Tebelak
A TALE OF TWO CITIES
* Al Hirschfeld Theatre
* Erste Preview: 19. August / Premiere: 18. September
* Regisseur: Warren Carlyle / Choreograph: Warren Carlyle
* Cast: NN
* Musical von Jill Santoriello nach dem Klassiker von Charles Dickens
BILLY ELLIOT
* Imperial Theatre
* Erste Preview: 17. September / Premiere: 16. Oktober
* Regisseur: Stephen Daldry / Choreograph: Peter Darling
* Cast: David Alvarez, Trent Kowalik and Kiril Kulish
* US-Premiere des Musicals von Elton John/Lee Hall
13
* Bernard B. Jacobs Theatre
* Erste Preview: 16. September / Premiere: NN
* Regisseur: Jeremy Sams / Choreograph: Christopher Gattelli
* Cast: NN
* Broadway-Premiere des neuen Musicals von Jason Robert Brown und Dan Elish
PAL JOEY
* Studio 54
* Erste Preview: 11. November / Premiere: 11. Dezember
* Regisseur: Joe Mantello / Choreograph: Graciela Daniele
* Cast: NN
* Ein Revival der Roundabout Theatre Company eines Klassiker von Richard Rodgers/Lorenz Hart (neue Fassung des Buchs: Richard Greenberg)
SHREK
* Broadway Theatre
* Erste Preview: 8. November / Premiere: 14. Dezember
* Regisseur: Jason Moore / Choreograph: Josh Prince
* Cast: Brian d’Arcy James, Chester Gregory II, Sutton Foster, Christopher Sieber, John Tartaglia und Kecia Lewis-Evans
* Musical nach dem bekannten Kinofilm von Jeanine Tesori/David Lindsay-Abaire
VANITIES
* Theatre: NN
* Erste Preview: Herbst 2008
* Premiere: NN
* Regisseur: Judith Ivey / Choreograph: Dan Knechtges
* Cast: Lauren Kennedy, Sarah Stiles und Anneliese van der Pol
* Neues Musical von Jack Heifner (Buch) und David Kirshenbaum (Musik und Texte), basierend auf der Komödie aus dem Jahre 1976
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2009
THE STORY OF MY LIFE
* Theatre: NN
* Erste Preview: Dezember 2008 / Premiere: Januar 2009
* Regisseur: Richard Maltby, Jr.
* Cast: NN
* Broadway-Premiere eines kanadischen Musicals von Neil Bartram (Musik) und Brian Hill (Buch) über einen Schriftsteller, der nach Hause zurückkehrt, um beim Begräbnis eines Jugendfreundes die Grabrede zu halten
WEST SIDE STORY
* Theatre: NN
* Erste Preview: 13. Februar 2009
* Premiere: NN
* Regisseur: Arthur Laurents / Choreograph: Joey McKneely (nach Jerome Robbins)
* Cast: NN
* Das fällige Bernstein-Revival
NICE WORK IF YOU CAN GET IT
* Theatre: NN
* Erste Preview: Februar 2009 / Premiere: März 2009
* Regisseur: NN / Choreograph: NN
* Cast: Harry Connick, Jr.
* Eine neue Musical Comedy von Joe DiPietro mit Songs von George und Ira Gershwin über einen Playboy auf Long Island
9 TO 5: THE MUSICAL
* Theatre: NN
* Erste Preview: Frühjahr 2009 / Premiere: NN
* Regisseur: Joe Mantello
* Choreograph: Andy Blankenbuehler
* Cast: Allison Janney, Stephanie J. Block, Megan Hilty and Marc Kudisch
* Alte und neue Songs von Dolly Parton, basierend auf dem gleichnamigen Film von Patricia Resnick
DANCIN’
* Studio 54
* Erste Preview: 17. April 2009 / Premiere: NN
* Regisseur: Graciela Daniele
* Cast: NN
* Ein Revival der Roundabout Theatre Company einer Show von Bob Fosse
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IN THE WORKS
BIG TIME
* Douglas Carter Beane (Buch), Douglas J. Cohen (Musik/Texte), Christopher Ashley (Regisseur), Robert Ahrens (Produzent)
* Erstmals 2005 aufgeführtes Musical über zwei Schwestern auf einem von Terroristen gekaperten Schiff
BRIGADOON
* Rob Ashford (Regisseur), John Guare (Neues Buch), Ostar Productions und Liza Lerner (Produzenten)
* Revival der Show von Alan Jay Lerner und Frederick Loewe
BRUCE LEE: JOURNEY TO THE WEST
* Bartlett Sher (Regisseur), Elephant Eye Theatrical (Produzent), Dou Dou Huang (Choreograph)
* Ein Martial-Arts-Musical von David Yazbek und David Henry Hwang
CATCH ME IF YOU CAN
* Marc Shaiman (Musik, Texte), Scott Wittman (texte), Terrence McNally (Buch), Jack O’Brien (Regisseur), Jerry Mitchell (Choreograph)
* Basierend auf dem gleichnamigen Film
FATHER OF THE BRIDE
* Rick Elice und Marshall Brickman (Buch)
* Basierend auf dem gleichnamigen Film
HOUDINI
* Danny Elfman (Musik), David Yazbek (Texte), Kurt Andersen (Buch), Jack O’Brien (Regisseur)
* Ein Musical über den legendären Entfesselungskünstler
LEAP OF FAITH
* Alan Menken (Musik), Glenn Slater (Texte), Janus Cercone (Buch), Taylor Hackford (Regisseur)
* Basierend auf dem gleichnamigen Film
MERRY-GO-ROUND
* Richard M. Sherman und Robert B. Sherman (Musik und Texte), Paul Butler und Fred Fox, Jr. (Buch), Andy Belling (Regisseur), Larry Sousa (Choreograph), Bob Mackie (Kostüme), Jack Stein & JNS Entertainment (Produzenten)
* Zeitreisemusical, eine Mischung aus “A Christmas Carol” und “It’s a wonderful life”
NERDS://A MUSICAL SOFTWARE SATIRE
* Erik Weiner und Jordan Allen-Dutton (Buch, Texte), Hal Goldberg (Musik), Philip Wm. McKinley (Regisseur)
* Eine “Musical Software Satire”
PURE COUNTRY
* Steve Dorff (Musik, Texte), John Bettis (Texte), Rex McGee und Peter Masterson (Buch), Peter Masterson (Regisseur), Sean Curran (Choreograph)
* Basierend auf dem gleichnamigen Film
MANDELA/APARTHEID MUSICAL
* Zindzi Mandela (Buch), Welcome Msomi (Idee), Routh/Frankel/Baruch/Viertel Group und PSE Broadway LLC (Produzenten)
* Apartheid-Musical
WISHFUL DRINKING
* Tony Taccone (Regisseur), Carrie Fisher (Darstellerin), Jonathan Reinis (Produzent)
* Solo-Show, basierend auf Carrie Fishers Leben und Karriere
THE WIZ
* Des McAnuff (Regisseur),
* Neue Produktion des Charlie Smalls/William F. Brown-Musicals basierend auf L. Frank Baums “The Wonderful Wizard of Oz