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Archiv - Musical

Seasons of love - Vorfreude auf das Musical-Kinoerlebnis des Jahres

Im Winter wird es soweit sein, Rent-Fans können dann ihr Lieblingsmusical im Kino erleben. Vorab gibt es die Kinoversion von “Seasons of love” für alle “Quicktime”-Besitzer. Ja, es ist nicht grade die beliebteste Software, aber in dem Fall lohnt sich die Installation. Wer Quicktime hat, klickt also hier. Viel Spaß!
[Music Video- Seasons of Love - 3:05/Musical/Chris Columbus (dir.)/Rosario Dawson/Taye Diggs/Jesse Martin/Idina Menzel/Wilson Jermaine Heredia/MPAA Rating: Not yet rated/In theaters: November 11th, 2005]

Webber schlägt Webber: Das Phantom der Oper verjagt die Katzen

Der 9. Januar 2006 wird in die Musicalgeschichte eingehen, man mag darob froh gestimmt sein oder es mit einem Schulterzucken zur Kenntnis nehmen - es wird die Nacht sein, in der das Phantom der Oper zum “Longest Running Musical” der Broadwaygeschichte mutiert. 7.486 Mal wird die Musik der Nacht erklungen sein, während die Katzen bei Vorstellung 7.485 dereinst für immer verstummt sind.
Das Phantom trat seine Siegesserie in einer Inszenierung von Cameron Mackintosh am 26. Januar 1988 an, die Previews starteten bereits am 9. Januar. 2004 versuchte Webber mit einer Musicalverfilmung sein Glück, allein, die Kritik konnte sich auf keinen gemeinsamen Nenner einigen und Musicalfans zerfleischten sich in wüsten Forendebatten rund um den Globus rund um die Frage, wie man denn die auf Zelluloid gebannte Musicalphantasie einzuschätzen habe.
Für den 9. Januar wird eine große Feier erwartet, Pläne dafür sind freilich noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen. Derzeit sind in der Broadway-Inszenierung die folgenden Damen und Herren live zu erleben: Hugh Panaro (The Phantom), Sandra Joseph (Christine), Rebecca Pitcher (Christine alternate), Tim Martin Gleason (Raoul), Anne Runolfsson (Carlotta), George Lee Andrews (Monsieur Andre), Jeff Keller (Monsieur Firmin), Marilyn Caskey (Madame Giry), Larry Wayne Morbitt (Ubaldo Piangi) and Kara Klein (Meg Giry).

Musicals online [Teil 3]

Jede Woche eine neue Folge gibt es von der webberühmten Internet-Radiosendung “The Broadway Radio Show” mit Donald Feltham. Feltham ist seit mehr als 30 Jahren im Musicalbusiness. Vor der “Broadway Radio Show” produzierte und präsentierte er die “Broadway Radio Hour” und “Showtune Spotlight”, beides für Radiostationen in Los Angeles. Feltham ist Schauspieler, Produzent und Schriftsteller. In der “Broadway Radio Show” konzentriert er sich im wesentlichen, wie der Titel schon sagt, auf das Broadway-Musical mit gelegentlichen Ausflügen zum West End und durchaus auch noch exotischeren Schauplätzen (aus der Sicht eines Amerikaners). Wer jede Woche seine Sendung verfolgt, bekommt schon innerhalb kurzer Zeit eine Unzahl von Ausschnitten aus bemerkenswerten Scores zu hören, die bei “uns” großteils völlig unbekannt sind.

Amstetten 2005: JUDAS SARICH SUPERSTAR

Drew Sarich; Amstetten, 30. Juli 2005; Foto: Martin Bruny
Andrew Lloyd Webbers “Jesus Christ Superstar” ist ein Musical, das sich in den letzten Jahren wohl zu einer der Shows mit den meisten Produktionen entwickelt hat. Manche werden das auf Lizenzfreiheit zurückführen, andere werden meinen, dass es einfach eine der perfektesten Shows ist, die das Musicalgenre zu bieten hat. Eine einprägsame Melodie nach der anderen, eine starke Szene jagt die andere. Schlechte Sänger können die Show nicht kaputt singen, miese Regisseure schaffen es nicht, sie selbst mit den doofsten Einfällen zu kippen. Man kann JCS konzertant aufführen, auf größer Bühne, Open Air, mit großem Orchester, mit Rockband, mit Bongos, … egal wie, vermutlich werden die Zuschauer sich großartig unterhalten fühlen. Die Show dauert keine 4 Stunden, keine 3, sie dauert ungefähr zwei Mal 45 Minuten. Steht mal ein schwacher Jesus auf der Bühne, keine Sorge, ein starker Judas macht die Pleite wett, oder ein krasser Herodes, eine beeindruckende Maria Magdalena …
In Amstetten stimmt fast alles, und wären wir hier nicht völlig objektiv (kleiner Scherz), man könnte die Amstettner Produktion durchaus in JUDAS SARICH SUPERSTAR umbenennen. Man soll in einem starken Ensemble nicht mit Gewalt einen Darsteller über andere stellen, aber Drew Sarich macht es einem schwer. Zu stark ist seine Bühnenpräsenz, zu perfekt seine Interpretation. Pehton Quirante gibt einen entzückenden Herodes, so verrückt das klingt, Rob Fowler brilliert als Pontius Piatus, Eric Minsk als Annas und auch der Rest des Ensembles sind durchwegs stark besetzt. Beat For Feet zaubern mit allerlei Effekten einen elektrisierenden Sound. Etwas laut zwar, aber noch in Grenzen. Die in den Medien durchaus auch kritisierten Videoeinspielungen passen perfekt in die Soundkulisse, und so vereinigen sich Ton und Bild zu einem Gesamterlebnis, das zu faszinieren versteht. Die Shows sind längst alle ausverkauft. Werbung hat diese JUDAS SARICH SUPERSTAR-Produktion sowieso keine nötig. [weitere Pics]

Sommerkino Tribüne Krieau: Musicals auf 200-Quadratmeter-Leinwand

Das Programm im Sommerkino Tribüne Krieau bietet im August ein thematisch orientiertes Filmprogramm. In der ersten Woche wird auf der 200qm großen Filmleinwand in der Krieau gesungen und getanzt.
Mit “Musiklegenden & Musicals” spannt sich der thematische Bogen im August beinahe um den ganzen Erdball. Die filmische Reise beginnt am 1. August in Kuba mit dem legendären “Buena Vista Social Club”. Über das “Chicago” der 20iger Jahre geht es mit “Accordeon Tribe” auf Europatournee. Otto Lechner als österreichischer Teilnehmer und weitere vier eigenwillige Akkordeonisten sorgen dabei für allerlei Harmonien und Komik. In Paris sind das “Moulin Rouge” und die Katakomben eines Pariser Opernhauses Schauplatz der Handlung, wo das “Phantom der Oper” sein Unwesen treibt. Mit “Ray” und “Elvis Presley” bereist man schließlich mit zwei der prägendsten Musikpersönlichkeiten das Amerika der 50iger und 60iger Jahre.
Im August haben die Besucher des Sommerkinos Tribüne Krieau wöchentlich die Chance, 1×2 Karten für das Sensationsmusical “Romeo & Julia” im Raimundtheater, oder für “Elisabeth” im Theater an der Wien zu gewinnen.
Die Karten werden unter allen Teilnehmern des täglichen Gewinnspieles auf www.krieau.com verlost.

Wiener Bühnen versus wurscht was, in diesem Fall: Amstetten

“Es ist ein altes Thema”, könnte man fast sagen, und doch wird das Süppchen bei jeder sich bietenden Gelegenheit neu aufgekocht: Die Vereinigten Bühnen Wien (VBW) bzw. alle Bühnen Wiens schlechthin, was noch jenseitiger ist, kontra egal welche Produktion auch immer. Und immer sind es die anderen, die besser, innovativer, spritziger blabla sind. Es ist müßig, Produkionen der VBW zu verteidigen, es gibt gute und schlechte, und ich meine mehr gute als schlechte.
Eine “Jesus Christ Superstar”-Kritik einer Produktion aus Amstetten jedoch mit einem Satz wie

“”Hosanna” sängen Wiener Bühnen, wären sie Heimstatt des Musicals “Jesus Christ Superstar”, das Kim Duddy zu neuem Leben erweckt hat. So aber hat Amstetten seit der Donnerstag-Premiere in der Eishalle einen Sommerhit.”

zu beginnen, ist absoluter Nonsens. Nicht nur, dass sich “Jesus Christ Superstar” als Long-Run-Produktion nicht mehr eignet, was weltweit schon dutzendfach bewiesen wurde, eine solche Aussage ignoriert auch völlig die Tatsache, dass die VBW vor wenigen Monaten eine konzertante Aufführung von “Jesus Christ Superstar” auf die Bühne des Wiener Ronachers gestellt haben und dafür ausschließlich erstklassige Kritiken absahnten.
Was anderes also als üble Stimmungsmache und Anbiederung an die musicalfeindliche Haltung mancher politischen Parteien Wiens und des STOP-Direktors sollte diese von Bernd Lichtenberger verfasste Aussage sein. Da interessiert mich dann der Rest der Lobhudelei des oberösterreichischen Regionalblatts schlicht und einfach gar nicht mehr. Armes Amtstetten, wenn es nur im Spiegel solcher “Kritiken” mediale Beachtung erfährt.

Musicals online [Teil 2]

Musicalsendungen im österreichischen Radio? Gibt es nicht. Hört man Musicals beispielsweise auf Ö3, kann es eigentlich nur ein Programmierungsfehler eines Technikers sein, mal abgesehen von einem Song aus “Romeo & Julia”, der aus unerfindlichen Gründen plus einer ganz netten Strategie der VBW unlängst trotz medialer Vernichtungskampagne recht erfolgreich in den Charts war und daher fast schon zwangsweise auch im Radio des Staatsfunks gelaufen ist.
Die Radiolandschaft spiegelt das Image, das das Musicalgenre im sogenannten Kulturleben Österreichs hat. Man würde Musicals gerne totschweigen, und doch, ab und an gibt die eine oder andere Produktion Lebenszeichen von sich, die man nicht ignorieren kann. Man kann dem Musical die Theater nehmen, man kann die Shows mit untergriffigen Kritiken in Grund und Boden schreiben, die Darsteller beschimpfen und stillos ihr Talent leugnen, all das passiert in Wien und Restösterreich … doch das Musical wird das und auch den Rest der Funktionsperiode des derzeitigen STOP-Direktors überleben.
Zurück zum Thema. Wenn schon der ORF dem Musicalgenre keine Sekunde widmet, findet sich im Internet ein unabhängiger Sender, der nicht nur Musicalsendungen produziert und sendet, sondern sie anschließend auch zum Download zur Verfügung stellt. Musicalmix.at sendet einmal wöchentlich auf 105,0 MHZ. Jede Musicalmixsendung beinhaltet ein Wochenthema (z. B. “”Homosexuelle” Musicals”, “Musical-Flops”, “Grammy Award Musicals” uvam.), zu Beginn oder am Ende der Sendung gibts aktuelle Musicalnews, in der Mitte meistens eine aktuelle Kritik. Thema der nächsten Sendung ist u. a. Steve Barton, dessen Todestag sich am 21. Juli zum vierten Mal jährt.

Neuer Musical-Filmhit? “Sunset Boulevard” - mit Glenn Close & Ewan McGregor

Jahrelang ziehen sich die Pläne der Verfilmung des Andrew Lloyd Webber-Musicals “Sunset Boulevard” schon hin - nun scheint eine massentaugliche Besetzung gefunden worden zu sein: Glenn Close & Ewan McGregor sollen die Hauptrollen in der 33 Millionen Euro teuren Musicalfilmversion spielen. Das meldet zumindest der news.telegraph. Kinostart: Weihnachten 2006. Als Alternativpärchen war bis jetzt im Gespräch: Barbra Streisand & Hugh Jackman. Da fällt die Wahl natürlich schwer. Wie wärs mit zwei Filmen?

Musicals online [Teil 1]

Das Internet ist reich an Musicalsendungen. Sie sind manchmal schwer zu finden, oft stolpert man rein zufällig über die eine oder andere doch recht interessante Online-Show, die ein Bookmark wert ist. In einer kleinen Reihe werde ich einige interessante Internet-Musicalsendungen kurz vorstellen.
So hat zum Beispiel der englische Musicalstar Elaine Page auf BBC2 eine wöchentliche Radiosendung, die man nicht nur jeden Sonntag live von 13 bis 14:30 Uhr hören, sondern auch als Stream im Archiv von BBC2 jederzeit abrufen kann (Playlist vom letzten Sonntag). Tunes vom Broadway, dem West End, aber auch Filmmusik stellt Elaine Page in ihrer Sendung vor. Bei einer Umfrage nach dem beliebtesten Musical in der vergangenen Woche gingen 350.000 Votes ein.
Mit Michael Ball schickt BBC2 auch noch einen zweiten Musicalstar on Air. Vorläufig auf 6 Sendungen konzipiert, präsentiert Ball die neuesten Broadway-Shows sowie einen Blick hinter die Kulissen und Interviews mit den Protagonisten der neuesten Musicalhits.

Für alle William Finn-Fans noch ein ganz besonderer Tip. Nur mehr bis heute ist eine komplette Show von Finns Musical “Falsettos” als Stream abrufbar. Es handelt sich dabei um eine Aufführung von L.A. Theatre Works, die am 18. Juni live ausgestrahlt wurde. In den Hauptrollen: Michael Rupert, Stephen Bogardus und Chip Zien.

“The First Wives Club” - ab an den Broadway

1996 sorgte der Hollywood-Streifen The First Wives Club in den Kinos für Furore. 130 Millionen Dollar Einspielergebnis waren nicht zuletzt den Stars des Film zu verdanken: Bette Midler, Goldie Hawn, Diane Keaton, Maggie Smith, Dan Hedaya, Sarah Jessica Parker, Stockard Channing, Victor Garber, Stephen Collins, Elizabeth Berkley, Marcia Gay Harden und Bronson Pin.
In absehbarer Zeit soll ein Musical, basierend auf diesem Blockbuster, den Broadway erobern.
Für die nötige griffige musikalische Basis sorgt das legendäre Songwriter-Team Eddie Holland, Lamont Dozier und Brian Holland. Die drei haben eine Unzahl von Hits für unsterbliche Interpreten wie Martha and The Vandellas, The Miracles, Marvin Gaye, The Four Tops und The Supremes geschrieben. Freilich komponiert das Team für “The First Wives Club” gänzlich neue Songs und mischt diese eventuell mit ein paar legendären eigenen Tunes wie “How Sweet It Is (To Be Loved by You)”, “Baby I Need Your Loving”, “Stop! In the Name of Love”, “You Can’t Hurry Love” und “I Can’t Help Myself”.

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