Martin Bruny am Donnerstag, den
14. April 2011 um 20:44 · gespeichert in Musical, Broadway
«We didn’t need dialogue! We had faces!†- eines der bekanntesten Zitate der Filmgeschichte, das Gloria Swanson als Stummfilm-Göttin Norma Desmond im Kinofilm “Sunset Boulevard” spricht, ist die Ausgangsbasis von Charles Isherwoods Artikel “Are Musicals Losing Their Voices?”
Der Anlass für Isherwood, zu hinterfragen, ob im heutigen Musicalbetrieb Amerikas Stunt-Casting dominiert und die legendären Musicalstimmen keine Nachfolger mehr finden werden, war eine konzertante Version des New York Philharmonic Orchestra von Stephen Sondheims Musical “Company” in der Avery Fisher Hall. «Back in my day, we had voices!â€, würden sich wohl einige Broadwaylegenden gedacht haben, hätten sie der Show beigewohnt, meint Charles Isherwood.
Wer war zu sehen in der Avery Fisher Hall:
- Neil Patrick Harris, TV-Star, “Doogie Howser”
- Stephen Colbert, TV-Star, “Mad Men”
- Christina Hendricks, TV-Star, “Mad Men”
- Jon Cryer, TV-Star, “Two And A Half Men”
Ist Neil Patrick Harris ein schlechter Sänger? Aber ist er ein brillanter Sänger? Spielt er in einer Liga mit Patti LuPone, die ebenfalls in der Produktion zu sehen war und, wie Isherwood es formuliert, eine “this-is-how-it’s-done-kids performance” brachte? Welcher Standard ist derzeit nötig, um bei Spitzenproduktionen die Hauptrollen zu bekommen, sind die stimmlichen Qualitäten ausschlaggebend, oder andere?
Weitere Beispiele, die Isherwood bringt:
- Catherine Zeta-Jones in “A Little Night Music”
- Sean Hayes (”Will & Grace”) in “Promises, Promises”
- Daniel Radcliffe (”Harry Potter”) in “How To Suceed in Show Business Without Really Trying”
Isherwood bringt auch Stunt-Casting-Beispiele vergangener Zeiten wie:
- Lauren Bacall in “Applause”
- Katherine Hepburn in “Coco”
- Rex Harrison in “My Fair Lady”
Isherwoods Befürchtung: Die gegenwärtige Elite, die großen Stimmen wie Audra McDonald, Kristin Chenoweth, Kelli O’Hara, Raàºl Esparza, Brian Stokes Mitchell, diese Elite also könnte die letzte sein.
Martin Bruny am Donnerstag, den
14. April 2011 um 00:40 · gespeichert in Musical
Vom 7. bis 24. Juli 2011 zeigt das Sommer-Festival Kittsee Cole Porters Musical “Kiss me, Kate” - eine Show, deren Uraufführung am 30. Dezember 1948 im Century Theatre in New York stattfand. Sechs Tony Awards gewann das Musical 1949, 1077 Vorstellungen wurden in der ersten Serie gegeben. Broadway-Revivals von “Kiss me, Kate” gab es 1952 und von 1999 bis 2001.
Leading Team
Intendant: Christian Buchmann
Künstlerische Leitung: Gerhard Ernst
Musikalische Leitung: Joji Hattori
Choreografie & Leitung Tanzensemble: Raffaela Pegani
Musikalische Assistenz: Bernd Leichtfried
Regieassistenz: Stefanie Goß
Kostüme: Marianne Bogachov
Orchester: Cappella Istropolitana
Tanzensemble Sommer-Festival Kittsee
Parkgestaltung: Manfred Waba
Cast
Fred Graham (Petrucchio): Andreas Lichtenberger
Lilli Vanessi (Kate): Ann Mandrella
Ann Lane (Bianca): Johanna Maria Kräuter
Bill Calhoun (Lucentio): Artur Ortens
Harry Trevor (Baptista): Georg Kusztrich
Erster Ganove: Gerhard Ernst
Zweiter Ganove: Franz Suhrada
Hattie (Garderobiere): Lynne Kieran
Paul (Garderobier): Eddie Cole
Ralph (Inspizient): Gerald Reiter
Gremio (Erster Freier): Dieter Kschwendt-Michel
Hortensio (Zweiter Freier): Bernd Kainz
Harrison Howell: Friedrich Schwardtmann
Taxifahrer: Karl Stöhr
Portier: Mortimer Müller
Ticketinformationen gibt es auf der Website zur Show (–> hier)
Martin Bruny am Mittwoch, den
13. April 2011 um 13:20 · gespeichert in Musical, Event-Tipps
8. Juli 2011
20:00
bis
22:00
Im Rahmen der Sommerspiele Stockerau findet am 8. Juli 2011 (Beginn: 20 Uhr) die Uraufführung des Gospel-Musicals “Jordan” auf der Festspielbühne in Stockerau statt. Eine zweite Aufführung der Show geht am 9. Juli ebenda über die Bühne.
Details zum Inhalt des Musicals finden sich –> hier.
Tickets zum Preis von 25 Euro bzw. 12,50 Euro (für Jugendliche bis 18 Jahren) sind ab sofort erhältlich:
- Kulturamt der Stadt Stockerau, 2000 Stockerau, Rathausplatz 1, Telefon: 02266 / 67689
- In allen Raiffeisenbanken
- Auf www.ticketbox.at
- Über OE-Ticket, Tel.: 01/96096
- Reservierung auch per E-Mail an tickets@mmz.at
Leading Team
Stefanie D. Kuschill: Buch/Regie
Norbert Hofer: Künstlerische Leitung Adrian C. Gaspar: Musikalische Leitung
Susanne Radinger: Choreographie
Anita Horn: Vocalcoaching
Petra Langer: Regieassistenz
Martin Ginner: Ausstattung/Technik
Cast
Stefan Terdy: Jordan Ritter
Tanja Petrasek: Sophie Bell
Lena Brandt: Lena Ritter
Susanne Radinger: Charlotte Kain
Alex Bechtloff: Felix Levi
Wolfgang Krippl: Abe
Judy Archer: Raffael
Maggie A. Zahn: Ezrael
Sebastian Brandmeir: Samael
Christian Böhm: Adam David
Jana Nagy: Andi
Beatrice Forler: Kathy
Martina Lechner: Luise
Rupert Preißler: Stephà¡n
Die gute Seite: Monika Hoschtalek, Philipp Kreinbucher, Andrea Ott, Horst Schirmbrand
Die böse Seite: Angelika Erlacher, Christian Graf, Denise Jastraunig, Julia Preglau
Die Band: Adrian Gaspar Orchestra
Martin Bruny am Mittwoch, den
13. April 2011 um 00:08 · gespeichert in Musical, Theater
Mit 1. Mai 2014 tritt Kammersänger Sebastian Reinthaller das Amt des künstlerischen Leiters an der Bühne Baden an. Sein Vertrag ist auf fünf Jahre befristet, mit der Option auf Verlängerung.
Sebastian Reinthaller ist fixes Ensemblemitglied der Wiener Volksoper, gastiert seit über einem Jahrzehnt an den beiden Bühnen in Baden - Stadttheater und Sommerarena - und avancierte in diesen Jahren zum Publikumsliebling.
Der Vertrag des bisherigen künstlerischen Leiters Prof. Dr. Robert Herzl wird bis zum 30. April 2014 auf zwei Jahre verlängert. Die Entscheidungsfindung fand am 11. April 2011 einstimmig durch eine Kommission - bestehend aus Vertretern des Landes NÖ, der Stadt Baden, der Niederösterreichischen Kulturwirtschaft sowie Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur - statt.
Martin Bruny am Dienstag, den
12. April 2011 um 22:59 · gespeichert in Netz, Musical
Die englischsprachige Website “A Musical Master Class with Dr. Michael Kunze” bietet Infos zu den Arbeiten des Storyarchitekten, und beispielsweise auch ein Interview in englischer Sprache zu einigen interessanten Themen:
1. What was your experience in working with someone as eccentric as Roman Polanski?
2. Isn’t it easy to simply translate an existing success musical into your native language? What are the difficulties you might encounter with such a project?
3. How much control would stars like Andrew Lloyd Webber and Tim Rice claim over a foreign-language adaption of their work?
4. Did you ever experience any accidents during the performance of a drama musical?
5. Do you fight with your directors over creative decisions?
6. What was the worst thing that ever happened to you in connection with your drama musicals?
7. How do you find all your fantastic talent? Do you work with a casting company? Usually, how many actors get rejected before you pick your star?
Martin Bruny am Dienstag, den
12. April 2011 um 11:44 · gespeichert in Literatur, Listen, Musical, Pop
Für die “Daily Mail” wählte Tim Rice (”Evita”, “Aida”, “Jesus Christ Superstar”, “The Likes of us”, …) seine Top 10 der besten Liedtexter aller Zeiten. Das Ergebnis:
01. Mick Jagger
02. Don Black
03. Cole Porter
04. Jerry Leiber
05. Alan Jay Lerner
06. Bob Dylan
07. Herbert Kretzmer
08. Johnny Mercer
09. Michael Flanders
10. Sammy Cahn
Die ausführliche Begründung zu Mick Jaggers Top-Platzierung:
Jagger’s underrated as a lyricist because he’s such a brilliant performer. The Rolling Stones, probably because they came from the London area, were much more sophisticated than all the Northern groups in their lyrics. Of course, the others soon caught up. Mick was writing stuff like ‘Play With Fire,’ about an heiress from St John’s Wood, and ‘Mother’s Little Helper,’ all about women taking pills, in his early twenties. His songs were brutally realistic: ‘Don’t want you out in my world/Just you be my backstreet girl.’ More recently he’s written a lot of stuff that could almost be described as sentimental, but which still has a cutting edge.
Martin Bruny am Montag, den
11. April 2011 um 09:50 · gespeichert in Musical, Wien
Marjan Shaki & Lukas Perman präsentieren mit Unterstützung der Vereinigten Bühnen Wien am 11. Mai im Ronacher die Highlights der größten Musicalerfolge der VBW in Originalbesetzung zu Gunsten der von Sean Penn gegründeten Hilfsorganisation J/P HRO Haitian Relief Organization. Deshalb bereisen Sie zurzeit das Land und berichten aus Haiti, wie die Hilfsorganisation die Erdbebenopfer tatkräftig unterstützt.
Das Reisetagebuch der beiden Musicaldarsteller gibt es auf musicalclub.at und auf Facebook.
Infos zum Benefiz-Konzert für Haiti finden sich –> hier.
Martin Bruny am Sonntag, den
10. April 2011 um 07:52 · gespeichert in West End, Musical
Im Opera House Theatre in Manchester ist derzeit und noch bis 14. Mai 2011 das Try-out von “Ghost - The Musical” zu sehen, bevor die Show am 22. Juni 2011 seine London-Premiere feiern wird. Nähere Infos gibts auf der Facebook-Site von “Ghost” –> hier, wer mag, kann auch den Tweets der Show folgen –> hier.
Das Buch und die Texte zur Show stammen von Bruce Joel Rubin, die Musik komponierten Dave Stewart und Glen Ballard. Regie führt Matthew Warchus. Für das spektakuläre Lichtdesign ist Hugh Vanstone verantwortlich, eine seiner Arbeiten ist derzeit im Wiener Ronacher zu sehen, wo Vanstone das Lichtdesign für “Tanz der Vampire” entwickelte.
In den Hauptrollen: Richard Fleeshman als Sam Wheat, Caissie Levy als Molly Jensen, Sharon D Clarke als Oda Mae Brown, weiters Andrew Langtree, Ivan de Freitas, Adebayo Bolaji, Mark Pearce, Lisa Davina Phillip und Jenny Fitzpatrick.
Bei der seit 26.786 Jahren geplanten Verfilmung von Andrew Lloyd Webbers Musical “Sunset Boulevard” kommt neue Spannung auf, ließ der Meister doch wissen, dass er gerne Madonna in der Hauptrolle sehen würde. Webber:
I bet you this never, ever, happens, but you know who would make a great Norma Desmond on screen? Madonna…She’s the right age. I’ve not got through to her. She hasn’t taken my call this time.
Martin Bruny am Freitag, den
8. April 2011 um 11:57 · gespeichert in Musical, Wien
Die Volksoper Wien zeigt es vor. Obwohl Musical nur eine von vier Sparten ist, die man auch in der Saison 2011/12 bespielt, bringt Direktor Robert Meyer gleich zwei Klassiker neu auf die Bühne: Leonard Bernsteins “Candide” und Stephen Sondheims “A Funny Thing Happened on the Way to the Forum”. Als Wiederaufnahme ist “The Sound of Music” ab 30. April 2012 wieder zu sehen. Im Repertoire: “Hello, Dolly!” (wieder ab 17. September 2011) und “My Fair Lady” (wieder ab 5. Januar 2012)
Die spinnen, die Römer!
Die erste Broadway-Show, zu der Stephen Sondheim 1962 Musik und Text schrieb, wurde ein Sensationserfolg: »A Funny Thing Happened on the Way to the Forumâ€. Die Hauptrolle verkörperte damals (wie auch in der Hollywood-Verfilmung 1966) Zero Mostel. Nun wird Sondheims meist gespieltes Werk unter dem Titel »Die spinnen, die Römer!” zum ersten Mal an der Volksoper produziert, mit Robert Meyer in der Rolle des Sklaven Pseudolus, der Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um seine Freiheit zu erlangen. Seine Rolle übernimmt im Mai und Juni Sigrid Hauser. Sie tritt damit in die Fußstapfen von Whoopi Goldberg, die in einer späteren Broadway-Produktion den Pseudolus verkörperte.
In der Regie des Volksopern-Debütanten Werner Sobotka und der Choreographie von Ramesh Nair sind u. a. Dagmar Hellberg, Bettina Mönch, Boris Pfeifer und Herbert Steinböck als »alte Römer« zu erleben. Am Pult steht David Levi, der an der Volksoper bereits mit »The Sound of Musicâ€, »My Fair Lady†und »South Pacific†Erfolge feierte. Premiere am Samstag, 15. Dezember 2011.
Candide
Nach dem Sensationserfolg von »South Pacific« präsentiert die Volksoper mit Leonard Bernsteins »Candide« erneut ein Musical in konzertanter Fassung. Voltaires Satire »Candide†wurde nach ihrem Erscheinen 1759 in Genf öffentlich verbrannt. Der französische Aufklärer rechnet darin mit naivem Optimismus ab. Leonard Bernstein schuf auf dieser Basis 1956 eine seiner besten Partituren; eine szenische Umsetzung der komplizierten Story erwies sich jedoch als nahezu unmöglich. Von dem deutschen Humoristen Loriot stammt die unterhaltsame Konzertfassung des Werkes mit deutschen Zwischentexten, die nun erstmals an der Volksoper zur Aufführung kommt. Nach »Guys and Dolls« dirigiert Joseph R. Olefirowicz erneut ein Musical an der Volksoper. Nach der »besten aller Welten« suchen Stephen Chaundy (Candide), KS Marjana LipovÅ¡ek (Old Lady) – beide standen auch in »South Pacific« gemeinsam auf der Bühne der Volksoper - Jennifer O’Loughlin (Cunegonde), Morten Frank Larsen (Pangloss/Martin), u. a. Premiere am Sonntag, 22. Januar 2012.
Facts
Die spinnen, die Römer! (A Funny Thing Happened on the Way to the Forum)
Musical in zwei Akten
Buch von Burt Shevelove und Larry Gelbart
Musik und Liedtexte von Stephen Sondheim
Deutsche Fassung von Martin Flossmann,
für die Volksoper eingerichtet von Werner Sobotka
Voraufführung am 15. Dezember 2011
Premiere am Samstag, 17. Dezember 2011
6 Vorstellungen bis 16. Januar 2012
Weitere 11 Vorstellungen von 12. Mai bis 28. Juni 2012
Dirigent: David Levi
Regie: Werner Sobotka
Bühnenbild: Friedrich Despalmes
Kostüme: Elisabeth Gressel
Choreographie: Ramesh Nair
Licht: Michael Grundner
Dramaturgie: Christoph Wagner-Trenkwitz
Pseudolus, Sklave des Hero: Robert Meyer/Sigrid Hauser
Philia, eine Jungfrau: Bettina Mönch/Johanna Arrouas
Erronius, Bürger von Rom: Gernot Kranner
Miles Gloriosus, ein Offizier: Florian Spiess
Hysterium, Sklave von Senex und Domina: Boris Pfeifer
Lycus, ein Kurtisanenhändler: Wolfgang Gratschmaier
Senex, Bürger von Rom: Herbert Steinböck
Hero, Sohn von Senex und Domina: Paul Schweinester
Domina, Frau des Senex: Dagmar Hellberg
Candide (Konzertant)
Comic Operetta in zwei Akten
Buch von Hugh Wheeler nach Voltaires gleichnamiger Satire
Liedtexte von Richard Wilbur, zusätzliche Liedtexte von Stephen Sondheim,
John Latouche, Dorothy Parker, Lillian Hellman und Leonard Bernstein
Erzähltexte von Loriot
Konzertante Aufführung in englischer und deutscher Sprache
Premiere am Sonntag, 22. Januar 2012
4 Vorstellungen bis 29. Januar 2012
Dirigent: Joseph R. Olefirowicz
Choreinstudierung: Michael Tomaschek
Erzähler: Robert Meyer
Candide: Stephen Chaundy
Cunegonde: Jennifer O’Loughlin
Pangloss/Martin: Morten Frank Larsen
Old Lady: Marjana Lipovšek
Paquette: Beate Ritter
Gouverneur/Vanderdendur: Otoniel Gonzaga
Ragotzky: Jeffrey Treganza
Inquisitor/Zar Iwan: Karl Huml