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Archiv - Musical

Krawuuutzi Kapuutzi: TV-Premier zu Silvösta, glei noch da Pummerin

Otto Jaus und Roman Straka; Foto: Martin Bruny

Ein gutes Händchen bei der Programmierung der Silvesternacht scheint der ORF zu haben, steigt doch am 1. 1. 2010 gleich um 0:10 Uhr die TV-Premiere des Wiener Musicalhits “Krawutzi Kaputzi”.

Mit: Pezi, Minki, Großvati, Helmi, Drache Dagobert, Mimi, Kasperl, Tintifax, Zwerg Bumsti und vielen anderen Helden aus unserer Kindheit.

Was ist aus den ihnen geworden? Was aus Pezi, dem Bären? Dem Großvati? Der Minki? Was ist aus Fips geworden und was aus Helmi? Wo ist der Drache Dagobert und wo der Kasperl höchstpersönlich? Hat Fortuna es gut gemeint mit ihnen? - Krawutzi Kaputzi !!

Unweit der Autobushaltestelle “Ratschkygasse” vom 15A befindet sich das Cafe ÖZGÜL, gleich neben der Trafik Petz - und dort sind sie alle, die Puppen aus dem Kinderfernsehen der 70er und 80er . Mittlerweile sind sie alle über 20 Jahre älter und nicht unbedingt auf die Butterseite des Lebens gefallen. Alle hat es in das selbe Grätzl im 12. Wiener Gemeindebezirk verschlagen, und wir sehen zwei Stunden Liebe, Laster,Leiden - Leben in Meidling mit eL !

Mitwirkende
Susanne Altschul, Claudia Rohnefeld, Sigrid Spörk, Roman Frankl, Otto Jaus, Artur Ortens, Ronald Seboth, Roman Straka, Ernst Vokurek

Buch: Johannes Glück
Musik: Johannes Glück
Regie: Werner Sobotka
Bildregie: Fabienne Acs

Und wer das Ganze live sehen möchte, kann auch das 2010 machen. “Krawutzi Kaputzi”, mit Buch, Liedtexten und Musik von Johannes Glück, ist vom 16. Mai bis 27. Juni 2010 wieder am Programm des PALAIS NOWAK. Mit dabei die erfolgreiche Premierenbesetzung: Susanne Altschul, Claudia Rohnefeld, Sigrid Spörk, Roman Frankl, Otto Jaus, Ronald Seboth und Roman Straka.

Links
- Kabarett Simpl
- Palais Nowak

Raimund Theater: Castpräsentation “Ich war noch niemals in New York”

Am 11. Dezember 2009 ging im Wiener Raimund Theater die Castpräsentation der Produktion “Ich war noch niemals in New York” über die Bühne. Fotos dieser Veranstaltung gibt es demnächst, hier aber zuerst einmal die Namen der Darsteller und des Leading Teams:

Cast
Lisa Wartberg: Ann Mandrella
Axel Staudach: Andreas Lichtenberger
Maria Wartberg: Hertha Schell
Otto Staudach: Peter Fröhlich
Fred Hoffmann: Andreas Bieber
Costa: Gianni Meurer
Florian: 4 Buben im Alter von 12 bis 13 Jahren

Kapitän: Andrà© Bauer
Steward: Norbert Kohler
Frau Menzel: Natalya Bogdanis
Frau Dünnbügel: Ina Wagler

In weiteren Rollen:
Sabine Mayer, Sabrina Harper, Linda Geider, Daniella Foligno, Fanny Hoffmann, Birgit Wanka, Kathleen Bauer, Lorna Dawson, Nina Janke, Max Niemayer, Kai Peterson, Patrick Schenk, Dominik Hofbauer, Nicola Gravante, Steven Seal, Manuel Stoff, Wolfgang Postlbauer, Georg Prohazka

Leading Team
Musik: Udo Jürgens
Autor: Gabriel Barylli
Co-Autor: Christian Struppeck
Musikalische Leitung: Koen Schoots
Regie: Carline Brouwer (basierend auf der Hamburger Originalproduktion, Regie: Christian Struppeck & Glenn Casale)
Choreographie: Kim Duddy (Associate: Simon Eichenberger)
Musikalische Supervision: Michael Reed
Arrangements: Michael Reed & Roy Moore
Kostüme: Yan Tax
Bühnenbild: David Gallo (Associate: Evan Adamson)
Lichtdesign: Andrew Voller
Lichtprogrammierung: Christ Hirst
Videoprogrammierung: Arjen Klerx
Ton: Matthias Reithofer
Perücken: Sjoerd Didden

Songliste (alphabetisch)
Aber bitte mit Sahne
Alles im Griff
Bleib’ noch bis zum Frühstück
Buenos Dias, Argentina
Ein ehrenwertes Haus
Gib mir deine Angst
Griechischer Wein
Heute beginnt der Rest deines Lebens
Ich war noch niemals in New York
Ich weiß, was ich will
Immer wieder geht die Sonne auf
Merci, Cherie
Mit 66 Jahren
Schöne Grüße aus der Hölle
Siebzehn Jahr, blondes Haar
Tu alles, was gut tut
Vielen Dank für die Blumen
Was wichtig ist
Wie könnt’ ich von dir gehen
Vater und Sohn
Zeig mir den Platz an der Sonne

Raimund Theater: Premiere für “Wenn Rosenblätter fallen”

Im Januar 2010 wird in Wien “Wenn Rosenblätter fallen”, ein Musical von Rory Six & Kai Hüsgen, in einer überarbeiteten Fassung als Workshopproduktion unter dem Namen “Ein Leben ohne dich” an den Start gehen. Zum Abschluss wird das Stück am 18. und 19. Januar 2010 im Raimund Theater präsentiert.

Carin Filipcic, Leigh Klinger und Rory Six werden von vier Musikern unter der Leitung von Joachim Werner begleitet.

London: Shaftesbury Theatre bietet WLAN-Untertitel

Eine neue Idee des Londoner Shaftesbury Theatre soll Menschen helfen, die Probleme haben, der Handlung von fremdsprachigen Musicals oder Opern zu folgen, weil sie den Text nicht verstehen. Das Shaftesbury bietet für einen geringen Aufpreis persönliche Untertitel über WLAN für seine Besucher an. Ein handliches Gerät mit orangenem LED-Display zeigt den Text der Aufführung Zeile für Zeile in Echtzeit. Genutzt wird dabei der konventionelle WLAN-Standard, der durch zusätzliche Übertragungswege unterstützt wird, um etwaige Ausfälle zu kompensieren.

Die Anzeige des AirScript-Geräts leuchtet nur schwach, denn andere Besucher sollen durch die Verwendung der Live-Untertitel nicht gestört werden. Hauptzielgruppe des neuen Angebots sind Touristen, die sich Aufführungen in englischer Sprache ansehen. Etwa sechs Pfund kostet die Leihgebühr für die Hilfsgeräte. Insgesamt kann das Shaftesbury 200 Empfänger versorgen. Dafür, dass die Untertitel auch tatsächlich in Echtzeit übertragen werden, sorgt ein eigener Mitarbeiter. Er gibt die Zeilen immer wieder manuell ein, um auf individuelle Unregelmäßigkeiten der Aufführung eingehen zu können.

Im Moment führt das Shaftesbury Theater das US-amerikanische Musical Hairspray auf und bietet Untertitel in Chinesisch, Deutsch, Italienisch und fünf weiteren Sprachen an. Entwickelt wurde das System von dem Unternehmen Cambridge Consultants in Großbritannien. Nun sollen Theater weltweit davon überzeugt werden, ebenfalls mehrsprachige Live-Untertitel anzubieten. [via: pressetext.de]

Theater Akzent: Premiere für das interaktive “Musicalquiz mit Günter Tolar”

27. Januar 2010
19:30bis21:30

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Ein Wiedersehen mit einer der populärsten Fernsehpersönlichkeiten Österreichs gibt es am 27. Januar 2010 (um 19:30 Uhr) - nein, nicht im ORF, da kann man sich Stars ohnedies bald nicht mehr leisten, sondern im Theater. Auf der Bühne des Wiener Akzent Theaters feiert Günter Tolar sein Comeback als Quizmaster der Nation.

Quizshows mit Tolar sind Legende, und es gab nicht nur das unvergessliche “Made in Austria”, das von 1980 bis 1992 auf Sendung war, der ORF-Quizmaster präsentierte auch “Wer dreimal lügt” (1973-1977), die “Rätselbox” (1977-1980) und drei Mal “Was schätzen Sie?” (1980).

Im Wiener Akzent inszeniert Erhard Pauer unter der Musikalischen Leitung von Lior Kretzer mit Günter Tolar und den Studenten des 4. Jahrgangs der Abteilung Musikalisches Unterhaltungstheater der Konservatorium Wien Privatuniversität eine interaktive QuizShow rund um das Musicalgenre. Was darf erwartet werden?

Viele Fragen, viele Antworten, noch mehr Musik und gute Unterhaltung!

Man nehme eine Bühne, stelle einen erfahrenen Quizmaster und Moderator darauf, verquirle diesen mit jungen Theatertalenten, vermenge das Ganze mit einem grandiosen Pianisten, schüttle dieses kräftig durch, würze alles mit einer Prise spannender Fragen und garniere es mit etwas Wissen zu einem unterhaltsamen Abend.

Dem Publikum wird an diesem Abend nicht nur die Rolle des Zusehers zuteil, sondern Günter Tolar als »Mister MADE IN AUSTRIA« wird Sie ins Geschehen als Quizpartner einbeziehen. Junge Talente aus der Abteilung für Musikalisches Unterhaltungstheater von der Konservatorium Wien Privatuniversität werden mit Highlights aus den Bereichen Musical, Chanson und Pop die künstlerischen und musikalischen Höhepunkte stellen. Ein spannender und unterhaltsamer Abend für Alt und Jung.

Produziert wird die Show von specialedition, der Vorverkauf läuft.

Grammy-Nominierung für Dolly Partons “9 to 5″

Dolly Parton at the Grand Ole Opry in Nashville.Image via Wikipedia

Am Broadway hatte Dolly Parton mit ihrer Show “9 to 5″ nicht viel Glück. Im Marquis Theatre brachte es die Produktion von April bis September 2009 auf 24 Previews und 148 Aufführungen, dann war Schluss. Der Broadway war also vielleicht das falsche Terrain für Countrystar Parton, das Platten- und CD-Business ist dafür ihre Sache, ganz und gar. Sieben Mal war sie bereits für einen Grammy nominiert und mit “9 to 5″ schafft sie es nun zur achten Nominierung, diesmal in der Kategorie “Best Musical Show Album”.

Im Juli 2009 veröffentlichte die Sängerin die Cast-CD von “9 to 5″ auf Dolly Records, ihrem eigenen Label. Produziert wurde das Werk von Stephen Oremus und Dolly Parton. Alex Lacamoire (Musikalischer Direktor der Cast-CD von “In The Heights”) fungierte als Koproduzent.

Dolly Parton hatte bei “9 to 5″ die alleinige Kontrolle, jedes Lied und jedes Wort stammen aus ihrer Feder. Belohnt wurde sie bisher mit vier Tony-Award-Nominierungen, 15 Drama Desk Awards (unter anderem in den Kategorien “Outstanding Musical”, “Outstanding Music” und “Outstanding Lyrics”) und drei Drama-League-Award-Nominierungen.

Mit welchen Konkurrenten hat es Dolly bei den Grammy Awards zu tun?

Best Musical Show Album
(Award to the Album Producer(s), and to the Lyricist(s) & Composer(s) of 51% or more of a new score. (Artist, Lyricist & Composer names appear in parentheses.))

* Ain’t Misbehavin’
Robert Sher, producer (Various, composer; Various, lyricist) (30th Anniversary Cast Recording With Ruben Studdard, Frenchie Davis & Others)
[Rhino]

* Hair
Noah Cornman, Kurt Deutsch, Joel Moss & Steve Norman, producers (Galt MacDermot, composer; James Rado & Gerome Ragni, lyricists) (New Broadway Cast With Sasha Allen, Gavin Creel & Others)
[Razor & Tie Entertainment/Ghostlight Records]

* 9 To 5 The Musical
Frank Filipetti, producer; Dolly Parton, composer; Dolly Parton, lyricist (Original Broadway Cast With Allison Janney, Stephanie J. Block, Megan Hilty & Others)
[Dolly Records/Artist2Market Distribution]

* Shrek The Musical
Peter Hylenski & Jeanine Tesori, producers; Jeanine Tesori, composer; David Lindsay-Abaire, lyricist (Original Broadway Cast With Brian d’Arcy James, Sutton Foster & Others)
[Decca Broadway]

* West Side Story
David Caddick & David Lai, producers (Leonard Bernstein, composer; Stephen Sondheim, lyricist) (New Broadway Cast with Matt Cavenaugh, Josefina Scaglione & Others)
[Masterworks Broadway]

Die Grammy Awards werden Ende Januar 2010 verliehen.

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Porgy & Bess: Velvet Voices - In The Mood 4 Christmas

20. Dezember 2009
11:00bis13:00

VELVET VOICES: “IN THE MOOD 4 CHRISTMAS«
20. Dezember 2009 um 11.00 Uhr
im Porgy & Bess
Riemergasse 11, 1010 Wien
Ticketverkauf unter Tel. +43 1 512 88 11 und www.porgy.at

Im frischgebackenen Weihnachtsprogramm der VELVET VOICES haben neben den swingenden American Carols auch traditionelle Weihnachtslieder und Gospels ihren Platz gefunden. Ob »Rockin Around The Christmas Tree« oder eine neue Fassung von »Stille Nacht«, ob erdiger Gospelsound in »Sweet Spirit « oder die Jazzballade »Peace on earth«: Velvet Voices bestechen durch eine selten gehörte Transparenz in ihren vielseitigen Arrangements.

Die vier Sängerinnen beherrschen das Handwerk des intonationsreinen leidenschaftlichen Gesanges mit eigener Handschrift aus dem FF. Hinzu kommen mit Esprit und Witz vorgetragene Texte. Mal besinnlich, mal frech entführen uns Velvet Voices in eine festliche Hochstimmung durchwebt von bekannten und neuen Melodien.

Theater des Augenblicks: “An Evening Without … Scott Alan” (2009)

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I have cried, laughed, had goosebumps ..

Die Idee ist so einfach wie genial. Man nehme die Songs des hierzulande zwar unbekannten, aber in den einschlägigen Kreisen doch schon fast verankerten Musicalkomponisten Scott Alan und stelle sie einem interessierten Publikum in Eigeninterpretationen vor. Wenn man etwas überspitzt formulieren wollte, wäre das sozusagen die Erfüllung des Bildungsauftrags, den die VBW eigentlich seit langer Zeit vernachlässigen, sagen wir seit der Bernstein-Veranstaltungsserie, die Caspar Richter im Raimund Theater vor einigen Jahren auf die Beine gestellt hat. Damals waren die VBW in einem Hoch, die Bernstein-Konzerte waren nicht wirklich ausverkauft, und prompt wurde keine einzige mehr der wirklich kreativen und spannenden Ideen des Musikalischen Direktors der VBW in die Tat umgesetzt. Man versuchte sich in den folgenden Jahren unter der Chiffre “RonacherMobile” an Mini-Nischenprodukten, die anfangs zwar innovativ anmuteten, aber eingekauft waren, dann produzierte man selbst und das mal mehr, mal weniger am Publikum vorbei und vor allem thematisch oft meilenweit vom Genre Musical entfernt.

Natürlich haben die VBW gar keinen Bildungsauftrag, aber wer subventioniert wird, sollte doch nicht von 5 Minuten vor 12 auf 4 Minuten auf 12 all seine so hehr anmutenden Ziele über Bord werfen und in eine See stechen, auf der nur mehr das typische Kreuzfahrtpublikum an Bord bleibt und der Rest lieber freiwillig über die Reling springt. Wechseln wir also lieber von der Kreuzschiff-Metapher zum Airline-Spektakel. Gar nicht so weit hergeholt, wie es klingen mag, denn das Team von “An Evening Without …” ist schon von der Zusammensetzung her bemerkenswert. Wir haben einen Reallife-Airline-Piloten an der Gitarre (Tom Delbeke) mit einer Stimme, die an Michael W. Smith erinnert, wir haben am Cello eine Flugbegleiterin (Hana Yamazaki), die irgendwann einmal auf einem Flug von hier nach da bemerkte, wie der Pilot in Noten blätterte und dann mit ihm auf einmal ganz andere Themen zu besprechen hatte, wir haben mit Bernd Leichtfried einen erfahrenen Pianisten, Arrangeur und Musikalischen Direktor, der souverän aus Solo-Songs Quartette macht und umgekehrt, und wir haben mit Sabrina Harper, Rita Sereinig, Philipp Hägeli und Jürgen Kapaun vier Musicaldarsteller, denen man anmerkt, dass sie mit viel Herz und voller Überzeugung hinter ihrem Projekt stehen.

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Die Macher von “An Evening without …” indes gehen sogar einen Schritt weiter als anno dazumal Caspar Richter mit seinem Bernstein-Abend. Sie riskieren es, völlig unbekannte Songs oder wenig bekannte Songs von wenig bekannten Komponisten auf die Bühne zu bringen. Was man im Showbusiness darüber sagt, wenn Entertainer “neue”, dem Publikum noch nicht vertraute Songs anstimmen, ist Legende. So meinte mal Barry Manilow zu seinem “Greatest Hits”-Konzertkonzept für Las Vegas sinngemäß: Wenn du brandneue Songs spielst, gehen sie auf die Toilette, du kannst richtig zusehen, wie sie in Scharen den Saal verlassen. Gib ihnen die Hits, und sie sind glücklich.

Wenn man, was nicht so selten passiert, über eine Show in einem gewissen zeitlichen Abstand schreibt, dann kommen die stärksten Eindrücke am schnellsten wieder ins Gedächtnis. Im Fall von “An Evening Without … Scott Alan” ist das beispielsweise ein starker, souveräner und selbstsicherer Philipp Hägeli, der mir so ausdrucksstark bis dahin noch nicht aufgefallen war. Die Qualität, dem Publikum das Gefühl zu geben, dass während einer Performance nichts schiefgehen kann, das Vermögen, stark zu beginnen und sich dann zu steigern und schließlich noch eins draufzusetzen, das alles hat Hägeli an diesem Abend eindrucksvoll demonstriert, einfach fabelhaft.

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Gebettet waren die Interpretationen der Songs von Scott Alan in einen fröhlich-unterhaltenden Moderationsteil, den die Darsteller abwechselnd oder gemeinsam in ihrer “Talkecke” gestalteten. Für das amüsanteste Element, an das man sich auch Wochen danach noch erinnern kann, in diesem Teil sorgte sicher Jürgen Kapaun, der ein Talent hat, unkompliziert sympathisch in Fettnäpfchen oder verschusterte Einsätze zu stolpern, ohne dass man als Publikum das Gefühl bekommen muss, über ihn zu lachen. Man lacht einfach mit ihm.

Ein paar kleine, informative Geschichtchen über den Komponisten, ein paar Anekdoten, wie sich die Interpreten zur Truppe rund um “An Evening without … ” formten, all das leichtfüßig und charmant präsentiert und genau richtig dosiert, um das Publikum in eine gutgelaunte aufnahmefähige Stimmung zu versetzen, das ist das Erfolgsrezept dieser Show. Dazwischen eingebettet, die Songs von Scott Alan, und nach der Show: gute Stimmung.

Was man in den “Talk-Blöcken” erfährt, ist informativ und gewinnend formuliert. So würde sich der Part über den Lebenslauf von Scott Alan folgendermaßen lesen:

Sabrina Harper: Scott Alan - ein Songwriter, Jahrgang 78. Er hat schon früh zu singen und Klavier spielen begonnen, es ist überliefert, dass er seinen Eltern ziemlich auf die Nerven gegangen ist damit. Man hat dann erst später sein Talent entdeckt. Er hat Musik, Theater und Gesang studiert und wollte aber eigentlich mehr im Popbusiness Fuß fassen. Er ging mit 20 nach L. A., wo er mit und für namhafte Komponisten und Sänger wie Toni Braxton, Luther Vandross, Boyz II Men gearbeitet hat, und er hat dabei aber immer zu hören bekommen, seine Musik sei zu theatralisch, zu dramatisch, und im Popbusiness eigentlich nicht richtig am Platz. Zurück zu seinen Wurzeln, hat er begonnen, Musicalsongs zu schreiben.

Philipp Hägeli: Diese Songs hat er, als er dann genug zusammenhatte, auch begonnen aufzunehmen auf CDs, und so sind wir in Berührung gekommen mit ihm. Er hat zwei CDs herausgegeben: letztes Jahr und das Jahr davor. “Dreaming Wide Awake” und “Keys”. Dabei hat er einen schlauen Trick angewendet. Er hat die Lieder nämlich nicht selbst eingesungen, sondern er hat sie von seinen Freunden und Bekannten einsingen lassen, alles bekannte oder aufstrebende Musicaldarsteller am Broadway, wie Josh Strickland, das ist der “Tarzan” vom Broadway, oder Shoshana Bean, eine total crazy Elphaba-Sängerin - könnt ihr auf YouTube angucken. Wahnsinnige Sachen. Der Trick daran: Wenn man das von solchen Leuten einsingen lässt, kann man sich sicher sein, dass die eine oder andere Musicalhusche, wie ich es gerne nenne, sich diese CDs dann auch anhört. Wir. Ja.

Rita Sereinig: Und eine andere Möglichkeit, bekannt zu werden, ist natürlich heutzutage auch YouTube. Wir haben geyoutubed, was das Zeug hält. Scott Alan in allen Varianten, und eigentlich immer, außer seine Blogs betreffend, im “Birdland” in New York. Dort hat er mit Kollegen “Monday New Voices” ins Leben gerufen. Er performed dort seine Songs, ganz plain auf einer kleinen Theaterbar, wo’s quasi nicht um schnickschnack geht, sondern um die Songs an sich.

Jürgen Kapaun: Ein Thema, ein Punkt bei Scott Alan, der uns sehr am Herzen liegt, sind seine Texte, weil im Gegensatz zu, nein, nicht anderen Komponisten, haben seine Texte auch Inhalt. Ganz toll. Und zwar sind das alltägliche Geschichten. Es werden Szenen beschrieben, und wo können Musicaldarsteller solche Geschichte, solche Szenen besser erzählen als auf einer Bühne. Und damit wollen wir auch beginnen mit seinen Songs. Die ersten beiden heißen “Behind these walls” und “Again” und handeln beide von beendeten Beziehungen, die allerdings für einen der beiden noch nicht abgeschlossen sind.”

Wenn man zurückdenkt an den Abend im Theater des Augenblicks, erinnert man sich natürlich auch an die Cellistin Hana Yamazaki, die förmlich vor guter Laune zersprungen ist, erfüllt von ansteckender Fröhlichkeit und dennoch immer sehr konzentriert. Sie hätte wohl liebsten bei jedem Lied mitgesungen. Man erinnert sich an Rita Sereinig, die allein mit ihren Augen ganze Geschichten erzählen kann und das auch wunderbar gemacht hat. An Sabrina Harper, die ihre Songs großartig vokal gestaltet hat und ähnlich wie Philipp Hägeli einer der Felsen in der Brandung war, und an Tom Delbeke, der stimmlich an Michael W. Smith erinnert und eine sehr angenehme, klare Stimme hat. Wäre interessant, Songs des populären Künstlers der Contemporary Christian Music von ihm gesungen zu hören.

Fazit: Es war ein unterhaltsamer, sehr schöner Abend, und das Eingangszitat, das aus einer Rezension einer der CDs von Scott Alan stammt, würden wohl viele Besucher unterschreiben. Man kann auch einfach sagen: Mehr davon. Mehr Shows noch über Scott Alan und viele Nachfolgeprogramme.

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Theater des Augenblicks: “An Evening Without … Scott Alan” (2009)
[Besuchte Vorstellung: 5. November 2009]

Setlist
- Let Love begin (Alle) (aus “Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- Behind These Walls (Sabrina) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)
- Again (Philipp) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)
- Never Neverland (Fly Away) (Jürgen, Rita) (aus “Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- Surrender (Tom, Jürgen) (aus “Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- Hold On (Philipp) (aus “Still … Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- How Did I End Up Here? (Jürgen) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)
- And There It Is (Rita) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)
- I’m A Star (Sabrina) (aus “Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- Say Goodbye (Jürgen, Rita, Tom) (aus “Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- Blessing (Alle) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)

- It’s Good To See You Again (Jürgen) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)
- Home (Sabrina, Rita) (aus “Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- Kiss The Air (Philipp) (aus “Still … Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- Now (Tom) (aus “Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- His Name (Rita) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)
- This Time (Sabrina, Philipp) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)
- Goodnight (Jürgen, Tom) (aus “Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- The Journey (Jürgen, Philipp, Tom) (aus “Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)
- Always (Sabrina) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)
- The Distance You Have Come (Alle) (aus “Keys: The Music of Scott Alan”)
- If I OWn Today (Alle) (aus “Still … Dreaming Wide Awake: The Music of Scott Alan”)

Cast
Gesang: Sabrina Harper, Rita Sereinig, Tom Delbeke, Philipp Hägeli, Jürgen Kapaun
Piano: Bernd Leichtfried
Gitarre: Tom Delbeke
Cello: Hana Yamazaki

Matt Doyle singt Kerrigan-Lowdermilk: “Last Week’s Alcohol”

Matt Doyle (Bye Bye Birdie, Spring Awakening, Gossip Girl) sings the living hell out of Kerrigan & Lowdermilk’s “Last Week’s Alcohol” at Cutting Edge Composers II on November 10, 2009. [@Youtube]

Eigentlich eine wunderbare Idee für einen Abend mit Musik der Komponisten Kerrigan & Lowdermilk. Der Zufall will es, dass sich die beiden genau das gedacht haben. Per Mail ging an alle Interessierten:

We’re licensing an evening of our music. It’s called PARTY WORTH CRASHING. You’re intrigued and you know it. If you run a small theatre group, or student group, or even just have access to a concert venue, you can now produce some Kerrigan-Lowdermilk magic. You’ll be able to use songs from …SAM BROWN, BAD YEARS and more, plus you’ll have direct access to us while you’re getting the concert ready. We even made a fancy website that explains everything: http://www.kerrigan-lowdermilk.com/pwc/index.html
In summary, worship Matt Doyle, and produce a concert of our music.

Wenn das nicht was wäre für Wien …

“Lying Cheating Bastard” - ein Musical-Filmprojekt von Stephen Schwartz, Nicholas Hammond & Magier James Galea

“Lying Cheating Bastard”, ein Theaterstück von Nicholas Hammond und “Australian Magician of the Year” James Galea, das im kleinen Old Fitzroy Theatre in Darlinghurst, Australien, seine Premiere feierte, hat das Zeug, zum Hollywood-Blockbuster zu werden. Davon sind zumindest die Autoren überzeugt, und das meint auch Musicalkomponist Stephen Schwartz (”Godspell”, “Wicked”). Er lud Hammond und Galea zu einem Workshop in die USA, sieht er doch in dem Stoff des Stücks die Chance, endlich seinen Plan verwirklichen zu können, einen Musicalfilm über einen jungen Magier zu produzieren. Wenn es nach Schwartz geht, soll Galea die Hauptrolle übernehmen und Hammond das Theaterstück in ein Filmscript umformen.

Hammond zu diesen Plänen:

I have done a couple of musicals myself over the years but have never done a Stephen Schwartz show, and I never thought I would be writing one.

Worum gehts in “Lying Cheating Bastard”?

Jimmy has no idea how it happened, but somehow he was born with a gift, a talent to play and read cards, dice, any game of chance, better than just about anyone in the world. «I always win, always”, says Jimmy. «Cos I never go against the percentages, I control the variables, and I don’t leave anything to chance. Ever.” «Oh yeah. And I cheat”.
Lying Cheating Bastard is the intriguing tale of a young man being drawn into the seedy underbelly of Sydney, the story of infamous con-man Jimmy Garcia aka the Cricket, and how he became the most successful con-man in Australia by the age of 27.
Part mystery, part coming-of-age story, part demonstration of the finer arts of trickery, Lying Cheating Bastard is the extraordinary story of Jimmy’s induction into the murky world of gangsters and grift. Featuring close-up projection of Jimmy’s card scams live on stage, Lying Cheating Bastard stars the Australian Magician of the Year James Galea and his increasingly astonishing feats of skill with cards and sleight of hand.

James Galea, Australiens Magier des Jahres, ist mit seinen Shows ein Hit. Einer seiner Kartentricks:

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