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Martin Bruny am Montag, den
26. April 2010 um 00:27 · gespeichert in Event-Tipps
| 6. Juli 2010 |
| 20:30 | bis | 23:30 |
Schloss-Spiele Kobersdorf 2010: Ein Sommernachtstraum von William Shakespeare
Spielzeit: Dienstag, 6. Juli (Premiere) bis 1. August 2010
Premiere – Dienstag, 6. Juli 2010, Beginn: 20:30 Uhr, Schloss Kobersdorf
Ein Sommernachtstraum (”A Midsummer Night’s Dream”) entstand, neueren Datierungen zufolge, zwischen den Jahren 1584 und 1587. Das Stück ist durchzogen von damals aktuellen Anspielungen auf Königin Elisabeth I. Die Figuren und Motive sind unterschiedlichen literarischen Vorlagen entlehnt: Theseus und Hippolyta entstammen Plutarchs Parallel-Biografien großer Griechen
und Römer. Die zwei um eine Frau streitenden Männer finden sich in Geoffrey Chaucers Canterbury Tales. Von der tragischen Liebe zwischen Pyramus und Thisbe berichtet Ovid in seinen Metamorphosen. Der tierische Liebhaber Zettel ist an die erotischen Abenteuer des Helden im Goldenen Esel des Apuleius angelehnt. Die Feenkönigin Titania wurzelt in Edmund Spensers The Faerie
Queene. Der Zwerg Oberon ist aus der französischen Dichtung über Huon de Bordeaux bekannt. Und der Kobold Puck treibt sein Unwesen in den englischen Volkssagen. Sie alle finden im Sommernachtstraum zu einer völlig neuen, ebenso fantastischen wie lebensnahen Geschichte zusammen, die variantenreich vor allem Eines erzählt: dass fundamentalen Gefühlen – wie der Liebe, der Panik, dem Hass und der Eifersucht – mit dem Intellekt nicht beizukommen ist.
Herz und Hirn, Hosenschlitze und Hormone, Hingabe und Hintergedanken, Hitzköpfe und Heiratspläne, Handwerker und Hauptdarsteller: Alles spielt in dieser Sommernacht verrückt. Jede Kontrolle ist in diesem wahnsinnigen Wald des Irrationalen aufgegeben. Zu begreifen ist nichts mehr, nur noch zu erleben. Das Unbewusste bricht sich Bahn und schleudert die Beteiligten in einer Achterbahn der Gefühle zwischen Himmel und Hölle hin und her. Die Verliebten, völlig verunsichert, verletzen und werden verletzt. Verzweiflung und Verzückung liegen messerscharf beisammen. Und je verbissener das Liebesglück erkämpft wird, umso komischer erscheint einem Kobold das ganze Durcheinander. Das große Pathos ewiger Liebe gerät am Ende ausgerechnet der schauspielernden Handwerkertruppe zur ungewollten Parodie. Zum Lachen ist dabei vor allem der Spiegel, den die etwas unbeholfene Geschichte von Pyramus und Thisbe den selbstgerechten Wohlstandspaaren vors Gesicht hält. In ihrer närrischen
Ernsthaftigkeit bewahren ausgerechnet die künstlerisch tätigen Arbeiter vor allen anderen ihre Würde.
Besetzung
Heinrich Baumgartner: Oberon
Wolfgang Böck: Don Theo
Gerhard Essler: Egeus/Wand
Thomas Freudensprung: Schlucker/Philostrat
Eugen Hamel: Schnauz/Mond
Maddalena-Noemi Hirschal: Helena
Hannah Hohloch: Hippolyta
Gerhard Kasal: Zettel/Pyramus
Wolfgang Klivana: Flaut/Thisbe
Andrea Köhler: Puck
Gunda König: Schnock/Löwe
Eva Maria Marold: Titania
Christoph Schechinger: Demetrius
Johannes Seilern: Squenz/Prolog
Angela Å migoc: Hermia
Markus Westphal: Lysander
Inszenierung: Werner Prinz
Bühnenbild und Lichtgestaltung: Erich Uiberlacker
Kostüme: Gerti Rindler-Schantl
Choreographie: Jean-Loup Jordan
Dramaturgie: Oliver Binder
Produktionsleitung: Karin Gollowitsch
Premiere: Dienstag, 6. Juli 2010, Beginn: 20:30 Uhr, Schloss Kobersdorf
weitere Vorstellungen - Beginn: 20:30 Uhr
8., 9., 10., 11., 15., 16., 17., 18., 22., 23., 24., 25., 29., 30., 31. Juli 2010
1. August 2010
Busfahrten Wien–Kobersdorf–Wien
Freitag: 9. und 23. Juli 2010, Samstag: 17. und 31. Juli 2010
Abfahrt ab Wien: 17:45 Uhr
Anmeldung und Information: Blaguss Reisen Wien, Tel. +43 (0)1 501 80-150
Kartenpreise 24 €-44 €
Kartenservice und Information: Büro der Schloss-Spiele Kobersdorf: Glorietteallee 1, 7000 Eisenstadt
Telefon +43 (0)2682 662 11, Fax +43 (0)2682 662 11-14
E-Mail: schloss-spiele@kobersdorf.at, www.kobersdorf.at
Martin Bruny am Montag, den
26. April 2010 um 00:05 · gespeichert in Musical, Event-Tipps
| 12. Februar 2011 |
| 19:30 | bis | 22:30 |
Am 12. Februar 2011 geht die Premiere von Irving Berlins “Annie get your gun” in einer Inszenierung von Attila E. Lang über die Bühne des Stadttheaters Baden.

Handlung
Annie Oakley kann schießen wie der Teufel. “Buffalo Bill’s Wild West Show” gastiert in der Stadt; geworben wird mit einem Wettschießen gegen den Star-Schützen Frank Butler. Annie trifft zufällig auf Frank und verliebt sich in ihn. Unversehens ist sie am Abend Frank Butlers Herausforderin und gewinnt das Wettschießen. Von ihrer Schießkunst beeindruckt, bietet ihr Buffalo Bill einen Job in der Wild-West-Show an. Sie wird somit Frank Butlers Assistentin - doch der kann ihren Erfolg nicht ertragen. Er wechselt deshalb zum Konkurrenzunternehmen, zu “Pawnee Bill’s Historic Wild West Show”.
Als den beiden Shows das Geld ausgeht, einigt man sich auf die Zusammenlegung der beiden Showunternehmen. Doch der erhoffte finanzielle Effekt bleibt aus, sodass Annie einspringt und ihre mit Edelsteinen besetzten Medaillen verkauft, die sie während der Europa-Tournee von verschiedenen gekrönten Häuptern bekommen hat.
Beim finalen Wettschießen rät Annies Adoptivvater, Sitting Bull, Annie, Frank gewinnen zu lassen, damit einer Vereinigung der beiden Starschützen nichts mehr im Wege steht …
»Doin’ What Comes Natur’lly†(”Weil es ganz von selber geht”), »There’s No Business Like Show Business« oder »Anything You Can Do, I Can Do Better†(”Alles, was du kannst, kann ich viel besser”), sind Hits aus diesem Musical.
Annie Get Your Gun
Musical von Irving Berlin
Ergänzungen und Überarbeitung: Frank Thannhäuser
Buch: Herbert und Dorothy Fields
Bearbeitung: Peter Stone
Musik und Liedtexte: Irving Berlin
Deutsche Dialoge: Frank Thannhäuser
Deutsche Liedtexte: Robert Gilbert
Musikalische Leitung: Oliver Ostermann
Inszenierung: Attila E. Là¡ng
Ausstattung Dietmar Solt
Choreografie Rosita Steinhauser
Besetzung
Annie Oakley: Johanna Arrouas
Frank Butler: Thomas Sigwald
Buffalo Bill: Erich Schleyer
Winnie Tate: Katrin Fuchs
Tommy Keeler: Andreas Sauerzapf
Dolly Tate: Michaela Mock
Häuptling Sitting Bull: Wilhelm Seledec
Charlie Davenport: Beppo Binder
Foster Wilson: Robert Sadil
Jessy, Schwester von Annie: Elisabeth Drach/Helen Weissenböck
Nelly, Schwester von Annie: Elisabeth Zeiler/Helen Weissenböck
Little Jake, Bruder von Annie: Simon Fischerauer/Simon Weissenböck
Shanghai Bill: Walter Schwab
Laufender Hirsch: Robert Sadil
Adlerfeder und Bote: Christian Zmek
Premiere: 12. Februar 2011
Weitere Vorstellungen: Februar 13/18/26 //// März 5/6/12/13/17/18/24/26/27
Musiktheater Einführungsmatinee: Sonntag, 6. Februar, 11.00 Uhr
Martin Bruny am Samstag, den
24. April 2010 um 00:55 · gespeichert in Literatur
Die Büchereien Wien bieten ab sofort ausgewählte Veranstaltungen als Podcast an. Wer nicht zur Veranstaltung vor Ort kommen kann, kann sie also dennoch hören - egal wo, egal wann.
Beispielsweise eine Lesung des deutschen Autors Finn-Ole Heinrich, der unlängst sein Buch “Gestern war auch schon ein Tag”, erschienen im mairisch Verlag, vorgestellt hat (zum Podcast der Lesung gehts –> hier).
Inhalt
Susan fehlt ein Bein, dennoch ist sie geradezu unerträglich fröhlich. Tom ist die Treppe runtergefallen, auf den Kopf, als er ein Kind war, und ist doch so etwas wie das geheime Kraftzentrum seiner Familie. Henning lügt so lange, bis er die Wahrheit sagt. Und dann ist da noch Marta, drogensüchtig, alkoholkrank, bizarr, kindlich und unwiderstehlich. Finn-Ole Heinrich erzählt von Menschen, die ins Schwanken gekommen sind, die das Leben mit aller Härte umgeworfen hat. Und die nun wieder aufstehen müssen. Diese Texte hinterlassen in ihrer Ehrlichkeit, sprachlichen Klarheit, ihrer Sensibilität und auch in ihrem Humor beim Leser eine Faszination, die lange trägt.
Finn-Ole Heinrich
zählt zu den großen Talenten der deutschen Gegenwartsliteratur. Seine ersten Bücher, “die taschen voll wasser” (Erzählungen, 2005) und “Räuberhände” (Roman, 2007) waren Geheimtipps. Mit “Gestern war auch schon ein Tag” gelang ihm der Durchbruch bei Lesern und Kritik.
Wer sich über die aktuellen Podcasts, aber auch allgemein über Veranstaltungen und Ausstellungen der Büchereien Wien informieren will, kann diese über einen Klick via RSS abonnieren.
Links
- Podcasts der Büchereien Wien
- Büchereien Wien @YouTube
- Büchereien Wien @Facebook
Martin Bruny am Freitag, den
23. April 2010 um 12:38 · gespeichert in Musical, Wien, Event-Tipps
| 25. September 2010 |
| 19:00 | bis | 22:00 |
Ein Mittelding aus »Lustiger Witwe« und barbiergleichem Faktotum der ganzen Stadt ist Dolly Gallagher, verwitwete Levi. Als Heiratsvermittlerin hat sie sich unentbehrlich gemacht und findet für jeden und jede die rechte Partie. Schließlich auch für sich selbst: Dem reichen Horace Vandergelder aus Yonkers nützt sein Sträuben nichts, er landet unter Dollys Haube. Jerry Hermans Musical hat auch 46 Jahre nach der Uraufführung nichts von seinem Charme eingebüßt.
Am 16. Januar 1964 wurde es mit Carol Channing in der Titelrolle im New Yorker St. James Theatre uraufgeführt, 1969 mit Barbra Streisand und Walter Matthau verfilmt, schon im Jahr davor mit Marika Rökk erstmals in Wien gezeigt.
An der Wiener Volksoper hielt das Stück 1984 Einzug, Dagmar Koller war die Dolly jener Jahre. In Josef Ernst Köpplingers Neuinszenierung tritt ein bewährtes Komödiantenpaar in den Hauptrollen an: Sigrid Hauser und Hausherr Robert Meyer. Weiters zu sehen: Oliver Arno (”Elisabeth”), Daniel Prohaska, Peter Lesiak, Nadine Zeintl, Previn Moore und viele andere.
Jerry Herman (*1931)
HELLO, DOLLY!
Musikalische Komödie in zwei Akten
Buch von Michael Stewart nach »The Matchmaker«
von Thornton Wilder
In deutscher Sprache
Voraufführungen am 22. und 23. September 2010
Premiere am Samstag, 25. September 2010
Weitere Vorstellungen am 28. September, 2., 4., 6., 9., 10., 12., 17., 18., 22., 24., 25., 27., 31. Oktober, 6., 12., 22. November 2010
Leading Team
Dirigent: John Owen Edwards
Inszenierung: Josef Ernst Köpplinger
Bühnenbild: Sam Madwar
Kostüme: Rainer Sinell
Choreographie: Ricarda Regina Ludigkeit
Choreinstudierung: Thomas Böttcher
Dramaturgie: Christoph Wagner-Trenkwitz
Cast
Mrs. Dolly Gallagher Levi: Sigrid Hauser
Horace Vandergelder: Robert Meyer
Cornelius Hackl: Daniel Prohaska/Jeffrey Treganza
Barnaby Tucker: Peter Lesiak/Oliver Arno
Minnie Fay: Nadine Zeintl/Johanna Arrouas
Irene Molloy: Katja Reichert/Julia Koci
Ambrose Kemper: Jeffrey Treganza/Paul Schweinester
Ermengarde: Johanna Arrouas/Anna Veit
Ernestina Money: Dagmar Hellberg
Rudolph, Oberkellner: Previn Moore
Richter: Gerhard Ernst
Ensemble
Stefan Bischoff, Florian Claus, Claudia Kraxner, Stefan Reil, Christian Schleinzer, Tina Schöltzke, Anna Veit, Andreas Wanasek
Martin Bruny am Dienstag, den
20. April 2010 um 20:41 · gespeichert in Musical, Theater
Das Stadttheater Klagenfurt präsentierte seinen Spielplan für die Saison 2010/2011 und bietet neben dem fast schon traditionellen Musical, diesmal “Miss Saigon” (Details –> hier), eine Vielzahl an interessanten Schauspielpremieren und -uraufführungen.
So zum Beispiel die dramatisierte Fassung der Kafka-Erzählung “Amerika” mit Musik von Naked Lunch und bekannten und beliebten Darstellern wie Robert Stadlober, Dagmar Hellberg, Erwin Windegger sowie Katharina Schmölzer, Nadine Zeintl, Daniel Doujenis, Arthur Klemt, Kai Möller, Jens Schnarre. Auch Naked Lunch selbst werden auftreten. Die Premiere findet am 24. März 2011 statt.
Am 8. Oktober 2010 geht, unter der Regie von Stephanie Mohr, die Premiere von Friedrich Schillers “Die Räuber” über die Bühne. Als Darsteller mit dabei: Isabella Szendzielorz, Daniel Berger, Florian Carove, Dominik Hees, Kyrre Kvam, Tino Leo, Dominic Oley, Matthias Schlüter, Roman Schmelzer, Heiner Stadelmann, Eduard Wildner u. a.
Das “Bienenmusical” “Blutiger Honig” gibt es 2011 am Stadttheater Klagenfurt zu sehen. Thomas Pigor hat es geschrieben, Ricarda Regina Ludigkeit inszeniert und auf der Bühne zu sehen: Dagmar Hellberg, Nadine Zeintl, Livio Cecini, Peter Lesiak, Hannes Muik und Erwin Windegger (Details –> hier)
MUT, der von Intendant Josef E. Köpplinger initiierte erste musikalische Unterhaltungstheater-Wettbewerb Österreichs für junge Gesangs- und Tanztalente, wird 2011 zum zweiten Mal ausgetragen. Im Frühjahr 2011 finden in Wien, Berlin und München Castings statt. 20 ausgewählte Kandidaten kommen am 23. Mai 2011 zum Semifinale nach Klagenfurt und präsentieren sich auf der Bühne des Stadttheaters einer mit Persönlichkeiten aus der internationalen Musicalszene besetzten Fachjury. Den Vorsitz führt Josef E. Köpplinger.
Aus den sechs Finalisten werden am 24. Mai 2011 die Gewinner ermittelt. Es werden drei Preise, dotiert mit 3.000 Euro, 2.000 Euro und 1.000 Euro, sowie ein Publikumspreis vergeben. Das Semifinale und das Finale sind öffentlich. Voraussetzungen für die Teilnahme:
• abgeschlossene oder begonnene Ausbildung im Bereich Musical, Operette, Chanson
• Alter 18 bis 27 Jahre
• Anmeldung mit Lebenslauf und Ausbildungsnachweis
Anmeldeformular, Pflichtstücke gibzt es ab Oktober 2010 auf www.stadttheater-klagenfurt.at.
Martin Bruny am Dienstag, den
20. April 2010 um 10:09 · gespeichert in Event-Tipps
| 28. April 2011 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
Stadttheater Klagenfurt: Blutiger Honig - Das Bienenmusical
Premiere: 28. April 2011, 19:30 Uhr
Einführungsmatinee: 10. April 2011, 11:00 Uhr; Moderation: Sylvia Brandl (Foyer)
Regie und Choreographie: Ricarda Regina Ludigkeit
Musikalische Leitung: Jeff Frohner
Bühne: Thomas Stingl
Kostüme: Bettina Breitenecker
Dramaturgie: Sylvia Brandl
Darsteller
Dagmar Hellberg, Nadine Zeintl, Livio Cecini, Peter Lesiak, Hannes Muik, Erwin Windegger
Thomas Pigors “Blutiger Honig” ist ein Gesöff aus tierisch geschmeidigem Saft, honigsüß abgeschmeckt. Man muss sich Pigor vorstellen, wie er, ausgerüstet mit einer großen Lupe, forschend durch die Welt streift und mit Vorliebe Oberflächen nach Tiefgründigem untersucht. Alles, was er findet, wird von ihm zu Geschichten, Anekdoten, Chansons eingeköchelt. Und wieder zieht es ihn hinaus, diesmal zum Gräserbüschelentfalten, Ameisenhaufenzerwühlen, Geäst durchforsten.
Und was er dort vor seine Linse kriegt, ist ganz sonderbar und erinnert an die ausgewachsene Spezies Homo Erectus: Drei junge Männer warten ungeduldig auf ihr Essen. Es handelt sich um tierische Drohnen – (der Begriff wird auch für Nichtstuer verwendet und für militärische Geschosse). Die männlichen Honigbienen Olaf, Oskar und Otto, dem Schlürfen von Nektar nicht abgeneigt, beruflich und vom Wesen her Befruchter, sind arbeitslos geworden. Die Königin legt keine Eier mehr und irgendein Lump hat ihr auch noch den Vorrat an Royal gestohlen. Auf der Suche nach Arbeit (und Royal) gehts dann für die drei Os so richtig ab. Angefangen bei der Zentralen Bienenvermittlung ZBV bis zum Nachtlokal im Abflussrohr. Alle, die da im und auf dem Erdenreich kreuchen und fleuchen, sich Schlechtes tun und Gutes wünschen (oder war es umgekehrt?), suchen und fliehen des andern
Nähe: Die scharfe Sachbearbeiterin Zizi »Wespentaille und solche Fühler«, die einsame Eintagsfliege, die keifenden Blattläuse, das Weichtier namens Schnecke, die verführerische Gottesanbeterin, die im Keller hausenden Security-Asseln, der gutmütige Maikäfer Mario und die übereifrigen Ameisen. Tierisch menschlich verhalten sich diese Vier- und Mehrfüssler. Es wird gezankt und (ab-)gestochen, verraten und betrogen, und die Korruption im Insekten-Syndikat treibt farbenprächtige Frühlingsblüten.
Martin Bruny am Dienstag, den
20. April 2010 um 10:01 · gespeichert in Event-Tipps
| 13. November 2010 |
| 14:30 | bis | 16:30 |
Stadttheater Klagenfurt: Pinocchio
Märchen mit Musik
von Maria Demmerer
nach dem Roman von Carlo Collodi
Musik von Jeff Frohner
Regie: Nicole Claudia Weber
Musikalische Leitung: Jeff Frohner
Choreographie: Philip Ranson
Bühne und Kostüme: Judith Leikauf, Karl Fehringer
Dramaturgie: Sylvia Brandl
Darsteller
Sophie Aujesky, Zeynep Buyrac, Karola Niederhuber, Frank Berg, Stefan Bischoff, Tino Leo, Matthias Schlüter, Jens Schnarre, Rudolf Zollner
Carlo Collodi (1826–1890) schrieb die Geschichte einer Puppe zunächst als Fortsetzungsroman für eine Kinderzeitschrift. 1883 erschien Pinocchio erstmals in Buchform. Seither ist es eines der am häufigsten neu bebilderten Kinderbücher der Weltliteratur und hat über die Generationen zu den unterschiedlichsten Bearbeitungen und Deutungen angeregt. Collodi hat in Pinocchio vielfältige Traditionen und Motive verschmolzen. Elemente des Märchens, der Fabel, des Erziehungsromans, der Morallehre und der Sozialsatire sind mit sprudelnder Phantasie und einer Fülle origineller Figuren zu einer zeitlosen Geschichte verwoben.
Gepetto schnitzt aus einem Holzscheit einen Hampelmann, der zu seinem großen Erstaunen sprechen kann und lebendig ist. Und weil er so gut nach Pinienholz duftet, bekommt er den Namen Pinocchio. Eigentlich soll er wie alle Kinder erstmal in die Schule, um zu lernen, aber natürlich gibt es auf dem Weg dahin viel zu entdecken. Und so macht er sich auf eine Reise durch die Menschenwelt, in der es nicht nur Wunderbares, sondern auch bizarre Regeln und schwer zu verstehende Pflichten gibt.
Dem naiven Holzkind begegnet ein Panoptikum seltsamer Gestalten: Capitano Feuerfresser will ihn wie ein Stück Holz verbrennen, die moralisierende Wehe-Wehe-Grille verdirbt ihm stets den Spaß, Füchsin und Kater belügen und bestehlen ihn, und der Richter ist so gut wie taub für seine Klagen…
Dass noch dazu seine Nase beängstigend wächst, sobald er notgedrungen die Unwahrheit sagt, macht sein Leben nicht gerade einfacher. Als er nach lehrreichen Irrfahrten Gepetto im Bauch eines Wals endlich wieder findet, scheint er vor einer unlösbaren Aufgabe zu stehen. Wie gut, dass die Blaue Fee immer liebevoll über ihn wacht und dafür sorgt, dass Pinocchios sehnlichster Wunsch in Erfüllung geht: Er wird zu einem richtigen Jungen aus Fleisch und Blut.
Martin Bruny am Dienstag, den
20. April 2010 um 09:58 · gespeichert in Event-Tipps
| 3. Februar 2011 |
| 19:30 | bis | 22:30 |
Der amerikanische GI Chris verliebt sich während seiner Stationierung in Saigon in die Nachtclubtänzerin Kim. Ihre Liebesbeziehung wird jäh unterbrochen, als der Vietcong die Stadt erobert und alle amerikanischen Soldaten abgezogen werden. Zurück bleibt Kim, die einige Zeit später ihren Sohn Tam zur Welt bringt. In seiner Heimat versucht Chris, das Trauma des Krieges sowie den Verlust seiner »Miss Saigon« zu verarbeiten, indem er eine andere Frau heiratet. Als er jedoch erfährt, dass Kim ihm einen Sohn geboren hat, macht er sich mit seiner Frau Ellen auf die Suche nach Mutter und Kind. Als Kim erkennt, dass es für sie keine gemeinsame Zukunft mit ihrem ehemaligen Geliebten in Amerika geben kann, begeht sie Selbstmord. Zumindest für Tam soll sich so ihr amerikanischer Traum verwirklichen.
Mit Miss Saigon gelang dem französischen Autoren- und Komponistenduo Alain Boublil und Claude-Michel Schönberg nach Les Misà©rables ein zweiter Welthit. Überall waren die Zuschauer und Kritiker begeistert, nicht nur wegen der aufwendigen Bühneneffekte, sondern auch wegen des zeitkritischen Aspekts, der spannenden Handlung und den psychologisch genau ausgearbeiteten Charakteren.
Schönbergs Musik changiert zwischen romantischen Pop-Songs und großen, dramatischen Ensembleszenen. Darüber hinaus verleihen ungewöhnliche Instrumente, wie chinesische Gongs, Temple Blocks oder Glocken, der durchkomponierten Partitur das besondere exotische Kolorit.
Musikalisch innovativ, psychologisch detailgenau, theaterwirksam und zeitnah sind die passenden Attribute, die Miss Saigon zu einem der Meisterwerke des Genres Musical machen.
Stadttheater Klagenfurt: Miss Saigon (Österreichische Erstaufführung)
Musical in zwei Akten
Musik: CLAUDE-MICHEL SCHÖNBERG
Gesangstexte: RICHARD MALTBY JR. und ALAIN BOUBLIL
Basierend auf den originalfranzösischen Gesangstexten von ALAIN BOUBLIL
Zusätzliches Material von RICHARD MALTBY JR.
Besetzung
Aloysia Astari, Ana Lourdes Geneblazo, Kun Jing, Nguyen Lani, Marides Lazo, Wietske van Tongeren, Jenny Woo | Gregory Antemes, Victor Bisa, Arthur Büscher, Daniel Eriksson, Joop Leiwakabessy, Carsten Lepper, Wei-Ken Liao, Philipp Phung, Philip Ranson, Romeo Salazar, Tamà¡s Szà¡raz, Jojo Urquico, David B. Whitley
Deutsche Übersetzung: HEINZ RUDOLF KUNZE
Orchestrierung: WILLIAM DAVID BROHN
Premiere 3. Februar 2011
Musikalische Leitung: Michael Brandstätter
Regie: Matthias Davids
Choreographie: Melissa King
Bühne: Hans Kudlich
Kostüme: Magali Gerberon
Lichtgestaltung: Michael Grundner
Choreinstudierung: Günter Wallner
Dramaturgie: Heiko Cullmann
Chor des Stadttheaters Klagenfurt
Kärntner Sinfonieorchester
Londoner Originalproduktion von CAMERON MACKINTOSH
Die Übertragung des Aufführungsrechtes für Österreich erfolgt in Verabredung mit Josef Weinberger Ltd im Namen von Music Theatre International und Cameron Mackintosh Ltd.;
Bühnenvertrieb für Österreich: Josef Weinberger Wien, Ges.m.b.H.
Einführungsmatinee 23. Januar 2011; Moderation Heiko Cullmann; Bühne
Martin Bruny am Freitag, den
16. April 2010 um 01:54 · gespeichert in Theater, Pop
[…] Ganz anders das Performancestück »Silver Streetcar for the Orchestra« für Triangel von Alvin Lucier. Etwa zehn Minuten lang drosch der Schlagzeuger rapide die Triangel – Tempo, Dämpfung und Anschlag immer leicht modifizierend. Fast aus dem Nichts entstand dabei ein fiepsender Liegeklang, indem sich die raschen, harten Schläge im resonierenden Aktionsraum des Hamburger Bahnhofs schichteten. Dieser Klang gab dem »Blick nach draußen« einen weiteren Dreh, hin auf ein verdrängtes und verbotenes Draußen, das Hans-Peter Dürr in seinem Buch »Traumzeit« für verschüttet erklärte. Ein Draußen jenseits des Zauns, auf dem einst die Hexe als Hüterin der Schwelle zur Wildnis saß und nun Alvin Lucier als Herrscher über die Magie der Klänge thront.
Björn Gottstein, die taz, berlin-kultur, 11. Juni 2001
Martin Bruny am Dienstag, den
13. April 2010 um 13:59 · gespeichert in Musical, Newcomer
Hunter Ryan Herdlicka (”A Little Night Music”, Broadway 2010) live im Birdland, am 12. April 2010. Er singt “Now” von Scott Alan.
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