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Martin Bruny am Dienstag, den
13. April 2010 um 11:59 · gespeichert in Theater, Event-Tipps

Auch die Großen aller Zeiten denken nur an das “Eine”. Humorvolle, anregende und erregende Beispiele aus anzüglicher bis pornografischer Literatur bietet Erich Schleyer am Mittwoch, dem 14. April 2010, in der Roten Bar des Wiener Volkstheaters.
Aristophanes bis Goethe, von Thomas Mann bis Bertold Brecht, von Peter Rosegger bis Joachim Ringelnatz, von Robert Gernhardt bis Vladimir Sorokin. Erich Schleyer hat aus einer Auswahl an einschlägigen Texten “Ohne Beispiele - aber mit viel Andeutung” eine Lesung voller verbalerotischer Eskapaden zusammengestellt, basierend auf dem dreibändigen Handbuch “Die klassische Sau” (Haffmanns Verlag).
Goethe selbst liefert das Motto: “Seid reinlich bei Tage und säuisch bei Nacht, so habt ihrs auf Erden am weitesten gebracht.”
Volkstheater/Rote Bar: Erich Schleyer - Wie man Engel fickt
Es liest: Erich Schleyer
Musikalische Anmerkungen: Philipp Lingg
14. April, 22.00 Uhr, Karten € 7
Konzeption WORT & SPIELE MITTWOCH: Sibylle Fritsch
Martin Bruny am Montag, den
12. April 2010 um 20:24 · gespeichert in Literatur, Musical, Theater, Awards
“Next to Normal”, das Rockmusical von Tom Kitt und Brian Yorkey, wurde mit dem Pulitzer-Preis in der Kategorie “Drama” ausgezeichnet und konnte sich damit gegen “The Elaborate Entrance of Chad Deity” von Kristoffer Diaz, “Bengal Tiger at the Baghdad Zoo” von Rajiv Joseph und “In the Next Room or the vibrator play” von Sarah Ruhl durchsetzen.
Die Preisträger erhalten neben all der Ehre eine Anerkennung finanzieller Art in der Höhe von 10.000 Dollar und reihen sich in eine Liste ziemlich bekannter Kollegen ein. Eine Aufstellung der Gewinner der letzten Jahrzehnte würde wie folgt aussehen:
2009: Ruined: Lynn Nottage
2008: August: Osage County: Tracy Letts
2007: Rabbit Hole: David Lindsay-Abaire
2006: Keine Preisverleihung
2004-05: Doubt: John Patrick Shanley
2003-04: I Am My Own Wife: Doug Wright
2002-03: Anna in the Tropics: Nilo Cruz
2001-02: Topdog/Underdog: Suzan-Lori Parks
2000-01: Proof: David Auburn
1999-00: Dinner with Friends: Donald Margulies
1998-99: Wit: Margaret Edson
1997-98: How I Learned To Drive: Paula Vogel
1996-97: Keine Preisverleihung
1995-96: Rent: Jonathan Larson
1994-95: The Young Man From Atlanta: Horton Foote
1993 94: Three Tall Women: Edward Albee
1992-93: Angels in America: Millennium Approaches: Tony Kushner
1991-92: The Kentucky Cycle: Robert Schenkkan
1990-91: Lost in Yonkers: Neil Simon
1989-90: The Piano Lesson: August Wilson
1988-89: The Heidi Chronicles: Wendy Wasserstein
1987 88: Driving Miss Daisy: Alfred Uhry
1986-87: Fences: August Wilson
1985-86: Keine Preisverleihung
1984-85: Sunday in the Park With George: James Lapine und Stephen Sondheim
1983-84: Glengarry Glen Ross: David Mamet
1982-83: ‘night, Mother: Marsha Norman
1981 82: A Soldier’s Play: Charles Fuller
1980-81: Crimes of the Heart: Beth Henley
Link
-Playbill: Next to Normal Wins 2010 Pulitzer Prize for Drama
Martin Bruny am Sonntag, den
11. April 2010 um 20:47 · gespeichert in Theater
Inspiriert von Tolstois Roman “Krieg und Frieden” setzt der Direktor des Wiener Burgtheaters, Matthias Hartmann, mit seinen Schauspielern auf das Theater als Erkenntnisraum und lädt das Publikum ein, an diesem Prozess teilzunehmen. Das Ganze ist ein Abenteuer, das jetzt den Titel trägt »Krieg und Frieden, Teile aus dem ersten Buch von Tolstoi«.
Matthias Hartmann:
Wir werden bis zur Schlacht von Borodino kommen. Im Roman geht es um das Ende einer Ära und den Beginn einer neuen Zeit und eine alte Generation, die nicht versteht, was mit ihr passiert. Wir leben ja auch in einer Zeit, in der etwas zu Ende geht, und wissen ebenfalls nicht, was auf uns zukommt. Wenn die Genforscher morgen ein Mittel zur Unsterblichkeit finden, wird sich unsere Kultur schlagartig verändern. Es wird eine Art Selektion stattfinden. Wer bekommt das Privileg der Unsterblichkeit? Vielleicht werden die zukünftigen Kriege deshalb ausbrechen. Würmer kann man schon jetzt unendlich altern lassen.
Die ersten öffentlichen Proben sind am 14./15./17. und 19. April 2010 im neu gestalteten Kasino am Schwarzenbergplatz, anschließend wird weitergeprobt, und am 18. und 21. Mai kann sich dann das Publikum die nächste Probenphase ansehen.
Die Karten kosten 15,-Euro. Ermäßigte Karten für Schüler/Studenten/Zivildiener etc um 7 Euro
Kasino, Schwarzenbergplatz 1, 1010 Wien
Die Abendkassa öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn
KRIEG UND FRIEDEN
Teile aus dem Ersten Buch von Leo Tolstoi
Mit Elisabeth Augustin, Stefanie Dvorak, Sabine Haupt, Yohanna Schwertfeger, Mareike Sedl; Franz J. Csencsits , Sven Dolinski, Ignaz Kirchner, Peter Knaack, Fabian Krüger, Oliver Masucci, Rudolf Melichar, Udo Samel, Moritz Vierboom
Regie: Matthias Hartmann
Raum und Kostüm: Johannes Schütz
Musik: Karsten Riedel, Wolfgang Schlögl
Licht: Peter Bandl
Video: Hamid Reza Tavakoli, Moritz Grewenig
Dramaturgie: Amely Joana Haag
Martin Bruny am Mittwoch, den
7. April 2010 um 12:06 · gespeichert in Event-Tipps, Ausbildung
| 16. April 2010 |
| 19:30 | bis | 21:30 |
So schnell geht ein Jahr vorbei, oder auch drei. Wieder einmal präsentiert sich ein Abschlussjahrgang der Performing Arts Studios Vienna mit seiner letzen großen Produktion im Rahmen seiner dreijährigen Ausbildung.
“Heart & Music” nennt sich die Show, die am 15. und 16. April 2010 im Theater Akzent über die Bühne geht.
Unter der Regie von Rita Sereinig interpretieren Lisa Habermann, Julia Hinteregger, Denise Jastraunig, Hannah Kunz, Tabea Lendi, Rupert Preißler, Christian Schild, Bettina Schurek sowie Lisa Tatzber 34 bekannte Shownummern, von Solos über Duette bis hin zu großen Ensemblenummern.
“Heart & Music” besteht aus acht Sequenzen, die thematisch durch Episoden verbunden sind, in denen die Studenten darstellen, warum sie ihren künstlerischen Weg für sich wählten. Diese Geschichten bilden den künstlerischen Bogen, der Auszüge aus bekannten Musicals wie “Footloose”, “Wicked”, “Rent”, “Avenue Q” oder “Legally Blonde” umfasst.
Marie Landreth ist für die Musikalische Leitung zuständig, für die Choreografie verantwortlich sind: Sabine Arthold, Blair Darby, Tom Huber und Susi Rietz.
Theater Akzent: “Heart & Music”
Termine: 15. und 16. 04. 2010, 19.30 Uhr
Preise: Euro 29,-/ 24,-/ 19,-/ 13,-
Kartenvorverkauf: 1040 Wien, Argentinierstraße 37 von Montag bis Freitag von 13.00 bis 18.00 Uhr und Samstag von 14.00 bis 18.00 Uhr Karten Hotline: 01/501 65/3306 www.akzent.at
Martin Bruny am Dienstag, den
6. April 2010 um 16:29 · gespeichert in Musical, Event-Tipps
| 14. Mai 2010 |
| 20:00 | bis | 23:00 |
“La Cage aux Folles” feierte seine Broadway-Premiere am 21. August 1983 im Palace Theatre. Ausgezeichnet mit sechs Tony Awards zählt die Show seitdem zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. Die Macher (Musik: Jerry Herman; Texte: Jerry Herman und Buch: Harvey Fierstein) nehmen nicht nur sture gesellschaftliche Konventionen auf die Schippe, sondern erzählen auch eine sehr berührende Liebesgeschichte, gewürzt mit einer ordentlichen Portion Humor.
Zu sehen ist “Ein Käfig voller Narren” ab 14. Mai 2010 (20 Uhr) in einer Produktion der Vereinigten Bühnen Bozen im Stadttheater Bozen. Unter der Regie von Peter Zeug und der Musikalischen Leitung von Stephen Lloyd spielt Erwin Windegger Zaza.
Handlung
Atmen Sie tief durch: Der Transvestitenclub »La Cage aux Folles« präsentiert den Superstar der französischen Riviera – die einzige und einmalige Zaza. Hinter Zaza aber verbirgt sich ein melancholisch alternder Mann namens Albin, der seit zwanzig Jahren mit dem Clubbesitzer George zusammenlebt. Die beiden sind ein glückliches Paar, bis Georges Sohn Jean-Michel – ein »Fehltritt« aus Jugendjahren – verkündet, er werde Anne Dindon, die Tochter eines bekannten Abgeordneten der »Partei für Tradition, Familie und Moral« heiraten. Jean-Michel will den Eltern seiner Braut eine untadelige
Familie vorführen. Also wird die leibliche Mutter Sybil zum Familientreffen bestellt, Albin aber möge sich als Onkel Al ausgeben. Albin ist tief getroffen, hat er doch Jean-Michel all die Jahre wie einen eigenen Sohn großgezogen, ihm Liebe und Sicherheit geboten. Man trifft sich im Nobelrestaurant »Chez Jacqueline«, der Abend scheint gerettet. Plötzlich fliegt die Tür auf. Eine Frau um die vierzig tritt ein. Die leibliche Mutter? Nein, es ist Albin – Mutter Albin. Jetzt heißt es tief durchatmen für den angepassten Jean-Michel.
Leading Team
Musik und Songtexte: Jerry Herman
Buch: Harvey Fierstein
Nach der gleichnamigen Komödie von Jean Poiret
Deutsch von Erika Gesell und Christian Severin
REGIE: Peter Zeug
MUSIKALISCHE LEITUNG: Stephen Lloyd
CHOREOGRAFIE: Kati Farkas
BÜHNE: Christoph Weyers
KOSTÜME: Cordula Stummeyer
LICHT: Micha Beyermann
Darsteller
Albin: Erwin Windegger
Georges: Jan-Andreas Kemna
Francis: Markus Oberrauch
Jacob: Koffi Missah
Jean-Michel: Jonas Hein
Anne/Nonne: Eva Klikovics
Jaqueline/Gräfin: Brigitte Jaufenthaler
Edouard Dindon/M. Renaud/Seemann: Armin Dallapiccola
Marie Dindon/Mme. Renaud/Dame: Kira Primke
Hanna: Alexander Riff
Phaedra: Michael Kargus
Mercedes/Dance Captain: Matteo Gastaldo
Chantal: David Zinsmeister
Cagelles: Martin Kiuntke, Suzana Novosel, Christian Schleinzer, Cornelia Waibel
Babette/Dame von Welt: Ingeborg Frena
Kleindarsteller
Ricarda Amberg, Michael Breitenberger, Magdalena v. Mörl, Josef Ziernhöld
Für den Schulunterricht an Ober- und Grafikschulen bieten die Vereinigten Bühnen Bozen in diesem Jahr etwas ganz Besonderes: Oberschüler haben die Möglichkeit, im Rahmen des Musicals “Ein Käfig voller Narren” bei einer Theaterprobe zu fotografieren und ihre Fotos anschließend am eigenen PC zu bearbeiten. Die Aufnahmen werden ab 14. Mai 2010 im Foyer des Großen Hauses ausgestellt. Die schönsten Fotos werden von einer Jury prämiert. Die Teilnehmerzahl auf maximal 10 Schüler begrenzt. (Infos –> hier)
Martin Bruny am Montag, den
5. April 2010 um 22:02 · gespeichert in Musical, Wien, Tonträger, Rezensionen, Tonträger, 2010

Etwas mehr als eineinhalb Stunden Schönklang schenkt uns Uwe-Fans MG-Sound/HitSquad Records mit der DVD-Veröffentlichung “Absolut Uwe”. Das Label bietet beeindruckende Ton- und Bildqualität, dem Meister kommt kein Missklang aus, das Ganze ist wunderbar … sagen wir abgemischt. Und wenn wir schon beim Abmischen sind: Das Interessanteste an “Absolut Uwe” ist sicher das absolute Geheimnis der Tonspur. Obwohl, was soll da schon so Geheimnisvolles dran sein?
Wie bei den meisten Künstlern hat man für diese DVD einfach live mitgeschnitten und ein bisschen was bearbeitet, das wars. Natürlich, ein klein wenig Bearbeitung muss sein, man kann keinem Künstler zumuten, ein Produkt quasi als Visitenkarte auf den Markt zu bringen, das nicht zumindest den Anschein erweckt, so produziert worden zu sein, dass es perfekt ist, absolut perfekt sozusagen, im Rahmen der Mittel. Ich meine, Uwe ist nicht Elvis, und “wirklich absolute” “Live”-DVDs sind doch sowieso nicht mehr als ein Mythos, oder?
Was die Performance von Uwe Kröger betrifft, so gut hat man den Meister ja in den ganzen letzten neun Jahren nicht mehr gehört. Absolut glauben wir ihm, dass er das live genau so gebracht hat. Absolut sind wir überzeugt, dass hier nicht im Tonstudio fast an jedem Song da ein bisschen geschnipselt und dort ein bisschen akustisches Botox injiziert wurde. Und selbst wenn, wer kommt heute ohne Botox und Augenlidstraffung aus. Ich meine, man muss ja schon froh sein, wenn man das Ganze nachher noch wiedererkennt - oder in real life, wenn der/die Betroffene nachher die “behandelten” Augen noch ganz zubekommt. Hach, so ist das eben im Künstlerleben. Showbusiness! Tadaaa!
Nie könnte man auf die Idee kommen, ein Bild vor sich zu haben, in dem Uwe Kröger seine eigene Performance quasi lippensynchron, in wochenlanger Kleinarbeit Take um Take, wieder und wieder einsingt, bis dann genügend Schnipsel vorhanden sind, um ganze Szenen zusammenzusetzen. Das wäre ja kompletter Irrsinn. Wenn man da und dort Uwe Kröger den Mund bewegen sieht, obwohl man ihn nicht singen hört, so liegt das am trockenen Auge des Betrachters. Absolut klar ist das allen. Wer wird sich über ein paar “babababaabdudbidu” bei zum Beispiel “Bin nur für die Liebe da”, die da zu wenig auf der Tonspur sind, schon beschweren. Es gibt ja afrikanische Künstler, die können irre Dinge mit ihren Stimmbändern machen, und vielleicht kann Uwe das auch. Nö, Uwe ist wieder absolut da und wird uns das total beweisen, bei seinen Konzerten im Sommer. Denn da wird er genauso gut singen wie auf DVD, denn die ist ja live, absolut live, und krank wird er diesmal sicher nicht vor der Vorstellungsserie, schließlich gibt es jetzt niemanden mehr, der helfend mit “Tralala, gerne opfert man einen Ton für eine Emotion” einspringt. Bis dahin hat er dann auch sein Ensemble zu Übungen verdonnert, damit es ohne all die schiefen Töne den Wohlgesang des Meisters adäquat unterstützt. Dass auf der DVD das Ensemble beispielsweise beim “Fame”-Medley derartig jenseitig performt, dass man sich nach dieser Sequenz gern mal eine Pinkelpause genehmigt, mein Gott. Es ist das Ensemble - so wichtig war es nicht, wirklich ALLES perfekt zu machen. Das liegt absolut nicht daran, dass Studiozeit Geld kostet, und das Ensemble etwa nicht wichtig genug wäre, um einige Stellen neu einzusingen, das ist einfach sagen wir mal passiert.
Die Frage ist auch, wieviel von dem, was nach dem Konzert im Tonstudio nicht neu aufgenommen wurde, nicht vorher schon als Playback existierte und einfach eingespielt wurde. Des Öfteren ist Uwe Kröger allein auf der Bühne und ein gar wunderbarer Chor begleitet ihn, allein, der Künstler ist tatsächlich allein auf der Bühne mit seiner Band - ohne “Ensemble”. Dass man sich da denken muss: “Ahja, klassischer Playback-Titel”, liegt das nicht auf der Hand? Vielleicht vermeiden die meisten Künstler bei Live-Konzerten daher solche Szenen. Naja, egal. Ist eben passiert, war ja nicht viel Zeit zum Proben, Ramesh Nair gab die Choreografie ab, Simon Eichenberger musste übernehmen, Vincent Bueno sagte seine Teilnahme ab - und dann noch der Stress aus lauter Freude über den Vorverkaufsrekord. Da musste man noch schnell eine Eilmeldung an die Medien rausformulieren, die dann folgendermaßen lautete:
“Absolut Uwe« erzielt absoluten Kartenverkaufsrekord! In nur zwei Wochen konnten beinahe 1000 Tickets für Uwe Krögers Sologeburtstagskonzert am 4.12. in der Wiener Stadthalle abgesetzt werden.
Na ist das nicht super? 1000 Tickets in zwei Wochen. Mal überlegen, wenn andere das Praterstadion in 10 Minuten ausverkaufen, wieviel Stadien würden die dann in zwei … Nein, das ist doch unfair. Und überhaupt, sicher hat ja das Ensemble absolut live von der Kantine aus gesungen … oder so.
Aber gehn wir weg vom Geheimnis der Tonspur. Die DVD hat zwei Highlights. Das eine: Pia Douwes generell und vor allem mit “All That Jazz“, das zweite: Uwe als Tänzer. Ja ehrlich, das hat was. “Dancing fool” aus Barry Manilows “Copacabana” ist schwungvoll, es ist mitreißend choreografiert und voller Elan auch von Uwe Kröger getanzt. Douwes’ “All that Jazz” ist der klassische Showstopper. Da merkt man jedes Mal, was für ein Genie Bob Fosse war, da hat auch MG Sound mit sehr guter Schnittarbeit zur tollen Wirkung beigetragen. Aber weil wir schon bei Barry Manilow sind. Ein paar Mitschnitte von Shows des legendären Entertainers sollte sich Uwe noch reinziehen. Kröger ist sicher auf gutem Weg zum Status eines Entertainers, wären da nicht manche noch ein wenig geschraubt klingende Moderationen. Würde da noch manches etwas natürlicher kommen und nicht im einstudierten Tonfall “Mr. de Winters”, wäre schon viel gewonnen. Szenenfolgen wie die völlig abstruse, wenig lustig erzählte und nicht auf den Punkt inszenierte “Kofferszene” und das darauf folgende mit Pathos zum Bersten gespickte “Stern” aus “Les Misà©rables”, das ungefähr das letzte Lied ist, das darauf passen würde - da kann man einfach nur sprachlos warten, bis das Entsetzen nachlässt. “Vater und Sohn” dagegen, ein Lied von Udo Jürgens, “Is it okay if I call you mine”, das sind Stilrichtungen, die Uwe Kröger vielleicht verstärkt in sein Repertoire aufnehmen sollte. Und Musical hat weit mehr zu bieten als “Das Phantom der Oper” oder “Les Misà©rables”, zwei Shows, mit denen Kröger live, und das mal ganz ohne Ironie: wirklich live, nicht mehr punkten wird können. Das ist ja das wahre Ärgernis, das hinter dieser DVD steckt. Sie täuscht etwas vor, was de facto nicht (mehr) existiert. Wenn die Fans damit leben können, ist das schön, aber nur mit seinen Fans wird Uwe Kröger auf Dauer keine Tourneen ausverkaufen. Er muss - als Sänger - LIVE mit stimmlicher Qualität überzeugen.
Die DVD hat auch bemerkenswerte Tiefpunkte. Ich beispielsweise habe noch nie erlebt, dass ein Darstellerensemble einen Showstopper wie “Let the sunshine in” dermaßen versenkt, wie es hier auf der DVD passiert. Die Choreografie wirkt peinlich, es ist auch absolutes Unvermögen zu spüren, das Publikum mitzureißen. Eines ist mal klar: Bei einer solchen Nummer hat am Ende der Sequenz keiner mehr zu sitzen. Bei “Absolut Uwe” saßen sie alle. Und man kann es ihnen nicht verübeln. Man wende sich an Rob Fowler. Er hat es im kleinen Finger, Performances so zu gestalten, dass die Zuschauer vor Begeisterung rasen.
Uwe Kröger konzentriert sich derzeit laut eigenen Angaben voll auf Auftritte mit dem Programm “Absolut Uwe”. Im Sommer stehen einige Konzerte in Österreich auf dem Programm, im Winter eine Deutschlandtournee. Die derzeit aktuellen Termine:
05.08.2010: Kufstein/Festung (mit Pia Douwes)
06.08.2010: Finkenstein/Burgarena (mit Pia Douwes)
07.08.2010: Tulln/Donaubühne
25.08.2010: Graz/Open Air Gelände/ Messehalle A
11.11. bis 28.11.2010: Deutschlandtournee (mit Annemieke van Dam)
Auch eine Autobiographie will Uwe Kröger veröffentlichen. Er schreibt, so die Formulierung, die der Sänger unlängst in der ORF-Show “Frühlingszeit” verwendet hat, er schreibt also selbst und lässt nicht schreiben, davon muss man jedenfalls nach dieser Aussage ausgehen. Man darf gespannt sein.
DVD: Absolut Uwe
VÖ: 19.3.2010
Label: HitSquad Records
Laufzeit: ca. 110 Min.
Tracklist
01. Chicago Ouvertüre (Chicago)
02. Bin nur für die Liebe da (Chicago)
03. Born free (Born free – Frei geboren)
04. California Dreamin’ – The Mamas and The Papas
05. Is it okay if I call you mine (Fame)
06. Hair Medley (Hair)
07. Starlight Express (Starlight Express)
08. Stern (Les Misà©rables)
09. Fame Medley (Fame)
10. Time of my life (Dirty Dancing)
11. Erinnerung (Cats)
12. Wenn ich tanzen will (Elisabeth)
13. Ich gehör nur mir (Elisabeth)
14. Der letzte Tanz (Elisabeth)
15. Goldfinger (James Bond)
16. Diamonds are forever (James Bond)
17. Unchained Melody (Ghost – Nachricht von Sam)
18. All I want
19. Vater und Sohn – Udo Jürgens
20. All that Jazz (Chicago)
21. Die Musik der Nacht (Das Phantom der Oper)
22. Das Phantom der Oper (Das Phantom der Oper)
23. Life is just a bowl of cherries (Fosse)
24. Dancing Fool (Copacabana)
25. The wind beneath my wings (Beaches – Freundinnnen)
26. Sweet Transvestite (The Rocky Horror Show)
27. Meine Herzwunschliste – My grown up Christmas List
28. Uwe Krögers privates Fotoalbum
PS: Kleine Anmerkung noch: Man kann mich ja gerne widerlegen und die Originaltonspur zum Download bereitstellen, dann hören wir uns das alle gemeinsam noch mal durch. Ansonsten, einfach mal darauf achten, wenn jemand schreibt “der Großteil klingt so wie im Konzert”.
PPS: Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit, Existenzberechtigung dieses Blogs und worüber wir nicht sonst noch alles anhand von Uwe Kröger reden könnten, scheint dieses Mal ausgelagert in der Musicalzentrale über die Bühne zu gehen. Greifen Sie sich ein Cola und ein paar Fritten, zur Vorstellung gehts –> hier
Martin Bruny am Sonntag, den
4. April 2010 um 23:31 · gespeichert in Pop
Kyrre Kvam (”Hair”, Raimund Theater; “Into the Woods”, Stadttheater Klagenfurt; “Poppea”, Schauspielhaus Wien), Gründer des K & L Orchestra, geht unter die Videoblogger. YouTube-mäßig möchte er die Arbeit an seinem neuen Album dokumentieren und bis zur Fertigstellung jede Woche ein Video posten.
Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, könnte sich beispielsweise die erste CD des K & L Orchestra zulegen. Auf der 2009 bei Manuel Normal Records erschienenen Scheibe “Pling Plong” finden sich 11 Originalsongs, produziert von Clipwerk/Christoph Burgstaller. Erhältlich ist die Aufnahme bei:
- iTunes
- MUSICLOAD
- SOULSEDUCTION
Links
Kyrre Kvams MySpace-Site
Kyrre Kvams YouTube-Account
Kyrre Kvams Agentur
YouTube-Account des K & L Orchestra
Wer schließlich Kyrre Kvam live erleben möchte, hat dazu in Wien recht regelmäßig die Gelegenheit. Der Musiker spielt ein Mal die Woche im ost klub. Der nächste Termin: Freitag, 9. April 2010, 20.30 Uhr bis 23:30 Uhr.
Martin Bruny am Sonntag, den
4. April 2010 um 19:54 · gespeichert in Musical, Theater, Event-Tipps
| 23. Juli 2010 |
| 18:00 | bis | 20:00 |
Seit mittlerweile zwölf Jahren produziert Norberto Bertassi mit seiner freien Theatergruppe teatro Theatererlebnisse für Kinder und Jugendliche. Im Zentrum stehen dabei märchenhafte Geschichten, Mythen & Sagen sowie Themen aus der Weltliteratur.
In den Sommer 2010 startet teatro mit der Uraufführung »Sommernachtstraum 2010«. Das neue Musical von Walter Lochmann, Norbert Holoubek und Norberto Bertassi ist in der Bettfedernfabrik in Oberwaltersdorf/NÖ zu sehen, und zwar am 23. Juli um 18 Uhr (Prermiere) sowie am 24., 25., 30., 31. Juli und 1., 6., 7., 8. August 2010 (jeweils um 18 Uhr). Eine Benefizveranstaltung für rumänische Straßenkinder findet am 22. Juli statt.
Inhalt
Da tut sich was im Wald in einer lauen Sommernacht. Vier junge Liebende sind auf der Flucht. Das Problem ist nur, dass jeder den Falschen liebt. Hermia liebt Lysander, Helena liebt Demetrius, Demetrius liebt aber Hermia. Wen liebt eigentlich Lysander?
Dann gibt es da aber auch Elfen und Kobolde, die mit einem Liebeszaubertrank endgültig alles durcheinanderbringen. Als dann auch noch eine lustige Handwerkerbande die Nacht unsicher macht, steht der ganze Wald Kopf. Doch da geht der Spaß erst richtig los. Eine romantische Musicalkomödie für die ganze Familie sehr frei nach William Shakespeare.
Leading Team
Buch: Norbert Holoubek
Co-Autor: Norberto Bertassi
Musik: Walter Lochmann
Regie: Norberto Bertassi
Choreographie: Kathleen Bauer
Bühnenbild: Germano Milite
Kostüme: Andrea Bartha
Maske: Irene Altmann
Ton- und Lichtdesign: Richard Redl
Besetzung
Puck - Andrea Frohn
Titania - Andrea Malek
Oberon/Herzog - Sascha O. Bauer
Hermia - Lisa Habermann
Helena - Frederika Faust
Lysander - Alexander Moitzi
Demetrius - Marcus Kulp
Petra Squenz - Rita Nikodim
Zettel - Alexander Hoffelner
Hyppolita - Sabrina Bartl
sowie 40 Kinder und Jugendliche
Nähere Infos zum Programm und zu den Tickets für die Show gibt es –> hier
Martin Bruny am Donnerstag, den
1. April 2010 um 09:13 · gespeichert in Tonträger

Gerade eben noch auf der Showbühne, und jetzt schon als DVD in den Charts. “Absolut Uwe”, die erste DVD des Musicaldarstellers Uwe Kröger, ist in dieser Woche auf Platz 5 in die österreichischen DVD-Charts eingestiegen. Ganz hat es zum Aufsteiger der Woche nicht gereicht, da haben Brunner & Brunner die Näschen vorn, die kamen von 0 auf den sagenhaften Platz 2. Aber es gibt ja immer eine nächste Woche.
Martin Bruny am Mittwoch, den
31. März 2010 um 20:54 · gespeichert in Tonträger
Gut ist es gegangen, ein voller Erfolg war die dramatierte Fassung von Daniel Glattauers Briefroman “Gut gegen Nordwind”, die im Mai 2009 ihre Premiere an den Wiener Kammerspielen feierte. Was liegt also näher, als eine Fortsetzung zur Aufführung zu bringen. Die kommt am 6. Mai 2010 und heißt “Alle sieben Wellen” (Bühnenfassung von Ulrike Zemme).
Wieder dreht sich alles um Emmi und Leo, die in “Gut gegen Nordwind” per E-Mails einander lieben lernten. Nach einer durch äußere Umstände erzwungenen Schreibpause von fast einem Jahr sind die beiden ihre Gefühle füreinander nicht losgeworden. Der spritzige, zauberhafte Liebesdialog geht weiter, wie Emmi es ausdrückt: »Du lebst dein Leben. Ich lebe mein Leben. Und den Rest leben wir gemeinsam.«
“Alle sieben Wellen” ist ein ewiges Hin und Her, das Kommen und Gehen einer verbotenen Liebe, denn Emmi ist noch immer verheiratet, und Leo hat eine Frau getroffen, die er heiraten will. Sechs Wellen schwappen ans Ufer, doch die siebte ist für eine Überraschung gut. In den Hauptrollen sind wieder Ruth Brauer-Kvam und Alexander Pschill zu erleben.
Und da die Musikeinspielungen bei der Bühnenfassung von “Gut gegen Nordwind” so gut angekommen sind und es per Mail diverse Anfragen gab, welche Songs verwendet wurden: Hier die Songliste - direkt aus der Josefstadt:
Musikeinspielungen »Gut gegen Nordwind«
- Wrong Dance (De-Phazz)
- Crosstown Traffic (Jimi Hendrix)
- Steve McQueen (Lambchop)
- Räume räumen (Peter Licht)
- Angelica in Delirium (G.O.L)
- Northern Sky (Nick Drake)
- Love & Evil (Jean Jaques Smoothie)
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