Archiv - Vermischtes
Martin Bruny am Dienstag, den
9. Juni 2009 um 08:47 · gespeichert in Skurriles, 2009
Ein Broadway-Revival der “West Side Story” muss natürlich auch auf CD verewigt werden. Obwohl die Cast-Recording-Branche ächzt und über sinkende Verkaufszahlen klagt: Bestimmte Shows sind sichere Verkaufshits. Die “West Side Story” gehört ganz bestimmt dazu.
Wer allerdings ein Fan der Show ist und alle aufgenommenen Tracks haben möchte, muss sich nicht weniger als drei CDs kaufen, die zu 95 Prozent jeweils dieselben Tracks enthalten - plus insgesamt fünf Bonus-Tracks. Auf einer “Barnes & Noble”-Edition befinden sich drei Bonus-Tracks, auf dem “exklusiven” iTunes-Release zwei weitere, die man nicht separat downloaden kann.
Die einzelnen CD-Ausgaben
1) SONY-Masterworks 752391
Tracks:
01. Prologue — Orchestra
02. Jet Song — Cody Green, Jets
03. Something’s Coming — Matt Cavenaugh
04. The Dance At The Gym — Company
05. Maria — Matt Cavenaugh
06. Tonight — Matt Cavenaugh, Josefina Scaglione
07. America — Karen Olivo, Jennifer Sanchez, Shark Girls
08. Cool — Cody Green, Jets
09. One Hand, One Heart — Matt Cavenaugh, Josefina Scaglione
10. Tonight (Quintet and Chorus) — Company
11. The Rumble — Orchestra
12. Me Siento Hermosa — Josefina Scaglione, Jennifer Sanchez, Danielle Polanco, Kat Nejat
13. Somewhere — Nicholas Barasch, Matt Cavenaugh, Josefina Scaglione, Company
14. Gee, Officer Krupke — Curtis Holbrook, Jets
15. Un Hombre Asà/I Have Love — Karen Olivo, Josefina Scaglione
16. Finale
2) SONY-Masterworks: iTunes-Ausgabe
Zwei Bonus-Tracks:
- A Boy Like That/I Have A Love (English Version) [Bonus Track]
- Jump (Bonus Track)
3) SONY-Maeterworks: Barnes & Noble-Ausgabe
Drei Bonus-Tracks:
- I Feel Pretty (English Version)
- Somewhere (Instrumental)
- Tonight (Instrumental)
Man braucht nicht groß drumherum reden. Der Sinn hinter dieser Aktion der Firma SONY ist ausschließlich Geschäftemacherei der besonders dreisten Art, die Konsequenz werden die Käufer ziehen, und sie ziehen diese Konsequenzen schon seit Jahren. Vielleicht ist die Krise bei den Cast Recordings noch nicht so angekommen, dass sie wirklich wehtut. Musicalliebhaber kaufen nach wie vor überwiegend CDs, weil sie den vollen Sound wollen. Wenn sie aber nun merken, dass sie, um eine ganze Show zu erhalten, miese iTunes-Rips in Kauf nehmen müssen, dann werden auch sie vielleicht ihre Konsequenzen noch deutlicher ziehen.
Egal, wie gut oder schlecht diese CD sein mag, ich empfehle, sie nicht zu kaufen. Vielleicht noch ein Tipp für SONY. In den 1950-er Jahren gab es von manchen Aufnahmen Mono- und Stereo-Releases und auch auf diesen Ausgaben waren unterschiedliche Tracks zu finden. DAS wäre doch eine neue Geschäftsidee.
Martin Bruny am Sonntag, den
7. Juni 2009 um 20:19 · gespeichert in Netz, Musical
Seit vielen Jahren findet man auf castalbums.org nicht nur zu den regulär erscheinenden Cast CDs Infos, sondern auch beispielsweise zu raren Demo-Aufnahmen.
Wer derzeit auf castalbums.org surft, findet dort keine Inhalte. Es gab Probleme mit liveregistry.com, die fälligen Domaingebühren wurden nicht rechtzeitig bezahlt, die Domain könnte für die Besitzer theoretisch für immer verloren sein.
Immerhin hat man schnell reagiert: castalbums.org wurde zu castalbumcollector.com und ist ab sofort online. “castalbums.org” wird es voraussichtlich nicht mehr geben.
Martin Bruny am Sonntag, den
7. Juni 2009 um 17:04 · gespeichert in Skurriles
Nein, spielt er natürlich nicht, aber Marion Hauser vom KURIER bingt außer Seitenblicke auf die Bananen und Perlenketten, BHs und sonstigen Firlefanz “Josephines” auch einen Nachschlag in in Sachen Kröger versus Lichter:
Mich trifft am meisten, dass mein Sohn Pauli so sehr betroffen war. Uwe war einfach die Vaterfigur seiner Kindheit. Er ist und bleibt aber für mich der deutschsprachige Musical-Star und ich bin stolz, daran beteiligt gewesen zu sein. [via, bezeichnenderweise, “Freizeit und Gesundheit” des KURIER]
Martin Bruny am Sonntag, den
7. Juni 2009 um 09:32 · gespeichert in Theater, Skurriles
Lang lebe die Kleine Zeitung
Es sei kein Zufall, dass das “Josephine”-Musical in der derzeitigen Wirtschaftskrise so erfolgreich ist, sagt der französisch-argentinische Regisseur im APA-Interview. “Das goldene Zeitalter des Musicals war auch während der großen Weltwirtschaftskrise der 1920er. Wenn es eine Krise gibt, will man Spaß haben und unterhalten werden. [via Kleine Zeitung]
Demnächst im Ronacher: das Jack Unterweger-Musical, was soll es anderes sein, wird es doch im Ronacher aufgeführt, von den Vereinigten Bühnen Wien, den Spezialisten für, eben, Musical. Obwohl, den VBW kann man hier am wenigsten einen Vorwurf machen, denn sie bezeichnen “Josephine” als das, was es ist: eine Revue.
Martin Bruny am Donnerstag, den
28. Mai 2009 um 22:30 · gespeichert in Netz, Sprache, Skurriles
140-Zeichen-Meldungen gibts ab jetzt in der Sidebar rechts, ab und an mit ein paar Linktipps. Wer mir beim “tweeten” “followen” will, kann das ganz leicht mit einem Klick –> hier tun.
Martin Bruny am Mittwoch, den
27. Mai 2009 um 13:39 · gespeichert in Netz
In einigen Tranchen wurde der Internetauftritt der Vereinigten Bühnen Wien in den letzten Monaten erneuert. Mal wurde ein Logo upgedatet, mal bei neuen Produktionen die dazugehörige Website nach dem neuen Schema erstellt. Nun, in der aktuellen Aktualisierungstranche ist ein Großteil der Site dem neuen Layout angepast worden. Wie es ankommen wird, lässt sich jetzt nicht sagen, ob es gefällt, ist Geschmackssache.
Was mir nicht gefällt, ist die Streichung des Archivs. Wer nun wissen will, von wann bis wann “Barabarella” floppen durfte - nun auf vbw.at wird er nicht fündig, auf musicalvienna.at bekommt man die neben der Zeitansage so beliebte Site “404″. Und wer auf musicalvienna.at nach dem Stichwort “Elisabeth” sucht, findet –> das. Auf vbw.at findet man zu “Barbarella” gar nichts.
Wie auch immer. Die Vereinigten Bühnen Wien haben einen Website-Relaunch vollzogen, und mit Ausnahme des Archivs und des Musicalclubforums (das im alten Design ist) sowie der nicht funktionierenden Stichwortsuche klappt es technisch.
Martin Bruny am Mittwoch, den
27. Mai 2009 um 12:40 · gespeichert in Skurriles
Warum auch immer, wird die Telefonnummer 1503, die 600.0000 Mal pro Monat gewählte “Zeitansage”, im Laufe des heutigen Tages “abgeschaltet”, “stillgelegt” oder auch “begraben”.
Warum das so ist, kann dem Konsumenten egal sein, es ist eine Lachnummer für sich. Egal war es den Konsumenten allerdings nicht, DASS die Zeitansage abgeschafft werden sollte. Daher hat man reagiert und ab sofort ist die Zeitansage unter einer neuen Numemr ereichbar. Nun muss man nicht mehr 1503 wählen, das wäre also wirklich zu einfach, sondern 0810 001503, zu einem Preis von 0,067586 Euro pro Minute.
Aus irgendeinem Grund musste man für ebendiesen Zweck jede einzelne der Quadrillionen Ansagen, oder wie viele es eben sind, neu aufnehmen. Und nun sagt uns allen Angelika Lang die Zeit an. [via ORF]
Und weil der Tag heute eh schon so lustig ist. In einem Musicalforum (Link –> hier) wird schon seit Tagen nicht etwa über die Bedeutung des Sondheimschen Musicals in einem von Compilationshows überfluteten, rezessionsgeschwächten Musicalklima diskutiert, sondern darüber, was ein “echtes” “Wiener Schnitzel” ist. Einfach abschreiben, KÜRZEN, nochmal KÜRZEN, und noch einmal KÜRZEN, und schon hat man einen Sketch fürs neue Simpl-Programm. Köstlich.
P.S.: Mittlerweile hat sich die Unterhaltung im Forum auf “Schnitzel - das Musical” verlegt.
Martin Bruny am Samstag, den
16. Mai 2009 um 19:46 · gespeichert in TV, Skurriles
Recht lächerlich macht sich der ORF mit seiner “Übertragung” des diesjährigen Eurovisions Song Contests. Von 20:15 Uhr bis 21 Uhr bringt man in einer vorproduzierten Sendung von jedem Lied einen ungefähr zehn Sekunden dauernden Ausschnitt - natürlich nicht von der tatsächlichen Show, die erst um 21.00 Uhr beginnt und nicht vom ORF live gesendet wird. Statt dessen überträgt man den Lifeball und sendet anschließend live um 23.00 die Entscheidung des Song Contests. Das ist ungefähr so, als würde man von einer Kochsendung den Einkauf der Zutaten am Markt zeigen und danach, wie die Speisen serviert werden. Abstruser gehts nicht. Nunja, doch, denn der ORF bringt dann um 00:20 Uhr die Aufzeichnung des Song Contests. Nchträglich servierte Hauptspeise. Wohl bekomms.
Martin Bruny am Samstag, den
16. Mai 2009 um 15:20 · gespeichert in Sprache
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