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Archiv - Vermischtes

Bachmannpreis 2008

So kam ich zu einem Musicalzirkus, der mich auf Tournee durch halb Europa schickte. Ich spielte im Halbdunkel des Bühnenhintergrundes naive Melodien. Es fühlte sich an, als würde man mich allabendlich die korrekte Reihenfolge der Buchstaben im Alphabet abhören und mir dafür auch noch begeistert applaudieren.
Ich hatte einen Job, der mir Monat für Monat vierstellige Zahlen auf das von Ines sachkundig geprüfte Girokonto spülte. Was ich noch immer nicht hatte, war die Befriedigung über das Gefühl, es versucht zu haben, es gefunden zu haben.
Doch liebte ich es, wenn ich in den frühen Morgenstunden zurückkam, hoffnungslos übernächtigt, nach wochenlangem Aufenthalt in einem Nightliner riechend, mich ungeduscht neben Ines auf das Bett streckte … [”Der Tod ist ein Postmann mit Hut”, Romanauszug, Martin von Arndt, Stuttgart]

Der Bachmannpreis wurde im Jahre 2008 einer radikalen Neuausrichtung unterzogen. Nicht nur wurde das Literaturfestival auf zwei Tage gekürzt, es wurde auch der Austragungsmodus neu inszeniert. Der vorlesende Autor sitzt nun auf einem Sesselchen vor einem Tischchen abseits der Jury. Nach dem Vortrag darf er dann, begleitet vom Moderator, auf einem Sesselchen im Kreis der Kritiker Platz nehmen. Was das bringen soll? Nichts, ganz genau gar nichts. Auch gar nichts bringt es, dass Moderator Dieter Moor seine Rolle als die eines Confà©renciers gestaltet, der aktiv ins Geschehen eingreift. Es bringt keinen informativen Mehrwert, es bringt nicht mehr Spannung, es lenkt eher ab und trägt Trivialität in ein Format, das Kritikern und Autoren vorbehalten war. Moor fordert von den weiblichen Kritikern bei einem der Texte die “weibliche” Sichtweise. Was hat der Mann Glück, dass er es in diesem Jahr nur mit sehr moderaten Kritikerinnen zu tun hat, die diese machohafte Geste, auch wenn sie vermutlich so nicht mal gemeint war, aber extrem ungeschickt formuliert wurde, wohlwollend ertragen und mit ganz leisen Pointen Dieter Moor klar machen, was sie von seiner Idee halten.

EM 2008: Unschickliche Zungenküsse/Teil 2

Foto: Martin BrunyEigentlich ist es ja zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Wie schon vor einigen Tagen erwähnt, forderte der österreichische Werberat den sofortigen Stopp der Plakatkampagne «Life is a Game!”, die von gantnerundenzi für den Wettenanbieter bet-at-home.com entwickelt wurde. Stein des Anstoßes war das Zungenspiel zwischen einem Fan der deutschen Nationalmannschaft und einer Österreicherin.

In der Begründung der Jury hieß es, dass das Sujet den «ethischen Grundsätzen der Werbung” widerspreche. Werbung im öffentlichen Raum habe «auf die Zielgruppe der Kinder Rücksicht zu nehmen”. «Ungewollte Nachahmeffekte” könnten hervorgerufen werden, so der Werberat.

Mittlerweile sind wir einen Schritt weiter (siehe auch STANDARD). Der Auftraggeber legte Einspruch ein, es kam zu einer nochmaligen Beurteilung des Werbeplakats, und die sieht folgendermaßen aus:

Der Österreichische Werberat fordert das Unternehmen und die Agentur auf, für zukünftige Werbemassnahmen im öffentlichen Raum mehr Sensibilität walten zu lassen und auf die Gefühle von Teilen der Bevölkerung mehr Rücksicht zu nehmen. Auf Grund des ‘Ablaufdatums’ des Plakats wird der Stopp zurückgezogen, gleichzeitig wird aber an den Auftraggeber appeliert, Printanzeigen mit dem gleichen Sujet abzuändern oder durch neue zu ersetzen.

Weiters heißt es, …

… das Plakat verstoße eindeutig gegen die allgemeinen Werbegrundsätze und des Selbstbeschränkungskodex sowohl gegen die allgemein anerkannten guten Sitten und bedient sich einer sexuell anstößigen Darstellung. Der Argumentation der beabsichtigen Polarisierung muss Effekthascherei auf Kosten von Gefühlen von großen Teilen der Gesamtbevölkerung entgegen gehalten werden. Dies entspricht nicht dem Selbstverständnis der im Werberat vertretenen Organisationen in bezug auf positiv wirtschaftliches Agieren und muss aufgrund der Notwendigkeit der Selbstregulierung hart verurteilt werden.

Werfen wir einen Blick in die Seelenwelt der “großen Teile der Bevölkerung”, das ist ganz einfach, wir werden auf der Website des Österreichischen Werberats fündig, wo die Volksseele brodelt:

Mein 11jähriger Sohn und seine Schulkollegen stehen jeden Tag in der Straßenbahnstation vor diesem Plakat und ich muß sagen, ich empfinde es als außerordentlich störend und auch bedenklich, dass unsere Kinder und Jugendlichen tagtäglich mit derlei obszönen und unschönen Darstellungen eines Kusses geprägt und reizüberflutet werden.

Da ich eine Leih-Oma bin, finde ich es nicht sinnvoll, dieses Plakat öffentlich zu zeigen, da die Kinder dazu neigen, alles nachzumachen was sie von den Eltern, Medien, Plakaten usw. sehen.

Schließe mich der Beschwerde über die Aufdringlichkeit der Nahaufnahme eines Zungenkusses an.
Die zwei genießen es, doch kein Grund diese Intimität der Gesellschaft aufzudrücken!!!!
Voyeuristisch und max. aufdringlich! Unterbinden Sie bitte derartige Werbung! D A N K E !!!!!

Meine Mutter hat mir erzählt wie ihr Enkerl zu Besuch kam ihr ein Busserl gibt
und plötzlich spürte sie voller Entsetzen die Zunge des Kindes in Ihrem Mund. Es ist schon sehr bedenklich wohin die weitere Entwicklung unserer Kinder mit solchen Werbeeinflüssen hinführen soll. Der Verfall der Moral und Ethik in unserer Gesellschaft, hat schon solche Dimensionen angenommen und ich empfände es sehr wünschenswert, diese Einflüsse auf unsere Kinder zu verhindern.

Man muss sich angesichts solcher Postings fragen, ob diese besorgten Eltern auch Firmen wie DM und anderen Drogeriemärkten Briefe zukommen lassen, in denen sie den Verkaufsstopp von Kondomen in den normalen Geschäftsräumlichkeiten fordern. Andererseits ist jetzt schon eher verständlich, dass es auch heutzutage eine Vielzahl von Kindern gibt, die nicht von ihren Eltern, sondern von Dr. Sommer aufgeklärt werden.

SOS-musikland.at - Mehr Musik aus Österreich im Rundfunk

Die Situation in Österreich ist folgende. Entweder man wird als “Pop-Künstler” auf Ö3 gespielt, dann hat man Chancen, vom frischproduzierten Tonträger halbwegs relevante Mengen absetzen zu können, einigermaßen bekannt und schließlich von Ö3 “unabhängig” zu werden - oder man wird nicht gespielt, und dann wars das für die meisten auch schon wieder.

Österreich hat zwar Privatsender, verglichen aber mit der Reichweite von Ö3 sind das Peanuts. Neben dem Rundfunk gibt es natürlich das Fernsehen, aber hier stehen die Chancen für Newcomer, ihre Songs vorstellen zu können, ohne zuerst einmal nackt um den Stephansdom laufen zu müssen, schlecht. Es gibt keine Popsendungen, es gibt nur mehr Castingshows. Und auch eine Castingshow zu gewinnen, bedeutet nicht, dass man im ORF gespielt wird. Bestes Beispiel dafür: Vincent Bueno, dessen erste Single “Sex Appeal” im ORF wohl auf einer Liste des Unspielbaren gelandet ist.

Beim Radiosender Ö3 entscheidet seit einigen Jahren eine Art “internes Gremium” darüber, was gespielt wird oder nicht. Es reicht schon lange nicht, Ö3 einfach zu bemustern, oft ist Lobbying notwendig, um seinen Schützling auf die Playlist zu bekommen. Es gibt Leute, die in diesem Zusammenhang auch schon mal das Wort “beknien” verwenden, auch wenn selbiges nichts nützt. Und die Chancen von Plattenfirmen, bereits produziertes österreichisches Material auf Sendung zu bekommen, sinken von Jahr zu Jahr. Einerseits entdeckt Ö3 gerne neue internationale Talente, andererseits entdeckt es auch gerne nationale Talente, die dann auch schon mal ohne Plattenvertag nonstop so lange laufen, dass man sie nicht mehr hören kann. Nonstop ist das Credo von Ö3. Wenn man am Morgen vom “Ö3-Wecker” geweckt wird und wochenlang, ohne Übertreibung, innerhalb von 60 Minuten mindestens zwei Mal dieselbe Chartsschnulze made in USA hört, fragt man sich, wer sich hier keine Gedanken gemacht hat.

1990 betrug der Gesamtanteil von Musik aus Österreich im ORF-Radio 27 Prozent. Bis 2007 sank dieser Prozentanteil auf 16,4 Prozent. Rechnet man Signations, Werbung und Hintergrundmusik heraus, sind es heute nur mehr 14,5 Prozent.

Nein, es geht nicht darum, mehr Österreicher hören zu wollen, egal, wie gut oder schlecht sie sind, es geht darum, dass Talente die Chance bekommen, im Radio gespielt zu werden. Mehr Musik aus Österreich im Rundfunk ist auch die Devise einer neu geschaffenen Plattform, die vom Kultur-Channel unterstützt wird. Jeder kann mitmachen!

Link
SOS-musikland.at

k360 - ein neues Kulturportal geht online

k360.net ist neue Kunst- & Kulturplattform für Künstler und Veranstalter in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein, die alle Sparten abdeckt (Theater, Musik, Malerei, Literatur, … ), Termine mit Erinnerungsfunktion veröffentlicht und Infos zu Kulturjobs und Ausschreibungen bereitstellt - ein Hilfsmittel zur Tournee- und Veranstaltungsplanung sowie zur Jobsuche für künstlerische Berufe.

Link
- k360.net

“High School Musical” war gestern - “Camp Rock” lautet die Devise

Camp RockImage via WikipediaDie Firma Disney hat mit “High School Musical” Blut geleckt, was Musical fürs Fernsehen betrifft. Obwohl man noch mitten drin ist im Ausschlachten der “High School Musical”-Idee sowie des Konzepts und noch viele Folgen dieses Formats ins Kino und Fernsehen kommen werden, hat man ein zweites Eisen im Feuer: “Camp Rock”.

“Camp Rock” ist jedoch nicht einfach eine Nachfolgeshow des “High School Musicals”, das TV-Movie dient viel eher dazu, eine Band, die Disney seit dem Jahre 2005 kontinuierlich und mit immer größer werdenden Erfolg fördert, zu featuren: die Jonas Brothers. Die Band, derzeit bestehend aus Joseph, Kevin und Nicholas Jonas, ist das aktuelle Teenie-Phänomen der USA - und drauf und dran, auch Europa zu erobern. Die Zielgruppe könnte man ungefähr so definieren, wie die Jugendpostille BRAVO ein Bild der Brüder untertitelt: “Kevin ist 20 Jahre alt, Joe 18 Jahre und Nick 15 Jahre. Alle drei sind noch Jungfrau.”: Jung, weiblich und willig.

Aber hinter all dem Hype, den die Jonas Brothers derzeit auslösen, steckt harte Arbeit. Beginnend beispielsweise mit einem eigenen YouTube-Channel, in dem derzeit eines der Videos über 24 Millionen Zugriffe verzeichnet und die meisten anderen einige Hunderttausend Klicks, arbeiteten sich die Jungs sukzessive die US-Charts hinauf. Schaffte es ihre Debüt-CD nur auf Platz 91 der US-Charts, kam der Nachfolger bereits auf Platz 5. Und obwohl sie es noch nicht “on the cover of the Rolling Stone” geschafft haben - das Branchenfachblatt BILLBOARD widmete ihnen bereits eines.

“Camp Rock” rockte jedenfalls bei der Erstausstrahlung am 20. Juni 2008 den Disney Channel: 8,9 Millionen Zuseher, davon 3,4 Millionen zwischen 9 und 14 Jahre alt - ein Traumstart, und erfolgreicher als die Erstausstrahlung des “High School Musicals”, die nur 7,7 Millionen Zuseher verfolgten. Kein Wunder, dass “Camp Rock II” bereits vorbereitet wird. Schon im Sommer oder Herbst 2009 geht das Sequel auf Sendung, und dann schaffen es die Jonas Brothers vielleicht auch jene 17,2 Millionen Zuschauer zu erreichen, die sich die Erstausstrahlung von “High Schol Musical 2″ nicht entgehen lassen wollten.

Bis es soweit ist, gehen die Brüder auf Deutschland-Tour, als Vorgruppe von Avril Lavigne, und sind dann doch für viele so etwas wie der Hauptact. Und wer noch immer nicht genug hat, wird vom Disney Channel bedient. “Jonas Brothers: Living the Dream” nennt sich eine Reality-Serie, die seit dem 16. Mai 2008 ausgestrahlt wird. Gedreht während der US-Tour der Brüder, sieht man den Probenalltag, den “Schul”alltag und das übliche Gemörtel, angefangen vom Zähneputzen bis hin zum Umgang mit Diabetes.

Aufgesprungen auf den Erfolgszug der Jonas Brothers ist der deutsche Fernsehsender VIVA, der in Berlin am 25. Juni ein Konzert der kommenden Teenie-Idole auf die Beine gestellt hat. Die exklusive Free-TV-Premiere des Konzerts zeigt VIVA am 10. Juli um 21.30 Uhr. Der Disney Channel (empfangbar über Premiere) präsentiert das Konzert bereits am 4. Juli um 20.15 Uhr in deutscher Erstausstrahlung.

Zemanta Pixie

ORF setzt weiter auf Castingshows - Starmania 4 ab Oktober auf Sendung

Ab 17. Oktober 2008 geht die 4. Staffel der ORF-Castingshow “Starmania” auf Sendung. ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz dazu:

Die Neuauflage von Starmania ist nicht nur das Zurückgreifen auf ein bewährtes Format, sondern logische Konsequenz der vorangegangenen Ausgaben. Alle “Starmania”-Staffeln waren höchst erfolgreich und alle haben den Österreichischen Musikmarkt belebt. Die Zeit ist reif, ein blutaufgefrischtes “Starmania” mit neuen Talenten zu präsentieren.

Zu sehen ist Starmania 4 im ORF1-Hauptabendprogramm, produziert werden 14 Folgen.

Legally Blonde: TV-Casting pusht Broadway-Show

Legally Blonde (musical)Image via WikipediaTV-Castingshows für Musicals können, wenn man sie halbwegs gescheit aufzieht, durchaus positive Nebenwirkungen auf Musicals haben. Ein Beispiel dafür ist das MTV-Format “Legally Blonde The Musical: The Search for Elle Woods”, das seit 2. Juni 2008 in den USA ausgestrahlt wird.

Mittlerweile konnte Ghostlight Records von der Cast-CD 100.000 Exemplare absetzen, auch die Broadway-Show profitiert vom TV-Casting: Lag die Auslastung am 1. Juni noch bei 58,2 Prozent, kletterte sie bis 15. Juni auf 73,8 Prozent.

Zemanta Pixie

EM 2008: Unschickliche Zungenküsse

Foto: Martin BrunyDer österreichische Werberat fordert den sofortigen Stopp der Plakatkampagne “Life is a Game!”, die von gantnerundenzi für den Wettenanbieter bet-at-home.com entwickelt wurde. Stein des Anstoßes ist das Zungenspiel zwischen einem Fan der deutschen Nationalmannschaft und einer Österreicherin.

In der Begründung der Jury heißt es, dass das Sujet den “ethischen Grundsätzen der Werbung” widerspreche. Werbung im öffentlichen Raum habe “auf die Zielgruppe der Kinder Rücksicht zu nehmen”. “Ungewollte Nachahmeffekte” könnten hervorgerufen werden, so der Werberat. (via STANDARD)

US-Wahlkampf: Rassenhass in Texas

DallasNews berichtet von einem bezeichnenden Vorfall bei einer Parteiversammlung der Republikaner vergangenen Samstag in Texas. Verteilt wurden unter anderem Buttons wie der rechts abgebildete oder auch beispielsweise einer, auf dem zu lesen stand:

Press 1 for English. Press 2 for Deportation

Tony Awards 2008 - Triumph für das REVIVAL

In der Nacht zum Montag fand in New York die diesjährige Tony-Awards-Verleihung statt. Wer waren die großen Favoriten? Zur Erinnerung eine kleine Auflistung der nominierten Musicals: “In The Heights” (13), “South Pacific” (11), “Sunday in the Park with George” (9), “Passing Strange” (7), “Gypsy” (7), “Xanadu” (4), “Cry-Baby” (4), “Young Frankenstein” (3), “A Catered Affair” (3), “A Little Mermaid” (2), “Grease” (1).

Der große Sieger der diesjährigen Awards im Bereich “Musical” heißt: REVIVAL - oder auch: “South Pacific” & “Gypsy”. Im Wettstreit der eher konservativen Verehrer des sagen wir mal “klassischen Musicals” und der eher modern orientierten Erneuerer hat sich in diesem Jahr das “Klassische” durchgesetzt. Mit insgesamt 7 Tony Awards ist das “South Pacific”-Revival der überragende Gewinner. Das “Gypsy”-Revival konnte 3 Mal punkten, weiters gingen Preise an “In The Heights”, darunter jener für das “Beste Musical”, und “Passing Strange”.

Die ersten Tony Awards wurden im Jahre 1947 verliehen. Die ersten zehn Musicals, die die seit 1949 bestehende Kategorie “Best Musical” für sich entscheiden konnten, waren: “Kiss Me, Kate” (1949), “South Pacific” (1950), “Guys and Dolls” (1951), “The King and I” (1952), “Wonderful Town” (1953), “Kismet” (1954), “Pajama Game” (1955), “Damn Yankees” (1956), “My Fair Lady” (1957) und “The Music Man” (1958). Es ist fraglich, ob man sich in 50+ Jahren an so manches 2008 nominierte Musical überhaupt noch erinnern wird. Vielleicht war auch das ein nicht zu unterschätzender Grund dafür, eine Show wie “South Pacific”, die schon vor 58 Jahren zu den Gewinnern zählte, erneut mit Preisen zu überhäufen.

Ein wenig sollte sich American Theatre Wing, der Gründer der Tony Awards, Gedanken machen, wie man in Zukunft die Preisverleihung auch online besser zugänglich machen könnte. Per Webcast die Verleihung der weniger prestigeträchtigen Awards zu zeigen und dann während der Livesendung im US-Fernsehen eine Thank-You-Cam (die nur sehr wenige Künstler überhaupt nutzten) ins Netz zu senden, ist eine Art Anfang, aber ein doch recht spärlicher.

Wenn ein Musical so viele Awards für sich entscheiden kann wie “South Pacific”, ist die Enttäuschung bei vielen anderen Mitbewerbern meist groß. So sind die Verlierer dieser Tony Awards jene Produktionen, die ganz leer ausgegangen sind: “Sunday in the Park with George” (9 Nominierungen), “Xanadu” (4 Nominierungen), “Cry-Baby” (4 Nominierungen), “Young Frankenstein” (3 Nominierungen), “A Catered Affair” (3 Nominierungen), “The Litttle Mermaid” (2 Nominierungen) und “Grease” (1 Nominierung).

Die vollständige Liste der Gewinner liest sich wie folgt:

Musicals

South Pacific (7)
- Best Revival of a Musical
- Best Direction of a Musical (Bartlett Sher)
- Best Performance by a Leading Actor in a Musical (Paulo Szot)
- Best Lighting Design of a Musical (Donald Holder)
- Best Sound Design of a Musical (Scott Lehrer)
- Best Costume Design of a Musical (Catherine Zuber)
- Best Scenic Design of a Musical (Michael Yeargan)

In The Heights (4)
- Best Musical
- Best Original Score (Lin-Manuel Miranda)
- Best Choreography (Andy Blankenbuehler)
- Best Orchestrations (Alex Lacamoire, Bill Sherman)

Gypsy (3)
- Best Performance by a Leading Actress in a Musical (Patti Lupone)
- Best Performance by a Featured Actor in a Musical (Boyd Gaines)
- Best Performance by a Featured Actress in a Musical (Laura Benanti)

Passing Strange (1)
- Best Book Of A Musical (Stew)

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Sprechstücke

August: Osage County (5)
- Best Play (Tracy Letts)
- Best Direction of a Play (Anna D. Shapiro)
- Best Performance of a Leading Actress in a Play (Deanna Dunagan)
- Best Scenic Design of a Play (Todd Rosenthal)
- Best Performance by a Featured Actress in a Play (Rondi Reed)

The 39 Steps (2)
- Best Lighting Design of a Play (Kevin Adams)
- Best Sound Design of a Play (Mic Pool)

Boeing-Boeing (2)
- Best Revival of a Play
- Best Performance by a Leading Actor in a Play (Mark Rylance)

Les Liaisons Dangereuses (1)
- Best Costume Design of a Play (Katrina Lindsay)

The Seafarer (1)
- Best Performance by a Featured Actor in a Play (Jim Norton)
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Weitere Gewinner
- Best Regional Theatre Award: Chicago Shakespeare Theater
- Special Tony Award: Robert Russell Bennett (1894-1981)
- Special Tony Award for Lifetime Achievement in the Theatre: Stephen Sondheim
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